Schweizer Alpendohle in Aktion

Fast Food macht nicht nur Dohlen-Nachwuchs krank

Wer hätte es gedacht: Junge Dohlen leben auf dem Land gesünder als in der Stadt, so eine Studie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach. Was bedeutet das wohl für uns Menschen und unsere Kinder?

Schweizer Alpendohlen in Aktion

Schweizer Alpendohlen in Aktion. Credit: Karin Schumacher

Faszinierende Rabenvögel

Dohlen (Corvus monedula) sind etwa taubengroß und damit die kleinsten unserer Rabenvögel. In puncto Intelligenz nehmen sie es spielend mit ihren größeren Verwandten, den Krähen (Corvus corone corvix) auf. Das Intelligenzniveau der faszinierenden Vögel hat schon Verhaltensforscher wie Nobelpreisträger Konrad Lorenz beeindruckt und ist mit dem von Menschenaffen vergleichbar.

Durch ihre Schlauheit sind Rabenvogelarten äußerst anpassungsfähig an neue Lebensräume. Rabenvögel sind Allesfresser. Daher leben viele von ihnen in unseren Städten, wo sie sich, so scheint es, perfekt mit uns arrangiert haben.

Dohlen sind Höhlenbrüter, die in kleinen Kolonien zusammenleben. Nistgelegenheiten finden sie z.B. in alten Spechthöhlen, aber auch in Löchern menschlicher Bauwerke. Leider wird ihr Wohnraum in den Städten immer knapper durch die Sanierung von Altbauten und Maßnahmen zur Taubenabwehr in Kirchtürmen.

In Gärten und Parks finden Dohlen Würmer, Insekten, Käfer und auch mal Gelege kleinerer Singvögel. Eigentlich brauchten die Rabenvögel – ähnlich wie Menschen – kein Fast Food. Allerdings verschmähen die schlauen Vögel diese einfache Beute nicht. Unsere Straßenränder mit Tierkadavern und Essensresten mögen ihnen oft wie ein riesiges Buffet erscheinen. Mülleimer und Biomülltonnen durchforsten sie gern nach Nahrung. In der Stadt ist es für gestresste Vogeleltern viel zu verlockend, den ewig hungrigen Nachwuchs mit dem zu füttern, was die Menschen dort an Essensresten zurücklassen.

Menschliche Stadtabfälle

Stadtabfälle: Zigarettenkippen statt Würmer. Credit: Karin Schumacher

Pommes statt frischer Würmer?

Nun wollte ein Ortnithologen-Team in der Schweiz wissen, wie sich diese Ernährung auf die Vögel auswirkt. Für den Versuch wurde die Stadt Murten gewählt, da die Bruterfolge der dortigen Kolonie seit den 1990er Jahren schlecht sind. Warum legen die Murtener Stadtdohlen kleinere Eier, aus denen kleinerer Nachwuchs mit schlechteren Überlebensquoten schlüpft?

Die Vermutungen der Vogelforscher bestätigten sich: Die Ernährung bestimmte die Sterberate der Vögel. Wurden die Jungvögel mit Pommes frites, Spaghetti oder anderen Essensresten gefüttert, fehlten ihnen lebenswichtige Proteine.

Auf dem Land aufgezogene Jungvögel kennen dieses Problem nicht. Hier gibt es Eiweiß satt in Form von Insekten, Würmern, Schnecken, Heuschrecken und Käfern. Für Landwirte und Gärtner sind Dohlen damit übrigens nützliche Helfer bei der biologischen Schädlingsbekämpfung.

Für die Stadtdohlen bedeutete dies: Nur wenn die Ornithologen den Vögeln zusätzlich natürliche, eiweißreiche Nahrung zur Verfügung stellten, legten die Paare größere Eier mit einer höheren Schlüpfrate. Wenn es nur Fast Food ohne gesunde Zusätze gab, fiel der Bruterfolg deutlich schlechter aus. Wurde den Jungtieren die gesunde Nahrung bis zum Ausfliegen angeboten, starben sie seltener als ihre ungesund ernährten Nachbarn.

