Wissenschaftler versus Wissenschaft – Gedanken zur Integrität der Forscher

BLOG: Beobachtungen der Wissenschaft

Grenzgänge in den heutigen Wissenschaften
Beobachtungen der Wissenschaft

Der wissenschaftlich-technologische Fortschritt wurde über grösste Teile der letzten 300 Jahre euphorisch begrüsst. Man war sich sicher, dass die Welt immer besser werden wird. Erst ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts mehrten sich die Zweifel an den immer neuen Technologien. Die Wissenschaftler waren immer noch die unbestechlichen Vermittler der Wahrheit – nur fragte man sich, ob die Technologien, die aus ihrem Wissen entstanden, wirklich immer zum Wohl der Menschheit eingesetzt wurden. Zu den am meisten diskutierten Themen gehören bis heute Kernkraft, Atomwaffen und Umweltzerstörung, seit einigen Jahren auch der technologisch-autoritäre Überwachungsstaat. In den 1950er und 1960er Jahren wurde der „verrückte Wissenschaftler“, der eine gefährliche Technologie entwickelt hat, sogar zu einer Kultfigur in Literatur und Film. Diese Zweifel am Schaffen der Wissenschaftler bestanden nicht immer zu Unrecht. Doch ist die Kritik an neuen Technologien heute eher weniger geworden. Wir leben in einem technik-affinen Zeitalter: Auch für Klimaskeptiker, Impfgegner und erklärte Anhänger populistischer Parteien ist Technologie unverzichtbarer Teil des Lebens. Sie schützen ihre Häuser mit Blitzableitern vor Gewittern, verwenden GPS, schlucken Antibiotika und benutzen Computer und Internet. Mehr denn je werden technologische Errungenschaften bereitwillig angenommen.

Auch die wissenschaftliche Methode selbst steht nicht in der Kritik. Niemand würde von sich behaupten wollen, er würde nicht rational und faktenbasiert denken und handeln. Fragt man aber nach der Vertrauenswürdigkeit der Wissenschaftler, sieht die Sache anders aus. Sie sehen sich mit Vorwürfen wie den folgenden konfrontiert:

  • „Die haben doch nur ihre eigenen Interessen im Sinn, lassen sich kaufen und verkaufen das Volk für dumm.“
  • „Die wissen doch selbst nicht Bescheid und widersprechen sich ständig.“
  • „Das versteht doch kein Mensch, was die sagen.“

Zu den letzten beiden Vorwürfen habe ich bereits einiges geschrieben. Daher hier zum ersten Vorwurf: Die meisten Menschen in Deutschland sind der Meinung, dass der Einfluss der Wirtschaft auf die Wissenschaft zu gross ist. Auf europäischer Ebene ist das Bild nicht anders. So kommt eine 2010 von der Europäische Kommission in Auftrag gegebene Meinungsumfrage zu dem Ergebnis:

„Die Europäer gehen mit großer Entschiedenheit davon aus, dass man nicht darauf vertrauen kann, dass Wissenschaftler bei kontroversen wissenschaftlichen und technischen Problemen die Wahrheit sagen, weil sie zunehmend von den Fördermitteln der Industrie abhängig sind.“ [[1]]

Das bedeutet: Im Wesentlichen vertrauen Menschen der Wissenschaft, unterstellen aber den Wissenschaftlern Eigennutz und Interessenskonflikte. Schauen wir uns diesen Vorwurf etwas genauer an: „Die Wissenschaftler sind bezahlt!“ Dies erweist sich bei näherer Betrachtung als eine Banalität: Auch Forscher müssen Geld für ihren Lebensunterhalt verdienen, sie sind also immer „bezahlt“. Die Frage ist: Wer bezahlt sie?

  • Der Staat: Dass die meisten Forschungsbetriebe hierzulande staatliche Einrichtungen sind, hat sich für unsere Gesellschaft als sehr hilfreich erwiesen. Politik hat die Aufgabe, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu definieren und Steuergelder entsprechend anzuwenden. Kontrolliert wird sie in Demokratien durch die Bevölkerung selbst. Was uns blüht, wenn ein totalitärer Staat den wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt steuert, zeigt das Beispiel China, wo digitale Technologien zur Überwachung und Unterdrückung der Bevölkerung eingesetzt werden. Doch auch in Demokratien kann ein unkontrollierter Staat, z.B. in militärischen Geheimprojekten, Unheilvolles entwickeln, wie das Beispiel des amerikanischen Atombombenprogramms im zweiten Weltkrieg, das „Manhattan Projekt“, gezeigt hat. Transparenz und öffentliche Kontrolle der Wissenschaft – und entsprechend die staatliche Bezahlung der Wissenschaftler – sind also sehr wichtig.
  • Unternehmen. Das Zusammenwirken von Unternehmergeist und wissenschaftlicher Kreativität hat in den letzten 200 Jahren eine enorme Wohlstandsvermehrung ausgelöst. Bereits am Ende des 19. Jahrhunderts haben Eisen- und Stahlbarone einen gewaltigen Mehrwert erzeugt, sich dabei zugleich aber auf Kosten einer verelendenden Arbeiterschaft und ohne Einsicht in die Notwendigkeit von Sicherheitsvorkehrungen und bereits damals ohne Rücksicht auf die Umwelt In ihrem Gewinnstreben übergehen Unternehmer immer wieder ethische Richtlinien oder gar geltendes Recht, auch und gerade, wenn es um den Einsatz und die Kommerzialisierung ihrer Produkte und Technologien geht. Wissenschaftler sind an solchem Vorgehen nicht selten beteiligt, sei dies mit Gefälligkeitsgutachten oder aufgrund fehlender Transparenz ihres Schaffens gegenüber der Öffentlichkeit.

Zum rationalen Denken gehört auch das Hinschauen. Wie gehen wir mit möglichen Eigeninteressen und Interessenkonflikten der einzelnen Wissenschaftler um? Es gibt Fälle, in denen einzelne Wissenschaftler „Auftraggeber-freundliche“ Ergebnisse lieferten oder sogar bewusst wissenschaftliche Ergebnisse fälschten, um persönliche Vorteile zu erlangen. Beispiele sind Studien von Pharmafirmen zur Wirksamkeit von Medikamenten, von Tabakkonzernen zur Unbedenklichkeit des Rauchens, von Energieforschern zum Nutzen der Kernkraft oder dem angeblich geringen Einfluss von Kohleverbrennung auf unsere Umwelt oder von Banken, die mit entsprechenden Auftragsstudien und Stiftungsprofessuren versuchen, die Risiken der globalen Kapitalmarktarchitektur herunterzuspielen. Solche Fälle werden von Wissenschaftsskeptiker und Populisten als Beleg dafür verwendet, dass der Wissenschaft insgesamt nicht zu glauben ist. Doch wegen einzelner Fälle den Wissenschaftlern grundsätzlich das Vertrauen zu entziehen, entspricht einem klassischen Kategorienfehler. Viel mehr müssen wir solche Fälle öffentlich transparent machen.

Natürlich haben Wissenschaftler auch nicht-kommerzielle persönliche Interessen, die ihre Glaubwürdigkeit oder gar Integrität in Frage stellen können: Karriere, Reputation, Förderung des Egos, etc. Wer das Verhalten des grossen Isaac Newton in seiner Auseinandersetzung mit Gottfried Wilhelm Leibniz um die Urheberschaft der Infinitesimalrechnung anschaut oder Galileis Reaktion auf Keplers Ellipsen, weiss, dass dies kein neues Phänomen in der Wissenschaft ist. Dass einzelne Wissenschaftler persönliche Motive haben, Fehler nicht zugeben können und auf ihrem Irrtum beharren, stellt aber nicht die Wissenschaft als Methode in Frage. Dies zu schlussfolgern, entspräche einem weiteren Kategorienfehler. Wer betrachtet, wie heftig in der Wissenschaft auch über scheinbar klare Ergebnisse gestritten wird, der wird dies schnell erkennen. Ein Beispiel ist das Experiment LIGO zum Nachweis von Gravitationswellen (für welchen die Betreiber 2017 sogar den Physik-Nobelpreis erhielten): Trotz grossem Enthusiasmus unter den beteiligten Wissenschaftlern, klarer Erwartungshaltung aufgrund einer unumstrittenen theoretischen Grundlage (allgemeine Relativitätstheorie) und starker empirischer Evidenz in den Daten ziehen einige – sehr redliche und kompetente – Wissenschaftler die Ergebnisse in Frage, so dass sich die LIGO-Experimentatoren dieser eben noch nicht 100% sicher sein können. In dieser Diskussion hat sich auch gezeigt, dass die Experimentatoren nicht ausreichend genau gearbeitet – oder ihre Ergebnisse schlecht kommuniziert – haben. Genau hier wirkt die Kraft der wissenschaftlichen Tugenden der Skepsis und des Beharrens auf klare Empirie (anstatt dogmatischer Festlegung, wie es sein sollte) auf sehr gesunde Weise. Wer sich als Laie die Mühe macht, sich dies mal genauer anzuschauen, dem bieten sich dazu reichlich Möglichkeiten. Aber das ist natürlich weit mühsamer, als einfach pauschal auf die Wissenschaftler und die Wissenschaft zu schimpfen.

[1] https://ec.europa.eu/commfrontoffice/publicopinion/archives/ebs/ebs_340_en.pdf, Seite 19.

Lars Jaeger

Veröffentlicht von

www.larsjaeger.ch

Jahrgang 1969 habe ich in den 1990er Jahren Physik und Philosophie an der Universität Bonn und der École Polytechnique in Paris studiert, bevor ich am Max-Planck-Institut für Physik komplexer Systeme in Dresden im Bereich theoretischer Physik promoviert und dort auch im Rahmen von Post-Doc-Studien weiter auf dem Gebiet der nichtlinearen Dynamik geforscht habe. Vorher hatte ich auch auf dem Gebiet der Quantenfeldtheorien und Teilchenphysik gearbeitet. Unterdessen lebe ich seit nahezu 20 Jahren in der Schweiz. Seit zahlreichen Jahren beschäftigte ich mich mit Grenzfragen der modernen (sowie historischen) Wissenschaften. In meinen Büchern, Blogs und Artikeln konzentriere ich mich auf die Themen Naturwissenschaft, Philosophie und Spiritualität, insbesondere auf die Geschichte der Naturwissenschaft, ihrem Verhältnis zu spirituellen Traditionen und ihrem Einfluss auf die moderne Gesellschaft. In der Vergangenheit habe ich zudem zu Investment-Themen (Alternative Investments) geschrieben. Meine beiden Bücher „Naturwissenschaft: Eine Biographie“ und „Wissenschaft und Spiritualität“ erschienen im Springer Spektrum Verlag 2015 und 2016. Meinen Blog führe ich seit 2014 auch unter www.larsjaeger.ch.

110 Kommentare

  1. @Jaeger:
    Sie stellen im Blogbeitrag eine sehr hohe Meinung über wissenschaftliche Arbeit vor – die Realität sieht aber völlig anders aus, wie Sie hier bei SciLogs seit 2008 nachlesen können.
    Seit 2008 weise ich hier bei SciLogs deutlich darauf hin, dass sich das Phänomen ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) komplett als Ergebnis eines strukturierten Erinnerungsvorgangs erklären lässt – wobei Inhalte des episodischen Gedächtnisses ab dem 5. Schwangerschaftsmonat erkennbar sind.
    In einem Leserbrief zu einem Spektrum-Artikel vom Jahr 2010 ist diese Information ebenfalls öffentlich dokumentiert:
    http://www.spektrum.de/artikel/1058259

    Ich habe mehrmals auf wissenschaftliches Fehlverhalten hingewiesen – ohne dass von irgeneiner Person hier bei SciLogs eine passende Reaktion kam, die man von einer Person erwarten müsste, welche mit den Qualitätsstandards wissenschaftlicher Arbeit vertraut ist.
    Das ist das Hauptproblem: von wissenschaftlichen Qualitätsstandards wird immer nur gesprochen, aber sie werden oft überhaupt nicht eingehalten und einfordern kann man sie schon gleich gar nicht.

    Ein aktuelles Beispiel:
    Bisher gilt die Lehrmeinung ´infantile Amnesie / frühkindlicher Gedächtnisverlust´ – wonach wir uns nicht bewusst an Erlebnisse vor dem 2.-4. Lebensjahr erinnern können.
    In einem Porträt von Prof. Dr. Jan Born in der Zeitschrift ´Psychologie Heute, Nr. 01/2020, Seite 64-65´ wird berichtet, dass Herr Prof. Born Tierversuche durchgeführt hat, um zu erforschen, ob unsere frühesten Erfahrungen tatsächlich nicht mehr dem bewussten Erinnern zugänglich sind.

    Diese Tierversuche sind unnötig/unsinnig, da diese wissenschaftliche Fragestellung von mir schon längst geklärt ist: Im Rahmen von NTEs sind Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat lebenslang dem bewussten Erinnern zugänglich.

    Heute gibt es die gesellschaftliche Erwartung, dass man im Interesse des Tierwohls keine unnötigen Tierexperimente durchführen darf. Die Tierversuche des Prof. Born sind aus diesem Grund als wissenschaftliches Fehlverhalten einzustufen. z.B. hätte er mit einer einfachen Google-Recherche [infantile Amnesie frühkindlicher Gedächtnisverlust] unter den ersten Treffern mein Buch gefunden: ´Kinseher Richard: Pfusch, Betrug, Nahtod-Erfahrung´, wo ein zum kostenlosen Lesen freigeschalteter Text zum Thema auffindbar ist (z.B. bei Amazon).

    Ich habe am 3.01.2020 eine Beschwerde über wissenschaftliches Fehlverhalten von Prof. Born an das Rektorat der Universität Tübingen geschickt – mit umfangreichem Informationsmaterial zu meiner Behauptung. Der Eingang meiner Beschwerde wurde zwar bestätigt – aber bis heute habe ich KEINE fachliche Reaktion oder eine Rückfrage erhalten, wodurch ich erkennen kann, dass meine Beschwerde ernsthaft weiter verfolgt wird.

    So sieht die Realität aus !!!!

    Dass wir uns im Rahmen der NTE lebenslang an Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat erinnern können – widerlegt nicht nur eindeutig die Lehrmeinung ´infantile Amnesie´. Diese Erkenntnis bedeutet auch, dass die gesamte Fachliteratur zum Thema ´Gedächtnis, Erinnern´ umgeschrieben werden muss. Es handelt sich also nicht um eine unbedeutende Kleinigkeit.

  2. Die Fackel der 🗽hochzuhalten, wird auch in den Wissenschaften ⚛️⚗️🧭🔭🧬🧮🥼🥽💡und in den Technologien 🦿🧯🔋🩺 💻 immer schwieriger wenn es um Millionen- und Milliardenbeträge 💲💰🏦 geht.

    Doch man muss sich nicht wundern, dass es eben auch in den Wissenschaften um Anerkennung 🎖️, Ruhm und Macht 💪 geht, denn Wissenschaft geht nicht ohne Geld, und nicht ohne WissenschaftlerInnen 👩‍🔬, WissenschaftlerInnen, die etwas bewegen 🤹‍♀️🐎 und nicht nur im stillen Kämmerchen vor sich hin brüten 🦧 wollen.

    Wissenschaft und Technologie sind und bleiben aber der 💎 unserer Gesellschaft, denn es sind Wissenschaft und Technologie, die uns aus der Zeit der 🏰 ins Zeitalter von 👨‍🚀🚀🤖🎮✈️ bewegt haben.

  3. Dass einzelne Wissenschaftler persönliche Motive haben, Fehler nicht zugeben können und auf ihrem Irrtum beharren, stellt aber nicht die Wissenschaft als Methode in Frage.

    Korrekt, die naturwissenschaftliche Methode arbeitet mögliche Fehler und (sicher vorliegende) Eigeninteressen der Beteiligten sozusagen gleich mit ein [1], denn der naturwissenschaftliche Diskurs bleibt offen, exoterisch (vs. esoterisch), um einmal das Fachwort zu nennen.
    Wichtig auch, dass die Naturwissenschaft in der Lage ist Anwendungen bereit zu stellen (ja, Ingenieure gibt es auch, die sollen nicht vergessen werden), die für jeden, versus nur für Eingeweihte, nutzbar sind.
    Allerdings sind die “Humanities”, anderswo Geisteswissenschaften genannt, nicht direkt so zu verteidigen, auch sind politische Schlussfolgerungen wissenschaftlicher Arbeit nicht zwingend, Wissenschaftler verfügen über kein (politisches) Mandat, dürfen sich in diesem Punkt und ihre PR meinend sehr zurückhalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Webbaer

    [1]
    Die Naturwissenschaft funktioniert auch mit unredlichen Wissenschaftlern, denn deren Ergebnisse bleiben nicht unhinterfragt.

    • @Dr. Webbaer:

      Die Naturwissenschaft funktioniert auch mit unredlichen Wissenschaftlern, denn deren Ergebnisse bleiben nicht unhinterfragt.

      Nur werden die Hinterfragenden von den Unredlichen diskreditiert. Und wenn ein Diskreditierter dann mal tatsächlich etwas veröffentlicht, reissen sich es die Unredlichen unter den Nagel. Das ist der Lauf der Dinge.

  4. Zum Folgenden aus dem Artikel:

    “..Aber das ist natürlich weit mühsamer, als einfach pauschal auf die Wissenschaftler und die Wissenschaft zu schimpfen….”
    (Zitatende)
    Ist es zu viel verlangt, Beispiele dafür anzuführen, die belegen, wer zur Zeit , wo , wann und wie häufig und ernsthaft — ” pauschal auf die Wissenschaft schimpft” ?

    • @little Louis 14.02.2020, 17:39 Uhr

      Ist es zu viel verlangt, Beispiele dafür anzuführen, die belegen, wer zur Zeit , wo , wann und wie häufig und ernsthaft — ” pauschal auf die Wissenschaft schimpft” ?

      Nun dann gehen wir doch mal etwa 3 Jahre zurück und nehmen uns diesen Artikel der Nachdenkseiten zu Gemüte. Über diesen Artikel und den Leserbriefen dazu hatten wir auf hpd heftig diskutiert.

      Gruss
      Rudi Knoth

    • @little Lois:
      Du sollst doch nicht aus dem Zusammenhang gerissen zitieren. 😆

      Wer sich als Laie die Mühe macht, sich dies mal genauer anzuschauen, dem bieten sich dazu reichlich Möglichkeiten.

      Aber du hast natürlich Recht. Wenn sich ein Laie die Mühe macht, sich das mal genauer anzuschauen und etwas “Besseres”, wird er pauschal diskreditiert, weil er hat es dann ja nicht verstanden.

      Und wehe es fragt einer, woher ich das genau weiß! ICH BIN DER BELEG DAFÜR!

  5. Auch die wissenschaftliche Methode selbst steht nicht in der Kritik.

    Da habe ich andere Erfahrungen gemacht. Wie oft habe ich schon den Satz gehört: „Die Wissenschaft ist nicht der einzige Weg zur Erkenntnis“!

    In einigen Teilen der Grünen ist das sogar halboffizielle Partei-Position.

    Nein, Gaga ist leider auf dem Vormarsch.

    • Die Wissenschaft maßt sich ja nicht an alle Fragen bearbeiten zu können, was nichts an der Richtigkeit der Methode ändert.
      “Gaga” ist auf dem ‘Vormarsch’, irgendwie scheinen Anwendungen alleine nicht alle glücklich zu machen, aber das haben deren Entwickler auch nicht vor.
      Schwierig, Aufklärung kann helfen, am besten : mit deutlicher politischer Unterstützung.
      Esoterik hat schon seine Berechtigung, jeder ist irgendwann irgendwie Esoteriker, wichtig ist hier die ordentliche Trennung zu wissenschaftlicher Bemühung.

