Stellarium 1.1

[deutsche Version unten]

On Monday, October 31, 2022, at the ISAAC/SIAC “Oxford-12″ conference on Cultural Astronomy in La Plata, Argentina, the Stellarium Developer Team could finally celebrate the long-expected release of Stellarium 1.0 with international community of scientific peers and colleague users. At that time, version 1.1 was already published.

The Stellarium developer team consists of a handfull of active people. Georg Zotti (left in the picture below) was at that conference and was the lucky person to whom the congratulations were told by the vivid community of scientist users. The wine at the reception of this conference was sponsored by the Stellarium Team.

From left to right: Georg Zotti (LBI ArchPro), Prof.em. Clive Ruggles (U. Leicester), Gail Higginbottom, César A. González-García (INCIPIT). Image courtesy Gail Higginbottom.

History of Development

Stellarium is a planetarium software with a broad international user community. The software development project was launched in 2000 by the French student of computer science, Fabien Chéreau, who later became a professional developer working for several research institutions (including ESO etc) and finally launching his own enterprise. An open source branch of the original Stellarium development project is currently maintained by some scientists with academic backgrounds in STEM education/ didactics, virtual archaeology, history of astronomy, ethnology, cultural studies and astrophysics, and of course by many contributions of amateur astronomers. Therefore, the software is developed in particular for cultural astronomy, archaeoastronomy and educational purposes – for a huge, divers and global community. 

The current main developer, Alexander Wolf, is a very industrious and engaged person but he cannot travel. The second main developer, Georg Zotti, represents the developer team on the international stage with scientific papers and talks for public and conference audiences. 

screenshot while loading

Milestone “Version 1”

In software development, generally a “version 1” designates the achievement of a milestone.

In this case, Stellarium’s astronomical computations reached the high level of accuracy required for historical investigations and simulations. In addition, by modernizing and upgrading the source code to work with the Qt6 framework, the software should be ready for its incredible third decade. The Stellarium team and the tremendously active user community still have many ideas for further improvements.

The free and open-source desktop planetarium Stellarium provides unique features for cultural astronomy and is available from https://stellarium.org. Stellarium is available for all major desktop computing platforms and is downloaded more than a million times per year.

Stellarium has four releases per year: one at each solstice and each equinox.

(this post: Georg Zotti and Susanne M Hoffmann)

GERMAN – Deutscher Text

Am Montag, den 31. Oktober 2022, konnte das Stellarium-Entwicklerteam auf der ISAAC/SIAC-Konferenz “Oxford-12” über kulturelle Astronomie in La Plata, Argentinien, endlich die lang erwartete Veröffentlichung von Stellarium 1.0 mit der internationalen Gemeinschaft von wissenschaftlichen Kollegen und Nutzerkollegen feiern. Zu diesem Zeitpunkt war die Version 1.1 bereits veröffentlicht.

Das Stellarium-Entwicklerteam besteht aus einer Handvoll aktiver Leute. Georg Zotti (links im Bild unten) war auf dieser Konferenz und war der Glückliche, dem die Glückwünsche der lebendigen Gemeinschaft der wissenschaftlichen Nutzer übermittelt wurden. Der Wein beim Empfang dieser Konferenz wurde vom Stellarium-Team gesponsert.

Stellarium ist eine Planetariumssoftware mit einer breiten internationalen Nutzergemeinschaft. Das Softwareentwicklungsprojekt wurde im Jahr 2000 von dem französischen Informatikstudenten Fabien Chéreau ins Leben gerufen, der später als professioneller Entwickler für verschiedene Forschungseinrichtungen (u. a. ESO) arbeitete und schließlich sein eigenes Unternehmen gründete. Ein Open-Source-Zweig des ursprünglichen Stellarium-Entwicklungsprojekts wird derzeit von einigen Wissenschaftlern mit akademischem Hintergrund in den Bereichen MINT-Bildung/-Didaktik, virtuelle Archäologie, Geschichte der Astronomie, Ethnologie, Kulturwissenschaften und Astrophysik und natürlich durch viele Beiträge von Amateurastronomen gepflegt. Die Software wird daher insbesondere für die Kulturastronomie, Archäoastronomie und Bildungszwecke entwickelt – für eine große, vielfältige und globale Gemeinschaft. 

Der derzeitige Hauptentwickler, Alexander Wolf, ist ein sehr fleißiger und engagierter Mensch, aber er kann nicht reisen. Der zweite Hauptentwickler, Georg Zotti, vertritt das Entwicklerteam auf dem internationalen Parkett mit wissenschaftlichen Arbeiten und Vorträgen vor Publikum und Konferenzpublikum.

In der Softwareentwicklung bezeichnet eine “Version 1” das Erreichen eines Meilensteins.

In diesem Fall erreichten die astronomischen Berechnungen von Stellarium das hohe Maß an Genauigkeit, das für historische Untersuchungen und Simulationen erforderlich ist. Durch Modernisierung und Upgrading des QuellCodes auf das Qt6 Framework sollte die Software nun auch für ihre – unglaublich(!) dritte(1) Dekade bereit sein. Das Stellarium-Team und die ungeheuer aktive Nutzergemeinschaft haben noch viele Ideen für weitere Verbesserungen.

Das freie und quelloffene Desktop-Planetarium Stellarium bietet einzigartige Funktionen für die Kulturastronomie und ist unter https://stellarium.org erhältlich. Stellarium ist für alle wichtigen Desktop-Computerplattformen verfügbar und wird jedes Jahr mehr als eine Million Mal heruntergeladen.

Stellarium hat vier Releases pro Jahr: eins an jedem Solstitium und jedem Äquinoktium. Es lohnt sich also, öfter mal reinzuschauen und ein Update zu holen!

Avatar-Foto

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar