Sinusvenenthrombosen nach AstraZeneca-Impfung? Ist die Panik berechtigt?

Übergewicht, Rauchen und die “Pille” sind die größten Risikofaktoren für eine Sinusvenenthrombose. Nun haben verschiedene (europäische) Länder die Corona-Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgesetzt, da einige Fälle von Thrombosen der Hirnvenen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gemeldet wurden. Wie sinnvoll sind diese “Vorsorge”-Maßnahmen? Denn eines ist klar: Jede Impfverzögerung kostet täglich Tausende Menschenleben.

Nach Dänemark und einigen anderen europäischen Ländern wurden nun auch in Deutschland am 15.März 2021 die Impfungen mit dem Impfstoff AZD1222 des britisch-schwedischen Konzerns AstraZeneca “vorsorglich” vorerst gestoppt. Grund sind mögliche Nebenwirkungen des Präparats.

Es waren vereinzelt Sinusvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gemeldet worden. Während die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) und WHO nach wie vor betonen, dass der Nutzen der AstraZeneca-Impfung die Risiken bei weitem übertrifft, hält das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) weitere Untersuchungen für notwendig, bevor mit diesem Impfstoff weitergeimpft werden soll.

Stellungnahme des PEI vom 16. März 2021: “Vergleichbares Muster”

Das PEI berichtet von sieben schweren Hirnvenenthrombosen in Verbindung mit einem Blutplättchenmangel (Thrombozytopenie) pro 1,6 Millionen Impfungen. Erwartet worden wäre etwa ein Fall. Sechs der sieben Betroffenen erlitten eine besondere Form von Hirnvenenthrombosen, eine Sinusvenenthrombose. Alle sechs Betroffenen sind Frauen jüngeren bis mittleren Alters. Die Betroffenen sind zwischen etwa 20 und 50 Jahre alt. Drei Personen verstarben. Das PEI bewertet dies  als vergleichbares Muster. [1]

Schwere Nebenwirkungen bei österreichischen Krankenschwestern?

In Österreich wurde die Impfung bereits einige Tage zuvor ausgesetzt, nachdem eine 49-jährige Krankenschwester zehn Tage nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff an einer schweren Blutgerinnungsstörung  verstarb. Eine 35-jährige Kollegin, die mit derselben Liefercharge geimpft wurde, zeigte ebenfalls schwere Gerinnungsstörungen und erlitt eine Lungenembolie. Vor kurzem erkrankte eine 22-jährige Krankenschwester nach einer Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff ebenfalls an einer schweren Lungenembolie.

Diese Fälle sind in der Tat tragisch und äußerst bedauernswert. Und vielleicht wären sie sogar vermeidbar gewesen. Nur eben nicht (unbedingt) durch ein generelles Aussetzen einer Impfung, die viele Leben schützen kann angesichts einer Pandemie, in der die Viren rascher mutieren als bestimmte Entscheidungsträger klar denken können.

Auffällig ist, dass unter den Betroffenen fast ausschließlich Frauen jüngeren und mittleren Alters waren. Und die verhüten auch schon mal mit der “Pille” bzw. nehmen Hormonpräparate wegen Wechseljahresbeschwerden ein. Dies sind bekanntermaßen die größten Risikofaktoren für eine Sinusvenenthrombose.

Ist AZD1222 von AstraZeneca gefährlicher als COVID-19?

Wie gefährlich ist nun die Oxford AZ-Vakzine? Wie groß ist das Risiko für Sinusvenenthrombosen überhaupt und für wen, egal ob mit oder ohne Impfung? Warum häufen sich die Fälle bei Frauen jüngeren und mittleren Alters? Muss man deswegen die Impfung ALLER, einschließlich der älteren Corona-Risikogruppen stoppen?

Sicher ist, dass weiterhin mehr Menschen als nötig an den Folgen leiden und sterben müssen, die durch Sars-CoV-2-Viren und ein panisches Pandemie-Management ausgelöst werden.

Wenn innerhalb einer kurzen Zeit viele Menschen geimpft werden, ist es klar, dass auch viele unerwartete oder ungewöhnliche Reaktionen im zeitlichen Zusammenhang mit der Impfung gemeldet werden. Häufen sich bestimmte Reaktionen, steigt der Verdacht auf, dass ein Kausalzusammenhang mit dem vorhergehenden Ereignis bestehen könnte. Ein Beweis ist das aber noch lange nicht.

Nur weil alle das Gleiche tun, bedeutet das noch nicht, das es auch das Richtige ist.

“Eine politische Entscheidung”

Viele Länder impfen weiter mit dem AstraZeneca-Impfstoff. Das kanadische Gesundheitsministerium spricht sogar von einem geringeren Risiko für Blutgerinnsel nach einer Impfung.

Italien hat mittlerweile zugegeben, dass politischer Druck der Hauptgrund für den abrupten Impfstopp mit dem AstraZeneca-Impfstoff war.

“Wir entschieden uns für eine Aussetzung, weil mehrere europäische Länder, darunter Deutschland und Frankreich, es vorzogen, die Impfungen zu unterbrechen … um sie für Kontrollen zurückzustellen. Die Entscheidung ist politisch”,

sagte der italienische Arzt und WHO-Sekretär Nicola Magrini in einem Interview mit “La Repubblica”.

Nein, liebe Leute, wir sind hier leider nicht im Kindergarten. Das ist keine “Notbetreuung”. Dieses Spiel ist todernst und vermutlich noch lange nicht vorbei.

Thrombosen der Hirnvenen

Zerebrale Sinusvenenthrombosen (CVST) sind selten. Es wird geschätzt, dass jährlich etwa drei bis fünf Neuerkrankungen pro 1 Million Einwohner auftreten. Die Erkrankung ist für etwa 0,5 bis 1% aller Schlaganfälle verantwortlich. Obwohl diese Erkrankung prinzipiell jeden treffen kann, sind etwa 75% der Betroffenen Frauen unter 50 Jahre.

Ursachen und Risikofaktoren für eine Sinusvenenthrombose sind vielfältig. Wie bei allen Thrombosen spielt die Virchow’sche Trias (Stase / Stillstand des Blutes, Veränderungen der Gefäßwand und Blutzusammensetzung) eine wesentliche Rolle.

Die meisten Patienten klagen über Kopfschmerzen, die meist diffus, zunehmend und schwer sind.

Bekannt ist, dass beispielsweise Übergewicht bei Frauen in Kombination mit der Pille ein bis zu 30-fach erhöhtes Risiko für die Entstehung einer Sinusvenenthrombose darstellt [2, 3]. 

Insbesondere die Kombination von Hormonpräparaten mit Rauchen erhöht das Risiko für eine Sinusvenenthrombose deutlich. Manchmal können auch bestimmte Infektionen, z.B. aus dem Ohr- oder Gesichtsbereich, zu infektiösen Sinusvenenthrombosen führen. Außerdem können genetische Faktoren eine wichtige Rolle bei der Krankheitsentstehung spielen.

Am häufigsten treten Sinusvenenthrombosen normalerweise in der späten Schwangerschaft, im Wochenbett und bei Frauen auf, die mit der “Pille” verhüten. In den meisten dieser Fälle ist die Erkrankung gut mit Gerinnungshemmern behandelbar.

Auch wenn dies alles seit Jahren bekannt ist, wurden bislang weder Schwangerschaften verboten, noch das sofortige Aussetzen der Antibabypille als Verhütungsmittel verordnet. Und Rauchen ist wirtschaftlich ebenfalls noch immer zu interessant, um nachhaltiger bekämpft zu werden. 

Wenn nun aber viele Menschen in kurzer Zeit geimpft werden, birgt das natürlich auch viele Risiken einschließlich teuer Haftungsfragen auf.

Keine Häufung von Thrombosen in Großbritannien?

Großbritannien impft weiter, auch und gerade mit dem in Oxford entwickelten Impfstoff von AstraZeneca. Viele Briten sind stolz auf “ihren” Impfstoff. Die Nachfrage ist entsprechend hoch. In Großbritannien wurden bei rund 10 Millionen Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff nur 4 Sinusvenenthrombosen erfasst (0,00004%). Keine davon verlief tödlich. [4]

Von den vom 04. Januar bis 28. Februar 2021 in Großbritannien erfassten 33 starken Abfällen der Blutplätten (Thrombozytopenien) nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff verlief eine Immun-Thrombozytopenie tödlich.

Insgesamt wurden 201622 Nebenwirkungen gemeldet (2,02%). Darunter waren 275 Todesfälle (0,00275%).

Für COVID-19 beträgt der Anteil tödlicher Verläufe, die Case-Fatality-Rate (CFI), in Großbritannien knapp 3%. Bald werden im Vereinigten Königreich 126000 Menschen mit oder an einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus verstorben sein. Mehr als 4 Millionen Menschen haben sich in Großbritannien bereits mit dem Virus und seinen Varianten infiziert.

Offene Fragen und schlechte Politik

Eine wichtige Frage ist, warum in Deutschland und anderen Ländern mehr Komplikationen (bei jüngeren Frauen) mit dem AstraZeneca-Impfstoff aufzutreten scheinen als in Großbritannien. Ist es Zufall oder liegt es vielleicht an Unterschieden im Herstellungsprozess?

Oder verläuft die Aufklärung der Impflinge unterschiedlich in den verschiedenen Ländern? Ob dies alles jedoch die Entscheidung rechtfertigt, die Impfungen der älteren COVID-19-Risikogruppen deswegen komplett zu stoppen, ist mehr als fraglich.

Angst ist jedenfalls ebenso wie der Herdentrieb ein sehr schlechter Ratgeber. Vor allem in Zeiten einer Pandemie.

Was sollten Geimpfte beachten?

Wer schon mit dem AstraZeneca-Impfstoff geimpft wurde und sehr starke, anhaltende oder zunehmende Kopfschmerzen bekommt, sollte sich ärztlich untersuchen lassen. Auch punktförmige Einblutungen in der Haut nach der Impfung sind verdächtig für eine Störung der Funktion der Blutplättchen. Sie sollten insbesondere in Zusammenhang mit Kopfschmerzen ein Grund zu einer ärztlichen Abklärung sein.

Ich kann derweil allen Frauen, die hormonell verhüten oder wegen Wechseljahresbeschwerden Hormone einnehmen, nur raten, vor einer geplanten AstraZeneca-Impfung den oder die Haus- oder FrauenärztInnen ihres Vertrauens möglichst vorher zu kontaktieren. Ich persönlich würde angesichts der beschriebenen Fälle wenn möglich auf eine Hormoneinnahme vorerst verzichten, bevor ich zu dieser Impfung ginge. 

Auch wenn ich übergewichtig wäre und rauchen müsste, würde ich vermutlich eher auf andere Impfstoffe ausweichen wollen. Noch lieber würde ich allerdings die Wartezeit auf die Impfung nutzen wollen, um meine Lebensgewohnheiten zu ändern.

Lassen wir uns überraschen, was die EMA entscheidet, und hoffen wir das Beste für alle.

Quellen / weiterführende Literatur:

[1] FAQ – Temporäre Aussetzung COVID-19-Impfstoff AstraZeneca, Paul-Ehrlich-Institut [online, 16.03.2021] 

[2] Zuurbier SM, Arnold M, Middeldorp S, Broeg­Morvay A, Silvis SM, et al. Risk of cerebral venous thrombosis in obese women. JAMA Neurol 2016; 73: 579–84.

[3] Pendl T, Gattringer T: Die zerebrale Sinusvenenthrombose: Eine seltene zerebrovaskuläre Erkrankung vorwiegend junger Patientinnen. Z Gefäßmed. 2019; 16 (3), 5-9. 

[4] Research and analysis: Coronavirus (COVID-19) vaccine adverse reactions (www.GOV.uk, 05. 02.2021, abgerufen am 16.03.2021)

Veröffentlicht von

Dr. Karin Schumacher bloggte zunächst als Trota von Berlin seit 2010 bei den SciLogs. Nach dem Studium der Humanmedizin in Deutschland und Spanien promovierte sie neurowissenschaftlich und forschte immunologisch in einigen bekannten Forschungsinstituten, bevor sie in Europas größter Universitätsfrauenklinik eine Facharztausbildung in Frauenheilkunde und Geburtshilfe abschloss. Hierbei wuchs das Interesse an neuen Wegen in der Medizin zu Prävention und Heilung von Krankheiten durch eine gesunde Lebensweise dank mehr Achtsamkeit für sich und seine Umwelt, Respekt und Selbstverantwortung. Die Kosmopolitin ist leidenschaftliche Bergsportlerin und Violinistin und wenn sie nicht gerade fotografiert, schreibt oder liest, dann lernt sie eine neue Sprache. Auf Twitter ist sie übrigens als @med_and_more unterwegs.

38 Kommentare

  1. Zitat obiger Beitrag:

    Nun haben verschiedene (europäische) Länder die Corona-Impfungen mit dem AstraZeneca-Impfstoff ausgesetzt, da einige Fälle von Thrombosen der Hirnnerven in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung gemeldet wurden.

    Frage: müsste es nicht heissen Thrombosen der Hirnvenen anstatt Thrombosen der Hirnnerven.
    Grund: Eine Thrombose ist per defintionem ein Verschluss eines Blutgefässes durch ein Gerinnsel. Nerven aber sind keine Blutgefässe und können deshalb keine Thrombose erleiden.

      • Zitat obiger Beitrag:

        Von den vom 04. Januar bis 28. Februar 2021 in Großbritannien erfassten 33 starken Abfällen der Blutplätten (Thrombozytopenien) nach der Impfung mit dem AstraZeneca-Impfstoff verlief eine Immun-Thrombozytopenie tödlich.

        33 Thrombozytopenien innerhalb von 2 Monaten und das unmittelbar nach der Impfung mit dem Astra-Zeneca-Impfstoff scheint mir doch auf ein Problem bei diesem Impfstoff hinzuweisen. Und der Verdacht steht im Raum, dass die Hirnvenenthrombosen damit zusammenhängen. In Deutschland gab es mehr Hirnvenenthrombosen als in Grossbritannien, doch in beiden Ländern gab es nach der Impfung eine Häufung von Thrombozytopenien. Nun, mir schein, eine Thrombozytopenie begünstigt Gerinnungsstörungen. Ob eine solche eintritt hängt von weiteren Faktoren ab.

        Auf seinem Twitter-Account schreibt der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach:

        So sehe ich es. Leider sind die Gehirnthrombosen mit Hämolytisch Urämischem Syndrom wahrscheinlich auf AstraZeneca Impfstoff zurückzuführen. Und es trifft auch Jüngere ohne Risikofaktoren. Weil aber das Risiko bei nur 1:250.000 etwa liegt, überwiegt der Nutzen, gerade für Ältere.“

        Sicher gilt: Die Gerinnungsstörungen nach der Astra-Zeneca-Impfung sind selten, aber sie sind immer noch so häufig, dass ein Zusammenhang mit der Impfung als wahrscheinlich erscheint.

  2. Zitat obiger Beitrag:

    Für COVID-19 beträgt der Anteil tödlicher Verläufe, die Case-Fatality-Rate (CFI), in Großbritannien knapp 3%. Bald werden auf der grünen Insel 126000 Menschen mit oder an einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus verstorben sein. Mehr als 4 Millionen Menschen haben sich in Großbritannien bereits mit dem Virus und seinen Varianten infiziert.

    Frage: müsste es nicht heissen: Bald werden im Vereingten Königreich 126000 Menschen mit oder an einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus verstorben sein. anstatt Bald werden auf der grünen Insel 126000 Menschen mit oder an einer Infektion mit dem Sars-CoV-2-Virus verstorben sein.
    Grund: „Grüne Insel“ ist ein Synonym für Irland. Doch in der betreffenden Textstelle geht es nicht um Irland, sondern um Grossbritannien, von den Briten auch oft „Vereinigtes Königreich“ genannt. Jedenfalls sind in Grossbritannien gemäss Worldometer bis anhin 125’690 Menschen gestorben, was ziemlich genau den im Text genannten 126000 entspricht und nicht den gemäss Worldometer 4,552 Covid-19 Toten von Irland.

    • Ja, nochmals vielen Dank fürs sorgfältige Lesen. Ich vergaß angesichts des aktuellen Impfdesasters, dass Irland ja noch ein wenig grüner ist als das Vereinigte Königreich.

  3. Gerade thrombosegefährdete Patient/inn/en sollten sich überlegen, ob der Verzicht auf die Impfung gegen das Covid19-Virus im Allgemeinen oder die mit dem Vakzin von AstraZeneca im Besonderen wirklich eine gute Idee ist.

    In diesem Interview auf Spiegel.de sagt der Internist Leif Erik von der Charité: “Wenn man wegen Covid ins Krankenhaus kommt, liegt die Gefahr einer schweren Thrombose bei etwa 16 Prozent.”

  4. Zurzeit kursiert in den social-Medien ein gewollt verharmlosender Vergleich der Existenz von Nebenwirkungen bei der Covid-Impfung mit der Existenz von Nebenwirkungen bei der Einnahme der „Pille“. Ich finde diesen Vergleich nicht zielführend, denn sowohl bei einer Impfung, als auch bei der Einnahme eines Medikaments oder der Pille geht es letztlich immer um eine Nutzen-Risiko-Abwägung für jeden einzelnen Mensch.

    Eine Frau im gebärfähigen Alter hat ohne Verhütung ein sehr hohes Risiko, ungewollt schwanger zu werden. Man kann also verstehen, dass eine Frau das schwache Risiko von seltenen Nebenwirkungen der Pille mit dem hohen Risiko einer ungewollten Schwangerschaft abwägt und in Kauf nimmt.

    Bei der Covid-19-Impfung ist dagegen die Nutzen-Risiko-Abwägung extrem ungünstig bei der überwiegenden Mehrheit der Menschen unter 80, die ein sehr schwaches Risiko haben an diese Krankheit schwer zu erkranken oder gar zu sterben. Wozu eine Impfung gegen eine Krankheit, die für 99% der Menschen harmlos ist? Warum sollte man seltene, aber immerhin schwere Nebenwirkungen dabei in Kauf nehmen?

    Die Nutzen-Risiko-Abwägung spricht für die überwiegende Mehrheit der Menschen gegen eine Covid-19-Impfung, sowie sie zum Beispiel auch seit Jahrzehnten gegen eine Grippe-Impfung für die überwiegende Mehrheit der Menschen spricht.

  5. “Angst ist jedenfalls ebenso wie der Herdentrieb ein sehr schlechter Ratgeber. ”

    Bei Covid selbst aber schon, oder? Schließlich stand im Startegiepapier des Innenministeriums doch das eine “Schockwirkung” in der Bevölkerung erwünscht ist. Zudem sollten Urängste geweckt werden (“sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft krie-gen ist für jeden Menschen eine Urangst”).Dabei wurde auch vor Kindern nicht halt gemacht (“Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein”). Auch Geheilte sollen sich nicht sicher fühlen (“Selbst anscheinend Geheilte nach einem milden Verlauf können anscheinend jederzeit Rückfälle erleben, die dann ganz plötzlich tödlich enden”).

  6. Der Stopp der Impfung für alle ist eine glatte Fehlentscheidung.

    Es hätte gereicht, wenn man bei der speziell betroffenen Gruppe von Frauen (Alter unter 50 Jahren) solange auf einen anderen Impfstoff gewechselt hätte – bis alle Fakten geprüft sind.

    Viele Menschen sind verärgert, weil hierzulande Politik und Wissenschaft versagen. Durch diese Fehlentscheidung werden mehrere Tage zum Impfen verloren und dadurch steigt das Risiko der Entstehung von neuen Infektionsketten

    • @KRichard: Absolut richtig. Weiter impfen mit Astra-Zeneca unter Ausschluss junger Frauen, also Frauen der Thrombosenrisikogruppe wäre das Richtige gewesen.

    • Vielen Dank für den interessanten Artikel!

      Meine Schwester ist 75 und bekommt von ihrem Frauenarzt seit gut 30 Jahren eine Hormonersatztherapie verordnet.
      Jetzt hat sie einen Impftermin mit dem Astrazeneca Impfstoff bekommen, der FA meint er könnte nicht beurteilen ob das für sie wegen der Hormoneinnahme ein erhöhtes Risiko wäre.

      Was meinen Sie, soll meine Schwester den Termin besser absagen und auf einen anderen Impfstoff warten?

      Vielen Dank und freundlichen Gruß, Anna Berens

  7. Zitat Peter Müller:
    Schließlich stand im Startegiepapier des Innenministeriums doch das eine “Schockwirkung” in der Bevölkerung erwünscht ist. Zudem sollten Urängste geweckt werden (“sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause. Das Ersticken oder nicht genug Luft krie-gen ist für jeden Menschen eine Urangst”).Dabei wurde auch vor Kindern nicht halt gemacht (“Wenn sie dann ihre Eltern anstecken, und einer davon qualvoll zu Hause stirbt und sie das Gefühl haben, Schuld daran zu sein”).

    Das ist das Widerlichste, was ich an Motivationen von Politikern und “Gesundheitsexperten” je gehört habe, vor allem gegenüber Kindern! Wie kann man denn auf solche psychopathische Überlegungen kommen, das ist krank und kriminell.

