Die Weisheit des Max Planck zu Generationen & Erkenntnissen auf dem Weg ins neue Jahr

BLOG: Natur des Glaubens

Evolutionsgeschichte der Religion(en)
Natur des Glaubens

Ein weiteres, aufregendes Jahr geht dem Ende entgegen, in dem ich neben Beruf – im letzten Halbjahr extrem fordernd – und Familie doch wieder viele schöne Tage und Stunden mit Lehre und Vorträgen, Blogs und Büchern und auch Forschungsarbeiten verbringen durfte. Zwar hätte ich gerade auch wissenschaftlich gerne noch mehr geleistet, aber Höhepunkte wie der Auftritt bei Quarks & Co. und der Beitrag zur vermeintlichen “Islamisierung” mit bereits fast 100.000 (!) Abrufen bescherten Glücksgefühle. Und so ließ ich dieses Jahr in der knappen Freizeit auch mal mit den Kindern die Seele baumeln und Drachen in den Himmel steigen…

MIchaelBlumeDrachen2014

Eine von vielen schönen Erinnerungen des Jahres 2014: Als Drachen in den Himmel stiegen. (Drachenfest in Hülben, 19.10.2014, Foto: Zehra Blume)

Klar, wenn man “drinnen steckt”, kommt einem immer alles sehr langsam und mühsam vor. Eine wunderschöne, weise Mahnung zur Geduld in den Wissenschaften hinterließ daher auch der Physiker Max Planck (1858 – 1947). In seiner “Wissenschaftlichen Selbstbiografie” (Leipzig 1948/1970) schrieb er:

Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.”

Ehrlich gesagt habe ich am erkenntnistheoretischen Optimismus Plancks etwas Zweifel, setzt doch seine Annahme voraus, dass ausreichend heute Lehrende und Heranwachsende neue, empirische Befunde überhaupt zur Kenntnis nehmen und akzeptieren – was oft nicht der Fall ist. So sind z.B. weite Teile von Charles Darwins eigenen Forschungen und Überlegungen zur Evolution von Religion über ein Jahrhundert lang weitgehend ignoriert worden. Aber bislang hat es insgesamt diese Erkenntnisfortschritte dennoch gegen alle Widerstände immer wieder gegeben. Und wenn man bedenkt, dass dem jungen Planck noch geraten worden war, besser nicht Physik zu studieren, da doch bald alle restlichen Fragen geklärt sein würden – dann hat er wohl alles Recht, Nachgeborene zu ermahnen, nie aufzugeben…

Ich freue mich auch auf das kommende Jahr und wünsche Ihnen allen a gude Rosch, Hatslokhe u brokhe (die jiddische Wurzel für “Guten Rutsch & Hals- und Beinbruch”)!

ShelfieMichaelBlume

Heute ist Schreib- und auch Leseverbot – genießen Sie die gemeinschaftlichen Bräuche & Rituale zum Jahreswechsel! 🙂

 

 

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

30 Kommentare

  1. “Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich [dadurch] durchzusetzen , dass die Gegner allmählich aussterben”

    Dumm nur, wenn auch die Unterstützer der Wahrheit allmählich aussterben – oder?

    • @Joker

      Ja, das ist auch meine Sorge. Erkenntnisse und entwickelte Institutionen sind ja in der (Kultur-)Geschichte schon öfter untergegangen… Andererseits führte z.B. auch der Sputnik-Schock in den USA zu einem Wissens-Sprung nach vorne. Also, frohes neues Jahr und nicht aufgeben! 🙂

    • @Joker
      “Dumm nur, wenn auch die Unterstützer der Wahrheit allmählich aussterben – oder?”

      Das wäre zwar dumm, aber es wird nicht geschehen, weil Gott selber der Hauptunterstützer der Wahrheit ist. Die, die ernsthaft glauben, wird er göttlich detektivisch durch allen Unglauben hindurch und dran vorbei etc. zu führen verstehen und mit ihnen für die Menschheit das Ziel erreichen. …auch wenn Menschen und Völker immer wieder blind damit beschäftigt sind, Katastrophen vorzubereiten.

      Demografisch hat er es uns ja inzwischen also auch bewiesen, dass er trotz und mit unserer Freiheit das Heft in der Hand hat. Seine Mittel sind eben so mannigfaltig und göttlich genial – wie das Universum und unser wunderbarer blauer Planet beweisen – und seine Geduld hat einen so langen Atem der Liebe, dass es für ihn kein Problem ist auch auf @Joker zu warten.

      Eine Beschleunigung liegt jedenfalls ganz in unserer Hand.

      Wann es soweit ist???
      Das Universum hat viel Platz und Zeit für unsere Freiheit…. und kann darauf warten, bis es eine Generation gibt in der auch der letzte Mensch die Kurve bekommt und sich Gott zuwendet.

      “Das Wort, das ich sende, vollbringt, wozu ich es sende” (…weiß im Moment nicht auf Anhieb die zugehörige Bibelstelle)

      Wünsche einen guten Start ins neue Jahr.

      • Jeder Mensch darf jeden Schmarrn glauben, wie es ihm gefällt. Aber nicht jeder Schmarrn darf als Wahrheit verkauft oder andern Menschen aufgedrängt werden. Die Menschen haben auch ein Recht, in der Öffentlichkeit von religiösem Hokuspokus verschont zu bleiben. Auch das ist Grundgesetz. Der unselige und unbegründete Wahrheitsanspruch und der öffentliche Hokuspokus schaffen den meisten Unfrieden in der Welt. Allmählich erkennen die Menschen, dass Religion ganze Völker zerstören kann, weil sie nur auf willkürlichen Erfindungen, auf Egoismen und auf Machtansprüchen mit Zwängen gründet, nicht auf Wahrheit. Theistische Religion ist der Weg in die Hölle des Diesseits.

        Auch 2015 wird es dafür wieder reichlich Beispiele mit Menschenopfern geben. Es ist zu wünschen, dass die Religiösen allmählich zur Besinnung, zu wahrer Toleranz und gebotener Zurückhaltung kommen. Nur so kann die Welt besser werden, alles andere ist Augenwischerei und Selbsttäuschung. Menschen werden nicht religiös geboren, sondern dazu gemacht. Aber sie können sich davon auch wieder lösen, durch Bildung und Nachdenken. Eine Wettervorhersage, eine Tsunamiwarnung oder ein Medikament kann das Leben wirksamer schützen als ein Gebet.

        • @Anton Reutlinger

          Sie schrieben nicht jeder Schmarrn darf als Wahrheit verkauft oder andern Menschen aufgedrängt werden.

          Wer entscheidet denn, was als “Wahrheit” verkauft werden darf? Eine bestimmte Religions- oder Weltanschauungsgemeinschaft, eine bestimmte Wissenschaft, Sie?

          Ganz konkret: Die gewählte Kanzlerin hat vor einer Teilnahme an #pegida-Demonstrationen gewarnt, aber weder für ein Verbot noch einen Diskussionsstop plädiert. Hätte sie das tun sollen? “Schmarrn” mit den Mitteln des Strafrechts unterdrücken? Oder gilt halt immer das als “Wahrheit”, was sich für @Anton Reutlinger wahr anfühlt?

          Menschen werden nicht religiös geboren, sondern dazu gemacht.

          Auch das ist eine steile These und nicht Stand der Wissenschaft. Zwillingsstudien zeigen eine anteilige, genetische Heritabilität wie bei anderen geistigen Anlagen auch und die Psychologen beschreiben die grundlegenden, uns unterschiedlich stark angeborenen Kognitionen empirisch und experimentell immer besser (z.B. Ara Norenzayan, Jesse Bering, Richard Sosis usw.). Auch tritt Religiosität – ebenso wie z.B. Musikalität und Sprachfähigkeit – in allen Menschenkulturen auf – und Versuche, sie zu unterdrücken, waren nie erfolgreich, sondern haben nur furchtbaren Schaden angerichtet.

          Ist also Ihre eigene Behauptung ideologischer “Schmarrn” oder haben Sie seriöse Belege, die sie als “Wahrheit” ausweisen?

