Was Christinnen & Kirchen gegen Hetze und für den Frieden tun können

Nach dem starken Interesse an der Landtagsrede zum 9. November 2023 wurde ich in dieser Woche gefragt, was denn nun Christinnen, Christen und Kirchen konkret gegen Hass und Hetze sowie für den Frieden tun könnten. Ich versuchte auf zweifache Weise zu antworten:

1. in einem Interview mit Andreas Lesch für das katholische Aussicht-Magazin.

2. in einem Grußwort für die Landessynode der (& auch meiner) Evangelischen Landeskirche Württemberg.

Header des Aus.schnitt-Interviews von Andreas Lesch mit Dr. Michael Blume: "Was können Christen gegen Antisemitismus tun? - Wir stehen an Eurer Seite". Als Eingangsfoto ist ein Bild des Brandenburger Tors mit einem Magen David eingestellt. Unter dem Zeichen steht, ebenfalls in blau: "Nie wieder ist jetzt!" Link führt zum Interview.

Interview zu “Was können Christen gegen Antisemitismus tun? Nie wieder ist jetzt!” im aus.sicht-Magazin mit Andreas Lesch. Screenshot & Link mfG: Michael Blume

So führe ich im aus.sicht-Interview unter anderem an:

“Sie haben vorhin den Satz erwähnt, der in den vergangenen Wochen oft zu hören war: „Nie wieder ist jetzt“. Finden Sie diesen Satz angemessen und passend?

Wir müssen ganz klar unterscheiden zwischen Vergleichen und Gleichsetzen. Ein Gleichsetzen von damals und heute ist nicht sinnvoll, ein Vergleich dagegen sehr. Vergleiche sind sogar notwendig, denn ohne sie können wir aus der Geschichte gar nicht lernen. Wir dürfen nicht so tun, als ob der Antisemitismus der NSDAP so einmalig gewesen wäre, dass sich gar nichts daraus lernen ließe. 

Was können wir aus dem Vergleich der Nazis mit der Hamas lernen?

Dass man antisemitischen Vernichtungswillen niemals unterschätzen darf. Radikale Antisemiten wollen nicht verhandeln. Sie wollen keine Friedenslösung. Sondern sie glauben an eine jüdische Weltverschwörung und wollen alle Jüdinnen und Juden und ihre vermeintlichen Mitverschwörer vernichten.”

Und im Grußwort an die Evangelische Landeskirche Württemberg führte ich auch zur aktuellen UN-Cop28-Klimakonferenz aus:

Die Politik alleine wird es nicht schaffen, zumal sich linke Flügel weltweit in selbstgerechten Dualismus und Bürokratismus verstrickt haben, libertäre und rechte Flügel dagegen in Reaktanz und fossilen Lobbyismus.

Greta Thunberg (Fridays for Future) und Roger Hallam (Extinction Rebellion) haben ihren Bewegungen mit antisemitischen Äußerungen schwer geschadet und die aktuelle UN-Klimakonferenz wird buchstäblich von einem Ölsultan geleitet.

Ich bin gerne gläubig, aber ungerne leichtgläubig – und rechne nicht mehr damit, dass die globale Politik die Erderwärmung auf 1,5 oder auch nur 2 Grad werden begrenzen kann. Die Klimakatastrophe schlägt schon jetzt in die Wasserkrise um und wird auch europäische, auch deutsche Regionen unbewohnbar machen.”

Selbstverständlich freue ich mich auch wieder auf konstruktive Fediversum-Diskussionen dazu hier und auf Mastodon – gerne je mit Angabe der zu diskutierenden Stelle.

Ihnen Dank für das Interesse, einen gesegneten Advent und bald auch Chanukka!

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Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren als „teilnehmender Beobachter“ für Wissenschaft und Demokratie, gegen Verschwörungsmythen und Wasserkrise.

55 Kommentare

  1. Sie haben ein wunderbares Grußwort gehalten. Menschlich zutiefst bewegend. Ich kann Ihnen in vielen Dingen zustimmen. Nur: Der Kampf gegen Antisemitismus, Hass etc. beginnt meiner Meinung nach bei uns. Wie wir miteinander umgehen, unabhängig von der Religion. Beim Lesen Ihrer Zeilen, musste ich daran denken, dass es in diesen Tagen schon zwei Jahre her ist, dass ich meine langjährige politische Heimat verlassen habe. Wenn ich mir die Menschenverachtung des jetzigen Vorsitzenden einer “christlichen” Partei vor Augen halte, frage ich mich, was er wohl von Ihrem Grußwort halten würde. Ich erspare Ihnen die Antwort.
    Ja, wir müssen jeden Tag gegen den Antisemitismus etc aufstehen, um ein Baustein einer Zukunft ohne Hass zu sein.
    Was mir in meinem Glauben Kraft gibt, ist auch nach 45 Jahren noch mein Konfirmationsspruch. 1. Korintherbrief 13,13.

    • Vielen Dank, @Marie H. 🙏 für Ihr Interesse am Grußwort und die ermutigende Rückmeldung!

      Und, ja, meine Ausführungen zu den Schwächen auch rechter Politik bezogen sich durchaus auch auf einige Angehörige meiner eigenen Partei. Auch die europäische Christdemokratie ist derzeit nicht, was sie sein könnte und vor allem sein sollte. Ich achte generell darauf, auch in der Kritik fair und überparteilich zu bleiben. Freilich überschätze ich auch meine Möglichkeiten nicht und freue mich über jedes ernsthafte Interesse.

  2. @Hauptartikel

    „Die Klimakatastrophe schlägt schon jetzt in die Wasserkrise um und wird auch europäische, auch deutsche Regionen unbewohnbar machen.“

    Sorgen mache ich mir vor allem angesichts womöglich sinkender weltweiten Landwirtschaftlichen Erträgen. Wohnen wird bei uns und auch in Südeuropa notfalls mit Klimaanlagen und Meerwasserentsalzung weiter möglich sein. Und wenn wir mal von Privatautos wegkommen, dann ist auch gleich ganz viel Platz in den Städten, für sehr viel mehr Grün und auch für Wasserspeicher.

    Ich denke, das bekommen wir hin. Die Schäden an Wäldern oder Korallenriffen wären allerdings auch noch mal erheblich, auch bezüglich der Artenvielfalt, die hier Schaden nehmen kann.

    Ein anderes Thema sind die angesprochenen politischen Folgen unserer Öl- und Gasimporte und den teilweise zugehörigen Waffenexporten.

    Die Energiewende löst ja nun auch dieses Problem. Selbst wenn wir Solarfarmen rund um die Sahara nutzen, können wir uns die Länder aussuchen, auch nach demokratischen Standards.

    Wie wäre es noch mit der Idee, dass wir doch noch nicht aus der Kohle aussteigen? Kohle ist auch in Demokratien ganz gut einzukaufen, bzw. unsere eigene Braunkohle gibts auch noch reichlich. Und recht billig.

    Bezüglich der Treibhausgase ist sicherlich Erdgas mit halb so viel Emissionen wie mit Kohle besser. Aber die Bezugsquellen sind hier das Problem. Und Gas ist angesichts der russischen Feindseligkeiten gar nicht mehr billig.

    Wir können wirklich kostengünstig das meiste nötige Backup, das die Erneuerbaren Energien noch erfordern, mit dem Weiterbetrieb unserer Kohlekraftwerke bestreiten. Bis wir mal so weit sind, dass wir soviel PV und WKA installiert haben, dass wir dieses Backup nicht mehr brauchen, wird es schätzungsweise noch 20 Jahre brauchen. Derweil allerdings die tatsächlichen Backuplaufzeiten und die zugehörigen Emissionen immer weiter zurückgehen werden.

    Das Erdgas aus demokratischen Quellen könnte uns so bald reichen. Wenn zusätzlich zum weiteren Ausbau der Erneuerbaren auch Heizungen und Mobilität emissionsfrei wird, wird erst Erdgas, dann Erdöl und zum Schluss dann eben auch die Kohle nicht mehr gebraucht.

    Wie gesagt, die Kohlealternative wäre sogar kostengünstiger. Wenn das gesparte Geld dann in mehr PV und WKA investiert wird, spart das doch die Mehremissionen gegenüber Erdgas gleich wieder ein.

    Die Autokratie Chinas ist eine andere Sache. Von denen sind wir auf vielfältigste Weise abhängig, wie man damit umgehen kann, ist ein ganz anderes Thema als die unseligen Fossilen Diktaturen. Da fällt mir nur ein, es anzufassen, die Verflechtungen mit China Stück für Stück wieder abzubauen.

    Im Moment ist allerdings der Handelsaustausch mit China für uns sehr lohnend. Insbesondere sind die sehr gut mit PV-Modulen und Lithiumbatterien.

    Wenn wir hier in einen Wirtschaftskrieg geraten, dann stockt hier Einiges, und auch die Energiewende kann das dann um Dekaden verzögern. Da bleibt mir nur die Hoffnung, dass China so vernünftig bleibt, dass die USA hier keinen Seekrieg gegen China anfängt.

    Natürlich bleibt es die ganze Zeit auch eine Option, unseren Konsum wirklich zügig zu überprüfen. Das kann die Energiewende ganz klar auf dreifache Weise beschleunigen: Es senkt sofort den Verbrauch, reduziert maßgeblich die Ausbauziele und macht Ressourcen an Geld, Arbeitskraft und Rohstoffen frei, um die verbliebene nötige Technik richtig schnell klimaneutral umzubauen.

    • Danke für die Überlegungen, @Tobias Jeckenburger!

      Sie schrieben:

      „ Natürlich bleibt es die ganze Zeit auch eine Option, unseren Konsum wirklich zügig zu überprüfen. Das kann die Energiewende ganz klar auf dreifache Weise beschleunigen: Es senkt sofort den Verbrauch, reduziert maßgeblich die Ausbauziele und macht Ressourcen an Geld, Arbeitskraft und Rohstoffen frei, um die verbliebene nötige Technik richtig schnell klimaneutral umzubauen.“

      Genau so ist es: Umso schneller wir auf Fleisch aus industrieller Massentierhaltung verzichten, umso schneller reduzieren wir auch die Vergeudung von Süßwasser, Energien, Futtermitteln, senken Treibhausgas-Emissionen und schädliche Importe etwa aus Brasilien usw. Jede/r kann hier etwas tun, jeden Tag. Es gilt halt, auch bei sich selbst anzufangen.

    • Sehr geehrter Herr Jeckenburger,

      Ihren Ausführungen stimme ich weitgehend zu. Allerdings habe ich den Eindruck, dass Sie die Gefahren, die vom Weiterbetrieb fossiler Kraftwerke ausgehen, nicht ganz richtig einschätzen. Vor 20-30 Jahren hätten wir uns Zeit lassen können, hätten wir einen allmählichen Ausstieg angestrebt. Aber damals haben wir fast alle – Politik, Wirtschaft, Bürger – so getan, als würde es gar kein Problem geben, und alle Wetterextreme seien reine Zufälle, und haben einfach munter Kohle, Gas und Erdöl weiter verbrannt.

      Kohlendioxid bleibt Hunderte von Jahren in der Atmosphäre. Was wir jetzt ausstoßen, bleibt also für Ihre (?) Enkel und Urenkel, die Korallen und den Amazonas usw. für Jahrhunderte erhalten. Deshalb können wir es uns nicht leisten, noch 20 Jahre weiter fossile Brennstoffe zu verbrennen, selbst wenn in dieser Zeit die Emissionen zurückgehen sollten (was sie ja bis jetzt noch keineswegs tun).

      Auch Erdgas ist leider kaum umweltfreundlicher als Kohle. Im Betrieb zwar schon, aber dafür entstehen bei der Förderung massive Methanlecks, und Methan erwärmt die Atmosphäre 20-23mal mehr als CO2. Ihr Optimismus in allen Ehren, und eine Reduzierung unseres Konsums ist auf jeden Fall anzuraten, aber ohne dass wir die Emissionen SCHNELLSTMÖGLICH senken, wird es nicht gehen. Wenn andere Staaten das noch nicht tun, umso schlimmer.

  3. Liest sich nicht schlecht :

    -> https://www.aussicht.online/artikel/wir-stehen-an-eurer-seite

    … lieber Herr Michael Blume.
    Viele genannte Aspekte waren interessant und selbstverständlich auch für den Schreiber dieser Zeilen zustimmungsfähig.

    Aber Elon Musk setzt nur in der liberalen Demokratie zentral geübte Freiheit der individuellen Meinungsäußerung bei seinem Dienst des Webs um, er erlaubt auch böse Rede, die Richtung Antisemitismus geht oder gar antisemitisch ist, er zieht aber auch klare Grenzen, er hat das auch erklärt, er selbst ist sozusagen judenfreundlich (ohne hier selbstverständlich eine Sonderbehandlung zu suchen, was ja auch ganz schlecht wäre).
    Aus diesseitiger Sicht sollte in einer liberalen Demokratie auch bösartigste Rede ertragen werden, solange sie gegen keine Gesetze verstößt, es macht doch Sinn, wenn sich Personen böse ausreden können, so dass erst dann über sie geurteilt werden kann, wenn die Menge so sieht?

    Vielen Dank für Ihre Arbeit, mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    • Danke, @Webbaer – aber: Nein. Wer mit Medien Geld verdient, ist auch für die Inhalte verantwortlich. Wir würden es ja auch keiner Qualitätszeitung durchgehen lassen, wenn sie immer mehr Schund und Fake News verbreiten würde.

      Immer mehr Werbekunden von Twitter, TwitterX oder X (wie Sie es auch nennen wollen) haben bereits ihre Budgets auf dem Portal gestrichen. Und ich hatte ja auch bereits einen Erfolg vor Gericht errungen, kämpfe für die Durchsetzung von deutschem & europäischem Medienrecht:

      https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/gerichtsverfahren-gegen-twitter-wegen-verleumdung-100.html

      Mediale Äußerungen sind Taten mit realen Folgen. Elon Musk selbst droht ja auch Kritikern wie der ADL mit teuren Klagen. Und auch der @Webbaer jammert, wenn über alte, weiße Männer pauschalisiert wird.

      Klar: Nicht jede „böse“ (d.h. lügnerische, dualistische) Tat ist gleich strafbar, doch ein Anspruch auf Bezahlung und Verzicht auf Widerspruch besteht eben auch nicht.

      Das wird mensch ja wohl noch sagen dürfen! 😉🤭✊

  4. Reaktion noch auf :

    Im Podcast des Moderators Markus Lanz und des Autors Richard David Precht zum Beispiel waren kürzlich sehr viele antisemitische Aussagen drin.

    Wir könnten besser sagen: „Hey, okay, ich bin kein Antisemit. Aber dieser Satz von mir gerade, der war wirklich blöd und den wiederhole ich nicht mehr.“ [Quelle – zitiert : jeweils Dr. Michael Blume]

    Richtig.
    Allerdings glaubt der Schreiber den Inhalt des ersten zitierten Satzes nicht, da waren Plappermäulchen unterwegs.
    Mehr ist nicht los.
    Wobei gefragt werden kann bis muss, wie auch geschehen.
    (Der Schreiber dieser Zeilen hat diesen, äh, Vorfall, Vorgang?, nicht näher verfolgt, geht aber davon aus, dass die beiden sozusagen mit Lichtgeschwindigkeit zurückgerudert sind.
    Plappern bleibt erlaubt.)

    • Klar bleibt „Plappern erlaubt“, @Webbaer. Niemand hat hier ein Verbot gefordert. Allerdings muss sich das von unseren ÖRR-Gebühren finanzierte ZDF schon fragen lassen, ob es Halbwissen & antijüdisches „Plappern“ weiterhin vergolden und ohne redaktionelle Kontrolle verbreiten will. Das zu kritisieren ist eben auch „erlaubt“, @Webbaer.

      Den Faktencheck zur missglückten Folge von Lanz & Precht finden Sie hier:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/faktencheck-lanz-precht-110-ueber-israel-den-gazastreifen-und-orthodoxe-juden/

      Sehr bewusst habe ich auch dort darauf verzichtet, die beiden Antisemiten zu nennen. Den es erscheint mir doch eher, dass ihr Halbwissen samt Ressentiments einen deutschen, bildungsbürgerlichen Durchschnitt repräsentieren. Es hat halt niemanden gegeben, der sie darauf hinwies, dass sie Bullshit „plapperten“.

  5. Es ist sehr viel weniger unser Konsum, sondern viel mehr die Produktion / die wettbewerbsbedingte Überproduktion, die somit systembedingt von Quantität bis Qualität, von Kleinbetriebe über “Mittelstand” zu Großbetriebe/Industrie, die Ressourcen, Umwelt und das Menschliche über wirklich-wahrhaftige Maße der Vernunft ausbeutet / ausbeuten muss.

    Ich könnte die ursächlichlichen, weiteren und tieferen Auswirkungen deutlich machen, aber ihr solltet genug Empathie und Verstand haben, um selbst- und massenbewusst die richtigen Gedanken und nötigen Maßnahmen zu finden.

    • Sie haben „Ich halte mich und meinen eigenen Konsum schon für perfekt & erwarte Verehrung durch alle anderen!“ falsch geschrieben, @hto.

      Wir Mit-Lesenden sind beeindruckt von Ihrer übersprudelnden Weisheit und konstruktiven Haltung. Nicht.

