Schlaflos!

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Das menschliche Miteinander auf der Couch
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Drei Uhr morgens, zerwühlte Bettlaken, wirres Harr und kein Auge geschlossen … Die gefürchtete Dämonin der Nacht ist zu Besuch: Insomnia.

Unser Bedürfnis nach Schlaf lässt sich nicht ignorieren. Nach ein paar Nächten mit dieser Bettgenossin sind wir in unserem Alltag ernsthaft beeinträchtigt: unsere Fähig- und Fertigkeiten, unser Gedächtnis, unser Erinnerungsvermögen, unsere Ausdauer, unsere Lernfähigkeit, unsere Gesundheit nehmen beträchtlich ab. Wir fühlen uns wie gerädert und sind in der Regel unausstehlich.

Dafür sorgt auf der einen Seite das homöostatische System in Abhängigkeit davon, wie lange man wach ist und wie aktiv man zu dieser Zeit war. Auf der anderen Seite führt die körpereigene Uhr durch Tages– und Nachtrhythmus. Besonders wach und aufmerksam sind wir zwischen 18 und 20 Uhr und am schläfrigsten sind wir von 4 bis 6 Uhr in der Früh.

Der Feind in deinem Bett

Schlaflosigkeit ist das Monster der Erwachsenen, welches in der Dunkelheit Angst und Schrecken verbreitet. Spielman, Experte für Schlafmedizin aus New York, sagt „Manipulating the circadian rhythm with bright lights in the morning or melatonin in the evening can help“. Das homöostatische Sytem lässt sich durch Beeinflussung der Körpertemperatur überlisten. Übungen am Morgen, die den Körper erhitzen, machen wach. Ein warmes Bad vor dem Schlafengehen wirkt Wunder.

Von Schlaflosigkeit sprechen Experten, wenn man sich 30 Minuten oder mehr in den Kissen wälzt und keinen Schlaf findet oder wenn man mindestens drei Mal die Woche 30 Minuten oder länger nachts in der Wohnung herumtigert, weil man aus dem Traumzauberland geworfen wurde. Bist du allerdings trotz dieser nächtlichen Gewohnheiten am nächsten fit und munter ist Insomnia nicht dein Problem.

Gute Nacht.

Quelle: Psychology Today, How to Get Great Sleep

(kat)

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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