Kurz & Knapp, KW 24/2016: Soyuz, Erdbeobachtung, Principia-SpaceDiary & mehr

1. Noch vor Australien hat Neuseeland eine eigene Raumfahrtagentur gegründet:
“The New Zealand Government has announced the development of a new regulatory regime for space and high altitude activities. It will ensure the development of a peaceful, safe, responsible and secure space industry that meets New Zealand’s international obligations. The space and high altitude regulatory regime will include a new law – The Outer Space and High Altitude Activities Bill which is scheduled to be introduced in the House in August 2016, a treaty with the United States – the Technology Safeguards Agreement (TSA) and Accession to the United Nations Convention on Registration, both of which are currently undergoing Parliamentary treaty examination.”
=> http://www.mbie.govt.nz/info-services/sectors-industries/space

2. Projekt TeSeR: Airbus geht das Weltraumschrott-Problem an
“A new European project has been given the ambitious goal of cleaning up space for future generations. The Technology for Self-Removal of Spacecraft (TeSeR) program, introduced in May 2016, is being held to develop a prototype for a module which will ensure that a defunct spacecraft possesses no danger for other vehicles in space.”
=> http://www.spaceflightinsider.com/missions/earth-science/europe-develops-self-removal-technology-spacecraft/
(Zur Erinnerung, was da momentan so alles rumfliegt: “Stuff in Space is a realtime 3D map of objects in Earth orbit“)
http://stuffin.space/

3. Wie funktioniert das eigentlich mit den Soyuz-Kapseln?
Dieses Video erklärt’s: “Soyuz undocking, reentry and landing explained”

4. Das Erdbeobachtungsprogramm der ESA – eine schöne Übersicht:
“Der Drang nach neuen Erkenntnissen steigert den Bedarf an präzisen Satellitendaten, die für vielfältige praktische Anwendungen zur Beobachtung und zum Schutz der Umwelt benötigt werden. Exakt solche Daten stellt das Erdbeobachtungs-Programm der ESA zur Verfügung. Es umfasst einen Forschungs- und Entwicklungsbereich, der vor allem die Earth Explorer-Missionen beinhaltet. Hinzu kommt ein Erdbeobachtungsbereich, der die Bereitstellung von Erdbeobachtungsdaten zur operativen Nutzung zum Ziel hat.”
=> http://www.esa.int/ger/ESA_in_your_country/Germany/Das_Erdbeobachtungsprogramm_der_ESA

5. Die NASA beschäftigt sich nur mit Raketen & Co.? Falsch.
“NASA challenge aims to grow human tissue to aid in deep space exploration”
=> http://www.spacenewsfeed.com/index.php/component/content/article?id=6421:nasa-challenge-aims-to-grow-human-tissue-to-aid-in-deep-space-exploration

6. Perfekt für die Regentage: Das ClearSky-Blog hat Bastelanleitungen (nicht nur) für Kinder zusammengetragen:
“Zum einen möchte ich astronomische Bastelbögen (Astronomie) beschreiben. Diese zeigen die Zusammenhänge und erklären z.B. Jahreszeiten und andere Himmelsphänomene. Zum anderen wird es den Bereich Raumfahrt geben. Hier gibt es viele Anleitungen zu bestimmten Raumsonden die man basteln kann.”
=> http://www.clearskyblog.de/2016/01/07/astronomische-bastelanleitungen-fuer-kinder/

7. Das Tagebuch der Principia-Mission des britischen Astronauten Tim Peake steht samt Zusatzmaterial für Lehrer zum Download bereit:
=> http://principiaspacediary.org/lessons/

Ute Gerhardt hat nach dem Abitur einen B.A. in Wirtschaft, Sprachen und Politik an der Kingston University sowie eine Maîtrise in Industriewirtschaft an der Universiät Rennes abgeschlossen. Seit 1994 arbeitet sie in der Privatwirtschaft, derzeit im IT-Bereich. Ute hat zwei Kinder (*2005 und 2006) und interessiert sich neben Raumfahrt und Astronomie auch für Themen aus den Bereichen Medizin und Biologie.

