In Gedenken an Jana L. und Kevin S. – Mordopfer des Antisemitismus

Da ich wegen der starken Nachfragen zum Thema Antisemitismus auch die letzten Wochenenden durchgearbeitet hatte, hatte mich mein Team überredet, den Mittwochnachmittag einmal freizunehmen. Und so saß ich gerade im guten Gespräch mit meiner Tochter, als plötzlich ein Alarmanruf aus dem Innenministerium kam. Ein Angriff auf die Synagoge in Halle – mitten an Jom Kippur, dem jüdischen Feiertag der Versöhnung, nach ersten Berichten durch mehrere Angreifer!

Mir stockte der Atem: 1973 war Israel gezielt am Jom Kippur von arabischen Truppen angegriffen und beinahe vernichtet worden, bevor es dann doch die Angreifer zurückzuschlagen vermochte. War dies also der Auftakt für eine Terrorserie?

Und dann auch noch Halle: Die Stadt, die ich seit Kindheitstagen immer wieder besucht hatte, in der meine Mutter ihre Ausbildung zur Krankenschwester absolviert und dabei meinen Vater kennengelernt hatte…

Erst wenige Wochen zuvor, am 23.09.2019, hatte ich auf einer gemeinsamen Fachtagung von Innenministerium, Polizei und “Konex”-Kompetenzzentrum im jüdischen Gemeindezentrum Stuttgart zu “Antisemitismus und Sicherheit” gesprochen. Denn schon in der Einleitung zum Antisemitismusbericht für den Landtag hatte ich vor den Gefahren der digitalen Radikalisierung gewarnt, in den Handlungsempfehlungen einen besseren Schutz der Synagogen erbeten, Zitat:

“Auch für die kommenden Jahre befürchte ich noch eine weitere, digital befeuerte Eskalation menschenverachtender und antisemitischer Gewalt in Europa. Deswegen werden wir über eine entschiedenere Strafverfolgung gerade auch im Netz sowie über verstärkte Schutzmaßnahmen für jüdische Gemeinden und demokratische Akteurinnen sprechen müssen.”

Mit den Vorständen & Rabbinern der jüdischen Landesgemeinden, Innenminister Thomas Strobl (CDU), MdL Willi Halder (Grüne) und Polizistinnen und Polizisten zum Thema “Sicherheit” in der Synagoge Stuttgart. Screenshot vom IM Baden-Württemberg. Foto: Steffen Schmid, 23.09.2019

Sollten Sie von diesem Fachtag nichts gehört bzw. gelesen haben, so ist das leider kein Wunder. Mit Ausnahme einer SWR-Radioreporterin und Heidi Hechtel von der “Jüdischen Allgemeinen” nahm ich kaum Berichterstattung wahr. Bei einigen in den kommenden Tagen folgenden Mahnungen (“Die Politik hätte längst…”) fiel mir dann auch negativ auf, dass manche Kommentatoren gerne nachher alles vorher schon gewusst hatten. Aber die bittere Tatsache bleibt: Die Gefahr antisemitischer Anschläge hatte noch vor wenigen Wochen in Baden-Württemberg eher Politik und Polizei, aber kaum ein nichtjüdisches Medium interessiert. Unsere Warnungen hatten als “alarmistisch” gegolten.

Doch, immerhin: Das gemeinsam erstellte Sicherheitskonzept – das nicht nur den polizeilichen Schutz von Synagogen, sondern auch Verbindungsbeamte für jede jüdische Gemeinde und einiges mehr umfasst – griff in Baden-Württemberg sofort.

Inzwischen war von ersten Ermordeten in Halle die Rede, immer noch war unklar, wie viele Täter und Tatorte es gab. Ein Gemeindevorstand fragte mich, ob Gottesdienste abzusagen wären. Ich bat darum, dies auf keinen Fall zu tun, verwies auf die Präsenz der Polizei und fuhr auch selbst zur Hauptsynagoge in Stuttgart. Gemeinsam mit Sozialminister Manne Lucha nahm ich am Jom-Kippur-Gottesdienst teil. Viele Betenden hatten an diesem Tag auf die Verwendung ihrer Smartphones verzichtet, so dass nur bruchstückhafte Informationen umhergingen. Wir beruhigten die Menschen und wurden auch umgekehrt sehr freundlich und erleichtert aufgenommen, erlebten das Blasen des Schoffar mit.

