Warum die Wissenschaft nicht frei ist

Der Fluch unseres Publikationswesens

In der Wissenschaft geht es um die Suche nach Erkenntnissen. Für diese ist der Austausch von Ideen von entscheidender Bedeutung. Neben wissenschaftlichen Meetings und Konferenzen sind Publikationen hierfür das Medium – und diese Publikationen finden heute vor allem in englischsprachigen Fachzeitschriften statt, die das Gutachterprinzip (“Peer Review”) anwenden. In diesem Artikel möchte ich erklären, dass dafür theoretisch zwar vieles spricht, dass in der Praxis aber wirtschaftliche Gewinnabsichten ebenso wie persönliche Interessenkonflikte die Freiheit der Wissenschaft einschränken.

Unterbrechung in eigener Sache: Zum zehnjährigen Jubiläum dieses Blogs schrieb ich kürzlich einen Text über Diskussionsfreiheit, Dankbarkeit und Gemeinschaftlichkeit (Zehn Jahre MENSCHEN-BILDER). Darin machte ich auch die Bemerkung, dass Artikel auf der Startseite von SciLogs durch Vielschreiber verdrängt werden können. Wie auf Kommando spülten kurz darauf zahlreiche Artikel des Heidelberg Laureate Forum meinen Text weg. Daher dieser Hinweis zur Erinnerung.

Zunächst kurz ein paar Worte darüber, was wahrscheinlich offensichtlich ist: auch wissenschaftliche Forschung ist an bestimmte materielle Voraussetzungen gebunden. Zwar kann sich heute – anders als etwa zu Zeiten Galileis – jeder für ein Taschengeld ein Teleskop kaufen, um Planeten und Sterne zu beobachten. Damit wird man aber wohl kaum neue Erkenntnisse erzielen. Dafür braucht es, je nach Disziplin, Zugang zu Teilchenbeschleunigern, Elektronenmikroskopen, Magnetresonanztomographen oder Ähnlichem, das sich allenfalls einige Superreiche selbst finanzieren könnten.

Hinter der Paywall

Als Theoretiker – und dazu zähle ich hier auch einmal die heute in vielen Disziplinen so beliebten “computational sciences”, die die Welt mithilfe von Simulationen verstehen wollen – braucht man zwar weniger Apparate, doch ist man auch vom Zugang zum Wissen anderer abhängig. Dieses verbergen Verlage, auf die ich gleich noch näher eingehen werde, gerne hinter Paywalls:

Selbst als Mitglied der Forschungsgemeinschaft kommt es oft genug vor, dass man die Arbeiten seiner Kolleginnen und Kollegen nicht einfach so abrufen kann. Wenn man dann keine “inoffizielle” Kopie im Web findet oder einem die Autorinnen/Autoren diese per E-Mail zuschicken, hat man Pech – oder bezahlt einige duzend bis hundert Euro aus eigener Tasche.

Halten wir also fest: Wissenschaftliche Forschung auf hohem Niveau erfordert Zugang zu Wissen, Algorithmen, Technologien und letztlich auch Personal, wenn ein Thema von einer Einzelperson alleine nicht mehr untersucht werden kann. Abgesehen von privatwirtschaftlicher Forschung – denken wir an die pharmazeutische oder Waffenindustrie – findet diese an öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten und Forschungsinstituten (in Deutschland etwa der Max-Planck- oder Leibnizgesellschaft) statt. Welche Spielregeln gelten dort also?

Spielregeln der Wissenschaft

Um heute als Wissenschaftlerin oder als Wissenschaftler Karriere zu machen, kommt es wesentlich auf zwei Faktoren an: erstens Publikationen in führenden Fachzeitschriften und zweitens das Einwerben von Forschungsgeldern. Zwischen diesen gibt es eine Wechselwirkung, da einerseits erfolgreiche Projektanträge gute Publikationen voraussetzen und man andererseits mit mehr Forschungsmitteln natürlich besser publizieren kann.

Wer sich jemals die Frage gestellt hat, warum die universitäre Lehre so schlecht ist, findet hierin schon einen Schlüssel zur Antwort: Lehrfähigkeiten sind in aller Regel keine Voraussetzung für berufliches Voranschreiten, kosten umgekehrt aber Zeit, die dann freilich nicht mehr für die Forschung zur Verfügung steht. Darum nennen diejenigen, die das System verstanden haben, die Lehre manchmal eine “Poverty Trap”, also eine Armutsfalle: Sitzt man einmal darin, kommt man nur schwer wieder heraus.

Armutsfalle Lehre

Das ist natürlich für die rund 150.000 wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an deutschen Universitäten besonders bitter, die dank einer kurzsichtigen Bildungspolitik und anders als der Name ihrer Anstellungen es suggeriert vor allem die Lehre aufrechterhalten. Die niedrige Bezahlung trotz hoher Qualifikation und die Demütigungen durch die Verwaltung ertragen sie vielleicht in der Hoffnung, später einmal selbst Professorin oder Professor zu werden; doch indem sie auf diesen (vielleicht nur “halben”, also halb bezahlten) Stellen sitzen, eben in der Armutsfalle, verringern sich mit jedem Tag ihre Chancen. Das sagt einem bei der Einstellung natürlich keiner; die wären ja schön blöd.

Publizieren ist wichtig – Lehren steht dem aber im Wege. Davon abgesehen, dass Forschungsgeldern ein eigener Status im Lebenslauf zukommt, können sie unter Umständen ein Ausweg aus der Armutsfalle sein, sofern man nicht sowieso so früh wie möglich an ein reines Forschungsinstitut wechseln kann. Nun ist es aber so, wie der Volksmund sagt, dass der Teufel auf den größten Haufen scheißt. Das heißt, die besten Chancen für das Einwerben von Geldern haben: diejenigen mit Geldern.

Biblische Forschung: Das Matthäus-Prinzip

“Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.” Vielen wird diese Logik bekannt vorkommen, den sie stammt aus dem Neuen Testament (Matthäus 25:29). Daher spricht man auch vom Matthäus-Effekt. Eine grundlegende Arbeit hierzu, von Robert K. Merton bereits im Jahr 1968 in Science veröffentlicht, dürfte einer der am meisten zitierten soziologischen Aufsätze aller Zeiten sein (im Web of Science: knapp 2.000 Zitationen; auf Google Scholar: rund 5.500). Dennoch hat sich daran bis heute nichts geändert.

Damit ist schon einmal ein Teil der Spielregeln beschrieben, die gelten, wenn man einen dauerhaften Platz in der Forschungswelt ergattern will. Kommen wir jetzt dazu, wie das Publizieren funktioniert. Alles, was ich bisher dazu geschrieben habe, war gewissermaßen die Vorbereitung für den Rest.

Wissenschaftssprache Englisch

Wie eingangs erwähnt, geht es um die Veröffentlichung von Aufsätzen in renommierten englischsprachigen Zeitschriften. Dass Englisch heute die Wissenschaftssprache ist, wird mit Internationalisierung begründet und haben wir auch den Nazis zu verdanken, die die damals in vielen Bereichen führende deutsche Wissenschaft entweder gleichschalteten oder zerstörten: Wer sich nicht anpasste oder sich wegen Abstammung oder politischer Zugehörigkeit nicht anpassen durfte, verließ bestenfalls das Land (wie etwa Rudolf Carnap, Albert Einstein oder Helmuth Plessner) oder kam schlimmstenfalls ins KZ (denken wir an Ludwik Fleck oder Viktor Frankl).

Das mit der Internationalisierung ist sicher sinnvoll, heißt in der Praxis aber: Amerikanisierung. Wer beispielsweise wie ich Publikationen in deutscher, englischer, niederländischer, finnischer, französischer… Sprache hat, wird bei vielen Kolleginnen und Kollegen bestenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen. Sobald man aber im American Journal of Irgendwas publiziert, hat man sich einen Namen gemacht. Fairerweise könnten wir wieder, wie in früheren Zeiten, Latein schreiben; das wäre schließlich für alle eine Fremdsprache. Vielleicht werden wir auch noch erleben, wie Chinesisch das Englische als Fachsprache ersetzt.

Forschung soll “Impact” haben

Der Psychologe Norbert Bischof hat in seinem “Grundkurs für Anspruchsvolle” (Kohlhammer Verlag, 2009) einmal in Zahlen verglichen, was die Amerikanisierung für sein Fach bedeutet: Der Vergleich deutscher und amerikanischer Psychologie-Zeitschriften ergibt, dass erstere einen Impact Factor unter 1 haben, letztere einen zwischen 1,5 und 6. Dieser Faktor gibt für ein bestimmtes Jahr an, wie häufig die Artikel der vorherigen beiden Jahrgänge durchschnittlich zitiert wurden. Eine Überraschung ist, dass sogar britische Zeitschriften unter 1 liegen, wenn auch leicht über den deutschen.

Das heißt erst einmal, dass die Forschung sehr viel weniger wahrgenommen (oder zumindest zitiert) wird, wenn man in deutschen oder britischen Fachzeitschriften publiziert und nicht in amerikanischen. Da der Impact Factor – entwickelt als ein Instrument für Bibliotheken – in unserem Zeitalter von Quantifizierung, Evaluationen und Qualitätssicherung als Gütesiegel für Wissenschaft missbraucht wird, bestimmt er aber mitunter sogar über die Vergabe von Forschungsmitteln und Lehrstühlen mit.

Das Peer-Review-System

Wer auf eine Karriere in der Wissenschaft setzt, der kommt nicht an den englischsprachigen, am besten aber amerikanischen Zeitschriften vorbei. Eine von wenigen Ausnahmen sind etwa die Rechtswissenschaften, die sich ihre eigene Tradition bewahrt haben. Absurderweise wird es einem dort unter Umständen sogar negativ angerechnet, wenn man international publiziert.

Zusätzlich zur Sprache wird gefordert, dass die Arbeiten von Gutachterinnen und Gutachtern kontrolliert werden, den sogenannten Peer Reviewern. Es klingt erst einmal logisch, dass Publikationen, die mit dem Qualitätssiegel “wissenschaftlich” versehen werden, einer bestimmten Kontrolle unterliegen. Tatsächlich bringt die Umsetzung aber große Probleme für die Freiheit der Wissenschaft mit sich, wie wir im Folgenden sehen werden.

Hierfür sind drei Fragen entscheidend: Erstens, wer sind überhaupt die Herausgeber der Fachzeitschriften? Zweitens, wer wählt die Peer Reviewer aus? Drittens, unter welchen Bedingungen arbeiten diese? Beantworten wir die ersten beiden kurz: Die Verlage sind zwar nicht immer, doch in aller Regel profitorientierte Unternehmen, wie etwa die niederländische Elsevier, die jährlich in 2.500 Zeitschriften rund 420.000 Artikel veröffentlicht (Zahlen von Wikipedia).

Großes Geld mit Wissenschaft verdienen

Damit erzielte das traditionsreiche Unternehmen, dessen Logo ein Baum der Erkenntnis ist, im Jahr 2016 sage und schreibe rund 2,6 Milliarden Euro Umsatz. Das sind im Wesentlichen Einnahmen aus Lizenzverträgen mit den Bibliotheken von Universitäten und Forschungsinstituten, also Steuergelder. Der britisch-niederländische Mutterkonzern RELX Group kommt gar auf rund 7,5 Milliarden. Elsevier und andere Verlagshäuser kamen in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik, da sie den ohnehin schon von Kürzungen gebeutelten öffentlichen Institutionen immer höhere Abonnementskosten abverlangten.

Diese Akteure erzielen also mit der Veröffentlichung und Vermarktung der Forschungsleistung anderer ihren Gewinn. In der Regel sind diese Anderen Beamte oder Angestellte des öffentlichen Dienstes, deren Arbeitsfrüchte in den Fachzeitschriften verkauft werden. Die Käufer sind die Institutionen, die die Forschung bereits finanziert haben: Die Kosten trägt die öffentliche Hand, die Gewinne werden privatisiert.

Forscherinnen und Forscher bekommen in der Regel keinen Anteil der Lizenzkosten und müssen oft sogar auf alle Rechte an ihrer eigenen Arbeit verzichten, soweit Urheber- und Lizenzrecht das zulassen. Das kann soweit gehen, dass jemand, der seine eigenen Forschungsergebnisse in der universitären Lehre mit seinen Studierenden teilt, illegal handelt und sich dem Risiko von Lizenzzahlungen aussetzt.

Hinter verschlossenen Türen

Diejenigen, bei denen Manuskripte zur Veröffentlichung eingereicht werden, sind Angestellte der gewinnorientierten Verlage. Sie heißen Redakteurinnen und Redakteure oder schlicht Editors. Was ein Editor mit der Arbeit macht, bleibt weitestgehend im Geheimen. Je nach Zeitschrift lehnt er oder sie ein Manuskript in über 90% der Fälle ab; das gilt als Qualitätskriterium. Der Rest geht in die Begutachtung.

Die Peer Reviewer werden auch von den Editors ausgewählt und bleiben geheim. Manchmal kann man bei der Einreichung Personen vorschlagen oder auch ausschließen. Die Gutachten sind also anonym, offensichtlich um die Peer Reviewer vor einer Einflussnahme (man denke an Bestechung oder Einschüchterung) zu schützen. So weit so gut. Aber denken wir noch einmal darüber nach: Wer sind die Gutachterinnen und Gutachter im Endeffekt? Aufgrund zunehmender Spezialisierung müssen sie sich entweder auf dem Fachgebiet auskennen – oder dilettieren.

Interessenkonflikte

Wenn sie aber Kolleginnen oder Kollegen aus dem eigenen Feld sind, dann haben sie automatisch einen Interessenkonflikt: Entweder sie sind Freunde, dann bewerten sie die Arbeit womöglich zu positiv, lassen sie also trotz Mängeln passieren; oder aber sie sind Konkurrenten, dann gibt es verschiedene Möglichkeiten: Vielleicht schreiben sie schlicht ein besonders negatives Gutachten, damit einer der begehrten wie beschränkten Publikationsplätze nicht an die Konkurrenz geht, mit der man ja um attraktive Stellen und Forschungsgelder kämpft.

Vielleicht machen sie ein paar sinnlose Auflagen, um die Qualität der Arbeit zu “verbessern”, etwa die Untersuchung mit einer neuen Kontrollgruppe. Das kostet die Konkurrenz Zeit und bringt einem selbst einen Wettbewerbsvorteil. Eine Garantie, dass die Arbeit nach der Verbesserung auch wirklich publiziert wird, gibt es natürlich nicht. Vielleicht verzögert die Gutachterin oder der Gutachter auch den Prozess und publiziert den wissenschaftlichen Fund in der Zwischenzeit unter eigenem Namen. Die Chancen, das später zu beweisen, wo die Verlage alles geheim halten, tendieren gegen null.

Um ein vorläufiges Fazit zu ziehen: Die hier geschilderten Probleme beweisen zwar nicht, dass wissenschaftliches Wissen nichts mehr Wert ist, wohl aber, dass es systematische Missbrauchsmöglichkeiten gibt. Letztlich hängt viel davon ab, ob das Vertrauen, auf dem das System basiert, gerechtfertigt ist. Im Sport (bsp. Doping-Skandale), in der freien Wirtschaft (bsp. Schummelsoftware in Autos) oder in der Geheimdienstarbeit (bsp. Überwachung der eigenen Bevölkerung) haben wir in den letzten Jahren einige Ernüchterungen erlebt. Im zweiten Teil wird das Gutachtenssystem bei Förderprojekten näher besprochen und werden Verbesserungsvorschläge vorgestellt.

Hinweis: Dieser Beitrag erscheint parallel auf Telepolis – Magazin für Netzkultur. Bei den Zwischentönen im Deutschlandfunk sprach der Autor kürzlich über die Freiheit der Wissenschaft.

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Menschen-Bilder: Mensch, Gesellschaft und Wissenschaft Stephan Schleim blickt über den Tellerrand von Psychologie sowie Hirnforschung und diskutiert, was die Forschungsergebnisse eigentlich bedeuten. Besondere Aufmerksamkeit erhält dabei die Frage, wie sich Gesellschaft und Wissenschaft zueinander verhalten. Stephan Schleim hat an den Universitäten Mainz und Frankfurt u.a. Philosophie, Informatik und Psychologie studiert (Magister Artium, 2005). Nach einem Praktikum am Max Planck-Institut für Hirnforschung und einem Forschungsbesuch am California Institute of Technology ging er an die Universitätskliniken Frankfurt und Bonn, wo er mit der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT) moralische und juristische Entscheidungen untersuchte. Sein ausgeprägtes theoretisches und ethisches Interesse führte zu mehreren Publikationen im Bereich der Neurophilosophie und Neuroethik. Am Institut für Kognitionswissenschaft in Osnabrück wurde er 2009 mit seiner Doktorarbeit "Norms and the Brain" promoviert. Seit Oktober 2009 war er Forscher in der Abteilung für Theorie und Geschichte der Psychologie an der Universität Groningen, seit 2010 als Assistant Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Vom Oktober 2012 bis März 2013 war er Professor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Seit 2015 ist Stephan Schleim Associate Professor in Groningen. Der Forscher und Autor ist auch als Wissenschaftsjournalist aktiv, veröffentlicht in verschiedenen deutschsprachigen Medien mit Übersetzungen ins Italienische, Niederländische und Portugiesische. 2008 erschien sein erstes Buch "Gedankenlesen – Pionierarbeit der Hirnforschung", 2011 sein Buch "Die Neurogesellschaft – Wie die Hirnforschung Recht und Moral herausfordert." Ausgewählte Beiträge erscheinen auch auf Telepolis – Magazin für Netzkultur, für das Stephan Schleim seit vielen Jahren schreibt.

18 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Vor dem Chinesischen müssen wir uns als “Weltsprache” nicht fürchten, es hat unpraktisch viel Zeichen. Es war bis zum Beginn des 20. Jh. stets eine elitäre Schrift für Gebildete, damit kann man aber auch nicht die Welt erobern.

    • Weder “Chinesisch” noch Englisch/Amerikanisch werden in einer von automatischen Übsersetzern bestimmten Zukunft noch als Welt(kommunikations)sprachen nötig sein. Am Telephon wird es gar eine Direktübersetzung beispielsweise von Englisch nach Chinesich geben. Als Folge ist eine Rückkehr zu den Dialekten zu erwarten. Katalanen werden gar nicht mehr Spanisch lernen, sondern sich bei Bedarf Spanisch direkt in Katalanisch übersetzen lassen. Allerdings kommt es bei der Übersetzung oft gerade auf Feinheiten an und bis automatische Übersetzer diese beherrschen wird noch einige Zeit verstreichen. In Fachartikeln und Fachsprachen gibt es zudem auch Fachbegriffe, die heute typischerweise englisch sind. Diese Begriffe werden international bleiben. Beispielsweise wird man sowohl in Spanisch wie in Deutsch von Convolutional Neural Networks sprechen und kaum von Neuronaler Faltungscodierung, denn das zweite ist missverständlich, während das erste ein Fachbegriff der Artificial Intelligence ist.

