Was bedeutet der Regenbogen in Physik und Religion?

Schon von Kind an liebte ich Regenbögen – und als Religionswissenschaftler wuchs meine Bewunderung für dieses Naturschauspiel. Auf dem Standby-Bildschirm meines Smartphones leuchtet mir täglich ein Regenbogen meiner Heimatstadt entgegen.

Original-Regenbogen aus Filderstadt, März 2019. Foto: Michael Blume

Und als ich neulich mit meiner Frau Zehra zu Dreharbeiten im Hospitalhof Stuttgart und der dazugehörigen Kirche war, brach sich das Sonnenlicht durch ein Fenster und tauchte für wenige, überraschende Minuten den gesamten Altarraum – und auch uns – in Regenbogenfarben.

Der Altarraum der Hospitalkirche Stuttgart im Regenbogenlicht. Foto: Michael Blume

Und, nein, an keinem der Fotos habe ich “gefiltert”, die Farben sind jeweils echt so aufgenommen worden.

Zehra & Michael Blume im Regenbogenlicht der Hospitalkirche Stuttgart. Foto: privat

Auf mein Einstellen dieser Fotos auf Facebook gab es Hunderte positiver Reaktionen – und Bemerkungen, die von “Der Heilige Geist tanzt gerne in Farben” über “Möge es Euch ‘Erleuchtung’ bringen.” bis zu “Es beweist die Existenz von Physik” reichten. Und genau diese Bandbreite nicht nur an Farben, sondern auch an Bedeutungen sind es, die mich an Regenbögen so begeistern.

Physik

Zunächst einmal ist ein Regenbogen einfach ein physikalisches Schauspiel, in dem das weiße Sonnenlicht durch Prismen (Regentropfen oder hier: Glas) in sein Farbspektrum aufgespalten wird. Wer will, kann hier also schon eine gelungene Demonstration der Verlässlichkeit und auch Schönheit von Naturgesetzen erblicken.

Doch ein Farbenspektrum für sich hat selbstverständlich noch keine Bedeutung – diese kommt erst hinzu, wenn bewusste Lebewesen (Menschen) diese wahrnehmen und deuten.

In dem Moment, in dem Sie hier Bilder und Text wahrgenommen haben, wurden auch Sie Teil dieses Prozesses, der von der Physik über die Biochemie und Biologie bis hinauf zu psychischen, sozialen und schließlich kulturellen und religiösen Wahrnehmungen führt. Der Regenbogen ist also ein wunderbares Beispiel für Emergenz und gegen einen plumpen Reduktionismus – Atome alleine “wissen nichts” von seinen Bedeutungen. Dazu brauchte es erst Jahrhundertmillionen der biologischen und dann kulturellen Evolution…

Darstellung von Emergenzebenen in einem Blogpost von 2013. Grafik: Michael Blume

Religion, hier: Bibel und Talmud

In der Bibel – in 1. Mose 9, 13-14 – erscheint der Regenbogen im Kontext der mythologischen Noahgeschichte. Gott selbst “setzt” ihn als “Zeichen des Bundes” und gegen das “Vergessen” in die Wolken. Schon das hier verwendete Wort setzen, hebräisch: nathan, wurde von großer Bedeutung und zu einem beliebten, jüdischen Namen bis hin zu Lessings “Nathan der Weise”. Auch in unserem Alphabet wurde N ursprünglich als “N wie Nathan” ausgesprochen, bevor es die Nazis in “N wie Nordpol” umänderten!

Der “Bund”, an den “erinnert” werden soll, bezieht sich dabei einerseits auf Gottes Versprechen, dass die Welt nie wieder eine allesverschlingende Sintflut erleben solle. Dieser sog. noachidische Bund richtet sich dabei an alles Leben auf der Erde und insbesondere alle Menschen – nach jüdischer Überlieferung sind wir alle “Kinder Noahs” und können als solche “Anteil an der kommenden Welt” erlangen. Deswegen ist aus jüdischer Sicht keine Bekehrung Andersglaubender zu deren “Rettung” notwendig!

Bemerkenswert ist dabei, dass Gott mit diesem Regenbogen auch sich selbst (!) an den Bund erinnert. Was sich zunächst wie eine seltsame Schrulle liest (kann Gott denn vergessen?) hat nach den Auslegungen eigentlich eine rechtsgeschichtliche Dimension: Gott selbst bindet sich an den Bund und gibt seiner bis dahin schrankenlosen Herrschaft sozusagen eine Verfassung. Er wechselt sozusagen von der absoluten in die konstitutionelle Monarchie, lässt sich auf eine Teilung der Gewalten und Verantwortung ein.