      • @Dr. Webbaer:

        Die Wissenschaft maßt sich ja nicht an alle Fragen bearbeiten zu können…

        Die Wissenschaft hat aber auch etwas dagegen, wenn es Andere (z.B. ich) versuchen und denen die Antworten nicht gefallen, weil sie über diese in ihren degeneriertem Wissenspool nichts finden können. Sie suchen einen neuen Einstein, jedoch einen, der mindestens mit dem alten Einstein konform gehen muss. Solange vollkommen ausgeschlossen wird, dass sich Einstein und Co. hin und wieder auch mal irren konnten, wie man sich z.B. bei der flachen Erde oder dem geozentrischen Weltbild irrte, würde ich auch sagen, dass Gaga auf dem Vormarsch ist.

  6. Mensch, Technik und Wissenschaft
    Die Menschwerdung ⚡ begann mit Technologie: Werkzeuge 🔨🔧🔩⛓️( zuerst nur Steine), Waffen⛏️⚔️ (zuerst nur Knüppel+Steine), Kleider 👗👞👖(zuerst nur Felle), Feuer 🔥, Behausung 🏠 , Haustier- 🐕 und Pflanzenzüchtung 🌽🌴 unterscheiden den Menschen vom Affen und sie alle sind Beispiele für einfache Techniken und Technologien, die den Menschen als ein Geschöpf kennzeichnen, das sich nicht mehr mit den vorgefundenen Gegenständen in der Natur abfindet, sondern welches diese Gegenstände gemäss seinen Vorstellungen und Plänen formt und instrumentalisiert.

    Wissenschaft, hier verstanden als Naturwissenschaft ⚛️ 🔭, entstand erst sehr viel später und sie entstand als Amalgam von Mathematik (strukturelle Reduktion), Methodologie (Experiment) und Empirie (Bewährung in der Praxis) angewandt jeweils auf einen Bereich von zu erforschenden Phänomenen. Wissenschaft entstand erst nach der Entwicklung einer schriftlichen Kultur und von Beginn weg legten Wissenschaftler ihre Resultate und Überlegungen in schriftlicher Form 📖 dar – auf dass sie von anderen Wissenschaftlern geprüft und nachvollzogen werden konnten.

    Fast alles was die moderne Gesellschaft ausmacht, wäre ohne Naturwissenschaften nicht entstanden – auch wenn es durchaus stimmt, dass auch die moderne Gesellschaft weit mehr durch Technologie als durch Wissenschaft geprägt ist. Doch die heutige Technologie basiert nicht mehr allein auf der Genialität eines Erfinders und Entdeckers, sondern auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und auf dem systematischen Vorgehen der theorieunterfütterten Wissenschaft, welche die Grundlage für die Technologie bietet.

    Wissenschaft und Technologie als Existenzfragen 🎯
    Ohne die moderne Wissenschaft und Technologie gäbe es weder die heutige Bevölkerungszahl von 8 Milliarden Menschen, noch eine Lebenserwartung von im weltweiten Durchschnitt 72 Lebensjahren, noch gäbe es den heutigen schnell voranschreitenden Klimawandel, das weltweite Artensterben und die sich innerhalb Wochen über den ganzen Erdball verbreitende Krankheit Coronavirus Disease 2019 (COVID-19), denn ohne Flugzeuge, Schiffe und andere moderne Verkehrsmittel wäre diese Krankheit nie über die chinesische Stadt Wuhan hinausgekommen.

    Es drängt sich folgende Erkenntnis auf: Alles für die Menschheit Wichtige und Existenzielle hängt nun aufs Engste mit den Fortschritten von Wissenschaft und Technologie zusammen. Dies gilt nicht nur für die Wohltaten, die uns Wissenschaft und Technologie bescheren, sondern es gilt auch für die allerschlimmsten Szenarien, die wir uns überhaupt vorstellen können.

    Anders als der Autor dieses Beitrags sehe ich nämlich weit grössere Gefahren auf die Menschheit zukommen als die von ihm genannte Atom- und Kernenergie.

    Beispiel: Stellen wir uns einmal vor, ein Virus wie das neue, möglicherweise eine Pandemie, also eine weltweite Krankheitswelle, auslösende Wuhan-Coronavirus, sei für gewisse Forscher/Techniker/Terroristen/Weltenbestrafer die Inspiration um selbst ein Virus zu schaffen, das sich ebenfalls weltweit verbreitet – nur diesmal mit einer Gefährlichkeit, die selbst die von Pocken übersteigt ( anstatt nur mit der Gefährlichkeit einer Grippe oder einer schwachen Form von Sars wie es das jetzige Coronavirus darstellt) . Die Folgen wären für die menschliche Zivilisation so verheerend, dass diese sogar zerfallen könnte, so dass die paar Millionen Überlebenden anschliessend wieder in der Steinzeit leben würden.

    Warum nun, mögen viele fragen, ist ein von Menschen gezüchtetes tödliches Virus gefährlicher für die Menschheit als Atombomben? Nun, die Antwort scheint mir klar: Über den Einsatz von Atombomen entscheiden ein paar wenige Leute weltweit – auch wenn einige Schlimme wie Donald Trump dazugehören.
    Virologien/Biologen/Immunologen/Genetiker aber, die einen gefährlichen Virus schaffen könnten gibt es weltweit hunderttausende. Rein schon Wahrscheinlichkeitsüberlegungen machen also eine bewusst ausgelöste weltweite Virus-Pandemie zu etwas weit Wahrscheinlicherem als es ein Atomkrieg je sein wird.

    Fazit: Die existenzielle Bedeutung von Wissenschaft und Technologie für die Menschheit haben bis jetzt nur wenige erkannt. Nick Bostrom gehört zu diesen Wenigen. Er hat den Begriff existenzielle Risiken überhaupt erst in die Diskussion eingeführt.

    • Im MIT-Artikel
      Biologists rush to re-create the China coronavirus from its DNA code
      Synthetic versions of the deadly virus could help test treatments. But what are the risks when viruses can be synthetized from scratch?

      liest man (übersetzt von DeepL):

      Die bemerkenswerte Fähigkeit, Viren von genetischen Anweisungen “hochzufahren”, wird durch Unternehmen ermöglicht, die kundenspezifische DNA-Moleküle herstellen, wie z.B. Integrated DNA Technology, Twist Bioscience und Atum. Indem man die richtigen Gene bestellt, die einige tausend Dollar kosten, und sie dann zu einer Kopie des Coronavirus-Genoms zusammenfügt, kann man das genetische Material in die Zellen injizieren und dem Virus einen Startschuss für das Leben geben.

      Die Fähigkeit, ein tödliches Virus aus Versandhandels-DNA herzustellen, wurde erstmals vor 20 Jahren demonstriert. Es reicht schon, dass die Unternehmen sorgfältig überwachen, wer welche Gene bestellt, um die Gefahr des Bioterrorismus dahinter zu sehen.Aber es ist auch eine wichtige Möglichkeit, auf einen plötzlichen Ausbruch zu reagieren, da synthetische Virusrezepte den Forschern wirkungsvolle Möglichkeiten bieten, Behandlungen und Impfstoffe zu studieren und zu untersuchen, wie Mutationen das Virus gefährlicher machen könnten.

  7. @ KRichard 14.02.2020, 13:51 Uhr

    Ich fürchte Sie sehen das Problem der infantilen Amnesie nicht realistisch genug.

    Meine erste vage persönliche Erinnerung beginnt ca 2 Monate nach meiner Geburt. Im ca. 8 km entfernten Nachbarort wurde eine Waffenfabrik mit rund 500 Bomben zerstört. Das hat einen entsprechenden Krach verursacht und auch die Menschen in meiner Umgebung waren sehr aufgeregt. Dieser, und nur dieser Eindruck hat sich in meiner Erinnerung eingeprägt.

    Wie Sie sich vielleicht erinnern können, interessieren mich am „Denkprozess“ die Thesen von W. McCulloch, Gatteranordnungen werten die synaptisch gespeicherte Information aus. Laut Allen Turing reichen z.B. UND Gatter und die NICHT Funktion, beides im Sinne der Boolschen Schaltalgebra, um praktisch alle Verknüpfungsoperationen (wie sie zur Informationsverarbeitung nötig sind) mathematisch abzubilden. Weiters gehören zum „Denkprozess“, (zur „Wissensabbildung“) die nach der Hebbschen Regel entstehenden, von E. Kandel erklärten synaptischen Verknüpfungen.

    Damit ist die Brücke von den neuronalen Gegebenheiten zur Informationsverarbeitung im mathematischen und auch technischen Sinne „geschlagen“, letztlich sind damit auch die „Grundlagen des Denkens“ erklärt.

    Davon ausgehend, habe ich keine Probleme die Aussagen über die infantile Amnesie wie sie in der Wikipedia erklärt sind, nachvollziehen zu können. Ich habe praktisch keinen Zweifel, mich an den Krach und die Aufregung ehemals, ausgelöst durch die Bomben erinnern zu können. Besonders dass auf partiell und verteilt gespeicherte Sachverhalte kein exakt zusammenfassender, systematischer Zugriff mehr möglich ist, scheint mir naheliegend, weil eben die gesamte Netzstruktur noch nicht stabil zur Verfügung steht.

    Aber andererseits kann man natürlich nicht ausschließen, dass in manchen Fällen die Netzstruktur bereits früher entstehen könnte und nicht nur „Bomben“ in Erinnerung bleiben. Auch könnte es eine „indirekte Erinnerung“ geben, wenn einem sozusagen die Sachverhalte nachträglich von anderen Personen vermittelt werden und scheinbar zu „eigenen Erinnerungen“ werden.

  8. In dieser Diskussion sollte man zwischen Forschung und Anwendungsentwicklung scharf unterscheiden. Hier gibt es deutliche Unterschiede, besonders in den Motiven und Interessen der Wissenschaftler, auch wenn es andererseits wiederum Überschneidungen gibt. Manche Bereiche der Anwendungsentwicklung, wie die Rüstungstechnik, stehen bekanntlich sehr stark in der öffentlichen Kritik.

    Den meisten Gegnern der Wissenschaft sind diese Unterschiede egal, ihnen ist jedes Argument recht zur pauschalen Verurteilung. Vor allem wird dabei ignoriert, dass Forschung nie abgeschlossen ist, dass alle Resultate prinzipiell vorläufig sind. Das wiederum bedeutet nicht, dass sie beliebig, verzichtbar, ersetzbar oder bedeutungslos wären. Wohl aber können durch neue Instrumente und Experimente neue Erkenntnisse hinzukommen oder vorhandene präzisiert oder modifiziert werden.

    Viele Gegner oder Kritiker der Forschung erkennen nicht, oder wollen nicht zugeben, dass sie die angebliche Ideologie der Forscher durch ihre eigene Ideologie ersetzen wollen, z.B. in der Evolutionsbiologie oder life science. Sehr beliebt ist die Forderung nach “Offenheit der Forschung” bezüglich der Resultate. Auch hier verkennen viele Kritiker ihre eigene Voreingenommenheit.

    • Sie können ja mal die Generalkritiker moderner Wissenschaftlichkeit fragen, welche Anwendungen sie bereit stellen, Herr Reutlinger.
      Sicherlich sind diese Kritiker Ideologen.
      MFG – WB

  9. @Elektroniker
    Grundlage wissenschaftlicher Erklärungsmodelle ist in der Regel dass man bei bestimmten Ereignissen immer wieder gleichartige Muster entdeckt. Auf Grundlage solcher gleichartigen Muster, Strukturen, Inhalte versucht man wissenschaftliche Modelle zu erstellen – die dann auf Plausibilität geprüft werden müssen.

    Dass bei Nahtoderfahrungen (NTEs) immer wieder gleichartige Muster auftreten ist seit 1975 bekannt, diese Muster wurden damals in der Literatur beschrieben. Mein NTE-Erklärungsmodell habe ich auf Grundlage dieser seit 1975 bekannten Muster erstellt – weil ich damit zeigen will, dass NTEs schon seit 1975 erklärbar gewesen wären, wenn auch nur ein einziger Wissenschaftler (m,w,d) diese Strukturen sorgfältig analysiert hätte.

    Zu Ihren eigenen Erfahrungen aus frühester Kindheit. Bei NTEs kann man deutlich erkennen, dass Inhalte des episodischen Gedächtnisses vom Gehirn mit zwei unterschiedlichen Strategien reaktiviert werden: a) in hierarchisch absteigender Reihenfolge sind Erlebnisse ab dem aktuellen Alter bis zum 2.-4. Lebensjahr erkennbar (dies würde der Grenze ´infantile Amnesie´ entsprechen). b) in hierarchisch aufsteigender Reihenfolge sind Erlebnisse ab dem 5. Schwangerschaftsmonat erkennbar (in der gleichen Reihenfolge wie sich die Sinne entwickeln). DIES WURDE VON DER WISSENSCHAFT BISHER NICHT BEACHTET. (Dass es sich dabei um ´falsche Erinnerungen´ handelt, die man von anderen Personen aufgeschwatzt bekommt und so übernimmt, kann daher ausgeschlossen werden.)

    Sie brauchen nur die Forschungsberichte großer wissenschaftlicher Organisationen anschauen (z.B. DFG, MPG, KNAW, …) dann können Sie erkennen, dass in den letzten Jahren erhebliche Mengen an Forschungsgeldern und Forschungszeit aufgewendet wurden um das Gedächtnis bzw. speziell das episodische Gedächtnis zu erforschen.
    Sie werden aber KEINE EINZIGE wissenschaftliche Arbeit finden, in der berücksichtigt wird, dass Inhalte des episodischen Gedächtnisses ab dem 5. Schwangerschaftsmonat lebenslang dem bewussten Erinnern zugänglich sind.

    Weil man bisher nicht beachtete, dass man sich im Rahmen von NTEs lebenslang bewusst an Erlebnisse ab der Foetus-Zeit erinnern kann – bedeutet dies, dass viele Forschungsergebnisse zum episoischen Gedächtnis fragwürdig oder gar falsch sind.
    Dabei geht es nicht nur daraum, dass damit erhebliche Beiträge an Forschungsgeldern verschwendet werden – sondern man nuss auch die praktischen Auswirkungen berücksichtigen:
    z.B. werden ca. 10 % aller Kinder als Frühchen vorzeitig geboren. Wenn man aber ausgerechnet die frühesten Erfahrungen von Menschen nicht ausreichend erfoscht, dann kann man für diese Frühchen auch keine optimalen Therapien entwickeln um die Nachteile von vorzeitiger Geburt zu kompensieren. Dies wirkt sich lebenslang auf die Lebensqualität dieser Menschen aus.

  10. @ anton reutlinger 15.02.2020, 19:08 Uhr

    Zitat: “… Vor allem wird dabei ignoriert, dass Forschung nie abgeschlossen ist, dass alle Resultate prinzipiell vorläufig sind. Das wiederum bedeutet nicht, dass sie beliebig, verzichtbar, ersetzbar oder bedeutungslos wären. Wohl aber können durch neue Instrumente und Experimente neue Erkenntnisse hinzukommen oder vorhandene präzisiert oder modifiziert werden.“

    Da stimme ich Ihnen begeistert zu. Aber in der Realität „glaubt“ ein Wissenschaftler meistens an seine jeweilige „Momentaufnahme“ des Wissens, die letztlich seinen jeweiligen „Hirnstatus“ abbildet. Das gehört bei den meisten Menschen einfach zum Mensch sein dazu.

    Eher selten kommt es vor, dass einer, vielleicht wegen früherer Enttäuschungen, völlig locker ist und seine eigenen Erkenntnisse selbst nicht wirklich glaubt, zumindest aber hinterfragt, sie ihm eigentlich völlig „Wurscht“ sind, höchstens eine Art von „geistiger Gymnastik“ sind.

    Mir hat vor mehreren Jahrzehnten ein Religionsphilosoph erklärt, dass man aus Gründen der kognitiven Dissonanzen nicht mit einer derart lockeren, unbestimmten variablen Einstellung durchs Leben laufen kann. Es ist mir gelungen und mich amüsieren meine unterschiedlichen Gedanken und Sichtweisen die ich mir irgendwann in meinem Leben „aufgerissen“ habe.

  11. @ anton reutlinger 15.02.2020, 19:08 Uhr

    Zitat: „…Viele Gegner oder Kritiker der Forschung erkennen nicht, oder wollen nicht zugeben, dass sie die angebliche Ideologie der Forscher durch ihre eigene Ideologie ersetzen wollen, z.B. in der Evolutionsbiologie oder life science. Sehr beliebt ist die Forderung nach “Offenheit der Forschung” bezüglich der Resultate. Auch hier verkennen viele Kritiker ihre eigene Voreingenommenheit.“

    Auch hier stimme ich Ihnen zu. So ist es einfach im „normalen“ Leben.

    Ich habe die Entwicklung in der Materialismus – Dualismus Frage verfolgt.

    Ich „glaube“ seit einigen Jahrzehnten am ehesten an die Sichtweise der Informatiker, für die das Konzept aus Prozessor – Prozess – Information absolute Grundlage ist. Die demnach über das Konzept der Theologen (Dualismus) eigentlich hinausgehen, die Prozesse nicht explizit „deklariert“ haben, aber sehr wohl den „Geist“, letztlich an Information als eigenständige Entität „glauben“. (Ich halte es zumindest für höchst zweckmäßig).

    Informatiker beschäftigen sich hauptsächlich mit Algorithmen und Datenstrukturen. Information wird sozusagen fertig angeliefert, einerseits aus Mathematik und Informatik, andererseits als von den Elektronikern aufbereitete Daten.

    Information ist für mich als ehemaligen Elektroniker, dasjenige was für einen Bäcker Mehl ist. (Eine Welt ohne die vielen Arten von Mehl wäre für einen Bäcker keine Welt, außerdem würden wir vermutlich alle verhungern). Information tritt extrem vielfältig auf und ist das Grundlegende was auf extrem vielfältige Weise in Prozessen auf Prozessoren verarbeitet wird.

    Information ist z.B. der Wasserstand in der Klospülung, der Zustand den der Autokolben am oberen Totpunkt erreicht hat – OT Geber, Luftmassenmesser, …. aber auch Sprache, Bilder, Nervenimpulse in der Prothetik … Signale aus dem Computertomographen …. interne Signale im Computer ….

    Information ist letztlich extrem vielfältig. Information interagiert auf vielfältige Art mit Materie, was heutzutage extrem genutzt wird, ist aber selbst keine Materie. Information ist portabel und kann unabhängig vom Zielsystem getrennt entwickelt werden. Handy Apps werden einfach irgendwo in Amerika für z.B. Android entwickelt und übers Internet auf unser Smartphone „aufgespielt“.

    • Ist Information auch für Sie, was das erkennende Subjekt Daten entnimmt?
      Wobei möglicher Informationsgehalt (von Daten) mit rein mathematischen Mitteln bestimmt werden kann.

  12. Wissenschaftler versus Wissenschaft – Gedanken zur Integrität der Forscher, dazu gehört natürlich auch die Klimadiskussion.

    Weltuntergangspropheten und Bußprediger lösen das Klimaproblem jedenfalls nicht. Auch wenn man den Eindruck bekommt, nur die sind unterwegs und wollten die Probleme auf ihre seltsame Art lösen.

    Wegen der Bevölkerungszunahme und der unzureichenden Fäkalienentsorgung brachen ehemals Pest und Cholera aus und forderten viele Menschenleben.

