Sioux Quarzit

Dort, wo die US-amerikanischen Bundesstaaten Iowa, South Dakota und Minnesota aufeinander treffen, steht ein rötliches, sehr hartes Gestein an, der Sioux Quarzit.


Sioux Falls Park in der gleichnamigen Stadt, South Dakota. Eigenes Foto

Die hohe Festigkeit des Gesteins nutzen die amerikanischen Ureinwohner, um daraus zeremonielle Pfeifen herzustellen. Die europäischen Einwanderer schätzten seine Härte als Baumaterial. Viele Gebäude wurden aus dem Sandstein errichtet. Auch heute noch wird der Sioux Quarzit in Steinbrüchen gewonnen, z.B. in Jasper, Minnesota.

Ursprünglich war der Quarzit ein sehr quarzreicher Sand, der in einem verflochtenen Flusssystem am Südwestrand des Laurentia genannten nordamerikanischen Kratons abgelagert wurde. Das Ganze fand im Proterozoikum statt, im Zeitraum vor 1640 bis 1760 Mio. Jahren. Dieses Flusssystem muss über sehr lange Zeiträume stabil geblieben sein, denn die Mächtigkeit des Soiux Quarzites ist mit gut 3000 m sehr groß. In dem selben Zeitraum wurden im amerikanischen mittleren Westen auch vergleichbare Sandsteine und Quarzite abgelagert.

Gut erkennbare Kreuzsschichtung im Sioux Quarzit. Blue Mounds State Park, Minnesota, USA ,
Foto: Awickert (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sioux_Quartzite.jpg), „Sioux Quartzite“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode

Einer der vielleicht schönsten Aufschlüsse für dieses Gestein befindet sich in der Stadt Sioux Falls am Big Sioux River. Dieser Fluss muss auf dem Gebiet der Stadt eine Klippe aus dem Quarzit überwinden.

Auch heute noch kann man vereinzelt im Sioux Falls Granit Kreuzschichtung erkennen, auch im Bereich des Sioux Falls Park, ein Umstand, dem ich bei meinem Besuch leider nicht die nötige Aufmerksamkeit schenkte.

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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