ATT 2017 in Essen

Zu den Treffpunkten, für die Amateurastronomen auch weitere Anfahrtwege in Kauf nehmen, zählen Teleskoptreffen – und Astromessen. Zum nunmehr 33sten Mal fand am vergangenen Samstag (dem 13. Mai 2017) der ATT in Essen statt.

“ATT” steht für “Astronomischer Tausch- und Trödeltreff”. Nun ist der Name des von der Walter-Hohmann-Sternwarte Essen e.V. veranstalteten ATT seit 1983 unverändert. Das Konzept aber wandelte sich über die Jahre hin zu einer Astronomiemesse, die all das bietet, wovon der Amateurastronom gerne träumt: Teleskope, Montierungen, Spektive, Ferngläser, Zubehör, Kameras, Astroreisen, astronomische Lektüre, Meteorite, Antiquarisches, Unerwartetes, Schönes, Lustiges… Und natürlich sind ATT oder AME eine wunderbare Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten, Herstellern, Händlern, Volkssternwarten, Astro-Vereinen auszutauschen.

Ich war wie in den Jahren zuvor auch auf diesem ATT im Auftrag von “Sterne und Weltraum” mit Notizblock & Kamera vor Ort. Hier zeige ich einige Impressionen dieser Messe, die mir in diesem Jahr etwas dünner besucht schien als jene in den Vorjahren.

Sämtliche Fotos in diesem Blogpost: Stefan Oldenburg

Bilder 1 bis 3: Vor dem Eingangsbereich des Gymnasiums Stoppenberg und an der Kasse:

Bilder 4 bis 6: In der Aula der größte Ausstellerstand der Messe von Baader Planetarium:

Bilder 7 und 8: Stefan Königs Meteoriten begeistern jeden:

Bild 9: Diskussion:

Bilder 10 bis 13: Einige der vielen Klassenräume, in denen Gebrauchtgeräte aller Art, antiquare Bücher und Zeitschriften und tausenderlei spannende Dinge feil geboten werden:

Bild 14: Bild mit angeschnittenem Kreuz, angeschnittenem Teleskop und angeschnittenem Paparazzo:

Bild 15: Hier scheint noch Überzeugungsarbeit nötig:

Bilder 16 und 17: Star Wars Episode III:

Bild 18: Diskreter Tausch:

Bild 19: Spheretec bietet seit vielen Jahren selbst entwickeltes Zubehör für Sterngucker an, hier eine LED-Kopfleuchte:

Bilder 20 und 21: Refraktor oder Reflektor?

Bilder 22 und 23: Am Stand von “Sterne und Weltraum”:

Bild 24: Hier eine Astrophysikerin beim Glücksspiel:

Bilder 25 und 26: Das Steckplanetarium der Füssener Sternfreunde:

Bild 27: Am Stand von Intercon Spacetec. Eine Go-To-Montierung, die dem Beobachter das Aufsuchen von Himmelsobjekten einfach macht – oder aus der Hand nimmt. Wie man es sehen mag:

Bild 28: Mit diesem winzigen Fernglas von Vixen – dem SG 2,1 x 42 – muss man einfach selbst mal in einer Neumondnacht in die Milchstraße abtauchen, um seinen Reiz zu erkennen, der in Worte nur schwer zu fassen ist. Dieses Fernglas ist mit seiner riesigen Austrittspupille – die weit größer ist als die maximale, nachtadaptierte Pupillengröße jedes Menschen – zwar eine Art Oxymoron, man sieht aber bei riesigem Gesichtsfeld erheblich mehr als mit bloßem Auge:

Bild 29: Am Stand von Intercon Spacetec: Das Fujinon MT 10 x 70 als Messeangebot. Mein erstes Astronomiefernglas, das FMT 10 x 70, das ich 1996 bei einem Besuch in Augsburg kaufte, schätze ich noch immer außerordentlich, wenngleich sich der lichtverschmutzte Sternenhimmel heute leider nur noch selten für 7 mm Austrittspupille eignet:

Bild 30: Am Stand des Oculum Verlags:

Bild 31: Eine Firmenidee, der ich viel Erfolg wünsche: Teleskop-Leasing:

Bild 32: Im Keller des Gymnasiums Stoppenberg:

Bild 33: Historische Teleskope:

Bild 34: Am Stand von Bresser:

Bild 35: Über diese kleinen Spektive von Celestron schwärmte ich bereits in meinem Bericht zur AME im vergangenen Jahr. Man sieht diese Spektive mit Öffnungen von 50 bzw. 56 mm und Zoomokular kaum, so winzig sind sie. Vielleicht denkt man, “was für ein Spielzeug”. Dann schaut man hindurch … und ist von der hohen Abbildungsleistung beeindruckt. Ich erwarte in den kommenden Tagen ein Paket oder vielmehr ein kleines Päckchen…

Bilder 36 bis 40: In der Aula:

Bild 41: Baltes & Erbe sind mit ihren Darbietungen elektronischer Musik fester Bestandteil des ATT:

Bild 42: Okularvergleich:

Bild 43: Okulare von Explore Scientific. In der Mitte erkennbar: Das 30-mm-Okular der 100°-Serie, das angesichts seiner Dimensionen einen 3″-Okularauszug benötigt:

Bilder 44 und 45: Ausstellerstände in der Aula:

Bilder 46 bis 48: Ein intensives Kundengespräch am Stand vom Albireo Verlag, Köln:

Die Fotos, die ich in diesem Blogpost zeige – ich nahm sie durchweg bei vorhandenem Licht und ohne Blitz auf – sind Teil eines Auftrags für “Sterne und Weltraum”. Von einigen der dargestellten Besucher habe ich daher die Genehmigung zum (eventuellen) Abdruck eingeholt, aber natürlich nicht von allen. Sollte jemand Anstoß an dem ein oder anderen Foto in diesem Blogpost nehmen, so bitte ich um Mitteilung, und ich werde das entsprechende Bild entfernen.

Clear Skies, Stefan Oldenburg

Blogpost AME 2016 in Villingen-Schwenningen
Blogpost ATT 2016 in Essen
Blogpost ATT 2013 in Essen

Astronomische Themen begeistern mich seit meiner Kindheit und ich freue mich, Zeuge des goldenen Zeitalters der Astronomie zu sein. Spannende Entdeckungen gibt es im Staccatotakt, aber erst im Erkunden unserer kosmischen Nachbarschaft mit den eigenen Augen liegt für mich die wirkliche Faszination dieser Wissenschaft. "Clear Skies" lautet der Gruß unter Amateurastronomen, verbunden mit dem Wunsch nach guten Beobachtungsbedingungen. Deshalb heißt dieser seit 2007 bestehende Blog "Clear Skies".

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Auch dieses Mal wieder tolle Fotos vom ATT: Stimmungsvoll und sensibel, den richtigen Augenblick getroffen, die kleinen aber wichtigen Details aufgespürt, die Leidenschaft der Besucher eingefangen. Chapeau !

  2. Super, leider sind die guten Teleskope in unseren Städten rausgeworfenes Geld.
    Falsch! Neulich ist mir ein Fotograf begegnet, mit einem Teleskop und einem Superkamerateleobjektiv.
    Ich fragte ihn wer die besseren Fotos macht, das Kameraobjektiv oder das Teleskop mit Kameraadapter.
    Seine eindeutige Antwort, das Teleskop mit Kameradapter macht die besseren Fotos. (Ich meine jetzt Teleaufnahmen bei Tageslicht) wenn Sie also mal die Wahl haben.
    Für die Nacht habe ich ein kleines Spiegelteleskop mit 75 mm Durchmesser. Das reicht und es ist klein und handlich. In 1 Minute aufgebaut.

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