Der überflüssige Skandal

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die Psychologie irrationalen Denkens
Gedankenwerkstatt

Wie macht man aus einer Peinlichkeit einen Skandal? Zum Beispiel, indem man möglichst ungeschickt versucht, alles still zu bereinigen. So etwas kommt auch in der Wissenschaft vor, wie der aktuelle Fall um die zurückgezogene Publikation des englischen Psychologen Stephan Lewandowski zeigt. Die Online-Zeitschrift Frontiers in Psychology zog das Paper „Recursive fury: Conspiracist ideation in the blogosphere in response to research on conspiracist ideation“ im März 2014 zurück, obwohl die Autoren damit keineswegs einverstanden waren. Die dann folgende Groteske machte aus der Sache einen weltweiten Skandal. Reine Opfer oder Helden gibt es nicht, jeder trägt Mitschuld an dem angerichteten Scherbenhaufen.

Hier zunächst die Fakten: Im Jahr 2012 veröffentlichten Stephan Lewandowsky, Klaus Oberauer und Gilles Gignac in der Zeitschrift Psychological Science eine Untersuchung über Verschwörungstheorien1 im Umfeld von Leugnern und Kritikern des Klimawandels. Die Veröffentlichung stieß in den Blogs von selbsternannten Skeptikern des Klimawandels auf scharfe Kritik. Im März 2013 veröffentlichten Lewandowsky und Oberauer zusammen mit John Cook und Michael Marriott das Paper2 „Recursive fury …“, in dem sie die Reaktion auf ihre frühere Studie in den Blogs der Klimaskeptiker aufarbeiteten.

Das führte zu Klagedrohungen von einigen der zitierten Blogbetreiber. Daraufhin zog die Redaktion der Zeitschrift Frontiers in Psychology nach einjähriger Beratung den Artikel am 27.3.2014 zurück. Sie betonte, das sei nur aus juristischen Erwägungen geschehen, wissenschaftlich und ethisch sei der Artikel nicht zu beanstanden. Die Autoren hätten Verständnis dafür, stünden aber zu ihrem Artikel und bedauerten die Einschränkung der akademischen Freiheit, die durch juristische Probleme bewirkt werden könne.

Dieser Kommentar führte zu scharfer Kritik an der Redaktion. Am 4.4.2014 veröffentlichten Constanza Zucca und Fred Fenter für den Herausgeber Frontiers eine weitere Erklärung zur Rücknahme des Papers. Man habe das Paper nicht länger verantworten können, das die Rechte der identifizierbaren Personen nicht ausreichend schütze. Insbesondere charakterisiere das Paper das Benehmen identifizierbarer Personen in einem psychopathologischen Zusammenhang.

Im Klartext: Es legt nahe, dass diese Personen geistig nicht ganz normal sind.

Jetzt hagelte es erst recht Kritik, und Henry Markram, der Gründer und Chefredakteur der Frontier-Zeitschriftengruppe, sah sich am 11.4. zu einer Stellungnahme veranlasst. Für Frontiers könne die Veröffentlichung der Identitäten von Menschen in einem wissenschaftlichen Paper ohne deren Zustimmung nicht gerechtfertigt werden, schrieb er. Binnen zwei Wochen änderte der Herausgeber damit seine Begründung für die Rücknahme zweimal in wesentlichen Punkten. Erst hieß es, die Veröffentlichung sei ethisch nicht zu beanstanden, nur eine Woche kam der Vorwurf, sie verletze die Rechte von Menschen. Am Ende sollte sie dann mit den ethischen Richtlinien der Zeitschriftengruppe unvereinbar sein. In einem Kommentar zu der Stellungnahme machte Markram noch einmal seine persönliche Meinung deutlich:

„Die Autoren des zurückgezogenen Papers und ihre Unterstützer erweisen der Klimawandel-Krise einen Bärendienst, wenn sie Menschen persönlich angreifen und sagen, dass es ethisch o.k. sei, sie in einer wissenschaftlichen Studie zu identifizieren. Sie haben einen fundamentalen Fehler gemacht, sich geweigert ihn zu beseitigen, und das hat die Studie zu Recht disqualifiziert … Warum hilft man den Straußen der Gesellschaft (gibt es immer) dabei, ihren Kopf in den Sand zu stecken? Warum konzentriert man sich nicht mehr auf die Wissenschaft des Klimawandels? … Glaubt irgendwer wirklich, dass eine öffentliche Bloßstellung („public lynching“) dabei hilft, irgendetwas voranzubringen? Wer sieht am Ende dabei wie der größte Idiot („biggest nutter“) aus? Ein Aktivismus, der Wissenschaft als Waffe benutzt, ist in einer Krisenzeit nicht sonderlich hilfreich.“ (auszugsweise Übersetzung, der englische Volltext steht im Kommentarbereich unter der verlinkten Stellungnahme)

Jetzt war die Forschergemeinde endgültig polarisiert, drei der ehrenamtlichen Mitglieder der Redaktion von Frontiers in Psychology erklärten ihren Rücktritt. Stephan Lewandowsky und seine Co-Autoren erhielten Solidaritätsbekundungen von Kollegen aus aller Welt.

 

Helden, Schurken und Feiglinge

Bis jetzt scheinen die Rollen klar verteilt: Da haben wir die Wissenschaftler, die unschuldig in das Visier hartnäckiger und klagewilliger Klimaleugner geraten sind, und mutig ihre Schlussfolgerungen verteidigen. Da sind die feigen Redakteure ohne Rückgrat gegenüber Klagedrohungen, und da ist ein Herausgeber, der sein Heil in der Vorwärtsverteidigung sucht.

Aber leider ist dies kein Roman, und die Dinge liegen deutlich komplizierter. Zunächst einmal ist Stephan Lewandowsky nicht nur Psychologe, sondern auch engagierter Umweltaktivist. Er schreibt unter anderem für den linksliberale englische Zeitung The Guardian (hier und hier). Die Diskussion um den Klimawandel wird in Australien, wo Lewandowski damals arbeitete, besonders giftig und persönlich geführt. Die Frontlinien sind klar verteilt: Die Leugner (oder wie sie selbst vorziehen: Skeptiker) aller Hinweise auf einen Klimawandel sind hauptsächlich unter den Befürwortern des freien Marktes zu finden. Sie halten die Warnungen vor einem Klimawandel für einen Vorwand, um die Wirtschaft mit Vorschriften zu fesseln. In Deutschland ist der Klimawandel auch in der Industrie weitgehend unumstritten (mit Ausnahmen, natürlich).

Lewandowsky war an der australischen Diskussion aktiv beteiligt, wie seine Zeitungsartikel belegen. Er forscht auch über Verschwörungstheorien, hat aber keine hohe Meinung von Menschen, die daran glauben. Auf dem Server des australischen Fernsehsenders ABC findet sich ein Beitrag von ihm, in dem er unter anderem ausführt: „Weil Verschwörungstheorien falsch sind, müssen sie immer komplexer und unhandlicher werden, weil mehr und mehr Gegenbeweise eingebaut werden müssen … Also kollabieren alle Verschwörungstheorien irgendwann unter ihrer eigenen Absurdität, bis nur ein kleiner Kader von unbelehrbaren Anhängern bleibt, die in einer ewigen unsinnigen Tretmühle immer die gleichen schalen ‚Beweise‘ austauschen, die niemanden mehr interessieren … Das gleiche Schicksal erwartet die Verschwörungstheorie, die als Klima-‚Skepsis‘ bekannt ist … Es wird immer Menschen geben, die glauben, dass Al Gore mittels heimlicher Strahlen von Pjöngjang aus Schmetterlingen die Paarung befiehlt. Aber das sind keine Menschen, die zu einer rationalen Gesellschaft im Informationszeitalter beitragen.“

Ich habe in meinem Buch, in vielen Artikeln und unzähligen Interviews immer wieder darauf hingewiesen, dass Verschwörungstheorien das Ergebnis von Vorurteilen und Stereotypen sind, die anderen Gruppen zugewiesen werden. Sie sind per se weder falsch noch richtig. Verschwörungstheorien gegenüber Juden werden deshalb beispielsweise seit Jahrhunderten wiederholt und geglaubt, auch wenn sie nachweislich falsch sind. Ferner ist die Verbreitung von Verschwörungstheorien situationsabhängig, wie man am Beispiel der Ukraine gegenwärtig sehr schön erkennen kann. Sie werden auch nicht notwendigerweise komplexer, weil ihre Propagandisten normalerweise darauf verzichten, sich mit Gegenbeweisen auseinanderzusetzen.

Das von Lewandowsky genannte Kriterium einer Verschwörungstheorie kann ich deshalb nicht bestätigen. Abfällige öffentliche Äußerungen über Menschen, deren Motive man erforschen will, halte ich außerdem für bedenklich.

Die Ergebnisse seiner unter [1] zitierte Studie waren übrigens eher unspektakulär: Wer an freien Handel glaube, neige eher dazu, die Klimaforschung zu bezweifeln und auch andere wissenschaftliche Erkenntnisse abzulehnen. Ferner neigten Menschen, die an eine Gruppe von Verschwörungstheorien glauben, auch zur Ablehnung von wissenschaftlichen Ergebnissen. Damit sei die bisherige Annahme belegt, dass Verschwörungsdenken (conspirist ideation) zur Ablehnung von Wissenschaft beiträgt.

 

Die Schlacht beginnt

Der Titel von Lewandowskys Studie lautet übersetzt: „Die NASA hat die Mondlandung vorgetäuscht, deshalb ist (Klima)-Forschung ein Schwindel.“ Selbst wohlwollende Kommentatoren bezeichneten die Formulierung als kreativ, denn die Ergebnisse des Papers stützen diese Aussage in keiner Weise. Einige Klimawandelleugner fassten den Satz als Beleidigung auf und begannen das Paper auf echte oder vermeintliche Schwachstellen abzuklopfen. Besonders der kanadische Mathematiker und Bergbauspezialist Stephen McIntyre führte einen monatelangen zähen Kleinkrieg gegen die Autoren. Er betrachtet sich als sehr guter Kenner der Anwendung von Statistiken (kann ich nicht beurteilen) und zog sowohl die Methode der Datenaquisition als auch die Auswertung ständig neu in Zweifel. Gleich mehrfach warf er den Autoren falsche Daten und falsche Auswertungen vor und bezeichnete Lewandowsky als Verschwörungstheoretiker. Die Ergebnisse konnte er nicht entscheidend erschüttern, aber er machte den Autoren erkennbar das Leben schwer. In seinem Blog ClimateAudit kann man die Einzelheiten nachlesen.

Im März 2013 veröffentlichte Lewandowsky sein umstrittenes Paper „Recursive fury …“. Er begründete darin, warum er in den Reaktionen der Blogger eine Bestätigung für seine Hypothese sah, dass Verschwörungsdenken eine mögliche Rolle bei der Ablehnung von Wissenschaft spielt. Wörtlich: „The overall pattern of the blogosphere’s response to LOG12 [Abkürzung für seinen Artikel] illustrates the possible role of conspiracist ideation in the rejection of science.“ Die Blogger waren anhand der Links leicht zu identifizieren.

Die Arbeit wirkt auf mich eher wie eine persönliche Abrechnung, ich hätte als Gutachter ihre Veröffentlichung nicht befürwortet. Der wissenschaftliche Wert ist gering. Aus den Reaktionen einzelner Menschen, die sich vom Autor zuvor beleidigt sahen, lässt sich keine allgemeingültige Aussage abzuleiten. Letztlich schloss Lewandowsky nur, dass die Vorwürfe einer Handvoll Klimaleugner in das Schema des Verschwörungsdenkens passen. Selbst mit viel Wohlwollen bringt das die Wissenschaft kaum weiter, kann aber den Betroffenen schwer schaden. Ärger war also eigentlich abzusehen. Frontiers in Psychology erhielt prompt Klagedrohungen von einige Klimaleugnern. Andere reagierten gröber. Im Februar 2013 schrieb der im Paper ebenfalls erwähnte Geoff Chambers: „Er [Lewandowsky] ist darüberhinaus ein Dummkopf, ein Lügner, ein Scharlatan und ein Betrüger.“

Das Paper verschwand noch im März 2013 vom Server der Frontiers-Gruppe und wurde ein Jahr später endgültig zurückgezogen.

Laut einem Bericht der Huffington Post beschloss die Geschäftsleitung von Frontiers nur aus juristischen Gründen, das Paper zurückzuziehen. Allerdings stammt der Bericht von Elaine McKewon, die vorher als Gutachterin die Veröffentlichung ausdrücklich befürwortet hatte. Sie fühlte sich durch die Entscheidung also ebenfalls düpiert. Im Moment ist es schwer, einigermaßen neutrale Berichte zu dem Thema zu finden.

 

Der lange Weg zur wirklichen Begründung

Hat die Zeitschrift den Artikel möglicherweise zurückgezogen, weil sie ihn als Peinlichkeit betrachtete? Dann wäre die Klagedrohung lediglich vorgeschoben, damit alle Seiten das Gesicht wahren konnten. Sollte es so gewesen sein, haben sich die Redakteure schwer verrechnet. Einen wissenschaftlich und ethisch einwandfreien Artikel zieht man nicht zurück, weil möglicherweise juristische Konsequenzen drohen. Das wäre grob ungehörig. Die zu Recht hereinprasselnde Kritik erwiderte die Zeitschrift und letztlich der Herausgeber mit den anfangs erwähnten Statements. Henry Markram hat mit seinen drastischen Bemerkungen zweifellos nicht ganz unrecht, aber da war das Porzellan schon zerschlagen.

Letztlich haben sich alle Seiten geradezu unbegreiflich ungeschickt verhalten, und haben den Klimaleugnern damit ein wahres Fest bereitet. Diese Gruppe hat sonst kaum Resonanz, jetzt steht sie plötzlich im Mittelpunkt weltweiten Interesses. Für den Klimakonsens sehe ich keinen Schaden, wohl aber für das Ansehen der Wissenschaft. Man sollte alle Beteiligten noch einmal daran erinnern, dass die Veröffentlichung von psychologischen oder gar psychiatrischen Diagnosen über namentlich genannte Mitmenschen von sehr strengen Kriterien abhängig gemacht werden sollte. Abfällige öffentliche Bemerkungen über Menschen, deren psychische Verfassung man erforschen will, sind in der Wissenschaft ein absolutes Tabu.

Wissenschaftler sollten aber auch ehrlich miteinander umgehen. Wenn die Redaktion von Frontiers in Psychology das Paper nach eingehender Prüfung für ethisch fragwürdig hielt, hätte sie das sofort eindeutig mitteilen müssen, statt scheibchenweise nachzulegen.

Jetzt stehen alle vor einem großen Scherbenhaufen, und ich hoffe, sie haben daraus gelernt.

 

Anmerkungen

1 Lewandowsky, Stephan, Klaus Oberauer, and Gilles E. Gignac. “NASA Faked the Moon Landing—Therefore,(Climate) Science Is a Hoax An Anatomy of the Motivated Rejection of Science.” Psychological science 24.5 (2013): 622-633. Die Online-Veröffentlichung erfolgte bereits 2012
http://websites.psychology.uwa.edu.au/labs/cogscience/documents/LskyetalPsychScienceinPressClimateConspiracy.pdf

 

2 Lewandowsky S, Cook J, Oberauer K and Marriott M (2013). Recursive fury: Conspiracist ideation in the blogosphere in response to research on conspiracist ideation. Front. Psychol. 4:73. doi: 10.3389/fpsyg.2013.00073
http://europepmc.org/articles/PMC3600613/reload=0;jsessionid=xX2nWdDLdb7knMkIt3hp.20

 

 

Veröffentlicht von

www.thomasgrueter.de

Thomas Grüter ist Arzt, Wissenschaftler und Wissenschaftsautor. Er lebt und arbeitet in Münster.