    Fäkalien waren unvermeidbar, man konnte aber nicht gut von den Menschen verlangen, sie sollten sich eben beim Sch…. zurück halten.

    Man hat das Problem sachlich einwandfrei durch den Bau von Kanalnetzen und Kläranlagen bestens gelöst. Nur sachliche technische Lösungen scheinen wirksam und sinnvoll.

    Heute wird man eben daran gehen, sich gegen die Hitze vorzusehen und die schädlichen Klimafaktoren wirksam kompensieren. Die Sonneneinstrahlung dürfte verstärkt in Sonnenkollektoren, Sonnenöfen (Dampfturbinen) zur Strom und Wasserstofferzeugung genutzt werden. Schädliche Stoffe dürften künftig aus den Abgasen gefiltert und genutzt werden.

    Die Wissenschaft und Technik wir zur Höchstform auflaufen und die Probleme lösen.

  13. @ Lars Jaeger
    Der Staat: Dass die meisten Forschungsbetriebe hierzulande staatliche Einrichtungen sind, hat sich für unsere Gesellschaft als sehr hilfreich erwiesen. Politik hat die Aufgabe, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu definieren und Steuergelder entsprechend anzuwenden. Kontrolliert wird sie in Demokratien durch die Bevölkerung selbst. […] Transparenz und öffentliche Kontrolle der Wissenschaft – und entsprechend die staatliche Bezahlung der Wissenschaftler – sind also sehr wichtig.

    […] Trotz grossem Enthusiasmus unter den beteiligten Wissenschaftlern, klarer Erwartungshaltung aufgrund einer unumstrittenen theoretischen Grundlage (allgemeine Relativitätstheorie) und starker empirischer Evidenz in den Daten ziehen einige – sehr redliche und kompetente – Wissenschaftler die Ergebnisse in Frage, so dass sich die LIGO-Experimentatoren dieser eben noch nicht 100% sicher sein können.

    .

    Von einer „unumstrittenen theoretischen Grundlage“ der Relativitätstheorien kann angesichts einer ungebrochenen internationalen Kritik auf höchstem Niveau seit mehr als 100 Jahren nicht die Rede sein, wie es zum Beispiel in Ihrer noch laufenden Nachbardiskussion mit zurzeit knapp 1000 Kommentaren dokumentiert wird.

    Wenn also eine Theorie als gravierend fehlerhaft, widersprüchlich und inkonsistent herausgearbeitet wird, kann sie auch nicht experimentell nachgewiesen werden. Vielmehr sind dann vermeintliche experimentelle Bestätigungen einer inkonsistenten Theorie Artefakte und Meßillusionen, genauso zum Beispiel wie die Messung der Längenkontraktion als Kernaussage der Speziellen Relativitätstheorie ein Artefakt ist, denn die Längenkontraktion ist sogar nach Auffassung von ultraorthodoxen Relativisten (wie Markus Pössel vom Albert Einstein Institut) materiell nicht real, sondern lediglich ein Meßeffekt: Alle Körper, egal ob ruhend oder bewegt, behalten in der SRT materiell stets die gleiche Länge. Die experimentelle Bestätigung durch LIGO kann also vor diesem Hintergrund auch nur ein Artefakt oder eine Meßtäuschung sein.

    In diesem Zusammenhang verweise ich auf einen sehr informativen Artikel vom 11. Juni 2019 von Alexander Unzicker bei Telepolis über die Entdeckung von Gravitationswellen: Fake-News aus dem Universum?, der im Sci-Blog von Susanne Hoffman kürzlich zensiert jedoch in Ihrer o.g. laufenden Diskussion erlaubt wurde, siehe hier.

    Bei diesem Experiment kann immer noch nicht eindeutig ausgeschlossen werden, dass eine Simulation (“blind injection”) durch Unbefugte eingespeist wurde, die man für eine echte Gravitationswelle gehalten hat – das Labor befand sich bei der Entdeckung noch in einem Testmodus ohne jegliche Sicherheitsvorkehrungen.

    Bei einer unabhängigen Auswertung der Datensätze durch eine sachkundige Arbeitsgruppe um Prof. Andrew D. Jackson vom renommierten Niels-Bohr-Institut in Kopenhagen wurden darüber hinaus Ungereimtheiten gefunden, die offensichtlich bis heute noch nicht ausgeräumt wurden, so daß in der Fachwelt die Gefahr immer noch in der Schwebe ist, trotz Nobelpreis, dass es sich um ein Fake handeln könnte. Siehe auch den von Alexander Unzicker verlinkten Artikel von November 2018 im renommierten New Scientist zu der Schlagzeile „Große Zweifel an LIGOs Entdeckung von Gravitationswellen“.

    Darüber hinaus kann über einen konkreten und leider negativen Versuch von Bürgern und Steuerzahlern zur Herbeiführung von Transparenz bei einem 100%-ig staatlich finanzierten Experiment wie LIGO berichtet werden:

    Bis heute noch wurde nämlich keine Transparenz vom LIGO-Team über Unstimmigkeiten bei der Kalibration der Meßanlage herbeigeführt: Prof. Karsten Danzmann vom Albert Einstein Institut / Max Planck Institut für Gravitationsphysik weigert sich hartnäckig, 3 einfach zu beantwortete Fragen über das Kalibrationsverfahren der Anlage im Rahmen des Informationsfreiheitgesetzes zu beantworten, siehe hier eine Petition, die von knapp 2700 Bürgern unterschrieben wurde: Prof. Karsten Danzmann, beantworten Sie bitte 3 Fragen über das LIGO Experiment!.

    Die Meßdaten, die bei der Durchführung des Kalibrationsverfahrens gesammelt wurden (Eichkurve), wurden nirgendwo veröffentlicht, so daß der Nachweis nicht erbracht wurde, dass die LIGO-Detektoren technisch in der Lage waren, die beschriebene Gravitationswelle zu messen:

    – Prof. Karsten Danzmann, Direktor vom Albert Einstein Institut/Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik und Co-Autor der offiziellen und nobelpreisgekrönten LIGO-Publikation „Discovery Paper“ weigert sich im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes diese 3 gestellten Fragen zu beantworten und der Öffentlichkeit Zugang zu der fehlenden Veröffentlichung der Eichdaten zu geben.

    – Auf Aufforderung unseres Rechtsanwalts (David Sanker, Köln) weigert sich die Geschäftsleitung der Max-Planck-Gesellschaft diese 3 Fragen im Rahmen des Informationsfreiheitgesetztes zu beantworten, und zwar mit der Ausrede, dass die Max-Planck-Gesellschaft den juristischen Status eines privaten Vereins hat und somit dem Informationsfreiheitsgesetz nicht unterliegen würde.

    – Auf Aufforderung unseres Rechtsanwalts weigert sich ebenfalls die Geschäftsleitung der Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG als Geldgeber diese 3 Fragen zu beantworten, und zwar mit derselben Ausrede: Sie habe den juristische Status eines privaten Vereins und unterliege somit dem Informationsfreiheitsgesetz nicht.

    – Auf Aufforderung unseres Rechtsanwalts weigert sich ebenfalls das Bundesministerium für Bildung und Forschung diese 3 Fragen zu beantworten, mit der Ausrede, dass sie zwar als Behörde dem Informationsfreiheitsgesetz unterliegt, jedoch nicht verpflichtet ist Informationen bei anderen Institutionen zu beschaffen.

    – Auch das Bundesland Niedersachsen hat die Entwicklung der LIGO-Detektoren mit Steuergeldern finanziert, aber es ist sinnlos diese Stelle um die Beantwortung der 3 Fragen zu bitten, denn das Land Niedersachsen hat kein Informationsfreiheitsgesetz, noch praktischer…

    Diese 3 einfachen Fragen müssen doch was an sich haben, wenn man mit einem solchen amtlichen Aufwand ihre Beantwortung verweigert, oder?

    Die staatliche Forschung ist in Deutschland nach einem perfekten Lobbyismussystem organisiert, wo die Bürger weder Anspruch auf Transparenz noch auf Rechtfertigung haben.

    Solange die Meßdaten über die Durchführung des im Discovery Paper beschriebenen Kalibrationsverfahrens nicht veröffentlicht werden, darf die Öffentlichkeit davon ausgehen, dass es sich um intellektuelle Unredlichkeit handelt und dass die angebliche Entdeckung einer Gravitationswelle eine Computer-Simulation war (Blind Injection).

    Solange der Staat sich gegenüber den Bürgern und Steuerzahlern weigert, diese gemeldeten Unstimmigkeiten gewissenhaft nachzuprüfen, dürfen die Bürger und Steuerzahler davon ausgehen, dass der Staat intellektuelle Unredlichkeit in der Wissenschaft decken will – was eigentlich verständlich ist, denn die Relativitätstheorie ist in Deutschland im Widerspruch zur Verfassung eine Staatstheorie.

  14. @Elektroniker: Zusatzinformation

    Die EU gibt fast 2 Mio. Euro Fördergelder um eine Fragestellung zu klären, die ich zum Teil längst beantwortet habe:
    https://cordis.europa.eu/project/id/818996/de

    Learning to remember: The development of the neural mechanism supporting memory processing / Neurologischer Blick auf das Entstehen von Erinnerungen
    Projektdauer 2020-2025, EU-Förderbeitrag: 1999520 Euro Projekt Nr. 818996

  15. @ Krichard 16.02.2020, 05:32 Uhr

    Zitat: „Grundlage wissenschaftlicher Erklärungsmodelle ist in der Regel dass man bei bestimmten Ereignissen immer wieder gleichartige Muster entdeckt. Auf Grundlage solcher gleichartigen Muster, Strukturen, Inhalte versucht man wissenschaftliche Modelle zu erstellen – die dann auf Plausibilität geprüft werden müssen.“

    Da stimme ich Ihnen begeistert zu. Mustervergleiche sind nicht nur wichtige Methoden der Wissenschaft, Musterverarbeitung dürfte grundlegend besonders bei den kreativen Prozessen der Informationsverarbeitung im Gehirn sein.

    Es könnte sich vermutlich auch so verhalten dass Erlebnisse ab z.B. dem 5. Schwangerschaftsmonat nicht sehr stabil, auch abhängig von der Reihenfolge wie sich die Sinne entwickeln, „gespeichert“ werden. Das Problem ist aber, dass sich die für die Sprache erforderlichen „Outputstrukturen“ (anders als die „Inputstrukturen“) erst später entwickeln dürften. Vermutlich entwickeln sich die erforderlichen „Outputstrukturen“ ungefähr ab dem Lebensalter von z.B. rund 2 Jahren „nebenher“ und in (verknüpfender) Wechselwirkung mit den „Inputstrukturen“.

    Sie haben keinen „natürlichen“ Datenzugriff über die Sprache, weil es die dazu erforderlichen Strukturen noch nicht gibt. Sie können derzeit vermutlich auch nicht die tatsächliche die frühkindliche Information abbildende Feinststrukturbildung „messen“ und auch nicht mit psychologischen Methoden indirekt nachweisen.

    Die Hirnforscher sind sozusagen darauf angewiesen aus zufällig „angefallenen Datenmüll“ ihre Erkenntnisse zu gewinnen, weil es verpönt ist (gefährliche) Messungen beim Menschen (Babys) nur aus Forschungsgründen durchzuführen.

    Die Erkenntnisse aus der Nahtodforschung stammen eher aus dem am weitesten entfernten Zeitraum, verglichen zu dem Zeitraum an dem die jeweiligen Strukturen entstehen. Es scheint also unplausibel, dass man ausgerechnet aus NTEs signifikante Ergebnisse erhält. Es wäre naheliegender, z.B. aus den sprachlichen Äußerungen 4 jähriger Kinder Schlüsse zu ziehen, falls das überhaupt möglich ist.

    Außerdem gelten NTE Erkenntnisse nicht als streng wissenschaftlich, sondern eher als esoterisch, kein seriöser Wissenschaftler will da auch nur „anecken“, er könnte „auswandern“ müssen.

  16. @ Lars Jaeger
    Der Staat: Dass die meisten Forschungsbetriebe hierzulande staatliche Einrichtungen sind, hat sich für unsere Gesellschaft als sehr hilfreich erwiesen. Politik hat die Aufgabe, die Bedürfnisse der Bevölkerung zu definieren und Steuergelder entsprechend anzuwenden. Kontrolliert wird sie in Demokratien durch die Bevölkerung selbst. […] Transparenz und öffentliche Kontrolle der Wissenschaft – und entsprechend die staatliche Bezahlung der Wissenschaftler – sind also sehr wichtig.

    Dass die Transparenz und die öffentliche Kontrolle der staatlich geförderten Wissenschaft durch die Bevölkerung nicht möglich sind, bezeugt eben die oben geschilderte negative Erfahrung von Bürgern im Fall des milliardenschweren LIGO-Experiments seit 2015. Diese negative Erfahrung war allerdings in einer kritischen Studie sozusagen vorausgesagt, die zwei Universitätsprofessoren im Jahr 2011über die Deutsche Forschungsgemeinschaft in der FAZ veröffentlicht haben:

    Kritik an der DFG : Die freie Wissenschaft ist bedroht
    Fördert die mächtige Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) den Ideenklau und die Selbstbedienung? Transparenz ist für sie ein Fremdwort. Dieses Monopol ist bedenklich.
    von Roland Reuß und Volker Rieble

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/forschung-und-lehre/kritik-an-der-dfg-die-freie-wissenschaft-ist-bedroht-11497511.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Daraus geht hervor, dass die Milliarden von Steuergeldern für die öffentliche Forschung Jahr für Jahr von der DfG anonym und ohne jegliche Kontrollmöglichkeiten, sowohl von innen als auch von außen, verteilt werden. Auch unsere in meinem vorherigen Beitrag dargestellte konkrete Erfahrung mit einer Bürgeranfrage im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes wurde in dieser Studie als zum Scheitern verurteilt vorausgesagt:

    „Denn die DFG hat Macht – eine Macht, die nur scheinbar demokratisch von innen gebändigt wird und die sich auch keiner Kontrolle von außen unterwirft oder sich einer Diskussion mit der Öffentlichkeit oder gar dem Steuerbürger stellt, der das alles bezahlt. Immerhin kann die Öffentlichkeit über die sogenannte Gepris-Datenbank erfahren, welche Projekte gefördert worden sind. […] Das Informationsfreiheitsgesetz hingegen soll nicht anwendbar sein, weil die DFG ja nur ein Verein ist. Der Bundesrechnungshof kontrolliert die Mittelverwendung, doch erfährt die Öffentlichkeit darüber nichts, nicht einmal anonymisierte Beanstandungen oder Fehlleitungsquoten. Der Bundestag ist seines Budgetkontrollrechts enthoben, weil mit der Mittelzuführung an die DFG das Geld als „ausgegeben“ gilt und die weitere Verwendung und Verteilung keine Frage des Haushalts mehr ist. […]

    Dabei ist das Informationsfreiheitsgesetz das einzige rechtliche Mittel für Bürger zu Informationen über das staatliche Handeln zu gelangen, die nicht über bestehende Informationsmöglichkeiten zugänglich sind – Siehe zum Beispiel den Text des Berliner Informationsfreiheitsgesetzes (IFG):

    § 1 Zweck des Gesetzes
    Zweck dieses Gesetzes ist es, durch ein umfassendes Informationsrecht das in Akten festgehaltene Wissen und Handeln öffentlicher Stellen unter Wahrung des Schutzes personenbezogener Daten unmittelbar der Allgemeinheit zugänglich zu machen, um über die bestehenden Informationsmöglichkeiten hinaus die demokratische Meinungs- und Willensbildung zu fördern und eine Kontrolle des staatlichen Handelns zu ermöglichen.

    Dadurch jedoch, dass sich die DFG und die Max Planck Gesellschaft auf ihren rechtlichen Status als private Vereine wie im Fall LIGO-Experiment berufen, um Informationen zu verweigern, umgehen sie jegliche Transparenz und jegliche Kontrolle durch die Öffentlichkeit. Sie sind quasi als Staat im Staat unantastbar. Ob es im Sinne einer Demokratie und vor allem einer vetrauenswürdigen und redlichen Wissenschaft ist, sei dahingestellt… 🙁

  17. @Elektroniker
    1) Der Begriff ´Nahtod-Erfahrung´(NTE) ist völlig sinnlos – ich muss ihn aber verwenden weil er bisher in der Literatur für bestimmte gleichartige Erlebnisse benutzt wird.
    Ein Mensch kann nur dann von Erlebnissen berichten, wenn er zum Erlebniszeit lebendig und bei Bewusstsein war. D.h. diese Erfahrungen haben nichts mit Sterben/Tod zu tun.

    2) Die Reihenfolge von Erlebnissen, wie sie bei NTEs berichtet werden, stimmt genau mit der Reihenfolge überein, wie sich die Sinne ab dem 5. Schwangerschaftsmonat entwickeln (Fühlen(Hautkontakt) > Hören > Sehen (mattes Licht = vor der Geburt / brilliant leuchtendes Licht = nach der Geburt) > d.h. die Geburt ist nur indirekt erinnerbar > Objekte mit irrealen Farben (erst ab dem 6. Monat können Babys Farben unterscheiden – aber bis zum 4. Lebensjahr gibt es Fehler bei der Farbe-Objekt-Zuordnung (dazu gibt es experimentelle Belege)) > …
    Kurz gesagt: die Korrelation der möglichen Sinneswahrnehmung mit den bei NTEs berichteten Erlebnissen liegt bei 1 – besser geht es nicht

    Man muss aber berücksichtigen, dass das was wir erinnern immer von zwei Faktoren abhängt: unseren körperlichen, intellektuellen und emotionalen Fähigkeiten zu dem Zeitpunkt wo wir eine Erfahrung machen und im Gedächtnis abspeichern und auch zu dem Zeitpunkt wo wir diese Erfahrung beim Erinnern wieder reaktivieren. D.h. durch das Erinnern können Gedächtnisinhalte verändert werden – der Fachbegriff der Gedächtnisforschung dafür ist ´zustandsabhängiges Erinnern / state dependent retrieval´.

    3) Die Hirnforscher haben bisher das Problem dass sie mit ihren Geräten nur Aktivitäten messen können (EEG, PET, fMRT, N-IR, Elektroden;…) – welche Inhalte aber wie verarbeitet werden, dazu kann man so keine Aussage machen.
    Bei NTEs werden aber reaktivierte Erlebnisse beim Erinnern der bewussten Wahrnehmung zugänglich – dies ist ein neuer/andersartiger Zugang zur Arbeitsweise des Gehirns, der bisher nicht beachtet wurde (weil man das Thema NTE der Esoterik überlassen hat)

    4) Dass die Gehirnforschung das Thema NTE bisher ignoriert hat und damit eine wertvolle Chance unser Gehirn zu verstehen – dürfen Sie mir nicht zum Vorwurf machen.
    Als ich 2016 das erste Mal verstanden habe, dass man sich bei NTEs lebenslang an Erfahrungen aus dem Foetus-Alter erinnern kann – war mir sofort klar was dies bedeutet: Diese Erkenntnis hat für die Gedächtnisforschung eine vergleichbare Bedeutung, wie es die Entdeckung der Doppel-Helix-Struktur für die Genetik hatte.

    5) Lesen Sie die Projektbeschreibung des oben angegebenen Forschungsprojekts durch, welches mit 2 Mio Euro von der EU gefördert wird. Darin wird klar ersichtlich, dass man mit dem Thema ´infantile Amnesie´ immer noch gewaltige Probleme hat. (Ich sende der verantwortlichen Wissenschaftlerin Prof. Cacucci einen Text mit meinem NTE-Erklärungsmodell zu)

    Bei diesem Projekt und auch bei den ganz oben angeführten Tierversuchen des Tübinger Prof. Born ist das gleiche Problem erkennbar: Es wird massenhaft Foschungszeit/-geld verschwendet obgleich ich diese Fragestellung (infantile Amnesie) schon längst gelöst habe.
    Eine einfache Anfrage an mich würde bei diesen Forschungen massiv helfen – ich habe seit 2014 eine Liste mit über 450 wissenschftlichen Arbeiten angelegt, mit denen einzelne Details/Fragen er-/geklärt werden könnten.

  18. @ KRichard 16.02.2020, 17:31 Uhr

    Wie würden Sie möglichst allgemein verständlich begründen, welche besonderen Effekte aus dem NTE Umfeld es ermöglichen, Erfahrungen aus dem Foetus-Alter zu reaktivieren um daraus einen brauchbaren Output zu erzeugen?

    Was ist die gemeinsame Systematik?

    Wie können nachträglich die Strukturverknüpfungen zu den normalerweise später entstehenden „Outputstrukturen“ entstehen und gibt es für derartige Prozesse Belege?

    Warum entstehen derartige, vermutlich auf die Bildung von synaptischen Verknüpfungen an später entstandenen Neuronenverbänden zurückführbare Phänomene (also Erfahrungen aus dem Foetus-Alter zu reaktivieren) besonders bei „heftigen“ elektrischen und chemischen Vorgängen im Gehirn?

    Bemerkenswert dürfte sein, dass die Prozesse „heftig“ sein sollten damit derartige Phänomene entstehen. NTE Erlebnisse stehen vermutlich häufig im Zusammenhang mit „heftigen“ Einwirkungen auf das Geschehen im Gehirn. Viele Erkenntnisse haben die Hirnforscher daraus gewonnen, dass bei Operationen z.B. bei Messungen im Hirn verletzter Patienten, bestimmte Reaktionen (z.B. Sprechkaskaden) ausgelöst wurden.

    Was Sie als „zustandsabhängiges Erinnern / state dependent retrieval“ bezeichnet haben, dass führe ich auf vermutlich im Alter von rund 2 Jahren selbstständig aus Lernprozessen hervorgehenden „Outputstrukturen“ zurück. Diese Strukturen dürften sich dann „nebenher“ und in (verknüpfender) Wechselwirkung mit den „Inputstrukturen“ entwickeln.

    Es wäre irgend wie naheliegend dass es so ähnlich ist. Aber belastbare Beweise dafür kenne ich nicht, höchstens vage Hinweise.

    Korrelationen allein haben nur begrenzte Beweiskraft.

  19. Signal 🆚 Noise in Naturwissenschaft und bei politisch/sozialen Phänomenen
    Zitat:

    Trotz grossem Enthusiasmus [bei der Entdeckung von Gravitationswellen] unter den beteiligten Wissenschaftlern, klarer Erwartungshaltung aufgrund einer unumstrittenen theoretischen Grundlage (allgemeine Relativitätstheorie) und starker empirischer Evidenz in den Daten ziehen einige – sehr redliche und kompetente – Wissenschaftler die Ergebnisse in Frage, so dass sich die LIGO-Experimentatoren dieser eben noch nicht 100% sicher sein können.

    Die Detektion von Gravitationswellen ist an der in der Nähe der Nachweisgrenze heutiger Instrumente und das Herausfiltern des Signals aus dem Rauschen macht hier den Unterschied zwischen sonst nicht zugänglicher Informationen ℹ️ durch einen neuen “Sinn” und einer Sinnestäuschung👻. Doch die Naturwissenschaft, insbesondere die Physik, war mit diesem Problem von Beginn weg konfrontiert, lange bevor sie sich an die Detektion von Gravitationswellen machte. Wer heute Einwände gegen die LIGO/Virgo-Resultate macht, der macht diese nicht in den leeren Raum, sondern er trifft auf unzählige Publikationen, die sich mit möglichen Fehlerquellen und Scheinkorrelationen beschäftigen. Das LIGO-Team war deshalb nicht unvorbereitet, als eine dänische Gruppe von Physikern die Entdeckung von Gravitationswellen bezweifelte und von einer Illusion sprach. Zwei Studien, die die Behauptungen der dänischen Gruppe überprüften, antworteten schliessllich: “The Copenhagen group refuse to accept that they may be wrong. In fact, they are wrong.”.
    Allerdings ist damit noch nicht das letzte Wort gesprochen – weder für die Kritiker noch die Befürworter. Die Befürworter sind weiterhin in einer Bringschuld und die werden sie wohl mit verschiedenen Mitteln begleichen, zum Beispiel damit, dass sie auch elektromagnetische Wellen, Neutrinos und kosmische Strahlen nachweisen, die mit den Gravitationswellen gleichzeitig ausgesandt werden.

    Doch gibt es das Signal versus Noise-Problem nur in der Naturwissenschaft? Findet nicht eine grosser Teil der Diskussion um gesellschaftliche und politische Prozesse nicht ebenfalls in einem Raum statt, der von sehr viel Rauschen, ja Lärm 🔊 erfüllt ist und wo willkürlich herausgegriffene Phänomene zu Analysen und Urteilen führen, die letztlich auf Sand gebaut sind, denn sie verwechseln ein echtes Signal, eine wirkliche Quelle von Information über gesellschaftliche/politische Prozesse mit dem Rauschen von Meinungen, Einbildungen und Projektionen.
    Auch die Soziologie, Politologie und Gesellschaftsanalyse muss also zwischen Rauschen und Signal unterscheiden, sie (diese Wissenschaften) müssen die echten gesellschaftlichen und politischen Probleme von momentanen Befindlichkeiten unterscheiden lernen.
    Zudem müssen die “Signale” richtig interpretiert werden, denn sie können von etwas anderem stammen als es zuerst scheint.
    Um ein Beispiel zu geben: Die in Osteuropa weit verbreitete Angst vor Immigration muss nicht unbedingt auf die reale Immigration in die osteuropäischen Staaten herkommen, sie könnte auch damit zusammenhängen, dass viele osteuropäische Staaten gar nicht unter Immigration, sondern unter Emigration leiden (Zitat: Seit dem Beitritt Lettlands zur EU hat es ein Fünftel seiner Bevölkerung verloren.). (Erklären liesse sich diese Angst vor Immigration trotz tatsächlicher Emigration dadurch, dass viele Ängste nach aussen projiziert werden. )Alles Schlimme kommt von aussen)).

    Allerdings gibt es heute im gesellschaftlichen Bereich – anders als in der Naturwissenschaft – keine anerkannten Methoden, Signale von Rauschen zu unterscheiden und die echte Quelle von Signalen aus den Beobachtungen zu eruieren.
    Deshalb brauchen Analytiker hier sehr viel Intuition und eine stark ausgebildete Fähigkeit, durch all den Lärm und all die “falschen” Signale die echten Probleme zu erkennen.

    Ich bin aber überzeugt davon, dass die Erfahrungen in Mathematik und Naturwissenschaft mit dem Problem der Unterscheidung von Signal und Rauschen teilweise auch auf gesellschaftliche Analysen übertragen werden können, ja dass Gesellschaftsstudien auch von naturwissenschaftlichen Methoden profitieren können.

  20. @Elektroniker
    1) NTE sind das Ergebnis von einfachen Erinnerungsvorgängen – d.h. das Gehirn arbeitet so wie immer. Das ist die gemeinsame Systematik.
    (Die Annahme, dass das Gehirn bei einer NTE anders arbeiten würde als es dies normalerweise macht – ist falsch. Denn üblicherweise werden Funktionen abgebaut bzw. außer Betrieb genommen, wenn sie nicht ständig genutzt werden. z.B. baut die Muskulatur eines Beines sofort ab, wenn dieses in Gips ist. z.B. wird bei schielenden Kleinkindern sogar ein völlig gesundes Auge außer Betrieb gesetzt, wenn diese Fehlfunktion nicht korrigiert wird)

    2) NTEs können dann entstehen, wenn das Gehirn einen unverständlichen Reiz (Gedanken) verarbeiten muss. Dann konzentriert/fokussiert es sich so stark auf diese Aktivität dass man sie bewusst wahrnehmen kann.
    In der Wissenschaft gibt es dazu die ´predictive coding theory, ´thinking fast – thinking slow, von Prof. Kahnemann, ´inattentional blindness´ und die ´integrierte Informationstheorie´von Prof. Tononi. (im aktuellen Heft ´Spektrum der Wissenschaft gibt es dazu einen Beitrag) – um nur vier Beispiele zu nennen.

    3) Den Vorgang ´zustandsabhängiges Erinnern / state dependent retrieval´ habe ich schon vor 15 Jahren von einem Gedächtnisforscher (Prof.) erklärt bekommen.

    Ich könnte noch einige bereits gut in der Wissenschaft eingeführte Fachbegriffe anführen, welche in mein NTE-Erklärungsmodell integriert sind. Denn ich bemühe mich, dass meine Idee nicht in Widerspruch zu bekanntem Fachwissen steht.
    Wenn aber jemand unbedingt glauben will, dass NTEs unerklärbar sind – dann nützt jede Argumentation nichts, weil Argumente nicht zur Kenntnis genommen werden, da diese einer festgelegten Glaubensmeinung widersprechen würden.

    Aber ich hoffe, dass meine bisherigen Beiträge hier dazu geeignet sind, dass man über das episodische Gedächtnis und die reale Arbeitsweise von Wissenschaftlern nachdenkt.

    Die hohe Meinung zu wissenschaftlicher Arbeit, welche @Jaeger im einführenden Blogbeitrag zum Ausdruck bringt – muss man leider in der Realität sehr ernsthaft hinterfragen.

    Noch ein Beispiel dazu:
    Das DFG-Projekt FOR 2812 (Szenarien der Vergangenheit. Ein neuer theoretischer Rahmen für das generative episodische Gedächtnis.) ist in über 10 Teilprojekte gegliedert – und wird von der DFG mit erheblichen Geldmitteln gefördert. Ich habe die meisten Teilprojekt-Leiter angeschrieben und darauf aufmerksam gemacht, dass bei NTEs Inhalte des episodischen Gedächtnisses ab dem 5. Schwangerschaftsmonat zugänglich sind.
    Es kam keine einzige Rückreaktion – obwohl meine Hinweise das zentrale Forschungsthema betreffen.

    So ist die Realität in der Wissenschaft !

  21. @Elektroniker: Nachtrag

    Wenn gleichartige Strukturen immer wieder erkennbar sind, dann benutzt man den Begriff ´Korrelation´. Sie haben natürlich Recht mit Ihrer Aussage, dass Korrelationen nur begrenzte Beweiskraft haben.
    Wenn man eine Korrelation beobachtet, dann ist dies nur ein Hinweis dazu, dass hierbei möglicherweise eine Gesetzmäßigkeit erkennbar ist.

    Dass z.B. ein Apfel immer vom Baum herunter auf den Erdboden fällt – ist auch eine beobachtbare Korrelation. ABER – Obwohl diese Korrelation seit Jahrtausenden beobachtet wurde, hat erst Newton sich konkrete Gedanken dazu gemacht.

    Dieses Beispiel zeigt auch ein Problem in der Wissenschaft: Was nützt es, wenn eine beobachtbare Struktur vorhanden und gut bekannt ist (vom Baum fallender Apfel, einheitliche Struktur von NTEs) – wenn solche Korrelationen nicht beachtet werden.

  22. @ Martin Holzherr
    Wer heute Einwände gegen die LIGO/Virgo-Resultate macht, der macht diese nicht in den leeren Raum, sondern er trifft auf unzählige Publikationen, die sich mit möglichen Fehlerquellen und Scheinkorrelationen beschäftigen. […] Allerdings gibt es heute im gesellschaftlichen Bereich – anders als in der Naturwissenschaft – keine anerkannten Methoden, Signale von Rauschen zu unterscheiden und die echte Quelle von Signalen aus den Beobachtungen zu eruieren.

    In der Tat hat die Kopenhagen-Gruppe diese Problematik bei den LIGO/VIRGO-Resultaten herausgearbeitet, wie von Alexander Unzicker in seinem weiter oben schon zitierten Artikel Fake-News aus dem Universum? bei Telepolis darüber berichtet:

    Mit sauberer Statistik noch (fast) kein Resultat

    Noch mehr Sprengkraft als die bis heute unerklärliche Korrelation im Rauschen der Detektoren hat jedoch ein weiteres Resultat der Gruppe aus Kopenhagen. Die LIGO/VIRGO Kollaboration untersucht die Daten, indem sie sie mit einer riesigen Datenbank von theoretisch zu erwartenden Signalen, den Templates, abgleicht. Das erleichtert zwar die Interpretation der Signale, wenn man sich zum Beispiel für die Masse und Entfernung von Schwarzen Löchern interessiert, ist aber methodisch höchst fragwürdig, weil es die Existenz von Gravitationswellen schon voraussetzt.

    Andrew D. Jackson und seine Gruppe schlugen daher eine Methode vor, die allein auf Statistik beruht und in der die Korrelationen der Signale der beiden Laboratorien berechnet werden. Dies ist in der Tat der einzig saubere Zugang, wenn man eine falsch-positive Interpretation von Zufallsrauschen vermeiden will. […]

    Äußerst bemerkenswert ist dabei, dass mit dieser unvoreingenommenen Methode bisher noch keines der inzwischen über zwanzig detektierten Gravitationswellensignale sicher nachgewiesen werden konnte – bis auf jenes erste Signal GW150914 im September 2015. Nun könnte man argumentieren, durch dieses erste Signal sei der Nachweis erbracht und die Gefahr gebannt, dass die folgenden Signale durch willkürliches Filtern von Zufallsrauschen entstanden sind.

    Nicht nur wegen Unstimmigkeiten in den offiziellen Veröffentlichungen des LIGO-Teams, sondern auch wegen einer fragwürdigen Auswertungsmethode bei LIGO/VIRGO darf man also daran zweifeln, dass Gravitationswellen tatsächlich gemessen wurden. Dies deckt sich allerdings nicht nur mit der oben dargestellten Problematik mit den fehlenden Daten über das Kalibrationsverfahren, sondern auch mit ernst zu nehmenden kritischen theoretischen Grundlagen. Ich erinnere, dass Albert Einstein selbst davon überzeugt war, dass Schwarze Löcher nicht existieren können: Als er sich im Jahre 1939 mathematisch mit der Bewegung von Sternen in einem Kugelsternhaufen beschäftigte, kam er zu dem Schluss:

    „Das wesentliche Ergebnis dieser Untersuchung ist ein klares Verständnis dafür, warum die „Schwarzschild-Singularitäten“ (ursprünglicher Name für „Schwarze Löcher“) in der physikalischen Realität nicht existieren.“

    Zahlreiche moderne Theoretiker kommen auch zu demselben Schluß, wie zum Beispiel der australische Mathematiker Stephen Crothers, siehe hier.

  23. Die Wissenschaft muss sich nicht beweisen, das geschieht jeden Tag wenn man eine technische Neuerung nutzt, z.B. den Laser, den Computer technische Assistenzsysteme.
    Der Wissenschaftler muss sich auch nicht rechtfertigen, der muss abliefern, der muss Ergebnisse vorweisen, wenn er beruflich erfolgreich bleiben will.
    Die Kontrolleure, das sind wir, die Verbraucher, die sich auf die technischen Neuerungen verlassen.
    Die Diskussion über die Integrität der Wissenschaftler, das ist ein Kopfprodukt, um hier die Seiten zu füllen. (mal überspitzt gesagt)

  24. Technologieopposition 💢 als Form der Bürgerbeteiligung 👥👣
    Mehr Wohlfahrt ist heute das gemeinsame Ziel (fast) aller Nationen (Ausnahme Bhutan welches offiziell das Bruttonationalglück 🙋 mehren will) und fast aller Systeme. Ja, auch die Sowjetunion wollte wie die USA – in deren Verfassung man liest, Zitat: We the People of the United States ..promote the general Welfare -, mehr Wohlfahrt für alle Bürger. Und weil die Sowjetunion im Wettkampf der Systeme um das Wohlfahrtsziel immer weiter zurückfiel – darum zerbrach sie.
    Doch woher kommt Wohlfahrt, woher kommen in einem politischen System, das allen Bürgern Wohlfahrtsstreben erlaubt, die neuen Etappen, die grossen Sprünge (China: Großer Sprung nach vorn 大跃进) zu einem neuen Wohlfartsniveau?
    Antwort: Unter der Voraussetzung, dass jeder sich schon maximal anstrengt, kommen die grossen Veränderungen, die mehr Wohlfahrt bringen, von nicht nur verbesserter, sondern neuer Technologie ⚙️🔋📱. Die Industrialisierung, Automatisierung und Computerisierung/Digitalisierung, all diese technologischen Wellen haben mehr Wohlfahrt gebracht. Es ist also nicht die Demokratie, die Partizipation an den vom Staat und von den Privaten erwirtschafteten Gütern, die die Leute in erster Linie mehr Wohlfahrt beschert, sondern es sind technologische Entwicklungen (das legitimiert das wenig demokratische chinesische System, denn auch es hat Wohlfahrt gebracht).
    Doch technologische Entwicklungen und Revolutionen werden von den Bürgern eher erlitten, als das sie von den Bürgern gestaltet werden. Ja, die Bürger werden von neuen technologischen Wellen regelrecht überrollt.

    Doch hier im Westen , aber auch in China, ja überall gibt es ein starkes Bedürfnis einbezogen zu werden, zu partizipieren an dem was passiert, an dem was die Welt verändert. Und leider ist heute für den gemeinen Bürger die Einsprache die fast einzig mögliche Form der Mitbestimmung 👥 . Das erklärt zum Teil die zunehmenden Bürgerproteste 👊 gegen beispielsweise neue Mobilfunkantennen 📶, ja sogar gegen sonst doch so gern besuchte neue Sportstadien ⛹. Der Protest und eingeforderte bürgernahe Gestaltungsplan ist (fast) die einzige Form, wie sich Bürger einbringen können.

    Beurteilung: Viele angebliche Ängste vor beispielsweise den Gesundheitsgefahren der Mobilfunktstrahlung sind vielleicht auch versteckte Ängste vor einer einfach geschehenden, selbst nicht gestaltbaren Umgestaltung der Umwelt in der wir leben. Denn Wohlfahrt und technologischer Fortschritt geschieht nicht basisdemokratisch, sondern aus Sicht des Bürgers kommen diese Disruptionen von aussen. Es sind Forscher, Firmen und staatliche, im Sinne der Wirtschaft aufgelegte Entwicklungsprogramme, die neue Technologie und mehr Wohlfahrt bringen. Anders wäre es, wenn jeder Bürger auch ein Innovator wäre. Was aber kaum jemand ist. Und selbst wenn jeder Innovator wäre, so bestimmen nicht von ihm (dem Bürger) kontrollierbare Kräfte welche Innovation es dann bis in unseren Alltag schafft.

  25. @ H. Wied
    Die Wissenschaft muss sich nicht beweisen, das geschieht jeden Tag wenn man eine technische Neuerung nutzt, z.B. den Laser, den Computer technische Assistenzsysteme.Der Wissenschaftler muss sich auch nicht rechtfertigen, der muss abliefern, der muss Ergebnisse vorweisen, wenn er beruflich erfolgreich bleiben will.
    Die Kontrolleure, das sind wir, die Verbraucher, die sich auf die technischen Neuerungen verlassen.
    Die Diskussion über die Integrität der Wissenschaftler, das ist ein Kopfprodukt, um hier die Seiten zu füllen. (mal überspitzt gesagt)

    Es ist aus meiner Sicht nicht sinnvoll „Wissenschaft“ und „Technologie“ in einer Analyse der Vertrauenswürdigkeit bei der Öffenlichkeit gleichzustellen.