Als erster Begründer eines Lehrhauses, der die religiösen und rechtlichen Bestimmungen des noachidischen Bundes in Alphabetschrift niedergeschrieben und allen, die sie lernen wollten, gelehrt habe, gilt im Talmud der Noahsohn Sem (hebräisch: Shem), ein direkter Vorfahr Abrahams. Semiten waren und sind also keine “Rasse”, sondern mit dem Judentum beginnt die heute weltumspannende Tradition, Religion(en) und Recht in Alphabetschriften darzulegen. Dass sich heutige Friedens-, Demokratie-, Umwelt- und Menschenrechtsbewegungen immer wieder auf den Regenbogen berufen, ist also kulturhistorisch kein Zufall und mythologisch durchaus schlüssig.

Lord Rabbi Jonathan Sacks hat diese Botschaft der Toleranz – auf einer gemeinsamen Wertebasis! – 2002 so formuliert:

„Als Juden glauben wir, dass Gott einen Bund gestiftet hat mit einem einzigen Volk. Das aber schließt nicht die Möglichkeit anderer Menschen, Kulturen und Glaubensrichtungen aus, ihre eigene Beziehung zu Gott zu finden innerhalb des gemeinsamen Rahmens der noachidischen Gebote. […] Eine solche Auslegung wird uns dahin bringen, die Suche nach Gott in Menschen anderen Glaubens zu respektieren und die Partikularität von Kulturen mit der Universalität des Menschseins zu versöhnen.“

In Rechtsbegriffen formuliert: Auf dem Boden eines gemeinsamen und gerechten Rechtsstaates können Menschen verschiedener Religionen und Weltanschauungen in Frieden, Freiheit, Vielfalt und gegenseitigem Respekt zusammenleben. Dafür steht der Regenbogen!

Genau dagegen werfen Antisemiten Jüdinnen und Juden hasserfüllt vor, Teil einer weltweiten “Verschwörung” zu sein. Entsprechend lehnen sie auch regelmäßig grundlegende, noachidisch-semitische Ideen wie Gleichberechtigung, Menschenwürde, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit, Religions- und Meinungsfreiheit, Bildung und Wissenschaften ab. Antisemiten bedrohen also tatsächlich immer Jüdinnen und Juden, aber darüber hinaus auch stets der Mitverschwörung Beschuldigte und letztlich die Grundlagen unseres Zusammenlebens, ja unsere gesamte Zivilisation.

Nun verstehen Sie also, warum ich den Regenbogen nicht nur für schön, sondern auch für wissenschaftlich und philosophisch, mythologisch, symbolisch, juristisch und politisch sehr bedeutend halte. In “Warum der Antisemitismus uns alle bedroht” (Patmos 2019) schrieb ich dazu (S. 176):

“Der Regenbogen symbolisiert ein Mahnmal gegen das Vergessen; er verharmlost also gar nichts. Und zugleich leuchtet er uns immer noch voraus – in allen Farben der kommenden Welt.”

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Zuletzt erschienen "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt... Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

51 Kommentare

  1. Vier Gedanken dazu:
    1.) Die Spektralanalyse ermöglicht es, die chemische Zusammensetzung und die Radialgeschwindigkeit von weit entfernten kosmischen Objekten zu messen.
    2.) In der nordischen Mythologie ist der Bifröst die dreistrahlige Regenbogenbrücke zwischen Midgard und Asgard. Zuletzt gesehen in dem Film “Thor: Tag der Entscheidung”.
    3.) Ab und zu gibt es aber schon eine kleinere Sintflut, wie zum Beispiel zu Weihnachten 2004, mit rund 230000 Toten.
    4.) Es gibt Menschen, die sich an die plastische Darstellung eines gekreuzigten Menschen noch nicht gewöhnt haben, und die das auch Kindern nicht zumuten wollen. Man kann Christus auch angenehmer darstellen.

  2. Kann Gott denn vergessen?

    Im Klartext: Gott bedeutet Mensch (Ebenbild)! Da ist es kein Wunder oder Phänomen, dass er als Mensch dieser Realität im geistigen Stillstand nach der “Vertreibung” vergessen kann, bis der Zustand “wie im Himmel all so auf Erden” das Erinnern und die Kraft des Geistes …

    Vernunftbegabung zu Verantwortungsbewusstsein – der so genannte Bund mit den Juden als “auserwähltes Volk”, bezieht sich nur auf ein ursprünglich ausserordentliches Verantwortungsbewusstsein!

  3. Der Regenbogen 🌈 ist wahrhaftig ein Symbol für das was Gott / Mensch auf Erden ausmacht – Licht, gespalten in die Vielfalt des Spektrums das wieder zu fusionieren ist.

  4. Ich habe noch niemandem bei einem Regenbogen weinen sehen. Die naturwissenschaftliche Erklärung dämpft zwar die menschliche Freude, aber das Gefühl der Freude kann die Wissenschaft nicht erklären.
    Man kann den Regenbogen als ein Wunder der Schöpfung betrachten. Und wenn die Angehörigen anderer Religionen das genauso empfinden, dann bleibt der Regenbogen das Symbol der Einigkeit aller Menschen.
    Schauen wir also optimistisch in die Zukunft.

