Nur noch das Fediversum kann uns retten – Neujahrsrede zu Salach

Über die Einladung zur Neujahrsrede in der baden-württembergischen Gemeinde Salach zum Thema “Gesellschaftlicher Zusammenhalt” hatte ich mich sehr gefreut! Denn gerade auch nach schweren Zeiten gehe ich gerne in die kleineren Städte und Gemeinde unseres EUSALP-föderal geprägten Landes, in dem die Menschen überdurchschnittlich stark ehrenamtlich aktiv sind. In Salach kommt u.a. noch ein besonders starkes Engagement für Erneuerbare Energien als Friedensenergien hinzu – die Gemeinde hat für Balkon-Solaranlagen ein eigenes Förderprogramm aufgelegt!

Bürgermeister Dennis Eberle von Salach stellt beim Neujahrsempfang ein Förderprogramm für Erneuerbare Energien vor.Bürgermeister Dennis Eberle von Salach stellt zum Neujahrsempfang ein kommunales Förderprogramm für Erneuerbare Energien vor. Foto: Staatsministerium BW

Meine erste Grundidee war gewesen, den medialen Unterschied zwischen der intensiven Gemeinschaft (Community) und der abstrakten Gesellschaft (Society) herauszuarbeiten. Dazu hätte ich zum Beispiel auf die Übernahme von “Religionsgesellschaften” im Grundgesetz Artikel 140 aus der Weimarer Reichsverfassung (WRV) verwiesen, der die neuere “Religionsgemeinschaften” in Art. 7 GG gegenüberstehen.

Doch angesichts der schweren Kriege und Krisen konnte die Rede nicht so schöngeistig bleiben. Ich entschied mich stattdessen für einen biografischen Zugang, um Gemeinsamkeiten zwischen uns Menschen herauszuarbeiten und dennoch klare und auch harte Fakten vorstellen zu können.

Das Wappen von Salach, angesichts der aktuellen Lage ausnahmsweise vor schwarzem Grund. Link führt zur NeujahrsredeDas stolze Wappen von Salach, angesichts der aktuellen Weltlage ausnahmsweise mal vor schwarzem Hintergrund. Link führt zur Neujahrsrede auf Einladung von Bürgermeister Dennis Eberle. Screenshot: Michael Blume

Auch eine heftige Medien-Erfahrung von dieser Woche haben mich umentscheiden lassen. So hielt ich noch am Dienstag eine größere Rede an meiner Alma Mater der Universität Tübingen. Vor dem mit jüdischen, christlichen, muslimischen, anders- und nichtreligiösen Menschen vollbesetzten Hörsaal sprach ich 14 Seiten lang über fossilen Antisemitismus und den Israel-Gaza-Krieg, danach gab es ein hochkarätiges Podiumsgespräch bis tief in den Abend. Dabei herrschte beispielsweise Einigkeit darüber, dass wir bei allen Unterschieden den Genozid-Vorwurf gegenüber Israel für absurd halten: Der angegriffene Staat hat ein Recht auf angemessene Selbstverteidigung. Und: Durch eine Kapitulation und Freilassung aller Geiseln könnte die Hamas den von ihr eröffneten Krieg auch wieder beenden.

Es hätte also durch wirklich interessierte Medien genug zu berichten gegeben!

Auch das hochkarätige, jüdisch-christliche Podium zu Tübingen wurde von überregionalen Medien zugunsten einer “Zuspitzung” komplett übergangen. Klick führt zum Blogpost mit Redeskript hier auf NdG

Und was machten Medien daraus? Das Schwäbische Tagblatt berichtete live, doch der Artikel steht hinter einer Bezahlschranke. Stattdessen druckte sogar meine geliebte Stuttgarter Zeitung die Meldung eines Agentur-Journalisten, der aus dem ganzen Manuskript einige Nebenbemerkungen zur andauernden Namensdiskussion herausgesetzt hatte: “Blume: Namen der Uni Tübingen ändern”, “Blume fordert Umbenennung der Eberhard-Karls-Universität Tübingen” oder ähnliches!

Sie können sich etwa die Wutmails oder auch irritierten Anfragen bei mir vorstellen: Hat der denn nichts Besseres zu tun?

Doch, hatte ich – und da ich erfreulicherweise über die Tübinger Veranstaltung gebloggt und das Redeskript online gestellt hatte, konnte ich es auch beweisen.

Für mich ist die mediale Polarisierung zu Tübingen der letzte Beleg, dass unser Mediensystem unrettbar kaputt gegangen ist. Und ich hatte bereits Matthias Meisner von der Jüdischen Allgemeinen am 19.05.2022 warnend gesagt: “Wenn ein Mediensystem kaputt ist, stürzt die Demokratie ab.”