Daher empfehlen die Ornithologen, Nistkästen in Gebieten aufzustellen, wo die Vögel genügend natürliche und eiweißreiche Nahrung finden können. Dies ist auch dringend nötig, denn der Vogel des Jahres 2012 wird auf der Roten Liste als „verletzlich“ geführt. Deshalb rät Lukas Jenni, Koautor der Studie: „Die Förderung der Dohle mit Kästen und anderen Nisthilfen ist besonders in Zonen mit extensiver Landwirtschaft sinnvoll, wo sie genügend natürliche und proteinreiche Nahrung für ihre Jungen findet“.

Pommes & Co. beim Menschen

Auch Menschen leiden an den Folgen einer chronischen Fehlernährung mit Fast Food, wenn auch anders als Dohlen. Vor allem für (Stadt-)Menschenkinder aus niedrigen sozioökonomischen Verhältnissen hat eine chronische, nichtartgerechte Ernährung im wahrsten Sinne des Wortes schwergewichtige Folgen. So füllen sich in Deutschland und anderen zivilisierten Ländern Arztpraxen und Krankenhäuser immer mehr mit Menschen, die an Adipositas, Arterienverkalkung und Diabetes leiden.

Zu (schlechtes) Fett, zu viel Salz, zu viel Zucker, gleichzeitig zu wenige Vitamine, Ballaststoffe und Mineralien. Wer selbst ab und an Sport treibt, wird es früher oder später bemerken: Mit Pommes und Mayo im Magen wären wir eine leichte Beute für Säbelzahntiger und Co. Übrigens sind die riesigen Säbelzahnkatzen ausgestorben, weil sie sich vermutlich zu einseitig ernährten.

„Love Food“ statt Fast Food

Für Menschen empfehle ich statt Fast Food daher „Love Food“: vollwertig, auf Pflanzen basierend und entsprechend der Bedürfnisse ausgewogen. Wer dann noch Wasser statt Limo und Co. trinkt und sich regelmäßig bewegt, wird staunen, wie der Körper diese artgerechte Zuwendung mit der Zeit immer mehr dankt. Nicht nur durch Umstellung auf Fettverbrennung…

Ich selbst würde jedenfalls nie wieder freiwillig zurück zu McMoppel, Krankenhaus-Speiseresten und Co.. Denn ich kann mich noch gut erinnern, wie beschwerlich meine damaligen Bergwanderungen mit zunehmender Fehlernährung wurden. Bis ich schließlich beim Klettern abstürzte und mir ein Bein brach. Ein kleiner Steinbock schaute mir dabei zu und lachte mich förmlich aus. Doch das ist eine andere Geschichte.

Alpendohle in Aktion

„Bitte Käse statt Brötchen!“ Auch Alpendohlen (Pyrrhocorax graculus) haben uns Menschen längst als Nahrungs- und, wenn möglich, Eiweißquelle entdeckt. Credit: Karin Schumacher

Quelle / weiterführende Infos:

  • Happy to breed in the city? Urban food resources limit reproductive output in Western Jackdaws. Eva Meyrier, Lukas Jenni, Yves Bötsch, Stephan Strebel, Bruno Erne, Zulima Tablado (Ecol Evol. 2017;00:1–12. doi: 10.1002/ece3.2733)
  • Leben auf dem Land gesünder für Jungvögel (Medienmitteilung vom 17.02.2017, vogelwarte.ch)
  • Die Dohle, Vogel des Jahres 2012 (lbv.de)
  • NABU: Rabenvogel mit Köpfchen (nabu.de)
  • Cougars’ key to survival through the Late Pleistocene extinction: insights from dental microwear texture analysis. Larisa R. G. DeSantis, Ryan J. Haupt (Biol. Lett. 2014 10 20140203; DOI: 10.1098/rsbl.2014.0203)
  • Auf dem Weg zur Weltspitze: Zivilisationskrankheiten in Deutschland (Karin Schumacher, Blogartikel vom 04.07.2012, scilogs.spektrum.de)