    Die Urangst zu schüren, beim Sterben qualvoll zu ersticken, ist ohnedies bei unseren Gesundheitssystemen zynisch herbeifabuliert, keiner muss heutzutage bei uns beim Sterben ersticken, auch wenn man nicht beatmet wird muss man nicht ersticken, das erklärte auch ein Palliativarzt im Zusammenhang mit Covid-19, der auch die sinnlose und rücksichtlose Beatmung von schwer erkrankten alten Menschen kritisiert, siehe Palliativmediziner zu COVID-19-Behandlungen – „Sehr falsche Prioritäten gesetzt und alle ethischen Prinzipien verletzt“

    „Kein Mensch muss heute mehr ersticken –
    ” Ja, es gibt ja noch viele weitere Dinge, die man machen muss. Ich kritisiere ja nicht nur. Man muss natürlich gucken, dass die Leute nicht ersticken, man muss die natürlich vernünftig palliativmedizinisch behandeln. Atemnot zu lindern ist für einen Palliativmediziner, wie ich es bin, eben total simpel, das ist einfach möglich. Kein Mensch muss heute mehr ersticken. Also wir müssen die Menschen nicht beatmen, damit die nicht ersticken, sondern Palliativmedizin kann das sehr leidlos gestalten. “

    Meine Mutter ist vor ein paar Jahren mit 83 in Frankreich an mehrfachen Krankheiten gestorben, sie war bereits als Jugendliche wegen einer verschleppten, während des Krieges nicht richtig behandelten Bronchitis ihr Leben lang bronchienkrank, mit mehreren Lungenoperationen und nur noch einem Lungenflügel. In den letzten Jahren brauchte sie Sauerstoff bei Alltagsbelastungen am Tag. Sie hat immer Angst gehabt beim Sterben zu ersticken. Die Ärzte haben uns damals immer gesagt, dass alle Bronchien- und Lungenkranke Angst haben beim Sterben zu ersticken, und dass sie dabei es jedoch nie tun. Sie hatten Recht, sie ist keineswegs beim Sterben erstickt, sie brauchte sogar nicht einmal Sauerstoff um ruhig zu atmen bis zum Schluß, wir waren alle dabei. Man hat ihr palliativ wohl Morphium gegeben, oder ich weiß nicht was, zuletzt als Dauerzufuhr.

  8. Lopez
    wir haben auf 1,7 Millionen Verimpfungen mit Astra Zenica genau 7 Impfopfer.
    Auf 1 Impfopfer kommen 243 Tausend Geimpfte.
    Das ist eine klare Aussage für die Impfung.
    Wir haben schon ein Corona Opfer in der Verwandtschaft. Und die Person war nicht geimpft.

  9. Vielen Dank für die Kommentare und die interessante Diskussion.

    Es findet sich in der Tat ein hoher Anteil an Gerinnungsstörungen bei schwer an COVID-19 erkrankten Personen. Dies wurde am Anfang der Pandemie oft verkannt. Ein Freund von mir wäre deswegen fast gestorben, trotz Behandlung auf der Intensivstation. Erst als die Ärzte sich intensiver mit seiner gestörten Gerinnung befassten, ging es ihm schließlich besser.

    Gerinnungsstörungen können aber auch generell häufiger auf nach Impfungen auftreten. Das betrifft nicht nur die Impfstoffe gegen COVID-19. Jüngere Menschen haben in der Regel ein besseres Immunsystem als Ältere und können dementsprechend heftiger auf Impfungen reagieren.

    Bei Frauen im gebärfähigen Alter, die zudem vielleicht noch rauchen, übergewichtig sind oder bereits bekannte Gerinnungsstörungen aufweisen, würde ich angesichts der berichteten Ereignisse zu einer Impfung mit einem der anderen der verfügbaren Impfstoffe raten.

    Das sagen mehrere Experten, danke, Michael, für den Link. Übrigens empfiehlt dies auch der Bundesvorsitzende des Virchowbundes und med. Leiter des Hamburger Impfzentrums, Dr. Dirk Heinrich in einem Interview mit dem Tagesspiegel, das heute hier online erschienen ist: Ärzte-Verband nach Astrazeneca-Stopp: “Wir müssen jetzt viel mehr Biontech für die Jüngeren nehmen”.

    Für Ältere überwiegt der Nutzen der AstraZeneca-Impfung aber weiterhin gegenüber den Risiken. Der aktuelle Impfstopp bedeutet also eine unnötige Gefährdung dieser Menschenleben, die wir ja seit einem Jahr eigentlich besonders schützen sollen. Zudem könnte der AstraZeneca-Impfstoff auch von Hausärzten geimpft werden, was gerade für diese Gruppen interessant ist.
    Der Impfablauf in den Impfzentren ist ja gerade für Gebrechliche nicht sehr praktikabel, wie man im aktuellen Bericht meiner Blognachbarin Marlene Heckl nachlesen kann: https://scilogs.spektrum.de/marlenes-medizinkiste/geimpft-mein-besuch-im-impfzentrum-bayern/ Immerhin hatte sie Glück und hat schon ihre Impfungen bekommen.

    Heinrichs Fazit für eine intelligente Impfstrategie kann ich mich zum derzeitigen Wissensstand nur anschließen: Kein Impfstopp. Pfizer/BioNTech für die Jüngeren, AstraZeneca für die Älteren.

    Aber auch eine Impfung unter gleichzeitiger Thromboseprophylaxe, wie es ja bei Operationen routinemäßig erfolgt, könnte eine intelligentere Option sein, als Impfstoff in den Müll werfen zu müssen.

    Denn nach wie vor gilt: If you don’t like the vaccine, try the disease.

  10. Zitat Karin Schumacher
    Denn nach wie vor gilt: If you don’t like the vaccine, try the disease.

    Das kann mein Motto sein. 🙂
    Ich wage die Erkrankung mit Covid-19, da ich gesund und fit bin und mein Immunsystem noch vertraue. Ich habe davor keine Angst, Ich bin davon überzeugt, dass sie auch für mich harmlos bzw. mild wie für 99% der Menschen verlaufen würde, vielleich sogar ohne Symptome. Für mich fällt meine persönliche Abwägung Nutzen-Risiko definitiv gegen eine Impfung.

    Ich wage die Erkrankung mit Covid-19, wie auch mit der Grippe, wie auch mit allen anderen Infektionskrankheiten der Welt: Ich bin nämlich gegen nichts geimpft (zumindest als Erwachsene), außer vor ein paar Jahren gegen Tetanus nach einem Hundebiss, da habe ich auch nicht gezögert.

    Meine Entscheidung, mein Körper, mein Leben.

  11. Denn nach wie vor gilt: If you don’t like the vaccine, try the disease.

    Das sehe ich genauso. Da ich nicht in einer Risikogruppe bin (worüber ich mich sicher nicht beschweren werde), bin ich mit meiner Impfung vermutlich erst sehr spät dran. Würde man mir morgen eine vorzeitige Impfung mit dem AZ-Impfstoff anbieten, ich nähme sofort an.

  12. “Denn nach wie vor gilt: If you don’t like the vaccine, try the disease.”

    Der Anteil derer, welche die Krankheit in Kauf nehmen, könnte steigen, sollte dieser Bericht stimmen:

    “AstraZeneca-Nebenwirkungen: “Die Ursache ist gefunden”

    »Die Ärzte im Rikshospitalet, die die drei Mitarbeiter des Gesundheitswesens behandeln, die mit Blutgerinnseln nach AstraZeneca-Impfstoffen ins Krankenhaus eingeliefert wurden, glauben, die Ursache für die schweren Erkrankungen gefunden zu haben.