  5. Tja bote19: Wo ist Einigkeit unter den Menschen, da ist er wohl weiter Symbol für Spaltung, bzw. für den Zeitgeist und die Vorsehung???

  6. Kann Gott den vergessen ?
    Mir scheint dieses Gottesbild hier sehr vermenschlicht. Da hat GOTT sehr menschliche Eigenschaften wie: Aus Wut über den sündigen Mensch schafft er die Sintflut…Dass ein Gott sich von einem emotionalen Wutgefühl treiben lässt ? Und ein “vergessender” Gott ist so wie der Kollege von neben an, der durch Stress und nochmals Stress den Termin “vergessen” hat…GOTT wirkt dadurch sehr menschlich, zu menschlich. Gibt es einen gestressten, vergesslichen altgewordenen Gott ?
    Hier scheint mir der Mensch sich selbst in dieses Gottesbild zu projizieren.

  7. Mit “fusionieren” meinte @hto vermutlich, dass man das durch ein Prisma in seine Spektralfarben (Regenbogenfarben) aufgespaltene Licht durch eine Linse wieder zusammenführen kann. Man erhält dann wieder weißes Licht, welches aus den verschiedenen Wellenlängen des Spektrums besteht.

  8. Ich hatte wirklich gedacht, ich hätte auch schon einmal einen Artikel zum Regenbogen geschrieben. Habe ich aber nicht. Dafür einige zu Farben.
    Was mir gerade einfällt: Letztens fragte mich eine Freundin, warum der Regenbogen genau sieben Farben hat. Dazu konnte ich als Physiker nichts sagen, weil das Spektrum natürlich kontinuierlich ist, also physikalisch gar nicht in ein diskrete Zahl von Farben zerlegt werden kann.

    Meinst du, das hat einen religiösen Hintergrund? Sieben als Zahl der Vollkommenheit. Oder ist es eher ein Zufall, dass wir für die Farben sieben Namen haben?

    • @Joachim Schulz

      Ja, die sieben Farben werden m.E. „hineingelesen“. Sieben steht für die Vollendung der Woche und Schöpfung (am 7. Tag) und die jüdische Tradition benennt 7 noachidische Gebote. Interessanterweise verweist auch die Sure Nuh (Noah) des Koran auf Regen und „sieben Himmel“.

      M.E. also eine starke, mythologische Tradition, die Zeit und Ewigkeit verknüpft.

  9. Eigentlich sind es drei Grundfarben, die den drei Sehpigmenten der Zapfen für blau, grün und rot entsprechen.
    Außerdem kann man daraus noch drei Mischfarben konstruieren.
    Also zusammen: rot, orange, gelb, grün, blau und violett.
    Durch das violett wird aus dem linearen Spektrum ein Kreis der Farben.
    Für Druckfarben verwendet man besser gelb für die Mitte der Farbmischung.
    Bei Bildschirmen entsteht gelb aus der Mischung von rot und grün, zum Beispiel: RGB(255, 255. 0).

  10. @Michael Blume

    “Ja, die sieben Farben werden m.E. „hineingelesen“.”

    Die Einteilung geht auf Isaak Newton zurück, der im 17. Jahrhundert entdeckte, dass sich mithilfe eines Prismas das weiße Licht in ein sichtbares Spektrum farbigen Lichts brechen lässt. Er teilte dieses Spektrum in sieben Farben auf, wohl in Anlehnung an Pythagoras, für den die Sieben eine magische Zahl war. Newton ging davon aus, dass es sich bei Licht um Teilchen handelt, während Cristiaan Huygens und Thomas Young ein Wellenmodel präferierten. Letzterer vermutete auch, dass sich durch die Mischung der Spektralfarben Rot, Grün und Blauviolett, der Sinneseindruck aller anderen Farben erzeugen lässt.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Farbwahrnehmung

    • Vielen Dank, @Mona. Wie auch @Chrys schon richtig zitierte, war gerade Newton tief von religiöser Mythologie und Spiritualität/Mystik durchdrungen und wählte die Sieben vor diesem Hintergrund (denn aus der Betrachtung alleine ergibt sie sich nicht). 🌈

  11. @Karl Bednarik 5. Mai 2019 @ 07:59

    Nun eine Bemerkung aus der Praxis:

    Es gibt die “additive” und die “subtraktive” Farbmischung. Was Sie mit Rot, Grün und Blau benennen, sind die “additiven” Grundfarben. Im Druck sind es dann die “subtraktiven” Grundfarben Gelb, Magenta, Cyan und Schwarz. Sie brauchen nur schauen, was Sie für Ihren Farbdrucker an Tinte oder Toner kaufen müssen. Dabei sind folgende Farben komplementär:

    RotCyan
    GrünMagenta
    Blau Gelb

  12. @Joachim Schulz / 4. Mai 2019 @ 19:00

    Es war Sir Isaac Newton, der sieben Spektralfarben benannt hat, mit denen er sich eine sehr eigenwillige Analogie zwischen Farbspektrum und diatonischer Skala konstruierte, vgl. Newton’s Color Theory, ca. 1665.