Inzwischen hatten sich Stuttgarter Bürgerinnen und Bürger – darunter Vertreterinnen und Vertreter von Kirchen, einer Moscheegemeinde, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, von Gewerkschaften, Behörden u.v.m. – zu einer spontanen Solidaritätserklärung vor der Synagoge versammelt. Weil wir wegen der Sicherheitslage nicht einfach die Tore öffnen konnten, gingen einige von uns hinaus, brachten den Demonstrierenden Kuchen und erinnerten gemeinsam an die Ermordeten.

Kuchen für die Stuttgarterinnen und Stuttgarter, die spontan gegen den antisemitischen Terroranschlag in Halle demonstrierten. Foto von Gökay Sofuoglu, Vorstand der Türkischen Gemeinde Deutschland (TGD) & Mitglied in meinem Expertenrat zum Antisemitismus

Sowohl in einer Ansprache hier wie auch dann später zum Kiddusch vor der jüdischen Gemeinde gedachten wir der Opfer – aller Opfer – dieses mörderischen Terroranschlags. Wir nahmen wahr, dass auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Berlin spontan eine Synagoge aufgesucht und sich an die Seite der Trauernden gestellt hatte.

Im Laufe der Nacht wurde dann klar, dass der Terrorist von Halle alleine losgeschlagen hatte – wobei ich schon aufgrund der digitalen Radikalisierung samt Streaming dem Begriff des “Einzeltäters” widersprach. Und ich nahm mir vor, nicht den Namen des Täters auszusprechen oder zu schreiben, sondern jene zu ehren, denen er das Leben genommen hatte. Politikerinnen und Politiker von nah und fern, Bürgerinnen und Bürger aller (und keiner) Konfessionen, reflektierte Journalistinnen und Journalisten gedachten der beiden Ermordeten. Besonders nah gingen mir die Nachrufe der “Banditoz”-Musikband, die Jana L. noch letztes Jahr als ihren “größten Fan” auf die Bühne geholt hatten.

Gemeinsam der Ermordeten von Halle gedenken. Digitale Trauerbekundung der Botschaft Israels in Deutschland. Screenshot: Michael Blume

Für einen kurzen Moment wagte ich zu hoffen, dass nun auch wirklich die Letzten verstehen würden, wie gefährlich und radikalisierend der Verschwörungsglauben des Antisemitismus ist – und welche Rolle Medienrevolutionen dabei spielen. Wie oft hatte ich mich vor allem von rechten Trollen beschimpfen lassen müssen, weil ich mein Buch zum Thema bereits “Warum der Antisemitismus uns alle bedroht” genannt hatte. Nun gingen die lange “schlummernden” Abrufzahlen des Buchvideos, das genau davor gewarnt hatte, deutlich nach oben. Würde ein breites Nachdenken einsetzen?

Doch so sehr ich an die Bedeutung und mittelfristige Wirkung wissenschaftlicher Aufklärung glaube – so klar war leider auch, dass sich bereits Radikalisierte jedem Nachdenken verweigern würden. Investigative Digitalaktivisten wie “Die Insider” sammeln bereits Beiträge aus meist geschlossenen Foren, in denen die Terrortat umgedeutet oder gleich ganz als vermeintlich gestellt (vgl. den Verschwörungsmythos der sog. Crisis Actors) geleugnet wird.

Andere begannen umgehend, die Opfer der Angriffe gegeneinander auszuspielen. So retweetete der Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner (AfD), nicht weniger als der Vorsitzende des Bundestags-Rechtsauschusses, einen hasserfüllten Beitrag, in dem die “Opfer des Amokläufers” (nicht etwa: Terroristen) als “Deutsche” definiert und rhetorisch gefragt wurde: “Warum lungern Politiker mit Kerzen in Moscheen und Synagogen rum?”

