Wie wird aus einem kleinen Fettbrand in der Küche eine Katastrophe?

Ein Fettbrand kann sich schnell zu einem Alptraum entwickeln: Heißes Fett oder Öl in einem Topf oder einer Pfanne auf dem Herd, und dann die Zeit vergessen. Hat das Fett erst mal Feuer gefangen, ist die Panik meist groß und die Vernunft entsprechend klein. Wer jetzt Wasser zum Löschen auf das Feuer kippt, kann von Glück sagen, wenn nur eine komplette Küchenrenovierung ansteht. Sehr oft endet so ein Manöver nämlich im Krankenhaus, und zwar in der Spezialklinik für Brandopfer. Weiterlesen

Kristalle züchten

Minerale, besonders wenn sie in Form hübscher Kristalle daherkommen, üben auf viele Menschen (und so auch auf mich) eine enorme Faszination aus. Die Farben, das Spiel des Lichts auf den Flächen und die Lichtbrechung. Überhaupt diese seltsame Regelmäßigkeit, in die sich die unbelebte Materie so freiwillig fügt. Da wundert es eigentlich nicht, wenn viele Menschen den Kristallen gerne übersinnliche Kräfte attestieren wollen. Das ist natürlich kompletter Blödsinn, aber es treibt die Preise auf dem Sammlermarkt oft in respektable Höhen )und auch manche seltsame Blüten, aber das nur am Rande). Aber wie entstehen Kristalle? Einen guten Einblick erhält man, wenn man, wenn man sie selber züchtet.

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Die Erforschung von Schuttströmen mit Mikroseismik

Schuttströme, also Massenbewegungen, bei denen Gerölle, Steine, Sand und Boden zusammen mit Wasser Hang abwärts rutschen, sind eine ernstzunehmende Gefahr für alle Lebewesen, die sich unterhalb davon befinden. Zu ihnen gehören die Muren ebenso wie die Lahare, die nach Vulkanausbrüchen auftreten können.
Ihre Dichte liegt meist zwischen 2 bis 2,5 g/cm3, ihr Wassergehalt bei rund 5% oder darüber. Turbulentes Strömen an ihrer Basis setzt die Reibung herab und größere Gerölle werden durch die Viskosität der Matrix in der Schwebe gehalten. So können Schuttströme durchaus Geschwindigkeiten von 20 Metern pro Sekunde erreichen. Einige bedeutende Schuttströme haben mehr als 10 000 bis 20 000 Todesopfer gefordert, so 1985 in Armero, Kolumbien und 1999 in Vargas in Venezuela.
Vieles an den Schuttströmen, wie sie sich bewegen, wird noch sehr unvollständig verstanden. Wie kann man sich und Bauwerke schützen? Auf der anderen Seite gibt es für diese sehr kurzfristigen Ereignisse meist auch nur eine extrem kurze Vorwarnzeit, um gefährdete Gebiete zu evakuieren. Wenn man also Schuttströme früher aufspüren kann, könnte man sich damit auch zusätzlich wertvolle Reaktionszeit erkaufen, vorausgesetzt, die Infrastruktur zur Warnung der betroffenen Bevölkerung existiert. Weiterlesen

Ökologische Auswirkungen von Tiefseebergbau

Das Thema Tiefseebergbau und die ökologischen Folgen hatte ich hier ja im vorletzten Beitrag bereits gestreift. Jetzt hat das GEOMAR in Kiel im Rahmen seiner Kieler-Woche Vortragsreihe Videos der Vorträge ins Netz gestellt. Und darunter auch ein Beitrag von Dr. Matthias Haeckel über die ökologischen Auswirkungen des Tiefseebergbaus. Er geht der Frage nach, ob dort unten überhaupt Lebewesen leben, welche von den Bergbauaktivitäten betroffen werden (ja, selbstverständlich!) und wie die empfindliche Lebewelt der Tiefsee auf so gravierende Störungen reagiert. So hat man bereits vor 26 Jahren in einem Gebiet mit Manganknollen den Abbau simuliert und beobachtet seit dem, wie sich dadurch das dortige Ökosystem verändert hat. Und ob und wie sich das betroffene Ökosystem bis heute wieder regenerieren konnte. Weiterlesen