Von Mukoviszidose-Therapien lernen: Wir sind bei der Pandemie-Bekämpfung nicht besonders gut

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… aber nicht einfacher
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Es gibt Teile von Büchern, die bleiben einem nachhaltig im Gedächtnis. Bei mir gehört dazu ein Kapitel aus dem Buch “Better” des US-amerikanischen Arztes Atul Gawande. Er beschreibt darin das medizinische Vorgehen bei Mukoviszidose, einer angeborenen Stoffwechselerkrankung, bei der die Lunge, aber auch andere Organe, mit zähem Schleim verstopft werden. Die Geschichte beginnt in den späten fünfziger Jahren, mit dem Kinderarzt Leroy Matthews, der am Babies and Children’s Hospital in Cleveland ein neues Programm zur Behandlung von Mukoviszidose organisiert hatte – und damit überragenden Erfolg hatte. Eine entsprechene Untersuchung Mitte der 1960er Jahre zeigte, dass Matthews Patient*innen im Schnitt (Median) mit 21 Jahren starben – und damit sieben Mal länger lebten als Kinder, die in anderen Zentren behandelt worden waren. Die Behandungsmethoden, die er einführte, wurden auch nach und nach auch von anderen Zentren übernommen. 2003 betrug die Lebenserwartung von Patient*innen in den USA im Mittel bereits 33 Jahre. Aber in den besten Behandlungszentren lag sie zu diesem Zeitpunkt bereits bei 47 Jahren.

Auf der Suche nach einer Erklärung für große Unterschiede

Bei genauerer Betrachtung, so führt Gawande aus, sind diese Unterschiede einigermaßen überraschend. Mukoviszidose wird in den USA vorwiegend in 117 darauf spezialisierten Zentren behandelt – also von Teams, die sämtlich langjährige Erfahrung haben und auf die betreffende Krankheit spezialisiert sind. Die Teams folgen dabei denselben Behandlungsrichtlinien, und die sind im Vergleich mit anderen Krankheiten überaus detailliert. Die Zentren werden entsprechend zertifiziert. Warum also trotzdem solche beachtlichen Unterschiede?

Diese Frage stellte sich Anfang der 2000er Jahre auch das Mukoviszidose-Zentrum in Cincinnati. Das fand sich in der von der amerikanischen Mukoviszidose-Stiftung, der Cystic Fibrosis Foundation, erstellten Rangfolge bestürzend weit unten, und hatte erst einmal keine rechte Vorstellung davon, warum. Im Gegenteil: man folgte den Richtlinien, wie die anderen Zentren auch. Zwei der Ärzt*innen in Cincinnati hatten sogar an den Richtlinien mitgeschrieben. Eigentlich machte man alles richtig. Und trotzdem waren die Ergebnisse deutlich schlechter als in anderen Behandlungszentren.

Gawande besuchte das Zentrum in Cincinnati dann auch selbst, und war durchaus angetan von der dortigen Arbeitsweise. Das Zentrum hatte zu dem Zentrum gerade eine Grippe-Impf-Kampagne für die Patient*innen erfolgreich abgeschlossen und dabei 90 Prozent der Angesprochenen erreicht. Was er von Organisation und Praxis der Behandlung mitbekam, war ebenfalls positiv: Gute Kommunikation mit den Patient*innen und ihren Eltern. Sorgfältige Untersuchungen. Wenn da nicht die Vergleichszahlen wären, wäre man nie darauf gekommen, dass jenes Zentrum etwas anderes als exzellente Gesundheitsversorgung bot.

Mukoviszidose-Zentren: Von Cincinnati nach Minneapolis

Anschließend besuchte Gawande den Spitzenreiter der Liste: das Fairview-University Children’s Hospital’s Cystic Fibrosis Center. Und was er dort mitbekam, war dann doch noch einmal ein ganz anderer Level von Dranbleiben, Besserwerden, mit den Patient*innen arbeiten. Was die Patient*innen mit Medikamenten, Abklopfen von Brust und Rücken und anderen Maßnahmen machen, kann ganz schön anstrengend werden, und vor allem: oft sieht man dabei gar keine wirklich deutlichen unmittelbaren Erfolge. Es ist ein Spiel auf Zeit. Gawande erzählt das anhand einer Teenagerin, die in Minneapolis zur Behandlung war, und bei der im Gespräch herauskam, dass sie ihre Therapien in den letzten Monaten einigermaßen hatte schleifen lassen. Aber warum auch nicht – es ging ihr doch nach wie vor recht gut? Der behandelnde Arzt demonstrierte der Patientin dann eindringlich, warum das ein Fehlschluss war.

In dem dortigen Zahlenbeispiel: ohne Behandlung bestand für eine Patientin wie diese pro Tag eine Chance von 0.5%, schwer lungenkrank zu werden, mit Behandlung eine Chance von nur noch 0.05%. Beides kleine Zahlen. Also was war nun der große Unterschied zwischen einer Chance von 99.5%, gesund zu bleiben, und 99.95%? Auf kürzere Zeit gab es da kaum einen Unterschied. Aber schon auf ein Jahr gerechnet besteht bei diesen Zahlenwerten mit Therapien eine 83-prozentige Chance, das Jahr ohne schwere Erkrankung zu überstehen, ohne nur eine 16-prozentige. Und auf diese und ähnliche Art waren die Ärzte in Minneapolis in so gut wie allen Aspekten der Patientenbehandlung am Ball, waren immer weiter am pushen, haben sich nie zufrieden zurückgelehnt.

Wie gesagt, die Ärzte in Cincinnati waren nicht schlecht. Machten keine Fehler. Hielten sich an die Richtlinien. Hatten ihren Behandlungsablauf gut organisiert, und gingen auf ihre Patient*innen ein. Aber im Vergleich mit den Kolleg*innen in Minneapolis gaben sie sich trotzdem schneller mit dem Erreichten zufrieden, unternahmen nach Erreichen eines gesteckten Ziels keine weiteren Extra-Anstrengungen mehr. Hatten einen einigermaßen hohen Standard erreicht, aber bemühten sich nicht mehr systematisch, noch darüber hinaus zu wachsen.

Aber der Unterschied, gemessen zum Beispiel in Jahren zusätzlicher Lebensdauer, ist für die Patient*innen enorm.

Deutschland in der Pandemie

Wie gesagt: Jenes Beispiel für den Unterschied zwischen befriedigender und sehr guter Leistung ist mir seit mehr als zehn Jahren im Gedächtnis geblieben, seit ich das entsprechende Kapitel von Gawandes Buch gelesen hatte. Und während der Corona-Pandemie fühlte ich mich wieder und wieder daran erinnert, aber nicht im positiven Sinne.

Denn selbst, wenn wir die kontroversesten Aspekte der Pandemie-Bekämpfung einmal beiseitelassen – Lockdowns mit den entsprechenden wirtschaftlichen Folgen; dank entsprechender Lobbyarbeit unfassbarer Weise als Gegenmaßnahme so gut wie “verbrannt”; das Zögern der Regierenden ab Beginn der zweiten Welle, das mit einiger Wahrscheinlichkeit zehntausende Leben gekostet hat; die umstrittene Frage von Schulschließungen – gibt es zahlreiche Beispiele dafür, dass die Pandemiebekämpfung in Deutschland sich jeweils viel zu früh ausgeruht hat. Oft sogar auf mittelmäßigen Lösungen, noch nicht einmal auf guten. Und das dürfte, ähnlich wie beim Beispiel Mukoviszidose-Zentren, zusammengenommen einen großen Unterschied gemacht haben.