    Denn kein Laie bezweifelt die Errungenschaften der Technologie wenn er technologische Anwendungen in Anspruch nimmt. Ich habe mich zum Beispiel nie den Kopf darüber zerbrochen, wie mein Auto funktioniert. Warum sollte ich es? Es funktioniert, das reicht mir. 🙂 Und es funktioniert, weil wir Maschinenbauer, Ingenieure und Techniker haben, und nicht weil es wissenschaftliche Theorien über Gott und die Welt gibt. Denn Maschinebauer, Ingenieure und Techniker interessieren sich nicht bei ihrem Job für Gott und die Welt, sondern einzig dafür, dass etwas funktioniert. Und anders als theoretische Physiker werden sie von der Natur sofort „bestraft“, wenn sie einen Fehler machen, da gibt es kein Pardon und keine Diskussionen. Sie sind also Pragmatiker und müssen es sein, sonst würde nichts laufen. Deshalb kann auch der Fortschritt in der Technologie sich so rapide entwickeln, im Gegensatz zur theoretischen Physik. Zum Glück haben wir seit jeher die Tüftler, Ingenieure und Techniker, sonst würden wir mit den Theoretikern noch auf Bäumen hocken. Es gibt kaum einen Laien, der an den fantastischen Fortschritt der Technologie zweifelt oder ihn leugnet.

    Ganz anders ist es, wenn man mit physikalischen Theorien konfrontiert wird, denn hier kann jeder Laie auf seine eigene Erfahrung der Welt zurückgreifen und darauf vertrauen, sprich seinen eigenen natürlichen Verstand befragen, nach dem kategorischen Imperativ von Immanuel Kant: „Habe Mut dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen“. Wir sollen nicht vergessen, dass 99,999% der Menschen keine studierten Physiker sind, und trotzdem ein eigenes Verstand haben. Und das Befragen meines eigenen Verstandes sagt mir zum Beispiel, dass eine Theorie wie die Relativitätstheorie Unsinn ist, die solche logischen Unmöglichkeiten produziert:

    – von zwei Uhren geht jede langsamer als die andere (Reziprozität beim Relativitätsprinzip der Speziellen Relativitätstheorie)

    oder

    – eine rotierende Scheibe verändert ihren Umfang ohne ihren Radius zu verändern (Ehrenfest-Paradoxon)

    und viele anderen Widersprüche und Inkonsistenzen – siehe zum Beispiel meine Kommentaren in der aktuell noch laufenden Nachbardiskussion von Lars Jaeger
    https://scilogs.spektrum.de/beobachtungen-der-wissenschaft/intellektuelle-redlichkeit-ii-die-tugenden-der-wissenschaft-im-kampf-gegen-populistische-stroemungen/
    Auf meine Einwände müssen schon seriöse Wissenschaftler gewissenhaft eingehen und sie nicht abschmettern mit dem “Argument”, ich könne es nicht verstehen, weil ich dumm bin. So geht’s nicht.

    • … Autobatterie funktioniert “o’oh” nach Relativitätstheorie, muß man nicht verstehen können.
      Seriöse Wissenschaftler können, Zeit ist zu schade sich mit Crackpotterien zu beschäftigen.

  26. Moin Lars,

    vorab, geht jetzt der Mist von Jocelyne Lopez, ihre Hetze und ihre Beleidigungen, die Diffamierungen einfach weiter, kann sie hier weiter nun ihre Satzbausteine setzten, oder ist dann doch wo mal der Unfug zu Ende?

    Was die Wissenschaft und die Integrität der Forscher angeht, ja gibt auch das Betrüger, die lügen und versuchen sich zu bereichern, sind Menschen, findet sich überall.

    Aber die Menge macht es, die Physiker die CERN und LIGO geschraubt haben, die Sonden und Teleskopie bauen, die eine Visualisierung (ist kein Foto) aus Daten von verschalteten Teleskopen eines Schwarzen Lochs erstellt haben, haben mir zumindest gezeigt, sie können im Team große Aufgaben erfolgreich bewältigen.

    Schaue ich nun auf die Politiker der Welt, bekomme ich echt eine Gänsehaut, wenn ich deren “Produktivität” mit eben diesen Wissenschaftlern vergleiche.

    Persönlich halte ich die “Demokratie” so wie wir sie in den USA aktuell sehen, oder in vielen Staaten in Europa, oder wo auch immer auf der Welt, für gescheitert.

    Nicht die Idee selber, aber jede reale Umsetzung dieser Idee.

    Mein Deutschlehrer sagte mal vor vielen Jahren zu einem meiner Klassenkameraden auf dessen Frage, wie er denn seine Arbeit nun bewerte, Junge, der Wille mit dem Du dabei warst, war sicher ein bemerkenswerter. 😉

    Nun gut, heißt, der Versuch war ernsthaft, das Ergebnis war nicht wirklich lobenswert.

    Selbst einen ernsthaften Versuche kann ich kaum noch bei den Politikern erkennen. Bin überzeugt, würde man die Physiker von CERN und LIGO mal an die Probleme der Welt lassen, würde das Ergebnis in 25 Jahren besser sein, als das was uns in 25 Jahren wohl erwartet.

    Eine gute Technokratie bringt wohl mehr als eine schlechte “Demokratie”.

    Soll heißen, die Wissenschaft ist viel zu wenig integriert.

  27. Jocelyne Lopez schreib am 17.02.2020, 11:07 Uhr:

    Zahlreiche moderne Theoretiker kommen auch zu demselben Schluß, wie zum Beispiel der australische Mathematiker Stephen Crothers, …

    Du meinst den Stephen hier?

    Im Folgenden finden Sie eine Liste von Mathematikern und Physikern, die seine weit hergeholten Behauptungen vollständig analysiert haben (siehe verlinkte Verweise unten). Einer und alle sind einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass Crothers nicht nur ausgesprochen unhöflich und unausstehlich ist, er ist auch eine kolossale Zeitverschwendung: “Die Fülle der Artikel des Autors (Stephen J. Crothers), die weitgehend identisch sind, rechtfertigt keine ernsthafte Betrachtung durch qualifizierte Wissenschaftler und Mathematiker”.

    Übersetzt mit http://www.DeepL.com/Translator (kostenlose Version)

    https://rationalwiki.org/wiki/Stephen_J._Crothers#Critics

    Der Artikel zu Crothers ist auch im Ganzen sehr informativ. …

    @Jocelyne, du stellst immer deinen “Verstand” über alles andere, deiner soll “gesund” sein, wenn deiner dir sagt, das ist falsch und gibt keinen Sinn, geht so nicht, dann muss es eben falsch sein, keinen Sinn ergeben und nicht gehen.

    Wenn nun andere Menschen, auch studierte Physiker, mit ihrem Verstand aber erkennen, geht, ist logisch, ganz einfach, trivial, ist so richtig, geht voll gut, dann unterstellst du denen einfach frech, die sind nicht ganz bei “Verstand”, die sind gestört, ticken nicht richtig, oder sie lügen und betrügen und es geht denen nur ums Geld.

    Klar, alle Physiker fahren Porsche und haben eine Segeljacht …

    @Lars, können wir das nicht lassen, die Dame greift auf eine große Menge an Textbausteinen zurück, sie fabuliert immer wieder den gleichen Unfug, es stört jede sachliche Diskussion und sie will damit auch nur bei Google was reißen und dann in ihrem Blog den Mist aufkochen.

    Wir verbrennen echt nur Zeit damit.

  28. @ KRichard 17.02.2020, 05:28 Uhr

    Laut Wikipedia umfassen Nahtoderfahrungen (NTE) ein breites Spektrum von Erlebnisberichten über außergewöhnliche (anomale) Bewusstseinszustände. Sie erhielten die Bezeichnung NTE, da die Erlebnisse besonders von Personen berichtet wurden, die sich zuvor in einer lebensbedrohenden Lage befunden hatten, etwa durch einen vorübergehenden Kreislaufstillstand.

    Dies ist meiner Meinung nach ein Widerspruch zu Ihrer Sicht Punkt 1)

    Zitat: „NTE sind das Ergebnis von einfachen Erinnerungsvorgängen – d.h. das Gehirn arbeitet so wie immer. Das ist die gemeinsame Systematik.
    Die Annahme, dass das Gehirn bei einer NTE anders arbeiten würde als es dies normalerweise macht – ist falsch. Denn üblicherweise werden Funktionen abgebaut bzw. außer Betrieb genommen, wenn sie nicht ständig genutzt werden. …“

    Bemerkenswert ist, es gibt extrem viele „Erfahrungen“ (im Gehirn), vergleichsweise sehr wenige Erfahrungen davon sind NTEs. Die Erkenntnisse der Gehirnforschung stammen überwiegend aus den extrem vielen Erfahrungen und Messungen die am Gehirn gemacht wurden, ganz wenige speziell aus NTEs. NTEs treten unter besonderen „Belastungszuständen“ auf. So wie auch andere „besondere Zustände“ bei besonderen „Belastungen“, z.B. besondere Reize, Alkohol- oder Drogenkonsum …. auftreten.

    Es ist nicht so, wie es Ihr Anliegen zu sein scheint, dass NTEs „alles erklären“, sondern umgekehrt, aus „allem Wissen“ können auch NTEs erklärt werden. NTEs können allenfalls längst bekannte Sachverhalte zusätzlich bestätigen. So wie z.B. das Alkoholiker Problem nicht absolut vollständig erklärt werden kann, dürfte das auch für manche NTEs gelten.

    Was Sie unter Punkt 2) und 3) ausführen ist normales, praktisch kaum umstrittenes Know-how der Hirnforscher und es ist schön dass Sie derartige Phänomene auch bei NTE Fällen gefunden haben.

    Konkrete Details darüber, wie es zu nachträglichen Kopplungen (Prozesse der Neuronenneubildung, synaptische Verknüpfungen, …) zwischen „Input-“ und den erst später entstehenden „Outputstrukturen“ kommt, um die Erfahrungen aus dem Foetus-Alter zu reaktivieren, konnte ich nicht in Ihrem Beitrag finden.

    Vermutlich würden nur konkrete und Erfolg versprechende Forschungskonzepte zu den entsprechenden biochemischen Vorgängen gefördert.

  29. @ Martin Holzherr
    Wer heute Einwände gegen die LIGO/Virgo-Resultate macht, der macht diese nicht in den leeren Raum, sondern er trifft auf unzählige Publikationen, die sich mit möglichen Fehlerquellen und Scheinkorrelationen beschäftigen.

    Die frühzeitigen Einwände und Zweifel über die LIGO/VIRGO-Resultaten scheinen sich immer weiter zu bestätigen, wobei die Mainstream-Medien sie immer noch sorgfältig ausblendet… Siehe einen neuen Artikel von Alexander Unzicker bei Telepolis:

    Gravitationswellen: Stilles Fiasko
    .

  30. @Elektroniker
    1) NTEs werden auch von vielen Leuten erlebt, die dabei eindeutig bei bester Gesundheit waren. D.h. eine subjektive oder objektive Lebensgefahr ist eindeutig kein Auslöser für NTEs. NTEs treten nicht nur bei speziellen ´Belastungszuständen´ auf, sondern nur, wenn das Gehirn eine ungewöhnliche Situation verarbeiten muss – für die es keine schnelle Antwort im Gedächtnis findet.

    Diese Tatsache ist bekannt, wird aber ignoriert weil manche Leute vorsätzlich den suggestiven Eindruck erzielen wollen, dass NTEs außergewöhnliche, anomale, übernatürliche Bewusstseinszustände sind.
    Das gezielte Sortieren von Informationen und das absichtliche Unterdrücken von Fakten wird in der seriösen Wissenschaft als Betrug betrachtet (Datenmanipulation).

    Zu Wikipedia: ich habe schon 2008 mein NTE-Erklärungsmodell dort eingegeben und seitdem mehrmals darauf hingewiesen, dass NTEs komplett erklärbar sind. Diese Informationen wurden immer gelöscht – d.h. es ist dort nicht möglich eine andere Meinung/Sichtweise zur Kenntnis zu nehmen.

    In Deutschland gibt es ´Netzwerk Nahtod-Erfahrung e.V.´ – diese Leute geben sich als Experten für das Thema NTE aus. Ich habe diese Leute seit 2006 dazu informiert, das NTEs als Ergebnis eines Erinnerungsvorgangs kompett erklrbar sind – mir wurde deutlich gesagt, dass es nicht erwünscht ist, dass NTEs erklärbar sind, Ich wurde beleidigt und bekam mehrmals angedroht, dass man gerichtlich gegen mich vorgehen könne. Aber es kam KEINE EINZIGE Rückfrage nach Details und mein NTE-Modell wurde auch nicht zur Diskussion gestellt.
    Leute dieses Vereins sind oft ´Experten´ für Medienberichte. Ich habe mich z.B. beim Bayerischen Rundfunk (BR) massiv über seine Fehlinformationen zum Thema NTE beschwert – es kam aber keine Rückfrage mit der Bitte um weitere Informationen sondern ich wurde nur gebeten, zu dieser Thematik keinen Kontakt mehr zum BR aufzunehmen.

    2) Da es sich bei NTEs nur um das Ergebnis von Erinnerungsvorgängen handelt, kann die Struktur von NTEs nichts über auf neuronaler Ebene ablaufende Aktivitäten aussagen.

    3) In der buddhistischen Literatur wurden Erlebnisse wie sie im Rahmen von NTEs auftreten schon vor 800 bzw. 1200 Jahren beschrieben. Man kannte damals den Begriff NTE nicht – aber derartige Erlebnisse wurden nur als aus dem Gedächtnis aufsteigende Erinnerungen betrachtet. (d.h. die Idee, dss es sich bei NTEs nur um Erinnerungen handelt – ist nicht also neu)

    4) Dies ist hier mein letzter Beitrag zum Thema NTE.

    Im einführenden Blogbeitrag wird unter anderem auf wissenschaftliche Arbeitsmethodik und die Frage nach der Vertrauenswürdigkeit von Wissenschaftlern eingegangen.

    Ich wollte mit meinen Hinweisen ein einziges konkretes Beispiel zur Realität geben – aus eigener Erfahrung. Ich hoffe es ist mir gelungen, zu zeigen, dass es Fehlverhalten gibt und auch welche Konsequenzen sich daraus ergeben können.

  31. @ KRichard 17.02.2020, 05:28 Uhr

    Ich möchte nochmals auf Ihr Zitat eingehen.

    Zitat: „NTE sind das Ergebnis von einfachen Erinnerungsvorgängen – d.h. das Gehirn arbeitet so wie immer. Das ist die gemeinsame Systematik.
    Die Annahme, dass das Gehirn bei einer NTE anders arbeiten würde als es dies normalerweise macht – ist falsch. Denn üblicherweise werden Funktionen abgebaut bzw. außer Betrieb genommen, wenn sie nicht ständig genutzt werden. …“

    Dass das Gehirn entsprechend der physikalischen und auch Information verarbeitenden Gesetzmäßigkeiten arbeitet, wird nicht bestritten.

    Dass die Gehirnfunktionen beim Tod „heruntergefahren“ werden und irgendwann unumkehrbar enden, ist allgemein bekannt.

    Das Gehirn arbeitet bei NTE insofern „anders“, als es auch z.B. bei Traumzuständen, bei hohem Fieber, hoher körperlicher Belastung, Alkohol oder im „normalen“ Zustand jeweils etwas unterschiedlich „arbeitet“. Das Gehirn ist sozusagen dazu da, die verschiedenen „Betriebszustände“ auszuwerten damit das Gesamtsystem entsprechend darauf reagieren kann.

    Bei Traumzuständen ist bemerkenswert, dass der von außen „einströmende Input“ im Schlaf geringer ist und weniger ausgewertet werden dürfte, aber gelegentlich intern entstehende Signalkaskaden über die Bewusstsein abbildenden Strukturen geführt werden.

    Vermutlich werden diese Kaskaden bei hohem entstandenen Ladungsniveau in Neuronen und/oder starker Triggerempfindlichkeit der nachgeschalteten Neuronen ausgelöst. Sie sind aber „ungeordnet“ weil sie nicht den „realen gelernten Input“ abbilden, sondern von einem internen, eher willkürlichen „technischen“ Zustand ausgehen. Die Denkinhalte stammen zwar aus realer Informationsverarbeitung, werden aber sozusagen willkürlich zusammengewürfelt durch die Bewusstseinsstrukturen geführt, so dass nur mehr oder weniger absurde „Traumgeschichterl“ wahrgenommen werden.

    Was hier im Beispiel willkürlich von einzelnen Neuronen ausgelöst wird, wird bei den NTEs z.B. von einem Meldesystem dass Luftmangel anzeigt ausgelöst, oder von Neuronenverbänden die Angst „anzeigen“.

  32. @Herr Senf / 14.02.2020, 12:48 Uhr

    »Der O3-Run hat am 13.02.2020 seine 50. Gravitationswelle registriert:«

    Sorry, aber das halte ich doch für erschreckend naiv.

    Menschen sehen auch Gesichter an allen unmöglichen Stellen, in Wolken, Bäumen, und Felsen, letzteres sogar schon auf dem Mars. Da wird ein Muster X auch dort gesehen, wo gar kein X ist. Michael Shermer hat das Wort Patternicity geprägt für “The tendency to find meaningful patterns in meaningless noise.” Wenn man nur lange genug im Rauschen von Daten nach einem bestimmten Muster fahndet, dann wird man es früher oder später auch finden, und besonders dann, wenn man von der Idee besessen ist, dass es zu finden sein muss.

    Im übrigen hat bis anhin noch niemand die Existenz einer analytischen Lösung von Einsteins Feldgl. gezeigt, mit welcher sich verstehen liesse, wie bewegte Massen GWs erzeugen. Indessen hat A. Papapetrou bereits in den 1950ern diverse Resultate zur Nichtexistenz von periodischen Lösungen publiziert, die das Verhalten des Hulse-Taylor Pulsars PSR 1913+16 auch ohne GW-Strahlung erklären können. Damit ist durch Hulse & Taylor zwar eine Vorhersage der GR bestätigt worden, doch einen “indirekter Nachweis von GWs” kann man das seriöserweise keinesfalls nennen.

    Nebenbei hat Papapetrou mit seiner Arbeit auch das bestätigt, was Infeld zufolge Einsteins eigene finale Überzeugung in dieser Angelegenheit war, nämlich dass Doppelsternsysteme keine GW-Strahlung emittieren. Ironischerweise sind es gerade die GW-Gläubigen, die hier am lautesten “Einstein wrong!” rufen.

    • … sorry, das ist aber erschreckend pessimistisch 😉
      ok analytische Lösungen sind im Fall Gravitationswellen unmöglich – so Einstein’s Zweifel
      die Korrektheit der ersten Näherungslösung Einstein’s wurde in den 50/60ern bewiesen
      heute hat man die “Numerische Relativität” IT mit höchstmöglicher Präzision/Auflösung
      Match-Filter sind in der Signalverarbeitung (Entwicklung 2. Weltkrieg) erprobt zuverlässig
      Mustererkennung ist nicht zu beanstanden, warum? 1 Detektor könnte Glitch sein, aber
      2 oder 3 Detektoren müssen gleichzeitig gleiche Ergebnisse liefern, dann wird akzeptiert
      Entenbeweis!
      was aussieht wie Ente, watschelt wie Ente, schnattert wie Ente, ist eine Ente! oder?

