Antisemitismus und Bildung – Gedanken zwischen Bochum, Brüssel und New Jersey

Dass die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen den europaweiten Kampf gegen Antisemitismus zu einem frühen Schwerpunkt ihrer Amtszeit machen würde, habe ich mit einiger Hoffnung vernommen. Und so nahm ich die Einladung meiner Kollegin bei der EU, Katharina von Schnurbein, gerne an, in einer internationalen “Working Group on Antisemitism” über den Landtags-Antisemitismusbericht Baden-Württemberg und dessen Schwerpunkte Medien und Bildung zu berichten. Der Zug-Weg nach Brüssel bot dabei die Gelegenheit, gestern auf Einladung von Prof. Isolde Karle und Rektor Prof. Axel Schölmerich an der Ruhr-Universität Bochum (RUB) vor einem interessierten und fragenden Publikum über “Antisemitismus und Medien” vorzutragen. Die Tage zuvor hatte ich u.a. Einladungen an Schulen in Pforzheim und Mannheim angenommen und dort mit Schülerinnen und Schülern diskutiert.

Antisemitismus ist auch in ganz Europa (wieder) ein Problem. Impression vom Panel im Schuman Room, Berlaymont Building der EU-Kommission, Brüssel. Foto: Michael Blume

Heute also Brüssel: Von Johannes Börmann stark eingeführt und moderiert und mit brillanten Mitdiskutantinnen wie Eidel Malowiecki von Likrat Österreich sowie den Kollegen Felix Klein (Bund) und Ludwig Spaenle (Bayern) freute ich mich über ein starkes Interesse und Fragen aus verschiedensten, europäischen Ländern.

Und doch war da dieses Gefühl, dass der zunehmend internationale Kampf gegen Antisemitismus der digitalen Radikalisierung hinterherläuft. Im Stundentakt erreichten uns neue Nachrichten aus New Jersey, wo bei einem weiteren, antisemitischen Terrorangriff vier Menschen ermordet worden waren.

Mindestens ein Angreifer, so schälte sich heraus, hatte sich zu den “Black Hebrew Israelites” gezählt – einer im 19. Jahrhundert unter Afroamerikanern entstandenen Bewegung, die für ihre Mitglieder den Anspruch erhob, Nachfahren der Israeliten gewesen zu sein. So wurde die Sklaverei der US-Südstaaten und der Freiheitskampf gegen Rassismus mit der Pharao-Moses-Geschichte gedeutet und gleichzeitig die traumatische Entführung und Entwurzelung der Vorfahren durch eine spirituelle Verwurzelung bearbeitet.

Zumal die meisten dieser bald sehr diversen Gruppen anfangs durchaus noch christlich orientiert blieben, fanden sie unter den meisten jüdischen Gemeinden und im Staat Israel aber keine Anerkennung.

Einige radikalere Strömungen der Black Hebrew Israelites identifizierten zunehmend nicht nur Weiße generell, sondern insbesondere auch weiße Jüdinnen und Juden als teuflische Verschwörer, die die Wahrheit(en) unterdrücken würden. Durch entsprechende Internet-Gruppen fand nun auch eine Neu-Radikalisierung und Verbreitung dieser Variante des antisemitischen Verschwörungsglaubens statt.

Ich hatte es bereits in “Warum der Antisemitismus uns alle bedroht” und dem o.g. Bericht lange vor dem Anschlag von Halle gesagt und muss es nun auch nach dem Anschlag von New Jersey leider wiederholen: Derzeit radikalisieren sich Antisemiten und Rassisten aller Kulturen und Hautfarben weltweit und digital, weiterer Hass und weitere Gewalt sind zu erwarten. Deswegen müssen wir einerseits stärker in die Sicherheit investieren, gleichzeitig aber auch sehr viel stärker und früher durch Bildungs- und Begegnungsarbeit gegen Verschwörungsmythen aufklären.

Wer sich als Erwachsener über das Thema, dessen Tiefe und Breite informieren möchte, dem und der möchte ich – vom eigenen Buch abgesehen – gerne die hervorragende, 6-teilige Doku-Reihe “Warum wir hassen” von Steven Spielberg und Alex Gibney empfehlen, die derzeit noch in der ZDF-Mediathek zu finden ist. Sie ist auf dem aktuellsten Stand der internationalen Gewalt- und Extremismusforschung, aber auch stark und mit Beispielen aus den verschiedensten Ideologien erzählt. Und es geht – leider – um viel…

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft und promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Buchautor, Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger und christlich-islamischer Familienvater. Zuletzt erschienen "Islam in der Krise" (2017) und "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019). Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt... Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

57 Kommentare

  1. Black Hebrew Israelites

    Eine bemerkenswerte Gruppierung, die hier bekannt ist, vergleiche bspw. auch mit :

    -> https://de.wikipedia.org/wiki/Schwarze_Hebräer#African_Hebrew_Israelites_of_Jerusalem (‘1973 entschied die israelische Regierung, der Gruppe keine sofortige Staatsbürgerschaft zu erteilen, da sie keine jüdische Abstammung nachweisen konnte und nicht zum orthodoxen Glauben übergetreten sei.’ & ‘Die Schwarzen Hebräer sind in Israel für ihre Gospelchöre, die in Israel und den USA auf Tournee gehen, sowie für Restaurants in mehreren Städten bekannt.’)

    Mit freundlichen Grüßen und weiterhin viel Erfolg, insbesondere mit der Aufgabe als Antisemitismusbeauftragter
    Dr. Webbaer

    • Ja, @Webbaer – vergleichend darf ich auch gerne auf die Rastafaris und Bob Marley verweisen. Die auch religiöse Identitätssuche brachte unter Amerikanern mit afrikanischen Wurzeln viele Mythologien und kulturelle Traditionen ganz unterschiedlicher Qualität hervor. In Afrika wiederum fanden sich Gruppen wie die Beta Israel, die schließlich als jüdisch anerkannt und nach Israel evakuiert wurden.

      • Aja, interessant, kannte Dr. Webbaer noch nicht :

        -> https://en.wikipedia.org/wiki/Beta_Israel

        Afrika ist ja der Heimat der Juden nicht fern, also ein Konnex ist schon da.

        Mit freundlichen Grüßen
        Dr. Webbaer

        PS:
        Gute Arbeit, Dr. Webbaer wird sich nun noch ein wenig im (in den letzten Tagen gewachsenen) Kommentariat umschauen.

        • Was ich jetzt nicht verstehe… Sich als Nachfahren der Israeliten verstehen und antisemitisch sein?
          Vielleicht bin ich zu doof, aber das beist sich doch?
          Waren die Israeliten nicht Juden?
          Ich bin in Religionsgeschichte nicht so bewandert. Obwohl ich regelmäßig z.B. GEO Epoche lese, die auch Hefte zu den Weltreligionen brachten.

          • Das ist tatsächlich leider ziemlich häufig, @Christian Brolich. Wenn sich eine Religionsgemeinschaft (sog. “Tochterreligion”) als die “wahren Erben der Wahrheit” versteht, dann stört die Weiterexistenz der Ursprungsgruppe (sog. “Mutterreligion”). So vertraten große Teile der christlichen Kirchen lange die sog. “Substitutionstheologie”, nach der sie selbst nun das “wahre Israel” wären und Jüdinnen und Juden nur noch als verfolgter Rest zu dulden oder zu bekehren waren. Vgl.
            https://de.wikipedia.org/wiki/Substitutionstheologie

            Selbstverständlich funktioniert dies aber nicht nur in religiösen Mythologien: Wenn sich die “Stalinisten” als die “wahren Erben Lenins” verstanden, so konnten “Trotzkisten” nicht einfach Andersdenkende sein, sondern galten als todeswürdige Verräter. Und wenn sich nationalistische Bewegungen als “das wahre Volk” verstehen, so müssen Andersdenkende entweder “Fremde” oder gar “Verräter” an dieser Wahrheit sein.

            Auch deswegen finde ich die Theologien des Noachidischen Bundes so interessant, die die je eigene Erwählung mit der Akzeptanz anderer in einer großen Mythologie verbindet. Ein Hoffnungszeichen für die gemeinsame Zukunft?

  2. “Wir hassen”, weil wir im Wettbewerb leben, weil es arm und reich / Gewinner und Verlierer gibt, weil diese Unwahrheit des “Zusammenlebens” berechtigte Zweifel, sowie Toleranz zu Heuchelei und Lügen entstehen lässt.

    • Ja, @hto, „wir hassen“ als Menschen. Wobei ich Ihnen die – auch in der o.g. Doku-Serie dargestellte – wissenschaftliche Erkenntnis nicht vorenthalten kann, nach der auch schon unsere tierischen Vorfahren und Verwandten neben Liebe eben auch Hass leb(t)en. Auch Aggressivität ist Teil unserer Natur, die wir durch Kultur einzuhegen haben.

  3. “Eingehegte” tierische Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und “Individualbewusstsein” – Die Natur von Mensch ist der Geist “Gottes”, der uns alle im selben Maße “durchströmt”, für die “Aufgabe … wie im Himmel all so auf Erden …”! 😉

  4. @hto,

    hto – 12. Dezember 2019 @10:11
    […]

    ich würde sie gerne auffordern, ihre dämlichen Kommentare zu unterlassen. Die Massenproduktion ihres bullshit generators, die sie in die Kommentarbereiche der SciLogs-Blogs entlassen, langweilt zum einen. Zum anderen ist ihre vulgäre Rezeption einer irgendwie links scheinend wollenden Gesellschaftstheorie nicht nur peinlich und völlig unfundiert. Sie ist einfach nur privater krasser Müll. Und tatsächlich individuell genauso verblödet, wie die kumulierten Angriffe auf unsere Gesellschaftsverträge, die von extrem rechts erfolgen.

    Dazu erweisen sie sich als allfällig nützlicher Idiot für jene, die mittels des in letzter Zeit wieder erstaunlich erfolgreichen Hufeisenmodells die Äquidistanz zur Zivilgesellschaft, als vermutetem linksextremistischen Pol des politischen Spektrums, und mehr oder weniger wahrgenommenen rechtsextremen, gewalttätigen Horden behaupten wollen.