        • @Anton Reutlinger
          ….klar, sobald jemand das Wort “Gott” in den Mund nimmt, dauert es nicht lange, bis auch der Begriff “Schmarrn” auftaucht und dem entgegen gehalten wird. Ob man das als Dialogeröffnung werten kann, steht auf einem anderen Blatt.

          Ich schrieb schon, dass ich mich wieder ausklinken muss, weil das Buch an dem ich arbeite, wegen seiner rundum neuen Perspektive bessere Antworten detaillierter geben wird, als es in Blogs möglich ist und dies noch einige Arbeit ist. Danach kann es auch in Blogs gute Diskussionen darüber geben. (….diese Antworten werden übrigens auch den Forschuingsergebnisse zur Evolution der Religion vom hiesigen Blogautor eine etwas andere Richtung weisen) 🙂

          Nur das heute: ich weiß nicht, wie alt Sie sind und wo Sie sozialisiert wurden, aber offenkundig fern jeder bewusst geförderten lebendigen Beziehung mit Gott. Mithin fehlen Ihnen ganz viele grundlegende Informationen, um über Religion seriös urteilen zu können. Deshalb eine kleine Info zu Ihrer obigen Aussage

          ” Eine Wettervorhersage, eine Tsunamiwarnung oder ein Medikament kann das Leben wirksamer schützen als ein Gebet.”schon mal vorab, vielleicht hilft sie Ihnen:
           
          Ein Gebet, d.h. das Bemühen um eine Öffnung unseres Geistes mit Hilfe des Verstandes (heißt auch ganz wesentlich mit Hilfe wissenschaftlicher Arbeit und Forschung) hin zu DEM WISSEN schlechthin, das nur aus einer Beziehung mit Gott erwachsen kann, sei sie nun bewusst oder unbewusst, ist eine grundlegende Voraussetzung für eine möglichst realistische Wettervorhersage, eine rechtzeitige Tsunamiwarnung oder die Entwicklung eines Medikaments, um das Leben wirksam schützen zu können. Will heißen, auch wissenschaftliche Arbeit ist Gebet, wenn verbunden mit einer solchen Haltung und Gottoffenheit. Die kann bewusst und unbewiusst gegeben sein.
          Sieht so aus, als hätte Ihnen das noch niemand so vermittelt.

          Es geht bei der Frage des Glaubens doch im Kern darum, unsere GANZE Realität in den Blick zu bekommen und nicht so vordergründig am grob Sichtbaren hängen zu bleiben. Immerhin sind wir inzwischen mit solch gottoffener Forschung (…und jetzt bitte nicht wieder mit Schmarrn ankommen) inzwischen bei den für das bloße Auge unsichtbaren, aber sehr wirkmächtigen Quanten und Higgs angekommen.
           
          Die Religionen – zumindest der christliche Glaube – sorgen dafür, dass die Wissenschaften immer die notwendige Offenheit bewahren für das zukünftige Neue. Sie waren im Grunde schon immer ganzheitliche Wissenschaft, also Natur- UND Geisteswissenschaft zusammen aber zusätzlich notwendig artikuliert in Lebenspraxis entsprechend dem jeweiligen historischen gesamtmenschheitlichen Entwicklungsstand und sie sind immer noch die, die das GANZE Leben berücksichtigen, die die Wissenschaften vor Kurzschlüssen bewahren. Aber umgekehrt tragen auch die Wissenschaften dazu bei, dass Glaubensinhalte nicht in menschengemachte Mythen, Zauberei, Magie etc. abdriften, sondern ihrerseits offen bleiben für die ganze Wahrheit unseres Lebens.

          • PS:
            Ich vergaß diese Zusammenfassung. Fazit: Es gehört immer beides zusammen Wissenschaft ohne die Öffnung zu Gott greift zu kurz und oft und auf Dauer riskant daneben. Glaube ohne wissenschaftliche Korrektur ist in Gefahr ebenso riskant abzuheben oder abzusinken.

