Die Kreuzigung – Von der Höchstrafe zum Zeichen der Erlösung

BLOG: Natur des Glaubens

Evolutionsgeschichte der Religion(en)
Natur des Glaubens

Da haben mir Sven Oswald und Daniel Finger von Zweiaufeins ja wieder ein heftiges Thema gestellt: Die Kreuzigung. Kein Thema, dem sich ein Religionswissenschaftler entziehen kann. Und genau hier fängt das Rätsel schon an: Wie kam (und kommt) es eigentlich, dass ein Abbild einer der grausamsten Todesstrafen zum Zeichen der größten Weltreligion geworden ist?

Schaut man sich dieses Gemälde (von Vouet, 1622) an, so fällt auf, dass Grausamkeit und Schmerz des Ereignisses bereits dargestellt werden, aber umgehend transzendiert werden: Leid und Trauer weisen zum Licht, zum Himmel. Dabei galt diese Darstellung seinerzeit durchaus als grausam: Wenn auch die kirchlichen Konzilien früh (auch) die Menschlichkeit Jesu betonten und alternative Deutungen (etwa eines nur leidenden Scheinleibes) ablehnten, so hatten sich christliche Künstler doch über Jahrhunderte nur zögerlich von stilisierten Darstellungen an die Szene heran gearbeitet. Erst Filme der Neuzeit wagten dann Darstellungen, die den Schrecken in seiner Blutigkeit darstellten – hier beispielsweise Szenen aus "Corpus Christi", in dem auch die Nagelhiebe in die Hände nicht ausgespart werden. (Und es gab noch grausamere Szenen auf YouTube, gegen deren Einbindung ich mich jedoch entschieden habe.)

Die Kreuzigung als grausame Todesstrafe

Die blutige Darstellung der Kreuzigung hat ihren historischen Hintergrund: Denn Kreuzigungen waren Hinrichtungen, die gezielt auch Demütigung, Folter und Abschreckung einschlossen: Vorhergehende Körperstrafen, ein oft über Stunden oder gar Tage reichender, qualvoller Tod, die Zurschaustellung von Demütigungen (oft waren Gekreuzigte nackt und es kam neben dem Leiden u.a. zu Urin- und Kotentleerungen) und schließlich das öffentliche Hängenlassen bis zur Verwesung verbanden die schlimmsten Strafen und sollten maximal abschrecken. Sie waren quer durch die antike Welt – von Persien bis Rom – verbreitet und sind ab dem 15. Jahrhundert auch in Japan belegt. So kreuzigten die Römer beispielsweise etwa 6.000 Überlebende des Sklavenaufstandes um Spartakus um 71 v. Chr. Auch Piraten und Rebellen wurden bisweilen gekreuzigt, beispielsweise jüdische Aufständische nach der Zerstörung Jerusalems um 70 n.Chr.

Völlig feste Regeln gab es dabei nicht – auch die christliche Tradition benennt verschiedene Varianten. So soll der zur Kreuzigung verurteilte Petrus darum gebeten haben, mit dem Kopf nach unten gekreuzigt zu werden, da er sich für unwürdig hielt, wie Jesus aufgerichtet zu werden. Die Kreuzigung des Andreas sei an zwei Querbalken (einem X) erfolgt – daher die Form des "Andreaskreuzes", wie wir es beispielsweise auch an Bahnschranken kennen. Und je nachdem, ob die Gekreuzigten zuvor gefoltert, angenagelt oder angebunden, ihr Kreuz mit einer Fuß- oder Sitzstütze versehen wurde, konnte der Tod unterschiedlich schnell eintreten.

Stellvertretend für eine ganze Reihe von Forschern und Studien äußert sich der Unfallchirurgen Dr. David Acuna zu den Begleitumständen und Folgen einer Kreuzigung, wie sie die Evangelien berichten.

Kreuzigung im Christentum

Aus römischer Sicht war die Hinrichtung Jesu nur eine von buchstäblich Zehntausenden. Doch statt die Anhänger Jesu zu zerstreuen, schuf sie ein neues, mächtiges Narrativ und Symbol. So bezieht sich der überlieferte Ausruf des Sterbenden "Warum hast Du mich verlassen?" auf Psalm 22, der auch demütigende Aspekte der Passionsgeschichte wie auch einen schließlichen Sieg des Glaubens vorweg nimmt. Auch an zentrale Aspekte agrarischer (und auch israelitischer) Kultvorstellungen zum Kreislauf aus Tod und Leben – dem geschlachteten Lamm, dem zermahlenen Weizen – konnte die Vorstellung von niedrigem Tod und prachtvoller Auferstehung anknüpfen. Hier präsentierte sich keine Gottheit mehr, die allenfalls Herrschern, Priestern oder Reichen zugänglich war – sondern ein Gottesbote, der Schmach, Schande und Schmerz auf sich genommen hatte, um auch die Niedrigsten zu erlösen. Und so stellte Paulus im 1. Korintherbrief, 1, 21-25 bereits das Kreuzigungsgeschehen in die Mitte der neuen, religiösen Tradition:  

Denn da die Welt angesichts der Weisheit Gottes auf dem Weg ihrer Weisheit Gott nicht erkannte, beschloss Gott, alle, die glauben, durch die Torheit der Verkündigung zu retten.
Die Juden fordern Zeichen, die Griechen suchen Weisheit.    
Wir dagegen verkündigen Christus als den Gekreuzigten: für Juden ein empörendes Ärgernis, für Heiden eine Torheit,    
für die Berufenen aber, Juden wie Griechen, Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.    
Denn das Törichte an Gott ist weiser als die Menschen und das Schwache an Gott ist stärker als die Menschen.

Als Kaiser Konstantin um 337 n.Chr. schließlich die Kreuzigungsstrafe abschaffte, hatte sich das Christentum bereits missionarisch und demografisch im Römischen Reich und darüber hinaus durchgesetzt und war auf dem Weg zur bis heute größten Weltreligion.

Kreuzigung im Islam

Der Koran bestreitet in Sure 4, Vers 157 den Erfolg der Kreuzigung:

Und weil sie sagten: "Wir haben Gottes Gesandten, Jesus Christus, den Sohn Marias, getötet." Die Wahrheit ist, daß sie ihn weder getötet noch gekreuzigt haben, sondern es war ein anderer, den sie für Jesus hielten. Sie sind über ihn im Zweifel, und ihre Ansichten gehen auseinander. Sie wissen darüber nichts, sondern gehen ausgeklügelten Vermutungen nach. Sie haben ihn gewiß nicht getötet.

Die meisten Muslime interpretieren diese Aussage so, dass Jesus nicht gekreuzigt oder nicht daran gestorben wäre. Häufig wird, wie in dieser Azhar-Übersetzung, zudem impliziert, dass "ein anderer" anstelle Jesu gestorben sei. Ein zentrales Argument dabei: Ein gerechter Gott würde nicht zulassen, dass Seinem Messias und Gesandten solches widerfahre. In Srinagar (Kaschmir) wird von vielen Muslimen – darunter der missionarisch sehr aktiven Gemeinschaft der Ahmaddiya – ein Grab Jesu verehrt: Dieser sei nicht am Kreuz gestorben, sondern gen Osten gezogen und habe noch viele Wunder gewirkt und Menschen zum Glauben geführt.

Zur Ablehnung der Passionsgeschichte in hebräisch und arabisch geprägten Schriftkontexten präsentierte übrigens auch der Neurologe Detlef Linke eine spannende These. 

Im Koran wird zudem erwähnt, dass bereits der ägyptische Pharao gegenüber den Israeliten mit Kreuzigung gedroht habe (Sure 7, Vers 124). Auch der Prophet Joseph (Sohn des Jakob, nicht der Gatte Marias) habe eine Kreuzigung voraus gesagt (Sure 12, Vers 41). In Sure 5, Vers 33 wird die Kreuzigung schließlich auch als Strafe vorgesehen:

Diejenigen, die gegen Gott und Seinen Gesandten kämpfen und auf Erden Unheil stiften, sollen wegen Mordes getötet, wegen Raubmordes gekreuzigt werden. Wegen Wegelagerei und Raub ohne Mord soll man ihnen Arm und Bein wechselseitig abschneiden, und wegen Verbreitung von Panik soll man sie des Landes verweisen. Das ist für sie eine schmachvolle Erniedrigung auf Erden, und im Jenseits erwartet sie eine überaus qualvolle Strafe.

Entsprechend ist die Kreuzigung in den Schariaauslegungen einiger Staaten – u.a. des Iran, des Sudan, Saudi-Arabien – weiter vorgesehen, wurde jedoch seit längerem – wohl auch wegen der zu erwartenden Reaktionen der "christlichen" Welt – nicht mehr vollstreckt.

Kreuzigungen heute

Zur christlichen Passionspraxis gehören seit vielen Jahrhunderten Darstellungen des Kreuzesgeschehens, wobei die Jesus-Darsteller "nur" angebunden – und natürlich nicht getötet – werden. Auf den Phillipinen haben sich jedoch, gegen den Widerstand der katholischen Kirche, Prozessionen entwickelt, an deren Ende sich Beteiligte tatsächlich kreuzigen lassen. Der letzte bekannte Fall in Europa datiert von 2005, in dem eine rumänisch-orthodoxe Nonne im Zuge eines Exorzismus an ein Kreuz gebunden wurde und dort starb. Für die meisten Christen ist die Passionsgeschichte jedoch allenfalls noch ein Symbol, das zu Empathie und Reflektion einlädt. Mit einer zurückhaltend bebilderten Lesung der Passionsgeschichte durch Ben Becker möchte ich diesen Blogbeitrag daher also schließen.

 

Das Radioninterview hier wieder zum Anhören bzw. MP3-Download:

KreuzigungenBlumeRBBeins.MP3

Michael Blume

Dr. Michael Blume studierte Religions- und Politikwissenschaft & promovierte über Religion in der Hirn- und Evolutionsforschung. Uni-Dozent, Wissenschaftsblogger & christlich-islamischer Familienvater, Buchautor, u.a. "Islam in der Krise" (2017), "Warum der Antisemitismus uns alle bedroht" (2019) & "Verschwörungsmythen". Hat auch in Krisenregionen manches erlebt und überlebt, Beauftragter der Landesregierung BW gg. Antisemitismus. Auf "Natur des Glaubens" bloggt er seit vielen Jahren wöchentlich, um Religionswissenschaft zugänglich und diskutierbar zu machen.

17 Kommentare

  1. Kommentar zu Dr. David Acuna

    Sehr berührend ist die Sicht des Arztes – und daß ihm die Tränen kommen, nicht nur weil er glaubt, sondern weil er weiß, wie solche Verletzungen wirken.
    Auf andere Weise habe ich mich dem Thema genähert. Angesichts der zahlreichen verharmlosenden Kruzifix-Darstellungen, die am Kreuz eher stehen als hängen und meist sehr schön aussehen, schrieb ich:

    Menschensohn

    Nicht golden zeigte sich am Kreuz der Heiland,
    der Menschensohn nicht stehend, milden Blickes,
    und nicht mit schönem Ernst, wie Schmuck die Wunden.

    Besudelt war der Pfahl von seinem Blute,
    der Rücken unter bleibewehrter Geißel
    gerissen – in die Wunden drangen Splitter
    von rohem Holz. Die starken Nägel hielten
    die Hände an dem Querholz und die Füße
    auf einer kleinen Stütze, und der Körper
    hing an den Händen, riß die Wunden größer,
    beklemmte mehr und mehr die Lungen, stemmte
    sich wider Willen gegen das Ersticken.
    Ein Kranz aus Dornen in die Stirne bohrend
    gedrückt. So starb er langsam; keine Tröstung
    die Mutter und die Freundin und der Jünger,
    die haltlos weinten auf der Schädelhöhe.
    Gott – wozu – läßt du mich? Die letzte Frage
    des Menschensohnes – Frage meines Lebens.

  2. @Claudia

    Wow, danke für das Einstellen dieses sehr persönlichen Gedichtes! Da sieht man, dass sich auch heute noch immer wieder in neuen Formen Aspekte der Passionsgeschichte ganz individuell entdecken, reflektieren und ausformulieren lassen. Fand dieses sehr beeindruckend.

  3. interessantes Thema:

    (nochmal abgeschickt, eben gabs eine Fehlermeldung)

    Danke für den interessanten Beitrag! Hab gerade im Radio Bruchstücke eines Interviews von Ihnen zu diesem blogeintrag gehört.

    Viele Fragen zu dem Kontext schliessen sich an, z.B. fand ich einige antike Berichte etwas seltsam, so dass sich die Frage nach dem Umfang medizinischer Experimente und Vivisektionen an Menschen damals stellt. Auch fände ich es interesant, nachzuschauen, on die geschilderten Grausamkeiten in der Antike ebenso wie heute im Zusammenhang mit: http://www.nytimes.com/…books&pagewanted=all “Dehumanisierung” (oder, älter,: http://ideafoundlings.blogspot.com/…ed-life.html ) stehen. Man kann ja auch umgelehrt vieles im modernen Humanitätsverständnis als Reaktion auf solche Grausamkeiten (Flucht in Innerlichkeit, Identifikation mit dem Täter a la Stockholmsyndrom) interpretieren.

  4. @T.

    Vielen Dank für die Rückmeldung und den Kommentar!

    Und ja, sowohl für die historische Forschung stellen sich da immer wieder neue Fragen – wie auch für unsere Kulturgeschichte. So konnte und kann das Kreuzesgeschehen sowohl zur Rechtfertigung von Leiden herangezogen werden (z.B. Schmerzensmystik – bis zum Extremfall auf den Philippinen), aber auch umgekehrt als starkes Gebot zur Linderung von Schmerzen (z.B. Jesus als Verkröperung göttlichen Mit-Leidens, Anklage an unsere Hartherzigkeit) aufgefasst werden.

    Danke auch für den Hinweis mit den Fehlermeldungen. Zwar werden die Kommentare gepostet, aber man muss immer wieder erst über die Hauptseite zurück. Ich werde die Tage mal beim Admin nachfragen, ob das Problem bekannt ist und man ggf. etwas dagegen machen kann.

  5. Der heilige Gral

    Wann kam denn erstmals die Geschichte des heiligen Gral auf? Warum, wenn die Kreuzigung das Zeichen der Erlösung ist noch die Suche nach dem Gral? Ich meine zusätzlich gibt es ja noch Ostern, Pfingsten ….Der Gral passt irgendwie, finde ich, nicht so richtig in die christliche Heilsgeschichte. Gibt es da irgendwelche kulturhistorischen Deutungsversuche aus der Religionswissenschaft? Vielleicht eine Erfindung des europäischen Mittelalters? Ähnlich wie die Heiligen Drei Könige….

  6. @Joe: Gral

    Joe, das ist eine super Frage und ein Thema, das wirklich einmal ausführlich auf NdG gehört! Soviel vorab: Deine Intuition ist wohl richtig, die Grals-Sage entwickelte sich im Kontext der Ausprägung des christlichen Rittertums mit der islamischen Welt (nicht zuletzt während der Zeiten der Kreuzzüge). Auch z.B. der Rosenkranz stammt aus dieser Zeit, die christlichen Traditionen nahmen neue, bis heute wirkende Impulse auf.

  7. Interessanter Beitrag. Die Frage “Wie kam (und kommt) es eigentlich, dass ein Abbild einer der grausamsten Todesstrafen zum Zeichen der größten Weltreligion geworden ist?” habe ich mir auch schon oft gestellt. Eine richtige Antwort darauf bleibt der Beitrag aber leider schuldig. Meiner Ansicht nach ist das Kreuz mit sterbendem Jesus doch etwas mehr als ein bloßes “Symbol, das zu Empathie und Reflektion einlädt”. Der Tod und die Angst davor sind immerhin ein zentraler Quell von Religiosität. Die Menschen so oft wie möglich auf ihre Sterblichkeit hinzuweisen, ist demnach aus Sicht der Kirche auch schlicht “nützlich”

  8. @Jens

    Ein sehr guter Punkt, danke! In der Tat weisen Studien ja darauf hin, dass Hinweise auf Leid und Sterblichkeit die Bezugnahmen auf religiöse Narrative stärken. Die Zusatz-Anregung nehme ich gerne auf.

  9. @Michael Blume

    In der Schule habe ich gelernt, dass Jesus für die Sünden der Menschheit am Kreuze starb.

    Was leite ich also daraus ab:

    Nächstenliebe: Gott verzeiht alles.
    anders als im alten Testament in dem Gott die Menschen mehrmals bestraft!
    Das Gottes Bild hat sich verändert, es hat sich zur Liebe gewandelt.

    Der Weg zur Kreuzigung mit dem Kreuz auf dem Rücken:
    Im Bezug auf die Qualen des eigenen Lebens >>> der Trost, dass Gott mitfühlt.

    Ich habe noch eine Frage an Sie Herr Blume.
    Sie schrieben mal, dass Sie vermuten, Religiösität sei adaptiv.
    Ich glaube, dass es das nicht ist.

    Wenn ich das auf mich beziehe:

    So ist Religiösität nur eine Bestätigung für das was ich fühle,
    sei es beim Thema Monogamie:
    so fühle ich Scham und Ekel, wenn jemand fremd geht. Weil ich das für mich genauso nicht möchte, nicht weil ich das gelernt habe, sondern weil meine Gefühle das verursachen.

    Wenn ich an den Tod denke, fühle ich mich hilflos und denke verzweifelt an Gott und bin bereit alles Gute dafür zu tun, als grösste Motivation das Leben zu nutzen. Wieder sind die Gefühle an der Reihe und nicht ein kultureller Faktor.

    Gefühle ordne ich als natürlich und angeboren ein.

    Ich denke durch Religionen versuchen die Menschen den richtigen Weg in Sprache zu erfassen, doch die Gefühle sind uns vielleicht etwas vorraus, sie können uns aber in die richtige Richtung führen.

  10. der weinende Arzt

    Rührend wie der Arzt seinen Gefühlen freien lauf lässt, in Amerika scheint es mehrere religiöse Ärzte zu geben. Weltberühmt ist Ben Carson, der streng gläubige Neurochirurg, dessen Film begnadete Hände wirklich sehenswert ist!

  11. @Tim: Religiosität

    Danke für die Fragen und Beobachtungen! Zur (m.E. wesentlich entschiedenen) Debatte, ob Religiosität adaptiv sei, finden Sie einen eigenen Blogpost hier:
    http://www.chronologs.de/…giosit-t-eine-adaption

    Was Ihre darüber hinaus gehenden, persönliche Beobachtungen und Definitionen von und Erfahrung mit Religiosität als “Gefühl” angeht reicht m.E. stark auch in den Bereich der Spiritualität, vgl. hier:
    http://www.chronologs.de/…ick-der-wissenschaften

    Freut mich, dass Blogpost und Videos für Sie interessant und anregend waren!

  12. Radiointerview online

    Der Mitschnitt des Radiointerviews ist jetzt (obenstehend) hör- und abrufbar. War echt mal ein Thema, bei dem wir die Kinder vor der Aufnahme rausschicken mussten…

  13. Kreuz oder Pfahl?

    Guten Tag Herr Blume,

    das ist ein interessantes Referat über die Kreuzigung. In diesem Zusammenhang würde mich eine in vor allem sektiererischen kreisen erörterte Streitfrage interessieren: ist Jesus eigentlich an einem Kreuz oder einem Pfahl gestorben? Das Thema ist nicht ganz ohne Bedeutung (obgleich randständig), z.B. die Zeugen Jehovas leiten aus der Ablehnung des Kreuzes als ein Götzenbild ein erheblichen Teil ihres von der übrigen Christenheit abgerenzenden Selbstverständnisses her.

  14. @Hugo Strange

    Vielen Dank für die Rückmeldung und die Frage. In der Tat: Neue, religiöse Varianten setzen sich auch gerne über die Symbolik von den Herkunftstraditionen ab und die Zeugen Jehovas lehnten schließlich das Kreuzeszeichen und Kreuzesdarstellungen ab, die sich zuvor über Jahrhunderte hinweg entwickelt hatten. Da die Kreuzigungsberichte erst lange nach dem Tode Jesu verschriftet wurden, ist selbstverständlich keine unbezweifelbare Rekonstruktion mehr möglich. Allerdings spricht gegen eine Hinrichtung am Pfahl, dass das Pfählen als eigenständige Hinrichtungsart durchaus bekannt und verbreitet war und entsprechend vermerkt worden wäre. Erst in der Kombination von Pfahl und Querbalken (z.B. römisch patibulum) ist von Kreuzigung zu sprechen, wobei es für die Kreuze (wie oben geschrieben) keine feste Form gab.

  15. Kreuz oder Pfahl?

    Hallo Herr Blume,
    das ist ein sehr interessantes Referat, vielen Dank. Ich habe da eine Frage, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigt: starb Jesus nun an einem Kreuz oder einem Pfahl? Es gibt ja einige wenige freikirchliche Gruppen und vor allem die Sekte der Zeugen Jehovas, die daraus eine Streitfrage machen. Können Sie näheres dazu sagen?

  16. @Hugo Strange

    Ähm, fürs Erste kann ich mich wohl zunächst nur wiederholen: Neue, religiöse Varianten setzen sich auch gerne über die Symbolik von den Herkunftstraditionen ab und auch die Zeugen Jehovas lehnten schließlich das Kreuzeszeichen und Kreuzesdarstellungen ab, die sich zuvor über Jahrhunderte hinweg entwickelt hatten. Da die Kreuzigungsberichte erst lange nach dem Tode Jesu verschriftet wurden, ist selbstverständlich keine unbezweifelbare Rekonstruktion mehr möglich. Allerdings spricht gegen eine Hinrichtung am Pfahl, dass das Pfählen als eigenständige Hinrichtungsart durchaus bekannt und verbreitet war und entsprechend vermerkt worden wäre. Erst in der Kombination von Pfahl und Querbalken (z.B. römisch patibulum) ist von Kreuzigung zu sprechen, wobei es für die Kreuze (wie oben geschrieben) keine feste Form gab.

  17. Die Kreuzigung – Von der Höchstrafe zum

    Die Kreuzigung – Von der Höchstrafe zum Zeichen der Erlösung
    Zur Kreuzigung gehört auch die Auferstehung
    Das Kreuz hat auch heute noch eine erlösende Kraft, wer diese erfahren hat der vergisst das Kreuz nie wieder.
    Und so wie in der Wüste die schlange erhöht wurde so hat auch das Kreuz eine Kraft(4Mose Kapitel 21 Vers4bis9)

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