    Dies wird von VG berichtet.

    “Die Ursache für den Zustand unserer Patienten ist nun gefunden”, sagt Oberarzt und Professor Pål Andre Holme gegenüber der Zeitung.

    Er leitet die Gruppe, die die Patienten untersucht und versucht hat, die Ursache zu klären. Holme und die übrigen Experten glauben nun, dass es der von der schwedisch-britischen Firma AstraZeneca hergestellte Corona-Impfstoff war, der die starke Immunreaktion auslöste, die wiederum die Blutgerinnsel verursachte…

    Holme und die übrigen Experten glauben nun, dass es der von der schwedisch-britischen Firma AstraZeneca hergestellte Corona-Impfstoff war, der die starke Immunreaktion auslöste, die wiederum die Blutgerinnsel verursachte…

    “Wir haben die Ursache. Und es gibt nichts anderes als den Impfstoff, um die Immunantwort zu erklären”, antwortet Holme…«
    https://www.dagbladet.no/nyheter/arsaken-er-funnet/73543733

    Übersetzt mit Hilfe von http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)”

    https://www.corodok.de/astrazeneca-nebenwirkungen-die/

    • Vielen Dank für den Link. Der Anästhesist @LJohnsdorf hat vor kurzem auf Twitter sehr gut erklärt, wie es zu einem Abfall der Blutplättchen kommen kann, der mit dem Auftreten von seltenen Thrombosen in den großen Hirnvenen zusammenhängen könnte.

      Normalerweise kennen wir dieses Syndrom nach Heparingabe (Heparininduzierte Thrombozytopenie, HIT). Auslöser sind IgG-Antikörper gegen den Plättchenfaktor 4/Heparin-Antigenkomplex. Die beobachteten Reaktionen entsprächen somit einer “HIT-mimicking disorder” ohne vorherige Heparin-Exposition. Hierzu gibt es einen interessanten Case Report von Okata et al. [1] Hier wird ein Fall eines 70-jährigen Mannes mit Sinusvenenthrombose beschrieben aufgrund der Bildung von Antikörpern gegen den PF4/Polyanion-Komplex.

      Dieses Polyanion gibt es beispielsweise auf der Oberfläche von Bakterien oder Nukleinsäuren. Eine solche polyanionische Struktur kann auch im AstraZeneca-Impfstoff verborgen sein. Sie könnte sich sowohl beispielsweise im Spike-Protein verbergen oder in einer Kombination mit einem anderen im Impfstoff enthaltenen Faktor.

      Kennt man den Mechanismus, kann der Impfstoff u.U. verändert werden, sodass diese Nebenwirkungen zukünftig vielleicht nicht mehr auftreten. Mir selbst sind solche Reaktionen auch von anderen Impfungen bekannt, z.B. gegen Hepatitis-B.

      Auch Co-Faktoren wie Medikamente, Hormone, Vorerkrankungen können einen wichtigen Trigger darstellen. Die bisher bekannt gewordenen Fälle waren fast ausschließlich weiblich, meist aus dem Gesundheitsumfeld und jüngeren – mittleren Alters. Da sind viele Co-Faktoren denkbar (einschl. (Selbst)-Medikationen / “Thromboseprophylaxen”…?).

      In dem beschriebenen Fallbericht wurde die “Spontane HIT-induzierte Thrombopenie ohne vorherige Heparin-Exposition” durch Absetzen der Gabe unfraktionierten Heparins (d.h. der normalen Thromboseprophylaxe) erfolgreich therapiert. Zur Auflösung der Blutgerinnsel wurde Argatroban eingesetzt, ein Gerinnungshemmer, der zur Behandlung der heparininduzierten Thrombozytopenie (HIT II) zugelassen ist.

      Das Risiko für eine solche HIT II liegt übrigens bei etwa 2-3% für unfraktioniertes Heparin. Rechnerisch entspricht das einem Risiko von etwa 1:33 bis 1:50. Trotzdem wird täglich auf der ganzen Welt Heparin eingesetzt.

      Im Bericht der EMA wurden 7 Fälle bei 1,6 Millionen AstraZeneca-Impfungen angegeben (davon sechs Frauen < 50 J.). Inzwischen teilte das Bundesgesundheitsministerium mit, dass mittlerweile 13 Fälle von Sinusvenenthrombosen in zeitlichem Zusammenhang mit der AstraZeneca-Impfung aufgetreten seien. Es handele sich dabei um 12 Frauen und 1 Mann zwischen 20 und 63 Jahren. Dies entspräche einem Risiko von etwa 1:123.000 und 1: 230.000. Dieses Risiko lässt sich vermutlich minimieren, wenn wir die Ursachen kennen und bei den Impfkonzepten entsprechend berücksichtigen.

      Millionen Operationen werden unter Heparinprophylaxe durchgeführt. Millionen Frauen verhüten mit der Antibaby-Pille. Milliarden Frauen gebären Kinder. Täglich sterben Tausende Menschen an oder mit COVID-19. Wenn man dies weiß und berücksichtigt, erscheint der generelle Impfstopp, vor allem für die COVID-19-Risikogruppen, noch absurder.

      Quellen:
      Okata T et al., Platelets, 2015;26(6):602-7. doi: 10.3109/09537104.2014.979338

      Twitter: @LJohnsdorf: https://twitter.com/LJohnsdorf/status/1371721321336475651?s=20

  13. In der Bevölkerungsgruppe zu der ich gehöre (70-79 Jahre ohne Vorerkrankung) ist die Corona-Sterberate 0,66%, siehe folgende Graphik von ZDF, nach Quelle RKI Januar 2021:
    Corona – Wer ist besonders gefährdert?

    Für so ein geringes Risiko lasse ich mich doch nicht mit einem kaum erprobten Impfstoff als provisorische “Notzulassung” auf der Grundlage einer noch nie eingesetzen Methode (eigentlich eine Gentherapie, keine klassische Impfung), die meine Gene manipuliert und wofür auch keine Langzeitwirkungen bzw. Folgeschäde bis zum Ende der Studie mit den Massenversuchen (2022 oder 2023) bekannt sein können. So mutig bzw. so fahrlässig mit meiner eigenen Gesundheit bin ich doch nicht… 🙁

    Die Nutzen-Risiko-Abwegung in meine Bevölkerungsgruppe spricht definitiv gegen eine Impfung.

    • Ich kann die Bedenken gut verstehen. Auch wenn die Gefahren niedrig scheinen, bergen Vektorimpfstoffe natürlich auch Risiken, da es zu einer Virus-DNA-Integration in den Wirt kommen kann (Stephen SL et al., Journal of Virology 2010, DOI: 10.1128/JVI.00751-10).

      Spontane Mutationen kommen aber auch in gesunden Zellen vor und sind gar nicht so selten. Es ist anzunehmen, dass die körpereigene Abwehr es schafft, die Zellen zu eliminieren, die eventuell durch die Impfung einen Adenovirus-Vektor integriert haben. Infektionen mit Adenoviren sind ja nichts Neues für uns.

      Bei den mRNA-Impfstoffen (Pfizer/BioNTech, Moderna) ist dieses Risiko geringer. Dennoch: Menschen mit einem hohen Risiko, an oder mit COVID-19 zu versterben oder mit bleibenden Schäden zu überleben, sollte die Möglichkeit einer AstraZeneca-Impfung nicht vorenthalten werden.

    • … man muß sich mal die Größenordnung eines kleinen Piekses verdeutlichen:
      – der Mensch “besteht aus 3,8 Billionen Zellen, noch mehr Mitbewohner beherbergt er
      – in jeder Sekunde werden 50 Millionen Zellen erneuert, was jung hält und alt macht
      Wir können weder die Mitbewohner rausschmeißen noch unsere Reparatur unterbinden.
      Die paar Tausend Einheiten Impfstoff sind wenig, aber mit Wirkung gegen Eindringlinge.

  14. @Frau Lopez und andere Nichtimpfer:
    Diese Impfung ist nicht nur Selbstschutz sondern auch Schutz der Mitmenschen. Man kommt nicht nur selber besser durch die Infektion , sondern ist auch gar nicht oder weniger infektiös.
    Besoffen Autofahren ist ja nicht verboten, weil man sich selber gefährdet, sondern weil man andere gefährdet.

    • “Bei den mRNA-Impfstoffen (Pfizer/BioNTech, Moderna) ist dieses Risiko geringer. Dennoch: Menschen mit einem hohen Risiko, an oder mit COVID-19 zu versterben oder mit bleibenden Schäden zu überleben, sollte die Möglichkeit einer AstraZeneca-Impfung nicht vorenthalten werden.”

      Also diese Aus-/Ansage im Stile von “Du hast keine Chance drum nutze sie”, bringt mich ziemlich auf die Palme, denn ich hätte erwartet, daß Astra Zeneca, bzw. die verdächtige Charge, genauer untersucht und detaillierter erklärt wird.
      Stattdessen wird das Risiko einfach und mit wenig vertrauenswürdigen Nachdruck auf die zu Impfenden abgewälzt.

      In der Pressekonferenz gestern war zu hören, dass es erhebliche Hinweise gibt (die, wegen dem Schweigen darüber, wohl nichts mit nur der Charge zu tun haben!?) die intensiv untersucht werden sollen, aber trotzdem wird AZ für gut erklärt – Zumindest für Frauen sollte man bis zur endgültigen Klärung einen ERSATZWEISEN Impfstopp machen!?

  15. Zitat Omnivor:
    Diese Impfung ist nicht nur Selbstschutz sondern auch Schutz der Mitmenschen.

    Eine Impfung ist zum Selbstschutz, ganz klarer Fall.
    Wenn die Nicht-Geimpfte die Geimpfte gefährden würden, wozu wäre dann eine Impfung gut?

    Man empfiehlt zum Beispiel den Risiko-Gruppen sich jährlich gegen die Grippe impfen zu lassen zu ihrem Selbtsschutz, nicht zum Schutz der Andere.

    Es ist übrigens bereits bei der Corona-Impfung bekannt, dass Geimpfte weiterhin infektiös sein können und dadurch Andere anstecken können, deshalb müssen Geimpfte weiterhin die Hygiene-Maßnahmen anhalten. Viele Geimpfte wurden auch nach vollständiger Impfung positiv getestet. Wie lange lange die Impfung-Immunität hält ist übrigens nicht bekannt, wobei von einer regelmäßigen Auffrischung wie bei der Grippe die Rede ist.

    Dafür tragen nicht-Geimpfte außerhalb der Risiko-Gruppen, die weiterhin asympomatische oder milde Verläufe durchmachen, zur natürlichen Immunität in der Gesellschaft bei.

  16. Zitat Karin Schumacher
    Ich kann die Bedenken gut verstehen. Auch wenn die Gefahren niedrig scheinen, bergen Vektorimpfstoffe natürlich auch Risiken, da es zu einer Virus-DNA-Integration in den Wirt kommen kann (Stephen SL et al., Journal of Virology 2010, DOI: 10.1128/JVI.00751-10).

    Was ich dabei auch bedenklich finde, ist, dass man solche Gefahren (Krebs? autoimmune Erkrankungen?) bis jetzt nicht richtig einschätzen kann, denn sie könnten mehrere Monate oder gar Jahre nach der Impfung auftreten – möglicherweise auch bei der nächsten Generation? Nicht umsonst dauert normalerweise die Entwicklung und Zulassung eines Impfstoffs mindestens 5 Jahre, oft bis 10 Jahre, um potentielle Langzeitsschäden zu beobachten. Wenn etwas schief geht was man in den Genen eingebaut hat, kann man es nicht mehr rückgängig machen, auch Jahre danach. Zurzeit läuft nun mal bei diesen neuen Impfungen ein Großexperiment und die die Geimpfte sind dabei die “Versuchskaninchen”, ist nun mal so, das kann man nicht beschönigen.

    Wenn man jedoch bedenkt, dass die Menschen im Alter von 0 bis 80 Jahre ohne Vorerkrankungen eine Sterberate bei Covid-19 deutlich unter 1% haben (siehe nochmals Statistiken nach Alter ), kann man sich fragen, ob diese Millionen von gesunden Menschen richtig informiert sind, ob sie sich wirklich nicht vorstellen können, mit einem Risiko von unter 1% zu leben und ob sie so schnell wie möglich eine “rettende” Impfung brauchen. Ich sehe persönlich keine Verhältmäßigkeit bei dieser Impfung für 83 Millionen Menschen, oder gar weltweit für 7 Milliarden.

  17. Wenn man Familie und Verwandtschaft hat ist es besser sich impfen zu lassen. Man lebt ja schließlich nicht allein auf der Welt.

  18. Risiko-Abschätzung:

    Deutschland: falls ´nur´ 1 % von 83 Mio. sterben würden, sind dies 830000 Menschen – welche ohne Impfung an/mit Covid sterben könnten

    Viele Covid-Erkrankte entwickeln sehr unangenehme Long-Covid-Symptome: Riechstörungen, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Lungen-, Nerven- bzw. Nierenschäden – d.h. die Lebensqualität und die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit wird langfristig beeinträchtigt. Wieviele Prozent der Erkrankten davon betroffen sind – dazu gibt es bisher keine belastbaren Zahlen.

    Wer sich nicht impfen lassen will, braucht dies nicht zu tun. Dann kommen diejenigen schneller dran, welche diesen Schutz gerne in Anspruch nehmen.

  19. Zitat hwied:
    Wenn man Familie und Verwandtschaft hat ist es besser sich impfen zu lassen. Man lebt ja schließlich nicht allein auf der Welt.

    Die meisten Menschen haben ja Familie und Verwandschaft, kaum jemand lebt schließlich allein auf der Welt, oder? 😉

    Impfung ist jedoch Selbsschutz, und nicht Schutz für andere Menschen. Es wurde bis jetzt bei keiner Studie in der klinischen Erprobung gezeigt, dass Geimpfte ihre Mitmenschen schützen, es heißt doch, dass die Impfung den Geimpfte lediglich gegen einen schweren Verlauf schützt, nicht gegen eine Infektion. Geimpfte können sich infizieren, infektiös sein und anderen Menschen anstecken, das ist der Stand der Erkenntnisse.

    Auch zum Beispiel die Grippe-Impfung ist Selbstschutz. Grippe-geimpfte können sich infizieren, die Impfung schützt nicht vor einer Infektion, und auch nicht vor dem Grippe-Tod: Ich gehe stark davon aus, dass seit Jahrzehnten bei uns die meisten Grippetote geimpft waren. Sie waren auch 80+, und hohes Alter ist nun mal naturgemäß ein hohes Risiko für alle mögliche Infektionskrankheiten, c’est la vie.

    Seit 1990 hat sich die Zahl der Grippe-Impfungen verachtfacht, das hat keine Wirkung auf die Anzahl der Grippe-Tote, es gibt weiterhin unabhängig von den Impfungen schwache, mittlere und starke Grippesaisons. Es wird wohl bei Corona ähnlich werden, denn die Corona-Tote gehören auch hauptsächlich wie die Grippe-Tote zum Risikogruppe der Menschen über 80, die also bereits die durchschnittliche Lebenserwartung erreicht hatten. Auch das RKI weist auf diesen Umstand hin: Bei älteren Menschen mit Corona und Vorerkrankung lässt sich nicht klar trennen, ob Alter oder Vorerkrankung die Sterblichkeit erhöht.

    Die Corona-Impfung wird nicht die durchschnittliche Lebenserwartung erhöhen. Warum sollte sie es tun?

  20. Zitat KRichard
    Deutschland: falls ´nur´ 1 % von 83 Mio. sterben würden, sind dies 830000 Menschen – welche ohne Impfung an/mit Covid sterben könnten

    „Die Spekulation falls“ interessiert jetzt nicht mehr, denn es liegen bereits endgültige Statistiken vor: Es gab im Pandemie-Jahr 2020 nirgendwo in der Welt eine nennenswerte Übersterblichkeit, nirgendwo in der Welt.

    Für Deutschland verweise ich zum Beispiel auf die Analyse eines Profi-Statistikers der LMU München im FOCUS-Magazin, wonach es 2020 trotz Pandemie keine Übersterblichkeit gab, siehe Artikel vom 06.02.2021:
     
    Statistiker zieht Corona-Bilanz: Trotz Pandemie gab es 2020 keine Übersterblichkeit

    „Nach wie vor meldet das RKI täglich erschreckend hohe Todeszahlen. Trotzdem sind in Deutschland insgesamt im vergangenen Jahr nicht mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren. Ein Statistiker erklärt, woran das liegt und warum die Zahlen einen falschen Eindruck vermitteln.
    […]
    Dass dieser Eindruck aber nicht ganz richtig ist, erklärt der Statistiker Göran Kauermann von der LMU München im Gespräch mit FOCUS Online. „Wir haben bei der Auswertung der Todeszahlen der Vorjahre im Vergleich zum letzten Jahr gesehen, dass es über das ganze Jahr hinweg betrachtet durchschnittlich in ganz Deutschland kaum eine nennenswerte Übersterblichkeit gab.“

    Eine ganz ähnliche Analyse kenne ich für Frankreich.

    Es gibt sogar eine Untersterblichkeit bei den Bevölkerungsgruppen unter 70, dafür aber eine Übersterblichkeit bei den Bevölkerungsgruppen 70+ wobei diese Übersterblichkeit haupsächlich auf eine massive Zunahme der Anzahl der Ältere Menschen in der Bevölkerung zurückzuführen ist (zum Beispiel die zahlenmässig starke Generation der Baby-Boomer nach dem Krieg kommt langsam ins natürliche durchschnittliche Sterbealter…).

    Zitat KRichard:
    Viele Covid-Erkrankte entwickeln sehr unangenehme Long-Covid-Symptome: Riechstörungen, Müdigkeit, Gliederschmerzen, Lungen-, Nerven- bzw. Nierenschäden – d.h. die Lebensqualität und die Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit wird langfristig beeinträchtigt. Wieviele Prozent der Erkrankten davon betroffen sind – dazu gibt es bisher keine belastbaren Zahlen.

    Über die sogenannten Long-Covid-Schäde habe ich mich heute noch im Nachbachblog vom Joe Dramiga geäußert, Siehe hier. Es handelt sich hauptsächlich um vorübergehend, anhaltenden Symptome, wie es bei allen Infektionskrankheiten passieren kann und die innerhalb von 3 bis 6 Monaten langsam verschwinden. Schwere Schäden wie Lungen-, Nerven- bzw. Nierenschäden entstehen m.W. hauptsächlich bei sehr schweren Verläufen von bereits vorerkrankten Patienten und nach Beatmung.

    Zitat KRichard:
    Wer sich nicht impfen lassen will, braucht dies nicht zu tun. Dann kommen diejenigen schneller dran, welche diesen Schutz gerne in Anspruch nehmen.

    Absolut meine Meinung.
    Deshalb verstehe ich nicht, warum man an „Prioritäten“ festhält und dabei offensichtlich auf Impfdosen sitzen bleibt. Die stark gefährdete Risiko-Gruppe der gebrechlichen 80+ in Altersheimen ist jetzt wohl komplett geimpft, jetzt könnten also alle Menschen, die es wollen aber kaum gefährdert sind sich impfen lassen, unabhängig von ihrer Risikogruppe bzw. ihrem Alter. Ich werde zum Beispiel als 70+ meine Impfdosen nicht in Anspruch nehmen, sie könnten ruhig für einem jüngere Mensch benutzt werden, der sich eine Impfung wünscht.

    • „Die Spekulation falls“ interessiert jetzt nicht mehr, denn es liegen bereits endgültige Statistiken vor: Es gab im Pandemie-Jahr 2020 nirgendwo in der Welt eine nennenswerte Übersterblichkeit, nirgendwo in der Welt.

      sagt eine Ritterin der Kokosnuss!

      Covid: 2020 gab es die meisten Todesfälle seit dem Zweiten Weltkrieg

      Die Covid-Pandemie hat dazu geführt, dass die Zahl der Todesfälle in Großbritannien auf den höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg gestiegen ist.

      Im Jahr 2020 gab es fast 697.000 Todesfälle – fast 85.000 mehr als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre zu erwarten war.

      Dies entspricht einer Steigerung von 14% und ist damit der größte Anstieg an Todesfällen seit mehr als 75 Jahren.

      Unter Berücksichtigung des Alters und der Bevölkerungszahl waren im Jahr 2020 die schlechtesten Sterblichkeitsraten seit den 2000er Jahren zu verzeichnen.

      Diese als altersstandardisierte Mortalität bekannte Maßnahme berücksichtigt das Bevölkerungswachstum und das Alter.

      https://www.bbc.com/news/uk-55631693

  21. “COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020”

    Es wäre schön, wenn es nur eine Untersterblichkeit für Jüngere gäbe.
    Eine Arbeitsgruppe hat auf Basis laborbestätigter Sars-CoV-2-Meldefälle im Jahr 2020 die durch Tod verlorenen Lebensjahre („Years of Life Lost“, YLL) zur Krankheitslast insgesamt (“Disability-Adjusted Life Disease-Study”, DALY) aufsummiert. Ergebnis: Im Jahr 2020 gingen in Deutschland 305641 Lebensjahre durch COVID-19 verloren. Ein verstorbener Mensch verlor im Mittel etwa 9,6 Lebensjahre (Männer: 11 Jahre, Frauen: 8,1 Jahre).

    Quelle: Rommel et al, on behalf of the BURDEN 2020 Study Group: The COVID-19 disease burden in Germany in 2020 – years of life lost to death and disease over the course of the pandemic. Dtsch Arztebl Int 2021; 118: 145-51. DOI: 10.3238/artebl.m2021.0147

    Impfungen und Unterbrechung der Transmission

    Für den Pfizer/BioNTech-Impfstoff konnten britische Wissenschaftler bereits zeigen, dass schon eine einzige Dosis ausreicht, um die Anzahl asymptomatischer und damit unentdeckter potentieller Überträger um 75% zu verringern. Dies ist besonders dort interessant, wo häufig Superspreading stattfindet – z.B. im Gesundheitswesen. Während 0,80% der ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen einen positiven Corona-Test aufwiesen, war das PCR-Ergebnis mehr als 12 Tage nach Impfung nur noch bei 0,20% positiv. Auch in Israel spricht eine Analyse des israelischen Gesundheitsministeriums in Zusammenarbeit mit Pfizer für eine deutliche Reduktion asymptomatischer und symptomatischer Fälle nach der Impfung.

    Quellen: https://www.advisory.com/daily-briefing/2021/03/04/vaccine-transmission,
    https://www.cam.ac.uk/research/news/single-dose-of-pfizer-biontech-vaccine-reduces-asymptomatic-infections-and-potential-for-sars-cov-2

  22. Bei der Firma WEBASTO hatte man in Deutschland den ersten größeren Fall von Covid-Infektionen. Obwohl alle Mitarbeiter einen milden Verlauf hatten ist bei einigen die Lebensqualität bis heute deutlich beeinträchtigt:
    Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Atemwegsprobleme.

    Solche Long-Covid-Probleme treten auch bei sehr leichten Verläufen auf – und dass diese Personen wieder ganz gesund werden, dafür gibt es bis jetzt keinerlei Belege.

    Dass die eigene Lebensqualität nicht langfristig beeinträchtigt wird, ist ein Grund, sich impfen zu lassen.

  23. Bei der gestrigen Pressekonferenz zum Impfgipfel gab es erfreulichen Klartext:

    Jeder wird immun gegen Corona werden. Es gibt zwei Möglichkeiten:

    1. Durch Ansteckung: nicht empfehlenswert, da hohes Risiko von Tod bei den Alten und bleibenden Schäden bei den Jungen.

    2. Durch Impfung: empfehlenswert, da geringes Risiko.

  24. Zitat Karin Schumacher:
    Es wäre schön, wenn es nur eine Untersterblichkeit für Jüngere gäbe.
    Eine Arbeitsgruppe hat auf Basis laborbestätigter Sars-CoV-2-Meldefälle im Jahr 2020 die durch Tod verlorenen Lebensjahre („Years of Life Lost“, YLL) zur Krankheitslast insgesamt (“Disability-Adjusted Life Disease-Study”, DALY) aufsummiert. Ergebnis: Im Jahr 2020 gingen in Deutschland 305641 Lebensjahre durch COVID-19 verloren. Ein verstorbener Mensch verlor im Mittel etwa 9,6 Lebensjahre (Männer: 11 Jahre, Frauen: 8,1 Jahre).

    .

    Hier eine ausführliche wissenschaftliche Gegenposition:

    Corona-Todesfälle: Die Mär von den zehn verlorenen Lebensjahren

    Wie eine Studie des RKI die Öffentlichkeit in die Irre führt

    Um die bevölkerungsbezogenen Auswirkungen von Erkrankungen zu beurteilen, ist neben der Betrachtung der Anzahl der an einer Erkrankung verstorbenen Personen eine Betrachtung der durch einen erkrankungsbedingten Tod verloren gegangenen Lebensjahre wichtig; wie viele Jahre eine an einer Erkrankung verstorbene Person also ohne die Erkrankung noch zu leben gehabt hätte. […]

    Methodische Probleme der RKI-Schätzung

    Auf den ersten Blick sind das sehr besorgniserregende Zahlen, welche die Angst vor dem Coronavirus schüren. Sobald man aber anfängt den Fachartikel des RKI genauer zu lesen, stellen sich fundamentale Fragen. Um die durchschnittliche Anzahl an Jahren zu bestimmen, welche eine laut Diagnose an Covid-19 verstorbene Person noch zu leben gehabt hätte, wurde vom RKI einfach nur die jeweils statistische Restlebenserwartung einer verstorbenen Person bestimmt, ohne die bei Covid-19-Verstorbenen vorhandenen Vorerkrankungen einzuberechnen.
    […]
    Ein solches Vorgehen ist aber in Bezug auf verstorbene Personen mit der diagnostizierten Todesursache Covid-19 fragwürdig, da der allergrößte Teil dieser Personen an Vorerkrankungen litt. So ergab eine aktuelle Untersuchung von 618 Covid-19-Todesfällen des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf, dass nur ein Prozent der Verstorbenen keine Vorerkrankungen hatte, die meisten wiesen mehrere Vorerkrankungen auf.
    […]
    Das Gegenargument der fehlenden Übersterblichkeit […]

    Mögliche Erklärungen der fehlenden Übersterblichkeit […]

    Corona- und Influenzaviren im Vergleich […]

    Eine abschließende Bemerkung […]

  25. Zitat Karin Schumacher
    Impfungen und Unterbrechung der Transmission
    Für den Pfizer/BioNTech-Impfstoff konnten britische Wissenschaftler bereits zeigen, dass schon eine einzige Dosis ausreicht, um die Anzahl asymptomatischer und damit unentdeckter potentieller Überträger um 75% zu verringern. Dies ist besonders dort interessant, wo häufig Superspreading stattfindet – z.B. im Gesundheitswesen. Während 0,80% der ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen einen positiven Corona-Test aufwiesen, war das PCR-Ergebnis mehr als 12 Tage nach Impfung nur noch bei 0,20% positiv.

    .

    Hier scheint mir ein Bias vorhanden zu sein: Die Anzahl der mit dem PCR-Test ermittelte positiven Ergebnisse steigt bekanntlich statistisch allein mit der Anzahl der Tests: Je mehr man testet, desto mehr findet man „Infizierte“, je weniger man testet, desto weniger „Infizierte“. Es handelt sich also nicht um eine Unterbrechung oder Zunahme der Transmission, sondern um ein statistisches Problem, worauf sogar Jens Spahn bereits im Juni 2020 bei Massen-Testungen hingewiesen hat, siehe Video (was er wohl inzwischen bei der völlig irrsinnigen Zunahme der Tests inzwischen vergessen hat… ) – zumal der PCR-Test ohnehin nicht geeignet ist, um eine Infektion zu diagnostizieren, vor allem in Abwesenheit von klinischen Symptomen und ohne Ermittlung des Ct-Werts.

    In Deutschland haben sich die Meldungen aus Altenheimen gemehrt, dass vollständig Geimpfte weiterhin positiv getestet wurden. Auch wird nicht von einer Unterbrechung der Transmission bei Geimpften in Altenheimen ausgegangen, die strengen Auflagen zur Isoloation müssen weiterhin bei Geimpften eingehalten werden, siehe zum Beispiel hier:

    NRW-Gesundheitsministerium plant keine Lockerungen
    Das NRW-Gesundheitsministerium plant bisher nicht, Einschränkungen in Senioren- und Pflegeheimen zu lockern. Denn noch ist nicht klar, ob Geimpfte das Virus tatsächlich nicht weitergeben können. Ohne diese Klarheit wären Lockerungen zu gefährlich.

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