    Und bereits Sir John Leslie (1766-1832) bemerkte hierzu:

    When Newton attempted to reckon up the rays of light decomposed by the prism and ventured to assign the famous number seven, he was apparently influenced by some lurking disposition towards mysticism, If any unprejudiced person will fairly repeat the experiment, he must soon be convinced that the various coloured spaces which paint the spectrum slide into each other by indefinite shadings: he may name four or five principal colors, but the subordinate spaces are evidently so multiplied as to be incapable of enumeration. The same illustrious mathematician, we can hardly doubt, was betrayed by a passion for analogy, when he imagined that the primary colours are distributed over the spectrum after the proportion of the diatonic scale of music, since those intermediate spaces have really no precise defined limits.

  13. @Toleranz

    Es hört sich ja schon gut an, dass jeder seine eigene Beziehung zu Gott finden darf. Ist denn damit auch gemeint, dass ganz andere Götter, oder gar keine Götter auch mit zu den tolerierbaren Glaubensrichtungen gehören? Immerhin gibt es in meiner Heimatstadt Dortmund einen Arbeitskreis der Abrahamsreligionen. Als ich davon das erste mal hörte, fühlte ich mich gleich ausgegrenzt.

    Das Erste Gebot war doch: „Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.“ Das ist für viele Menschen ein echtes Problem.

    Wer hier eine alleinige Toleranz innerhalb der Gottesgläubigen meint, müsste sich ja dann nicht wundern, wenn er auch auf massiven Widerstand stößt. Der personifizierte Gott der Abrahamsreligionen hat eben nicht nur Freunde. Zu diesen Feinden gehören manche Rechtsradikale, aber auch unter vernünftigen Menschen findet sich reichlich Ablehnung der Gottesidee.

    Was ist mit den vielen komplett Ungläubigen? Ganz ohne eigene spirituelle Erfahrungen und ohne von Kind auf erzwungene Religion strickt sich der Mensch gerne einen radikalen Materialismus. Das muss ich respektieren, weil diese Menschen anders kaum können, auch wenn ich die Dinge ganz anders sehe. Und was ist mit der Sichtweise der sogenannten Naturreligionen? Gottlose Heiden, die man am besten sofort bekehrt oder eben hinrichtet? Das wurde früher im Namen der religionsübergreifenden Gottesidee so praktiziert, da waren sich die Konfessionen mal einig.

    Der deutsche Rechtsstaat liefert die Freiheit der Religionen im erweiterten Sinne, zur Zeit auf jeden Fall. Aber es gibt durchaus Staaten, die hier weniger tolerant sind, sich aber selbst für Rechtsstaaten halten. Wie sieht die Toleranz im modernen Russland oder gar der Türkei aus? Und wie in den USA, wer hier auf das erste Gebot pfeift, könnte Ärger bekommen. Wenn nicht vom Staat direkt, dann doch von radikalen Christen.

    Was den Regenbogen betrifft: in der Natur vermischen sich die Farben des Regenbogens schnell wieder, und die Welt bleibt dabei bunt. Eine Wiedervereinigung der Religionen ist z.Z. nicht zu erwarten, da wird es eher immer bunter. Oder gibt es doch immer mehr Menschen, die auf der Suche sind nach einem vernünftigerem Umgang mit der spirituellen Dimension des Lebens? Die sich in einer bunte Welt jenseits aller Regenbögen zurechtfinden wollen? Die auf der Suche sind nach Konzepten, die über die Gottesidee hinausgehen?

    • Oh ja, @Tobias Jeckenburger: Schrankenlose Toleranz erweist sich nicht als ausreichende Grundlage für das Zusammenleben. Gesetzlose Gewalt, Menschenopfer, staatsbürgerliche Kastensysteme, rassistische, antisemitische, atheistisch-extremistische Führerkulte (Stalin, Mao, die Kims etc.), Wissenschaftsfeindlichkeit, Reichsbürgertum usw. sollten wir nicht „tolerieren“. Wohin rechtlose Räume führen, erleben wir gerade in digitalen Radikalisierungen…
      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/antisemitisches-manifest-poway-analyse/

      Zu Recht haben sich die Sphären von Religion und Recht ausdifferenziert. Und ebenfalls zu Recht eröffnet unser Grundgesetz „In Verantwortung vor Gott und den Menschen…“

      Absolute „Toleranz“ kann und will ich Ihnen also nicht bieten. Der richtige Mittelweg findet sich m.E. immer wieder zwischen Extremismus (nur eine Wahrheit) und Relativismus (keine Wahrheit). Über die gemeinsamen Grundlagen gilt es dabei immer wieder zu sprechen, auch zu streiten. Auch dafür ist der (noachidische) Regenbogen m.E. ein schönes und symbolisch starkes Bild.

