Wissenschaftskommunikation hoch 3: Weiter geht’s!

Ein kleines Update zur Arbeit unserer AG: Nachdem die Nachlese zum öffentlichen Workshop im März weitgehend abgeschlossen ist, treffen sich die Mitglieder der AG am 7./8. Juni zu ihrer nächsten Sitzung. Für den regen persönlichen wie virtuellen Austausch schon jetzt ein Dankeschön an alle Kommentatoren!

Wie bei anderen Arbeitsgruppen der Akademien üblich, werden sich die Mitglieder der AG nun bemühen, aus den gesammelten Informationen, Meinungen und Analysen Empfehlungen und Thesen zu formulieren. Die vorliegenden Übersichtsarbeiten (Expertisen-Entwürfe von Jan-Hinrik Schmidt, Henning Lobin und Klaus Beck / Leyla Dogruel) werden hier ebenso einfließen wie die vielen Experten-Anhörungen, Kommentare und der Input unseres öffentlichen Workshops in Berlin. Jenseits der AG-Treffen haben wir uns natürlich auch in der Zeit danach immer wieder ausgetauscht, weitere Literatur gesichtet und ein (vorerst letztes) internes Expertengespräch geführt, in diesem Fall mit Dirk Helbing (ETH Zürich).

Analog zur ersten Projektphase plant und formuliert die Gruppe nun gemeinsam einen ersten Entwurf für eine Stellungnahme [vgl. www.acatech.de/de/publikationen/stellungnahmen/kooperationen/detail/artikel/zur-gestaltung-der-kommunikation-zwischen-wissenschaft-oeffentlichkeit-und-den-medien-empfehlungen.html], ganz konkret zu „Bedeutung, Chancen und Risiken der sozialen Medien in der Wissenschaftskommunikation“. Vertieft wird das Thema erneut in einem ausführlicheren Sammelband, in dem neben den schriftlichen Expertisen einige Mitglieder der Arbeitsgruppe selbst schreiben und zusätzlich externe ExpertInnen als Autoren angefragt sind. Wie es im Sinne der wissenschaftlichen Qualitätssicherung üblich ist, wird der AG-Entwurf für eine Stellungnahme dann von externen Gutachtern begutachtet. Sobald dieser Review-Prozess abgeschlossen ist (voraussichtlich im Frühjahr 2017), wird die Stellungnahme zusammen mit dem Sammelband veröffentlicht. Beide werden dann komplett als Open Access-Publikationen verfügbar sein.

Noch also ist Zeit für weitere Anregungen und Kommentare – auch über diesen Blog: Welche ganz konkreten Empfehlungen würden Sie Politik und gesellschaftlichen Akteuren, Wissenschaft und Wissenschafts-PR, Vertretern klassischer und sozialer Medien geben? Wo sehen Sie dringend weiteren Forschungsbedarf zu „Bedeutung, Chancen und Risiken der sozialen Medien in der Wissenschaftskommunikation“?

Wir freuen uns auch weiterhin über Ihren Input – und halten Sie auf dem Laufenden!

Die Sprecher der AG

Reinhard Hüttl, Peter Weingart und Holger Wormer

Prof. Dr. Peter Weingart Peter Weingart ist emeritierter Professor für Soziologie (Wissenschaftssoziologie und -politik) an der Universität Bielefeld. Er hat Soziologie, Volkswirtschaftslehre und Staatsrecht in Freiburg, Berlin und Princeton studiert. Neben der Position als Professor an der Universität Bielefeld war er von 1993 bis 2009 Direktor des Instituts für Wissenschafts- und Technikforschung (IWT). Er ist zudem Managing Editor des Yearbook Sociology of the Sciences und seit 2007 Editor der Zeitschrift Minerva. Von 1989 - 1994 hatte Prof. Weingart die Position des Direktors des Zentrums für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) inne. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech. Seit 2015 hat er den South African Research Chair for Science Communication an der Stellenbosch University.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Peter Weingart schrieb (6. Juni 2016):
    > „Bedeutung, Chancen und Risiken der sozialen Medien in der Wissenschaftskommunikation“.
    > […] Zeit für weitere Anregungen und Kommentare – auch über diesen Blog:
    > Welche ganz konkreten Empfehlungen würden Sie Politik und gesellschaftlichen Akteuren, Wissenschaft und Wissenschafts-PR, Vertretern klassischer und sozialer Medien geben?

    Danke für die Möglichkeit, auf diese Aufforderung öffentlich, auffindbar und (hoffentlich) archiviert reagieren zu können.

    Meine konkrete Empfehlung ist, allen, denen durch die Erhebung des sogenannten Rundfunkbeitrags die Fähigkeit zur Inanspruchnahme von Kommunikationsmedien zugestanden ist, auch (wahlweise in Anspruch zu nehmende) konkrete technische Möglichkeiten zur Verfügung zu stellen, sich öffentlich auffindbar, archiviert und verantwortlich zu äußern und dadurch ggf. zu kommunizieren;
    im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen,
    finanziert durch einen geeigneten Anteil des Beitragsaufkommens,
    nicht zuletzt betreffend wissenschaftliche Themen.

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