 

Veröffentlicht von

Dr. Karin Schumacher bloggt als Trota von Berlin seit 2010 bei den SciLogs. Nach dem Studium der Humanmedizin in Deutschland und Spanien promovierte sie neurowissenschaftlich und forschte immunologisch in einigen bekannten Forschungsinstituten, bevor sie in Europas größter Universitätsfrauenklinik eine Facharztausbildung in Frauenheilkunde und Geburtshilfe abschloss. Hierbei wuchs das Interesse an neuen Wegen in der Medizin zu Prävention und Heilung von Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise dank mehr Achtsamkeit für sich und seine Umwelt, Respekt und Selbstverantwortung. Die Kosmopolitin ist leidenschaftliche Bergsportlerin und Violinistin und wenn sie nicht gerade fotografiert, schreibt oder liest, dann lernt sie eine neue Sprache. Auf Twitter ist sie übrigens als @med_and_more unterwegs.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auch frische Würmer sind für Dohlen Fast Food, denn sie schlucken sie sofort herunter (englisch: they swallow they fast). Also müsste die Überschrift wenn schon Junk Food macht nicht nur Dohlen-Nachwuchs krank heissen. Offenbar identifiziert die Autorin Fast Food mit JunkFood
    Beide Begriffe – sowohl Fast Food wie auch Junk Food – kommen aus den USA. Und auch das Essen, das man damit bezeichnet kommt aus den USA. Und wenn in den USA Fast und Junk Food schon lange aus der Öffentlichkeit so gebannt sind wie heute Zigaretten, wird es noch Länder geben in denen Fast und Junk Food weit verbreitet sind, denn es braucht jeweils eine gewisse Zeit bis Moden, aber auch Verbote sich von den USA in die ganze Welt verbreiten.

    Interessant finde ich auch, dass schon Jahrzehnte über das richtige Essen diskutiert wird, dass es dabei aber immer nur um die Zusammensetzung des richtigen Essens geht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist aber die Frequenz der Nahrungsaufnahme. Darüber wird erst seit kurzem diskutiert und vorläufig noch vor allem in der Forscherszene. Es gibt nämlich Hinweise, dass sowohl bei Labormäusen als auch bei Primaten Perioden des Fastens und/oder eine dauernde leichte kalorische Unterversorgung die Alterung verlangsamen.

    • Zwischen Fast Food und Junk Food besteht häufig kein großer Unterschied. Der Blogbeitrag könnte demnach auch auf die Inhaltsstoffe abzielen, welche aus hochverarbeiteten Lebensmitteln bestehen, die den Verdauungstrakt schnell passieren. Fast Food ist in der Regel sehr fetthaltig (hier sind besonders die Transfettsäuren negativ zu bewerten), zu salzig oder zu süß und äußerst kalorienhaltig. Außerdem enthält es nur wenige Ballaststoffe, Vitamine und Mineralstoffe. Als problematisch werden auch die zugesetzten Farb- und Konservierungsstoffe angesehen, die laut einer Studie bei Kindern Allergien auslösen können.
      Die Menüs diverser Fastfood-Ketten werden aus der Hand gegessen und sind leicht zu schlucken, deshalb kann davon in einem relativ kurzen Zeitraum sehr viel verzehrt werden. Wer sich gesund ernähren möchte sollte auf möglichst naturbelassene Lebensmittel zurückgreifen, diese erfordern eine höhere Kauleistung und die Frequenz der Nahrungsaufnahme sinkt ganz automatisch.

      • möglichst naturbelassene Lebensmittel waren auch zur Zeit unserer Grosseltern die Ausnahme, denn Gepökeltes, Eingemachtes und Verwurstetes kam recht häufig auf den Tisch. Zudem wurde nicht selten Angeschimmeltes und bereits leicht Verdorbenes gegessen, denn es gab noch keine Kühlschränke. Tatsächlich ist Magenkrebs seit der Einführung des Kühlschranks deutlich zurückgegangen.
        Heute kann sich der Durchschnittsweltbürger besser und gesünder ernähren als je in der Menschheitsgeschichte. Es stimmt aber, dass das Essverhalten sich nicht verbessert, sondern verschlechtert hat.