Beispiele gefällig?

Wie man Impfwillige frustriert

In meinem Umfeld waren und sind viele impfwillig. Entsprechend bekomme ich auf sozialen Medien recht viel davon mit, wie Menschen nach Impfterminen suchen – inzwischen vor allem nach Boosterterminen. Wie frustrierend die Seite impfterminservice.de programmiert war, habe ich selbst mitbekommen. Keinerlei Möglichkeit zu Voranmeldungen. Zig Aufrufe – oder Glück – nötig, um überhaupt einen entsprechenden Termin angeboten bekommen. Viel Zeit, Geduld, und Frusttoleranz nötig, um überhaupt bis dorthin zu kommen. Am Ende waren dann automatisierte Abfrageskripte im Umlauf, die geholfen haben – aber um solche Skripte zum Laufen zu bekommen muss man ja schon wieder einigermaßen privilegiert sein. Beim telefonischen Ableger des Systems ganz analog. Warteschleife, “Versuchen Sie es später noch einmal”. Dutzende und Aberdutzende Versuche, bis man eher zufällig einmal durchkommt. Und wie ein Kollege richtig anmerkte: Jetzt, wo der Service eingestellt ist, versuchen die selbst ihre Misserfolge noch als Erfolg zu verkaufen, siehe diesen Screenshot des Bildes, der jetzt auf der Seite zu sehen ist:

Screenshot von https://001-iz.impfterminservice.de/impftermine/ vom 3. Dezember 2021 - "Wir sagen Danke" mit Zahlen zu vermittelten Terminen und Seitenaufrufen. Anders als bei der Mukoviszidose können wir hier offenbar noch nicht einmal aus den eigenen Zahlen die richtigen Schlüsse ziehen.Wenn man sich die Zahlen anschaut, steht da doch insbesondere folgendes: Nur rund jede zwanzigste Termninsuche führte überhaupt zum Erfolg. (Warum jede zwanzigste, nicht jede Zehnte? Jeder Erfolg ergab ja zwei gebuchte Termine, einen für die erste, einen für die zweite Impfung. 1,28 Milliarden Suchen standen also letztlich nur 6,5 Millionen Erfolge gegenüber.) In diesem Missverhältnis stecken gewaltige Mengen an Frust.

Wie man Aerosolen freien Lauf lässt

Klar: Unser Wissen über die Übertragbarkeit von SARS-CoV2 hat sich gerade in den ersten Monaten deutlich verändert. Ich erinnere mich noch an den Anfang, als in den Sozialen Medien schöne Anleitungen zum hinreichend langen Händewaschen kamen. Dass das nicht das Entscheidende ist, haben wir dann ja recht bald gelernt. Stattdessen wurde wichtig: Das Virus wird insbesondere als Aerosol übertragen. Daher die Wichtigkeit von Abständen und Masken.

Was gegen Aerosole nicht hilft: Plexiglasscheiben mit viel Luft links, rechts und oben drüber. Und wenn das Personal dem Hygienekonzept nach die Maske abnehmen darf, sobald es nur ein solches Plexiglas-Feigenblatt zwischen sich und die Kund*innen gebracht hat, dann schaden die Plexiglasscheiben sogar.

Ich habe solche Scheiben noch vor einigen Monaten in einem Bürgeramt im hiesigen Heidelberg gesehen, inklusive dem absurden Infektionsschutz-Theater, bei dem die Mitarbeiterin beim Hervortreten hinter der symbolischen Scheibe ihre Maske wieder anlegt, sie dahinter dann aber wieder absetzt. Ähnlich war es noch vor einigen Wochen im hiesigen Supermarkt.

Und dahinter dürfte ja noch mehr stecken. Es ist ja schön und gut, wenn Bund und Länder entsprechende Corona-Verordnungen erlassen, wo dann etwas von einem Hygienekonzept steht. Aber wenn Hygienekonzepte dann offenbar nicht flächendeckend kontrolliert und selbst bei so großem Erkenntniszuwachs nicht korrigiert werden, kann man es auch gleich lassen.

Feigenblätter vs. Dranbleiben

Na gut, kleine Korrektur: wenn es primär um die Pandemiebekämpfung ginge, könnte man so etwas auch gleich lassen. Eine Feigenblattfunktion haben solche Regelungen aber natürlich trotzdem: Schaut mal, hier, wir haben eine Verordnung! Wir haben ein Hygienekonzept! Es ist ja nichts, als würden wir nichts machen.

Das ist dann noch eine Stufe niedriger als beim Mukoviszidose-Zentrum in Cincinnati. Nicht einmal mit Elan und Engagement den entsprechenden Behandlungsrichtlinien folgen, sondern eher widerwillig nur soviel tun wie gerade nötig. Hier, wir haben doch eine Impftermin-Webseite! Und telefonisch kann man auch Termine buchen! Wir haben entsprechende Schutzverordnungen! Wir haben (unter entsprechenden Umständen) eine Maskenpflicht!

Aber wir waren halt nie richtig hinter den entsprechenden Lösungen her. Es gab keine flächendeckenden Kontrollen des Maskentragens, und offenbar auch nicht der Hygienekonzepte. Der programmierte Impftermin-Frust hat auf Seite der dafür Verantwortlichen offenbar nicht dazu geführt, dass dort etwas geändert wurde. Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter war nie eine hohe Priorität; schon die damaligen Inzidenzen von 50 als Grenzwert, wo es bei der Nachverfolgung angeblich erst schwierig werden würde, waren ja eine politische Setzung, und der aktuelle Kontrollverlust läuft auch eher so nebenbei mit.

Und worin sich Mukoviszidose-Therapie und Pandemiebekämpfung leider noch ähneln: Es gibt keine kurzfristigen persönlichen Erfolge, wenn man besonders gut dranbleibt. Wer mit der Maskenpflicht nachlässig ist, bekommt dafür monatelang als direkte Rückmeldung: mir passiert ja auch so nichts. Ditto mit den Hygienekonzepten. Selbst wer jemanden ansteckt, bekommt darüber ja, nicht zuletzt wegen fehlender Kontaktverfolgung, in den meisten Fällen keinerlei Rückmeldung, dass man da einen anderen Menschen unter Umständen gehörig in Gefahr gebracht hat.

Umso wichtiger wären – ganz analog zu dem, was im Mukoviszidose-Zentrum in Minneapolis geschieht – regelmäßige Hinweise und Rückmeldungen: Ja, wir brauchen diese Maßnahmen jetzt, auch wenn es in der Natur der Sache liegt dass Sie als Einzelne*r nicht direkt die Auswirkungen ihres sinnvollen Verhaltens oder ihres Fehlverhaltens sehen. Erinnern Sie sich an solche Aufrufe? Ich erinnere das nur von ganz am Anfang, und auch da waren es eher zahme Floskeln, dass es jetzt auf uns alle ankäme und so weiter.

Die emotionalen Aufrufe, Hilferufe, Empörungsrufe, gerade medial verstärkt, erinnere ich vor allem von denen, bei denen es in die Gegenrichtung ging. Gar nicht mal den echten Querdenker*innen, sondern denen, die auf die wirtschaftlichen Folgen von Lockdowns hingewiesen haben, die mit den es-ist-gar-nicht-so-schlimm-keine-Panik-Aussagen, mit den Rufen nach einem “Freedom Day”. Also mit den Aussagen, die es noch schwieriger machen mit dem Durchhalten bei den notwendigen, aber mühsamen und nicht mit direkter positiver Erfolgs-Rückmeldung versehenen Maßnahmen.

Wir sind in der Pandemiebekämpfung bislang und derzeit nicht besonders gut

Und all das zeigt zusammengenommen, dass wir bei der Pandemiebekämpfung bislang nicht besonders gut waren. In vielen Teilaspekten – fehlende Kontrollen, umständliche Terminvergabe usw. – waren wir unterhalb derjenigen Standards, die man alleine aufgrund des gesunden Menschenverstands für erfolgreiches Vorgehen definieren würde. Sprich: Wir waren noch deutlich unterhalb des Mukoviszidose-Zentrums in Cincinnati. Von einem Vorgehen mit Ehrgeiz, Hartnäckigkeit, Dranbleiben wie im Mukoviszidose-Zentrum Minneapolis konnten wir nur träumen.

Selbst wenn wir die kontroverseren Maßnahmen beiseitelassen: All das hat selbstverständlich zu der Situation beigetragen, in der wir uns jetzt befinden. Wo Menschen sterben, weil die medizinische Versorgung in der nächstgelegenen Klinik eben nicht mehr gegeben ist und der Rettungswagen stundenlang durch die Gegend gondelt. Wo unter anderem Krebspatient*innen jeglichen Alters keine angemessene Krebsbehandlung mehr bekommen, weil nötige Operationen verschoben werden müssen.

Wo außerdem kurioserweise eine Reihe grundlegender Mechanismen außer Kraft gesetzt sind, die solche Missstände eigentlich verhindern sollten. Wo selbst Boulevardmedien, die doch sonst auf jede Tränendrüse drücken und jeden Empörungs-Trend mitmachen und anfachen, bei diesen ganz realen menschlichen Tragödien weitgehend blind und stumm sind. Wo noch nichtmal die Verzögerungs-Farce vom letzten Herbst/Winter mit den anschließenden zehntausenden Toten zu irgendeiner Form der Übernahme politischer Verantwortung (samt Konsequenzen) geführt hat. Wo selbst der Bundespräsident beim offiziellen Corona-Gedenkakt im letzten April nur die Wut und Erbitterung der Querdenker*innen gewürdigt hat, nicht den Frust all derjenigen, die angesichts der unangemessenen Maßnahmen wütend und verbittert waren.

Keine Anreize, keine Kontrollen, kein zur-Verantwortung-ziehen

Das ist vielleicht die erschreckendste Lehre aus diesen ganzen Entwicklungen. Bei der Mukoviszidose-Behandlung hat sich etwas getan, weil Zahlen erhoben wurden, weil anhand der Behandlungserfolge und -misserfolge, quantifizierbar zum Beispiel durch die mittlere Überlebensdauer, klar wurde: Hoppla, selbst in Zentren wie in Cincinnati, wo lokal betrachtet alles richtig gemacht wurde, ist man von dem, was im Behandlungsrahmen möglich ist, weit entfernt. Wir haben in dieser Pandemie offenbar noch nicht einmal das Gegenstück zu dieser Art von Bestandsaufnahme. Das macht es all denen einfach, die eben nicht so genau auf die Probleme gucken wollen, sondern die sagen: Ach, im Großen und Ganzen standen und stehen wir doch gar nicht so schlecht da. Und das wiederum verstärkt unser Problem des sich-mit-halbgaren-Lösungen-zufriedengebens.

Wenn wir Pech haben, dann führt es, wie jetzt, in eine Lage, wo es dann ab einem bestimmten Punkt offensichtlich war, dass dieses Zufriedengeben uns in die Irre geführt hat. Falls danach doch noch ein Kassensturz kommt bei dem wir uns fragen, was wir denn hätten anders und besser machen können, wäre es sicher nicht das schlechteste Vorgehen, sich an analogen Beispielen wie der Mukoviszidose-Therapie zu orientieren.

 

 

 

Markus Pössel hatte bereits während des Physikstudiums an der Universität Hamburg gemerkt: Die Herausforderung, physikalische Themen so aufzuarbeiten und darzustellen, dass sie auch für Nichtphysiker verständlich werden, war für ihn mindestens ebenso interessant wie die eigentliche Forschungsarbeit. Nach seiner Promotion am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut) in Potsdam blieb er dem Institut als "Outreach scientist" erhalten, war während des Einsteinjahres 2005 an verschiedenen Ausstellungsprojekten beteiligt und schuf das Webportal Einstein Online. Ende 2007 wechselte er für ein Jahr zum World Science Festival in New York. Seit Anfang 2009 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg, wo er das Haus der Astronomie leitet, ein Zentrum für astronomische Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit. Pössel bloggt, ist Autor/Koautor mehrerer Bücher, und schreibt regelmäßig für die Zeitschrift Sterne und Weltraum.

33 Kommentare

  1. @markuspössel
    “Falls danach doch noch ein Kassensturz kommt bei dem wir uns fragen, was wir denn hätten anders und besser machen können, wäre es sicher nicht das schlechteste Vorgehen, sich an analogen Beispielen wie der Mukoviszidose-Therapie zu orientieren.”

    Im Rahmen dieses wünschenswerten Kassensturzes sollte auch die bisherige Datenerhebungskatastrophe auch zu den bekannten und prognostizierten Impfstoffnebenwirkungen eine prioritäre Bedeutung erhalten, um die Nutzen und Folgen zukünftiger pharmakologischer Präventionsmaßnahmen und gentherapeutischer Interventionen realitätsgerechter einschätzen zu können.

    “Eine schlechte Meldemoral bezüglich Tod nach Corona-Impfung lassen auch die Ergebnisse der Obduktionen in der Uni-Pathologie Heidelberg vermuten. Darüber wurde unter anderem in der Online-Version des Deutschen Ärzteblatts Anfang August berichtet. Der Chefpathologe Professor Schirmacher fand bei ungewöhnlich vielen, kurz nach Impfung Verstorbenen Hinweise auf einen ursächlichen Zusammenhang mit der Corona-Impfung. Dies wurde von Prof. Mertens in Frage gestellt, da ja eine Meldepflicht nach dem Infektionsschutzgesetz bestehe. Aber eine Meldepflicht bedeutet nicht, dass auch gemeldet wird.

    Ich gehe von einer erheblichen Untererfassung von Impfkomplikationen, inklusive Todesfolge, nach Impfung aus. Bei deutlich sinkenden Todeszahlen durch Covid nähern sich die Todesraten von Covid-Toten und Impftoten weiter an und es wäre fatal, wenn eines Tages Gleichstand oder ein Überhang von Impftoten herrschte, ohne dass diese Tatsache anhand der Untererfassung überhaupt bemerkt würde.”

    https://www.berliner-zeitung.de/open-source/medizinerin-es-gibt-keine-kontrolle-ob-eine-impfkomplikation-gemeldet-wird-li.184157

    • Wobei das aufgrund der Meldepflicht für Impfnebenwirkungen und Impfschäden, samt bundesweit verfügbarer App, ja ein vergleichsweise gut ausgeleuchteter Bereich ist, wo es tatsächlich eine Grundlage für die Datenerhebung gibt, und die Möglichkeit von Sanktionen, wenn der nicht nachgekommen wird. Aus meiner Sicht daher – im Gegensatz zu Ihrer doch recht drastischen Wortwahl – ein vergleichsweise gut abgedeckter Bereich. Während es umgekehrt soweit ich weiß zu Long Covid noch keine zentrale Erfassung gibt. Aber klar: In einer Gesamtschau muss alles auf den Tisch. Die Bereiche, für die es bereits Meldepflichten und eine Erfassungsstruktur gibt ebenso wie die anderen. (Wobei man angesichts der Anti-Impf-Propaganda natürlich gerade bei Impftoten immer schauen muss, dass man nicht auf gezielt gestreute Falschmeldungen hereinfällt, siehe z.B. diesen Correctiv-Faktencheck).

    • mRNA-Impfstoffe werden weltweit massenhaft eingesetzt, sehr fatale Nebenwirkungen müssten millionenfachen Impfungen sich irgendwann deutlich zeigen.

        • Das ist nicht “Laut dem PEI-Sicherheitsbericht”, sondern laut jemandem, der auf Twitter offenbar einen Vergleich von PEI-Daten und anderen Daten zu unterschiedlichen Impfungen angestellt hat. Das Hauptproblem dabei: Die Daten sind nicht direkt vergleichbar. (Weshalb das PEI in seinem Bericht einen solchen Vergleich auch gar nicht anstellt – im Widerspruch zu Ihrer diesbezüglich sachlich falschen Aussage.) Ein offensichtlicher Unterschied: Zu den Corona-Impfungen gibt es eine eigene App, mit der Geimpfte Nebenwirkungen direkt melden können, und die regelmäßig an die nächste Rückmeldung erinnert. Allein damit sind Nebenwirkungen in diesem Falle deutlich besser erfasst als bei der Grippeimpfung, ein direkter Vergleich also gar nicht sinnvoll möglich. Insofern: sorry, aber das ist reine (und letztlich gefährliche) Anti-Impf-Propaganda, die Sie hier betreiben. Zumal ja auf den Kontext auch nicht hingewiesen wird: Verdachtsfälle vs. nachgewiesene Todesfälle. Der Hinweis, dass “bleibende Schäden” auch z.B eine kleine Vernarbung an der Einstichstelle sein kann. Und so weiter.

          • @markuspössel

            Sie haben recht: es handelt sich um eine Bearbeitung der Daten des PEI-Sicherheitsberichtes durch einen Anonymen. Auch kann man Ihnen zustimmen. dass eine direkte Vergleichbarkeit der erhobenen Daten in der gemachten Form fraglich ist. Gerne hätte ich Ihnen sehr akkurate und verlässlich erhobene Daten zu den Nebenwirkungen der Corona-Impfstoffe gezeigt. Leider sind diese im allgemeinen Datenerhebungschaos während der Corona-Krise
            wohl “unabsichtlich verschütt gegangen”.

            Es gibt jedoch Signale aus verschiedenen Quellen (Pfizer-Zulassungsstudie, Erhebungen der WHO und durch das VAERSzu Nebenwirkungen durch die Corona-Impfstoffe), dass es erhebliche Zunahme an Erkrankungen in zeitlichem Zusammenhang mit der Gabe dieser Impfstoffe gibt.
            Diese Twitter-tread zeigt Ihnen einige Quelle dazu:

            https://twitter.com/marcfriedrich7/status
            /1466672348170436609

            Warum diese Signale nicht zu einer intensiven auch öffentlichen Diskussion in Fachkreisen führt, bleibt mir ein Rätsel. Vielleicht haben Sie eine Antwort?
            Im Grunde genommen müsste aufgrund dieser Signale ein Impfmoratorium erwogen werden. So wäre es in der Zeit vor Corona jedem Pharmakon oder Impfstoff ergangen. Es wäre die Aufgabe u.a. des PEI eineindeutig die Häufigkeit und Schwere von gemeldeten, vermuteten Impfstoffnebenwirkungen darzustellen und zu sehr zeitnah kommunizieren.

            Wir sehen hier ein fast weltweites Versagen der Pharmakovigilanz. In den Niederlanden werden Nebenwirkungszahlen veröffentlicht, welche das Mehfache der deutschen Zahlen darstellen. Warum ist dem so?
            Um eine rationale Impfentscheidung zu treffen, benötigt man gute Daten, damit eine realistische Nutzen-Risiko-Abwägung möglich wird.
            Nicht jedem, erscheinen die bisher veröffentlichten Daten dazu als ausreichend.
            Betreibt jeder, der diese offensichtlich fehlenden Evidenzen nicht sehen will deswegen Pro-Impfstoff-Propaganda?

          • Sie haben in dem verlinkten PEI-Sicherheitsbericht doch akkurate und verlässlich erhobene Daten. Da wird im Detail aufgeschlüsselt, was passiert ist; die besonders besorgniserregenden Nebenwirkungen mit den Hirnblutungen – die ja auch vorsichtigerweise schnell zu einer Anpassung der Impfempfehlung geführt hatten – sind genau beschrieben. Und in dem verlinkten Tweet findet sich ja leider doch nur dieselbe Propaganda-Taschenspielerei. Da wird groß auf die Gesamtzahl der gemeldeten Nebenwirkungen abgehoben. Herzlichen Glückwunsch: Gerade wegen der besonderen Situation wird so genau hingeschaut wie nie zuvor – siehe die SafeVac-App, die z.B. auch ich bei Corona brav ausgefüllt habe, die ja aber vorher nicht zum Einsatz kam. Dieses genaue Hinschauen, und die entsprechend hohen reinen Meldungszahlen, ins Negative zu drehen ist doch absurd. Warum machen Sie so etwas? Der Rest der Tweets ist ja auch nicht besser. Da werden schwupps aus den “Reports” echte “Impf-Nebenwirkungen”. Auch da versucht derjenige die besondere Vorsicht ins Gegenteil zu verkehren. Bei den Reports soll schließlich alles erfasst werden, was im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung passiert. Das ist die rohe Datenbasis. Was davon tatsächlich mit der Impfung zusammenhängt, wird dann gegebenenfalls noch genauer untersucht – siehe noch einmal die Fälle mit den Hirnblutungen, da ist das genau so gelaufen. In seriösen Darstellungen wird das auch genau so erklärt, mit dem Unterschied zwischen Verdachtsfällen und echten Impffolgen (hier auch bei Correctiv ausgeführt). Die von Ihnen angeführte Twitter-Quelle wirft das alles durcheinander. Das ist keine seriöse Auseinandersetzung mit dem Impfthema.

    • @Theobald Wahrhaftig von Wolfidummerle
      Sie übersehen in Ihrer Kritik sogar eine häufige Langzeitwirkung von Impfungen gegen Corona-Viren: die Bildung von Antikörpern die alle Viren mit gleichen Oberflächenmerkmalen angreifen unabhängig vom transportierten Virencode. Das würde sonst nur bei einer überstandenen Erkrankung mit einem ähnlichen Virus passieren. Wir unterlaufen damit einen natürlichen Selektionsvorgang.