Tweet von Matthias Meisner zum Artikel "Die Desinformierer" in der Jüdischen Allgemeinen. Link führt dahin.Tweet von Matthias Meisner zu seinem Artikel in der Jüdische Allgemeine. Screenshot: Michael Blume

Entsprechend sprach ich im Finale von Salach bewusst und ausführlicher das Medienthema an:

“Bedenken Sie nur, dass das erste Smartphone erst 2007 erschien und wie es unser aller Leben, Lieben und Hoffen verändert, aber eben auch Vereinsamung, Hass und Hetze befördert hat! Facebook, Instagram und TwitterX bieten vielfältige Möglichkeiten, doch sie sperren unsere wertvolle Zeit und Aufmerksamkeit auch in Datensilos, um uns mit möglichst viel Werbung zuschütten zu können.

Ich wurde vor Kurzem als Dozent für Medienethik am KIT Karlsruhe gefragt, was ich denn davon hielte, dass der AxelSpringer-Konzern nun KI einsetzen will. Meine Antwort war und ist: Seitdem ich die Chats von Konzernchef Matthias Döpfner gelesen habe, befürworte ich den Einsatz von jeder Form von Intelligenz, die Berliner Medienhäusern überhaupt noch zur Verfügung steht!”

Und genau deswegen rief ich schließlich zum Fediversum auf:

“Ich sehe inzwischen als letzte Chance und Hoffnung das Fediversum – also den nichtkommerziellen, öffentlichen Bereich des Internets mit Angeboten wie Wikipedia und Mastodon, mit Blogs und Podcasts.

Daher möchte ich heute Sie und alle Fraktionen in baden-württembergischen Gemeinderäten und Kreistagen, in Regionalverbänden und im Landtag bitten: Lassen Sie uns im Fediversum bloggen und podcasten und schreiben und filmen, als ob unser Leben davon abhinge. Denn unser demokratisches Leben hängt davon ab!

Wenn Sie Ihre Gemeinde und Kommunalpolitik, Ihren Verein, Ihre Kirchengemeinde, Ihre Meinungen nicht auch außerhalb der Digitalkonzerne zum Sprechen bringen, dann wird es niemand mehr tun. Dann wird auch Ihre Gemeinde, Ihre Kirche, Ihr Verein nur noch in verzerrten Aufreger-Schlagzeilen erscheinen und ansonsten ignoriert!

Und dann wird auch unser Ländle oder Länd von Dauer-Empörung zerspalten, ermüdet, zerstört.

Baden-Württemberg kann immer noch ein Land sein mit guter Zukunft sein, wenn wir das tun, was wir am Besten können: Wenn wir nicht auf Vorschriften und Anführer warten, sondern einander unterstützen und selbst tun, was getan werden soll!”

Den Text der ganzen Neujahrsrede zu Salach gegen jeden Antisemitismus und Dualismus finden Sie wiederum als pdf hier. Der Applaus und die Diskussionen danach haben mir gezeigt, dass selbst dort, wo nationale Politiken scheitern, doch noch unsere Zivilgesellschaft steht. Danke, Salach, für einen wundervollen Abend mit Gewählten und Ehrenamt, mit BreakDance, Musik, Kunst, Sport und Politik! Ich habe mich sehr wohl gefühlt und ging gestärkt nach Hause!

Dr. Michael Blume am Rednerpult der Gemeinde Salach, Baden-Württemberg. Klick führt zum Redeskript.Dr. Michael Blume spricht zum Neujahrsempfang der Gemeinde Salach vor mehreren Hundert Menschen. Foto: Gemeinde Salach

Vielen Dank auch Ihnen für Ihr Interesse!

 

Avatar-Foto

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) u.v.m. Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, seit 2018 Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren als „teilnehmender Beobachter“ für Wissenschaft und Demokratie, gegen Verschwörungsmythen und Wasserkrise.

20 Kommentare

  1. Irgendwann werden Ihre Bemühungen und Mahnungen hoffentlich auf fruchtbaren Boden fallen. Das war mein erster Gedanke, nachdem ich die Rede gelesen habe. Danke, dass Sie auch in die Peripherie gehen, wie Sie das formuliert haben. Salach und seinen Verantwortlichen für diese Veranstaltungen sei auch gedankt. Nach meiner festen Überzeugung wären Sie in meinem sehr konservativ geprägten Landkreis vermutlich nicht zu einem Neujahrsempfang eingeladen worden. Mit dem hiesigen Landtagsabgeordneten haben Sie möglicherweise auch beruflich zu tun.
    Ihr Werben um das Fediverse erkenne ich an. Wie Sie wissen, nutze ich Mastodon auch. Gleichwohl muss ich Ihnen einmal sagen, dass man als kleiner Account in
    diesem dort kaum gelesen wird. Ihr Account ist ein großer, mit vielen
    Interaktionen, die fruchtbar und konstruktiv und meist auch sachlich sind. Man
    kann verschiedener Meinung sein und geht meistens freundlich und
    wertschätzend miteinander um. Leider geht vieles, was ich (aber nicht nur ich) poste, unter. Viele fahren wie ich zweigleisig und sind beispielsweise auch bei Bluesky etc. unterwegs. Sie haben die Leute in Salach darum gebeten, das Fediverse intensiv zu nutzen und zu bloggen etc. Schön, aber manche werden sich frustriert abwenden, wenn niemand oder kaum jemand die Beiträge liest. Mittlerweile bin ich dazu übergegangen, mich selbst zu reposten, was nach Eitelkeit aussieht und mir eigentlich nicht liegt. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich bin was Sinn und Zweck vom Fediverse angeht, ganz Ihrer Meinung. Aber es muss noch attraktiver werden. Wer nicht gelesen wird, geht irgendwann.