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  1. Guten Morgen,
    danke für die Linktipps und natürlich für den Link auf die Bastelanleitungen für Kinder in meinem Blog.
    Die anderen Tipps sind echt gut und ich kannte den einen und anderen noch gar nicht.
    LG und einen schönen Tag wünsche ich noch.
    Stefan

    • Danke gleichfalls, und ich danke fürs Zusammentragen der Bastelbögen. Eine Papp-Rosetta sitzt schon bei uns auf dem Bücherregal. 🙂

  2. Auch in KW 24/2016: Planetary Resources and the Government of Luxembourg Partner to Advance the Space Resource Industry.

    Den Luxemburgern scheinen die Aussichten auf ganze Asteroiden aus reinem Platin es besonders angetan zu haben, denke ich mir. Offiziell tönt es aber aus Luxemburger Mündern so:

    «Exploiter les ressources des astéroïdes va changer la manière par laquelle on vit sur la Terre et dans l’espace. Le Luxembourg a pris acte de ce futur auquel on ne peut échapper. C’est un moment historique» a témoigné l’Américain Chris Lewicki, président et ingénieur en chef de Planetary Resources.

    Vielleicht war der Grund für das Engagement der Luxemburger auch nur der kostengünstige Einstieg in dieses Business:

    Le protocole se matérialise par une prise de participation de l’État luxembourgeois à hauteur de 25 millions d’euros, via la banque publique SNCI (Société nationale de crédit et d’investissement), dans le leader du secteur, par ailleurs financé par l’entrepreneur Larry Page, cofondateur de Google, et le réalisateur James Cameron.

    Solche Kooperationen von kleinen europäischen Regierungen mit privaten Raumfahrtunternehmen lässt den Gedanken aufkommen, dass Europa, vor allem mehrere europäische Länder auch ohne ESA etwas im Weltraum erreichen könnten – vielleicht sogar mehr als mit ESA.

    • In der Tat, diese Ankündigung der Luxemburger fand ich auch sehr spannend. Sie ist allerdings schon etwas älter. Ich meine sie bereits im Mai vertwittert zu haben. Die Kosten-Nutzen-Rechung der Luxemburger würde ich zu gerne mal einsehen.

      • Das Memorandum of understandig zwischen Luxemburg und Planetary Resources datiert auf den 13.06.2016. Allerdings begannen Gespräche schon im Februar. im Mai wurde dann die Partnerschaft mit Planetary Resources bekanntgegeben, am 3. Juni war kurz von 200 Milionen Euro als Regierungsinvestition die Rede und am 13. Juni wurde dann das jetztige Mou unterschreiben. Dabei äusserte sich Der Luxemburger Premier so:

        Luxembourg Deputy Prime Minister and Minister of the Economy, Étienne Schneider, stated: “The Government’s partnership with Planetary Resources is another ambitious public-private joint venture which demonstrates our strong commitment to support the national space sector by attracting innovative activities in space resource utilization and other related areas. The Grand Duchy has a renowned history in public-private partnerships. We joined the spacefaring nations in 1985 when Luxembourg became one of the founding shareholders of SES, a landmark for satellite telecommunications and now a world leader in this sector.”

        Inzwischen liest man Überschriften wie Visit scenic Luxembourg and mine a few asteroids

        Luxemburg kann viel gewinnen: Der Miniplanet Ceres mit seiner Oberfläche von 2,770,000 km2 wäre für Luxemburg (2’500 km2) ein rechter Zugewinn an extraterritorialer Zusatzfläche – gut geeignet als Offshoring-Bankenplatz (weil dem Zugriff der EU entzogen) oder als Ressourcenquelle für Raumschiffe, die von Neu-Luxemburg aus (zukünftige Hauptstadt von Ceres) das übrige Sonnensystem erkunden könnten.

    • Übrigens Amtssprachen im Grand-Duché de Luxembourg sind Französisch, Deutsch und
      Luxemburgisch. Das wäre doch auch eine Bereicherung der Sprachenvielfalt im Weltraum: Sprachfetzen in einem Gemisch von Luxemburgisch, Französich und Deutsch/Englisch.

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