Sogar einen eigenen, menschenverachtenden FB-Post verfasste Andreas Albrecht Harlaß, von 1994 bis 2014 Redakteur der BILD-Zeitung und seitdem Pressesprecher der AfD in Sachsen. Schon aufgrund älterer FB-Post hatte das Amtsgericht Dresden entschieden, dass man Harlaß einen “lupenreinen Neonazi” nennen durfte. Und nun machte dieser Mensch dem Urteil alle Ehre, indem er auf Facebook schrieb, “der Psycho von Halle” (also ein geistig Verwirrter statt eines planvollen Terroristen) habe “Deutsche erschossen, keine Semiten” – womit Harlaß Jüdinnen und Juden rassistisch absprach, Deutsche zu sein… 

FB-Post des Pressesprechers der AfD-Partei und Landtagsfraktion in Sachsen. Screenshot: Gerhard K. Nagel

Und so dürfen wir hoffen, dass dieser antisemitische Terroranschlag gegen eine Synagoge an Jom Kippur samt der Ermordung und Verletzung von Passanten große Teile von Gesellschaft, Politik und Medien zu Nachdenken und Zusammenrücken bewegen wird. Doch wir werden gleichzeitig damit leben (müssen), dass eingefleischte Rassistinnen und Antisemiten auch diese Morde umdeuten, verleugnen und in ihr hasserfülltes Weltbild einfügen werden. Der Täter hatte seine Tat nicht zufällig im Gamer-Stil “gestreamt”, mit einem weiteren, antisemitisch-rassistischen Internet-Manifest flankiert und also auf “Fans” und Nachahmer abgezielt.

Über ihn wird wieder viel geschrieben und gesendet werden. Meine Bitte ist jedoch: Gedenken wir an Jana L. und Kevin S. aus Halle, an die Verletzten und an die Angegriffenen in der Synagoge. Sie sollen nie vergessen werden.

Terminhinweise: Heute Abend (13.10.) findet um 17 Uhr eine Gedenkzusammenkunft vor der Stuttgarter Hospitalkirche statt. Daran werde ich teilnehmen.

Am Montag, 14.10., spreche ich um 15:15 Uhr in der katholischen Akademie in Freiburg am Breisgau über Antisemitismus und Islamfeindlichkeit (dies war tatsächlich lange geplant!) und werde in der Stadt auch Mitglieder der jüdischen Gemeinden aus Baden treffen.

Und wegen der aktuellen Ereignisse hat der Landtag von Baden-Württemberg die Debatte über meinen vorgelegten Bericht gegen Antisemitismus um einen Tag gleich auf den Beginn der Sitzungswoche, Mittwoch, 16.10., ab ca. 9:30 Uhr, vorgezogen. Die Plenumsdebatte wird live gestreamt und es wird sicher auch dort aller Opfer des Terrorismus gedacht.

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Zuletzt erschienen "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt... Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

10 Kommentare

  1. @ Michael Blume

    1. Zum Folgenden:

    “……………….. …………………………….

    Michael Blume
    25.02.2018, 17:23 Uhr

    Ja, @Markweger – und Putin bezahlt auch Online-Trolle. Soll ich Sie deswegen einfach mal beschuldigen, ein solcher zu sein?

    Durch eine „Hermeneutik des Verdachts“ zerfällt das Vertrauen, ohne das keine Gesellschaft existieren kann…………………..”
    (Zitatende)

    Zum letzten Satz des Zitats:

    Das mag sein. Aber wie bei Propagandatexten oft üblich ist das halt nur die halbe Wahrheit. Denn gleichzeitig gilt das Folgende, das konstitutiv für freiheitlich- demokratische Grundordnungen ist:

    Durch einen Vezicht auf eine „Hermeneutik des Verdachts“ zerfällt die Kontrollfunktion des Staatabürgers gegenüber der Exekutive (oder auch allen anderen gesellschaftlichen Institutionen), ohne die keine Demokratie existieren kann.

    Wäre ich Ihr Vater , hätte ich ihnen geraten. alles dafür zu tun, um nicht von einem östlichen “Tal der Ahnungslosen” in einen (südwestlichen) “Talkessel der Ahnungslosen” zu geraten.

    2. Zum Folgenden:

    “…..Doch wir werden gleichzeitig damit leben (müssen), dass eingefleischte Rassistinnen und Antisemiten auch diese Morde umdeuten, verleugnen und in ihr hasserfülltes Weltbild einfügen werden….” (Zitatende)

    Hervorragend. Die Methode entstammt dem Kapitel eins des Lehrbuchs der Meinungsmanipulation:
    Somit ist jedem Unbedarften ode Ängstlichen klar, dass er sich von jeglicher skeptischen kritik zu den Vorgängen von Halle fernhalten muss.Weil ja jeder, der das nicht tut, sofort verdächtigt wird (oder wenigstens werden soll), eine
    “….eingefleischte Rassistin und Antisemitin…” zu sein, die “.. auch diese Morde umdeutet, verleugnet und in ihr hasserfülltes Weltbild ….” einfügt.