    • Lieben Dank, @Marie H.

      Und, ja, auch auf Wikipedia hat sich ja ein überwiegend männlicher Kreis aus sog. „Exklusivsten“ zeitweise durchgesetzt und viele andere vergrault. Ebenso sehen Sie ja auch hier auf dem Blog neben vielen konstruktiven leider auch wenige sehr aggressiv um Aufmerksamkeit bettelnde Kommentatoren.

      Auch das Fediversum ist also nicht perfekt, aber eben doch in ständiger, kultureller Entwicklung. Es kann und muss sich nicht nur technisch immer weiterentwickeln. Danke für Ihre Beiträge dazu, auch hier auf NdG! 🙏👍🖖

    • @ Kommentatorenfreundin Marie H. und hierzu kurz :

      Schön, aber manche werden sich frustriert abwenden, wenn niemand oder kaum jemand die Beiträge liest.

      Der Schreiber dieser Zeilen kennt (seit einiger Zeit, seit einigen Monaten) dieses Problem, und zwar bei “Twitter” oder “X” (vorher hat er bei sog. Social Media nicht mitgemacht), keine Sau interessiert sich für ihn und seine kleinen Nachrichten, nun, das war untertrieben, so ca. 100 “Likes” und ein paar Tausend Zugriffe schafft er schon gelegentlich.
      Aber das grundsätzliche Problem ist, dass Lautmäuler, Marktschreier und besonders pointiert formulierende, polarisierende Personen den Traffic bekommen.
      Dr. Webbaer, der Webbaer, Der Webbaer wird so nicht mitmachen, unterstellt dem werten hiesigen Inhaltegeber so nicht, der hat sicherlich (ebenfalls) etwas zu sagen und ist so vermutlich auch teils beruflich unterwegs, seine Markanz, das Fachwort an dieser Stelle, scheint zudem natürlich zu sein.
      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Webbaer (der für Ihre Nachricht dankt)

  2. Howdy!
    Zum sogenannte Fediversum vielleicht noch angemerkt bis angefragt : Es wird so die Nutzer-Identität beworben, die überall, im gesamten einem sog. Fediversum angeschlossenen Netzwerk genutzt werden kann und soll, auch pseudonym, also als Pseudonym, “Klarnamen”-Pflicht wäre nicht erforderlich.
    Aber was ist in Fällen der Moderation, also wenn ein Nutzer böse mit einem Einzelangebot bzw. mit dessen Inhaltegebern aneinander gerät, wie ist dann die Moderation geregelt?
    Wäre es konsequent eine “Klarnamen”-Pflicht, einem bekannten Identifikationsverfahren folgend, z.B. so, einzuführen, wobei die Nutzer so intern für die Zwecke der Moderation verfolgbar würden, ein Pseudonym nach außen hin könnte beibehalten werden?
    Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank für die beigebrachten Überlegungen
    Dr. Webbaer

    • Danke für den Kommentar & die Nachfrage, @Webbaer

      Nach meiner Erfahrung braucht das Fediversum keine Klarnamenpflicht, weil auch die Moderation dezentral geregelt ist: Wer pöbeln, wird eben „deföderiert“, also aus dem eigenen Netzwerk ferngehalten. Während kommerzielle Portale also polarisierende Stimmen in die Mitte schieben, grenzen sie sich im Fediversum von selbst aus und verlieren Resonanz.

      Und bei strafbaren Inhalten wie Drohungen kann die Polizei auch ganz normal ermitteln.

      Auch deswegen finde ich das Fediversum besser.

  3. Nur ergänzend, auch damit bestimmte Arbeit nicht umsonst ist, Dr. W hat diesen Redetext, Seite für Seite (anders ging es nicht) durch zeitgenössisch bereit stehende AI [1] “gejagt”, es schaut so aus :

    -> https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/files/2024-01-12-Blume-Gesellschaft_Salach.pdf

    Statt ‘Schoah’ ginge auch ‘Shoa’ und einmal hieß es ‘wartsen’, statt ‘warten’.

    “Just for the record.”

    [1]
    Diese ist fehlbar, sie hat bspw. das mit dem ‘wartsen’ überlsen, sie macht auch ansonten Fehler, ihre Gesamteinschätzung des Redetextes, in kurzer Form, auch so ist nicht gänzlich zu vertrauen, geht übrigens so :

    Der Redetext thematisiert verschiedene politische, gesellschaftliche und kulturelle Aspekte, darunter Umweltprobleme, Antisemitismus, geopolitische Konflikte und die Rolle der Medien. Der Redner ruft zu aktivem Handeln auf, insbesondere im Bereich erneuerbarer Energien und der Nutzung nichtkommerzieller, öffentlicher Internetplattformen (Fediversum) als mögliche Alternative zu kommerziellen sozialen Medien. Es wird betont, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden sollten, um eine positive Zukunft zu gestalten.

