Wenn der Damm bricht

Der Mensch siedelt gerne in der Nähe von Wasser. Das birg gewisse Risiken, und um das Wasser gegebenenfalls nicht im Vorgarten zu haben, baut der Mensch dann Dämme. So ein Damm ist eine feine Sache, zumindest solange er hält. Denn wenn er bricht, wird es unschön. Doch was steckt eigentlich dahinter? Wann und wie brechen Dämme?

Schon lange versucht der Mensch, mit Hilfe von Dämmen und Deichen die Fluten zu bändigen oder Seen aufzustauen. Hier in Deutschland besonders entlang der Küsten und Flüsse. Normalerweise halten die Dämme, doch es kommt immer wieder vor, dass ein Damm oder Deich den Belastungen nicht gewachsen ist. Doch was spielt sich dabei im Inneren eines Dammes ab?

Die Frage ist nicht so leicht zu beantworten. Aber ein einfaches Modell gibt einen guten Hinweis. In diesem Fall wurde als Schülerprojekt ein einfacher Sanddamm in einem Glasbecken errichtet.

Man kann in dem Video gut erkennen, wie das Wasser langsam in den Damm eindringt. Erst als das eindringende Wasser die andere Seite des Dammes erreicht, verliert der Damm seine Stabilität und der verbleibende trockene Bereich beginnt, abzurutschen. Der Damm bricht.

Dies ist ein relativ typisches verhalten für Erddämme.Das macht auch so gefährlich, wenn Hochwassersituationen zum Beispiel an Flüssen über längere Zeiträume oder rasch hintereinander auftreten. Die Dämme durchweichen und können dann leicht brechen.

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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