    • @hto

      wettbewerbsbedingte Überproduktion

      _______________________________________________________________
      Wettbewerb verursacht keine Überproduktion. Im Gegenteil, denn Überproduktion ist unwirtschaftlich. Sie verursacht nur Kosten, aber keine Einnahmen.

      Es ist sehr viel weniger unser Konsum, sondern viel mehr die Produktion

      ________________________________
      ?
      Es wird aber für unseren Konsum produziert.
      Konsumieren wir weniger, dann wird auch weniger produziert.

      • Danke, @Frankfurter

        Leider tragen „Konfusion“ und „Kommunikationsmüll“ auch deutscher Dualisten dazu bei, immer wieder von den realen Sachfragen abzulenken. Und so finanzieren auch wir fossile, regelmäßig autoritäre und nicht selten auch antisemitische Regime immer weiter mit, vgl.

        „UN-Klimakonferenz:

        Gipfelpräsident hält Ende fossiler Energie offenbar für unnötig

        Sultan Ahmed al-Dschaber zweifelt offenbar am wissenschaftlichen Konsens zum Aus fossiler Energieträger. Auch mehrere Öl- und Gasstaaten wollen einen Ausstieg verhindern.“

        https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2023-12/un-klimakonferenz-widerstand-gegen-ausstieg-fossile

        Ich hatte diese Thematik der fossilen Vergiftung und erneuerbaren Friedensenergien ja sowohl im Interview wie auch vor allem im Grußwort angesprochen. Aber vielen Drukodierenden war die Selbstdarstellung leider wichtiger als das Lesen…

  6. @ Blume / Jeckenburger

    Alles schön und gut,aber wenn wir nicht über unser Geldsystem nachdenken,von der Geldschöpfung über den Gelderwerb bis zum Zwang des Systems, wird das nichts.
    Denn wer im nächsten Monat auf sein Gehalt oder Lohn angewiesen ist, dem ist das Leben näher als gute Taten oder Unterlassungen. Auch und gerade dann,wenn es zukünftig allen schadet.

    • Sorry, @Mussi – aber das ist einfach nur Reaktanz. Sie erkennen die Stärke von Argumenten, reagieren jedoch darauf mit #Whataboutism: „Aber das Geldsystem!“

      Mein Vorschlag: Bringen Sie sich konstruktiv und gerne auch digital für Veränderungen ein – und formulieren Sie dann dazu „auch“ Überlegungen zum Geldsystem.

      Danke.

      • @ Blume

        Sie haben selbst vor einiger Zeit in’s Spiel gebracht,dass man dabei auch über Geld nachdenken muss.

        Meine Vorschläge sind von Piketty aufgenommen worden und von den Jusos bereits angeklungen,wenn ich das richtig beobachte.

        Reaktanz ist was anderes. Bereits die Allianz veröffentlich,dass das Geldsystem an Grenzen kommt.

        Grundsätzlich dazu aufzurufen,darüber nachzudenken, ist doch notwendig. Andere haben auch gute Gedanken dazu.

        • Diskussionen über das Geldsystem stehe ich interessiert und positiv gegenüber, @Mussi.

          Es ist jedoch reaktant, auf gut begründete Aufrufe zur Verhaltensänderung mit „Aber erst das Geldsystem!“ zu reagieren.

          Für Ihr persönliches Verhalten – etwa beim Konsumieren, aber auch beim Kommentieren – sind erst einmal Sie selbst verantwortlich. Und wenn Sie die Verantwortung für sich selbst übernommen haben, können Sie auch glaubwürdiger für Systemwechsel plädieren.

          Üben Sie gerne: Hineni.

          • @Blume: “Ein Gleichsetzen von damals und heute ist nicht sinnvoll, ein Vergleich dagegen sehr. Vergleiche sind sogar notwendig, denn ohne sie können wir aus der Geschichte gar nicht lernen.
            […]

            “Die Politik alleine wird es nicht schaffen, zumal sich linke Flügel weltweit in selbstgerechten Dualismus und Bürokratismus verstrickt haben, libertäre und rechte Flügel dagegen in Reaktanz und fossilen Lobbyismus.

            Greta Thunberg (Fridays for Future) und Roger Hallam (Extinction Rebellion) […] von einem Ölsultan geleitet.

            Wettbewerbsbedingtes “Individualbewusstsein” (in bewusstseinsbetäubt-konfuser Angst und Gewalt), das den nun “freiheitlichen” Wettbewerb mit “gesundem” Konkurrenzdenken verbindet, kann natürlich den Vergleich mit einem zeitgeistlich-reformistischen Kreislauf des stets gleichen imperialistisch-faschistischen Erbensystems nicht gut heißen, denn die Schuld- und Sündenbocksuche (der gleichermaßen unverarbeitet-gepflegten Bewusstseinsschwäche) im “Recht des Stärkeren” funktioniert so nicht!?👋😇

          • Interessant, wie einig sich einige Reaktante doch schnell beim Derailing sind. ☺️

            Mensch könnte meinen, ein Interview & Grußwort könnten bei manchen Ablenkungsversuche auslösen. 😉🤭

  7. @ Blume

    Für mich lebe ich nach meinen Begriffen verantwortungsvoll und verantwortbar: minimalistisch und schuldenfrei. Die Gasheizung wird absehbar in eine PV-Anlage gewandelt, soweit Vermieter.

    Ich habe es gerade nochmal gegoogelt: Deutsche Bank offiziell auf ihrer Seite: ‘ Wir brauchen für unser Geldsystem unkonventionelle Lösungen’!

    Das mit dem ‘Aber’, da haben Sie natürlich recht

  8. Christen insb. in Amerika könnten der gewalttätigen Ideologie des christlichen Zionismus den Rücken kehren. Dann wären wir dem Frieden schon ein gewaltiges Stück näher.