    MFG – WB

    • Danke, @Webbaer 🙏

      Wahrscheinlich wird es sehr bald automatische KI-Rechtschreibprüfungen geben.

      Dass ChatGPT allerdings nicht einmal den Unterschied zwischen dem dualistischen Umwelt- und dem monistischen Mitwelt-Begriff erfasst hat, lässt mich an der Qualität der „Zusammenfassung“ zweifeln.

      Da müssen wir wohl noch ein wenig wartsen. 😉🤭✅

  4. Meine digitale Heimat
    Ich bin sehr froh, dass wir im Fediversum so miteinander kommunizieren.
    Ihre Beiträge, lieber MB, sind sehr wichtig für mich/uns. Danke für die vielen Anregungen und ihre offene und kluge Position.
    Ich bin ein normaler Fediverser und nach 15 Monaten mit 2000 Followern sehr happy. Ich booste, auch mich selbst, ich schreibe und kommentiere viel.
    Der Schlüssel für (m)eine digitale Heimat ist – so wie im täglichen Miteinander – sich auch für die anderen zu interessieren. Bei Xwitter hatte ich über 11.000 Follower und ich muss sagen, bei Mastodon werde ich mehr wahrgenommen, nie beschimpft und wenn, dann anregend kritisiert. Wenn ich vergesse ein Bild zu beschreiben, werde ich freundlich erinnert und hole es dann um 3 Uhr morgens nach. Bei Xwitter habe ich einen kleinen Beobachtungsposten behalten und bin schockiert, wie die Plattform zunehmend verroht.
    Und ich merke, wie mein Kommunikationsstil sofort aggessiver wird.
    Bitte weitermachen und so klug und vernetzt die wichtigen Gedanken und Inhalte weiter-verbreiten.
    Das Gute schlägt Wurzeln.

    • Vielen Dank, @Sebastian Lentz!

      Und, ja, ich erlebe das ähnlich: Zwar auf X viel mehr Follower & Reichweite, aber auf Mastodon und dem Blog sehr viel bessere Dialoge. Habe mich daher auch gegen BlueSky entschieden:

      Ihnen ein schönes Wochenende!

  5. Nur kurz (ars longa vita brevis):

    KI — Du bist was Du isst.

    Saubere Information ist für die geistige und kulturelle (und verzögert auch wirtschafliche) Gesundheit so wichtig wie sauberes Trinkwasser für seine physische Gesundheit. (Hab ich mglw. schonmal hier gesagt, dann, sorry.)

    Das Fediversum sollte sich JETZT, solange man nicht unter Druck steht, darauf vorbereiten, dass in aggressiven organisierten ‘Raids’ einzelne Instanzen mit Hassinhalten geflutet und (DDoS) lahmgelegt werden. Das ist absehbar; die Stragegie, “Räume zu besetzen”, macht vor dem guten Willen seiner Admins nicht halt. Jede Instanz im Fediversum braucht (getestete!) Backups (und ggf. Hilfe, Schulung, Anleitung), die einen schnellen Rollback zur Zeit vor einer Flut ermöglichen. Und bei den ebenso absehbaren digitalen und nichtdigitalen persönlichen Angriffen ein nicht-digitales Netzwerk das ihnen beisteht, das über Freunde und Bekannte hinausgeht: Andere Admins, Personen in Politik, Recht, Kultur, die ihr Gewicht und ihre Handlungsmöglichkeiten in die Waagschale werfen können,…

    • Howdy!
      ‘Saubere Information’ gibt es womöglich nicht, was es gibt, sind Tatsachenbehauptungen, die gut bis sehr gut belegt sind, Tatsachenbehauptungen, die gut bis sehr gut widerlegt sind, und “Zwischendinger”, Tatsachenbehauptungen, die nicht ganz klar sind, empirisch zweifelhaft bleiben, “der eine sagt so und der andere so”, (unter anderem auch) Richter wissen ihr Lied davon zu singen, wenn Zeugen gegensätzlich berichteten, aber dabei waren und gesehen haben, es gibt “alternative Fakten” (die auch behauptet werden dürfen, öffentlich), Wahrheit gibt es in der Naturwelt nicht (sondern nur in tautologischen Systemen wie zum Beispiel in der Mathematik, wenn die einen Wahrheitswert kennen und pflegen), es kann insofern sinnhafterweise auch kein “Wahrheitsministerium” geben, das weltliche Wahrheit angibt erkennen und pflegen zu können.
      Das mit den “schnellen Rollbacks” ist eine interessante Aussage, Kommentatorenfreund “Noch’n Wort”, Sie sind vom Fach?, also ein derartiges Fediversum sollte aus diesseitiger Sicht unangestrebt bleiben.
      “Nicht-digitale Netztwerke” spielen heutzutage keine besondere Rolle mehr, Ihre Hinweise auf die AI sind interessant, Kommentatorenfreund “Noch’n Wort”, AI könnte tatsächlich alles, Alles, was denkbar ist, also auch sog. “schnelle Rollbacks” und gezielte Meinungslenkung und die Erstellung von Profilen einzelner Personen, die ähnlich meinende Profil-Bildung für Gruppen, und deren Weiterleitung an “Dienste”, was vely gefährlich ist.
      Sozusagen falsche Meinung darf ausgehalten werden, in der Liberalen Demokratie ist so sogar pflichtig.
      MFG – WB

      • Dr. Webbaer schrieb (15.01.2024, 09:36 Uhr):
        > […] Wahrheit gibt es in der Naturwelt nicht (sondern nur in tautologischen Systemen wie zum Beispiel in der Mathematik, wenn die einen Wahrheitswert kennen und pflegen)

        Dazu gehört aber auch die Gewissen-hafte Sammlung und Definitions-gemäße Bewertung von Wahrnehmungen der Natur.
        Wahre Werte (jeweils einer bestimmten Messgröße, in jedem gültigen Versuch) gibt es wohl nicht in der Natur an sich, aber im Messen (einschl. Angabe systematischer Vertrauensbereiche bzw. “Fehler”); also in der Anwendung von Experimentalphysik auf wahrgenommene Natur-Gegebenheiten.

        Was sonst wäre denn ein “(guter) Beleg einer Tatsachenbehauptung, die die Natur betrifft” ??

        > es kann insofern sinnhafterweise auch kein “Wahrheitsministerium” geben, das weltliche Wahrheit angibt erkennen und pflegen zu können.

        Es gibt insbesondere

        – die Particle Data Group (PDG),

        – das Committee on Data of the International Science Council (CODATA),

        • Also mal Ihrer Empfehlung folgend, der bekannten Online-Enzyklopädie entnommen, Herr Dr. Frank Wappler, meinen Sie womöglich so :

          In der Messtechnik erklärt man den wahren Wert (einer Messgröße) als Ende eines Weges: „Wert der Messgröße als Ziel der Auswertung von Messungen der Messgröße“.

          Kommentar :
          Also ist im empiris(tis)chen Sinne, näherungsweise bestimmt worden.

          Das internationale Joint Committee for Guides in Metrology versteht sich am Ziel und formuliert im International Vocabulary of Metrology so: „Größenwert, der mit der Definition einer Größe übereinstimmt“.

          Kommentar :
          Also definitorisch, tautologisch, mathematisch teils auch.

          In der Qualitätssicherung und Statistik ist zu finden: „Tatsächlicher Merkmalswert unter den bei der Ermittlung herrschenden Bedingungen“.

          Kommentar :
          Also statistisch, stochastisch teils auch.


          Cooler wäre es hier statt mit der Wahrheit mit der Wahrscheinlichkeit zu hantieren.
          (Wobei der Begriff ‘Wahrscheinlichkeit’ aus diesseitiger Sicht irre leitend ist, es liegen Theoretisierungen vor, die bisher nicht empirisch inadäquat geworden sind (Bas van Fraassen und so).
          Moment, Dr. W gleich wieder da, …., …, …, überlegt noch, …, …, …, und tatsächlich landet er dann bei der Wirklichkeit Meister Eckhart)

          Mit freundlichen Grüßen
          Dr. Webbaer

  6. Michael Blume schrieb (12. Jan 2024):
    > […] das Fediversum – also den nichtkommerziellen, öffentlichen Bereich des Internets

    Die pauschale Vermutung von Öffentlichkeit erscheint anhand von de facto exklusionistischen Bubbles wie dieser (“FediScience.org”) und jener (“sciencemastodon.com”) widerlegt.

    > mit Angeboten wie Wikipedia […]

    ???

    Es lebe die Hoffnung auf eine öffentliche Enzyklopädie, zu der alle ihr Wissen beitragen könnten, aber die allen individuelle [[User.Option|en]] zur Verfügung stellt, um wahlweise nicht zur Kenntnis nehmen zu müssen, wovon man nichts wissen wollen würde!

    • Bitte unterscheiden, @Frank Wappler – es gibt technische Definitionen von Fediversum, die dann aber durchaus wieder geschlossene Angebote umfassen können. Die gesellschaftliche Definition von Fediversum bezieht sich auf das a) nicht profitorientierte und b) öffentlich zugängliche Internet. Dies bedeutet beispielsweise, dass auch Sie einen Blog oder Wiki anlegen dürfen – aber nicht, dass jeder Blog oder Wiki Ihre Texte akzeptieren müsste.

      Danke für Ihr Interesse und Engagement!

      • Michael Blume schrieb (15.01.2024, 13:45 Uhr):
        > […] Fediversum bezieht sich auf das a) nicht profitorientierte und b) öffentlich zugängliche Internet.

        Das meint “Zugang” womöglich (nur) im spezifisch und eng definierten Sinne von “lesbar, aber nicht unbedingt verantwortlich (mit-)gestaltbar” …

        > […] dass auch Sie einen Blog oder Wiki anlegen dürfen

        Es geht aber (gesellschaftlich) darum, einen Blog oder Wiki auffindbar, im selben *versum anlegen zu dürfen, in denen schon Blog- bzw. Wiki-Äußerungen vorlägen, mit denen man sich auseinandersetzen und denen man ggf. “auf Augenhöhe, insbesondere hinsichtlich Umfang und Mitteln der Darstellung” widersprechen würde.

        (Insofern lasse ich mich eben immer noch lieber zum Betreiben eines SciLogs einladen; oder wenigstens zur gelegentlichen Gestaltung von SciLog-Gastbeiträgen; oder — wenn auch nur implizit — zum gelegentlichen SciLog-Kommentieren.)

        > – aber nicht, dass jeder Blog oder Wiki Ihre Texte akzeptieren müsste.

        Und das ist gut so — so viel “Hausrecht” wäre mir selbst auch recht.
        Die Hoffnung auf Auffindbarkeit klammert sich trotzdem an (die praktisch-konkordante Aussicht auf) “Wer ignoriert/zensiert/sabotiert was?”– bzw. “Wer widerlegt wen?”-Datenbanken.

        p.s.
        > Danke für Ihr Interesse und Engagement!

        Zu viel bzw. zu pauschal gedankt! …

  7. Dr. Webbaer schrieb (17.01.2024, 08:38 Uhr):
    > […] der bekannten Online-Enzyklopädie entnommen

    … was zumindest eine oft ergiebige Diskussionsgrundlage liefert,
    und überhaupt nachweist: “Das gibt’s eben doch! (im Rahmen einer Enzyklopädie)”;
    auch wenn nicht alle allen Details zustimmen müssen, und nicht jeder Einwand dort dokumentiert wäre …

    > »In der Messtechnik erklärt man den wahren Wert (einer Messgröße) als Ende eines Weges: „Wert der Messgröße als Ziel der Auswertung […]“.«

    Diesem Wortlaut stimme ich vollständig zu; und Auswertung ist natürlich mit Aufwand und mit Geduld verbunden. Aber:

    > »[…] der Auswertung von Messungen der Messgröße“.«

    Das ist “Kuddelmuddel”. Stattdessen:
    Auswertung (von gegebenen Wahrnehmungsdaten; in Anwendung der jeweils festgesetzten, nachvollziehbaren, operativen Definition der betreffenden Messgröße) ist der abschließende Schritt jeder einzelnen Messung.

    > Also ist im empiris(tis)chen Sinne, näherungsweise bestimmt worden.

    Diese Auffassung (etwa: “Werte viele Einzelversuche aus; gib dem Mittelwert besondere Beachtung, sofern die Streuung vernünftig scheint; gib Ergebnissen besondere Beachtung, die repliziert wurden.”) scheint gerade vom dem “Kuddelmuddel”-Teil des Enzyklopädie-Zitats motiviert, das ich ablehne. Mich interessiert jeder einzelne (gültige) Versuch, und der wahren Werte der betreffenden Messgröße in jedem einzelnen gültigen Versuch; ganz egal, ob sich diese als “konstant” bzw. “homogen” erweisen würden, oder in wie fern nicht.

    > »[…]„Größenwert, der mit der Definition einer Größe übereinstimmt“.«

    Diese Formulierung ist in ihrer Knappheit leider falsch.
    Die Definition der betreffenden Größe besteht ja ausschließlich in der konkreten operativen Methodik des Sammelns und (vor allem) des Auswertens der dafür relevanten Wahrnehmungsdaten; wodurch auch der Wertebereich (bzw. richtiger: die Zielmenge) dieser Messgröße festgelegt ist, die i.A. zahlreiche ungleiche Werte enthält.
    Jeder (beliebige) Wert der Zielmenge stimmt somit im Sinne des Enzyklopädie-Zitats mit der Größen-Definition überein.

    Es sollte aber stattdessen um den (jeden) konkreten einzelnen (gültigen) Versuch gehen, und um den konkreten einzelnen wahren Wert der betreffenden Messgröße in diesem gültigen Versuch, der sich durch Definitions-gemäße Auswertung der konkreten tatsächlich gesammelten Wahrnehmungsdaten in diesem (deshalb als “gültig” bezeichneten) Versuch ergibt.

    > Also definitorisch, tautologisch, mathematisch teils auch.

    Nämlich die festgesetzte, nachvollziehbare, operative Definition der Messgröße; alias “die Theorie”.