            Und vor allen Dingen – was wohl auch Michael Blumes großes Anliegen ist – : weder Sie, noch ich, noch Michael Blume, noch sonst welche Bürger, Wissenschaftler, Geistliche, Politiker etc. sind je für sich als Individuen Hüter der Wahrheit. Aber wir zusammen können (ja, müssen..) zu einem Diskurs und Miteinander finden, dessen geistige Mitte so zu Gott hin offen ist, dass sie von ihm her ein Wissen ermöglicht, das es ohne diese Offenheit nicht gäbe und das keiner von uns alleine haben könnte. Ein zu Gott hin offenes Wissen aus der Mitte zweier oder dreier oder mehr ist realistischer und ganzheitlicher als ein Wissen aus einseitig naturalistischer/materialistischer/mechanistischer Sicht.

        • @all: Ich wünsche allen Lesern ein gutes, interessantes Jahr 2015.

          @Reutlinger: Was eine ´Wahrheit´, eine ´Erkenntnis´ oder ein ´Schmarrn´ ist – mit derartigen Zuweisungen sollte man sehr vorsichtig sein. Denn Naturwissenschaften unterscheiden sich nicht wesentlich von Religionen – dies sollte man nicht vergessen.
          Z.B. gibt es bis heute keine vernünftige und nachvollziehbare Definition für ´Zeit´. Dieser Begriff wird zwar vielfach benutzt, in Formeln rechnet man sogar damit – aber was Zeit genau ist, kann kein Wissenschaftler erklären. Der Glaube an ´Zeit´ unterscheidet sich daher nicht wesentlich vom Glauben an ´Gott´ – denn sowohl Physiker wie auch Theologen benutzen einen Begriff, der nicht nachvollziehbar definiert ist.

          • “Naturwissenschaften unterscheiden sich nicht wesentlich von Religionen”

            Ja lesen Sie hier auf dem Blog denn nicht mit? Ein wesentlicher Unterschied ist empirisch belegt: Die Anhänger der Naturwissenschaften (die, die Zeit vergöttern) vermehren sich nicht ausreichend.

  2. Ich finde, Herr Reutlinger wird hier aber sehr aggressiv kommentiert. Hat er wirklich ein Diskussionsverbot verlangt?
    Und wenn Gott fuer die Wissenschaft und sogar fuer die Wettervorhersage so norwendig ist, um welchen Gott handelt es sich denn da?
    Ich denke, es ist uns allen weitgehend klar, wie viele Goetter es gibt und gab.

    • Ja, @Anton Reutlinger ist schon wiederholt ausfällig und persönlich geworden. Auf meinem Blog werden unsachliche & persönliche Beiträge in Zukunft konsequent gelöscht – es gibt schon genug Online-Klowände.

      Und, nein, ich sehe keine Einigung über die Frage, wie viele Goetter es gab und gibt. Die meisten lebenden Menschen gehen von Einem aus, es gibt aber auch A- und Polytheisten sowie Agnostiker, die die ganze Frage für nicht entscheidbar halten…

    • Ich muss lernen, mich praeziser auszudruecken, denn ich wollte sagen, dass es sehr viele Goetter gab und gibt.
      Herr Dr.Blume, ist fuer Sie als Religionswissenschaftler der heutige Christengott in irgendeiner Weise wirklicher als die anderen Goetter?

    • Auch wenn ich es schade finde, dass jetzt die dritte Frage nicht beantwortet wird (meine Fragen sind vielleicht auch wenig konstruktiv), finde ich Ihren Blog sehr interessant und werde jetzt noch vorm Zubettgehen den Kopfhoerer in den Tablet schieben fuer den Audioblog.
      Gute Nacht!

  3. Wenn ich richtig verstanden habe, haben Sie herausgefunden, dass sich religiöse Menschen stärker vermehren als nichtreligiöse.
    Und die Mehrzahl meiner Vorkommentatoren sieht darin das Wirken (ihres) Gottes.
    Wie stark vermehren sich eigentlich die Gläubigen anderer Religionen?
    Ist die hiesige Religion da “gut im Rennen”?