  9. @Michael 02.12. 11:00

    „Es ist jedoch reaktant, auf gut begründete Aufrufe zur Verhaltensänderung mit „Aber erst das Geldsystem!“ zu reagieren.“

    In der Tat spart man mit vernünftigem Konsum ganz konkret eigenes Geld ein. Wenn man will, kann man dann weniger arbeiten gehen. Wenn jetzt viele so handeln, dann geraten die Arbeitgeber in Versuchung, nur noch die effektiveren Leute arbeiten zu lassen, und viele werden dann arbeitslos. Das gilt es dann wohl gezielt zu verhindern.

    Oder man arbeitet normal weiter und investiert selbstständig das gesparte Geld in PV-Module oder anderweitige grüne Technik.

    Dann gibt es so viel am Geldsystem gar nicht zu ändern. Hier sehe ich eher die KI als Treiber, der eine Reform des Geldsystems erfordert. Wenn entsprechend weniger Arbeitskraft nachgefragt wird, muss halt die KI mehr Steuern zahlen. In Form von mehr Unternehmens-, Kapitalertrags-, Vermögens- und Erbschaftssteuern, zugunsten der verbliebenen Arbeitskräfte, die dann weniger Steuern zahlen können.

    „Umso schneller wir auf Fleisch aus industrieller Massentierhaltung verzichten,…“

    Das ist sicher ein Thema, das jeder bearbeiten kann. Wobei eine Reduzierung des Tierischen allerdings auch Grenzen des Sinnvollen hat. Die meisten Weiden können nur mit Grasfressern genutzt werden, und es fallen auch einige Reste und Überschüsse an, die man nur verfüttern kann. Es macht hier wenig Sinn, dies alles in Biogasanlagen zu verwerten, was man eigentlich gerne als Fleisch essen möchte.

    Genauso widersinnig finde ich den Anbau von Mais nur für die Biogasproduktion oder den Einsatz von Palmöl als Kraftstoff. Hier ist es sinnvoller, in PV-Anlagen und Windräder zu investieren, das konkurriert nicht mit der menschlichen Ernährung und spart genauso viele Treibhausgase ein. Und wir haben dann auch Luft für biologischere Anbaumethoden, die auch noch zusätzlichen Kohlenstoff als Humus im Boden langfristig binden.

    Wir können uns hier aber gerne auf ein Halbierung des Fleischkonsum einigen. Angesichts der weltweiten Ernährungslage käme das dann ganz gut hin.

    Es bleibt ja noch viel Fahrradfahren, keine eigenes Auto mehr, auch kein E-Auto, kleinere Wohnungen, was auch noch gleich die Wohnungsnot entschärfen würde, und den Urlaub auch wieder per Fahrrad auf Campingplätzen im eigenen Bundesland. Oder auch mal richtig weite Fahrradtouren, wenn man es mit dem Sparen so gut hinbekommt, dass man wirklich deutlich weniger arbeiten muss, und vielleicht sogar 2 Monate im Jahr Extraurlaub machen kann.

    • Das Problem sind nicht nur unsere Konsumgewohnheiten; Es sind die unermüdliche Produktion und der Wettbewerbsdrang, die zu einer übermäßigen Produktion führen. Diese systembedingte Überproduktion, die sich von kleinen über mittlere bis hin zu großen Unternehmen und Industrien ausweitet, neigt dazu, Ressourcen auszubeuten, die Umwelt zu schädigen und das menschliche Wohlergehen auf tiefgreifender Ebene zu entwerten.

      Diese Aktionen haben weitreichende, miteinander verbundene Auswirkungen, die über das oberflächliche Verständnis hinausgehen. Es ist von entscheidender Bedeutung, die tieferen und umfassenderen Auswirkungen dieser Praktiken zu begreifen. Um dem entgegenzuwirken, sind Empathie und ein umfassendes Verständnis unerlässlich. Wir müssen nach Lösungen suchen, die sowohl das individuelle als auch das kollektive Bewusstsein in den Vordergrund stellen und eine Denkweise fördern, die zu notwendigen Maßnahmen für Veränderungen führt.

      Commercial Framing

  10. short notice:

    Im Umgang mit einem Menschen im Maghreb das Wort „inshallah“.
    Reaktion: „I am not a terrorist“.

    So etwas könnte man ggf auch Gedankenverpestung nennen – ggf, uU…

    Bei zunehmender Technisierung ihrer Umwelt könnte Menschen ihre Weltgewandtheit ggf abhanden kommen, sollte sie vorhanden gewesen sein…

  11. Aber:Blutvergiessen scheint derzeit wiedermal absolut a la mode zu wirken.
    Wo man auch hinsieht: Bifurkationen.
    Oppenheimers Enkel treiben Blüten

  12. Akzeptieren, dass Gott nicht unbedingt der Idiot ist, für den ihn seine Gläubigen immer halten?

    Mit Ethik zu argumentieren, macht in der Politik nicht viel Sinn, wenn Sie Leuten schlechtes Gewissen machen, ernten Sie falsche Reue und echte Häme. Aber Ethik ist nicht vom Mond gefallen, sie ist auf Langzeitnutzen angelegt. Wenn Sie ethisch handeln, haben Sie das Problem, dass Sie eventuell nur die Kosten tragen und die Nachwelt die Profite erntet, deswegen muss jede Ethik böse genug sein, um Leute zu bezahlen. Das Böse zahlt sich sofort aus, das Gute übermorgen, und deswegen lohnt es sich nicht, weil die Bösen Ihnen Versprechungen machen und alles, was Sie fürs Morgen erarbeiten, schon heute selbst verfressen. Christen sind da seit 2000 Jahren gebrannte Kinder.