4 Kommentare

  1. Hmja, interessante Schilderung eines bemerkenswerten Vorfalls.
    Vielleicht ließe es sich zukünftig einrichten Kritiker der zeitgenössischen Klimamodellierung und -prognostik ein wenig differenzierter darzustellen (vs. ‘Leugner’, ‘selbsternannte’ etc.)?!
    Das wäre nett, der Schreiber dieser Zeilen hat bspw. keine grundsätzlichen Probleme mit dem Vorhaben, nagt aber insbesondere an der Prognosehöhe (ca. + 0,30 K / Dekade bis 2100 – festgestellt worden ist eine Erwärmung von ca. +0,065 K / Dekade zwischen 1880 und 2014/03 (NASA- bzw. GISS-Daten)) und daran, dass mit dem terrestrischen Klimasystem erstmals eine primär rechnergestützte Großprognostik hoch komplexer Systeme versucht wird, was zu Irrtümern führen könnte.
    MFG
    Dr. W

  2. Persönliche Auseinandersetzungen über ein Sachthema lohnen sich nicht und sind kontraproduktiv indem sie zur Polarisierung beitragen. Frontiers ist zwar ein europäisches Projekt, doch auch Europa ist nicht völlig gefeit gegen Glaubenskriege so wie sie das politische Klima in den USA bestimmen.
    Gerade bezüglich Klimawandel arten Auseinandersetzungen mit sogenannten Klimaskeptikern schnell zu unnützen Gefechten aus – unnütz gerade auch für diejenigen, die vom menschengemachten Klimawandel überzeugt sind. Es gibt Klimaaktivisten und Klimawissenschaftler, die die Klimaskeptiker für die Inaktivität in der Klimafrage verantwortlich machen. Doch Meinungsumfragen zeigen, dass selbst in den USA mehr als die Hälfte der Bevölkerung vom Klimawandel überzeugt ist. Es ist aber ein Fehlannahme vieler Klimaaktivisten, wer an den Klimawandel glaube müsse auch für alle möglichen politischen Massnahmen gegen den Klimawandel sein. Nicht wenige Klimaskeptiker aus der allgemeinen Bevölkerung sind gar nicht echt skeptisch gegenüber dem Klimawandel, sondern nur skeptisch gegenüber den für nötig befundenen Massnahmen.

    • Persönliche Auseinandersetzungen über ein Sachthema lohnen sich nicht und sind kontraproduktiv indem sie zur Polarisierung beitragen. Frontiers ist zwar ein europäisches Projekt, doch auch Europa ist nicht völlig gefeit gegen Glaubenskriege so wie sie das politische Klima in den USA bestimmen.

      Zudem es sich hier nicht um Polemik und ‘persönliche Auseinandersetzung’ handelt, sondern um ungünstige Psychologisierung bis Pathologisierung anderer; man ist halt fachlich unbeleckt und testet seit einigen, seit wenigen Jahren bei den “Frontiers” die Grenzen aus, die Meinungsbildung betreffend und vermutlich auch die eigene Finanzierung.
      Derartige Minder-, Mangel-, Tief- & Minusleistungen sind zwar bedauerlich, aber Teil des öffentlichen Usus.
      MFG
      Dr. W

  3. Unter der Bush-Regierung hatten die Klimaskeptiker großen Einfluss auf die Politik, was zur Stagnation in der internationalen Klimapolitik geführt hat. Es gibt seit Jahren eine asymmetrische Auseinandersetzung zwischen “Klimaleugnern” und Klimatologen, wo die Leugner ziemlich wahllos in ihren Mittel waren. Wenn einem Wissenschaftler dann der Kragen platzt, ist er natürlich blamiert, weil an ihn strengere, ethische Maßstäbe angelegt werden.
    Diese asymmetrische Auseinandersetzung ist ein Dilemma. Auch mit rationalen Argumenten kann man einen Klimaskeptiker kaum überzeugen.

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