        • Natürlich gab es früher auch Lebensmittel, die haltbar gemacht wurden. Schließlich musste Vorratshaltung betrieben werden, um über den Winter zu kommen oder bei Missernten nicht zu verhungern. Zusatzstoffe im heutigen Sinn kannte man jedoch kaum. Um zu sehen was in Fastfood alles steckt, sollte man mal einen Blick auf die Inhaltsstoffe werfen.
          https://www.mcdonalds.de/qualitaet/export/sites/default/media/dokumente/Zutaten_Inhaltsstoffe_Standardprodukte_McDonalds.pdf

          • Nach meinem Kenntnisstand sind die traditionellen Methoden etwas haltbar zu machen oder zu verarbeiten, im allgemeinen gesundheitlich bedenklicher als die neuen. Alle Zusatzstoffe mit ihren E-Nummern wurden und werden akribisch auf ihre gesundheitlichen Auswirkungen geprüft, was bei traditionellen Verfahren nicht der Fall ist.
            Jedenfalls erhöht verarbeitetes Fleisch wie es in Bratwürsten verwendet wird nach IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) das Darmkrebsrisiko. Die IARC hält dies sogar für erwiesen, ist also inzwischen über einen Verdacht hinausgekommen. Auch Glyphosphat (das Unkrautvernichtungsmittel) steht auf der IARC-List potenzieller Krebserreger – allerdings nur auf der Stufe Verdacht, noch nicht auf der Stufe sicherer Nachweis. Der ist erst für verarbeitetes und rotes Fleisch erbracht worden.

  2. Fast Food hat oft einen ähnlichen Effekt wie Chips- Tüte auf, Tüte weg. Letzteres liegt nicht an der mangelnden Diziplin der Verzehrenden, sondern an geschmacksverstärkenden Zusatzstoffen wie Glutamat und Hefeextrakt.
    Es wäre vielleicht sinnvoll, Fast Food auch auf solche Effekte hin zu untersuchen, zumal sich diese Zusätze nicht nur auf den aktuellen Verzehr auswirken, sondern das gesamte Appetitgefühl durcheinander bringen.

  3. @Martin Holzherr

    „Nach meinem Kenntnisstand sind die traditionellen Methoden etwas haltbar zu machen oder zu verarbeiten, im allgemeinen gesundheitlich bedenklicher als die neuen.“

    Wieso denn? Fast alle traditionellen Konservierungsverfahren werden auch heute noch angewendet, wie z.B. das Einsalzen und das Räuchern von Fleisch und Fisch. Gewürze und Tee werden getrocknet. Gemüse und Früchte kann man einmachen, d.h. sterilisieren bei Temperaturen über 100°C, diese Vollkonserven halten sich etliche Jahre. Pasteurisierte Lebensmittel, wie Obstsäfte, werden bei Temperaturen unter 100°C erhitzt und halten sich nicht so lange. Früchte kann man auch zu Marmelade verarbeiten, hier dient der hohe Zuckeranteil als Konservierungsmittel. Außerdem gibt es noch mikrobiologische Konservierungsverfahren wie die Milchsäure-Gärung bei Milchprodukten (Joghurt und Kefir) oder Gemüsen (Sauerkraut und Gurken), die alkoholische Gärung (Bier und Wein) und die Essigsäure-Gärung (Branntweinessig). Neu hinzugekommen ist das Tiefgefrieren und das Bestrahlen von Lebensmitteln. Außerdem eine Reihe von chemischen Konservierungsstoffen:
    „Die wichtigsten Konservierungsstoffe sind Benzoesäure und ihre Salze (E 210-213; nur im sauren Milieu wirksam), 4-Hydroxybenzoesäureethylester, -propylester, -methylester (PHB-Ester, E 214-219), Hexa-2(E),4(E)-diensäure und Salze (Sorbinsäure, E 200-203). Schwefeldioxid wird als Konservierungsmittel bei Wein, Obst- und Kartoffelhalbfabrikanten eingesetzt. Die Wirksamkeit beruht auf Hemmung von SH-Gruppen bestimmter Enzyme.
    Nitrat und Nitrit werden als Konservierungsmittel bei Fleisch und Fleischprodukten zur Prävention des Botulismus benutzt.
    Als Oberflächenbehandlungsmittel werden Diphenyl, o-Phenylphenol und Thiabendazol z. B. bei Citrusfrüchten zur Verhinderung von Schimmelbefall eingesetzt.“
    Quelle: http://www.spektrum.de/lexikon/chemie/konservierungsstoffe/5024

