Bundespräsident Steinmeier für MENSCHEN-BILDER!

Frank-Walter Steinmeier wünschte den Zuhörer*innen seiner Weihnachtsansprache zunächst einmal: Zeit. Davon gebe es im Jahr zu wenig.

Ja, warum eigentlich? Warum nehmen wir uns nicht mehr Zeit für die Dinge, die uns wichtig sind? Ein Jahr hat doch mehr als eine halbe Million Minuten! Wussten Sie das schon?

Zeit zum Durchatmen. Zum Lesen vielleicht, zum Entspannen oder einfach mal zum Ausschlafen. Zeit auch zum Nachdenken – über das, was wichtig war in diesem Jahr, und was wichtig wird im kommenden. (Frank-Walter Steinmeier)

Das klingt fast so, als habe sich Herr Steinmeier hier bei den SciLogs Inspiration für seine Rede geholt, beispielsweise bei Karin Schumachers Beiträgen über die Lebensfreude oder meinen Gedanken über das Gute Leben. Wir nehmen uns jedenfalls Zeit zum Bloggen. Und Sie zum Lesen.

Doch an Weihnachten geht es laut dem Präsidenten nicht nur still und kuschelig zu, sondern es werde auch geredet. Debattiert. Sogar gestritten!

Bei vielen von uns kommt zum Weihnachtsessen die Familie – vielleicht auch wieder die ganz bestimmten Verwandten, bei denen man schon vorher weiß, dass wir uns über Politik in die Haare kriegen. Ja, es wird nicht nur gesungen an Weihnachten, sondern manchmal auch gestritten. (Frank-Walter Steinmeier)

Weihnachten ist nicht nur so idyllisch wie dieses Foto. Quelle: Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Steinmeier sieht zwar viel Lärm, Empörung, gar Gift, vor allem im Internet. Aber nur wenig miteinander Reden und Zuhören. Davon wünscht er sich mehr. Bedenklich findet er Menschen, die gar nicht mehr reden, sondern sich zurückziehen und schweigen.

Aber wer gar nicht spricht und erst recht nicht zuhört, kommt Lösungen kein Stück näher. Sprachlosigkeit heißt Stillstand. (Frank-Walter Steinmeier)

Wir müssten nicht nur streiten, das heißt, mit Menschen reden, die anderer Meinung sind, sondern die Unterschiede auch aushalten. Ich fühle mich an den langjährigen Leser und Kommentator Balanus erinnert, der hier seit dem 13. Oktober 2009 in sage und schreibe 2.064 Kommentaren (das sind 16%) namentlich auftaucht (hier nur ein kleiner Auszug balanesischer Gedanken in der Google-Suche).

Die Fälle, in denen wir einer Meinung waren, lassen sich meinem Eindruck nach jedoch an einer Hand abzählen. Das war aber nicht schlimm. Meistens hat es Spaß gemacht. Und manchmal ein paar graue Haare gebracht.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben es, Sie haben es in der Hand: Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten. (Frank-Walter Steinmeier; meine Hervorhebung)

Genau das tun wir hier bei den SciLogs im Allgemeinen und bei MENSCHEN-BILDER im Besonderen seit inzwischen über elf Jahren! (Zehn Jahre SciLogs, zehn Jahre freier Wissensaustausch!) Hier in diesem Blog hat das zu nunmehr rund 250 Beiträgen mit rund 13.000 Kommentaren geführt, die uns und Ihnen vom Spektrum-Verlag gratis zur Verfügung gestellt werden.

Dafür auch von meiner Seite einmal ganz herzlichen Dank an die SciLogs-Redaktion, also im Wesentlichen Lars Fischer, mit technischer Unterstützung von Christoph Roloff und Marc Grove, früher dem legendären Martin Huhn, und dank der Ideen von Carsten Könneker und Richard Zinken.

Dabei floss in den allermeisten Fällen, das sei hier am Rande erwähnt, kein Cent von der Redaktion an den Autor. Warum machen wir Blogger es dann trotzdem? Als Antwort sei an die Herkunft unseres Wortes “Schule” erinnert:

Das altgriechische σχολή (scholé) bedeutet eigentlich Muße, Müßiggang. Und das ist, anders als es uns ein Sprichwort weismachen will, kein Laster, sondern freie Zeit für etwas, das nicht äußeren oder finanziellen, sondern vor allem inneren beziehungsweise eigenen Interessen entspricht. Und das ist für mich ein Ausdruck von: Freiheit.

Erinnern Sie sich an Steinmeiers Eingangsworte? Sich Zeit nehmen zum Durchatmen. Zum Lesen. Und zum Diskutieren. Ja, kennte unser Präsident MENSCHEN-BILDER, er wäre zweifellos dabei. Und dafür. Steinmeier für MENSCHEN-BILDER! Und MENSCHEN-BILDER für Steinmeier.

Dabei soll nicht unter den Teppich gefegt werden, dass die Diskussionen hier besonders in diesem nun ausklingenden Jahr durch eine Gruppe von Menschen gestört wurden, die sich trotz unzähliger Ermahnungen nicht an die Diskussionsregeln hielten. Die durch zahlreiche Sticheleien auffielen. Willkürlich Leser*innen und Schreiber*innen bei anderen anschwärzten.

Menschen, die dabei auch nicht vor unwahren Diffamierungen zurückschreckten und einfach weitermachten, wenn man sie mit Fakten widerlegt hatte. Die eben nicht, wie Steinmeier es sagte, Unterschiede der Meinungen aushalten konnten, sondern nicht aufhörten, bis entweder alle ihrer Meinung waren oder es keine andere Meinungsäußerung mehr gab. Sprich: Bis es gar keine Diskussion mehr gab.

Doch auch diese Menschen konnten sich hier monatelang miteinander austauschen, sich beispielsweise in einem Beitrag in über 2.000 Kommentaren weit jenseits des Üblichen über die Aussagekraft der modernen Physik streiten. Meinen Zahlen zufolge haben diesen über 2.000 Benutzer*innen rund 25.000-mal aufgerufen.

Und als die Diskussion mit der Bitte geschlossen wurde, sie an einem anderen Ort fortzuführen, wurde allen noch die Möglichkeit für ein Schlusswort gegeben. Von meiner Seite folgte noch eine Diskussion der Diskussionsfreiheit im Internet (Meinungsfreiheit und das “Hausrecht” im Zeitalter des Internets).

Seit Kurzem geht es wieder ruhiger zu. Unbestätigten Gerüchten zufolge werden die Beiträge einiger Störer*innen nun vom Spam-Filter herausgefischt. Nach jahrelangem Ärger mit dem Blog-System kann ich da nur sagen: Endlich tut es einmal das, wofür es da ist!

Nein, ich mache weiter, wir machen weiter, bis jemand den Stecker zieht. Und da ich nicht so schön singen kann wie Murray Kyle, dafür aber tippen, mache ich das eben (unter anderem) mit Blogtexten.

We will not be silent when there are songs to sing. / We will not be silent now that there are dreams to bring. / … / And we can do this, drawing on / the knowledge and the wisdom we move through this. (Murray Kyle, Arrow To The Sun)

MENSCHEN-BILDER ist für alle, die sich mit dem Thema und den Gedanken anderer auseinandersetzen wollen und dabei an minimale Regeln halten. MENSCHEN-BILDER ist für alle, unabhängig vom Namen, Aussehen, Herkunft, Geschlecht oder Lebensanschauung.

Wir alle gehören zu diesem Land – unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe, von Lebensanschauung oder Lieblingsmannschaft. (Frank-Walter Steinmeier)

Denn wir gehören alle zu dieser einen Welt.

(Geschrieben im niederländischen Exil.)

Veröffentlicht von

www.schleim.info

Die Diskussionen hier sind frei und werden nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen. Beim Gedankenaustausch darf es auch mal heiß hergehen, jedoch nicht beleidigend werden, vor allem nie unter die Gürtellinie gehen. Stephan Schleim ist studierter Philosoph, Psychologe und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Der Autor schreibt auch für zahlreiche andere Medien.

87 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. P.S. Warum bloggen wir eigentlich?

    Noch ein paar Gedanken zu der im Artikel aufgeworfenen Frage: Wenn nicht für das Geld, wofür dann?

    In meinem Bericht des ersten Blogger-Treffens in Deidesheim vom 9. März 2008 ging es um genau diese Frage: Warum bloggen wir eigentlich? Für den Text hatte ich einige Koblogger*innen um Statements gebeten; Blogger*innen, von denen die meisten heute wohl nicht mehr bei den SciLogs dabei sind.

    Ich erinnere mich noch daran, dass damals ein Spektrum-Redakteur in einem Workshop meinte, wir würden aus Eitelkeit schreiben. Und dass mich das ziemlich geärgert hat. So sehr, dass ich es heute, über zehn Jahre später, noch lebhaft vor Augen habe.

    Man könnte es auch etwas milder als Bedürfnis, gesehen (gelesen) zu werden, bezeichnen. Und das scheint mir doch sehr menschlich.

    Und es macht Spaß. Früher las ich nie, was ich geschrieben hatte. Heute lese ich es manchmal fünf- oder sechsmal, schlicht weil es mir gefällt.

    Und ich muss an das kurze Gedicht von Sylvia Plath denken als Antwort auf die Frage, warum sie schreibe:

    I write only because
    There is a voice within me
    That will not be still

  2. Lieber Herr Schleim

    wurum tun wir überhaupt etwas ?
    Beobachten Sie einmal ein Kleinkind, so etwa 10 Monate alt, das sitzt nicht ruhig da, das schaut sich um , krabbelt mal hier hin, krabbelt mal da hin, nimmt einen Duplo Stein in die Hand, betrachtet ihn, schlägt ihn auf den Boden und wenn er vollständig erkundet ist, dann steckt es ihn in den Mund und lutscht ihn durch.
    Was macht das Kind also, es erkundet die Welt und erobert die Welt und am Ende verinnerlicht es ihn , wenn es nur könnte. Deshalb sind Lego Steine für Kleinkinder ungeeignet, Duplo Steine kann es nicht verschlucken.
    Das Kind erobert die Welt. Und das Kind verinnerlicht die Welt.

    Was machen die Erwachsenen, wenn sie alles erobert haben und Zeit und Muße.
    Sie erzählen davon, was sie alles erobert haben, was sie darüber gelernt haben, welche Neuigkeiten es gibt.

    Alles was der Mensch aufgenommen hat, gibt er wieder her. Am besten einem Gesprächspartner.
    Er teilt sich mit. Im Wort mittteilen steckt das Wort teilen. Und das ist eine ureigenste Eigenschaft des Menschen, er teilt mit seinem Mitmenschen.
    Und wer viel erlebt hat, aus dem sprudelt es heraus, wie aus einem Wasserfall, unendlich, dieser Mensch hat etwas zu sagen.
    Bei Frauen ist das noch viel dramatischer. Wir nennen das abfällig, die tratschen. Aber in Wirklichkeit ist das Austauschen von Erlebtem ein Zeichen der gegenseitigen Wertschätzung, man kann auch sagen, ein Zeichen von Liebe.
    In diesem Sinne und damit sie keinen Falschen Eindruck von mir behalten.

  3. @Christ: Reden und Erkennen

    Wer redet, lebt zwangsläufig in der Vergangenheit oder Zukunft.

    Reden hat zweifellos eine soziale Funktion und das gilt mit Sicherheit in einer Partnerschaft. Inwiefern Reden echtes Teilen oder vielmehr Suche nach Aufmerksamkeit ist, halte ich aber für eine offene Frage. (Wenn ich es schaffe, schreibe ich über Neujahr noch einen besinnlichen Text zur Gefährlichkeit von Sprache.)

    Und ich habe mich ja gerade dazu bekannt, dass ich hier schreibe, weil ich gelesen (gesehen, wahrgenommen) werden will. Sonst könnte ich ja auch schlicht in mein Tagebuch schreiben. (Was ich manchmal auch tue.)

    Dass es beim Reden in einer Partnerschaft nicht in erster Linie ums Teilen, sondern ums Aufmerksamkeitwollen geht, stellt man dann fest, wenn man nicht (mehr) zuhören will. Da wird einem schnell Egoismus vorgeworfen und das kann sich bis zu einem Trennungsstreit entwickeln.

    Jeder muss sich selbst die Frage stellen und die Antwort geben, ob er*sie vor allem im Leben steht, um Erfahrungen, Eindrücke, Einsichten, Erkenntnisse zu sammeln oder um es vor allem warm und kuschelig zu haben.