      Allerdings wessen Immunsystem so robust ist, dass sie keine Angst vor einem Coronainfekt hat steckt die vorgetäuschte Infektion durch die Impfung erst recht locker weg.

      Bei Interesse an pathologischen Befunden inklusive einer angemessenen Würdigung von Schirmacher, in einem Nebensatz, empfehle ich den nachfolgenden Link zur allgemeinverständlichen Bürgervorlesung der Uniklinik Erlangen.
      “http://Tod durch oder mit COVID-19 – Erfahrungen der Erlanger Pathologinnen und Pathologen
      https://www.fau.tv/clip/id/38058

    • Sehr geehrter Herr Pössel,

      vielen Dank für diesen Artikel. Ich denke auch, die Punkte “Dranbleiben” und “Permanent informieren” oder auch “im Gespräch bleiben” in Verbindung mit Wissen sammeln, auswerten und diese Erkenntnisse teilen sind wichtige Elemente, eine solche Situation wie wir sie gerade haben, zu bewältigen.

      Und da sehe ich immer noch große Versäumnisse bei Bundes- und Landerregierungen. Denn diese haben es bisher nicht geschafft, wirklich über ihre Maßnahmen zu informieren und alle Teile der Bevölkerung mitzunehmen.

      So habe ich immer noch ein Interview des RBB mit Frau Nonnenmacher, Gesundheitsministerium des Landes Brandenburg aus dem Januar/Februar 2021 im Kopf. Da wurde sie zu den Impfzentren des Landes Brandenburg gefragt, konkret, wie sollen die Impfwilligen in die zu dem Zeitpunkt zwei geöffneten Impfzentren (in Potsdam und Cottbus) kommen, wenn sie nicht in Cottbus oder Potsdam wohnen und kein eigenes Auto besitzen. Da hat man über den Äther Frau Nonnenmacher mit den Schultern zucken sehen. Von Taxigutscheinen war da keine Rede (die gab es dafür in Berlin).

      Allein schon auf die Idee zu kommen, dass für ein Flächenland wie Brandenburg 13 Impfzentren ausreichen sollten, dazu gehört eine gehörige Portion Realitätsverweigerung.

      Die Kommunikation zur Erlangung eines Termins in diesen Impfzentren war auch nicht besonders umfangreich (im wesentlichen Presse und Medien). Nur, damit erreicht man eben nicht die damals relevante Zielgruppe. Da hätte man umfassender mit Sozialeinrichtungen, Landräten und Bürgermeistern zusammenarbeiten müssen.

      Ähnlich in Berlin, da habe ich auch erwartet, dass im Laufe des Sommers 2020 die Gesundheitsverwaltung mal alles an einen Tisch holt, was für die Vermittlung von Informationen an die Bevölkerung relevant sein kann (Kirchen jeglicher Art, Sozialdienste, Verbände aus dem Bereich Sport, Kultur, Umwelt, etc.), die alle als Multiplikatoren in einer kritischen Situation fungieren können. Gut, es gab auch zwei Anschreiben des Regierenden Bürgermeisters. Aber eine konkrete Vermittlung aus erster Hand, wann welche Maßnahmen aus welchen Gründen ergriffen werden sollten, hat man nicht bekommen. Da hätte ich mir schon gewünscht, mehr Infornationen direkt in die Hand zu bekommen.

      Und, was ich der Bundesregierung auch ankreide, es wurde viel von notwendigen Maßnahmen gesprochen, die umzusetzen seien, um dieser Pandemie Herr zu werden. Nur hat die eigene Verwaltung da ebenfalls oftmals nicht mitgespielt. Da gab es dann eher so Querschüsse wie von Regine Günther, Verkehrssenatorin in Berlin, die im Januar 2021 Krankenpflegekräfte aufgefordert hat, auch bei Schnee mit dem Fahrrad zu kommen, wenn ihnen der ÖPNV zu gefährlich erschien. Eine Aufhebung des gebührenpflichtigen Parkens rund um die Charité kanen für Frau Günther und den Bezirk Mitte nicht in Frage.

      Mehr und besser Kommunikation wie auch die konsequente Umsetzung mit eigenen Mitteln sind ein Schlüssel für den Erfolg von Maßnahmen.

      • Ich bitte um Verzeihung, ich habe die falsche Ebene für meine Antwort erwischt. Die Antwort sollte direkt auf den Text von Herrn Pössel folgen.

  2. Der beste Beitrag zum Thema Einsicht und Verantwortung bei Corona.

    Was fehlt, es fehlt an Eigenverantwortung. Die Leute folgen nur den Anweisungen und wenn die noch so lückenhaft sind. Beispiel : Ein Café innerhalb eine Supermarktes. Hinter einer 0,8m hohen Trennwand sitzen die Leute ohne Mundschutz, außerhalb , in etwa 60 cm Abstand zum Durchgangsweg, geht die Masse der Leute mit Mundschutz.

    Dazu kommt ein gehörig Maß an Fatalismus, der wahrscheinlich noch der Generation der Nachkriegszeit geschuldet ist. Wer kontrolliert die Klimaanlagen , ob die Frischluft ansaugen oder nur die erwärmte Luft wieder in den Raum abgeben ?

    Ein offener Skandal ist , dass die Impfpässe nicht mehr gültig sind, weil es zu viele Fälschungen gibt. Man hatte doch jetzt 1 1/2 Jahre Zeit, die fälschungssicher zu machen.

  3. “Wir werden uns noch viel zu verzeihen haben” – nein, ich kann den Verantwortlichen in Politik und Verwaltung nicht deren institutionalisierte Verantwortungslosigkeit verzeihen, Schande über jene!

    Relativ schnell war ja klar, dass das Virus Sars-CoV-2 sich weitgehend über Aerosole verbreitet und jeder Fachmann dafür kann sofort sagen, wie man sich dagegen schützt und das hätte mit voller medialer Breitseite eingehämmert werden müssen.
    Warum “eingehämmert”?
    Ganz einfach, alle menschlichen Eigenschaften sind jede für sich und häufig unabhängig voneinander normalverteilt, man kann mit einfachen Ansprachen alle “rechts” von -1 Sigma leicht erreichen, zwischen -3 und – 1 Sigma braucht man mehr und richtig schwierig wird es, die Menge “links” von -3 Sigma weg vom Holzweg auf den rechten Weg zu bringen, egal, um welche Eigenschaft es sich handelt. Im Falle von Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 wäre das die Fähigkeit zur Einsicht, dass das Virus nicht mit uns verhandelt und das tägliche Bemühen eines jeden Einzelnen, seinen ihm möglichen Beitrag zu leisten