  14. @Recht

    Ich will mich hier nicht für die Toleranz für kriminelle religiöse Praktiken einsetzen, was immer das sein kann. Unser Rechtssystem beruht auch auf christlichen Werten, und mit diesem Rechtssystem bin ich schon recht zufrieden, wenn auch hier noch Verbesserungen möglich sind. Viele Elemente des modernen Rechts sind aber aus Vernunftüberlegungen heraus entstanden, und haben mit christlich nicht viel zu tun.

    Zu Bedenken gibt mir auch, dass viele moderne Errungenschaften dann doch eher gegen den Widerstand der Kirchen durchgesetzt wurden. Z.B. Scheidungsrecht, Empfängnisverhütung, Gleichberechtigung der Frau, Abtreibungsrecht, Homoehe und Lesbenehe. In historischen Zeiten, soweit ich weiß, auch Religionsfreiheit, Gewerkschaften, allgemeines Wahlrecht und Teile der Sozialgesetzgebung.

    Soweit die Kirchen heute ihren Frieden damit gemacht haben, stört mich das dann weniger. Aber eine weit gefasste Religionsfreiheit ist mir wichtig. Sollen die Menschen wirklich glauben was sie wollen, solange sie dabei nicht kriminell werden, gehört das meiner Ansicht nach zur Freiheit dazu.

    Insbesondere die Personifizierung der Geisteswelt brauchen viele Menschen gar nicht, und sich hier selbst ein Urteil zu bilden, ist ein Menschenrecht. Intoleranz von Kirchen, die sich für die einzig Wahre halten, machen immer noch dicke Probleme. Andersgläubige als Ungläubige hinzustellen, die es zu bekehren oder sonst zu beseitigen gibt, brauchen wir wirklich nicht.

  15. Wozu so ein Regenbogen gut sein kann ! Vom Noachidischen Bund hatte ich noch nie gehört, jetzt wird mir das Verhalten der Juden klar. Und jetzt kommt mir das verhalten der Christen gegenüber Juden fragwürdig vor.

    • Das freut mich, @bote19. Tatsächlich bin ich der Auffassung, dass nicht nur die Nennung von “Gottesfürchtigen”, sondern auch die Lehren von Paulus und der frühen, nichtjüdischen Christen, schließlich auch das Verhalten von Jesus gegenüber Nichtjuden sehr viel verständlicher werden, wenn man die Lehren vom Noahbund kennt. Leider weiß die Forschung jedoch noch immer kaum etwas darüber, wie weit diese in vor-talmudischer Zeit bereits ausgearbeitet waren. Aber den gerne von Antisemiten unterstellten bzw. projizierten Heilsexklusivismus, nachdem Gott nur Juden anerkennen würde, vertrat und vertritt das Judentum zu keiner Zeit. M.E. täte es auch Kirchen und islamischen Traditionen gut, die noachidischen, semitischen und abrahamitischen Wurzeln tiefer zu durchdringen. Sehr gut dazu ist zum Beispiel Karl-Josef Kuschel, “Juden – Christen – Muslime. Herkunft und Zukunft”:
      https://www.perlentaucher.de/buch/karl-josef-kuschel/juden-christen-muslime.html

      Ihnen Dank für Ihr Interesse!

  16. Hallo Herr Blume,

    Mir erscheint Ihre Darstellung des Bundes Gottes mit Noah, und damit mit allen Nichtjuden, unzureichend. Ich jedenfalls habe keinen Zugang zum „Vorhof der Heiden“ und Anteil an der künftigen Welt der Juden: esse ich doch auch nichtgeschächtetes Fleisch und als Rheinländer sogar gerne Blutwurst, gerne auch immer wieder gebraten.

    1. Mose 9,3f:

    Alles, was sich regt und lebt, das sei eure Speise; wie das grüne Kraut habe ich’s euch alles gegeben. Allein eßt das Fleisch nicht, das noch lebt in seinem Blut.

    Und das wird in der christlichen Urgemeinde erneuert Apg 15,28f:

    Denn es hat dem Heiligen Geist und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen als diese notwendigen Stücke: euch zu enthalten von Götzenopfern und von Blut und von Ersticktem und von Unzucht. Wenn ihr euch davor bewahrt, so werdet ihr wohl tun.

    Zeugen Jehovas halten sich daran; Muslime ohnehin.

    • @Alubehüteter

      Oh, keine Sorge – wie jeder relevante Bibelvers wird auch dieser selbstverständlich intensiv und vielfältig ausgelegt. Das von Ihnen genannte noachidische Verbot wird meistens so verstanden, dass man kein Blut von einem noch lebenden Tier essen, also keine Tiere quälen soll. Und ich bin mir sicher, dass Sie das auch als Rheinländer beherzigen. 🙂

      Falls nicht, empfehle ich es gerne an.

      Und, ja, auch die heutige Forschung geht überwiegend davon aus, dass die noachidischen Gebote bei den Diskussionen der christlichen Urgemeinde und gerade auch beim Einbezug von Nichtjuden eine große Rolle spielten.

  17. @Tobias Jeckenburger @bote19

    Deswegen ärgert mich das Wort von den „Abrahamitischen Religionen“. Das offizielle Eintrittsticket von uns Heidenchristen ist Noah, nicht Abraham. Abraham ist unser väterliches Vorbild im Glauben, anders als Juden und Muslimen aber kein (mythologischer) Vorfahr.

    Ich bin auch kein Semit, nur weil ich mit einer von Semiten erfundenen Schrift schreibe (die dem Sem auch noch zugeschrieben wird von einer mittelalterlichen Tradition, die nicht die unsere ist). Wir sind Japheten.

    Es ist eigentlich egal, weil „Historie“, „Wie es eigentlich gewesen“, ohnehin nicht Anliegen der Bibel ist. Aber die Griechen kennen einen „Japetos“. Etymologisch könnte er zusammenhängen mit dem lateinischen Jupiter. Dann würde es sich um ein Mißverständnis handeln: Die ersten Bleichgesichter, die am Mittelmeer aufschlagen, werden gefragt nach ihrem Vater, gemeint ist: Stammvater, Urahn; sie aber nennen nach ihrer Religion den Vater Himmel. (Nicht den himmlischen Vater. Gemeint ist jenes blaue Etwas über uns.)

    • Das stimmt einfach nicht, @Alubehüteter. Wenn Sie zum Judentum übertraten – oder übertreten! – werden Sie selbstverständlich zu einem “Kind Abrahams” und damit einem Urenkel auch des Sem.

      Selbstverständlich führten die Autoren der Bibel alle damals existierenden Völker auf Noah-Herkommen zurück. Aber mit “Rassen” hatte und hat das nichts zu tun und entsprechend werden Sie nicht nur Christen und Muslime, sondern auch Juden aller Hautfarben vorfinden.

      Es wäre mir wirklich ein großes Anliegen, wenn wir aufhören würden, bewusst oder unbewusst rassistische Biologismen des 19. Jahrhunderts in die Bibel und auf das Judentum zurückzuprojizieren:
      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-semiten-keine-rasse-sind/

      Zu Sem und Japheth als Sprach- und Denktraditionen gerade auch im Kontext von Religion und Wissenschaft übrigens außerordentlich faszinierend und weiterführend: “The Great Partnership” von Rabbi Sacks.
      https://www.penguinrandomhouse.com/books/215400/the-great-partnership-by-rabbi-jonathan-sacks/9780805212501/

      Dazu wirklich sehr, sehr empfehlenswert! 🙂

  18. Lieber Herr Blume,

    Das von Ihnen genannte noachidische Verbot wird meistens so verstanden, dass man kein Blut von einem noch lebenden Tier essen, also keine Tiere quälen soll.

    Das hat mir das Internet jetzt auch gesagt, scheint aber eine sehr neue Auslegung zu sein. Vor Jahren habe ich das jedenfalls nicht gefunden.

    Wie will man das begründen? Ich weiß gar nicht, wie man das Bluttabu anders auffassen können soll, als es die Muslime seit Anbeginn praktizieren. Und ja wohl doch von Heidenchristen ihrer Region übernommen haben.

    Was die Anfänge angeht vom Ineinanderaufgehen jüdischer und philosophischer Tradition, empfehle ich Josef Ratzingers Antrittsvorlesung in Bonn “Der Gott des Glaubens und der Gott der Philosophen. Ein Beitrag zum Problem der theologia naturalis” von 1956. (Ist ja auch nicht allzu lang.) Er zeigt mehr aus griechischer Sicht, wie griechisch-stoische Philosophien immer mehr auf einen philosophischen Monotheismus hinauslaufen, der allerdings ein theoretischer bliebe, weil „Gott“ hier gedacht wird als unpersönliches Prinzip, als Schicksal, Vorsehung, zu dem man nicht beten könne. (Er irrt allerdings, wenn er das als Kern aller Polytheismen deutet.)

    Da übte das Judentum eine große Faszination aus, weil es den einen Gott eben sehr wohl kannte als lebendigen, „ansprechbaren“ Gott. Die bnai nuah allerdings, wenn die im Internet noch repräsentativ sein dürften für damalige Erscheinungen, ist ein zweite-Klasse-Judentum für Philosemiten. Da mußte ein Christentum, das Juden wie Heiden beiden gleiche Zugangsberechtigung bot, für letztere sehr faszinierend gewesen sein.

  19. @Michel Blume

    Wenn Sie zum Judentum übertraten – oder übertreten! – werden Sie selbstverständlich zu einem “Kind Abrahams” und damit einem Urenkel auch des Sem.

    Ich finde das ja gut und richtig, daß Sie diese spirituelle Vaterschaft/Volkszugehörigkeit stark machen gegen rassistische/biologische Zuschreibungen der vergangenen Jahrhunderte. Aber als Christ bin ich kein Kind Abrahams, auch nicht Sems, sondern Sohn Noahs.

    Mir ist das auch wichtig, weil Muslime mit ihrem Bluttabu diesem Bund treu bleiben. Wir haben ihn verraten. Die AfD will ihn sogar verbieten („Tierschutz“!)

  20. Nebenbemerkung: Von „Ismaeliten“, also Semiten/Arabern, die ihre Herkunft zurückführen auf den anderen Sohn Abrahams, ist meines Wissens auch erst Jahrhunderte nach der Zeitenwende die Rede. Auch hier geht es also um eine mythologische Selbstzuschreibung und -verortung, keine biologi(sti)sche.

    Aber dennoch bleibe ich dabei, daß das nicht unsere heidenchristliche Verortung ist. Wir treten als Christen eben nicht über zum Judentum, zum Volk der Nachfahren Abrahams. Genau das wurde beim Apostelkonzil diskutiert. Und wurde uns nicht auferlegt. Wir sind auch nicht das Neue Volk Gottes, das anstelle der Juden tritt, wir sind die jüngeren Geschwister der Juden.

    • @Alubehüteter

      Dagegen kein Einwand von mir. Mir geht es ja gerade nicht darum, irgendjemandem den „richtigen“ Mythos vorzuschreiben – sondern darüber aufzuklären, dass wir uns hier im Feld der Mythen bewegen. Während Menschen auf rassistische Zuschreibungen festgelegt werden, befinden sich religiöse Mythen – wie Sie selbst ja auch aufzeigen – immer im Fluss. Dort also gibt es Freiheitsräume zu einem besseren und zugleich tieferen Miteinander. So hat die Wiederentdeckung des Noahbundes im 20. Jahrhundert gerade erst begonnen…

  21. Das Problem bei den alten Schriften ist es, dass schon im selben Land und in der selben Sprache nach wenigen Jahrhunderten das gleiche Wort etwas ganz anderes bedeuten kann.
    Nach Jahrtausenden und aus anderen Ländern und anderen Sprachen wird die Unsicherheit der Bedeutung noch viel größer.
    Deshalb kann man die Texte der Bibel auf sehr unterschiedliche Weisen auslegen, was natürlich zu Streitigkeiten führt.
    Wenn in der Bibel stehen sollte, dass Gott über die richtige Auslegung der Bibel wacht, dann ist das ohnehin ein unlogischer Kreisschluss.
    —–
    Das Folgende habe ich schon ab und zu erwähnt: Je einfacher die Regeln sind, umso einfacher sind sie zu befolgen.
    Die Platin-Regel, behandle andere Menschen so, wie diese behandelt werden wollen, und die Zielsetzung des negativen Utilitarismus, die Verringerung von Leid, reichen völlig aus.
    Techniker wissen um die Vorteile der Einfachheit, und die gut alte Goldene Regel würde sich an den eigenen Wünschen orientieren.
    Das kann man höchstens bei fehlender Information über die Wünsche der Anderen verwenden.
    Der Agnostizismus sagt uns, dass wir über die Struktur unseres Universums viel zu wenig wissen, um uns schon jetzt auf eine bestimmte Struktur festzulegen.

    • @Karl Bednarik

      Die Form von Texten bietet zugleich Chancen und Probleme, nicht nur in der Religion. So muss z.B. auch das Grundgesetz immer wieder im Hinblick auf Fragestellungen interpretiert werden, die zur Zeit seiner Entstehungen noch gar nicht absehbar waren – etwa digitaler Datenschutz oder gleichgeschlechtliche Ehen. Vielfalt der Auslegungen ist also der „semitische Normalzustand“ – und es kommt darauf an, darüber friedlich und reflektiert zu debattieren und zu entscheiden.

  22. Das von Ihnen genannte noachidische Verbot wird meistens so verstanden, dass man kein Blut von einem noch lebenden Tier essen, also keine Tiere quälen soll.

    Was mir das Internet bislang dazu verraten hat: Es seien heidnische Opferbräuche gewesen, Tiere bei lebendigem Leib zu verzehren, insbesondere das Blut, dessen Lebenskraft die des Menschen verstärke. (Bin im AT nicht so firm, aber der Dionysoskult kennt das ja auch.) Dagegen habe sich das biblische Bluttabu gewandt.

    Die Überlieferung des traditionell ja unbetäubten Schächtens ist eine andere. Da entbüxen blutende Tiere durchaus schon mal ihrem Schlächter und laufen durch die Straßen. Ich sehe nicht, wie das Apostelkonzil nicht in diesem Sinne entschieden haben sollte. Das hat ja nicht gegen heidnische Bräuche entschieden – badet nicht im Blut oder so –, sondern positiv „esst Fleisch nur so, wie es die Juden tun“. Es geht um Mahlgemeinschaft.

    Fairerweise sei den Mitlesenden gesagt, daß das Bluttabu des Apostelkonzils nicht zwingend zurückzuführen ist auf den Noahitischen Bund, wie Herr Blume ja schon angedeutet hat. Das ist nur eine Interpretation, die ich mir zueigen mache. Vielleicht bezieht man sich auch nur auf die Gebote, die den „Fremden“ auferlegt sind, die im Land der Juden leben.

    (Mal ganz abgesehen davon, daß Miesmuscheln im Rheinland auch als Delikatesse gilt. Die werden auch lebendig ins kochende Wasser geworfen. 🤔)

    • @Mona

      Ja – wobei die jüdische Tradition bewusst zwischen den noachidischen und mosaischen Geboten unterscheidet. So ist beispielsweise auch das Verbot von Schweinefleisch ein jüdisches, nicht aber noachidisches Gebot. Aber die Auslegungsdebatten dazu stehen generell noch eher am Anfang.

  23. Das ist ja gerade der Trick 🙂

    Noahitentum, wenn ich das richtig verstanden habe, ist Mosaismus light für Nichtjuden, die nicht zum Judentum übertreten wollen.

  24. Andere Frage. Warum heißt es „semitisch“, „hamitisch“, „japhetisch“, aber, wie ich jetzt lerne, „noahidisch“ mit weichem „d“? 🤔🤨

  25. Zitat von @Alubehüteter: “Das ist ja gerade der Trick . Noahitentum, wenn ich das richtig verstanden habe, ist Mosaismus light für Nichtjuden, die nicht zum Judentum übertreten wollen.”

    Vereinfacht ausgedrückt sollte mit dem “Trick” ein Konflikt zwischen Heidenchristen (das sind die frühen Christen, die nichtjüdischer Herkunft sind) und den Judenchristen beigelegt werden, der sich an den Reinheitsgeboten und Speisevorschriften festmachte, die im Frühjudentum eine große Bedeutung hatten. Um ein Auseinanderfallen der Kirche zu verhindern mussten die Heidenchristen rituelle Minimalforderungen erfüllen, die in den Jakobusklauseln bzw. dem Aposteldekret festgelegt wurden. Näheres siehe hier:
    http://www.kath.ruhr-uni-bochum.de/imperia/md/content/nt/nt/forschungsprojekte/forschungsberichte/ntr/papostel_gegen_apostel.pdf

  26. @Mona

    Thomas Söding gilt als sowas wie das Sprachrohr Josef Ratzingers in Deutschland, auf den ich mich oben schon bezog. Was immer man von Ratzinger halten mag, in solchen Fragen sind sie hochkompetent. Danke für den Link! 🙂

    @Michael Blume

    „Das ist ja gerade der Trick“ meint bei uns so etwas wie „Das ist ja gerade die Pointe / der Witz daran“. Steckt nichts verschwörungsmythisches hinter 😎

  27. Eine theologische Examensarbeit für die, die es genauer wissen wollen, findet sich hier (PDF):
    Christoph Römhild
    Die sogenannten noachidischen Gebote im Neuen Testament.
    Zur Rezeption der ‘Tora für die Völker’ im frühen Christentum.
    http://www.theologie-examen.de/exzerpte/dogmatik/ExamenArbeitNG.pdf&sa=U&ved=0ahUKEwjSncSg3oviAhUiAmMBHXfqAMcQFggLMAA&usg=AOvVaw1c-JZmfODUcZcP9LZXWxnT

    Dort finden sich sowohl die Quellen zu den Noahidischen Geboten im 2. Jahrhundert als auch eine Diskussion über solche Traditionen im NT. Der Autor kommt zu anderen Schlußfolgerungen als Söding.

  28. @Alubehüteter

    Ihr Link funktioniert leider nicht. Ich denke, ich habe die Examensarbeit aber hier gefunden. Im Gegensatz zu Thomas Söding geht Christoph Römhild stärker auf die Entstehungsgeschichte der noachidischen Gebote ein. Das Erklärungsmodel von Thomas Söding finde ich jedoch besser.

  29. Ich will Dir nun doch einen Einblick in meine Erfahrung geben:

    Dort wo wir nach diesem Leben hingehen, wird unser Bewusstsein wieder dem unendlichen Geist der Gott ist eingefügt (Zentralbewusstsein).
    So wie ich das erfahren habe, ist das überhaupt kein Problem, ganz im Gegenteil. Nur für einen “Individualbewussten” (Egoisten) wie Du es hier auf Erden bist, wäre solch eine Erfahrung die Erkenntnis die ihm den Verstand nicht nur hier kosten würde (komplette Löschung des Bewusstseins), was im Grunde absolut auch nicht schlimm ist.
    Wenn ich Dir also jetzt empfehlen würde es mir gleich zu tun, dann wäre dies angesichts Deiner jetzigen Situation schlecht und wahrscheinlich auch für mich, weil …
    Für Dich, bzw. für Dein Bewusstsein, sehe ich nur eine Zukunft, wenn der Regenbogen doch noch das Symbol für geistig-heilendes Selbst- und Massenbewusstsein OHNE wettbewerbsbedingte Symptomatik sein darf.

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