    • @Chrys (Zitat):

      Im übrigen hat bis anhin noch niemand die Existenz einer analytischen Lösung von Einsteins Feldgl. gezeigt, mit welcher sich verstehen liesse, wie bewegte Massen GWs erzeugen.

      Nur gibt es in der Physik für die meisten Phänomene keine analytischen Lösungen. In einer Quora-Anfrage dazu liest man beispielsweise

      Most systems in physics cannot be solved at all by analytical methods. When that is the case the it’s almost invariably the harmonic oscillator. (My favourite theoretical physicist, Sidney Coleman, even claimed that “the career of a young theoretical physicist consists of solving the harmonic oscillator in varying levels of abstraction”.)

      Kip Thorne, der den Physik-Nobelpreis im Zusammenhang mit der Entdeckung von Gravitationswellen erhalten hat, hat unzählige Untersuchungen zu Gravitationswellen bei verschiedenen stellaren/galaktischen Konstellation publiziert. Dies ist seine Publikationsliste

      Schliesslich noch zur Frage, welche Phänomene Gravitationswellen erzeugen. Dazu liest man im LIGO-Artikel Sources and Types of Gravitational Waves

      Jedes massive Objekt, das sich beschleunigt, erzeugt Gravitationswellen.

      Es stellt sich heraus, dass das Universum mit unglaublich massiven Objekten gefüllt ist, die schnelle Beschleunigungen erfahren, die aufgrund ihrer Natur Gravitationswellen erzeugen, die wir tatsächlich wahrnehmen können. Beispiele für solche Dinge sind umlaufende Paare von schwarzen Löchern und Neutronensternen oder massereiche Sterne, die am Ende ihres Lebens explodieren.

  33. Liebe Frau Lopez!

    Es gibt eine Menge Angebote, die ihre Fragen beantworten:

    Einstein online – https://www.einstein-online.info/category/einstein-fuer-einsteiger/spezielle-relativitaetstheorie-einstein-fuer-einsteiger/.

    “Die kürzeste Geschichte der Zeit” – Stephen Hawking.

    Zur Vertiefung gibt es Fachliteratur.

    Des weiteren wurden zahlreiche Ihrer Fragen im Netz direkt beantwortet:

    Zum Beispiel bei UNICUM, bei Uni-Protokolle oder von Dr. Markus Pössel.

    Ihre Aussage, niemand würde sich Ihrer “Einwände” annehmen, entspricht somit nicht den Tatsachen.

    Ihr Anspruch jedoch, Ihre Fragen müssten in jedem Internetauftritt, in dem Sie schreiben, täglich aufs Neue beantwortet werden – dieser Anspruch erscheint mir zu hoch.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erik Martin

  34. Jocelyne Lopez, bezug 17.2.

    Die Grundlagenforschung muss frei sein. Man weiß ja vorher noch nicht, was man findet.
    Und wenn ich das richtig verstehe, sind viele Wissenschaftler eitel.
    Wenn es wirklich so wäre, dass die RT grundsätzlich falsch sein sollte, dann würden mindestens 50 % der Wissenschaftler dagegen protestieren. tun sie aber nicht. Schon daher ist es klug , die RT zu akzeptieren, solange sich nichts Besseres findet.
    Bedenken Sie, die RT ist eine Theorie , baut auf Modellen auf und ist in sich schlüssig. Auch wenn man manche Dinge für widersinnig hält, weil sie der Alltagslogik widersprechen, so hat in einer Theorie die Mathematik das Sagen.
    Wenn man sich mal mit Hyperräumen beschäftigt, das sind Räume mit einer Dimension, die größer sind als 3, dann lässt sich in einen Hyperraum von 8 ein ganzes Haus unterbringen, auch wenn dieser Raum so groß ist wie eine kleine Dose. Das erscheint widersinnig, die Mathematik erlaubt das.
    Also, erlauben Sie den Grundlagenforschern die Vorstellung von der RT.
    Anmerkung: Ich halte die RT für richtig auch wenn mir manche Gedankenexperimente nicht gefallen, weil sie unrealistisch sind.

    • @H.Wied:

      Schon daher ist es klug , die RT zu akzeptieren, solange sich nichts Besseres findet.

      Das Problem ist die Akzeptanz und das gilt nicht nur für die RT, sondern z.B. auch für das RP oder bzw. und vor Allem auch für das Bessere, was es gilt zu finden.
      Das Problem ist nun, dass wenn man die RT akzeptiert hat, weit weniger interesse daran hat, etwas Besseres überhaupt zu suchen. Viel schlimmer wird es aber beim RP, denn dafür gilt das selbe und wenn es sich als unzulänglich erweist, sind es knapp 100& der Wissenschaftler die dagegen protestieren.

  35. @Elektroniker
    Das die Gehirnaktivität beim Tod erlischt, ist allgemein bekannt. Diese Tatsache würde ich nie anzweifeln. Da der Tod aber nicht reversibel ist – ist man danach eine Leiche und kann nichts mehr erzählen.

    Sie sollten die Projektbescheibung genau lesen:
    https://cordis.europa.eu/projekt/id/818996/de

    Zitat:
    “Die meisten Menschen können sich nicht an die Zeit vor ihrem dritten Geburtstag erinnern. Die Tatsache, dass Erwachsene keine episodischen Erinnerungen aus der Zeit davor abrufen können, wird als infantile Amnesie bezeichnet. Der Grund für dieses Gedächtnisdefizit ist nicht bekannt. … ”

    Ich habe seit 2006 belegt und veröffentlicht, dass lebenslang Erlebnisse aus/ab der Fötus-Zeit dem bewussten Erinnern zugänglich sind.
    D.h. ich habe die oben vorgestellte ´Tatsache´ seit 14 Jahren widerlegt!

    Sie persönlich – @Elektroniker – brauchen diese nachprüfbaren Fakten nicht zur Kenntnis nehmen. Aber wenn Wissenschaftler vor Beginn ihrer Versuche überhaupt keine Recherche durchführen – ob diese Forschung berhaupt noch notwendig ist – oder wenn gar unnütze/unsinnige Tierversuche durchgeführt werden, dann muss man diesen Leuten auf die Finger klopfen.

    Der offizielle Start für das Projekt 818996 ist der 1.3.2020. D.h. obwohl bereits seit 14 Jahren vor Projektstart nachprüfbar bekannt ist, dass die zu untersuchende Fragestellung längst geklärt ist – werden ZWEI MILLIONEN EURO dafür verbraten.
    Unsere Steuergelder!

  36. @ Chrys – 18.02.2020, 15:27 Uhr

    @Herr Senf / 14.02.2020, 12:48 Uhr
    »Der O3-Run hat am 13.02.2020 seine 50. Gravitationswelle registriert:«

    Sorry, aber das halte ich doch für erschreckend naiv.

    Menschen sehen auch Gesichter an allen unmöglichen Stellen, in Wolken, Bäumen, und Felsen, letzteres sogar schon auf dem Mars. Da wird ein Muster X auch dort gesehen, wo gar kein X ist. Michael Shermer hat das Wort Patternicity geprägt für “The tendency to find meaningful patterns in meaningless noise.” Wenn man nur lange genug im Rauschen von Daten nach einem bestimmten Muster fahndet, dann wird man es früher oder später auch finden, und besonders dann, wenn man von der Idee besessen ist, dass es zu finden sein muss.

    Im übrigen hat bis anhin noch niemand die Existenz einer analytischen Lösung von Einsteins Feldgl. gezeigt, mit welcher sich verstehen liesse, wie bewegte Massen GWs erzeugen. Indessen hat A. Papapetrou bereits in den 1950ern diverse Resultate zur Nichtexistenz von periodischen Lösungen publiziert, die das Verhalten des Hulse-Taylor Pulsars PSR 1913+16 auch ohne GW-Strahlung erklären können. Damit ist durch Hulse & Taylor zwar eine Vorhersage der GR bestätigt worden, doch einen “indirekter Nachweis von GWs” kann man das seriöserweise keinesfalls nennen.

    Nebenbei hat Papapetrou mit seiner Arbeit auch das bestätigt, was Infeld zufolge Einsteins eigene finale Überzeugung in dieser Angelegenheit war, nämlich dass Doppelsternsysteme keine GW-Strahlung emittieren. Ironischerweise sind es gerade die GW-Gläubigen, die hier am lautesten <em“Einstein wrong!” rufen.

    Zu Ihren Ausführungen passen u.a. folgende Fakten, die von Alexander Unzicker in seinem neuen Artikel bei Telepolis dargelegt wurden:

    […] Man musste kein Optimist sein, um für die seit April 2019 laufende Messereihe O3 Dutzende von sensationellen Ereignissen zu erwarten. Stattdessen lautet das Ergebnis: nichts.

    Fehlalarme, ein bisschen zu häufig

    Kein Signal der Gravitationswellenkollaboration konnte unabhängig verifiziert werden, stattdessen gab es eine unerklärlich große Anzahl von Fehlalarmen und Signalen, deren Glaubwürdigkeit nachträglich zurückgestuft wurde.

    Bei 14 Ereignissen wäre eine Beobachtung durch andere Teleskope prinzipiell möglich gewesen, aber keine einzige (!) konnte bestätigt werden. Darüber hinaus wurden 19 Signale (rot markiert) zurückgezogen. Teilweise waren diese anfangs als hochsignifikant bewertet worden, beispielsweise wurde die False alarm rate für das Signal GW191117j mit einem Fehlalarm in 28 Milliarden Jahren (!) angegeben, für GW190822c mit einem in 5 Milliarden Jahren und für GW200108v immerhin noch mit einem in hunderttausend Jahren.

    Dafür, dass die Messreihe noch kein ganzes Jahr läuft, ist das schon ziemlich viel “Alarmismus”. Oder anders gesagt: Diese Berechnungen waren offensichtlich Unsinn. Wie kommt es, dass die Algorithmen der Qualitätssicherung hier derart versagen? […]

  37. @ Wied
    Wenn es wirklich so wäre, dass die RT grundsätzlich falsch sein sollte, dann würden mindestens 50 % der Wissenschaftler dagegen protestieren. tun sie aber nicht. Schon daher ist es klug , die RT zu akzeptieren, solange sich nichts Besseres findet.

    Wissenschaft wird nicht per Wahlabstimmung entschieden…
    Und es gibt auch Zensur in Demokratien und sehr viele Möglichkeiten, Kritik mit sehr großen finanziellen Mitteln effizient auszublenden und zu unterbinden, sowie natürlich durch Hetze, Disqualifizierung, Denunziationen, Ausgrenzung von Wissenschaftlern. Haben Sie es nicht gewußt? Oder ausgeblendet? Na na na. 😉

    Und wenn Sie persönlich klug finden, die RT zu akzeptieren solange sich nichts Besseres findet, dann erkundigen Sie sich mal klug zum Beispiel bei solchen internationalen Vereinigungen von Wissenschaftlern, sie haben offensichtlich was Besseres gefunden:

    The Thunderbolts Project – a Voice for the Electric Universe

    Oder

    John Chappell Natural Philosophy Society

    Viel Spaß beim Klugwerden! 😉

  38. Jocelyne Lopez
    19.02.2020, 08:44 Uhr
    (…)
    Viel Spaß beim Klugwerden! 😉

    Liebe Frau Lopez!
    Sie sind offensichtlich nicht in dem Geringsten an dem interessiert, was Sie vorgeben.
    Ihre Selbstherrlichkeit und Arroganz kennt kaum einen Vergleich.
    Ich kann nur hoffen, dass Menschen wie Sie niemals Macht erlangen.
    Was dann geschehen würde, hat Deutschland – und haben andere Länder – bereits erlebt.

    Lieber Herr Jäger!

    Ich muss Sie jetzt wirklich fragen, was Sie bezwecken.
    SciLogs ist ein Wissenschaftsblog.
    Und es gibt hier durchaus lesenswerte Kommentare.
    Um zu diesen lesenswerten Kommentaren vorzudringen, muss ich mich jedesmal durcharbeiten durch aberdutzende von Beleidigungen durch sozial offensichtlich hoffnungslos inkompetente, verlogene, bösartige Menschen, die sich einen Deut für Naturwissenschaft interessieren.

    Mut freundlichen Grüßen

    Erik Martin

  39. @ Erik Martin
    Liebe Frau Lopez!
    Sie sind offensichtlich nicht in dem Geringsten an dem interessiert, was Sie vorgeben.
    Ihre Selbstherrlichkeit und Arroganz kennt kaum einen Vergleich.
    Ich kann nur hoffen, dass Menschen wie Sie niemals Macht erlangen.
    Was dann geschehen würde, hat Deutschland – und haben andere Länder – bereits erlebt.

    @ Lars Jaeger 19.02.2020, 12:19 Uhr
    Lieber Herr Martin
    Ich sympathisiere mit Ihrem Frust, der auch meiner ist. Ich werde in der Zukunft hier härter durchgreifen – und habe das bereits getan (Sie sollten mal meinen Papierkorb anschauen). Allerdings will ich durchaus weiterhin kritische Stimmen aufnehmen, aber Beleidigungen werden nicht mehr toleriert. ES ist halt auch eine Gratwanderung.
    Besten Dank und Grüsse
    Lars Jaeger

    Sie haben “Erik Martin” bereits mitgeteilt, dass Sie Beleidigungen nicht mehr tolerieren würden und Sie schalten trotzdem eine Aussage frei, wonach dieser Teilnehmer unterstellt, ich würde Deutschland und die Welt in den Nationalsozialismus und in einen Weltkrieg stürzten, wenn ich „Macht erlangen“ würde???!!!

    Sie halten so eine ungeheuerliche Beleidigung und Diffamierung mir gegenüber in der Öffentlichkeit, wo ich mit meiner echten Identität auftrete, von einem Typ mit gefälschter bzw. nicht nachweisbarer Identität für nicht geeignet, moderiert zu werden??!!! Ich beschwere mich darüber ausdrücklich.

    • Liebe Frau Lopez

      Sie treten hier immer wieder gerne als Opfer auf, entweder mit dem (absurden) Vorwurf der Zensur, oder dass andere eben genau so scharf schreiben wie Sie. Das ist ermüdend. Zugleich verbreiten Sie dumpfe Propaganda und grobschlächtigen Unsinn. Ich werde dies sicher nicht noch unterstützen. Sie müssen sich dem auch nicht aussetzen. Manchmal ist Schweigen eben Gold. Aber tatsächlich werde ich persönliche Beleidigungen nicht mehr zulassen. Nur ist die Grenze nicht so scharf. Denn dann kommen Sie wieder mit dem Vorwurf der Zensur. Sie sehen, manchmal schlagen die eigenen Worte zurück…

      Und glauben Sie mir, tatsächlich habe ich schon einiges ausgefiltert, auch an Beleidigungen gegen Sie…

      Beste Grüsse
      Lars Jaeger

  40. Heute mittag wurden “wir” wieder fündig, die Gravitationswelle S200219ac.
    Interessant sind auch die wissenschaftliche Aufmerksamkeit und Ausbeute.
    Suchbegriff “Gravitational wave” auf dem Wissenschaftsserver arXiv eingeben:
    unter “title” erscheinen 5.502 Veröffentlichungen, darunter 88 nur dieses Jahr.
    Ob *Kritiker* und “U” die alle wenigstens lesen, wenn auch nichts zu verstehen?

    • @Senf:

      Heute mittag wurden “wir” wieder fündig…

      Natürlich… Ich würde auch andauernd fündig, wenn ich etwas hätte, womit ich recht einfach, ohne dass es einer wirklich nachvollziehen kann, meinen anspruchsvollen Lebensunterhalt über staatliche Subventionen finanzieren könnte.
      Dich muss man aber hoffentlich nicht daran erinnern, dass es für etwas weniger anspruchsvollen Lebensunterhalt genügt, ein paar Bewerbungen zu schreiben und nebenbei so tut, als würde man Alles, was bei ArXiv.org steht, selbst auch verstehen, weswegen es keinerlei Grund gibt, darüber mal selbst nachzudenken und es in Frage zu stellen.

  41. @Herr Senf / 18.02.2020, 22:12 Uhr

    Wenn man sicher sagen könnte, dass beim Detektor eine Energie ankommt, die auf Detektor-Spiegel übertragen wird und sie zum Wackeln bringt, liesse sich noch indirekt argumentieren, dass diese Energie auch irgendwo abgestrahlt worden sein muss. Die Frage nach der Energie ist schon massgeblich für ein Detektor-Design; die theoret. Grundlagen dazu stammen im wesentlichen von Pirani, der unter Verwendung der linearisierten GR auch eine Formel für die Effekte von GWs auf freie Testmassen (Gezeitenkraft) hergeleitet hat, die man in der gängigen Literatur häufig findet.

    Die Sache hat allerdings einen Haken. Inzwischen ist formal bewiesen, dass ebene GWs — ob linear oder exakt — keine Energie transportieren und keinen Impuls auf Testmassen übertragen können. Pirani hat seine Herleitung anscheinend nie en détail ausgeführt und mit Hinweis auf die Invarianz des linearisierten Riemann Tensors eine Abkürzung genommen, die auf den ersten Blick auch durchaus plausibel scheint. Wobei jedoch übersehen wird, dass dabei die beiden Seiten der Gleichung für die Gezeitenkraft in verschiedenen Basen dargestellt werden und ein Term, der auf der linken Seite gleich null gesetzt wird, auf der rechten Seite überlebt, um dann als die gesuchte Kraft präsentiert zu werden. (Bei exakten ebenen GWs sind die für die Gezeitenkraft relevanten Krümmungskomponenten ebenfalls invariant, auch wenn sich der Riemann Tensor insgesamt hierbei ganz normal covariant transformiert.)

    Zugegeben, der Begriff “Gravitationsenergie” ist heikel; in dem Übersichtsartikel Chen et. al. (2017) schreiben die Autoren (in Sec. 9),

    However, although there are many conceptions that may be satisfactory for certain practical purposes, it should be kept in mind that even after a century there is no consensus on any specific gravitational energy expression.

    Und spezieller zu den Eigenschaften von ebenen GWs,

    It was found that, according to this measure, plane waves do not transport energy. […] We have no quarrel with this calculation, but expect that other alternative, no less legitimate, energy expressions could well give a different answer.

    Okay, so wahnsinnig überzeugend tönt das für mich nicht. Insbesondere sehe ich nicht, wie sich mit einem alternativen Konzept von Energie allein ein durch Gezeitenkraft bedingtes Gewackel von Testmassen restaurieren lassen sollte.

    Einen Mangel an Integrität will ich Pirani übrigens nicht unterstellen. Eher denke ich, dass er gegen Feynmans first principle gesündigt hat (“you must not fool yourself”).

    • @Chrys (Zitat, sinngemäss, nicht wörtlich):

      ebene GWs — ob linear oder exakt — transportieren Keine Energie und keinen Impuls auf Testmassen übertragen können

      Das ist gemäss dem Physiker Markus Pössel (Physiker, scilogs-Autor) falsch. Wichtig: entscheidend ist nicht ob Gravitationswellen Energie transportieren (was immer das heisst), sondern dass sie Kräfte auf Objekte ausüben können, die von ihnen passiert werden.
      In Markus Pössels Scilogs-Beitrag Was sind eigentlich Gravitationswellen? (GW Teil 1) Beantwortete er eine Frage von mir betreffend Wirkung von Gravitationswellen auf Testmassen. Ich möchte diesen Kommentar und seine Antwort darauf hier wiedergeben:

      Martin Holzherr
      08.02.2016, 10:48 Uhr
      Die Gravitationswellenvisualisierung mit Teilchen führt zur Frage: Spüren diese Teilchen eine Kraft, wenn sie durch die Gravitationswelle aus ihrer Ruheposition ausgelenkt werden? Nehmen wir dazu an, die Teilchen wären Atome in einem Kristall. Durch diesen Kristall (zb. ein Metall oder Salz) läuft eine Gravitationswelle und führt zu kleinen Auslenkungen der Gitteratome. Erzeugen die Auslenkungen eine Rückstellkraft? Intuitiv würde ich das verneinen, denn der Raum selbst verzerrt sich ja. Die Teilchen bewegen sich kräftemässig gesehen nicht, sondern sie bewegen sich in einer Art Geodäte.

      Markus Pössel
      08.02.2016, 17:06 Uhr
      Was “der Raum selbst” macht und was die Teilchen darin machen lässt sich nicht so einfach auseinanderhalten (gleiches Problem gibt es bei der kosmischen Expansion). Jedenfalls bewegen sich die freien Teilchen auch beim Durchgang von Gravitationswellen in der Tat auf Geodäten (zumindest in der vereinfachten Darstellung). Und bei Teilchen in einem Festkörper wirkt die Gravitationswelle in der Tat wie eine kleine zusätzliche Kraft.

      Fazit: Gravitationswellen wirken als Kräfte auf Atome/Moleküle in einem Festkörper
      (Nebenbei: auch die Raumexpansion kann kleinen Kräfte bewirken).

  42. @Jocelnye Lopez

    Das “elektrische Universum” ist nicht was besseres als die SRT, das:

    …Elektrische Universum hat mit echter Wissenschaft nicht viel zu tun. Es handelt sich um eine klassische Mischung aus Pseudowissenschaft und Verschwörungstheorie die die Realität weder ausreichend erklären, noch von konkreten Beobachtungen bestätigt wird.

    http://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2015/06/11/das-elektrische-universum-eine-revolutionaere-neue-kosmologie/?all=1

    Lustig ist auch, Jocelyne Lopez bestreitet so weit ich weiß die Existenz von Schwarzen Löchern, gibt viele Cranks die das so handhaben.

    Aber als vor vielen Jahren CERN an den Start ging, da versuchten sie alle geeint mit Otto E. Rössler die Forschung zu behindern und malten ein apokalyptisches Endzeitszenario aus, ganz gezielt wurde versucht die Bevölkerung in Panik zu versetzten.

    Fakt ist, Cranks können keine gemeinsame Physik zeigen, Kurt Bindl erklärt, … gibt es alles nicht und ist so, weil es so ist. Jocelnye Lopez ist alles egal, solange wer tönt, die SRT ist falsch, wird er von ihr promotet.

    Dann haben wir die Cranks die für die Emissionstheorie und denen gegenüber jene die für die Äther-Hypothese sind.

    Hartmut Pohl kocht da sein ganz eigenes Süppchen und ist auch noch gegen Newton und nur für seine eigene Behauptung.

    Alles sehr populistisch wird der Mist gepredigt, und dann gibt es noch, wie eben erwähnt, das elektrische Universum und noch zwei Handvoll Cranks mit ihren ganz eigenen Behauptungen.

    Aber noch was eint die Cranks, stellt man ihnen ganz einfach Aufgaben aus dem Tipler, einfache Physik, nur nach Newton, bekommt keiner wirklich was auf die Kette.

    Ich halte dass was wir aktuell auf der Welt erleben für den großen Filter, der jede Zivilisation im Universum an dem Punkt scheitern lässt. Das Klima des eigenen Planeten kann beeinflusst werden, nicht gezielt, sondern alleine durch die Auswirkung der Zivilisation selbst.

    Und dann ist Ende im Gelände, in 5.000 Jahren könnte sich das Klima weiter dem der Venus angenähert haben.

    Die Form der “Demokratie”, also USA, Russland, Türkei, … sollen ja alle demokratisch sein … ist wie der Kapitalismus gescheitert, die Lüge, wer viel leistet bekommt auch viel, ist nicht mehr aufrecht zu halten.

    Und nein ich bin kein Kommunist.

    Die Spiele-Theorie zeigt da “interessante” Dinge, wir sind gefangen im

    http://www.mathematik.uni-muenchen.de/~spielth/vortraegeopen/Das%20Gefangenendilemma.pdf

    • @Krüger:

      Hartmut Pohl kocht da sein ganz eigenes Süppchen und ist auch noch gegen Newton

      Das ist schlicht gelogen.
      Estens: Ich bin nicht gegen Newton, sondern gegen die Gravitationskonstante. Das ist in der Hinsicht ein wahnsinnig großer Unterschied, weil die Gravitationskonstante erst etwa 200 Jahre nach Newton kam und bis heute mehr schlecht als Recht ermittelt werden kann.
      Zweitens: Wie soll ich gegen Newton sein, während ich meine Theorie MNET (modifizierte Newtonsche Emissionstheorie) nenne.
      Drittens: Ich bin auch nicht dagegen, dass alle Bewegungen im Universum relativ sind, ich bin nur dagegen, dass man kein absolutes Bezugssystem finden kann, sobald sich eine dieser vielen Bewegungen im Universum als konstant herausstellt.
      Viertens: Was hast du gegen ein eigenes Süppchen? Du kochst nur lt. Kochbuch und glaubst das Menü würde allen schmecken, sonst würde es kaum in Kochbüchern stehen.
      Fünftens: Schön, dass du immer fröhlich dafür sorgst, dass mich keiner vergisst.
      Sechstens: Es ist nicht wichtig, ob “Cranks” eine gemeinsame Theorie präsentieren können, oder nicht. Entscheident sind die Inhalte und das Verständnis der selben. Du zeigst mit deinen Verleumdungen (“Ich hätte ja gar keine Theorie”) allerdings immer wieder, dass du leider kein Bisschen von meinen Inhalten verstehst, so dass man reinen Gewissens auch annehmen kann, dass du auch kaum dass verstehst, was du hin und wieder mal irgendwo gelesen hast.
      Siebtens: Das gilt Alles nicht bloß für dich, sondern für Schulz, Pössel, Jaeger, Senf, Martin und dem Rest der nachplappernden üblichen Verdächtigen natürlich auch.

  43. @ KRichard 19.02.2020, 05:03

    Ihr Link funktioniert nicht!

    Beim Gehirn handelt es sich prinzipiell um ein extrem komplexes System.

    Da das Gehirn auch nicht besonders stabil scheint, kann es praktisch nicht absolut vollständig exakt analysiert werden, es sind höchstens statistische Aussagen möglich.

    Zitate: „Die meisten Menschen können sich nicht an die Zeit vor ihrem dritten Geburtstag erinnern. Die Tatsache, dass Erwachsene keine episodischen Erinnerungen aus der Zeit davor abrufen können, wird als infantile Amnesie bezeichnet. Der Grund für dieses Gedächtnisdefizit ist nicht bekannt. …
    Ich habe seit 2006 belegt und veröffentlicht, dass lebenslang Erlebnisse aus/ab der Fötus-Zeit dem bewussten Erinnern zugänglich sind.
    D.h. ich habe die oben vorgestellte ´Tatsache´ seit 14 Jahren widerlegt!“

    Die Aussagen im 1.Teil halte ich für eine Art von „statistischer Aussage“, zumal sich weitaus mehr Menschen öfter und besser an Ereignisse erinnern können die nach dem 3. Lebensjahr aufgetreten sind.

    Manche Hirnforscher meinen, dass allenfalls ein Abspeicherung von Ereignissen im Fötus Stadium erfolgen könnte, aber meistens kein systematischer Output daraus entstehen kann, weil diese Strukturen üblicherweise später entstehen.

    Es scheint durchaus denkmöglich, dass eher selten, sehr wohl die passenden Strukturen vorhanden sind und aktiviert werden können. Dies ist insofern naheliegend, weil sowohl die neuronale Strukturbildung als auch die Lernprozesse etwas unterschiedlich erfolgen, demnach die Systemeigenschaften, so wie es in der Realität beobachtet werden kann, auch unterschiedlich sind.

    Ihre These, dass lebenslang Erlebnisse aus/ab der Fötus-Zeit dem bewussten Erinnern zugänglich sind, dürften nicht gerade die Regel sein. Diese „Erinnerungen“ können jedenfalls nur unzureichend nach außen mitgeteilt werden.

    Forschungen zur Neuronenbildung, zur Bildung der Synapsen und auch der Hirnstrukturen so wie deren genaue Funktionen, die eben genau die unterschiedlichen Systemeigenschaften möglichst exakt und wissenschaftlich erklären sollen, scheinen jedenfalls angebracht. Ich glaube nicht, dass man diese Forschungen als abgeschlossen betrachten kann.

  44. @Chrys (18.02.2020, 15:27 Uhr)

    “Wenn man nur lange genug im Rauschen von Daten nach einem bestimmten Muster fahndet, dann wird man es früher oder später auch finden, und besonders dann, wenn man von der Idee besessen ist, dass es zu finden sein muss.”

    Die Diskussion ist schon etwas komplizierter, s. Blog-Artikel von Lubos Motl:

    ” Danish “LIGO discovery is noise” paper is hogwash

    All of them (and maybe lots or even all of LIGO folks) are missing that the two LIGO detectors aren’t predicted to see signals that are exactly proportional to each other

    In particular, as I have emphasized from the very beginning, the two detectors – LIGO-LA and LIGO-WA – are directed in somewhat different directions, so they basically observe different polarizations of the gravitational wave. Because that gravitational wave is rather general – it is neither circularly polarized, nor linearly polarized – the two detectors that basically measure the linearly polarized components in two different directions must yield somewhat different signals.

    So it’s completely obvious that the signals aren’t supposed to be proportional to each other and if you just compute the optimal linear combination of the two signals that should be noise-like, it simply won’t be noiselike but will contain a part of the signal in the same period of time – basically the linear polarization of the signal with respect to a different axis than one that maximizes the signal’s strength.”

    Quelle:
    https://motls.blogspot.com/2017/06/danish-ligo-discovery-is-noise-paper-is.html

  45. @Elektroniker
    sorry – ich hatte ein ´k´ statt ´c´ geschrieben
    https://cordis.europa.eu/project/id/818996/de

    Im Blogartikel geht es um die Wissenschaft und deren Arbeitsweise – die von mir vorgestellten eigenen Erfahrungen sind nur ein konkretes Beispiel. Von Wissenschaftlern muss man erwarten können, dass sie für ihre Arbeiten im Vorfeld eine gute Recherche durchführen. Zum Thema ´infantile Amnesie´ ist dies offensichtlich nicht gemacht worden.

    Meinen Vorwurf, dass die durchgeführten bzw. geplanten Tierversuche zum Thema ´infantile Amnesie´ unnötig sind – habe ich damit begründet und belegt, dass diese wissenschaftliche Fragestellung von mir längst geklärt wurde.

    Es gibt aber noch einen weiteren wichtigen Grund, warum diese Tierversuche Unsinn sind:
    Um das menschliche Gedächtnis zu erforschen, bat man Versuchspersonen, von ihren frühesten erinnerbaren Erlebnissen zu berichten. Damit fand man heraus, dass man über keine Ereignisse vor dem 2.-4. Lebensjahr berichten konnte. Diese Grenze des Erinnerns beschreibt der Begriff ´infantile Amnesie´.

    Wer Tierversuche zum Thema ´infantile Anmesie´macht, müsste also zuerst viele Tiere nach ihren frühesten persönlichenErlebnissen befragen – damit man den Bereich festlegen kann, wobei den einzelnen Tierarten diese Grenze des Erinnerns ist.
    Da aber eine solche Befragung von Tieren mangels Sprachkenntnissen nicht möglich ist, sind Tierversuche zum Thema ´infantile Amnesie´ fragwürdig/unsinnig.

    Dies nur als weiteres Beispiel für wissenschaftliches Fehlverhalten zu den oben angesprochenen Tierversuchen zum Thema ´infantile Amnesie´. Forschungen zum Thema ´infantile Amnesie´ mit Tieren durchzuführen, ohne überhaupt zu wissen ob es dieses Phänomen bei Tieren gibt bzw. wo man es denn zeitlich ansiedeln muss – ist Unsinn.

  46. …nur fragte man sich, ob die Technologien, die aus ihrem Wissen entstanden, wirklich immer zum Wohl der Menschheit eingesetzt wurden.

    Und? Ist diese Frage nicht berechtigt? Sie wissen schon, dass vor einiger Zeit die Atombombe erfunden wurde? Meinen Sie, die wurde oder wird je zum Wohle der Menschheit eingesetzt?
    Meinen Sie ferner, dass die Relativitätstheorie mit all ihren offenen Fragen und andauernden akribischen Selbstbestätigungen dem Wohle der Menschheit dient? Ich denke nicht, oder warum meinen Sie, werden solche Themen so außerordentlich kontrovers diskutiert? Warum meinen Sie, dürfen sich Kritiker, wie ich, von Ihnen und Ihren Mitstreitern ewig anhören, wie dumm wir doch sind, wobei ihr hier euch nicht mal darüber im Klaren seid, was eine Analogie oder ein Gleichnis ist. Zeigen Sie doch mal, dass ihr nicht so dumm seid, wie wir Kritiker glauben. Denkt über Argumente nach, bevor ihr sie erneut mit nachgeplappertem Wissen aus eurem degenerierten Wissenspool torpediert. Bekommen Sie das hin?
    Das ist es nämlich! Die Wissenschaft hat sich verrannt und nur wenigen Wissenschaftlern wird es langsam klar, weswegen sie von der überwiegenden Mehrheit noch diskreditiert werden.
    Und dabei geht es nicht mal darum, ob es Wissenschaftler selber oder weitaus mächtigere Lobbyisten sind, die Wissenschaft gegen das Menschheitswohl einsetzen. Es stellt sich doch nur die Frage, ob die Kasse stimmt.

  47. Manuel Krüger
    19.02.2020, 16:28 Uhr
    (…)
    Aber noch was eint die Cranks, stellt man ihnen ganz einfach Aufgaben aus dem Tipler, einfache Physik, nur nach Newton, bekommt keiner wirklich was auf die Kette.

    Lieber Manuel!

    Bis zu sowas Kompliziertem wie Statik oder so brauchst du gar nicht gehen:

    Die Cranks scheitern allesamt am Relativitätsprinzip – weil sie nicht wissen, was ein Bezugssystem ist. Demzufolge auch am klassischen (akustischen) Doppler-Effekt und an einer korrekten Zuordnung von rechts / links.

    Auch mit den Grundrechenarten haben sie unüberwindbare Schwierigkeiten.

    Wenn sie Aberration oder Gravitationswelle schreiben, brauchen sie copy & paste.

    Was sie freihändig beherrschen ist Herablassung und Beleidigung.

    Und damit müllen sie die Kommentarfunktion zu. Scheint ihnen Freude zu bereiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erik Martin

  48. @Martin:

    Die Cranks scheitern allesamt am Relativitätsprinzip – weil sie nicht wissen, was ein Bezugssystem ist.

    Das ist schlicht gelogen. Ihr Relativisten-Trolle scheitert am Galileischen RP, weil ihr nicht wisst, dass es ursprünglich für physikalische Objekte, einer absoluten Zeit (bzw. von der Annahme, Uhren würden Zeit tatsächlich messen, statt sie nur definiert anzuzeigen) und gnadenlos relativen Bewegungen. Bezugssysteme sind keine physikalischen Objekte, sondern mathematische Konzepte, Uhren zeigen Eigenzeit an, was daraus hervor geht, dass (absolut) bewegte Uhren und solche, die Gravitation ausgesetzt sind, langsamer gehen und die Bewegung des Lichts im Vakuum (VLG) ist eine Absolute. Da Uhren nicht wechserlseitig langsamer gehen können und definitiv die langsamere Uhr sogar von zwei geradlinig gleichförmig zueinander bewegten Uhren festgestellt werden kann, kann (theoretisch) ein Punkt der absoluten Ruhe im Universum gefunden werden, nämlich genau da, wo keine oder kaum Gravitation vorliegt und eine von vielen baugleichen Uhren am schnellsten geht.

    Was sie freihändig beherrschen ist Herablassung und Beleidigung.

    Das haben die meisten Kritiker von euch Relativisten-Trollen, würde ich sagen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung.

    Und damit müllen sie die Kommentarfunktion zu.

    Das z.B. ist eine Beleidigung, falls du das nicht weißt. Es diskreditiert die Arbeiten der Kritiker. Die Argumente der Kritiker auf diese Art unreflektiert zu torpedieren, scheint hingegen euch Freude zu bereiten.

    Mit freundlichen Grüßen

    Wer’s glaubt, wird selig.

  49. Nicht von Bedeutung
    20.02.2020, 09:00 Uhr
    (…) Ich denke nicht, oder warum meinen Sie, werden solche Themen so außerordentlich kontrovers diskutiert? (…)

    Nur mal so als Beispiel:

    Die Frage:

    w = 4 + 3 = ?;

    wird nur und ausschließlich von Teilnehmern wie Lopez, Pohl, Mayer. etc. “heiß diskutiert”.

    Mit dem Ergebnis:

    4 + 3 = 4;
    (sogenanntes “Lopez-Pohl-Mayersches Additionstheorem” – manchmal schreiben sie dann noch q. e. d. drunter – als hätte das Hinschreiben allein Beweiskraft)

    Auf den freundlichen Hinweis, dass das nicht so recht hingeht, kommen
    Litaneien wie:

    “Zeigen Sie doch mal, dass ihr nicht so dumm seid, wie wir Kritiker glauben.”

    oder:

    “Denkt über Argumente nach, bevor ihr sie erneut mit nachgeplappertem Wissen aus eurem degenerierten Wissenspool torpediert.”

    Sehr gut gefällt mir auch:

    “Die Wissenschaft hat sich verrannt und nur wenigen Wissenschaftlern wird es langsam klar, weswegen sie von der überwiegenden Mehrheit noch diskreditiert werden.”

    Mein Vorschlag: Grundrechenarten lernen.

    Nur so als Idee.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erik Martin

    P. S.: Alternativ hätte ich noch die lustige Aussage im Angebot, zwei inertial zueinander bewegte Körper A und B hätten unterschiedliche Relativgeschwindigkeiten zueinander, je nachdem, ob A die Messung vornimmt oder B. Das hat sich irgendwann mal einer der Cranks ausgedacht.

    Da schüttelt jeder Grundschüler den Kopf.

    Die Cranks aber haben mehrere Jahre gebraucht, bis sie kapiert haben, dass das nicht geht. Seitdem erklären sie, die Behauptung entstamme der Physik. Auch nicht schlecht.

    • @Martin:

      Nur mal so als Beispiel:

      Die Frage:

      Das ist Blödsinn! 4+3=4 wird von Kritikern als Analogie / Gleichnis zu c+v=c angeführt und nicht als Addition, wie sie jedes Kind deines Geistes kennt. Aber du weißt vermutlich nicht mal was eine Analogie oder ein Gleichnis ist und deswegen versuchst hier andauernd deine eigene Dummheit zu verschleiern, indem du behauptest, Kritiker würden damit tatsächlich eine Addition meinen. Erklärungsversuche der Kritiker scheiterten bei dir in der Vergangenheit mehrfach und du denkst, Grundschüler würden bei unserer Dummheit den Kopf schütteln? Mach dich doch nicht lächerlich!