    Abgesehen von schweren organisatorischen Mängeln, die wohl aus einem “business as usual” und der Verkennung des Ernstes der Lage resultieren und bis heute nicht wirklich behoben sind, ist es die stete politische Bereitschaft, jeden Beschluss aufzuweichen ( als würde sich das Virus an Landkreis- und Bundeslandgrenzen orientieren ) und jeden einmal gesetzten Grenzwert beim Erreichen sofort nach oben zu schieben, so weit, dass man ihn wohl nicht … oh, schon erreicht?
    Dann schieben wir ihn noch eben weiter hoch oder nehmen einfach einen anderen Bezug als Grenzwert, der zwar 2 Wochen zu spät kommt, aber dafür werden wir ihn sicher nicht überschreiten!
    Sicher?
    Statt voranzugehen und klare Randbedingungen zu setzen, haben unsere für Politik und Verwaltung Zuständigen immer den Weg des gerinsten Widerstands gewählt, nach dem Motto: “Wie hätten Sie es denn gern, soll die Pandemie jetzt beendet sein oder sollen wir weitermachen?”
    Bei dem beschriebenen Beispiel waren Fachleute in den Mukoviszidose-Zentren betroffen, jetzt mit Covid-19 haben wir ein gesamtgesellschaftliches Ereignis ( oder Versagen ), da müssten “wir” ( die Mehrheit ) Lehren ziehen ( können ).
    Ach so, noch eins, nur, um auf die scheinbar offensichtlich wichtigen Probleme beim “Kampf gegen Corona” zu deuten:
    Auf dem hier gezeigten “Dankes”-Plakat sind 5 Personen abgebildet, drei davon mit mehr oder weniger dunkler Haut, alle kräftig und niemand gebrechlich. Auf welches Land bezieht sich das Plakat nochmal?

    • Zu dem Plakat: Das Motiv dürfte vermutlich in der Tat aus einer internationalen Bilddatenbank stammen. Ob der Mann links kräftig ist, finde ich schwer zu beurteilen. Dunkle Haut sollte man angesichts des in D ja leider durchaus vorhandenen Alltags-Rassismus besser nicht monieren – repräsentativer als die älteren weißhäutigen Herren so manchen Partei- oder Firmenvorstandsfotos sind die Geimpften hier ja immerhin.

      • Markus Pössel
        04.12.2021, 18:50 Uhr

        Mir ist bewusst, dass ich mich mit dem letzten Absatz auf gesellschaftlich dünnes Eis begeben habe, aber wenn ich Menschen zu etwas animieren will, sollte ich sie direkt und für jene erkennbar ansprechen.
        Indem ich bestimmte Themen nicht anspreche, weil ich befürchten muss, von den einen für deren Zwecke vereinnahmt und von den anderen wegen der Formulierung angegriffen zu werden, dann spiele ich doch genau das Spiel derer mit, die vorgeben, die Meinungshoheit zu haben, es ist mir “nicht verboten, so etwas zu sagen”, ich verbiete es mir prophylaktisch schon selber, Brave New World.

        • Das ist aus meiner Sicht ein sehr tendenziöses Framing. Auf dem von Ihnen monierten Bild sind unter anderem ein hellhäutiger Mann und eine hellhäutige Frau zu sehen. Sich nur angesprochen zu fühlen, wenn die eigene Gruppe als dominant dargestellt wird, ist doch eine sehr seltsame Reaktion. Und etwas grundlegend anderes als sich nict angesprochen zu fühlen, weil die eigene Gruppe auf dem Bild komplett fehlt. (Weswegen ich Ihren Punkt bzgl. Gebrechlichkeit ja auch einigermaßen nachvollziehen konnte.)

          • Markus Pössel
            04.12.2021, 23:29 Uhr

            Ich bin ein strikter Gegner von Diskriminierung jedweder Art. Es geht mir deshalb nicht um die “eigene Gruppe”, mir ist nur in letzter Zeit an unterschiedlichen Stellen aus meiner Sicht tendenziöses Bildmaterial aufgefallen, tendenziös in der Hinsicht, dass zwar von der Gesellschaft gesprochen wird, aber nicht die Gesellschaft abgebildet wird, wie sie durchschnittlich ist, sondern wie sie aus Sicht Beflissener sein soll(te). Auch stellt die verbale Berichterstattung manchmal Minderheiten in einer Weise dar, als sei es die Mehrheit. Ich denke, dass damit nicht das Ziel erreicht wird, was wir erreichen wollen, nämlich eine Gleichwertigkeit ohne Ansehen der Person.
            Wir können die Diskussion hier aber gerne beenden und in 10 Jahren wieder aufnehmen.
            Im Übrigen war der Abschnitt ja auch wohl der kleinste Teil meines Textes.

        • Ja, das hier wiedergegebene Plakat ist letztlich eine öffentliche Lüge und eine Belügung der Öffentlichkeit – und fast jeder weiss das (wie damals in der Sowjetunion). Nicht der Text, sondern das Bild der Held*innen stellt die Lüge dar. Denn es gibt hier keine (oder nur ganz wenige) Helden. Solche Lügen über ein System, veröffentlicht von Systemrepräsentanten selbst, stellen letztlich indirekt das System in Frage, denn wenn Denkende über das politische System in dem sie leben lachen müssen, dann fehlt diesem System die nötige Unterstützung für den Weiterbestand (genau wie in der Sowjetunion). Oder ist der Urheber des Bildes etwa ein versteckter Satiriker und die Auftraggeber wissen darum, lassen aber alles weiterlaufen. Dann wären wir noch eine Stufe weiter.

          Nun zum Vergleich mit der optimalen Behandlung der Mukoviszidose: So etwas lässt sich kaum übertragen auf die Covid-Situation, weil Covid ja eine neue Erkrankung und Sars-Cov-2 ein neuer Erreger ist. Ganz anders als bei der Mukoviszidose, einer seit vielen Jahrzehnten besten bekannten Erkrankung mit sehr gut dokumentiertem Verlauf. Mukoviszidose-Patienten bilden eine Schicksalsgemeinschaft, Bundesdeutsche vielleicht auch, nur glauben das die Wenigsten oder wollen es nicht glauben, denn die meisten Bürger ziehen es vor an sich selber und ihre individuellen Rechte mehr zu glauben als an den Staat und die Gemeinschaft in der sie leben. Man darf sich da keinen Illusionen hingeben: wenn ein Staat eine Epidemie/Pandemie effektiv bekämpfen will, dann kommt er kaum ohne einen gewissen Zwang aus. Chinas Massnahmen zur Bekämpfung von Covid sind beispielsweise sehr effektiv. Vorübergehend gab es überhaupt keine Krankheitsfälle mehr und selbst jetzt noch ist Covid dort besser unter Kontrolle als fast überall sonst. Doch Chinas Vorgehen ist äusserst rigoros. Ein bisschen davon könnte aber auch hier nicht schaden.

      • Markus Pössel
        04.12.2021, 18:50 Uhr

        repräsentativer als die älteren weißhäutigen Herren so manchen Partei- oder Firmenvorstandsfotos sind die Geimpften hier ja immerhin

        Leider ist mir erst jetzt der Fehler in der Aussage so richtig klar geworden:

        Fotos von Partei”spitzen” oder Firmenvorständen mögen nicht die Vielfalt der Gesellschaft abbilden – weil die betreffenden Gremien eben nicht so zusammengesetzt sind, das können/müssen wir durchaus bemängeln. Das Foto ist aber ein authentisches Abbild und auch wenn wir mit der Art der Zusammensetzung des realen Gremiums aus unterschiedlichen Gründen nicht einverstanden sind, ändert sich nichts, wenn in das Foto weitere Personen hinein- und dafür andere herausretuschiert würden, um die Vielfalt der Gesellschaft bildlich wie gewünscht darzustellen.
        Das Plakatbild ist ein grafisches Beispielbild und suggeriert nur “die Gesellschaft” zu sein.