    Europa baut, Russland raubt, doch innerhalb dieser Wirtschaftsmodelle geht dort das Gleiche ab. Merkel und Putin mobilisierten Arbeitskraft, wie es inkompetente Führungskräfte eben tun: Ihr schafft das schon. Oder auch nicht. Löst Probleme oder verreckt. Man lässt den Leuten keine Wahl, parkt sie direkt an die Frontlinie und macht alle Wege zu, außer Vorwärts. Hier und da ist zunächst Ampel, äh, Chaos ausgebrochen, doch der Fleischwolf produziert Ergebnisse. Statt um fertige Fachkräfte zu konkurrieren, die englischsprachige Länder bevorzugen, schaffen wir Deutsche – seit 2015 werden verstärkt Leute in Deutschland sozialisiert, sprechen die Sprache perfekt, bauen sich ein Leben auf, sehen das Land als ihre Heimat an. Das weiße Bärchen überlebt, indem es das braune Bärchen heiratet, wie die Eisbären am Polarkreis. Hybridisierung nennt man gelegentlich zweigeschlechtliche Fortpflanzung, die AfD ist, kulturell betrachtet, im sehr sachlichen Sinne ein Haufen Wichser.

    Führung kann nicht, Volk will nicht, Probleme sind trotzdem da. Und wenn man wartet, bis sie einem so sehr weh tun, dass man keine Wahl hat, als sie zu lösen, ist es meist zu spät, dann ist man schon zu schwach. Besser die Asi-Arschloch-Tour als Nichtstun. Ruft natürlich sofort eine Asi-Arschloch-Gegenreaktion hervor, ist klar.

    Ich hatte auch so meine Zweifel, ob Deutschland es packt, und hab sie immer noch. Die Nudel baumelt schlaff und schießt inkontinent-impotent mit Schwarzen Nullen in Verfassungs-Keuschheitsgürtel, die Sperrbataillone nach rechts schwanken, die Deserteure gewinnen an Zulauf und Prigoschin stürmt schon Berlin. Ist interessant, wie sehr man so ziemlich die gleiche Symptomatik bewerten kann, je nachdem, ob sie in einem destruktiven oder konstruktiven Kontext auftritt.

    Und die Bewertung hängt natürlich auch vom Ziel ab. Ich bin alt, müde, ich will nur noch in Ruhe und Luxus sterben, ich werde den Teufel tun und mich irgendwelchen Herausforderungen stellen, die mir keine Wahl lassen, als meinen faulen Hintern zu bewegen. Ist eine legitime Entscheidung, nur will ich nicht andere Leute mit in mein Grab reißen, indem ich sie ihnen aufzwinge. Das entscheidet die Demokratie, und selbst wenn meinesgleichen gewinnen – Verrecken verbraucht relativ wenige Ressourcen. Wer leben will, den können wir’s durchaus gönnen. Ist ja auch irgendwie schön, wenn ein Erbe übrig bleibt, oder?

    Wir schaffen Ägypten am Rhein. Werden eine der Oasen der globalen Sahara, wo die Menschen Zuflucht finden. Wir schaffen ein neues Rom, aus dessen Vielfalt etwas Neues und Besseres geboren werden kann, eine neue Kultur und Zivilisation. Um uns herum brennt der Ofen des globalen Auschwitz, aber wer es ins Gelobte Land schafft, hat eine Chance, auch wenn es sich zunächst als Hölle entpuppt. Und parallel dazu blüht das Christentum auf – eine synkretistische, undefinierte Religion, die auf Toleranz aufbaut. Es ist auch ein Aufblühen des Islam, des Judentums, des Buddhismus, wie sie alle heißen – die Religion des Friedens, die die Welt erobert, nicht dadurch, dass eine alle anderen frisst, sondern, indem sie zwischen Synkretismus und Toleranz ein Spektrum schafft, in dem man miteinander leben kann, ob man sich jetzt abgrenzen oder verschmelzen und Neues schaffen will. Trotz aller Woke-Perversionen, trotz Ansturms neuer und alter Bigotterie von links und rechts – der Heilige Geist lebt in seiner Gemeinde.

    Christen, wie alle anderen auch, täten gut daran, ihn zu umarmen, statt ihn zu verleugnen. Gott ist aus der Kirche ausgetreten, doch die Leute suchen ihn noch, genauso wie sie es immer getan haben. Die Religionen müssen ihren Hochmut aufgeben, die Rechthaberei, den Anspruch auf Alleinherrschaft. Doch wenn sie im Chor mitsingen, bleiben sie trotzdem unterschiedlich und voller unlösbarer Widersprüche, und das ist auch richtig so. Frieden hält das System zusammen, Streit verleiht ihm Betriebstemperatur, sorgt für Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit. Und auch die Juden werden nur zum Dorn im Fleisch, wenn Sie kalt werden, wenn Sie nur noch Gleichschritt und Harmonie wünschen, einen Winterschlaf, die Sie zum Werkzeug und leichter Beute macht. Es ist keine Sünde, müde zu sein, doch für die Müden gibt’s Betten, nicht Staaten. So streitet in Frieden.

    Was kann Glaube gegen die Hetze, gegen die Verführer, gegen den Hass tun? Glauben. Aber Glauben ohne Zweifeln ist Wissen, und der Mensch wird arrogant durch Gewissheiten, ob sie nur Wahrheit oder Irrglauben sind. Deswegen darf er nur glauben – weil er zweifeln muss, um nicht auf der Stelle zu verharren, sondern zu folgen, wohin ihn sein Gott führt.

    Für einen Atheisten predige ich ziemlich viel, bin halt katholisch sozialisiert. Im Grunde ist es mir auch egal, ich spiele mit der Welt Lego und baue ein hübsches Raumschiff, in dem alle Astronauten unterkommen und alle Steine verbaut werden sollen, so wie ich es schon als Kind getan habe. Aber die Lego-Steine sind die gleichem, wie die, mit denen die Christen spielen, und wenn ich einen funktionierenden Entwurf sehe, orientiert sich meine Verkaufsmasche nach der Mentalität des Kunden. Vielleicht belüge ich mich ja selbst mit meinem Atheismus, nicht sie sich mit ihrem Glauben, aber für die Praxis kommt’s aufs Selbe raus. Irgendwie scheint es Gott wichtiger zu sein, dass sich der Mensch vorm Menschen verbeugt, als vor ihm, denn auch das kommt aufs Selbe raus.