    > »„Tatsächlicher Merkmalswert unter den bei der Ermittlung herrschenden Bedingungen“.«

    Richtiger:
    “Tatsächlicher Merkmalswert unter den im jeweiligen Versuch (bei der Sammlung auszuwertender Wahrnehmungsdaten) herrschenden Bedingungen”.
    Die erforderliche Auswertung und damit verbundene Ermittlung ist nun mal nicht unmittelbar gemacht.

    > Also statistisch, stochastisch teils auch.

    Wieso ??
    Vorrangig doch: Versuch für Versuch empirisch (Wahrnehmungs-basiert).

    > Cooler wäre es hier statt mit der Wahrheit mit der Wahrscheinlichkeit zu hantieren.

    – Der einzelne Ergebnis-Wert eines bestimmten einzelnen gültigen Versuches

    ist doch nicht das Selbe wie

    – die tatsächlich gefundene Häufigkeits-Verteilung (von schon ermittelten Ergebnis-Werten vieler Einzelversuche, in der Zielmenge) bzw.

    – eine erwartete bzw. erhoffte Häufigkeits-Verteilung (von ggf. noch zu ermittelnden Ergebnis-Werten vieler Einzelversuche, in der Zielmenge).

    p.s.
    > (Bas van Fraassen und so)

    Diese Art von Spielchen ist ja (auch) als “Schlage-den-Sack-aber-meine-den-Esel” bekannt.
    Wenn der betreffende Esel aber (leider) schon tot ist (sprich: Sir Karl Popper), dann erreicht man das Spielende (“r.i.p.”) erst, wenn der (zum Glück) bereitstehende entsprechende Sack “Onkel!” schreit, oder so ähnlich.

    p.p.s.
    > Meister Eckhart

    Auch gut (wahr!).
    Warum dann nicht gleich [[Kant#…nur.so–wie.du.zugleich.jedem.anderen.zugestehen.musst]] oder [[Einstein#…laufen.stets.auf.Koinzidenzbestimmungen.hinaus]] ??

  8. Dr. Webbaer schrieb (17.01.2024, 08:38 Uhr):
    > […] der bekannten Online-Enzyklopädie entnommen

    … was zumindest eine oft ergiebige Diskussionsgrundlage liefert,
    und überhaupt nachweist: “Das gibt’s eben doch! (im Rahmen einer Enzyklopädie)”;
    auch wenn nicht alle allen Details zustimmen müssen, und nicht jeder Einwand dort dokumentiert wäre …

    > »In der Messtechnik erklärt man den wahren Wert (einer Messgröße) als Ende eines Weges: „Wert der Messgröße als Ziel der Auswertung […]“.«

    Diesem Wortlaut stimme ich vollständig zu; und Auswertung ist natürlich mit Aufwand und mit Geduld verbunden. Aber:

    > »[…] der Auswertung von Messungen der Messgröße“.«

    Das ist “Kuddelmuddel”. Stattdessen:
    Auswertung (von gegebenen Wahrnehmungsdaten; in Anwendung der jeweils festgesetzten, nachvollziehbaren, operativen Definition der betreffenden Messgröße) ist der abschließende Schritt jeder einzelnen Messung.

    > Also ist im empiris(tis)chen Sinne, näherungsweise bestimmt worden.

    Diese Auffassung (etwa: “Werte viele Einzelversuche aus; gib dem Mittelwert besondere Beachtung, sofern die Streuung vernünftig scheint; gib Ergebnissen besondere Beachtung, die repliziert wurden.”) scheint gerade vom dem “Kuddelmuddel”-Teil des Enzyklopädie-Zitats motiviert, das ich ablehne. Mich interessiert jeder einzelne (gültige) Versuch, und der wahren Werte der betreffenden Messgröße in jedem einzelnen gültigen Versuch; ganz egal, ob sich diese als “konstant” bzw. “homogen” erweisen würden, oder in wie fern nicht.

    > »[…]„Größenwert, der mit der Definition einer Größe übereinstimmt“.«

    Diese Formulierung ist in ihrer Knappheit leider falsch.
    Die Definition der betreffenden Größe besteht ja ausschließlich in der operativen Methodik des Sammelns und (vor allem) des Auswertens der Wahrnehmungsdaten; wodurch auch der Wertebereich (bzw. richtiger: die Zielmenge) dieser Messgröße festgelegt ist, die i.A. zahlreiche ungleiche Werte enthält.
    Jeder (beliebige) Wert der Zielmenge stimmt somit im Sinne des Enzyklopädie-Zitats mit der Größen-Definition überein.

    Es sollte aber stattdessen um den (jeden) konkreten einzelnen (gültigen) Versuch gehen, und um den konkreten einzelnen wahren Wert der betreffenden Messgröße in diesem gültigen Versuch, der sich durch Definitions-gemäße Auswertung der konkreten tatsächlich gesammelten Wahrnehmungsdaten in diesem (deshalb als “gültig” bezeichneten) Versuch ergibt.

    > Also definitorisch, tautologisch, mathematisch teils auch.

    Nämlich die festgesetzte, nachvollziehbare, operative Definition der Messgröße; alias “die Theorie”.

    > »„Tatsächlicher Merkmalswert unter den bei der Ermittlung herrschenden Bedingungen“.«

    Richtiger:
    “Tatsächlicher Merkmalswert unter den im jeweiligen Versuch (bei der Sammlung auszuwertender Wahrnehmungsdaten) herrschenden Bedingungen”.
    Die erforderliche Auswertung und damit verbundene Ermittlung ist nun mal nicht unmittelbar gemacht.

    > Also statistisch, stochastisch teils auch.

    Wieso ??
    Vorrangig doch: Versuch für Versuch empirisch (Wahrnehmungs-basiert).

    > Cooler wäre es hier statt mit der Wahrheit mit der Wahrscheinlichkeit zu hantieren.

    – Der einzelne Ergebnis-Wert eines bestimmten einzelnen gültigen Versuches

    ist doch nicht das Selbe wie

    – die tatsächlich gefundene Häufigkeits-Verteilung (von schon ermittelten Ergebnis-Werten vieler Einzelversuche, in der Zielmenge) bzw.

    – eine erwartete bzw. erhoffte Häufigkeits-Verteilung (von ggf. noch zu ermittelnden Ergebnis-Werten vieler Einzelversuche, in der Zielmenge).

    p.s.
    > (Bas van Fraassen und so)

    Diese Art von Spielchen ist ja (auch) als “Schlage-den-Sack-aber-meine-den-Esel” bekannt.
    Wenn der betreffende Esel aber (leider) schon tot ist (sprich: Sir Karl Popper), dann erreicht man das Spielende (“r.i.p.”) erst, wenn der (zum Glück) bereitstehende entsprechende Sack “Onkel!” schreit (oder so ähnlich).

    p.p.s.
    > Meister Eckhart

    Auch gut (wahr!).
    Warum dann nicht gleich [[Kant#…nur.so–wie.du.zugleich.jedem.anderen.zugestehen.musst]] oder [[Einstein#…laufen.stets.auf.Koinzidenzbestimmungen.hinaus]] ??

  9. Habe gerade Perplexity.AI um eine Antwort auf den Prompt gebeten: “Bitte definiere das Fediversum im Kontrast zu kommerziellen Datensilos.”

    Die Antwort ist hier auf dem Link hinterlegt…

    https://www.perplexity.ai/search/Bitte-definiere-das-b9thP4quTauj6QTC_nwRRQ

    …und wird hier in voller Länge wiedergegeben:

    Das Fediverse ist ein dezentrales Netzwerk aus föderativen, unabhängigen sozialen Netzwerken, Mikroblogging-Diensten und Webseiten für Online-Publikationen oder Daten-Hosting. Im Gegensatz zu kommerziellen, zentralisierten Plattformen wie Facebook oder Twitter, die als Datensilos fungieren, basiert das Fediverse auf folgenden Prinzipien:

    ## Dezentralität und Föderierung

    – Es gibt keine zentrale Plattform, sondern viele einzelne, voneinander unabhängige Instanzen (Server), die untereinander vernetzt sind.[1]
    – Nutzer können auf einer beliebigen Instanz ein Konto erstellen und mit Nutzern aller anderen Instanzen interagieren, ohne dort weitere Konten anzulegen.[1]
    – Die Instanzen sind über offene Protokolle wie ActivityPub, OStatus oder Diaspora miteinander verbunden und tauschen Identitäten und Inhalte aus.[1]

    ## Offene Standards und freie Software

    – Das Fediverse besteht aus quelloffener, freier Software wie Mastodon, PeerTube, Pixelfed oder Friendica.[1][2]
    – Die verwendeten Kommunikationsprotokolle sind offene Standards, was die Interoperabilität zwischen Plattformen ermöglicht.[1][2]
    – Jeder kann eine eigene Instanz hosten und so Teil des Netzwerks werden.[2]

    ## Gemeinschaftsgetrieben und nicht-kommerziell

    – Die Plattformen werden von Einzelpersonen, Communities oder gemeinnützigen Organisationen betrieben, nicht von kommerziellen Unternehmen.[2]
    – Es gibt keine Werbung oder Monetarisierung der Nutzerdaten.[2]
    – Die Inhalte werden nicht durch Algorithmen gefiltert oder priorisiert.[2]

    Zusammengefasst bietet das Fediverse eine dezentrale, offene und gemeinschaftsgetriebene Alternative zu den zentralisierten, kommerziellen Datensilos, indem es die Kontrolle über Daten und Inhalte in die Hände der Nutzer und Betreiber legt.[1][2]

    Citations:
    [1] https://de.wikipedia.org/wiki/Fediverse
    [2] https://www.fczb.de/schnellerklaert-fediverse/

    Aus meiner Sicht gehören auch noch ehrenamtliche, öffentlich und damit für KIen einsehbare Angebote wie Wikipedia und Blogs zum Fediversum. Aber ich kann der vorgeschlagenen Perplexity-Definition schon weitgehend zustimmen.

Schreibe einen Kommentar