    Ich schreibe hier jedenfalls nicht, um es kuschelig zu haben, und ich versuche auch, nicht zu oft auf die Zugriffszahlen zu schielen. Schön wäre es, wenn Menschen hier im Blog häufiger widersprächen – und zwar begründet widersprechen und nicht diffamierend. Schön wäre das, weil ich dann mehr lernen würde.

    Das machte Beispielsweise den Austausch mit dem im Text erwähnten Balanus ansprechender als mit den bewusst hier nicht namentlich genannten Vandalen. Und damit sind wir wieder bei Steinmeiers Weihnachtsansprache. Und bei der scholé.

  4. “Mit Menschen reden,die anderer Meinung sind…”
    Ich verstehe Steinmeier anders. Wer die Medienlandschaft der letzten Jahre verfolgt hat, sieht, dass ein gewisser Mainstream gepflegt wurde. Andersdenkende, die nicht der offiziell verordneten politischen Agenda entsprachen, wurden diffamiert und in die rechte Ecke gestellt etc…. Medien entwickelten sich zum wichtigsten Helfershelfer der herrschenden Machtstrukturen und mutierten auch zu untertänigen Hofberichterstattern. Dieses Milieu(Lobbyismus) erinnerte an finstere DDR -Zeiten,als Medien der verlängerte Arm des Establishments waren,um Massen im Sinne der Macht zu manipulieren.Der Teil der Bevölkerung scheint diese Politik inzwischen durchschaut zu haben,was fallende Zeitungsauflagen und abstürzende Wahlprozente für die regierenden Parteien beweisen. Steinmeiers Anmerkung ist für mich somit eine Flucht nach vorn und der Versuch mangelndes Vertrauen wiederzugewinnen.Eigentlich sollten die Politiker und die Medienmacher in den herrschenden Mediengruppen mehr mit den Menschen reden und andere Ansichtern nicht diffamieren.Komisch auch,dass sich Politiker auf einmal an eine solche Selbstverständlichkeit von Demokratie erinnern,erinnern müssen.Hatten sie es vergessen oder lebten sie in einer Scheinwelt aus Doppelmoral ?
    Die Wahlen im nächsten Jahr werden beweisen, dass sie dieses Vertrauen nicht zurückgewinnen werden…

  5. @Golzower: Medienkritik?

    Soso, der stramme SPD-Mann und Bundespräsident Steinmeier soll die “Hofberichterstattung” kritisieren? Gibt es denn etwas höflicheres als das Bundespräsidialamt?

    Ihnen steht freilich Ihre eigene Textinterpretation frei. Eine versteckte Medienkritik, ohne die Medien auch nur einmal zu erwähnen, sehe ich in seiner Ansprache jedoch nicht.

    In der Diagnose, dass die Medien die Meinungsvielfalt unzureichend abdecken, stimmte ich Ihnen aber zu. Dazu gab es in jüngerer Zeit auch einige Enthüllungen, etwa in welchen “Think Tanks” und Netzwerken sich unsere führenden Journalisten organisiert haben; und wem die Medien überhaupt gehören.

  6. Herr Schleim,
    erst einmal möchte ich Ihnen zugutehalten, daß Sie, soweit ich das erkennen kann, (bisher) keine Kommentare löschen. Diese Art mit Kommentaren umzugehen, ist leider dem einen oder anderen Blogger auf Scilogs fremd.

    …“Genau das tun wir hier bei den SciLogs im Allgemeinen und bei MENSCHEN-BILDER im Besonderen seit inzwischen über elf Jahren! (Zehn Jahre SciLogs, zehn Jahre freier Wissensaustausch!)…“

    Ich möchte nicht Ihren „eindimensional geprägten“ Euphemismus nachahmen und entgegengesetzt zu Ihren Bewertungen so tun, als ob nicht der ein oder andere Kommentar deplaziert ist. Aber hier sind klare Ansagen des Blog-Autors, der ja auch gleichzeitig der Moderator ist, angebracht. Eine schwache Moderation ist nicht selten der Ausgangspunkt für „Krawall“-Kommentare.

    Meine Analyse der komplexen Art und Weise wie »Meinungsmache« funktioniert, sprengt bei Weitem das Kommentarfeld und bezieht sich auch nicht nur auf die Scilogs-Blog-Ebene. Eine aktuelle (aber derzeit noch nicht abgeschlossene) Bestandsaufnahme mit dokumentierten Fallbeispielen finden Sie in dem Beitrag Moderner Zensurbetrieb.

    Zu Ihren weiteren Aussagen:
    …„Unbestätigten Gerüchten zufolge werden die Beiträge einiger Störer*innen nun vom Spam-Filter herausgefischt. Nach jahrelangem Ärger mit dem Blog-System kann ich da nur sagen: Endlich tut es einmal das, wofür es da ist!“…

    Ihre Auffassung respektive Interpretation der Wirkungsweise eines Spam-Filters ist technisch falsch. Sie meinen, daß Beiträge von bekannten Kommentatoren auf Grund der IP-Nummern ungesehen der Inhalte gelöscht werden. Das nennt man Zensur.

    …„Doch auch diese Menschen konnten sich hier monatelang miteinander austauschen, sich beispielsweise in einem Beitrag in über 2.000 Kommentaren weit jenseits des Üblichen über die Aussagekraft der modernen Physik streiten. “…

    Wäre es der Vollständigkeit halber nicht „richtiger“ zu benennen, wie es zu dieser Situation kam? Da Sie in meinen Ausführungen (Moderner Zensurbetrieb) auch explizit vorkommen, zitiere ich hier fragmentarisch meine dortige Textausführung: …

    …“Zum Verständnis: Herr Schleim stellte die Moderation seiner Blogartikel ein, da er sich im Urlaub befand. Darauf hin kam es zu diversen unmoderierten Off-Topic-Kommentaren und „Kommentarkriegen“ menschlich und inhaltlich verfeindeter Kommentatoren. Eine Vielzahl von Kommentaren landete darüber hinaus undifferenziert als »spam« im Artikel-Kommentar-Mülleimer. Hier gilt zu bemerken, daß ein Kommentar bereits als »spam« vom System (was oder wer das auch immer sein mag) deklariert wird, wenn dieser mehr als zwei aktive Linkhinweise enthält. Dieser Umstand ist aber nur Aktiven bekannt, die solche zensurtechnischen Erfahrungen gemacht haben. Weder die Blog-Autoren noch die Scilogs-Redakteure halten es für notwendig allgemein darauf hinzuweisen…

    …Nachdem Herr Schleim seine Blog-Aktivitäten wieder aufnahm, beschwerte er sich im Rahmen seiner eigenen Blogartikel-Kommentare über „seine“ Kommentatoren. Neben seiner propagierten Selbstlosigkeit äußerte er, daß er nur 10% der Kommentare liest und sich auch die Freiheit nimmt, Kommentare nur teilweise zu lesen. Darauf hin startete ich einen Selbstversuch….“

    …“Schön wäre es, wenn Menschen hier im Blog häufiger widersprächen – und zwar begründet widersprechen und nicht diffamierend. Schön wäre das, weil ich dann mehr lernen würde.“…

    Vielleicht beginnt das, genauer Ihr Verständigungsproblem bereits damit, daß Sie hier Ihre Blog-Aktivitäten mit den Aussagen eines Berufs-Politikers „koppeln“. Integrität und Authentizität insbesondere (deutscher) Berufspolitiker sind sehr diskussionswürdig. Wenn Sie Zweifel an dieser Aussage haben, dann schlage ich vor, daß Sie selbst recherchieren.

    Plakativ formuliert: Lügen (das kann auch das bewusste Weglassen von wichtigen Aspekten zu einem Thema sein) sind inhärent mit Politikern verbunden.

    Siehe exemplarisch die Lügen zum Irakkrieg. Es gibt einen bemerkenswerten Film Bulworth zu amerikanischen Politikern und deren „wahrer“ Natur, der das ganze Ausmaß politischer Heuchelei unterhaltsam abbildet.

    …„Steinmeier für MENSCHEN-BILDER! Und MENSCHEN-BILDER für Steinmeier.“…

    Mit dieser Aussage befördern Sie Ihre Motivation und Argumentationen kurz und bündig in eine personifizierte Eindimensionalität.

    Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum jemand einen Artikel generiert und warum jemand einen Artikel kommentiert. Fernab von idealisierter Wissensvermittlung, als eine Art gemeinschaftsnützlichen Dienstes, ist das Hauptmotiv realistischer gesehen schlicht Egozentrik. Herr S möchte auch mal etwas schreiben, Herr W möchte auch mal etwas kommentieren. Egal was. Hauptsache es ist öffentlich wahrnehmbar.

    Ich finde es bedauerlich, daß ich das einem Psychologen schreiben muß. Bedauerlich in dem Sinne, daß es mich auf eine Diskussionsebene bringt, auf der es eigentlich nicht viel zu diskutieren gibt. Von einem Psychologen erwarte ich, daß er zumindest grob versteht, das Leben egoistisch ist. Jemand der glaubt, daß sein Handeln und das Handeln des Verlages primär durch Altruismus geprägt sind, hat wesentliche Motivationsaspekte entweder nicht verstanden oder verdrängt.

  7. Ja, der Frank-Walter Steinmeier, der nie eine Wahl beim (Wahl-)Volk gewonnen hat, hat nun, zu Weihnachten, auch mal einige helle Momente.
    Dr. W hat sich sofort notiert, auch in Anbetracht dieser Aufforderung : ‘Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind!’, dass der womöglich besser geworden ist, im Amt gereift sozusagen.

    Dr. W redet meist mit denjenigen, die andere Meinung haben, denn anderes ist tendenziell langweilig, er treibt sich insofern auch sehr wenig in eigentlich ihm angestammten politisch liberalen Angeboten des Webs herum.

    Streit ist also gut und sollte nicht bezogen auf andere als Hass projiziert, delegitimiert und vor allem nicht psychologisiert werden.
    Denn für den Streit gibt es in der liberalen Demokratie geeignete Rahmensetzung, nur dort, wie sich Dr. Webbaer einzuordnen erlaubt.
    Klar, zur Weihnachtszeit, zur späten, angemerkt, geht auch Dr. Webbaer in sich und prüft sich nachträglich, ob er nicht manchmal oder oft zu streng war,
    in diesem Sinne :

    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer

  8. Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum jemand einen Artikel generiert und warum jemand einen Artikel kommentiert. Fernab von idealisierter Wissensvermittlung, als eine Art gemeinschaftsnützlichen Dienstes, ist das Hauptmotiv realistischer gesehen schlicht Egozentrik. [Kommentatorenkollege Dirk Freyling]

    Statt ‘Egozentrik’ ginge auch : Sozialität.
    Das Fachwort an dieser Stelle,

    Dr. Webbaer würde fast auf dieser Annahme beharren wollen, egozentrischerweise sozusagen, lol.

    KA, woran haperts?, woran nagen Sie?, bedenken Sie gerne, dass Sie hier, bei den Scilogs.de die besten denkbaren Inhalte- [1] wie Feedbackgeber feststellen könnten.
    Nun, jedenfalls vergleichsweise, in d-sprachigen Angeboten des Webs, wie Dr. W findet.

    MFG + nachträglich noch schöne Weihnachtstage,
    Dr. Weihnachtswebbaer

    [1]
    Dr. Wwb ist Schleim-Fan.

  9. Bonuskommentar hierzu :

    Von einem Psychologen erwarte ich, daß er zumindest grob versteht, das Leben egoistisch ist. Jemand der glaubt, daß sein Handeln und das Handeln des Verlages primär durch Altruismus geprägt sind, hat wesentliche Motivationsaspekte entweder nicht verstanden oder verdrängt. [wieder Kommentatorenkollege Dirk Freyling]

    Das Leben ist im Rahmen des Sozialen, des teils auch Uneigennützigen, eigennützig.

    ‘Egoismus’ würde Dr. W eigennützigen und doch sozial sein müssenden Bären oder Menschen nicht unterstellen wollen, gar Hedonismus oder Antisoziales.
    Es ist das falsche Wort, vgl. auch mit dem anderen womöglich falschen Wort : Egozentrismus.

    Ohne Nachbar kann der tolle Bär (oder Mensch) nicht prahlen.