  2. Das mit der Internationalisierung ist sicher sinnvoll, heißt in der Praxis aber: Amerikanisierung. Wer beispielsweise wie ich Publikationen in deutscher, englischer, niederländischer, finnischer, französischer… Sprache hat, wird bei vielen Kolleginnen und Kollegen bestenfalls ein müdes Lächeln hervorrufen. Sobald man aber im American Journal of Irgendwas publiziert, hat man sich einen Namen gemacht. Fairerweise könnten wir wieder, wie in früheren Zeiten, Latein schreiben; das wäre schließlich für alle eine Fremdsprache. Vielleicht werden wir auch noch erleben, wie Chinesisch das Englische als Fachsprache ersetzt.

    Ist doch logisch, dass man in einer Sprache publiziert, die moeglichst viele Kollegen verstehen. Ich weiss nicht, warum das schlecht sein sollte. Latein waere auch nicht fairer, da die Italiener und Spanier klar im Vorteil waeren. Dann schon Klingonisch oder irgendeine andere Kunstsprache. Wenn man sich die Zeitschriften mit den hoechsten Impact Factors anschaut, halten sich uebrigens US-amerikanische und Britische Publikationen die Waage: http://www.scimagojr.com/journalrank.php
    … da ist soviel “Amerikanisierung” wie Britisierung. Selbst wenn die US-Zeitschriften dominieren wuerden, waere dass nicht schlimm, da die Editorial Boards in der Regel international besetzt sind.

    • Hallo Herr Schulze,
      es ist sicher richtig, das es eine akzeptierte und idealerweise auch praktikable Wissenschaftssprache geben sollte. Nur ist es doch auch so, das mit dem derzeitigen System genügend Nachteile einhergehen, die von Herrn Schleim beschrieben wurden. Diese Nachteile sind zum Teil erheblich und werden auch von anderen Kollegen geteilt z.B. http://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0127502
      Insofern finde ich Ihren Hinweis ja berechtigt, nur sollte man doch auch auf das wesentlichen Kritikpunkte von Herrn Schleim, Publikationspraxis, Lehre – Forschung, Geschäftsmodell Publikationswesen, Interessenkonflikt peer review eingehen, denn diese sind ja offensichtlich substantiell….

      • @Dietrich

        Ja, es gibt einige Probleme im Wissenschaftsbetrieb, aber eine einheitliche Sprache oder die Amerikanisierung ist keines.

        Mich stoert etwas, die von Herrn Schleim genannten Probleme mit Unfreiheit gleichzusetzen. Es sind ja selber Wissenschaftler, die dieses System foerdern. Es sind Wissenschaftler, die ueber Grants und Publikationen entscheiden – zumindest in den Naturwissenschaften. Editoren, die bei vielen Zeitschriften aktive Wissenschaftler sind, folgen meist den Gutachtern. Dasselbe gilt fuer die Bewertung von Grants und bei der Einstellung von Professoren. Wenn Herr Schleim schreibt, dass es viele Zeitschriften gibt, bei denen ueber 90% der eingereichten Manuskripte gar nicht erst zum Review gehen, so ist das vielleicht nur fuer sein Gebiet der Fall. Ich habe mal nachgeschaut, Science akzeptiert 7% aller eingereichten Manuskripte, und ca. 20 % aller Artikel gehen zu den Referees.

        Herr Schleim hat in seinem Artikel sehr viele Probleme im Wissenschaftsbetrieb kurz angerissen. Zu jedem einzelnen Problem koennte man einen ganzen Artikel schreiben. Aber ich denke nicht, dass man von Unfreiheit reden kann, nur weil nicht jeder Wissenschaftler eine Professur und unbegrenzt Geld zur Verfuegung bekommt.

  3. @Schulze: Impact-Journals

    Mein Beispiel bezog sich konkret auf die Psychologie. Die führenden Journals auf Ihrer Liste gehören fast alle in den biomedizinischen Bereich.

    Wenn man sich die Liste genauer anschaut, dann sieht man, dass die sogenannten britischen Journals zu 80-90% Zeitschriften aus dem Hause Nature sind. Das ist traditionellerweise natürlich britisch.

    Da hätte man übrigens genauso eine deutsche Flagge daneben malen können: Der Nature-Verlag gehört nämlich der Holtzbrinck Publishing Group mit Sitz in Stuttgart. Nebenbei: Zum selben Firmenimperium gehören auch die SciLogs, die Sie gerade lesen.

    • @Schleim

      Das wusste ich noch nicht. Milka Schokolade gehoert den Amis und Nature Publishing ist deutsch; kein Wunder, dass sich immer weniger Menschen in der Welt zurechtfinden 😉

  4. @Stefan: Chinesisch “Light”

    Eine Kollegin meinte einmal, die heutige Wissenschaftssprache sei eigentlich “bad English”; wieso sollte es dann nicht auch einmal ein “Chinesisch light” zur Wissenschaftssprache schaffen?

    Meine Uni will sich dort jedenfalls gerade mit einem eigenen Campus niederlassen (Yantai).

  5. @Schulz: Klarstellung

    Es sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im Auftrag von Regierungs- und privaten Fördereinrichtungen sowie gewinnorientierten Unternehmen, die nach deren Regeln und Vorgaben sowie unter Umständen knapper Ressourcen Empfehlungen abgeben; und es sind Menschen mit Interessenkonflikten.

    Die alles beeinflusst die möglichen Fragen, die erforscht werden können.

    Ich sage nirgendwo, dass es keine Freiheit gibt; wenn Sie aber bestreiten, dass die genannten Prozesse die Freiheit zu forschen und zu publizieren wenigstens einschränken können, dann haben Sie meines Erachtens ein komisches Verständnis von Freiheit.

    Ich habe auch nirgendwo gesagt, dass es “viele” Zeitschriften gäbe, bei denen 90% der Einreichungen sofort abgelehnt werden. Sie schreiben jetzt selbst, dass die Zahl bei Science in der Nähe davon liegt (nämlich 80%). Bei Nature bewegt sie sich um die genannten 90% herum.

  6. @Chinesisch “Light”
    In einem gewissen Sinne ist das heutige Chinesisch bereits eine Light-Version, ganz besonders wenn wir von der Variante der Volksrepublik China ausgehen.
    Mir sind drei grobe Mechanismen bekannt, die in Laufe der chinesischen Sprachgeschichte zu einer Vereinfachung und mehr “Benutzerfreundlichkeit” führten.
    1. Altes Chinesisch, gerade welches, das vor Christi Geburt benutzt wurde, hatte die Tendenz ihre Schriftsprache extrem zu kondensieren. Eine nützliche Analogie sind die in Stein gemeißelten lateinischen Inschriften, die sich heute in so manch deutschen Städten an zum Beispiel Kircheneingängen finden. Diejenigen, die Latein können und sich den Spaß(Frust) erlaubt haben solche Inschriften zu übersetzen, haben sicherlich nebenbei so einige Tricks gelernt wie die Gelehrten von damals alle erdenklichen Möglichkeiten ausschöpften um möglichst viel Bedeutung auf knappen Raum zu platzieren. Stichworte sind Abkürzungen, Ablativus absolutus oder einfach das Weglassen ganzer Wörter, bei denen es syntaktisch eh “sonnenklar” ist, dass sie dorthin gehören. Im heutigen Verkehrs-chinesisch begegnet man solchen linguistischen Kondensationen zum Glück nur noch selten, aber in historischen Serien wird man geradezu damit bombardiert. Für mich sind das nur böhmische Dörfer.
    2. Über die chinesische Sprachgeschichte hinweg gab es wie zu erwarten erstmal eine Zunahme der Schriftzeichen, doch ab einem gewissen Punkt stagnierte diese Zunahme und kehrte sich schließlich um. Ein wichtiger historischer Orientierungspunkt für die Gesamtzahl chinesischer Schriftzeichen ist das im Jahre 1716 publizierte Kangxi-Wörterbuch, mit abgerundet 47000 Einträgen. Schon damals enthielt dieses Wörterbuch bereits Einträge von Schriftzeichen, die im China des 18 Jhr. praktisch nicht mehr im Gebrauch waren und im heutigen Chinesisch kommt man sogar in ziemlich gebildeten Kreisen gerade mal auf etwa 25% der dort gelisteten Schriftzeichen. Ein chinesischer Schulabgänger sollte nach 12 Jahren Unterricht etwa 10000 Zeichen beherrschen, womit man heutzutage in der Volksrepublik kommunikativ bestens klar kommt.
    3. Und zu guter Letzt ist dann noch die Schriftzeichenreform der Kommunistischen Partei aus dem 1950er Jahre, die sich voll und ganz darauf konzentrierte die Schriftzeichenkomplexität zu reduzieren. Gerade häufig wiederkehrende Schriftzeichen mit großer syntaktischer oder grammatischer Bedeutung wurden in ihrer Strichanzahl stark vereinfacht, was einer schnelleren Beherrschung der Schriftsprache stark förderlich war und auch die Schreibgeschwindigkeit erhöhte. Im heutigen digitalen Zeitalter hat sich der letztere Vorteil natürlich relativiert.
    Zusammenfassend halte ich es nicht für abwegig, dass China irgendwann eine weitere Sprachvereinfachung einleitet. Die Digitalisierung in China kombiniert mit der Zensurfreudigkeit der Regierung führt an und für sich schon zu sehr kuriosen linguistischen Stilblüten.

  7. Zum Matthäus-Prinzip

    Wie der biblische Ursprung bereits andeutet ist dieses Problem älter und universeller als die moderne wissenschaftliche Publikationskultur. Mir fällt dazu folgendes Gedicht von Bertolt Brecht ein:

    FRAGEN EINES LESENDEN ARBEITERS

    Wer baute das siebentorige Theben?
    In den Büchern stehen die Namen von Königen.
    Haben die Könige die Felsbrocken herbeigeschleppt?
    Und das mehrmals zerstörte Babylon,
    Wer baute es so viele Male auf ? In welchen Häusern
    Des goldstrahlenden Lima wohnten die Bauleute?
    Wohin gingen an dem Abend, wo die chinesische Mauer fertig war,
    Die Maurer? Das große Rom
    Ist voll von Triumphbögen. Über wen
    Triumphierten die Cäsaren? Hatte das vielbesungene Byzanz
    Nur Paläste für seine Bewohner? Selbst in dem sagenhaften Atlantis
    Brüllten doch in der Nacht, wo das Meer es verschlang,
    Die Ersaufenden nach ihren Sklaven.
    Der junge Alexander eroberte Indien.
    Er allein?
    Cäsar schlug die Gallier.
    Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?
    Philipp von Spanien weinte, als seine Flotte
    Untergegangen war. Weinte sonst niemand?
    Friedrich der Zweite siegte im Siebenjährigen Krieg. Wer
    Siegte außer ihm?
    Jede Seite ein Sieg.
    Wer kochte den Siegesschmaus?
    Alle zehn Jahre ein großer Mann.
    Wer bezahlte die Spesen?

    So viele Berichte,
    So viele Fragen.

    Dieses Gedicht verdeutlicht auf einer allgemeineren Ebene die dopplte Ungerechtigkeit, bei der die Errungenschaften der berühmten Person überschätzt und die Errungenschaften der Menschen um ihn herum unterschätzt werden, wenn auch auf einer wesentlich massiveren Skala als es Robert K. Merton im naturwissenschaftlichen Betrieb beschreibt.

    In der modernen Medienlandschaft finden sich endlose Beispiele für diesen Effekt. Wenn wir über Facebook’s menschlichen Repräsentanten sprechen, reden wir über Zuckerberg. Das menschliche Gesicht des Nordkoreakonflikts hat sich auf ein Beleidigungsduell zwischen Trump und Un reduziert. Im Falle von Trump nutzen seine Stabsmitglieder diesen Effekt sogar zu ihrem Vorteil. Einer seiner Regierungsleute (dessen Name und Funktion ich vergessen habe), sprach von Trump und seiner Blitzableiterfunktion, der all die Negativpresse auf sich zieht, so dass er und seine Kollegen ziemlich unbehelligt von der öffentlichen Aufmerksamkeit “ihren Job” machen können.

    Natürlich könnte man an dieser Stelle sagen, dass Naturwissenschaftler im Sinne einer objektiven Weltanschauung sich einem höheren Standard unterwerfen sollten. Statt sich von der Reputation berühmter Forscher einnehmen zu lassen, sollte stets auf faktischer Basis überprüft werden, wie viel Respekt und Anerkennung jedem Forscher, und sei er Erst, Zweit oder nter-autor eines Papers, tatsächlich zusteht.
    In der Realität ist oft nicht einmal genügend Transparenz gegeben, um dies tatsächlich zu überprüfen, aber das wesentlich größere Problem sehe ich darin, wie das kognitiv zu bewältigen sein soll.

    Um kurz einen Satz von Walter Lippmann zweckzuentfremden sehe ich die Ursache des Matthäus-Prinzips im Datenüberfluss, der uns kognitiv über den Kopf wächst, und das wiederum zu einer “erkenntnis-ökonomischen Abwehreinrichtung gegen die notwendigen Aufwendungen einer umfassenden Detailerfahrung” führt. Die Fokussierung auf Forscherkoryphäen, wie sie durch den Nobelpreis exemplarisch verkörpert werden, ist da nur die Spitze des Eisbergs.

    Forschung ist heute allein dadurch schwieriger geworden, dass es soviel vorangegangene Forschung gibt, die es erst einmal durchzugehen gilt, um nicht aus Versehen an etwas zu arbeiten, zu dem bereits publiziert wurde. Etwas was einer früheren Mitstudentin von mir in der Masterarbeit passiert war. Und dieses Problem wird über die Zeit schlimmer, da sich das Wissen in den Disziplinen nach dem derzeitigen Archivierungsprinzip akkumuliert.

    Soll trotz der Schwierigkeit (oder eher Unmöglichkeit), im eigenen Fach inhaltlich den Überblick zu bewahren, auch noch die korrekte Zuordnung der Forscher zu den Arbeiten im Auge behalten werden? Ich möchte damit nicht das Problem kleinreden, das Sie in ihrem Beitrag zur Debatte stellen, aber für mich ist in der modernen naturwissenschaftlichen Forschung ein “kognitiver Flaschenhals” erreicht und darüber hinauszugehen verbietet uns unsere eigene Biologie. Das menschliche Gehirn ist ein Wunderwerk der Natur, aber es hat seine Grenzen.