    Das Wort zum Sonntag. Um halb sechs. Schlaf kommt, schlaf geht, ohne sich um die Uhr zu scheren. Tja. Was nu? …Amen?

    • Ja, @hto – es ist doch wirklich auffällig, wie wenigen Männern es hier gelingt, „bei der Sache“ (einem Interview, einem Grußwort je voller diskutierbarer Thesen) zu bleiben.

      Die meisten weichen – aus Unvermögen, aus Reaktanz? – in die oft auch noch aggressive „Selbstinszenierung“ aus.

      Ich bin fasziniert. Merken Sie Ihren eigenen Drang zum „Wettbewerb“ um unsere Aufmerksamkeit denn nicht auch bei sich selbst? ☺️🙏☕️

  13. @Paul S.: “Was kann Glaube gegen die Hetze, gegen die Verführer, gegen den Hass tun?”

    Hetze ist ja nur ein anderes Wort für Wettbewerb, aber weil KI Mensch gut & böse in die Konfusion der Vernunft eingebaut hat, ist das Verantwortungsbewusstsein immer nur auf der Seite der zum Bösen marginalisierten / sind nur die Marginalisierten die Faschisten des wettbewerbsbedingt-imperialistischen Erbensystems – Glaube kann fusionieren und wirklich-wahrhaftig befrieden (zweifelsfrei-eindeutig: Gerechtigkeit anstatt “Gerechtigkeit”, usw.), damit Vernunftbegabung zu Vernunft/Gott und somit KI Mensch zum ganzheitlich-ebenbildlichen Wesen Mensch wird.👋😇 Doch leider!?

  14. @Blume: “Die meisten weichen – aus Unvermögen, aus Reaktanz?”

    Ich weiche nicht, vor der zynisch-erpresserischen Kapitulation, vor dem “Recht des Stärkeren” auf Kommunikationsmüll des nun “freiheitlichen” Wettbewerbs – Das Selbst ist immer nur Teil des wirklich-wahrhaftig Ganzen, kein “Individualbewusstsein”, kein eigener Geist, keine eigene Seele, (nix Hineni) nur eng begrenzte Kraft, bis der geistige Stillstand (seit …) zur vollen Kraft und somit Gestaltungsmöglichkeiten eines geistig-heilenden Selbst- und Massenbewusstseins wird (Johannes 4,24 und Matthäus 21,18-22 und Jesaja 55,8-11).👋😇

    • Dafür, dass es Ihr Selbst gar nicht gebe, plustert es sich aber doch sehr auf, lieber @hto. Es will sich sowohl vom Thema des jeweiligen Blogposts wie auch von allen digital anwesenden Mitmenschen abheben.

      Also produziert Ihr Selbst den „Kommunikationsmüll“, den es dann anderen vorwirft.

      Schade, aber immerhin interessant.

      #Dualismus #Philosophie #Psychologie

  15. @Blume: “Sondern sie glauben an eine jüdische Weltverschwörung und wollen alle Jüdinnen und Juden und ihre vermeintlichen Mitverschwörer vernichten.”

    Sie glauben diese wettbewerbsbedingte Welt- und “Werteordnung” (in gleichermaßen unverarbeitet-gepflegter instinktiver Bewusstseinsschwäche von Angst, Gewalt und egozentriertem “Individualbewusstsein”) ist die jüdische Weltverschwörung, das ist ein großer Unterschied, den Leute wie Du (auch im arabischen Lager) offensichtlich aus-/benutzen und somit den “Tanz um den heißen Brei”, also die heuchlerisch-verlogene Bewusstseinsbetäubung in Konfusion beschleunigen (bewusst-verkommen und/oder unbewusst-verblödet).

    • Es gibt „die jüdische Weltverschwörung“ schlichtweg nur als verschwörungsmythologische Fiktion des feindseligen Dualismus, @hto.

      Dass Sie diese offensichtlich für real halten und mit unserer (gar nicht so schlechten) „Werteordnung“ verknüpfen zeigt tief in Ihre Abgründe.

      Von wegen Nicht-Selbst. Sie inszenieren sich hier auch nur als ein doitsches Selbst voll mit altem Hass.

      Ich denke, ich verordne Ihnen hiermit mal wieder ein paar Wochen Pause. Besser ist das.

  16. @Paul S 03.12. 05:42

    „Vielleicht belüge ich mich ja selbst mit meinem Atheismus, nicht sie sich mit ihrem Glauben, aber für die Praxis kommt’s aufs Selbe raus. Irgendwie scheint es Gott wichtiger zu sein, dass sich der Mensch vorm Menschen verbeugt, als vor ihm, denn auch das kommt aufs Selbe raus.“

    Gute Idee. Wenn Gott jetzt noch vernünftige Aktionen wie die Energiewende und andere internationale Zusammenarbeit effektiv unterstützt, dann hätten wir alles, was wir brauchen. Um ein auskömmliches Leben auf diesem einzigartigen und wunderbaren Planeten zu führen.

    Wenn man sich im näheren Kosmos umguckt, dann sind wir hier auf einem sehr seltenen und unendlich kostbarem Edelstein unterwegs.

    • Deswegen hatte ich Erneuerbare Energien sowohl im katholischen aus.sicht-Interview wie auch im evangelischen Grußwort als #Friedensenergien bezeichnet.

      Aber nur wenige Drukos setzten sich mit den gebloggten Texten auseinander… 🤭🤷‍♂️☺️

  17. @Blume: “Es gibt „die jüdische Weltverschwörung“ schlichtweg nur als verschwörungsmythologische Fiktion des feindseligen Dualismus”

    Und ich habe schlichtweg nichts anderes geschrieben, nur noch das ALLE IMMERNOCH die Juden als Sündenböcke aus-/benutzen!!!👋😇

  18. @Friedensenergien

    Die wirken ja nicht nur aufgrund der Reduzierung von Einnahmen für fossile Autokraten. Wer Verantwortung gegenüber der Natur übernimmt, der hat womöglich Anderes als kriegerische Raubzüge im Sinn. Und könnte auch verantwortlich mit Menschenrechten umgehen.

