Vier Riesenplaneten (und der Mond)

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Am 24.7.2021 um 4:37 ist Vollmond. In der darauffolgenden Nacht bildet der dann fast noch volle Mond mit Saturn und Jupiter ein schönes Dreieck. Dies lässt sich auch eine Nacht später noch beobachten. Allerdings wird der Mond dann schon an Jupiter herangerückt sein. 

Jupiter, der Fast-Noch-Vollmond und Saturn in der Nacht vom 24. auf den 25. 7.2021, hier simuliert für Darmstadt um 00:00 MESZ, Quelle: Michael Khan via Stellarium
Jupiter, der Fast-Noch-Vollmond und Saturn in der Nacht vom 24. auf den 25. 7.2021, hier simuliert für Darmstadt um 00:00 MESZ, Quelle: Michael Khan via Stellarium

Besonders schön bei der Beobachtung mit dem bloßen Auge ist die geringe Elevation des Mondes, die ihn größer erscheinen lässt – die bekannte Mondtäuschung. Hinzu kommt, wenn man schon gegen 23:00 beobachtet, die orangene Färbung. 

Aktuell können nicht nur die Gasriesen Jupiter und Saturn gleichzeitig beobachtet werden, sondern auch die Eisriesen Uranus und Neptun (allerdings nicht alle vier auf einen Blick). Dazu empfiehlt sich allerdings nicht gerade eine Vollmondnacht.

Wenn sie noch etwas warten,beispielsweise bis Neumond am 8. August, und wenn dann noch das Wetter mitspielt, könnten Sie optimale Bedingungen zur Beobachtung der vier Riesenplaneten vorfinden. Sie sind aufgereiht auf einem Bogen von etwas über 90 Grad Länge, also einem Viertelkreis, der sich von Osten nach Süden erstreckt und die Lage der Ekliptik im Himmelsgewölbe markiert.

Uranus, Neptun, Jupiter und Saturn in der Neumondnacht vom 7. auf den 8. August, hier simuliert für Darmstadt um 02:00 MESZ, Quelle: Michael Khan via Stellarium
Uranus, Neptun, Jupiter und Saturn in der Neumondnacht vom 7. auf den 8. August, hier simuliert für Darmstadt um 02:00 MESZ, Quelle: Michael Khan via Stellarium

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

2 Kommentare

  1. Wenn man bedenkt, dass Neptun 164 Jahre braucht , um die Sonne zu umkreisen und dass man dann gleichzeitig den Mond und den Jupiter und den Saturn sieht, das ist schon gewaltig.
    Anmerkung: Uranus und Neptun konnte ich auf der Aufnahme nicht entdecken.

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