    Kurz : Michael Blume bedient sich hier in geradezu idaltypischer Weise der ziemlich unfeinen und zumindest unter (libertären) Freiheitsfreunden verpönten rhetorischen Methode des negativen Framings.

    • @little louis

      Antisemiten waren und sind keine „libertären Freiheitsfreunde“. Sie berufen sich nur solange auf Freiheitsrechte, bis sie selbst an der Macht sind. Das Strache-Ibiza-Video war ja z.B. ein Meisterstück der angeblich „Freiheitlichen“ (!) in „Pressefreiheit“…

      Für meine Familie darf ich in Anspruch nehmen, dass wir weder in der ehemaligen DDR noch heute in der Bundesrepublik zu den „Ahnungslosen“ zählten. Wir fielen in den letzten beiden Generationen weder auf die roten noch die (blau-)braunen Verführer herein. Und Sie wirken ja selbst hier kräftig an der Selbstentlarvung von Verschwörungsgläubigen mit! 🤗 #Danke

  2. Was mich bei den öffentlichen Reaktionen äußerst befremdet hat: Daß es nur um Juden ging. Die heute-Nachrichten hatten am Folgetag nicht mit einem Wort, die Tagesschau in immerhin einen Nebensatz erwähnt, daß die Opfer zweiter Wahl Türken/Muslime hätten sein sollen. Und in seinem Manifest soll der Täter eröffnet haben, ein Antifa-Zentrum oder eine Moschee seien eigentlich seine erste Wahl gewesen, aber eben nicht in der Nähe.

    Als ob Antisemitismus zwar eine betrübliche Sache sei, die aber nur die Juden bedrohe.

    Sie waren da mit ihren Tweets eine wohltuende Ausnahme.

    • Vielen Dank, @Alubehüteter. Ich nahm beides wahr: Die Reduktion des Attentats, wie auch dessen Verallgemeinerung („Anschlag auf uns alle“). Ich habe mich bemüht, auch hierbei reflektierter zu schreiben. Danke für die Rückmeldung, dass das auch so bei Ihnen angekommen ist. 👍📚🌈

  3. Die Reaktion aus rechten Kreisen (“Deutsche, keine Semiten”) erinnert mich sehr an die Kommenatre zu diesem Thema hier: https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/warum-ludwig-marum-spd-landes-und-bundesweit-bekannt-sein-sollte/

    Leider finde ich die Stelle nicht mehr, aber ich weiß noch, dass damals in der Kommentarspalte zu einem anderen Thema auf L. Marum Bezug genommen wurde (es muss also eine zeitliche Nähe gegeben haben, aber ich finde die Stelle einfach nicht mehr) und die Formulierung damals in etwa lautete: “Ja, das war schlimm damals, aber die Leute sollten auch mal daran denken, wie viele Opfer es auf unserer Seite gegben hat”, worauf die Antwort dann nur lauten konnte: “Marum WAR einer von uns!” Genauso wie die Leute IN der Synagoge von Halle “welche von uns” sind. Wer das nicht versteht, hat nicht verstanden, wer das Deutsche Volk überhaupt ist und welcher Leitkultur es tatsächlich folgt!

  4. Wie die wilden Verschwörungstheorien entstehen, konnte man ab Januar 2015 miterleben: Nach den Anschlägen von Paris sagte Merkel: “Der Islam gehört zu Deutschland!” Logisch, dass viele befürchteten: Es soll ein religiöser Konflikt provoziert werden, womöglich nur, um von ganz anderen Problemen abzulenken.

    Ähnliches kannte man schon von der Bankenkrise: In den Medien wurde reißerisch über die US-Banken (einige auch mit jüdischen Wurzeln) berichtet, und dabei viel mit Vermutungen und abstrusen Anekdoten argumentiert, wohl um davon abzulenken, in was für dubiose Geschäfte die deutschen staatlichen Landesbanken, Sparkassen und sogar Kommunalverwaltungen verwickelt sind/waren.