    In Bezug auf Allergien stehen die chemischen Konservierungsmittel an vorderster Front. Ich selbst bekam mal nach dem Verzehr eines konservierten Feinkostsalates ein schlimmes Nesselfieber. Viele Zusatzstoffe verwendet man allerdings nicht zur Konservierung, sondern zum optischen oder geschmacklichen „aufpeppen“ von Fertiggerichten. Siehe dazu auch die von mir verlinkten Inhaltsstoffe in den Standardprodukten von McDonalds.

    Auch konservierte Lebensmittel können mit der Zeit verderben und sind dann gesundheitsschädlich, aber das muss wohl nicht extra erwähnt werden. Interessanterweise nehmen Lebensmittelvergiftungen sogar zu. Die Gründe sind fehlendes Wissen im Umgang mit Lebensmitteln oder mangelnde Hygiene.

    Näheres hier: http://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Verbraucher/Lebensmittelvergiftungen-nehmen-zu_article1489046414.html

    • @Mona: Ja, die meisten bekannten Mittel um Lebensmittel haltbar zu machen sind unproblematisch. Ausnahmen sind Pökeln und Räuchern, die wahrscheinlich krebserregende Stoffe erzeugen und eventuell das Risiko für COPD erhöhen.
      In der Pharmazeutischen Zeitung kommt auch noch der deutsche Medizin-Nobelpreisträger Professor Dr. Harald zur Hausen zu Wort:“ Er kritisierte jedoch, dass in dem Bericht nicht erwähnt werde, dass es Länder mit hohem Fleischkonsum gebe, in denen die Dickdarmkrebs-Raten trotzdem sehr niedrig sind. Aus seiner Sicht müsste daher mehr zwischen den verschiedenen Sorten roten Fleisches differenziert werden. So gebe es Anhaltspunkte, dass vor allem bestimmte Sorten von Rindfleisch das Risiko steigern, sagte zur Hausen. Die WHO-Behörde ist aber der Auffassung, dass die Daten für eine solche Unterscheidung nicht ausreichen. „
      Harald zur Hausen hat auch mehrmals den Verdacht geäussert, rohes Rindfleisch sei krebserregend, weil es Viren enthalte, die im Menschen aktiv würden.

      • Ja, Pökeln und Räuchern stehen schon lange im Verdacht Krebs zu verursachen. Es wird auch immer wieder der Verdacht geäußert, dass rotes Fleisch besonders schädlich sei. Als Grund wird eine Überversorgung mit Eisen angenommen. Wenn Professor Dr. Harald zur Hausen nun kritisiert, „dass es Länder mit hohem Fleischkonsum gebe, in denen die Dickdarmkrebs-Raten trotzdem sehr niedrig sind“, dann müsste vielleicht mal nachgeschaut werden, wie viel Rindfleisch die Leute tatsächlich verzehren und wie ihr allgemeiner Speiseplan aussieht. Ob Rindfleisch bestimmte Viren enthält, die die Entstehung von Krebs begünstigen, ist bislang noch eine Vermutung. Möglich wäre es, man kennt ja bereits einige tumorauslösende Viren.

  4. Pingback: Stadtfrühling » Medicine & More » SciLogs - Wissenschaftsblogs

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben