Belohnungsaufschub

Psychologieblog

In den 60iger Jahren fragte sich ein Persönlichkeitspsychologe, ob es für den Erfolg im Leben vorteilhafter sei, seinen Bedürfnissen sofort nachzugehen oder sie für ein höheres Ziel aufzuschieben. Walter Mischel, zu dieser Zeit Professor an der Stanford-Universität, entwickelte zu diesem Zweck eine Versuchreihe, die kleine Versuchspersonen vor eine schwierige Entscheidung stellt. Er gab Vier- bis Sechsjährigen einen Marshmellow mit zwei Optionen: Entweder sie können den Marshmellow sofort essen, oder sie warten 20 Minuten bis der Versuchsleiter zurückkommt und bekommen dann als Belohnung einen zusätzlichen Marshmellow.

Einigen Kindern gelang es besser als anderen der Versuchung zu widerstehen. Mischel beobachtete, dass die Fähigkeit zum Belohnungsaufschub scheinbar mit besseren Schulnoten, Stressresistenz und Selbstbewusstsein zusammenhängt. In vielen verschiedenen Varianten des Experiments beobachtete er, wie sich die Kinder entschieden und welche Strategien die kleinen Probanden anwendeten, um die Aufgabe zu meistern. Einen Einblick zeigt dieser süße Mitschnitt:

 

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

2 Kommentare

  1. Ob diese Untersuchung Spaß gemacht hat? Zuzusehen, wie die kleinen Kinder mit der Versuchung kämpfen. Aber die Triebbeherrschung ist sehr wichtig. Gerade in unserer Gesellschaft ist vieles vorhanden. Das weckt ja ständig Begehrlichkeiten, den man nicht immer nachkommen kann und sollte.

  2. Selbst-Disziplin

    Ich weiß dass viele Menschen das Wort Selbst-Disziplin nicht mögen. Aber ich finde es ist wichtig diszipliniert zu sein, und Belohnungsaufschub ist ein ganz wichtiger Bestandteil davon.
    Wir kennen sicherlich alle einen Menschen in unserem Umfeld, der nicht imstande ist seine Impulse zu kontrollieren.
    Selbstdisziplin heißt ja nicht, auf alles zu verzichten, sondern einfach auf die kleine Freude zugunsten einer größeren Freude zu verzichten.

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