  4. Im Vordergrund der Diskussion stand nie, wie kommen wir so schnell wie möglich aus der Malaise, sondern immern nur, “Ist das noch verhältnismäßig?”, “Ist das noch grundgesetzkonform?”, “Ist das nicht ein zu tiefer Einschnitt in die Gundrechte?”

    Verantwortung wurde fast immer nur abgewälzt ins Niemandsland zwischen den Zuständigkeiten.

    Alles wurde und wird endlos ausdiskutiert, anstatt schnell zu handeln. Südkorea hat nach Sars eine Organsationsstruktur geschaffen, um im Seuchenfall schnell zu handeln. Vielleicht sollte man mal dort nachfragen, wie die das machen.

    • Verhältnismäßigkeit und Vereinbarkeit mit dem Grundgesetz sind ja auch durchaus wichtig. Nur das was da als Abwägung kam war dann zu oft arg verzerrt (das BVerfG hat da ja etwas geradegerückt – daran, wie “vorauseilend”, aber letztlich vom BVerfG eben nicht gedeckt, einige der Selbsteinschränkungen im neuen Infektionsschutzgesetz waren, sieht man sie Verzerrung ja auch recht deutlich).

  5. @Wahrhaftig
    Freiheit ist nur mit Leben möglich.Die größte Freiheit verheißt Gesundheit.Wie bleibe ich am wahrscheinlichsten gesund?In dem ich Seuchenregeln einhalten.

    • @Mussi
      “Wie bleibe ich am wahrscheinlichsten gesund?In dem ich Seuchenregeln einhalten”

      So wie z.B. diese Medizinstudentin:

      Zacki@FrankfurtZack
      .
      Medizinstudentin erleidet SVT nach Astrazeneca, mehrere OPs, bleibende Behinderung. Ganz wichtig jetzt: Sie kann mit Pfizer ihre “volle Immunität” und einen QR-Code erlangen.

      https://twitter.com/FrankfurtZack/status/1467406998400647172

      https://plus.tagesspiegel.de/gesellschaft/impfung-mit-lebensbedrohlichen-nebenwirkungen-ein-furchtbares-gefuhl–aber-die-angst-vor-corona-ist-grosser-324160.html

      Ein tragischer Einzelfall?
      Ein sehr vermeidbarer Fall bei einer jungen gesunden Person?
      Wurde hier eine falsche Risikobewertung vorgenommen?

      • In der Tat, ein Einzelfall wie Sie ihn hier schildern ist für Aussagen, was “am wahrscheinlichsten” sei, nicht aussagekräftig. Sondern nutzt im Gegenteil aus, dass Menschen Einzelfälle immer mal gerne überbewerten – was Sie hier machen ist wie die Berichterstattung über den glücklichen Lottogewinner, die dann viele Menschen zum Lottospielen animiert die dabei dann eben (brutto oder netto) nichts gewinnen. Eine Risikobewertung ist genau das: Eine Bewertung unterschiedlicher Risiken. Insofern: Elementarer Argumentationsfehler, was Sie hier machen.

  6. man muss sich über mangelnde Impfbereitschaft in Deutschland nicht wundern

    1) Wenn sogar der Vorsitzende der STIKO sagt, dass er seine Enkel nicht impfen lassen würden und auch alle Informationen der STIKO bisher so waren, dass man eher Angst vor der Impfung bekommt als vor einer Coroa-Ansteckung
    – dann muss man sich über mangelnde Impfbereitschaft nicht wundern
    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/id_91213254/ema-empfehlung-ab-fuenf-warum-zoegert-die-stiko.html

    2) Ich hab mich mit einer Mitarbeiterin eines Impfzentrums unterhalten – sie sagte, dass oft über die Hälfte der telefonisch vereinbarten Impftermine nicht wahr genommen wurden.
    Es ist daher gut verständlich, dass man jetzt keine Impftermine mehr vergibt

    3) Es ist üblich dass man sich über Impfverweigerer/-gegner beschwert. Aber wenn man diejenige Zeit/Energie statt sich zu beschweren, für sinnvolle Information verwenden würde – dann könnte man viele Menschen vom Impfen überzeugen
    Ich habe erst zwei gute Sendungen zum Thema Impfung im TV gesehen – und das war erst in der letzten Woche! – ORF2: Stöckl live – ich wiederhole: letzte Woche!
    Es ist eine Schande für unsere Journalisten und für die Wissenschaftskommunkation – dass man es nicht für notwendig findet, so zu informieren dass diese Infos bei der Bevölkerung ankommen und auch verstanden werden.
    4) Ein Beispiel für Kommunikationsfehler: Anzeigen zum Thema Corona werden nur in den Tageszeitungen geschaltet: d.h. man erreicht nur einen geringen Teil der Bevölkerung – die ein ABO besitzen (und die bereits durch die Zeitung sowieso schon informiert sind).
    Viel besser wäre es, solche Anzeigen in den Werbezeitungen zu schalten, die an jedem Wochenende a alle Haushalten kostenlos verteilt werden.

    • @KRichard betreffend Information durch Fachleute
      Zitat:

      Wenn sogar der Vorsitzende der STIKO sagt, dass er seine Enkel nicht impfen lassen würden und auch alle Informationen der STIKO bisher so waren, dass man eher Angst vor der Impfung bekommt als vor einer Coroa-Ansteckung

      Ja. Mediziner, Epidemiologen und andere Fachleute sollten gegenüber der Öffentlichkeit den Konsens ihres Fachgebiets vertreten und nicht ihre persönliche Meinung. Das ist äusserst wichtig, denn abweichende Meinungen gibt es immer. Nur sollten die abweichenden Meinungen nicht von Personen aus staatlich besetzten Kommissionen in die Öffentlichkeit getragen werden. Ja, es müsste sogar umgekehrt sein: wenn ein Fachmann in der Öffentlichkeit eine deutlich abweichende Meinung äussert, sollten die zuständigen Fach-Kommissionen darauf eingehen und es als abweichende Meinung, die nicht dem Konsens entspricht, kenntlich machen.

      Das Problem der abweichenden Meinungen selbst von Fachleuten gibt/gab es übrigens nicht nur bei Covid, sondern auch beim Klima.Selbst in den Weltklimarat-Arbeitsgruppen hatte es Leute mit stark abweichenden Meinungen. Doch inzwischen äussern sich diese nicht mehr in der Öffentlichkeit während sie gleichzeitig in einer der Klimaarbeitsgruppen tätig sind. Das wurde ihnen scheinbar verboten, was sinnvoll ist. Denn ein Kommissionsmitglied muss mit seiner privaten Meinung hintanstehen.

    • @Theobald Wahrhaftig: Sorry, aber wenn Sie die Kommentarfunktion hier nur nutzen, um einen zweifelhaften Twitter-Thread nach dem anderen hier einzustellen, ohne auf die Kritik an den von Ihnen geposteten Inhalten einzugehen, dann erkenne ich da keine Bereitschaft zur Diskussion – sondern nur den Versuch, die SciLogs-Kommentare hier als Bühne zu nutzen. So etwas mache ich nicht mit. Fehlinformationen haben einen großen Anteil an dem, was in D gerade schiefläuft; und was Sie hier versuchen, folgt genau dem problematischen Muster, das dabei die Schlüsselrolle spielt: wissenschaftliche Arbeiten ignorieren, stattdessen zweifelhafte Posts von den sozialen Medien reproduzieren, Kritik daran weitgehend ignorieren.

  7. Mir scheint in Deutschland gelingt eine bessere Epidemiebekämpfung nur dann, wenn es bereits im Vorfeld einer Epidemie/Pandemie Gesetze gibt, die dann im Pandemiefall automatisch aktiviert werden, falls bestimmte Bedingungen erfüllt sind – Bedingungen wie das Überschreiten einer bestimmten Inzidenzzahl oder wenn die Aufnahmezahlen in Spitälern oder Intensivstationen in bestimmte Grenzwerte überschreiten.
    Warum glaube ich das? Weil Deutschland und viele weitere westliche Länder in einem weit stärkeren Ausmass als etwa China oder überhaupt der Rest der Welt durch Gesetze regiert wird. Und zwar durch Gesetze, die in einem demokratischen Prozess ausgehandelt wurden und die nicht einfach per Notverordnung durchgedrückt werden. Dafür spricht schon, dass in Deutschland weit mehr als in anderen Ländern immer wieder auf das Grundgesetz verwiesen wird (sogar hier in Kommentaren). Für eine gesetzliche Verankerung von dem, was Land und Staat im Epidemiefall zu tun haben und tun dürfen, spricht auch die Tatsache, dass Gesetze und fest verankerte Regelungen in Ländern wie Deutschland Anlass für ganze Berufssparten sind, sich damit auseinanderzusetzen bis hin zur Veröffentlichung von Ratgebern und weiteren Büchern (man denke nur an die Steuergesetzgebung). Was gesetzlich geregelt ist, damit muss man rechnen, darauf muss man sich einstellen. Radikale Impfgegner etwa könnten sich angesichts eines fest verankerten Gesetzes, das in gewissen Fällen eine Impfpflicht vorsieht, entscheiden, das Land zu verlassen. Und das wäre womöglich für beide Seiten die beste Lösung.

    Ich bin überzeugt, wenn Deutschland grundsätzlich regelt was Bund und Länder im Epidemiefall alles tun dürfen und müssen, dann wird es breiter akzeptierte und besser organisierte und durchgeführte Massnahmen in der nächsten Epidemie geben.

  8. Der SPON-Artikel Wie ich versuchte, einen Impfgegner zu verstehen
    Vincents Welt
    verschafft dem Leser einen Blick in die Welt von Impfgegnern und allgemein von Menschen für die Gesundheit, das richtige Leben und Therapien eine Sache der persönlichen Weltanschauung sind. Freiheit bedeutet für diese Menschen das tun zu können, was sie selbst für richtig halten und leider ist das, was sie selbst im Bereich Gesundheit/Krankheit/Therapie für richtig halten, nur selten das, was die Naturwissenschaft für richtig hält. Anstatt mit Wissenschaft argumentieren diese Menschen mit Gefühlen/Empfindungen.

    Wir haben eine völlig andere Situation als bei den Mukoviszidose-Erkrankten, denn dort gibt es diesen Graben zwischen Medizin (in Deutschland von vielen „Schulmedizin“ genannt) und Erkrankten/Betroffenen ganz und gar nicht. Mukovisizidose-Erkrankte und Mediziner sind eher ein verschworenes Team , in dem jedes Teammitglied das gleiche Ziel hat, als das sie zu verschiedenen Teams mit je ganz anderen Vorstellungen gehören, wie das für das Team Medizin und das Team Bevölkerung in weiten Teilen Europas gilt.

    Ich behaupte nun: Die Gesellschaft, der Staat und die Medizin können diesen Menschen mit alternativen Gesundheitsvorstellungen nicht allzu weit entgegenkommen ohne die Effektivität des medizinischen Ansatzes zu untergraben. Das wird besonders dort deutlich, wo es um Infektionen und um das richtige Verhalten angesichts von aktuellen Gesundheitsgefahren geht. Wenn aber Argumente nicht mehr ankommen, dann bleiben nur noch Regeln, die man auch gegen den Willen von Widerständlern durchsetzen muss. In so einer Situation kann man nur hoffen, dass Leute mit alternativen, unwissenschaftlichen Vorstellungen, letztlich kapitulieren und sich vielleicht sogar eines Tages umorientieren.

  9. @Pössel:Danke
    @Wahrhaftiger: Suggestion funktioniert leider. Mit Suggestion zu emotionalisieren und das als Rationalität darzustellen ist schon schräg verdreht.
    Bin gespannt, wann ihre Szene endlich erkennt, dass der Glaube hinter einer Suggestion lediglich amüsante Kommunikation ist.

  10. Geimpfte haben geringeres Sterberisiko von ALLEN Todesursachen, nicht nur Corona
    Es gibt eine US-Studie mit den Daten von 10 Mio Versicherten. Die Corona-Geimpften in dieser Gruppe hatten eine leicht geringere non-Covid-Sterblichkeit als die Ungeimpften. Unter die non-Covid-Sterblichkeit fallen ja auch “Impftote”.
    Die gibt es in den USA also nicht.

    Ob diese Korrelation durch eine unerklärte Wirkung der Impfstoffe oder einfach durch das allgemein intelligentere Verhalten der Geimpften zustande kommt, ist nicht geklärt.

    Link zur Original-Studie

    Besprechung im Volksverpetzer

    • @Omnivor (Zitat): Geimpfte haben geringeres Sterberisiko von ALLEN Todesursachen, nicht nur Corona
      Ja, Geimpfte älter als 17 haben gemäss der von ihnen verlinkten Studie ein kleineres Sterberisiko als selbst Ungeimpfte, die nicht an Covid erkrankt sind.
      Eine naheliegende Erklärung dafür wäre, dass es eben auch Todesfälle durch Covid gibt, die nicht als solche erfasst werden, die also nicht in die medizinischen Statistik eingingen (beachte: Nicht jede Erkrankung wird medizinisch erfasst. Nicht einmal in Deutschland). Und diese „stillen“ Covid-Todesfälle, die sind bei Ungeimpften viel eher zu erwarten als bei Geimpften. Klar: denn die hier besprochenen Impfungen sind ja sehr wirksam.

      Todesfälle infolge Impfung gibt es natürlich auch. Nur sind die extrem selten. Das wusste man auch schon nach den klinischen Studien, die notwendig waren, damit die Impfungen zugelassen wurden.

      Merke: Impfungen müssen ein strenges Zulassungsverfahren durchlaufen und es gehören Testimpfungen an hunderten von Personen zum Zulassungsverfahren. Zugelassene Impfungen sind damit sehr sicher – mindestens dann wenn die Testgruppen einigermassen repräsentativ waren.

  11. Einfach mal kurz meine zwei Kommentare anschauen und dann auf den Geogebra-Link klicken.

    https://umwelt-wissenschaft.de/forum/neues-aus-der-wissenschaft-und-forschung/4737-veranschaulichung-der-impfeffektivitaet?start=120#97537

    Dann müsste man die Länderpunktverteilung ja so interpretieren, dass die Einwohner des erstgenannten Quadranten besonders ungesund leben. Bo ey, echt krass! Diese Verschwörungsmystiker sind immer wieder für eine Überraschung gut.

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