Das neue Gesicht der “Nature”

Nichts ist tödlicher für Zeitschriften, als Langeweile. Schliesslich isst das Auge ja immer mit. Daher ist es wichtig, einem wachsenden und sich veränderndem Markt stets anzupassen. Dabei sollen Übersichtlichkeit und Inhalt immer im Vordergrund stehen.

Die Zeitschrift „Nature“ hat daher mit der aktuellen Ausgabe vom 23. September einen relaunch ihres Online-Auftritts und der Print Ausgabe durchgeführt. Auf den ersten Blick zeigt sich das neue Design gradlinig und klar. Die Suche und Navigation zu den einzelnen Themen ist deutlich einfacher als auf der alten Seite, die Gliederung einfacher und schneller verständlich. Der Inhalt tritt auf diese Weise mehr in den Vordergrund.

Dazu trägt auch eine veränderte Gliederung bei. So finden sich redaktionelle Inhalte wie die Leitartikel und Zusammenfassungen aktueller wissenschaftlicher Entwicklungen jetzt im Bereich „This Week“, genau so wie die neue Rubrik „World View“, in der externe Autoren Einblicke in aktuelle Themen geben. Die frei zugänglichen Zusammenfassungen der wissenschaftlichen Paper finden sich im Bereich „Research.

Mir persönlich gefällt der neue Auftritt von „Nature“ recht gut. Er erleichtert die Orientierung und ist in einer sehr ansprechender Optik gehalten.  Damit dürfte es der Zeitschrift nicht schwer fallen, auch weiterhin ihren hohen Standard zu halten.

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Seit wann hat denn die Nature ein hohes Niveau lol???

    Nature + Science = Inzestverein fuer schlechte Akademiker + Populaerwissenschaft fuer seichte Journalisten

    Wer das anders sieht, ist kein Wissenschaftler, sondern nennt sich nur so.

  2. @Tobias

    Naja, komm, wie bloggen hier ja nicht im Auftrag von Spektrum, wir sind frei und unabhängig in der Themenwahl. Wenn ich bei blogspot einen Artikel über Google schreibe, muss ich darunter auch keinen Disclaimer setzen, oder?

    Mir zumindest war gar nicht bekannt, dass NPG zu Holtzbrinck gehört.

    @wissenschaftler
    LOL, komisch nur, dass alle in Nature, Science, PNAS und JMB publizieren wollen. Nur weil sie nie auch nur ins Review geschafft haben, muss da ja nicht heißen, das das Journal doof ist … 😉

  3. @ Martin: Nature & Wissenschaftlichkeit

    Ich finde es aber interessant, einmal darüber nachzudenken, wer bei Nature (und Science; bei PNAS weiß ich es nicht; von JMB habe ich noch nie gehört) die Entscheidung trifft, welches Paper überhaupt in den Review geht und welches nicht. Das sind erst mal angestellte Redakteure und keine wissenschaftlichen Kollegen. Dass diese beiden Gruppen wissenschaftliche Papiere unter unterschiedlichen Gesichtspunkten bewerten, halte ich für offensichtlich. Übrigens sprach Harald Lesch Science und Nature auf einer Bonner Tagung im letzten Jahr den Status des “peer reviews” ab.

    Ferner stimmt es auch nicht, dass alle Wissenschaftler dort publizieren wollen. Mein alter Chef hat sich das von mir gewünscht. Ich fand es aber unsinnig, ein Paper dort einzureichen, das 1) m.E. nicht von allgemeinem Interesse war, 2) auch keine außerordentlich bahnbrechenden Daten enthielt, 3) ich ferner so weit hätte runter kürzen müssen, dass das Meiste, was ich daran interessant fand, auf der Strecke geblieben wäre und 4) daher m.M.n. viel besser in einem wisseschaftlichen Fachmagazin aufgehoben wäre, wo es inzwischen auch publiziert wurde.

  4. @ Martin: P.S. Hinweise

    Naja, komm, wie bloggen hier ja nicht im Auftrag von Spektrum, wir sind frei und unabhängig in der Themenwahl. Wenn ich bei blogspot einen Artikel über Google schreibe, muss ich darunter auch keinen Disclaimer setzen, oder?

    Auf allen (Unter-)Seiten der SciLogs-Portale befindet sich meines Wissens ein “powered by Spektrum” usw. Logo und das ist meiner Meinung nach auch gut so.

    Vielleicht ist es naiv, wenn ich denke, dass die meisten Blogger unabhängig sind und darunter verstehe, dass sowohl die Themenauswahl als auch die Beschreibung selbst ohne redaktionelle Beteiligung zustandekommen. Mir scheint aber, dass ein Hinweis Verdachtsmomente ausräumen würde, wenn sich die Redaktion eben doch einmal beteiligt. So habe ich es im Übrigen bei den “Bloggewittern” immer verstanden und das schien mir gut zu funktionieren.

    Es gab doch durchaus schon Fälle in der deutschen Blogosphäre, in denen ein Blogger von einem Portal ausgeschlossen wurde, dessen Beiträge auf Dauer der Redaktion ein Dorn im Auge waren.

    Ich persönlich habe zwar bisher von jeder Spektrum-Mitarbeiterin und jedem Spektrum-Mitarbeiter einen höchst integren Eindruck gewonnen, habe aber beispielsweise auch schon von in einem Fall von einem kritischen Bericht über ein Präparat eines Sponsoren abgesehen, um den “Hausfrieden” nicht zu gefährden.

    Ich denke, Unabhängigkeit ist ein Gut, das in verschiedenen Ausprägungen auftreten kann. Und am Ende gibt es in jedem gewinnorientierten Unternehmen doch jemanden, der darauf schaut, dass die Zahlen stimmen — das scheint mir eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit.

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