    Ob China sich hier noch weiterentwickelt? Immerhin läuft die Wirtschaft gut genug, dass demokratische Bürgerrechte durchaus eine Perspektive hätten. Eventuell kommt man auch in China über eine Verantwortung gegenüber dem Weltklima auch auf eine Verantwortung gegenüber den Menschen?

    Der eine oder der andere dürfte auch auf die Idee kommen, dass eben nicht die eigene Religionsvariante die einzig Wahre ist. Und erkennen, dass wir trotz sehr unterschiedlicher Konzepte doch eine einzige geistige Wirklichkeit haben. Die sich dann entsprechend auch um den ganzen Planeten kümmert.

  19. @hto 03.12. 13:29

    „Und ich habe schlichtweg nichts anderes geschrieben, nur noch das ALLE IMMERNOCH die Juden als Sündenböcke aus-/benutzen!!!“

    Unvernünftige, dumme oder korrupte Zeitgenossen mögen sich ja wirklich von einer globalen Koalition der Vernünftigen verfolgt sehen. Das ist ja nun tatsächlich die Realität. Gerade Juden sind besser gebildet, entsprechend eher vernünftig, und es wundert dann auch nicht, dass die als Mitverschwörer fast immer dabei sind.

    Machen wir also weiter, und machen uns authentische und intelligente Gedanken, und kommen in diesem Dialog zu einer weiterführenden Erkenntnis nach der anderen.

    Mehr Bildung, auch noch im Erwachsenenalter, mag mehr Leute mitnehmen können. Entsprechend kann auch KI-gestützte Bildung Hoffnung machen, weil es vergleichsweise sehr kostengünstig sein kann, aber auch darüber hinaus bildungsbeschleunigend wirken kann.

    Wenn die Vielen, die jetzt auf den unseligen sozialen Plattformen von einem Blödsinn zum nächsten geleitet werden, wenn die sich stattdessen wirklich umfassend kundig machen können, dann kann das was werden. Gerade die KI kann die Menschen vermutlich sehr gut genau da abholen, wo sie sind, und sehr effektiv dahin bringen, wo sie wirklich hin wollen.

  20. Werter Herr Blume!

    Vermutlich wollten die Erfinder des Ausspruches „Nie wieder ist jetzt“ ursprünglich möglichst viele Menschen ansprechen und haben daher offen gelassen, was genau „nie wieder“ passieren soll. Mir scheint, für manche Befürworter von Israels Kriegsführung ist „Nie wieder Palästina!“ gemeint. So kann ein Aufruf für mehr Humanität zu einem dualistischen Schlachtruf werden, der vielschichtig irritierend und polarisierend wirkt.

    Beste Grüße

    Ludwig

    • Werter @Ludwig!

      Nein, „Nie wieder ist jetzt“ bezog und bezieht sich auf diejenigen – oft „linken“ – Deutschen, die gerne angesichts der historischen NS-Massaker gefühlig #Niewieder posteten, zum Hamas-Massenmord des 7.10.2023 aber schwiegen. Also gerade nicht monistisch für jedes Menschenleben einstehen, sondern auf die Verharmlosung durch Relativismus oder gar Täter-Opfer-Umkehr-Dualismus reagierten.

      Auch Sie „vergessen“ zu erwähnen, dass sich Israel 🇮🇱 2005 aus Gaza zurückzog und zuletzt die antisemitische Gefahr sogar unterschätzte. Nicht die IDF griff Gaza am 7.10. an, sondern die Hamas die Republik Israel – übrigens auch nichtjüdische Israelis emordend und verschleppend.

      Wenn Sie – wie ich – ernsthaft Mitleid mit dem Schicksal der Palästinenserinnen und Palästinenser in Gaza hätten, so würden Sie die Hamas zur Kapitulation und Freilassung aller Geiseln aufrufen, der Krieg wäre dann sofort vorbei. Wir könnten uns dann sogar eine zukünftige Regierung in Gaza wünschen, die nicht Milliarden in Raketen, Tunnel und antisemitische Propaganda pumpte, sondern in Schulen, Betriebe und Bildung. Nie wieder Krieg ist möglich!

      Aber ich fürchte, es geht Ihnen gar nicht um die Menschen in Israel und Palästina. Statt Verantwortung für die Mitmenschen zu übernehmen – und beispielsweise unsere verheerende Gier nach Öl und Gas zu hinterfragen – kreisen Sie um die eigene, dualistische Gefühlswelt und sehen nicht, wer den Gaza-Krieg entfesselt hat und sofort beenden könnte.

      Ausführlich über Friedensethik sprach ich u.a. beim Volkstrauertag in Ellwangen:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/duerfen-sich-die-republiken-ukraine-israel-verteidigen-gedenkrede-zum-voelkertrauertag-in-ellwangen/

      Wir – auch Sie – könnten Verantwortung übernehmen. Immer wieder.

      • Ich glaube Ihnen, werter Herr Blume, dass sich Ihr „Nie wieder“ auf den Buchenwald-Schwur oder den Bundespräsidenten in Yad Vashem bezieht.

        Allerdings gibt es auch ein Büchlein „Never Again! A program for Jewish Survival“ geschrieben von Meir Kahane 1971. Im kahanistischen Kontext kann „Nie wieder!“ als Schlachtruf gemeint oder verstanden werden.

        Nebenbei bemerkt: Die Möglichkeit auf „Nie wieder Krieg“ ging meiner Ansicht nach durch die Zeitenwende für diese Generation verloren. Das ist tragisch und verwirrend. Vielleicht sind aktuell kleinere Wünsche sinnvoller, zumindest bis wir besser verstehen in welcher Zeit wir leben:

        Nie wieder zielloser Krieg!

        Und natürlich: Nie wieder totaler Krieg!

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