    Bei den Mieten ist es nun wieder so: Der Staat treibt Baupreise, Mieten und Nebenkosten in den Städten immer höher und sucht dann die Schuld bei den gierigen Spekulanten …

    • @Jörg Baudisch

      Die Frage ist, wo wir je Ursache und Wirkung sehen.

      Die Aussage, dass der Islam zu Deutschland gehöre, wurde erstmals 2006 vom damaligen Innenminister Wolfgang Schäuble im Hinblick auf die Deutsche Islamkonferenz (DIK) formuliert. Da Terroristen später auch die europäischen Gesellschaften spalten wollten, war es folgerichtig, dies zu bekräftigen. Gleichzeitig wurde die berechtigte Debatte darüber geführt, „welcher“ Islam zu Deutschland gehöre – mit Beiträgen zu den Gefahren von Antisemitismus und Verschwörungsmythen auch von mir:

      https://www.herder.de/geschichte-politik-shop/der-politische-islam-gehoert-nicht-zu-deutschland-gebundene-ausgabe/c-34/p-14507/

      Ebenso griff die Bundesregierung erfolgreich ein, um das ins Wanken geratene Bankensystem zu stabilisieren und eine Wirtschaftskrise zu verhindern. Ob der seitdem vollzogene Ab- und Umbau von Banken tief genug reicht, darüber kann man streiten. Persönlich – als gelernter Finanzassistent – bin ich ja der Auffassung, dass der dauerhafte Niedrigzins durch Demografie und „Asset Meltdown“ stärker bedacht werden sollte:

      https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/asset-meltdown-demografie-und-das-ende-des-kapitalismus/

      Kurz: Ja, auch demokratisch gewählte Regierungen machen Fehler und können unterschiedlich bewertet werden – genau deswegen braucht es lebendige Medien und eine konstruktive Zivilgesellschaft samt Oppositionsparteien. Ich darf Ihnen jedoch auch aus eigenem Erleben versichern, dass keine der gewählten, deutschen Regierungen eine „Verschwörung“ zur „Verunsicherung“ oder gar Umvolkung unseres Volkes betreibt. Diese Gefühle werden in medialen Echokammern ungesund geschürt.

  5. Natürlich war das ein Verrückter.
    Aber die Aufregung besteht halt nur bei rechten Verrückten.
    Bei Morden illegale Zuwanderer, unter den Teppich kehren was das Zeug hält.
    Und Morde sind dann ohnehin nür Tötungen, klingt doch wesentlich harmloser.
    Wenn ein Deutscher mordet dann wird immer sofort hervor gehoben dass es ein es Deutscher war. Wenn ein illegaler Zuwanderer mordet dann ist die Nationalität natürlich nicht von Interesse und es dann halt ohnehin nur ein “Tötungsdelikt”.
    Wenn es ein Zuwanderer mit deutscher Staatsbügerschaft ist dann wird er natürlich sofort als Deutscher beschrieben, seine Herkunft wird verschwiegen.
    Wenn man auf Morde illegaler Zuwanderer hinweißt dann ist das “Instrumentalsierung”. Bei den Morden eines Deutschen instrumentalisieren alle Medien was das Zeug hält aber da ist das natürlich keine Instrumentalisierung.
    Es ist alles extremst einseitig.

    • @Markweger

      Fällt Ihnen wirklich nicht auf, dass Sie selbst genau das tun, was Sie anderen vorwerfen? Erst der Mord an Walter Lübcke (CDU), dann der Terroranschlag auf die Synagoge Halle, das Ganze im Kontext von Attentaten wie Utoja, Christchurch, Poway usw. – und immer noch wollen Sie die realen Gefahren von Antisemitismus und Rechtsterrorismus kleinreden?

      Kein Mensch hier leugnet auch islamistischen Extremismus und Terrorismus – wobei z.B. der aktuelle Krieg zwischen Türken und Kurden ebenfalls nationalistisch grundiert ist. Auch hier auf dem Blog und in „Islam in der Krise“ (!) finden Sie ausführliche Darstellungen dazu. Umgekehrt leugnen aber Sie – ja Sie – die Gefahr jener Terroristen aus Ihrem eigenen, geistigen Milieu.

      Sie haben noch immer die Chance, Hass, Wahn und Verschwörungsmythen hinter sich zu lassen, @Markweger. Die Entscheidung liegt allein bei Ihnen.

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