    MFG
    Dr. Webbaer (der im Abgang noch auf die Menschheitsgeschichte verweisen, hier gesondert ausbauen könnte, dem anzunehmenderweise hier vorliegenden Dionysischen Menschen abär nicht direkt so vorbauen will, noch nicht)

  10. @Freyling: Kritik

    Sie scheinen – so wie manch anderer auch – immer vorauszusetzen, dass wir, die hier zu 98% ehrenamtlich arbeiten (die Zahl habe ich für mich selbst über den Daumen gepeilt: 5/250), Ihnen irgendetwas schulden.

    Diese Voraussetzung trifft aber schlicht nicht zu. Der Verlag kann jederzeit den Betrieb der Blogs einstellen. Für die englischsprachigen SciLogs ist das schon geschehen. (Da hat aber auch nie jemand kommtiert, anders als hier.) Ich kann jederzeit mit dem Schreiben aufhören. (Viele Blogger haben das bereits getan.) Oder über andere Themen schreiben. (Bis es dem Verlag zu bunt wird und er mich rauswirft.) So ist das leben.

    Was der rechtliche Rahmen dieser Blogs ist, das habe ich im bereits verlinkten Artikel schon ausformuliert. Wir sind schlicht zu unbedeutend, als dass hier große verfassungsrechtliche Kategorien eine Rolle spielten.

    Wenn Sie eine bessere Plattform wollen, warum bezahlen Sie dann nicht mal ein paar tausend Euro, anstatt hier immer nur zu nörgeln? Was denken Sie, wie viele Wünsche andere und ich hier schon geäußert haben? Wie viele davon schlicht mit den gegebenen Mitteln nicht realisierbar waren? Und wie viele Jahre es bei einigen der anderen gedauert hat? (Etwa dem Abschalten der “Antworten-Funktion” bei jedem Kommentar, die die zeitliche Folge durcheinander brachte und Diskussionen unlesbar machte.) Jahre, sage ich Ihnen! Ich hatte um das Jahr 2013/2014 darum auch schon den Beschluss gefasst, es hier sein zu lassen.

    Die Welt, wie Sie sie sich wünschen, ist hier schlicht nicht ökonomisch machbar. Also zahlen Sie, akzeptieren Sie es – oder lassen Sie es bleiben und gehen Sie. Das sind die Möglichkeiten, die es hier realistischerweise für Sie gibt.

    Und mit herablassenden persönlichen Sticheleien wie: “Ich finde es bedauerlich, daß ich das einem Psychologen schreiben muß.”, lösen Sie bei mir bestensfalls noch Würgereflexe aus. Leute, die so auftreten, sind hier nicht willkommen. Aber auf den Spamfilter, der diesen Müll automatisch herausfischt, muss ich wohl noch ein paar Jahre warten.

    P.S. Ein Filter aufgrund der IP-Adressen ist wohl schon aus diesem Grunde technisch sinnlos, da diese bei den allermeisten Providern mindestens einmal am Tag dynamisch vergeben werden. Für jemanden, der hier so herablassend auftritt, sollten Sie erst mal die technischen Hausaufgaben machen.

  11. @ Dr. Webbaer
    Bezüglich meiner Aussage ist Ihre Begriff-Alternative (Sozialität) inhaltlich schlicht deplatziert.

    Wer (bezugnehmend durch meine Ausführungen) zwei Erwiderungs-Kommentare ohne dazwischenliegende Wechselwirkung verfasst, hat möglicherweise bereits ein Darstellungs- bzw. Abbildungs- oder vielleicht ein Selbstwahrnehmungsproblem. Erstere könnten kognitiver letzteres emotionaler Natur sein.

    Im Beitrag Ein Selbstversuch: “Teacher who had sex with student should get off easy because he wanted it.” haben Sie am 21.Dezember gleich drei Kommentare (um 1.18, 1.20 und 1.42 Uhr) ohne Wechselwirkung verfasst. Ich denke Egozentrik als Hauptmotiv „trifft“ Ihre Kommentarpräsenz sehr genau.

    Ich zitiere hier mal den Autor des vorliegenden Artikels Stephan Schleim, der schrieb bereits am 18.März 2012

    @Webbaer
    Verzeihung, Sie scheinen mir ein Bisschen wie die Sphinx in Rätseln zu sprechen; oder wie die Pythia im Orakel von Delphi im Rausch. Ich habe jedenfalls Mühe damit, Ihre Worte zu verstehen.

    Nun, ich habe keine Mühe Sie (im Sinne Ihrer Schreibmotivation) zu verstehen.

    Zur Erinnerung
    Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum jemand einen Artikel generiert und warum jemand einen Artikel kommentiert. Fernab von idealisierter Wissensvermittlung, als eine Art gemeinschaftsnützlichen Dienstes, ist das Hauptmotiv realistischer gesehen schlicht Egozentrik. Herr S möchte auch mal etwas schreiben, Herr Dr. Webbaer möchte auch mal etwas kommentieren. Egal was. Hauptsache es ist öffentlich wahrnehmbar.

    Vorschlag: Wenn Sie perspektivisch etwas mit mir diskutieren wollen, dann kommen Sie zur Sache.

    „Schön wäre auch ein differenziertes Sprachbild, welches u.a. stringente Strukturen aufweist, die zu Denk-Ebenen führen, die über das übliche banale Maß hinausgehen.“ Diese Aussage fand bereits Herr Schleim, der mich bereits Anfang Oktober 2018 insgesamt für putzig befand, so bemerkenswert, daß es ihm den Schaum vom Kakao geblasen hat.

  12. @Freyling: Rumpelstilzchen

    Mir kam gerade beim Kochen der wohl letzten Suppe dieses Jahres, konkreter beim Zerhacken eines großen Kürbisses, noch der Gedanke, dass mich Ihr Auftreten an das eines Kindes erinnert, das immer nur Mau Mau spielen will – und zwar nur nach seinen eigenen Regeln, die keinem Anderen Spaß machen.

    Und wenn dann andere Mensch-ärger-dich-nicht spielen und dabei auch noch Spaß haben, dann läuft es rot an und wird wütend und trampelt auf dem Boden herum wie Rumpelstilzchen. Wenn es keinen Spaß hat, dann soll auch kein anderer Spaß haben!

    Nein, die Welt ist nicht immer so, wie ich sie gerne hätte. Erwachsener gesagt: Der rechtliche Rahmen hier ist ein ziviler. Dort gilt unternehmerische und Vertragsfreiheit. Wenn Ihnen nicht passt, wie wir unsere “Geschäfte” machen, dann machen Sie sie eben mit einer anderen Partei. Wenn Sie denn jemanden finden. Vielleicht füllen Sie aber auch eine Lücke mit etwas noch nie zuvor Dagewesenen und werden Sie so berühmt!

    Und persönlich wünsche ich Ihnen, wie schon Frau L. und Herrn L. zuvor, dass Sie eine sinnvollere und vor allem konstruktivere Form der Beschäftigung für Ihre Freizeit finden. Das ist ja beinahe zum Heulen, permanent dieses nutzlose Jammern mitanzusehen.

  13. Bonus-Bonus-Kommentar hierzu :

    Ich erinnere mich noch daran, dass damals ein Spektrum-Redakteur in einem Workshop meinte, wir würden aus Eitelkeit schreiben. [Dr. Schleim, im hiesigen Kommentariat]

    Damit gewusst wird, worüber geschrieben wird :
    -> https://www.duden.de/rechtschreibung/eitel_arrogant_anmaszend (gemeint ist wohl leeres Geschwätz, das sozial hervorheben soll)

    Was falsch ist, wenn nachvollziehbarerweise Inhalte transportiert werden, wie anhaltend, seit vielen Jahren, bei Herrn Dr. Schleim, in diesem wissenschaftnahen Inhalteverbund, bei den Scilogs.de, gegenteilig beigebracht, abär dennoch bleibt diese Erkenntnis angebracht :
    Es wird aus Gründen der Sozialität (s.o.) kommuniziert (vs. geredet, die Rede meint die Sprachkunst, das Sprechen die gemeine Äußerung eben sprachlicher Art – Ja, Frau Bundeskanzler bspw. kann nicht (frei) reden, aber sprechen).

    Da ist nichts Schlimmes daran,
    wir beachten in diesem Zusammenhang ebenfalls, dass der hiesige werte Inhaltegeber redet, nicht nur schwatzt oder spricht, sozusagen, nicht atonal irgendetwas verbreitet.

    MFG
    Dr. Webbaer

  14. @Freyling @Webbaer: Ach, Sie waren das mit dem Kakao! Einfach süß.

    Vergessen Sie, was ich gerade geschrieben habe. Sie sollten vielleicht Kabarettist werden. Oder Clown. Für Ihren Auftritt würde ich sogar zahlen.

    Hatte ich Ihnen damals nicht Geld für einen Essay über meine Persönlichkeit angeboten? Ich warte immer noch. Vielleicht klappt es ja 2019.

    Applaus, Applaus!

  15. Ischt schon wichtich, Herr Dirk Freyling, warum etwas wie im Web beigetragen wird; das Web ist heutzutage global, auch mengentauglich, insbesondere auch : Mengen adressierend.

    KA, Herr Dr. Schleim trägt für den Webbaeren fast immer nachvollziehbar bei.
    Dr. W weist ihm sozusagen auch eine gewisse Größe zu.
    Und Dr. W ist hier sehr wählerisch, schreibt nichts ohne Grund.

    Klar, für den Systematiker sind Aussagen zu einer Sache oder zu einem diesbezüglichen Verhalt, einem Sachverhalt, immmer zuvörderst als Aussagen von Personen(mengen) zu einer Sache oder zu einem diesbezüglichen Verhalt, einem Sachverhalt, zu bearbeiten.

    Also, was Herr Dr. Schleim so schreibt, idR, findet Dr. Webbaer gut, Sie was Sie so schreiben : eher weniger.

    Es wird viel die Unwahrheit gesagt, nicht unbedingt : gelogen, denn das Verbreiten von Unwahrheit als Lüge setzt die Einsicht voraus, dass es anders ist, sachlich, den Datenlagen widersprechend falsch ist.
    Viele verbreiten unzutreffende Sachlagen, weil sie unzureichend informiert sind, sich womöglich auch nicht zureichend informieren lassen wollen.
    Sie lügen oft nicht.
    Weihnachtlich darf auch an Hanlon’s Razor erinnert werden, bezüglich der “Betroffenen” und derat Verlautbarenden.
    Frank-Walter Steinmeier bspw. scheint aus diesseitiger Sicht nicht sehr klug zu sein.

    MFG
    Dr. Webbaer (der sich nun langsam auszuklinken gedenkt, danke!, es war wieder schön, abär hofft von Herrn Dr. Schleim zumindest halbwegs verstanden worden zu sein)

  16. “Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind!”

    Was bliebe mir sonst übrig? Selbst bei Selbstgesprächen, stelle ich immer wieder verblüfft fest, vertrete ich stets eine andere Meinung.

    Meist versuche ich in Diskussionen, den Bereich übereinstimmender Meinung, der natürlich möglichst groß sein darf und sollte (bei Selbstgesprächen ist das garantiert), rasch hinter mir zu lassen und zu den Gebieten zu gelangen, wo Dissens herrscht. Dort ist es doch erst interessant und wird es manchmal richtig spannend.

    Joker taufte ich mich u.a. auch deswegen, damit , wie im Kartenspiel einem Joker (oder Jolly) verschiedene, wechselnde Werte zugewiesen werden können, ich mir in Diskussionen wechselnde Meinungen und Positionen zu eigen machen kann. Heute mal für Kernkraft, morgen dagegen. Das sollte dazu dienen Gespräche nicht im Konsens versanden zu lassen, sondern immer weiter nach besseren Argumenten zu suchen. Dann habe ich allerdings gemerkt, dass solche Wechsel nicht nötig sind. Hier im Internet werden bereits alle Meinungen, seien sie noch so abwegig, lustigerweise ernsthaft vertreten.

    Gelernt habe ich darüber hinaus, dass es nicht ratsam ist, mit allen, die andere Meinungen vertreten, ein Gespräch zu suchen.

  17. Yo! – Was seit Ihr denn für “Klemmies”, wenn im Anti-Religiös-Humanistischen ein wenig derb beigetragen wird?
    Steckt Kommentatorenfreund ‘Joker’ hier mit drinnen?

    Nein, kann nicht sein, also : Sportsfreunde!, gerne mal die weiter oben autorisiert versandte Nachricht freischalten,
    nein, da war nichts bös, nichts besondes bös,

    MFG
    Dr. Weihnachtswebbaer (der das (zeitnahe) Aufkommen von Kommentatorenfreund ‘Joker’ bemerkt hat – und sich nun langsam auszuklinken hat)

  18. Was sei[d] Ihr denn für “Klemmies”

    (KA, wie so etwas passieren konnte, wenn anderweitig gelehrt.)

  19. @Joker: Joker

    So ein Joker sind Sie also… Irgendwie hatte ich immer das Bild des Jokers von Batman vor Augen.

    Altmodischer könnte man also sagen, dass Sie abwechselnd den advocatus diaboli oder den (etwas unbekannteren, in der Kirchengeschichte aber nicht weniger wichtigen) advocatus dei spielen.

    In diesem Sinne: Vielen Dank und auch im Jahr 2019 sind Sie hier herzlich willkommen.

  20. Oder so, nichts spricht gg. die wahlfreie Klammersetzung, die eckige mit runden Klammern abzuschließen vermag, nicht aber mit geschweiften, denn die sind sozusagen fröhlich.

    Opi W sieht nicht mehr so gut,
    MFG + schöne Weihnachtstage, auch nachträglich!
    Wwb

  21. Gerne noch den anscheinend weiter oben inkriminierten, den zumindest noch in der “Moderation” sich befindlichen kleinen und wie immer nicht sonderlich wichtigen Kommentar des Webbaeren freischalten, danke, Herr Dr. Schleim.

    Der hiesige ‘Joker’ kommt dem Schreiber dieser Zeilen übrigens ein wenig bekannt vor, er weiß womöglich auch Primärinhalt beizubringen, anderswo.
    Selbstverständlich bleibt Dr. W auch hier privatim und wird seinen diesbezüglichen Verdacht un-publiziert lassen.

    MFG
    Dr. Webbaer (der sich, sofern dies nicht andere tun, sich selbst einmal für das Jahr 2019 willkommen heißt, stetig besser werdende seinerseitige Kommentare meinend)

  22. Joker,
    Menschen, die fähig sind, ein Gespräch in Gang zu bringen, ständig Öl dazu zu gießen, wenn es notwendig ist, die sind notwendig , auch wenn sie selbst dabei Schaden nehmen.

    Was unser Bundespräsident in seiner Ansprache gesagt hat, das waren eigentlich nur Gemeinplätze, aber sie waren optimistisch und dazu geeignet den Weihnachtsfrieden zu sichern.
    Was hätte er denn sonst sagen sollen, wenn er nicht die einen verkrätzen und die anderen für sich einnehmen will.
    Für einen Präsidenten hat er seine Sache gut gemacht.

    Stephan Schleim
    warum reden wir ? Um Aufmerksamkeit zu erzielen ? Doch nur dann, wenn der andere etwas für uns Unverständliches sagt oder tut, mit dem wir nicht einverstanden sind.
    Ansonsten reden wir um Gemeinsamkeit herzustellen und ständig diese Gemeinsamkeit heraufzubeschwören.
    Unser Ego ist nicht nur selbstlos sondern fordert auch Bestätigung. Wie können wir sonst unsere Position in der Gemeinschaft überprüfen und notfalls verändern. Und wer nun mal zum “Platzhirsch” geboren ist, der heischt nach verbaler Zustimmung oder zumindest nach Unterordnung der Anderen.
    Langer Rede kurzer Sinn, die Blogs sind geeignet, das Miteinander zu pflegen , Gedanken auszutauschen, Aggressionen abzubauen, und sich mit anderen, oft viel klügeren zu messen.
    Bleiben Sie uns lange erhalten !

  23. Bleiben Sie uns lange erhalten ! [Kommentatorenfreund ‘christ’]

    Sischää, die hiesige “Juniortüte” wird ‘uns’ noch lange erhalten bleiben; nichtsdestotrotz regt Dr. Webbaer an auch Nachrichten freizuschalten, die womöglich ein wenig grell erschienen.

    Es macht sich nicht gut zu zens(ur)ieren, wenn es um die grundsätzlich zur Verfügung stehende Freiheit der individuellen Meinung geht, diese Freiheit ist zentral für liberale Demokratie.

    KA, was zu inkriminieren bereit stand, vom hiesigen werten Inhaltegeber genau zu beanstanden war, an der kleinen und nicht publizierten Nachricht des Webbaeren (gerne ohne deutsche Umlaute, danke!) weiter oben – und gestern Abend beigebracht.

    Dr. W spielt an dieser Stelle gerne dieses Vid kurz ein, versöhnlich gemeint :

    -> https://www.youtube.com/watch?v=pn-kxUEySy0

    HTH (“Hope to Help”)
    Dr. Webbaer

  24. Zu:
    “…Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben es, Sie haben es in der Hand: Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten. (Frank-Walter Steinmeier; meine Hervorhebung)…”

    Sorry, aber ICH halte es für nicht allzu zielführend, sich in psychologischen Ferndiagnosen (Spekulationen) über prérsönliche Motivationen von Bloggern und deren Kommentatoren zu ergehen.
    Halten wir uns also an die Fakten:
    “..Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben es, Sie haben es in der Hand: Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten. (Frank-Walter Steinmeier; meine Hervorhebung)

    Das tun Blogger wie z.B. Herr Schulz schonmal nachweislich nicht. Denn Sie schließen (wie z.B. Herr Schulz) in ihren Diskussionsregeln gerade den Personenkreis ihrer Hauptgegner explizit aus. Das kann jeder sofort nachlesen.
    Falls scilogs also den Ansruch erheben sollte, hinter Steinmeiers Forderung zu stehen, wäre das nichts als Heuchelei.

    Und nur nebenbei:
    Die Behauptung, es sei nicht möglich, IP- Adressen zu idetifizieren und zu personifizieren ist geradezu lächerlich. Darauf beruht das ganze Geschäftsmodell des Internethandels und der dazugehörigen Werbemethoden. Hier will uns offensichtlich jemand auf den Arm nehmen.

    Und dass ein Großverlag wie Holtzbrinck (Die Zeit, usw. usw, usw.) z. B auch über Herrn Schleim Kritiker herausdrängt und damit auf Klickzahlen und Umsatz verzichtet, beweist ja gerade, dass es ihm vor allem um eine politische Agenda geht und der kommerzielle Aspekt eher nebensächlich ist.

    Hier liegen die “Motivationen” und nicht in der spekulativen Individualpsychologie der Beteiligten Blogger. Das sind alles Nebelkerzen.

  25. @Louis: Anschwärzen

    Ja raten Sie mal, wen ich (unter anderem) in Gedanken hatte, als ich von den Leuten schrieb, die andere immer überall anschwärzen?

    Ich habe Ihre Wörter nur überflogen… Aber ich meine mich zu erinnern, dass Sie beim letzten Mal den Rückzug aus diesem Blog angekündigt haben.

    Wäre das nicht ein guter Vorsatz für 2019?

    Danke.

  26. @Christ: Leben in die Hand nehmen

    Danke erst einmal für die warmen Worte, auch nach Weihnachten.

    Unser Ego ist nicht nur selbstlos sondern fordert auch Bestätigung. Wie können wir sonst unsere Position in der Gemeinschaft überprüfen und notfalls verändern. Und wer nun mal zum “Platzhirsch” geboren ist, der heischt nach verbaler Zustimmung oder zumindest nach Unterordnung der Anderen.

    Das hört sich für mich etwas fatalistisch an: Es ist so und daran können wir nichts ändern.

    Das Ego war z.B. für Freud und Jung eine Struktur, die sich entwickeln muss, damit wir in unserer Gesellschaft gesund sind, also funktionieren. Da ist auch etwas dran. Aber das ist nicht das letzte Wort. Denn auch andere Formen des Lebens sind möglich.

    Und der Platzhirsch… Was denken Sie, was der auf dem Sterbebett denken wird? Und wäre es nicht schön, wenn er das zehn, zwanzig, dreißig Jahre früher dächte und sein Leben auch in anderen Rollen/Erfahrungen genießen könnte?

  27. @little Louis
    Tracking:
    Tracking von Werbenetzwerken basiert nicht nur auf der IP-Adresse, da diese sich, wie Herr Schleim richtig ausgeführt hat, meistens täglich ändert, sondern auch auf anderen Daten: z. B. Cookies in Verbindung mit dem Einbinden von allen möglichen Webseiten. (Mehr Informationen z. B. hier https://panopticlick.eff.org/about#defend-against)
    Diese Identifikation liegt aber in der Regel bei den Werbenetzwerken (Amazon, Google). Ich vermute nicht, dass die Beitreiber der Scilogs darauf Zugriff haben, denn warum sollten die Werbenetzwerke ihre Daten Scilogs überlassen. Die Umsetzung des Fingerprinting von Seiten Scilogs wäre erheblicher technischer Aufwand, der sich natürlich lohnt, wenn man Milliarden mit personalisierter Werbung verdient, aber zum Filtern von Spam aufwändig ist.

  28. Stephan Schleim
    ….Rollenverhalten…..
    Unser Dozent im 1. Semester im Fach Psychologie sagte zu uns in der 1. Vorlesung: “Jeder Mensch spielt eine Rolle” !
    Dem ist etwas hinzuzufügen. Diese Rolle ist geprägt von unserer eigenen Persönlichkeit.
    Und darauf kommt es an. Wenn Sie eigene Kinder haben, dann wissen Sie , dass die ganz unterschiedliche Charaktere haben und dass die mit Ihrem Charakter nicht übereinstimmen müssen.
    Jetzt zu der Aussage, “auch andere Formen des Lebens sind möglich”.
    Garantiert! Aber wer wagt schon den Schritt uns Ungewisse. Wer steigt aus aus dem gewohnten Trott ? Das kann sich nur jemand leisten, der entweder des Lebens (Wohlstand) überdrüssig geworden ist (nicht verwechseln mit selbstmordgefährdet) oder der überhaupt keine sozialen Bindungen hat. Wer Familie hat, der kann das nicht.

  29. @ Libertator und zu:
    ” ..Tracking von Werbenetzwerken basiert nicht nur auf der IP-Adresse, ..” (Zitatende)

    Lieber Befreier,
    das wird jedem, der sich (wie ich) auch nur oberflächlich mit IT- Sicherheitsfragen beschäftigt, in den ersten 20 Minuten unter die Nase gerieben. Und man kann sich täglich bei großen Internet- Handelsunternehmen selbst davon überzeugen.

    Nichts für ungut,
    aber wenn Sie sagen, dass Sie nicht GLAUBEN, kann und will ich Sie natürlich nicht davon abhalten. Ich habe den größten Teil meiner Lebesspanne schon hinter mir. Und wie demokratisch oder “sicher” Sie IHRE Zukunft gestalten wollen ist überwiegend Ihre eigene Angelegenheit. Ein Weiser aus dem Abendlande hat neulich mal verkündet:
    Es schweigen die Lämmer.
    Ein fröhliche neues Gutjahr wünscht
    L.L.

  30. @ S.S. und zu :
    …Ich habe Ihre Wörter nur überflogen… Aber ich meine mich zu erinnern, dass Sie beim letzten Mal den Rückzug aus diesem Blog angekündigt haben….”
    Wäre das nicht ein guter Vorsatz für 2019?
    (Zitatende)

    “..Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, wir haben es, Sie haben es in der Hand: Sprechen Sie mit Menschen, die nicht Ihrer Meinung sind! Sprechen Sie ganz bewusst mal mit jemandem, über den Sie vielleicht schon eine Meinung haben, mit dem Sie aber sonst kein Wort gewechselt hätten. (Frank-Walter Steinmeier; meine Hervorhebung)..” (Zitatende)

    Was zu beweisen war.

  31. @Louis: miteinander Reden…

    …hat nur dann Sinn, wenn der andere einem auch zuhört, jedenfalls manchmal.

    Ich habe es bei Ihnen lange genug versucht, konkret seit dem 29.07.2018. Gebracht hat das meinem Eindruck nach nichts. Irgendwann hört es auf. Ich bin kein Masochist.

    Ich erinnere noch einmal daran, dass Sie sich aus diesem Blog zurückziehen wollten. Vielen Dank. Alles Gute!

  32. @Christ: Rollen

    Nun wird es interessant. Ich würde aber sagen: Es sind unterschiedliche Rollen.

    Und ich frage mich, ob “Persönlichkeit” etwas anderes ist als die Rollen, die wir je nach Umgebung spielen.

    Aber wer wagt schon den Schritt ins Ungewisse. Wer steigt aus aus dem gewohnten Trott?

    Es ist hier das Denken, das der Erfahrung Grenzen setzt. Angst? Die Erfahrung braucht aber keine Grenzen. Und aus dem Chaos der Erfahrungen wird wahrscheinlich jedes Mal wieder eine Struktur entstehen.

    Wer Familie hat, der kann das nicht.

    Da machen Sie es sich aber leicht.

    Aber ich sehe (lese) schon: Da ist jemand in seinen Rollen gefestigt. Nun ja – es ist nicht meine Aufgabe, daran etwas zu ändern.

  33. Herr Freyling, ich entscheide hier nicht über Veröffentlichung oder Nicht-Veröffentlichung von Kommentaren. Darauf habe ich gar keine Lust. Um 0:57 Uhr habe ich zudem friedlich geschlafen. Behaupten Sie hier keine Unwahrheiten. Ihr Link ergibt auch gar keinen Sinn.

    Niemand will das hier lesen. Niemand will darüber mit Ihnen reden. Und ziehen Sie daraus bitte die nötigen Schlussfolgerungen. (Tipp: Etwas Sinnvolles mit seinem Leben anfangen.) Danke.

    (vom Autor editiert am 30.12.2018 um 10:13 Uhr)

  34. Zu Christ:
    “Ansonsten reden wir um Gemeinsamkeiten herzustellen…”
    Ein Ideal,was wohl unreal ist, da jeder Sklave seines eigenen Egos ist.Da erinnere ich mich gern an die verbalen Redeschlachten im damaligen Bundestag zwischen Wehner,Strauss,Schmidt,Kohl oder Brandt…Die hatten auch kaum Gemeinsamkeiten. Aber wie man hörte,haben sie nach solchen Schlachten ihr Ego an den Haken gehängt und auch mal ein Bier zusammengetrunken bzw. sich respektiert. Man muss sich ja nicht lieben und Gemeinsamkeiten haben…Respekt würde schon reichen .
    Ansonsten wünsche ich allen ein Gesundes Neues Jahr.

  35. Golzower
    die Poltiker des frühen Nachkriegsdeutschland, die hatten Visionen und Ideale und die verband die Sorge um die junge Bundesrepublik. Zwischen Strauss und Schmidt war dieTrennlinie hauchdünn, Strauss hatte sogar Schmidt angeboten, mit ihm zusammenzuarbeiten (weiß heute keiner mehr).

  36. Danke, Stephan!

    » Ich fühle mich an den langjährigen Leser und Kommentator Balanus erinnert, …«

    Ich fühle mich geehrt!

    » … der hier seit dem 13. Oktober 2009 in sage und schreibe 2.064 Kommentaren (das sind 16%) namentlich auftaucht«

    Toll! Gibt Deine Statistik her, wie viele Kommentare ich hier insgesamt verfasst habe? 300? Oder gar 400? Wäre wichtig zur Berechnung meines Impact-factors.

    Dass wir selten einer Meinung waren, war nicht nur „nicht schlimm“, sondern schön, anregend und manchmal auch erkenntnisfördernd (leider meist nur bei mir…). Und lag vor allem daran, dass ich als alter Skeptiker mich meist nur dann zu Wort meldete, wenn ich irgendwelche Einwände gegen Deine Ansichten und Aussagen hatte. Was bei einem Blogger vielleicht nicht so gut ankommt, er will ja auch ein wenig Anerkennung und hin und wieder positive Rückmeldungen—vermute ich mal.

    Das Spektrum der Kommentatoren (hier und anderswo) hat sich, nach meinem Empfinden, in letzter Zeit leider zum Negativen hin entwickelt. Liegt vielleicht auch daran, dass die Zahl der Stamm-Kommentatoren relativ gering ist, weshalb einzelne Beiträge womöglich mehr Beachtung finden.

    Aber Du machst Deine Sache hier gut. Und wenn ich mal anderer Auffassung bin als Du, lasse ich es Dich wissen (sofern es mir wichtig genug ist).

  37. Gerne, Balanus.

    Da wir doch sehr unterschiedliche Voraussetzungen haben – und ich sage nur unterschiedlich, nicht besser oder schlechter –, fand ich die Diskussionen manchmal etwas nervenaufreibend, wie du dich vielleicht noch erinnerst; aber es war auch eine gute Gedulds- und Schreibübung. Jedenfalls hat es Spaß gemacht. Danke für deine zahlreichen Besuche.

    Und das mit der Qualität… Weißt du, ich diskutiere jetzt schon seit… mehr als 24 Jahren online. Wenn man auf Google lange genug auf “weiter” klickt, dann findet man vielleicht sogar noch ein paar Beiträge eines vierzehnjährigen mit dem Namen Stephan Schleim. Dass wir in einer aufgeklärten Gesellschaft leben, glaube ich schon lange nicht mehr. Aber es gibt immer Perlen, die die Mühe wert sind!

    Und es stimmt, dass wir in diesem Jahr bei den SciLogs allgemein und auch hier bei MENSCHEN-BILDER einige Störer hatten. Die bewirken vor allem, dass mehr und mehr Autoren genervt sind, ihre Diskussionen auf “moderiert” umschalten oder vereinzelt schließen (bsp. Schleim, Wicht).

    Ich halte es für hinreichend erwiesen, dass diese Personen nicht mit Gründen angesprochen werden können. Vielleicht ist es so, dass wer sonst keine Form der Bestätigung im Leben findet, was mir für diejenigen sehr leid tut, auch Ablehnung als Bestätigung erfährt. Immerhin schenkt einem jemand ja seine Aufmerksamkeit.

    Und wenn Herr F. etwa meint, mich mit einem Zensurvorwurf ärgern zu können, dann irrt er sich. Mir fallen auf Anhieb drei Personen ein, die mir in diesem Jahr hier so auf die Nerven gegangen sind, dass ich ihre Beiträge hier ohne zu zögern löschen würde. Dann sollen sie meinetwegen “Zeter und Mordio!” schreien, eben nur nicht mehr bei mir, da wird es dann gelöscht, sondern anderswo.

    Alles Gute für 2019 und zum sich nähernden 250. Blogbeitrag kam mir heute morgen im Bett – bin etwas erkältet – auch schon ein Einfall.

  38. Christ, Golzower: Politiker…

    …tun auch das, wofür wir sie bestätigen – konkret mit Wählerstimmen und unserer Aufmerksamkeit. Dass sie anders reden, wenn keine Kamera dabei ist, überrascht mich nicht. Das ist mir sogar schon bei vielen Wissenschaftlern aufgefallen.

    Welchen Brandt meinen Sie eigentlich? Etwa den, den Kanzler Adenauer noch im Wahlkampf 1961 als “Bastard” beschimpfte? Mich wundert es manchmal, dass das Wort “Shitstorm” erst in den 2000ern in den Duden aufgenommen wurde. Das Phänomen gab es schon viel länger. Gerade im Bundestag bzw. den Landtagen.

    …jeder Sklave seines eigenen Egos ist…

    Die Diskussion führt hier jetzt vielleicht zu weit… aber wir wissen doch, dass das Gehirn plastisch ist. Und jede Weltreligion oder spirituelle Bewegung oder Selbsthilfegruppe hat doch genügend Literatur darüber, wie man sich ändern kann.

  39. Stephan Schleim
    Konrad Adenauer war ein strammer Christ mit festen Wertvorstellungen. Dazu gehörte es auch, dass er Brandt als Verräter betrachtete, der sein Land verlassen hatte. Ich denke, Adenauer gehörte noch zu der alten Generation für die die Nibelungentreue wichtiger war als pure Menschlichkeit.
    Willy Brandt hat eine ganz neue Geschichte geschrieben. Im verdanken wir die Wiedervereinigung.

  40. Sich in merkwürdigen Hin- und Herdiskussionen zu …, das finde ich seltsam, aber das ist im Scilogs mit den gewohnten “Verdächtigen” gang und gebe / normal.
    Schönes neues Jahr und vielleicht dann auch mit mehr uneigennützigen Sinn 😎

  41. Ach ja: “Warum bloggen wir eigentlich?”

    Ich blogge, nicht wegen eigentlich / nicht weil ich Angst um meine Pfründe habe, es macht mir sogar nicht viel Spaß, sondern weil es mir nur um die Wirklichkeit in einer zweifelsfrei-eindeutigen Wahrheit geht, und weil ich es kann, solange es noch zugelassen wird.

  42. @ Alle und zum alten Conny

    Ich darf mal aus einer Deutschlandfunk -Sendung von vor ein paar Monaten zitieren.
    Dort wird eine Rede des Herrn Adenauer vor dem Deutschen Bundestag wiedergegeben. Ich zitiere:
    “Die Angst vor der Atombombe ist etwas Emotionales und diesem Emotionalem Herr zu werden nachdem das Deutsche Volk diesen letzten Krieg hat über sich ergehen lassen müssen, wird sehr schwer sein…” (Zitatende)

    Man denke an den allseits zitierten Psychologen Bandelow, der verkündet:
    Bezüglich unkontrollierter Zuwanderung besorgte Bürger sind unbewusst angstgesteuert.
    Oder an alle anderen, die heute verkünden, dass sie die besssere Rationalisten ihre politischen Gegner alle nur irrational- bzw. emotional angstgesteuerte “Populisten” sein können. (-;

  43. @little Louis

    Höchstwahrscheinlich wird er aber gedacht haben:

    “Die Angst vor der Atombombe ist etwas vernünftiges, und aus diesem etwas nützliches zu machen wird leicht, weil wir beabsichtigen deutsche Volk auch weiterhin im Kreislauf des imperialistischen Faschismus zu halten, mit allen Mitteln zur Pflege der menschlichen Bewusstseinsschwäche in Angst, Gewalt und “Individualbewusstsein”.” – “Wirtschaftswunder”, “soziale Errungenschaften”, “freiheitlicher” Wettbewerb = Geschenke auf Zeit!? 😎

  44. Also wenn ich die Hervorhebungen so überdenke, hat Steinmeier da seine Rechtfertigung zur “großen Koalition” auf Weihnachten umgestylt!? 😎

  45. Sicher, die Lebensfreude und das Gute Leben sowie die Musse für Gedanken über das Wichtige im eigenen Leben, also Dinge, die in der Einleitung dieses Beitrags erwähnt werden, müssen auch gelehrt und gelernt werden. Nur war dafür noch nie die Schule zuständig. Vielmehr sind es die Eltern, Verwandten und Kollegen, ist es ganze Lebensumfeld.
    Doch das heutige Lebensumfeld lässt einen für solche Dingen tatsächlich wenig Zeit – und das obwohl es heute mehr freie Zeit gibt als nur schon vor 50 Jahren. Warum das? Weil die freie Zeit heute von sehr vielen beispielsweise damit verbracht wird, sich ein gutes “social media” – Profil zu erarbeiten, sich Respekt und Bewunderung zu verschaffen. Natürlich sind die “social media”-Afficionados nicht die ganze Gesellschaft. Es gibt auch noch andere Beschäftigungen wie exzessives Gamen, exzessiver Sport, exzessiver TV-Serienkonsum und vieles mehr – ja sehr vieles mehr als vor 50 Jahren. Die Welt ist ja so viel aufregender, so viel spannender als vor 50 Jahren – womit dann auch weniger Zeit für Lebensfreude, Gutes Leben, Zuhören und Gespräch bleibt.

  46. @ Martin Holzherr und zu:
    “…Die Welt ist ja so viel aufregender, so viel spannender als vor 50 Jahren –…” (Zitatende)
    Ich darf mal ein wenig ironisieren . Ist aber nicht allzu bös gemeint. Passt halt rhetorisch grad so gut.
    Also jetzt:
    Ja , ja , war schon etwas langweilig so 1914 -18 und 1939 – 45. . Und 33-39 haben sich manche derart gelangweilt, dass sie Hals über Kopf das Land verlassen haben und manchmal sogar nicht mal ihr Hab und Gut mitgenommen haben.
    Obwohl, dazwischen in den “Roaring Twenties” gings in Berlin ja ganz schön rund.

    Sorrry – und trotzdem ein Gutes Neues!
    Passt schoo.

  47. Louis: Malen mit Zahlen

    Ich las kürzlich zum Spaß noch einmal alte Schulzeugnisse. In der ersten und zweiten Klasse wurden die noch geschrieben. In einem der beiden Stand: “Stephan beherrscht das Addieren und Subtrahieren im Zahlenraum bis 100.”

    Wenn Herr Holzherr sich auf die Zeit vor 50 Jahren bezieht, warum bringen Sie dann angebliche Gegenbeispiele, die länger als 70 Jahre zurückliegen?

    Geheimtipp: Die Zahl 50 ist kleiner als 70.

    Wieder mal ein echter Louis, Ihr Kommentar. Und wollten Sie dem Blog nicht schon längst fern bleiben?

  48. Zu.
    … Und wollten Sie dem Blog nicht schon längst fern bleiben?…” (Zitatende)

    Ooooh, sorry, bin ich hier bei Ihnen? Hatte eigentlich vor, bei einem Wissenschaftsblog zu landen.
    (Auf ihr “Jahreszahlenargument ” näher einzugehen lohnt sich eigentlich nicht. Vielleicht wenn ich mich wieder mal hierher verirren sollte. Vorläufig nur mal soviel: Ich haebe die Zahlen einer Little Louis- Transformation unterworfen. Und schon hats gepasst. )

    Wollen wir so weiter machen ? Ist doch lustig. Oder sind Sie ein humorloser Spaßverderber?

  49. @Louis: Wenn ich nicht gerade im Urlaub wäre, würde ich Ihren hirnlosen Unsinn jetzt löschen.

    Einer meiner Vorsätze für 2019: Leute wie Sie hier nicht länger ihren Unsinn verbreiten lassen.

    Dass Sie mir seit Monaten auf die Nerven gehen, ist schon schlimm genug. Dass sich auch andere Autoren und Stammleser über Sie beschweren, geht aber zu weit.

    (der Kommentar wurde vom Autor am 3. Januar 2019 um 17:41 editiert)

  50. Stefan Schleim

    wie hat Steinmeier gesagt, dem Andersdenkenden zuhören.
    Und wenn ich little Louis zuhöre, dann drückt er doch gerade das aus, was das 20. Jahrhundert und das beginnende 21. Jahrhundert ausmacht, den inneren Widerspruch in dieser Weltgemeinschaft, die sich erst dieser Gemeinsamkeit bewußt wird..

    Das begann mit der geplanten und fast gelungenen Vernichtung eines Volkes, bis zur Vernichtung des Deutschen Reiches.
    Dann, wie Phönix aus der Asche, der Wideraufstieg dieses „Mördervolkes“ zum Fußballweltmeister und Exportweltmeister, zum Gründer einer neuen Weltgemeinschaft, der EU.

    Und jetzt sonnen wir uns schon wieder in moralischer Selbstgefälligkeit.
    Zum Glück haben wir Frau Merkel, die als Einzige die poltische Moral wieder hoffähig gemacht hat.

    Little Louis drückt nur diese Absurdidäten aus. Und wenn sie ihn ausschließen, dann schließe ich mich ihm an.

  51. @Schleim

    Shitstorm – früher waren das die ganz normalen Ränkespiele
    Apropos, Brot und Spiele, jetzt Tittitainment bei gleichbleibender Überproduktion von Kommunikationsmüll 😉

  52. @Schleim:

    Einer meiner Vorsätze für 2019: Leute wie Sie, Frau L. oder Herrn F. hier nicht länger ihren Unsinn verbreiten lassen.

    Warum bloggen Sie eigentlich und öffnen dann auch noch die Kommentarfunktion, wenn Sie dort keine kritischen Stimmen zulassen? Erwarten Sie, dass man Ihnen in den Kommentaren nur Blumen hinterlässt?

  53. _________________________
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  54. @Dr. Webbaer

    “Der hiesige ‘Joker’ […] anderswo.”

    Falls Sie das meinen, auf den scienceblogs wurde aus @Joker gezwungenermaßen @Jolly, wegen eines widerspenstigen Spamfilters, das ist kein Geheimnis.

    Nun, da auch die lange vergeblich eingeforderte, angeblich mitschuldige, weil fehlende, zwischenzeitlich aber eingeführte und hoffentlich fleißig genutzte Vorschau es offensichtlich auch nicht gänzlich verhindern kann, dass immer wieder Schreibfehler, eben auch von Ihnen, in den öffentlichen Raum gelangen, sei es mir gestattet, noch einmal an diesen, meinen Vorschlag , auf Korrekturen, insbesondere wenn sie nicht sinnenstellend erscheinen, möchte ich hier ergänzen, zu verzichten, um die Lesbarkeit im Allgemeinen zu verbessern oder überhaupt erst zu gewährleisten, und Ihre damalige, zumindest im meinen Ohren, vielversprechend klingende Antwort zu erinnern, die möglicherweise auch als geeignete Vorlage eines meinerseits begrüßenswerten, ihrerseits wohl erneut zu fassenden guten Vorsatzes für das nun bereits begonnene neue, damit laufende Jahr dienen kann:

    “Ko[mm]t nicht wieder vor, lieber Joker.”

  55. @Stephan Schleim

    Frohes neues Jahr. Möge es Dir gelingen, deine Vorsätze dafür zu verwirklichen.

    Mindestens einer, der nicht von Bedeutung ist, kommentiert hier, offensichtlich ohne den Text gelesen zu haben. Steinmeier hat übrigens auch nicht dazu aufgefordert, mit jedem zu reden, der eine andere Meinung vertritt. Mit @Balanus bist du recht gut bedient, wie ich meine.

    Dir noch einen schönen Urlaub.

    PS. Auch gewisse Ähnlichkeiten mit dem Joker, an den Du dachtest, sind kein Zufall (ich denke da z.B. an das beiderseits vorhandene Interesse an moralischen Dilemmata).

  56. @Nicht von Bedeutung
    Wie Leser selbst entscheiden können, habe ich hier keinen »Unsinn« verbreitet, sondern auf Verhaltensinkonsistenzen des Autors aufmerksam gemacht. Siehe meinen Erst-Kommentar vom 27.Dez.2018 um 18.31 Uhr. Auch mein zweiter Kommentar am gleichen Tag um 22.30 Uhr an den Kommentator Webbaer macht Sinn.

    Mein 3.Kommentar vom 28.12.2018 um 0.57 Uhr wurde zensiert. Siehe meinen Kommentar vom 28.Dez.2018 um 13.53 Uhr. Herr Schleim beteuert, dieser Kommentar wurde nicht von ihm gelöscht. Seinen Erwiderungskommentar hat er nachträglich mit dem Hinweis vom Autor editiert am 30.12.2018 um 10:13 Uhr „moderiert“, in seiner Originalfassung vom 28.Dez. 2018 um 15.35 Uhr schrieb er (noch) …Falls einer Ihrer pseudopsychologisch diffamierenden Hassberichte im Spam-Filter hängengeblieben ist, dann kann ich nur sagen: Recht so! …Stellen Sie sich doch bitte endlich einmal selbstkritisch die Frage, warum Sie so viel Hass verbreiten

    Da es sich hier womöglich um üble Nachrede oder Verleumdung handelt(e), habe ich die Scilogs-Redaktion um Stellungnahme gebeten und auch die Frage geäußert, wer denn für die vorliegende selektive Kommentarlöschung verantwortlich ist, diese Email-Nachricht habe ich auch Herrn Schleim zukommen lassen. Die Redaktion hat sich bisher nicht geäußert.

    Um 9.44Uhr am 30.12.2018 schrieb Herr Schleim mir eine Email, die u.a. folgende Passagen enthielt…

    Wenn ich Ihnen einen persönlichen Rat geben darf, auch wenn dieser Wahrscheinlich auf wenig Gegenliebe stoßen wird: Aber vielleicht sollten Sie in Erwägung ziehen, ob bei Ihnen eine Zwangs- oder gar Wahnproblematik vorliegt. Ein Psychologe oder Arzt kann Ihnen hierzu mehr erklären.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute, auch im Jahr 2019, und würde es vorziehen, wenn Sie mich und meinen Blog endlich in Ruhe lassen. Wenn Sie im Blog so weitermachen, wie bisher, dann werden Sie da schlicht gelöscht

    Also statt einer Entschuldigung schlägt er mir einen Psychologen oder Arzt zur Behandlung vor.

    Dann besitzt Herr Schleim noch die Dreistigkeit folgendes um 9.10 Uhr am 1.Jan.2018 zu äußern…

    Einer meiner Vorsätze für 2019: Leute wie Sie, Frau L. oder Herrn F. hier nicht länger ihren Unsinn verbreiten lassen.

    Nun es gibt hier nur einen Kommentator der Herrn F. zugeordnet werden kann und das bin ich Dirk Freyling.

    Ausnahmsweise ist der vorliegende Sachverhalt analytisch leicht zu bewerten. Wo genau schreibe ich welchen Unsinn und warum muß ich einen Psychologen oder Arzt besuchen, wenn der Herr Psychologe sich nicht im Griff hat.

    Eventuell hatte die »Redaktion« einen Einfluß darauf gehabt, daß Herr Schleim seine Behauptungen bezüglich diffamierender Hassberichte und allgemein Hass, ca. eine halbe Stunde nach seiner Email an mich, aus seinem Kommentar um 10.13 Uhr entfernt hat.

    Da jederzeit Onlineinhalte seitens der Blog-Autoren und der Redaktion modifiziert und gelöscht werden können, empfehle ich jedem Kommentator aus Selbstschutz entsprechende Kommentare als Screenshot und html-Seite abzuspeichern, sobald diese öffentlich sind.

  57. Vielleicht entschließt sich die Redaktion dochmal, verhaltensoriginelle Kommentatoren auszublenden.
    Z.B. so ein Ordner “Kommunikationsmüll” mit Verfallsdatum 3 Tage zum Verschieben von Blödsinn.

  58. @Herr Senf: Das wäre natürlich wünschenswert, aber ich weiss nicht, mit welchem Aufwand das verbunden ist. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Spektrum-Verlag mit diesem Blog viel Geld verdient, und die Implementation von intelligenten Algorithmen dürfte nicht ganz billig sein. Nur über den Namen und die IP-Adresse geht es wahrscheinlich nicht, beides kann man wechseln (ein trauriges Beispiel für ständigen Nicknamewechsel haben wir hier ja schon).
    In diesem Zusammenhang wäre es auch interessant, wie man als nicht verhaltensauffälliger Leser und gelegentlicher Kommentator auf Krawallkommentatoren und Denunzianten reagieren sollte. Sie scheinen ja eher dagegenzuhalten, ich richte mich nach einer Empfehlung des Barden:

    Wir achten unsre Zeit zu hoch, um sie mit solchem Prahler zu verschwenden

    Wie sehen das die Blogger selbst, Ignorieren oder Kontra geben?

  59. Zu:
    “…Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Spektrum-Verlag mit diesem Blog viel Geld verdient,……” (Zitatende)

    Es drängt sich aber der Vedacht auf, dass der Verlag kein allzu großes Interesse daran hat, mit diesen Blogs ” Geld zu verdienen”.
    Denn alle Blogs , die aufgrund längerer Kommentarverläufe höhere Klickzahlen erzeugen, sind gerade die , die sowohl der Redaktion als auch den jeweiligen Bloggern unangenehm zu sein scheinen und die dann entweder technisch behindert oder früher oder später abgewürgt werden. Die meisten anderen Blogs kommen kaum über zehn Kommentare hinaus. Das lässt eher den Verdacht aufkommen, dass hier Kapital zur Steuerung einer gewissen Agenda eingesetzt werden soll. Wobei Rentabilität eventuell eher Nebensache sein könnte.

  60. little Louis
    …warum macht der Verlag das ?….
    Meine Meinung dazu, es gibt verschieden Beweggründe. Der Verlag möchte das Interesse testen, ob ein Artikel genügend Echo findet.
    Der Verlag möchte online präsent sein.
    Der Herausgeber möchte sein eigenes Weltbild repräsentiert wissen.
    alles nachvollziehbare und auch logische Beweggründe.

    af
    wie soll man mit Andersdenkenden umgehen?
    Ich denke , höflich , mit Respekt und tolerant .
    Auch wenn es manchmal schwerfällt. Nehmen wir uns ein Beispiel am japanischen Parlament. Dort gehen die Abgeordneten mit Fäusten aufeinander los und würgen sich. Und ….. was die Japaner können, das können wir schon lange.
    In diesem Sinne ein gutes Neues Jahr 2019 !

  61. @Christ: Na, das hört sich mal nach Nächstenliebe an. Danke.

    Ich kann bei LL aber nur selten ein ernsthaftes Diskussionsinteresse feststellen. Darum geht es. Wenn Sie solches Verhalten unterstützen, dann kann ich das höchstens bedauern, nicht aber verändern.

    Bei Ihnen konnte ich jedenfalls ein ernsthaftes Diskussionsinteresse feststellen.

  62. @Nicht von Bedeutung: Warum ich blogge, das steht ausgerechnet in diesem Text und dann auch noch einmal am Anfang dieser Diskussion.

    Wer hierher kommt und mitdiskutiert, der möge die Texte lesen und der möge sich auch an die minimalen Diskussionsregeln halten. Die stehen unter jedem Text.

    Wer das nicht will oder kann, der ist darum kein schlechter Mensch, doch der möge sich eben an einem anderen Ort austoben. Die vergangenen elf Jahre zeigen, dass es hier mehr als genug Menschen gibt, die sich ernsthaft mit den Themen auseinandersetzen wollen und auch können.

    Das hier ist kein Forum für Spielverderber; und wenn ich zurückschaue, dann war ich bisher eher zu sehr tolerant als zu wenig. Wie ich schon schrieb, das wird sich 2019 ändern.

  63. @Freyling: Sie schreiben hier in einem mir selten begegneten herablassenden Ton bisweilen seitenlange pseudopsychologische Analysen über meine Persönlichkeit. Dafür haben Sie nicht nur meine Blogbeiträge, sondern auch meine Kommentare auf Telepolis und sogar auf ZEIT Online studiert. Mir ist niemand sonst bekannt, der das täte.

    Ferner schreiben Sie mir seit August an meine ausschließlich für Notfälle vorgesehenene Urlaubsadresse E-Mails, obwohl Sie genau wissen, dass ich das nicht will. Kein anderer Mensch auf dieser Welt tut das.

    Wenn Sie sich jetzt fragen, warum mir dieses Verhalten zwang- oder gar wahnhaft vorkommt, dann genau aus diesem Grund: Weil Sie sich mir hier immer wieder ungefragt in unpassender und persönlicher Weise annähern und selbst weitermachen, nachdem Sie schon mehrmals darum gebeten wurden, aufzuhören und sich an die Regeln zu halten.

    Dann schrieben Sie an mich und die Redaktion den Hinweis, meine zwei Zeilen in einem Kommentar fänden Sie unerträglich. Nach meinem Eindruck vermute ich hinter Ihrem Verhalten eben am ehesten das: Hass.

    Ich will, dass die Menschen hier Spaß haben, und entfernte darum dieses für Sie “Unerträgliche” (vielleicht, weil es stimmt?) aus meinem Kommentar. Ich dachte, dass ich Ihnen damit ein Stück entgegenkäme. Aber auch jetzt drehen Sie genau das wieder gegen mich und schreiben Sie die Sache mit dem Hass selbst. Meinetwegen. Ich stehe zu meinen Worten.

    Wie gesagt, Sie fliegen hier jetzt raus. Für dieses nachhaltig grenzüberschreitende und regelwidrige Verhalten habe ich hier keine Toleranz mehr. Und lesen Sie zur Inspiration mal §238 Absatz 1, Satz 2 StGB (Nachstellung/Stalking). Sie sind nach meinem Eindruck schon auf dem gutem Wege dahin.

    P.S. Und nochmals zu Ihrer unwahren Aussage: Niemand hat hier meines Wissens bisher etwas von Ihnen zensiert. Eine Ihrer “Analysen” blieb im Spamfilter hängen. Da gehört sie auch hin.

  64. @Freyling: P.S.

    Im Übrigen habe ich die Vermutung mit dem Zwang/Wahn vertraulich in einer persönlichen E-Mail an Sie geschrieben. Ich hätte so etwas nie öffentlich geschrieben. Aber jetzt zitieren Sie daraus. Dann kann sich immerhin jeder selbst ein Bild davon machen:

    Jemand der mit solcher Mühe und solchem Aufwand und über so einen langen Zeitraum und nach mehrmaligen Bitten, damit aufzuhören, sich auf verschiedenen Kanälen immer wieder einer Person nähert, der hat nach meinem Eindruck ein psychisches Problem, ja.

    Es ist Ihre Entscheidung, wie Sie damit umgehen, und es ist meine, Sie jetzt nach schon viel zu viel Geduld für Sie aus meinem Blog zu schmeißen. Das gilt ab dem nächsten Beitrag.

  65. Herr Schleim,
    Sie verbreiten folgende Ansichten,
    Dirk Freyling schreibt auf Scilogs Hassberichte,
    Dirk Freyling schreibt auf Scilogs Unsinn.
    Sie suggerieren Dirk Freyling hat wahrscheinlich eine Wahn- und Zwangsproblematik.
    Dirk Freyling ist auf dem Weg ein »Stalker« zu sein.

    Es würde Ihnen helfen, wenn Sie nicht nur Kommentare teilweise lesen und (meine) Kommentaraussagen nicht mit Ihren Kommentarinterpretationen verwechseln.

    Zur Orientierung und Erinnerung

    Vorgeschichte
    Mir ist in den letzten Jahren häufig aufgefallen, daß Blogger auf der von SPEKTRUM und ZEIT assoziierten Plattform scilogs teils sehr aggressiv gegen Andersdenkende im Kommentarbereich vorgehen. Um die Art und Weise, wie Apologeten und Nachplapperer, teils stark emotionalisiert, versuch(t)en ihre »heile Meinungswelt« zu verteidigen besser zu verstehen, entschied ich mich für einen Selbstversuch.

    Aspekte der Versuchsanordnung(en)
    Da die Versuchsergebnisse von „standardmenschlichen“ Erwartungshaltungen der Probanden grundsätzlich nicht befreit werden können, ist die emotionale Projektion auf den Experimentator inhärent.

    Hintergrund: Es stellt sich grundsätzlich die Frage, warum jemand einen Artikel generiert und warum jemand einen Artikel kommentiert. Fernab von idealisierter Wissensvermittlung, als eine Art gemeinschaftsnützlichen Dienstes, ist das Hauptmotiv realistischer gesehen schlicht Egozentrik. Herr W möchte auch mal etwas schreiben, Herr S möchte auch mal etwas kommentieren. Egal was. Hauptsache es ist öffentlich wahrnehmbar. Verständlicher Weise wird/wurde diese Haltung auf mich übertragen. Artikelschreiber und Kommentatoren unterstellen mir (unausgesprochen): Ich möchte auch mal etwas „sagen“.

    Ja aber letztendlich nein, so ist das mit der (Massen-)Theorie zur Wirklichkeit. Ich besitze diese, von den Blog-Artikel-Autoren und Kommentatoren häufig vorkommende defizitäre Selbstdarstellungsform nicht.

    Konkret zu Ihrer Person: Sie sind im Rahmen meiner Betrachtungen nur eine Randfigur (warum? …siehe weiter unten, den Punkt Zum Verständnis). Das Sie überhaupt meine Beachtung fanden, “verdanken” Sie Ihrer Beharrlichkeit ignorant, stark emotionalisiert und argumentationslos zu agieren. Am Rande fiel mir auf, daß Sie auch als TELEPOLIS(-Autor) und ZEIT(-Kommentator) auftreten. Leben Sie damit, daß ich zeitreich bin. Ich habe auch etwas Zeit für Sie (gehabt), insbesondere da Sie ein “dankbares” Fallbeispiel sind.

    Zu meinen E-Mails an Sie. Die erste enthielt die Frage, warum mein Kommentar nicht erscheint, obwohl Sie doch nicht „moderieren“ und die zweite Email bezog sich auf den Umstand, daß Sie ohne Nachricht an mich in meinen Kommentar nachträglich Ergänzungen platzierten. Die dritte Email erhielten Sie zur Kenntnisnahme, daß Ihre öffentlichen Aussagen, ich würde Hass verbreiten, üble Nachrede bzw. Verleumdung abbilden. Daraus einen Stalking-Vorwurf zu konstruieren untermauert meine Aussage, daß Sie keine realitätsbezogene Analyse durchführen können. In dem Zusammenhang stellt sich übergeordnet die Frage, wie Sie als akademischer Wissensvermittler im Rahmen der Ausbildung von Studenten auftreten können?

    Zum Verständnis: Mich interessieren hier primär analytisch-methodische Aspekte der Meinungsbildung sowie Methoden der Meinungsunterdrückung. Zu diesem Zweck kommentiere ich Aussagen der Autoren und Leser.

    Mein Fazit
    Die systemphysiktreue Spektrums-Redaktion respektive die systemphysiktreuen Autoren, sorgen dafür, daß mathematische Konzepte ohne physikalische Beweiskraft, insbesondere ohne Wechselwirkung und Nachweismöglichkeit, sprachlich so aufbereitet werden, daß die Frage der Theorieexistenzberechtigung in den Hintergrund rückt oder meist gar nicht gestellt wird.

    Fehlende Kritikbereitschaft, fehlende inhaltliche Klarheit und eine – wie mir scheint – „methodisch zwanghafte Neigung“, hochkomplexe mathematische Konstruktionen durch beliebige, mitunter wenig intelligente und teils inhaltlich unzulässige Vergleiche im Rahmen von populärwissenschaftlichen Artikeln den Lesern schmackhaft zu machen, verdeutlicht den Entwicklungs-Zustand der Wissenschaftsredaktionen und Blogger.

    In diesem Sinne, ich hatte nie und habe auch perspektivisch kein Interesse an der Person Stephan Schleim.

  66. @Freyling: Schön wär’s, wenn Sie sich im August (über meine Adresse für Notfälle) schlicht danach erkundigt hätten, warum Ihr Kommentar nicht erschien. Dann hätten Sie auch eine schlichte Antwort bekommen.

    Die Freyling-Variante von “sich erkundigen” enthält aber faktisch gleich lange Spekulationen über Zensur bei den SciLogs.

    Es ist kein Wunder, dass Sie mit Ihrer herablassenden und belästigenden Art hier und an anderen Orten Ablehnung provozieren. Worin besteht dann Ihr Erkenntnisgewinn Ihrer angeblichen Forschung, dass solche Leute irgendwann rausfliegen?

    Es ist Ihre Entscheidung, so im Leben zu stehen und solche Reaktionen hervorzurufen. Und es ist meine Entscheidung, dass MENSCHEN-BILDER in Zukunft Freyling-frei ist.

    Auf Wiedersehen!

    (dieser Kommentar wurde vom Autor am 3. Januar 2019 um 20:04 Uhr editiert)

  67. 👏 Ja, besser kann man es nicht deutlich machen, dass es gesundes Konkurrenzdenken im “freiheitlichen” Wettbewerb nicht geben kann 👍😐

  68. Stephan Schleim
    LL ist nicht mit normalen Maßstäben zu messen.
    Versuchen Sie mal zwischen den Zeilen zu lesen.
    Sogar die Könige haben sich einen Hofnarren gehalten, wobei der dann wirklich kein Narr war, der hatte oft Recht.
    Ich muss mich wieder ausklinken, es existiert auch noch eine Welt außerhalb des Blogs.
    Ich wünsche Ihnen Kraft, Entschlossenheit und ein glückliches Händchen bei allen Entscheidungen.

  69. @Christ: Aber wir haben hier doch schon einen Webbären. Und als Hofnarr sehe ich mich bisweilen selbst.

    Danke, dass Sie hier waren und mit einer außergewöhnlichen Perspektive zum Denken angeregt haben.

  70. (Vorab: Ein Narr, das ist der Joker, schon immer gewesen.)

    Gerade erschienen, Sascha Lobo: Lob des Blockens

    Daraus:

    “Jeder darf immer jeden Blocken, ohne Begründung, ohne die Pflicht, sich erklären zu müssen, ohne auch nur einen einzigen weiteren Gedanken daran verschwenden zu müssen. Blocken Sie nach Belieben, wen Sie wollen, und lassen Sie sich niemals einreden, das sei irgendwie nicht okay. Blocken ist ein digitales Menschenrecht.”

    “Wenn man die Knalltüten blockt, fällt es leichter, klüger und weniger aggressiv vorgetragene Gegenmeinungen überhaupt wahrzunehmen.”

  71. Der MENSCHEN-BILDER-Zoo. Ich fasse einmal zusammen: Wir haben hier Webbären, Hofnarren, Christen, Balanesen, Joker und viele weitere Spezies… Das ist eine bunte Mischung und garantiert Abwechslung, auch wenn die beleidigten Spielverderber hin und wieder dazwischenfunken.

  72. Frohes Neues, allerseits! 🙂

    @Joker, Sascha Lobo: „Lob des Blockens

    Ist schon irgendwie traurig, dass einem Blogger am Ende nichts anderes übrig bleibt, als zu diesem letzten Mittel zu greifen. „Blocken“ kann wohl nur die Ultima Ratio sein (zumindest für Wissenschaftsblogger, auf Twitter und Facebook mag das anders sein, da kenne ich mich nicht aus).

    Ich habe ja auch so meine Erfahrungen mit dem „Geblocktwerden“ machen müssen. Aber bei mir genügte noch die Bitte, fernzubleiben, das habe ich respektiert (andere sind da ganz anders drauf, wie man hier eindrücklich vorgeführt bekommt).

    Die „Argumente“, mit denen ich seinerzeit „geblockt“ wurde, ähnelten schon sehr denen, die man üblicher-(und berechtiger-)weise in Stellung bringt, wenn man von bestimmten, als nervig empfundenen Leuten nichts mehr hören (oder lesen) will. Das lässt sich wohl nicht vermeiden.

  73. @Joker: Blocken

    Danke für den interessanten Link – übrigens auf eine Seite, die Leser mit Werbeblocker kategorisch blockt. Ich stimme Vielem zu und in der Konsequenz läuft es ja auch auf meine Diskussion der verfassungsrechtlichen Fragen hier vor Kurzem hinaus, dass wir hier bei den SciLogs schlicht zu unbedeutend sind und es zu viele Alternativen gibt, um sinnvollerweise den Zensurvorwurf zu erheben bzw. sich auf die verfassungsgemäße Meinungsfreiheit zu berufen. Jemanden generell von Facebook, Twitter & Co. auszuschließen, wäre eine andere Sache und dementsprechend entschieden ja auch schon deutsche Gerichte.

    Leute wie Frau L. oder Herr F. tanzen mir vor allem wegen meines eigenen Verständnisses von Fairness und Liberalismus (und einem doch nicht ganz totzukriegenden Glauben an das Gute im Menschen und die menschliche Vernunft) auf der Nase herum. Aber das haben wir uns jetzt lange genug angeschaut. Es ist einfach kein Erkenntnisgewinn mehr zu erwarten. Daher jetzt die technische Lösung des Problems, nachdem die menschliche versagte. Was natürlich auch an mir liegt.

    Kritischer sehe ich allerdings die in Lobos Text angesprochene Blödermann-Aktion, seine Blockliste mit über 8.000 Twitter-Accounts zu veröffentlichen. Das Zeitalter des An-den-Pranger-Stellens haben wir doch eigentlich hinter uns gelassen.

    Also wenn ich auf Twitter aktiv wäre, dann würde ich dort wohl erst einmal Blödermann blocken.

  74. @Balanus: Psychologie des Blockens (und Bloggens)

    Ich denke, jeder Mensch will irgendwie Aufmerksamkeit und Bestätigung erfahren. Manche kriegen das aber nur noch durch Ablehnung.

    Ich weiß nicht, ob du das einmal miterlebt hast, dass es am Ende einer Beziehung viel schmerzhafter sein kann, wenn der (die) Andere einen schlicht ignoriert, als wenn man sich schmutzig streitet. Denn beim Streit bekommt man immerhin eine Antwort und erfährt man so, dass man dem anderen nicht völlig egal ist. Aber einfach nur ignoriert, also geblockt zu werden, das kann dann sehr weh tun, weil es einen ins Reich der Bedeutungslosigkeit verbannt. (Auf abstrakterem Niveau denke ich, dass auch der andere einen nicht so leicht aus dem Gedächtnis kriegt, aber ob man das so erfahren kann, wenn man selbst in der Lage ist, ist eine andere Frage.)

    In meiner Studienzeit hatte ich mal eine Freundin, der war der Zorn so ins Gesicht geschrieben, dass sie wirklich nicht mal beim Plus einen Tetrapack Saft kaufen konnte, ohne sich gleich mit der Verkäuferin an der Kasse zu zoffen. (Ich hatte noch nie in meinem Leben Streit mit einer Kassierein an der Kasse.) Das ist schon tragisch, wenn Leute nicht sehen, wie sie die Ablehnung in anderen selbst hervorrufen. Mit solchen Erfahrungen kann man aber freylich seine Überzeugung bestätigen, dass die Welt eben schlecht ist; und so zumindest ein stabiles Weltbild haben, auch wenn es vor allem in Ablehnung besteht.

    Bei manchen reicht es, wenn sie zehnmal mit dem Kopf gegen die Wand laufen und sich weh tun, um einen Gesinnungswandel auszulösen. Andere brauchen hundert solcher Erfahrungen. Und wieder Andere haben es nach tausend Wiederholungen noch nicht gelernt.

    Mir persönlich würde das noch nicht mal so viel ausmachen, doch solche Störungen ziehen auch die Stimmung der ganzen Diskussion nach unten und es haben sich ja auch schon Dritte darüber beschwert.

  75. Psychologie des Blockens – “… aus Eitelkeit.”

    Aber ja, tatsächlich aus ganz viel Arroganz, die die Symptomatik des “freiheitlichen” Wettbewerbs mit einem Übermaß an konfusionierender Bewusstseinsbetäubung eben so bewirkt.

    Als die Internetkommunikation für alle aktuell wurde, war mir sofort klar, dass Mensch sich nur eine weitere Krücke für sein inkompatibel-gepflegtes “Bewusstsein” geschaffen hat. Und wirklich, zu mehr als eskalierender Kommunikationsmüll …

  76. @ christ am 2. Januar und zu :
    “..Der Herausgeber möchte sein eigenes Weltbild repräsentiert wissen…”

    Das sagte ich im vorigen Kommentar doch. Es besteht also kein wirkliches Interesse an Kommentaren aus anderen “Weltbildern”. Erwünscht sind die “Claceure”. (Stimmt die Orthografie ?)

  77. @Louis: Verdächtigungen

    Ihre Verdächtigungen sind völlig überzogen und auch in dem Sinne unrealistisch, dass es die Holtzbrinck-Mediengruppe kaum interessieren dürfte, was wir hier schreiben. Dafür sind wir viel zu unbedeutend.

    Die SciLogs gehören zum Spektrum Verlag. Und der wiederum gehört dem amerikanischen Scientific American-Verlag.

    Etwas Anderes wäre es, würde ich jetzt jeden Monat in Blogbeiträgen die Fehler in Gehirn&Geist (eine Zeitschrift des Spektrum Verlags) aufdecken. Und dann vielleicht noch in übertrieben polemischer Weise. Also mit anderen Worten: Würde ich mich gegenüber dem Verlag so benehmen, wie Sie (und einige andere, die ich jetzt aber nicht mehr namentlich nenne) sich gegenüber mir. Dann käme wohl eine Warnung, vielleicht noch eine zweite und dann wäre es vorbei.

    Aber warum sollte der Verlag auch Server bereitstellen und damit eine Plattform, also Gelder investieren, damit ich ihm dann ans Bein pinkle? Was für eine verquere Welt!

    Ich habe gut zehn Jahre, von 2005 bis 2014, hin und wieder für Gehirn&Geist geschrieben. Die Zeitschrift hat sich dann aber weitestgehend von der Philosophie verabschiedet. Das kann ich bedauern. Ändern kann ich es nicht. Darum denke ich mir jetzt aber keine Verschwörungstheorien aus.

    Die Leute orientieren sich eben am Markt. Und der ändert sich. Und falls ich irgendwann hier meinen Hut nehmen muss, dann war’s gut, Spaß hat’s gemacht – und die eine oder andere Erkenntnis gebracht.

    Schauen Sie sich im Vergleich dazu mal Thomas Fischer an. Der hat ein, zweimal mit seinem Fakten-Check der ZEIT eine Story vermasselt. Meinen Respekt hat er dafür. Aber er musste da halt seinen Hut nehmen – und schreibt jetzt beim SPIEGEL und bei MEEDIA. So geht das.

  78. Sehr geehrter Herr Schleim
    Ich möchte mich jetzt nicht altväterlich über politische Analysefähigkeiten auslassen. Etwa als ich in Ihrem Alter war, hatte ich auch mal eine Phase, in der ich Spiegel, Zeit , FR usw für echt kritische linke (oder linksliberale) Wahrheitsmedien hielt. Im beruflichen Stress hat man oft gar keine andere Möglichkeit, als nur an der Oberfläche zu surfen. Manchmal auch nicht den Mut, tiefer zu tauchen. Ich mache deswegen niemandem einen größeren Vorwurf.
    Gefährlich wird es allerdings, wenn man bewusst zulässt, dass eine bei arglosen Menschen fast schon halbreligiöse (und bewusst so “gezüchtete”) naive Wissenschaftsgläubigkeit als propagandistische Allzweckwaffe eingesetzt wird. Zudem zerstört es das, was Wissenschaft eigentlich sein soll und macht diese langfristig unglaubwürdig. Propaganda unter dem Mäntelchen von Wisssenschaft ist, wie jeder historisch einigermaßen Gebildete weiß, auch gar nichts Neues. Methode : Ich habe unangreifbar recht, weil “die Wissenschaft” so und so sagt. Das fängt in der Juristerei bei gekauften Gutachtern an und endet bei bewusssten Täuschungen über die tatsächliche Datenlage in der Klimawissenschaft . Und zwar bis hin zu plump gefakten Messungen. Das bemerkt inzwischen schon Kreti und Pleti. Dazu ist auch überhaupt kein Studium nötig. Denn jeder Handwerker kennt die Tücken von Messungen und kennt auch die in diesem Bereich schon seit langer Zeit üblichen Fakes. Vor jetzt fast 40 Jahren hat mir ein Monteur beim Anschlusss meiner ersten eigenen Familien- Waschmaschine genau erklärt, mit welch einfachen Tricks es der Hersteller geschafft hat , ein gutes Ergebnis bei den damals noch viel schärferen Messungen der “Stiftung Warentes” hinzukriegen.
    Ich halte so etwas aus grundsätzlichen Überlegungen heraus halt eben nicht für trivial. Und Ihr Motto “Die machen das alles halt aus rein kommerziellen Motiven ” halte ich (mit Verlaub) im besten Sinne für etwas zu naiv. Im schlechtesten Sinne machen Sie ich eventuell zum Kollaborateur von Machteliten, die nicht gerade so etwas wie ein “Allgemeinwohl” im Sinne haben. (Um mich jetzt mal nur in dunklen Andeutungen zu ergehen (-: )

    P.S. Auf ihre Erwiderung zu meinem Kommentar hier bin ich übrigens nur aus Zufall (wieder) gestoßen, da ja auch hier (zwar nicht ganz so schlimm wie bei tp) hektisch immer wieder neue Säue durchs Dorf getrieben werden. Aber auch das ist wohl Programm.
    Es grüßt
    L.L.

  79. @Louis: Gutachten & Propaganda

    Es dürfte auch vielen nicht entgangen sein, dass man etwa zur Frage des Atomausstiegs von politischer Seite jahrzehntelang Gutachten für die Sicherheit der Technologie angeführt hat – zum Teil von Wissenschaftlern, die Förderung von der Atomindustrie bekommen haben; die gab es im Journalismus übrigens auch –, und man dann plötzlich nach Fukushima Gutachten anführte, die zum gegenteiligen Ergebnis kamen.

    Ich verstehe nicht, wieso Sie mich hier auf der Seite der “Machtelite” verorten, aber sei’s drum. In diesem Blog geht es eben v.a. um Psychologie und Hirnforschung, nicht um Physik oder Klimawissenschaften. Von diesen Gebieten verstehe ich zu wenig und darüber könnte ich dann nicht seriös schreiben. Hier geht es um Menschen. Und Bilder vom Menschen (einschließlich Hirnscans). Darum: MENSCHEN-BILDER.

    Es gibt hier übrigens eine Rubrik aufgepatst!, in der besonders schlimme Fälle von (oft interessengeleiteter) Wissenschaftskommunikation besprochen werden. Doch erstens ist das nicht erbaulich, sich immer so mit dem Schlechten zu befassen; und zweitens dankt einem das keiner. Die Leute wollen unterhalten werden, das Positive sehen, Lösungen, keine Probleme.

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