  8. @Schleim

    Sie haben recht, dass die von Ihnen genannten Prozesse die “möglichen Fragen, die erforscht werden können” beeinflusst. Auch bestreite ich nicht, dass diese Prozesse “die Freiheit zu forschen und zu publizieren wenigstens einschränken können”. Ich stoere mich lediglich an ihrer Ueberschrift, die nahe legt, dass Wissenschaft nicht frei ist, und moeglicherweise den interessierten Laien ein falsches Bild vermittelt.

    Es stimmt, dass es Richtlinien fuer die Begutachtung von Foerderungen gibt. Diese sind in der Regel oeffentlich, und stellen sicher, dass diese Projekte aussischt auf Erfolg haben. Hier z.B. fuer die DFG: http://www.dfg.de/foerderung/antragstellung_begutachtung_entscheidung/gutachtende/antragsbegutachtung/index.html

    Wie gesagt, Sie haben viele Themen angeschnitten. Einige sind wirklich problematisch, aber ich denke, dass in Europa und auch in Nordamerika viele Probleme durch die Wissenschaftscommunity selbst gemacht sind und auch von dieser geloest werden koennen. Einige Beispiele: Die Geschaeftspraktiken von Elsevier sind kein Thema mehr, wenn Wissenschaftler einfach dort nicht mehr publizieren. Bei der Einstellung von Leuten sollte eher auf die Qualitaet der Publikation, als deren Anzahl geachtet werden. Der Impact einer Publikation sollte entscheidend sein, nicht der Impact Factor der Zeitschrift in der die Publikation veroeffentlicht wurde usw …

  9. @Schulze: Klärung

    Damit der “interessierte Laie” keinen falschen Eindruck bekommt, folgen auf die Überschrift ja meine Gründe; und darauf folgt eine Diskussion, in der wir uns über das Thema verständigen können.

    Wenn Sie weniger Probleme damit hätten, wenn der Titel wäre: “Warum die Wissenschaft nicht völlig frei ist”, dann haben Sie einen Punkt, ja.

    Im Text folgt aber, dass Missbrauch möglich ist, nicht dass er allgegenwärtig ist. Im zweiten Teil werden noch Verweise auf Artikel in der FAZ (Die freie Wissenschaft ist bedroht) oder der ZEIT (Rettet die Wissenschaft!) folgen, die es in sich haben.

    Vielleicht sind das Gründe für Sie, auch Ihren Standpunkt noch einmal zu überdenken.

  10. Ad Paywall

    Ergänzend hierzu:

    »Selbst als Mitglied der Forschungsgemeinschaft kommt es oft genug vor, dass man die Arbeiten seiner Kolleginnen und Kollegen nicht einfach so abrufen kann. Wenn man dann keine “inoffizielle” Kopie im Web findet oder einem die Autorinnen/Autoren diese per E-Mail zuschicken, hat man Pech – oder bezahlt einige duzend bis hundert Euro aus eigener Tasche.«

    .
    Ganz so dramatisch ist es wohl nicht, denn es gibt immer noch die Möglichkeit, sich die gewünschte Publikation per subito-Library-Service zuschicken zu lassen. Das kostet einem/einer Hochschulmitarbeiter/in innerhalb Deutschlands dann höchstens 6 Euro (wenn die VG-Wort nicht mitkassiert, dann 4 Euro).

    Sicher, das ist in etwa so, als würde man statt eines Faxgeräts einen Fernschreiber benutzen, aber die Digitalisierung hat sich in der Wissenschaftskommunikation halt noch nicht vollständig durchgesetzt. Ist politisch vielleicht auch nicht gewollt.

  11. @Balanus: Fernleihe

    Danke für die Ergänzung.

    Mein Umgang mit Deadlines gestaltet sich üblicherweise so, dass ich nicht eine Woche warten kann, bis mich die Literatur erreicht. Meine Gedanken sind viel schneller; und meine Finger auch.

    Außerdem ist das ganze bürokratisch – und hier in den Niederlanden gibt es damit eigentlich jedes Mal Probleme, vor allem wegen der schlechten Umsetzung auf der Bibliothekswebsite, die wohl noch aus dem vorherigen Jahrtausend stammt.

    Das Beispiel verdeutlicht aber die Absurdität unseres Uhrheber- und Lizenzrechts: Wenn eine Mitarbeiterin/ein Mitarbeiter an der Zielbibliothek eine Kopie anfertigt – aber auch nur diese einzige und für diesen einmaligen Zweck –, dann ist das legal, sellbst wenn ich die Publikation als PDF im Mail-Anhang bekomme. Eine digitale Zwischenkopie, die man bei Bedarf und wesentlich zeiteffizienter weiterschicken könnte, wäre hingegen illegal. Diese würde die Lizenzrechte der Verlage verletzen, heißt es.

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