    Grüsse galileo2609

  5. Wenn sich immer mehr Kommentatoren gegen bullshit-generators wehren, könnte das dazu führen , dass diese irgendwann daran gehindert werden, Diskussionen zuzumüllen wenn nicht zu kapern.
    Deswegen pflichte ich hier nochmal ausdrücklich galileo 2609 bei.
    Es macht einfach keinen Spaß sich bei guten und wichtigen Blogposts erst durch einen Haufen Mist wühlen zu müssen, um überhaupt diskutieren zu können.
    Das mit den Black Hebrew Israelites war mir neu, und ich danke für die Information.
    Beim Zurückdrängen von Verschwörungsmythen aller Art werden hoffentlich noch viele Mitstreiter dazu kommen.
    Ich muss allerdings gestehen, dass mir Ideologien generell ganz gehörig auf den Senkel gehen, und dass dazu eben auch diverse Religionen gehören.
    Hier ziehen auch Sie, lieber Herr Blume, Grenzen, die ich zuweilen als künstlich empfinde.
    Mit radikalen Evangelikalen zu diskutieren erinnerte mich öfters an Diskussionen mit Antisemiten oder sonstigen gefährlichen Verbohrten.
    Wahrscheinlich sind sie da einfach nachsichtiger vermute ich.

    • Vielen Dank, @Alisier. Tatsächlich gehe ich davon aus, dass alle menschlichen Gemeinschaften – und also auch alle Religionen und Weltanschauungen – auch auf Mythen basieren, die wiederum auf menschliche Bedürfnisse zugewachsen sind. Wenn ich bewerten muss, dann bewegt mich stärker, wohin die jeweilig Glaubenden unterwegs sind, als woher sie kommen. So habe ich aufgeklärt Fromme erlebt und verbohrte Atheisten, sowie auch das Gegenteil. Fast immer gibt es eine große Varianz auch innerhalb von Gruppen.

      Ihnen vielen Dank für die konstruktiven Kommentare! 👍

  6. @ Michael Blume
    Was die verbohrten Atheisten betrifft will ich Ihre Erfahrungen gerne bestätigen: es war einschneidend für mich zu begreifen, dass die Ablehnung von religiösen Dogmen nicht automatisch zu einer aufgeklärten Weltsicht führt.
    Was aufgeklärte Fromme anbelangt…..ja, es gibt sie wohl, obwohl ich immer noch mit der Vorstellung hadere. Das hat sicher auch biographische Gründe.
    Ihre Formulierung, dass es Sie stärker bewegt, wohin die jeweiligen Glaubenden unterwegs sind, möchte ich so unterschreiben.
    Danke für Ihren Blog: er ist für mich bereichernd, selbst wenn ich mich manchmal ärgere. Aber sicher nicht bei diesem Thema.
    Da ist Ihre Stimme wichtig und wird sicher nicht nur von mir geschätzt.
    Und ich freue mich auf weitere Beiträge ihrerseits.

    • Vielen Dank für die Rückmeldung, @Alisier! Eine gute Blog-Erfahrung ergibt sich ja aus dem möglichst konstruktiven Zusammenspiel von Blogposts und Kommentaren. Sie tragen dazu bei. 🤗👍📚

  7. “konstruktive Kommentare” – gerade diese Kommentare Deiner seltsamen Gefolgschaft, offenbaren welch schäbig-primitiver Charakter Dir innewohnt. Ich bin sicher nicht der einzige dessen Kommentare Du nach Deinem Dünkel mal freischaltest, aber meistens nicht und somit wahrhaftig-konstruktive Diskussionen verhinderst, bzw. in Deinem intriganten Niveau “einhegst” 😏

    • Nun ja, @hto – Sie lesen ja nun auch durch andere, dass „wahrhaftig-konstruktive Diskussionen“ nicht durch Beschimpfungen und wirre Aneinanderreihungen von kaum verständlichen Sätzen bestehen. Sie diskutieren leider kaum, Sie trollen: Sie versuchen durch Beschimpfungen Aufmerksamkeit auf sich und Ihre „Lehren“ zu ziehen.

      Nennen Sie es gerne „Dünkel“, wenn ich solche „Kommentare“ nicht länger freischalte. Aber Sie werden akzeptieren müssen, dass dieser Blog und sein Kommentarbereich im Dienst aller Leserinnen und Leser stehen soll. Wenn Sie es schaffen, mit dem Trollen aufzuhören, sind Sie gerne willkommen. 🤗👍

      • Was Du trollen nennst, wird sicher erst aufhören wenn diese Welt zur eindeutigen Wahrheit gedreht wird.
        Nach neuesten Prognosen, wird dieses System des “Zusammenlebens” 2023 weltweit crashen. Erstaunlich dabei, dass meine radikalen Ex-Genossen diesen Crash schon vor der Jahrtausendwende auf das Jahr 2025 prognostiziert haben, dann ist die Zeit des Diskutierens vorbei, schade wie ich finde.

        • Das klingt mal nicht-trollig interessant, @hto. Danke auch für die verständlicheren Sätze. Wollen Sie uns ggf. verraten, was für „Ex-Genossen“ welche Grosskrise für 2025 vorausgesagt haben? Und welche „neueren Prognosen“ sprechen warum schon von 2023?

  8. Manchmal kriegen Antisemiten was sie sich verdient haben:

    “The vast majority of British Jews will have cautiously celebrated the exit poll figures, and watched with mounting relief as they were largely confirmed in the course of the night and into Friday morning. The danger that Britain would be led by a lifelong opponent of Israel, a party leader who has allowed anti-Semitism to flourish in Labour, had been averted.

    Were Labour to have been narrowly defeated, some of Corbyn’s supporters might have sought to place some blame on the Jewish community, who they have accused of inflating Labour’s anti-Semitism problem. Indeed Ken Livingstone, the former Labour mayor of London who insists that Hitler was initially a Zionist and who has termed Labour’s anti-Semitism crisis “lies and smears,” attempted to do just that, sneering that “The Jewish vote wasn’t very helpful.”

    But most of even Corbyn’s most fervent supporters know that responsibility for a defeat so overwhelming can only be ascribed to the party leader himself.”

    https://www.timesofisrael.com/corbyn-repudiated-uk-jews-relieved-if-election-
    exit-poll-is-accurate/

    Lippenbekenntnisse habe Corbyn nicht mehr geholfen:

    “The Labour leadership has strenuously defended itself, with Corbyn himself arguing in recent weeks: “Antisemitism and racism is an evil within our society. I’ve done everything to confront it throughout my life, and will always do so.” “

    https://www.timesofisrael.com/uk-chief-rabbi-what-will-be-the-fate-of-jews-if-labour-poison-comes-to-power/

    Die Fakten ließen sich nicht mehr verdrehen:

    Jewish groups have accused Corbyn, a far-left politician, of allowing a massive rise in anti-Semitism within the ranks of the party that was once considered the natural home of British Jewry. Thousands of cases of alleged hate speech against Jews have been recorded within Labour since 2015, when Corbyn was elected to lead the party.

    • Oh ja, @Karl Mistelberger. Ich habe sogar die kleine Hoffnung, dass andere linke und kirchliche Gruppen vom Labour-Desaster lernen und sich stärker und v.a. rechtzeitig antisemitischen Traditionen und Verschwörungsmythen stellen. Auch für mich als begeisterten EU-ropäer wäre ein Corbyn unwählbar gewesen, der sich und Teile seiner Partei nicht glaubwürdig von antisemitischen Verirrungen gelöst hat…

    • Antisemitism and racism is an evil within our society. I’ve done everything to confront it throughout my life, and will always do so. [Jeremy Corbyn]

      Aus diesseitiger Sicht kein ‘Lippenbekenntnis’, sondern ernst gemeint.

      Der Antizionismus wirkt halt oft antisemitisch. (Corbyn muss damit zurechtkommen.)
      Bei einigen Aussagen aus der Anhängerschaft / Parteimitgliedschaft kamen dann noch in den letzten Jahren antisemitische Aussagen hinzu.
      Was dem Gemisch dann endgültig einen unguten Abgang bereitete, wie sich Dr. Webbaer einzuschätzen erlaubt.

      LOL, die Juden [1] haben gewonnen, nicht als Initiatoren des Wahlausgangs selbstverständlich, sondern im Sinne des Wahlausgangs.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Webbaer

      [1]
      Hier ist ein wenig missverständlich der bestimmte Artikel verwendet worden – den unbestimmten, den in der deutschen Sprache sogenannten Nullartikel zu verwenden, schien dem Schreiber dieser Zeilen an dieser Stelle abär unpassend bis blöde.

  9. @ Galileo 2609

    “…..auf unsere Gesellschaftsverträge,….” (Zitatende)

    ????

    (Mit Verlaub, aber: Das tät mich jetzt doch schon interessieren.)

  10. Nur damit keine weiteren Missverständnisse und stumpf- wie blödsinnige Diskussionen in imperialistisch-faschistischer Sündenbocksuche entstehen: Ich bin sicher, so wie es aussieht, sind wir straight auf dem Weg in einem nahen Atomkrieg, bloss weil ihr weiter in Unwahrheit mit Scheisse spielen wollt. 😱

    • Ach, @hto – nun wirklich jede Ideologie wirbt mit Weltuntergangs-Szenarien, von vermeintlichen Rasse-Bürgerkriegen über Geldentwertung (Kauft Gold!) bis zum Klimakollaps. Und da kommen Sie und Ihre Ex-Genossen mit einem Atomkrieg um 2023 um die Ecke? Wie ohne nachvollziehbare und damit überprüfbare Begründung hingeklotzt ist das denn? 🤦‍♂️

  11. @ Karl Mistelberger @ Michael Blume
    Ich möchte hier ein wenig widersprechen:
    Die Rolle der Presse bei der Dämonisierung Corbyns war keine rühmliche, und ich halte den Mann nach wie vor nicht für einen Antisemiten.
    Dass er laviert hat und sich auch bei Europa nicht deutlich positionieren wollte sollte man ihm ankreiden. Hier aber die Antisemitenkarte zu spielen war aus meiner Sicht nicht angebracht.
    Er wäre auch für mich nicht wählbar, dennoch sollte man fair bleiben.
    Was manche Thories hinter nur halb vorgehaltener Hand von sich geben ist zuweilen ebenfalls schwer daneben, und was die Aussagen zur EU anbelangt hat sich die Partei dauerhaft diskreditiert.
    Es war die Wahl zwischen Pest und Cholera, und der Dreck flog von und auf beide(n) Seiten.
    Unter Politik stelle ich mir grundsätzlich etwas anderes vor, und dass Wählern der Stil und die Inhalte teilweise völlig egal zu sein scheinen, solange ihre Vorurteile bedient werden macht mir große Sorgen, leider nicht nur im Bezug auf Großbritannien.

  12. Aktuelle Schlagzeile der BILD:
    “Boris Johnson hat all das was Merkel fehlt!”
    Genau das meinte ich: sowas ist nicht unbedingt demokratiefördernd, und sunmäßig Meinung zu machen ist nicht das, was wir im Moment brauchen.
    Doch wer stemmt sich dagegen?

  13. Alisier,
    hto redet keinen Unsinn, er reduziert die Menschen auf “Menschheit”, er reduziert die Zeit auf Ewigkeit und damit begeht er einen Kardinalfehler, er vergisst das Hier und das Heute.
    Heute müssen wir zusammenleben, Heute müssen wir die Lösungen für morgen suchen.
    Aber hto gibt uns die Richtung an, in die sich die Menschheit entwickeln muss, wenn sie nicht untergehen soll.
    Und dafür hat er meine Zustimmung.

  14. @galileo 2609 // 12.12.2019, 18:27 Uhr

    Über die Beiträge von @hto kann man sicher geteilter Meinung sein. Allerdings finde ich, dass Sie mit Ihren hasserfüllten Erwiderungen zu weit gegangen sind. Wenn man jemanden kritisieren möchte, dann kann man das auch mit Vernunft und Augenmaß tun. Warum ignorieren Sie unpassende Kommentare Andersdenkender nicht einfach? Und da Sie sich Im Leitbild Ihres Blogs auf die Vernunft berufen, möchte Ich Ihnen diesen Artikel aus der Zeit nicht vorenthalten. Zitat: „Keine Emotion wird so stark kognitiv gesteuert wie der Hass, der selten über Nacht verpufft. Anders als Zorn und Empörung, die ihrem Impuls nach begrenzt sind, ist Hass maßlos und macht unfrei: Je länger wir hassen, desto stärker binden wir uns an das Hassobjekt. Das erzeugt eine Energie, die uns weder erlöst noch reinigt, die uns stattdessen schadet. Hass gilt deshalb neben Neid und Missgunst als das destruktivste aller Gefühle, sowohl für den Hassenden als auch für sein Opfer: “Er zielt tendenziell auf die Vernichtung des Gehassten”, heißt es in der Philosophie der Gefühle von Christoph Demmerling und Hilge Landweer.“

    • @ Kommentatorenfreundin ‘Mona’ und hierzu kurz :

      Über die Beiträge von @hto kann man sicher geteilter Meinung sein.

      +1

      Unser Kommentatorenkollege ‘hto’ ist weder unverständig, noch böse, dem Anschein nach, er darf gelegentlich adressiert, wie angeschrieben werden.
      Wobei die Emotion zu Hause bleiben darf, Kommentatorenkollege ‘hto’ ist hier auch ehr sparsam, als Schreiberlein sozusagen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Webbaer

  15. @ fliegenklatsche
    Wenn hto die Richtung kennen würde, dann könnte ich vielleicht zustimmen.
    Aber Richtungen werden im Dialog entwickelt, und nicht durch Rückgriff auf gefühlte Wahrheiten und ideologische Binsenweisheiten. Zumindest ist das meine durch Erfahrung gewonnene Überzeugung.
    Lösungsvorschläge sind willkommen, stehen aber weder in Parteiprogrammen noch in anderen Texten.
    Wir müssen sie entwickeln, zusammen.

  16. Alisier,
    Die richtige Lösung steht in der Bibel. “Diese Welt wird vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen”. (Jesus Christus)
    Gemeint sind damit die ewigen Wahrheiten, dass die Liebe die Welt zusammenhält, Dass das Vergeben, das Böse überwindet. Dass ein gutes Wort mehr wiegt, als alles Geld auf dieser Welt.
    Diese Wahrheiten sind gefühlt, ja sie sind gefühlt von allen Menschen.

    hto wird auch noch auf den Trichter kommen und mal anfangen praktisch zu denken.
    Gruß von Deinem bekannten Kommentarfreund “bote”.

  17. In der Tierwelt(Evolution) kommt Hass aus dem Kampf-Fluchtmodus. Hass ist die Steigerung von Wut und beinhaltet die körperliche und psychische Verletzung des Individiums , seinem Gerechtigkeitsempfinden oder das ,was er davon hält. Hass ist subjektiv. Wut kannte ich bereits in der DDR, das Gefühl von Hass habe ich erst in dieser Gesellschaft empfunden, als ich von üblen Geschäftemachern über den Tisch gezogen wurde. Es ist die Heuchelei und verlogene Doppelmoral dieser Gesellschaft, die Hass produziert.

  18. @ Mona
    Ich weiß nicht, wie lange Sie hto schon wahrnehmen, aber selbst wenn Sie seine heftigsten Ausbrüche nicht wahrgenommen haben sollten, so halte ich es doch für angebracht, auch ihn für seine meist sehr wenig konstruktiven Beiträge zu kritisieren, anstatt nur die, welche sich durch seine teils unverschämten Beiträge gestört fühlen.

  19. @hto

    Ich finde die Mahnungen von hto immer wieder erfrischend. Vielleicht weniger davon, mit mehr verständlichen Sätzen wäre aber besser, meine ich. Die grundsätzliche Einschätzung, dass reines Konkurrenzdenken nicht zum Ziel führen kann und dabei potentiell noch richtig gefährlich wird, sollte man auf dem Schirm haben.

    Ein Atomkrieg 2023? Nicht unmöglich. Wenn Trump seine 2. Amtszeit bekommt, und weiter Amerika first durchzieht, kann ein begrenzter Atomkrieg seine Wahl werden. Nicht gegen Russland wohl, die sind unter Putin kein Konkurrent der USA, eher ein Verbündeter, wenn es darum geht, Klimaschutz zu verhindern.

    Aber gegen China und die Rest-EU ohne Großbritannien dann aber. China und die EU sind auf dem Weg zu guter Zusammenarbeit und einer wirtschaftlichen Dominanz und gleichzeitig zu einem wirksamen Klimaschutz. Beides bedroht die Vormachtstellung der USA. Gerade Klimaschutz würde für die USA doppelt so teuer wie in Europa, einfach weil in Amerika die Winter kalt, die Sommer heiß und die Wege weiter sind. Wenn die auf Klimaneutral umstellen würden, wäre das doppelt so teuer als in Europa. Das würde der sowieso schon mangelnden Konkurrenzfähigkeit der Wirtschaft dort den Rest gegen, fürchte ich, und Trump fürchtet das wohl auch. Und Trump ist anscheinend rechtsradikal und schwer berechenbar.

    Wenn wir in der EU zusammen mit den Chinesen Klimaschutz verwirklichen und Afrikas Wirtschaft aufbauen, würde die USA wirtschaftlich an den Rand gedrängt, vor allem wenn wir hier Zölle auf US-Waren erheben, die mit viel CO2-Emmissionen in der USA produziert wurden.

    Rein militärisch wäre die Rest-EU ohne Großbritannien keine Macht mehr. Wenn die USA zusammen mit den Briten gegen China in eine militärische Konfrontation geht, um ihre Vormachtstellung in der Welt zu behaupten, könnten wir nur zugucken. Wir hätten da militärisch fast nichts mehr beizutragen. Im Prinzip wären wir sogar selbst von den USA militärisch erpressbar, wozu auch immer.

    Ist jetzt die Frage: die USA geben Rekordsummen für Rüstung aus, warum machen die das? Die sollten das Geld besser in ihre Wirtschaft investieren, dass sie auf dem Weltmarkt konkurrenzfähiger werden. Machen sie aber nicht, also was haben die vor? Haben die womöglich schon ausreichend Anti-Atomraketen-Raketen, um bei einem Atomkrieg gegen China selbst geschützt zu sein? Und 1,3 Mrd Chinesen rüsten gerade auf, in 20 Jahren wären sie militärisch sehr viel stärker als die USA, selbst wenn sie pro Kopf nur halb so viel für Rüstung ausgeben. Dann kann man keinen Krieg mehr gegen sie wagen, noch geht es aber womöglich.

  20. Die “Crash 2023”-Geschichte wird einmal in der Fortsetzung dieser Reihe zu finden sein: https://blog.gwup.net/2019/12/12/prognosen-rueckblick-2019-schon-dezember-und-immer-noch-kein-polsprung/

    Nicht, dass eine neue Weltwirtschaftskrise oder ein großer Krieg ausgeschlossen sind, leider nicht, aber an hellseherische Fähigkeiten, die so etwas im Jahr 2023 verorten, glaube wer will.

    Für viele Menschen, z.B. die in Afrika verhungern oder im Jemen unter Bomben sterben, ist im Übrigen schon lange Crash, das Apokalypsengeschwätz ist auch noch auf dumme Weise eurozentrisch.

    • So ist es, @Joseph Kuhn. Menschen in extremen, medialen Blasen – und eben verstärkt im Internet – neigen stark dazu, die eigene Ideologie und gefühlte Gemeinschaft durch “Prophezeiungen” kommender Großkrisen, Weltuntergänge usw. zu bekräftigen. Kehret alle um, das Ende ist nahe!

      Wie der Verschwörungsglauben insgesamt hat das sehr viel mehr mit Psychologie als mit empirischer Wissenschaft und nachvollziehbaren Argumenten zu tun…

      • @Kuhn

        Die Bilder der vom Hunger gezeichneten Kinder in Biafra/Afrika, haben mich schon als Kind zu dem gemacht der ich heute bin.
        Geschwätz ist für mich, wenn man stets nur verlangt die gewählten “Verantwortungsträger” mögen etwas unternehmen!

        • @hto

          Wenn Sie das Schicksal Hungernder „schon als Kind“ bewegt hat – wie können Sie dann angesichts der furchtbaren Hungerkatastrophen und Armut in sozialistischen Systemen noch für eine sozialistische Planwirtschaft eintreten? Dieser Ansatz ist wieder und wieder mit furchtbaren Folgen gescheitert. Von Rechtsstaatlichkeit flankierte, soziale Marktwirtschaften haben sich als der beste Weg erwiesen, Milliarden Menschen aus der Armut zu holen… Und gegen diese nachprüfbaren Fakten helfen auch Schimpfen und Weltuntergangs-Prophezeiungen nicht…

  21. Nun, das die Hungerkatastrohen in der sogenannten dritten Welt uns nicht der freie Markt eingebracht hat halte ich aber für etwas zu kurz gesprungen ^^

    • Ernsthaft, @Uli Schoppe? Ich verstehe Ihre These auch nach dem dritten Lesen nicht – und sie hat offensichtlich auch nichts mit meinem Kommentar zu tun… 🤔🤷‍♂️

  22. Ja, denn mit der “Entwicklungshilfe” kommen immer auch die Waffenhändler und die üblichen Intriganten.

    Na, da ist der Schoppe wohl der nächste Kandidat für die Unterdrückung seiner Beiträge 😏

    • Wieso denn, @hto? Wer auf persönliche Beschimpfungen und Menschenverachtung verzichtet, wird freigeschaltet. Sie bekommen für Ihre selten verständlichen Kommentare ja sogar so viel Raum, dass sich schon andere beschweren. Herzliche Grüße auch an Ihre „Ex-Genossen“…

  23. @ Michael Blume
    Was Uli Schoppe meint ist, dass auch auf den freien Markt nicht unbedingt Verlass ist, wenn es um die Vermeidung von Hungerkatastrophen geht. Und dass nicht jede Katastrophe der (sozialistischen) Planwirtschaft angelastet werden kann.
    So habe ich ihn verstanden, und ich denke auch dass er, wenn ich ihn richtig verstanden habe, mit seinem Einwand nicht ganz unrecht hat.

    • Aha, @Alisier – aber wer hat denn hier behauptet, dass der „freie Markt“ ein Allheilmittel wäre? Ich ganz ausdrücklich und aus Überzeugung nicht. Und für Strohmann-Spielereien (Aussagen erfinden, unterstellen, dann „widerlegen“) fehlen mir wirklich Zeit und Lust. So etwas sollten wir uns hier ersparen.

  24. @ Michael Blume
    Dass Strohmänner eine Pest sein können und oft genug sind, darauf können wir uns schnell einigen.
    Da ich Uli Schoppe aus anderen threads kenne und er mir nie als Strohmannbauer auffiel, nehme ich an, dass er hier einfach nur darauf aufmerksam machen wollte, dass Ihre Gegenüberstellung von Planwirtschaft und sozialer Marktwirtschaft so missverstanden werden kann, dass der freie Markt ein Allheilmittel wäre.
    Und da Sie das jetzt geklärt haben, hat der Einwurf aus meiner Sicht seinen Zweck erfüllt.

    • Das freut mich für Sie beide, @Uli Schoppe & @Alisier – wirklich! 🙂

      Klasse wäre es, wenn auch das Verständnis wachsen würde, dass es zwischen Marktradikalen und Verfechtern einer sozialen und ökologischen Marktwirtschaft massive und grundlegende Unterschiede gibt. Selbst F.A. von Hayek wird von wirklich Marktradikalen als “Sozialdemokrat” geschmäht – und dabei hatte er Fragen wie die Ökologie noch kaum auf dem Schirm. Diskussionen führen nur dann weiter und tiefer, wenn wir einander nicht Positionen unterstellen, die nie bezogen wurden.

      In diesem Sinne allen frohe und besinnliche Feiertage! 🙂

  25. @ M.B und alle und zum folgenden Allerwelts-Mythos:

    “….Aha, @Alisier – aber wer hat denn hier behauptet, dass der „freie Markt“ ein Allheilmittel wäre? Ich ganz ausdrücklich und aus Überzeugung nicht. ..” (Zitatende)

    Zu behaupten , dass der “Freie Markt” ein “Heilmittel” für nahezu “ALLES” , also ein “Allheilmittel” sei, wäre dann halt doch ein wenig zu “schräg”.

    Die richtige Frage wäre, ob der “Freie Markt” überhaupt ein Heilmittel für Irgendetwas sein kann. Wobei natürlich vor der Therapie durch ein Heilmittel erstmal die richtige Diagnose zu stellen wäre:
    Was genau ist krank und weshalb?

    Also: Etwas meht Tiefgang für die Diskussion muss L.L. zu Weihnachten schon einfordern. Denn sonst gilt: Advent, Advent, kein Lichtlein brennt.

    • Tatsächlich würde ich gerne noch einen Schritt weiter und tiefer gehen, @little Louis. Wer ist denn eigentlich “der Markt”?

      Ein Ort? Ein Prinzip? Ein Prozess? Ein Gespenst?

      Ist “der Schwarzmarkt”, der gerade auch in sozialistischen Kontexten entstand, ein “freier Markt”?

      In der Realität gibt es “den Markt” nicht, sondern allenfalls Orte, an denen Menschen miteinander handeln. Entsprechend kann “der Markt” auch weder Probleme lösen noch verursachen. Allenfalls können Rahmenbedingungen so gestaltet werden, dass sie bestimmte Verhaltensweisen ermutigen oder bestrafen.

      Bei den meisten Diskussionen über “den Markt”, “den Kapitalismus” usw. herrscht leider eine erschreckende, erkenntnistheoretische Naivität. Und, ja, das sollte durchaus öfter mal aufgezeigt werden.

      Auch Ihnen in diesem Sinne schöne und gesegnete Feiertage, gerne mit Lichtern und Erleuchtung. 🙂

  26. Man könnte, wenn es um Märkte und Menschen allgemein geht, auch mal wieder den guten alten Adam Smith hervorkramen, und seine “Theorie der ethischen Gefühle” (The Theory of Moral sentiments) nochmals genau lesen, um sich ein wenig beim Nachdenken anregen zu lassen, lieber Herr Blume.
    Er war ein Auklärer im besten Sinne des Wortes, und hat es nicht verdient immer nur verkürzt als Wegbereiter eines”freien Marktes”(was auch immer das sein soll: hier bin ich ganz bei ihnen) betrachtet oder sogar verunglimpft zu werden.
    Auch “An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations” ist mitnichten eine Turbokapitalismusverteidigung, wie es besonders von denen, die sein Werk nicht gelesen haben, immer noch oft behauptet wird.
    Sich differenziert mit Gedanken auseinandersetzen zu können wünsche ich uns dann auch allen. Es hilft ungemein bei Diskussionen.
    Ein frohes Fest auch Ihnen und ihrer Familie

    • Volle Zustimmung, @Alisier. Bei mir werden Sie daher auch ein entsprechend verkürztes Bild auch von Adam Smith nicht finden. Wir können uns also darauf einigen, dass niemandem Positionen zum Beispiel zu einem “freien Markt” unterstellt werden sollten, die er oder sie gar nicht vertrat?

      JA! Wunderbar!

      Ihnen und Ihren Lieben schöne und gesegnete Feiertage!

  27. little Louis,
    …..mehr Tiefgang…..
    So ist es, deshalb bloggen wir hier.
    Am Beispiel “freier” Markt. Das Wort frei suggeriert schon von vornherein etwas Positives. So wie die Freien Demokraten.
    Im Tierreich gibt es keine Freiheit. Jedes Tier folgt seinem Instinkt und so funktioniert der Nahrungskreislauf.
    Bei den Menschen gibt es auch keinen freien Kreislauf. Der Kreislauf wird gesteuert von den internationalen Konzernen, die die Preise fest legen. Das freie Weltwirtschaft zu nennen ist eine politische Höchstleistung, weil eine Volksverdummung erster Güte.
    Bleiben wir beim Thema Antisemitismus. Da haben wir es auch mit einer Volksverdummung erster Güte zu tun, und die hat ihre Wurzeln im frühen Mittelalter und wirkt bis heute.
    “In einer Anfang Oktober 2019 veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Jüdischen Weltkongresses wurden 1000 Teilnehmer in Deutschland Mitte Juli 2019 zum Thema Antisemitismus befragt, demnach vor dem Anschlag auf die Synagoge in Halle am 9. Oktober 2019. Der Umfrage nach hegen 27 Prozent aller Deutschen und 18 Prozent einer als „Elite“ kategorisierten Bevölkerungsgruppe antisemitische Gedanken, 41 Prozent meinen, Juden redeten zu viel über den Holocaust. Auch unter Hochschulabsolventen, mit einem Jahreseinkommen von mindestens 100.000 Euro, sind antisemitische Stereotypen verbreitet. 28 Prozent von ihnen behaupten, Juden hätten zu viel Macht in der Wirtschaft, 26 Prozent attestieren Juden „zu viel Macht in der Weltpolitik“. 12 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass Juden für die meisten Kriege weltweit verantwortlich sind. 11 Prozent sagen, die Juden hätten kein Recht auf einen eigenen Staat Israel. Nach Meinung der Befragten sind weit überwiegend die Rechtsextremisten (39 %), rechte Politiker und Parteien (36 %), muslimische Extremisten (33 %) und muslimische Immigranten (18 %) für den Antisemitismus in Deutschland verantwortlich, linksextreme und linke Parteien und Politiker jedoch nur zu 3 %.” (aus Wikipedia)

  28. Der “Markt” regelt Angebot und Nachfrage. So gesehen ist alles MARKT, was mit der Bedürfnisbefriedigung von Menschen zu tun hat. Angefangen von der Autoindustrie, der Rüstungsindustrie, der Bekleidungsindustrie ,der Pornoindustrie, der Schlepperindustrie im Mittelmeer…Hier ist ein Problem, denn der MARKT hat keine Moral- siehe Rüstungsindustrie- sondern unterliegt den Gesetzen des Kapitals ,Gewinne machen wollen s und müssen s. In der DDR; der Planwirtschaft, musste man keine Gewinne machen,da keiner damit reich werden konnte. Im Kapitalismus ist das die Heilige Kuh. Je höher die Gewinnspanne, um so niedriger die Latte für moralische Skrupel und Brutalität. (Siehe der Beschiss in der Autoindustrie) Die Klimakatastrophe scheint also ernst interessant zu werden, wenn man damit Profit machen kann. Dann beginnt das System aus Lobbyisten, Politikern und Medien aktiv zu werden, Märkte entstehen, die Finanzwelt, die Börse, wird reanimiert etc…Der Schwarzmarkt in der DDR handelte mit Dingen, die es selten gab. Der Markt heute übt Raubbau an der Natur, an dieser Erde, nur weil einige hundertfünfzig Paar Schuhe besitzen wollen, jährlich einen neuen PKW, zwei mal im Jahr nach Mallorca fliegen, weil Egomanen unersättlich sind. Diese Unersättlichkeit ist ein Wert des Kapitalismus, oder ?

  29. Querdenker,
    bei soviel schwarzen Gedanken hilft nur noch ein Blick auf den Adventskalender. Heute ist rorate, der 4. Adventssonntag.
    Bei Jesaja heißt es :

    Tauet Himmel, von oben,
    ihr Wolken, regnet den Gerechten:
    Es öffne sich die Erde
    und sprosse den Heiland hervor.

    Die Abkehr vom Materiellen und die Hinkehr zu unserer geistigen Bestimmung kann den Tanz um das Goldene Kalb wenigstens verlangsamen.

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