  4. Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner allmählich aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.[“] (Max Planck)

    Besser wäre es womöglich gewesen den Wahrheitsbegriff zu meiden und das Gewinnen von Erkenntnis als soziale, die erkenntnisfähigen Primaten berücksichtigend, Unternehmung zu beschreiben, nicht sozusagen biologistisch zu werden.

    Max Planck könnte hier als (spätes) Kind seiner Zeit verstanden werden, der es besser hätte können oder wissen können, hatte auch mit zeitgenössischer Widerrede zu hantieren, wie beispielsweise mit der sog. Deutschen Physik; der Schreiber dieser Zeilen notiert hier bewusst emotionslos beispringendes Verhalten eines Älteren zu jener Zeit.


    Hmm, hmm, also besondere ‘Weisheit’ zumindest würde der Schreiber dieser Zeilen hier nicht feststellen wollen. – Mit Verlaub, bei allem Respekt und die Form bestmöglich wahrend.

    MFG
    Dr. W

          • Finden Sie nicht, Herr Dr. Blume, dass Max Planck selbst bereits hinreichend belegend vorgetragen hat? [1]

            Der Schreiber dieser Zeilen sieht die moderne Wissenschaftlichkeit derart unterwegs, dass nicht mehr verifiziert, sondern mit Provisorien bestimmten (unbekannten) Verfallsdatums hantiert wird, dass gerade die naturwissenschaftliche Kraft offen ist für Veränderung, nicht betonköpfig und nur sozusagen evolutionär zu ersetzen.
            Wäre diese Sicht I.E. zu optimistisch? – Falls ja, warum genau?

            MFG
            Dr. W

            [1] die kleinen Anmerkungen weiter oben sollten zuvörderst historisierend einordnen helfen, auch ein wenig: entschuldigen – ein wenig Kritik und Zynismus mögen auch dabei gewesen sein, korrekt

          • Doch, doch, @Webbär – ich verstehe Plancks Aussage aber so, dass die Wissenschaften bereits so spezialisiert waren, dass neue Erkenntnisse von vielen einfach ignoriert wurden (die z.B. weiter lieber am Äther festhielten, als sich der Quantenphysik zu öffnen). Daraus schloss er, – dennoch optimistisch – dass sich wissenschaftliche Erkenntnisse nur noch langsam, über Generationen hinweg, durchsetzen würden. Einen Bezug zur Biologie kann ich bei ihm hier überhaupt nicht erkennen, es wäre doch eher eine wissenssoziologische These.

          • Ihr Kommentatorenfreund hat seine Lesart vorgestellt und begründet, auch historisierend ein wenig versucht einzuordnen, beim behaupteten Generationenübergreifenden, das weiter oben versucht worden ist wissenschaftssoziologisch einzuordnen, bleibt anscheinend ein Dissens bestehen.
            Also das Zitat betreffend und dessen mögliche Weisheit.

            MFG
            Dr. W (der nichts gegen die korrekte Anrede und ohne german umlaute hat)

  5. Nun, der These, dass eine wissenschaftliche Wahrheit sich im wesentlichen dadurch etabliert, dass ihre Gegner aussterben, sehe ich auch so. So steht es auch in einem der Engel-Bücher von Frau Kriele, von denen ich ja glaube, dass die Inhalte wirklich von den Engeln stammen.
    Andrerseits dauert es oft auch lange Zeit, bis die Erkenntnisse einzelner Wissenschaftler in ihrer ganzen Breite und Tiefe erkannt werden. – Mein Lieblingsbeispiel ist in diesem Zusammenhang die Zahlentheorie, die lange Zeit nur wegen ihrer formalen Schönheit betrieben wurde, wobei man aber keinerlei praktischen Nutzen darin sah. Mittlerweile ist man da auch schlauer, denn die Zahlentheorie liefert einige der theoretischen Grundlagen, auf denen die ganzen, schönen Technologien beruhen, die zur Datenübertragung und Datensicherheit (Kryptografie) beitragen.

    So, und jetzt werde ich mir mal die bisherige Diskussion ansehen. Ich hab mir angewöhnt, die erst mal zu ignorieren, um meine ursprünglichen Kommentare nicht zu beeinflussen oder gar zu vergessen, was mir auch schon mal passiert ist.

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