      Alternativ hätte ich noch die lustige Aussage im Angebot, zwei inertial zueinander bewegte Körper A und B hätten unterschiedliche Relativgeschwindigkeiten zueinander, je nachdem, ob A die Messung vornimmt oder B. Das hat sich irgendwann mal einer der Cranks ausgedacht.

      Nein, das hat sich kein Crank ausgedacht, sondern ein Physiker. Das Ganze ist und bleibt so, wenn die Strecke der Bewegung bekannt ist, weil mindestens eine der beiden messenden Uhren langsamer geht. Das Ganze nennt sich “proper velocity” oder “celerity” und ist das Verhältnis “proper distance” zu “local time”. Kannst du ja mal nach suchen.

  50. Manuel Krüger schrieb am 9.02.2020, 16:28 Uhr

    Hartmut Pohl kocht da sein ganz eigenes Süppchen und ist auch noch gegen Newton

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Das ist schlicht gelogen.

    Nein ist die Wahrheit, nach Newton ist der Betrag der Geschwindigkeit zwischen zwei Körpern exakt gleich. Misst A in S für den Körper B v = 0,999999999 c dann misst B in S’ für den Körper A v’ = 0,999999999 c.

    Du behauptest, der Betrag den beide messen ist nicht gleich, bestreitest du das, hast du es vergessen, soll ich dich selber dazu zitieren? Weiter behauptest du, zurzeit ist es technisch aber nicht möglich, den Unterschied zwischen beiden Geschwindigkeiten zu messen. Beides ist nachweislich falsch.

    Also mit deiner Behauptung widersprichst du Newton. Und natürlich können heute so Geschwindigkeiten so genau gemessen werden, dass man den Unterschied längst gemessen hätte. Hat man natürlich nicht.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Erstens: Ich bin nicht gegen Newton, sondern gegen die Gravitationskonstante. Das ist in der Hinsicht ein wahnsinnig großer Unterschied, weil die Gravitationskonstante erst etwa 200 Jahre nach Newton kam und bis heute mehr schlecht als Recht ermittelt werden kann.

    Ganz egal, wo gegen du bist oder nicht, deine Behauptung steht im Widerspruch zu Newton.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Zweitens: Wie soll ich gegen Newton sein, während ich meine Theorie MNET (modifizierte Newtonsche Emissionstheorie) nenne.

    Egal wie du was nennst und “modifiziert” ist ja nicht mehr so wie nicht modifiziert. Natürlich widersprichst du Newton, du sagst, ist nicht so wie er es beschreibt, was er beschreibt muss anders sein, muss man “modifizieren”.

    Kennst du den Begriff modifiziert nicht?

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Drittens: Ich bin auch nicht dagegen, dass alle Bewegungen im Universum relativ sind, ich bin nur dagegen, dass man kein absolutes Bezugssystem finden kann, sobald sich eine dieser vielen Bewegungen im Universum als konstant herausstellt.

    Offenkundig verstehst du die Begriffe nicht wie definiert, entweder sind alle Systeme gleich berechtigt und es gibt kein absolutes System oder nicht.

    Man kann keine Geschwindigkeit gegenüber dem Raum selber messen, du behauptest, doch das geht. Belegen kannst du aber nichts. Wie ein Prediger predigst du nur deine Behauptung. Und du hast keine Theorie im Rahmen der Definition des Begriffs “Theorie”.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Viertens: Was hast du gegen ein eigenes Süppchen? Du kochst nur lt. Kochbuch und glaubst das Menü würde allen schmecken, sonst würde es kaum in Kochbüchern stehen.

    Was du wieder fabulierst, hat nichts mit dem Thema zu tun. Ich bin für viele Dinge jenseits des Standardmodells offen, weiß auch, die Existenz von Dunkle Materie ist eine Hypothese (so wie der Begriff definiert ist) und es gibt daneben andere Hypothesen. Nein du hast im Rahmen der Definition von “Hypothese” nicht mal eine solche. Und um einen Namen zu nennen, die Super-Symmetrie.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Fünftens: Schön, dass du immer fröhlich dafür sorgst, dass mich keiner vergisst.

    Da wird nichts bleiben, von uns allen.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Sechstens: Es ist nicht wichtig, ob “Cranks” eine gemeinsame Theorie präsentieren können, oder nicht.

    Oh man, doch, natürlich ist das entscheidend, integrierte Schaltungen haben heute eine Größe von 7 nm und nach den 7-Nanometer-Chips wird es noch kleinere Strukturen geben. Für die Funktion und auch für die Fertigung, die Belichtung, ist die Physik entscheidend, und in der haben wir das Standardmodell das die Dinge sehr genau beschreibt.

    Ihr könnt keine Theorie nennen, nach der die Natur wirklich funktioniert, wenn man dich, Kurt und Co. an ITER oder CERN oder LIGO lassen würde, würde da nichts mehr funktionieren.

    Ihr könnt nur sagen, wie ihr glaubt dass es falsch ist, und wie ihr glaubt, es könnte sein, oder es sein soll, aber ihr habt nicht mal im Ansatz einen Konsens für eine Beschreibung der Natur. Und was ihr alleine habt, ist in sich schon widersprüchlich.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Entscheident sind die Inhalte und das Verständnis der selben. Du zeigst mit deinen Verleumdungen (“Ich hätte ja gar keine Theorie”) allerdings immer wieder, dass du leider kein Bisschen von meinen Inhalten verstehst, so dass man reinen Gewissens auch annehmen kann, dass du auch kaum dass verstehst, was du hin und wieder mal irgendwo gelesen hast.

    Hartmut, du hast keine Theorie im Rahmen der Begriffsdefinition “Theorie”, das ist eine Tatsache, keine Verleumdung und du wirst keinen normalen Physiker finden, der dir öffentlich ernsthaft bestätigt, dass du eine Theorie im Rahmen der Definition hast.

    Hartmut Pohl (nicht von Bedeutung) schrieb am 0.02.2020, 11:14 Uhr

    Siebtens: Das gilt Alles nicht bloß für dich, sondern für Schulz, Pössel, Jaeger, Senf, Martin und dem Rest der nachplappernden üblichen Verdächtigen natürlich auch.

    Die Cranks, also du und Co. diffamiert, unterstellt, keiner würde die Physik verstehen, sie nur “nachplappern”, wie ein Papagei, implizierst, wir hätten kein Verständnis der Dinge.

    Hartmut, du bist im MAHAG bei den anderen Cranks gescheitert, deine Fehler sind so elementar, fängt ja schon bei den Einheiten in deinen “Gleichungen” an. Klar, du nimmst Widerspruch persönlich, kratzt am Ego, ändert aber nicht die Welt für dich.

    Man kann auf AllTopic deine “Physik” nachlesen, das mit den Booten oder den Regen.

    Kommen wir noch mal auf Newton zurück, bei Newton ist die Geschwindigkeit relativ, Geschwindigkeit selber ist ein Vektor, im Ruhesystem des fahrenden Zug fällt der Regen schräg (für die geistig etwas Langsameren, der Regen fällt nicht im Zug) und im Ruhesystem der Gleise fällt der Regen senkrecht.

    Nach Newton ist Richtung und Geschwindigkeit des Regens eben vom System abhängig. Du hast alleine schon hier ein Fass aufgemacht und dich dem verweigert.

    Ich kann deine Aussagen zum Regen aus AllTopic gerne zitieren, natürlich widersprichst du damit schon Newton!

  51. @Hartmut,

    geht nicht darum dich hier vorzuführen, kommt bei dir ja eh nicht an, aber du hast behauptet, ich würde lügen, wenn ich sage, du steht im Widerspruch zu Newton. Darum zitiere ich nur mal zwei Auszüge aus Beiträgen von dir:

    Hartmut Pohl (Spacerat) schrieb am Di 16. Aug 2016, 17:14

    Wenn ich aus einem fahrenden Zug Regen in der Ferne betrachte, fällt dieser, dank Zentralperspektive, immernoch gerade und das passt ja nun mal gar nicht zu der These, er würde im Bezugssystem fahrender Zug real schräg fallen.

    Bewegen sich Objekte, die weiter entfernt vom fahrenden Zug sind etwa auch real langsamer, als jene, die näher dran sind?

    Das zeigt schon, du hast gar nicht verstanden, wie Geschwindigkeiten in einem System gemessen werden, Perspektive spielt da gar keine Rolle.

    Hartmut, dass sind die Grundlagen von denen wir immer sprechen. In einem System bestimmt man den Ort eines Tropfens zur Zeit t und dann zur Zeit t + x und dann errechnet man den Abstand zwischen beiden Orten. Diese Strecke geteilt durch die Messdauer ergibt die Geschwindigkeit des Tropfens in dem System in dem gemessen wird.

    Ganz einfach elementar Physik nach Newton, geht nur um Geschwindigkeit und du kommst mit Perspektive. Leider ist dir eben nicht klar, was dir alles nicht klar ist.

    Hartmut Pohl (Spacerat) schrieb am Sa 8. Okt 2016, 11:00

    Passagiere in einem fahrenden Zug mögen fallenden Regen aus diesem vielleicht schräg fallend sehen, dies aber ist eine subjektive Wahrnehmung. Objektiv ändert dieser Regen dem fahrenden Zug zu Liebe seine Richtung jedoch nicht (Aerodynamische Effekte erlassen). Betrachtet man Regentropfen also aus einem fahrenden Zug, so fällt dieser nur scheinbar schräg – dies ist die objektive Wahrheit.

    So, hier zeigst du, du hast nicht verstanden, dass die Richtung in die der Regen fällt schon nach Newton relativ ist, heißt vom System abhängig. Es gibt da keine absolute objektive wahre Richtung und der steht dann eine subjektive Wahrnehmung gegenüber.

    Hartmut, geht hier wirklich nur im Newton, Geschwindigkeit, Vektor, Richtung. Im Ruhesystem des Zuges ist die Richtung des fallenden Regens eine andere, als im Ruhesystem der Gleise.

    Und das war es damit, Physik ganz elementar Hauptschule sechste Klasse. Da gibt es nichts lange zu debattieren, ist ganz unten, einfachste Mathematik der Physik nach Newton.

    Viele haben es über Monate hinweg mit Engelszungen versucht dir richtig zu erklären, du bliebst im Unverständnis gefangen und wurdest nur beleidigend, bis du gesperrt werden musstest.

    Und dann schreit ihr immer, Zensur, wir sind Opfer, unsere Meinung wird böse unterdrückt.

    Auf AllTopic kann man diese Entwicklung ganz genau nachlesen, kann auch gerne den Thread dazu verlinken. Fast alle dort waren ganz nett und höflich zu dir, haben dich für kleinste Schritte gelobt, ernsthaft versucht dir die Grundlagen nach Newton verständlich zu machen, monatelang.

    Aber du willst auch gar nicht verstehen. Fakt ist, mit so einem belegten Unverständnis der physikalischen Grundlagen kannst du gar nicht in die Nähe eines Verständnisses der SRT gelangen. Und ganz sicher keine eigene Theorie dieser gegenüber stellen.

    Das ist wirklich alles nicht böse gemeint, leider nehmt ihr das immer persönlich. Hartmut, jeder hat wo eine Grenze von Dingen die er schon weiß und Dinge die er nicht mehr verstehen kann. Ich knabbere seit Jahren an der Metrik einer rotierenden Scheibe, ich kenne die Gleichungen, aber ein tiefes logisches Verständnis hat mich bisher nicht durchdrungen. Ist so, lebe ich mit, ich nehme es aber Jochim oder sonst wem nicht übel, wenn er es mir versucht richtig zu erklären.

    Ja, man kann sagen, mein physikalisches Verständnis ist dann an dem Punkt eben unzulänglich, aber ich als Person bin es doch deswegen nicht. Ich definiere mich doch nicht alleine dadurch. Im Gegenteil, ich finde es auszeichnend von Menschen, wenn sie ihre Grenzen nicht nur selber sich gegenüber anerkennen, sondern auch offen dazu stehen. Denn dann erst kann man dieser eventuell auch mal überschreiten.

  52. Nicht von Bedeutung
    20.02.2020, 14:31 Uhr
    @Martin:

    Die Cranks scheitern allesamt am Relativitätsprinzip – weil sie nicht wissen, was ein Bezugssystem ist.

    Das ist schlicht gelogen. Ihr Relativisten-Trolle scheitert am Galileischen RP, weil ihr nicht wisst, dass es ursprünglich für physikalische Objekte, einer absoluten Zeit (bzw. von der Annahme, Uhren würden Zeit tatsächlich messen, statt sie nur definiert anzuzeigen) und gnadenlos relativen Bewegungen. Bezugssysteme sind keine physikalischen Objekte, sondern mathematische Konzepte, Uhren zeigen Eigenzeit an, was daraus hervor geht, dass (absolut) bewegte Uhren und solche, die Gravitation ausgesetzt sind, langsamer gehen und die Bewegung des Lichts im Vakuum (VLG) ist eine Absolute. Da Uhren nicht wechserlseitig langsamer gehen können und definitiv die langsamere Uhr sogar von zwei geradlinig gleichförmig zueinander bewegten Uhren festgestellt werden kann, kann (theoretisch) ein Punkt der absoluten Ruhe im Universum gefunden werden, nämlich genau da, wo keine oder kaum Gravitation vorliegt und eine von vielen baugleichen Uhren am schnellsten geht.

    Sehr geehrter Herr Pohl!

    Ich nehme Sie beim Wort und ersuche Sie, mir den Ausgangspunkt des von Ihnen als unabdingbar vorauszusetzenden absoluten Bezugssystems zu benennen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Erik Martin

    • @Martin:
      Was bitte soll man denn da benennen? Dieses Bezugssystem heißt seit eh und je schon Universum und das ist jener Raum, in welchem Alles stattdindet. Hast du schon gehört, ja?

  53. @Nicht von Bedeutung

    Es lohnt sich, die Funktion von Uhren genauer zu betrachten – denn Uhren zeigen keine ´Zeit´ an:

    Nehmen wir als Beispiel eine mechanische Uhr:
    Zieht man die Feder der Uhr auf, dann fügt man damit potentielle Energie zu – welche dann – in Form von kinetischer Energie – ein Zahnrad antreibt (wobei die zuvor zugefügte Energie wieder verbraucht wird).
    So eine Uhr ist also nichts anderes als eine Maschine – für welche die Gesetze der Thermodynamik gelten.

    Mit der Beobachtung eines sich drehenden Zahnrades kann man wenig anfangen. Man lässt es deshalb in einem angehängten Uhrwerk ein Pendel antreiben, dessen Schwingungen mit Hilfe eines Zählwerkes gezählt werden.

    Eine Uhr zeigt daher keine ´Zeit´ an, sondern nur die Anzahl von gezählten Schwingungen des Pendels – also ein reiner Zahlenwert.

    Weil man aber mit einem solchen Zahlenwert auch nichts sinnvolles machen kann – kam man auf die Idee, diese Zahlenwerte in anderer, praktisch nutzbarer Form darzustellen.
    Dazu benutzt man Zeiger, die sich über eine in 12/24 Einheiten unterteilte Scheibe bewegen – wo man dann die ´Uhrzeit´ ablesen kann.

    Eine Uhr zeigt also keine ´Zeit´ an, sondern nur die Anzahl der gezählten Schwingungen – in spezieller Form einer ´Uhrzeit´ bzw. eines ´Kalenders´.

    Weil solch eine Uhr eine Maschine ist, für welche die Gesetze der Thermodynamik gelten – hängt die Funktion dieser Maschine von den Bedingungen ab unter denen sie läuft.

    Es ist allgemein üblich davon zu reden, dass Uhren ´Zeit´ anzeigen – obwohl diese Aussage falsch ist.

    Ich bin immer wieder erstaunt über die heftigen Diskussionen, wenn es um das Thema Zeit oder die RT geht.
    Sinnvoller wäre es – meiner Meinung nach – sich zuerst einmal gründlich Gedanken über die Funktionsweise einer Uhr zu machen und darüber nachzudenken, dass eine ´Uhrzeit´ nichts anderes ist als ein Zahlenwert: welcher die Anzahl von gezählten Schwingungen in einer speziellen Form anzeigt.

    Oder ganz allgemein gesagt: man sollte sich Gedanken darüber machen, was was die Bedeutung von bestimmten Daten ist und welche Aussage man damit zulässig machen kann.
    Und um zum Blogthema zurück zu kommen: Die Wissenschaft hat bis heute keine Definition für das Wesen von Zeit vorgelegt.
    Diese fehlende Definition ist ein Grund dafür, dass die Glaubwürdigkeit leidet.

    • @KRichard:
      Sag’ ich doch. Der Beitrag hätte von mir sein können. Nur beschränkt sich das bei Uhren nicht auf das Zählen von Pendelschwingungen, sondern auch mal um die Anzahl von Reflexionen bei Lichtuhren, Schwingungen einer Unruh, Emissionsergeignisse (Abstrahlung eines Photons) bei Atomuhren usw. usf.
      In allen Fällen ist die Definition der Zeit t*τ=t’*τ’, wobei t der Zählwert der Ereignisse (Schwingungen, Reflexionen usw.) ist und τ die Periodendauern in welchen diese Ereignisse aufkommen. Das hatte ich schon längst so definiert und bin dafür ausgelacht worden. Deswegen bin ich wohl auch der Falsche, den Sie von ihrer grandiosen Idee überzeugen müssten. Erzählen Sie es besser den Relativisten.

      • @Nicht von Bedeutung

        Ich habe absichtlich nur das einfachste Beispiel einer mechanischen Uhr gewählt, um damit anzuregen, dass man sich gedanklich erst einmal mit den Grundlagen beschäftigt – statt sich über komplizierteres (z.B. RT) zu streiten.

        z.B.
        Frage: Was vergeht bei einer Uhr wenn ´Zeit´ vergeht?
        Antwort: Der Energiegehalt der aufgezogenen Feder ändert sich. D.h. wir haben einen einseitig gerichteten Fluss von Energie, wenn die Uhr läuft – indem potentielle Energie in kinetische Energie umgewandelt wird. D.h. das Wesen von Zeit ist Energie.
        Frage: Was ist die Bedeutung des Pendels
        Antwort: Mit Hilfe des Pendels kann die Umwandlung von potentieller Energie in kinetische Energie in ´Portionen´ unterteilt werden, welche zählbar sind. D.h. man misst nicht wieviel Energie umgewandelt wurde, sondern zählt nur die ´Portionen´.
        Frage: Welchen Einfluss hat die Schwingung des Pendels?
        Antwort: Die Weite der Schwingung entscheidet darüber, wann das Zählwerk der Uhr um einen Zacken weiterspringt.
        usw. usw.usw.

        Dies sind nur ein paar Beispiele für Fragen, die ich immer wieder vermisse, wenn über das Thema ´Zeit´ diskutiert wird bzw. welche Bedeutung die Anzeige von Uhren hat.

  54. @Nicht von Bedeutung: Nachtrag

    Weil eine Uhr keine ´Zeit´ anzeigt, sondern nur die Anzahl von gezählten Schwingungen – muss man sich auch darüber Gedanken machen, ob eine Zahl ´dehnbar´bzw. ´relativ´ sein kann.

    D.h. was bedeuten bestimmte Daten?

    • KRichard, bei mechanischen und elektrischen Uhren hätten Sie Recht, auch viel zu ungenau.
      Pendeluhren arbeiten zB “mit” dem Gravitationsfeld, auf das Potenzial reagieren sie nicht.
      Atomuhren zeigen tatsächlich die Zeit an, die interessieren sich nicht für die Gravitationskraft.
      Die Schwingungen der Atome werden überall im Universum von der Zeit getaktet, und die ist
      relativ, hängt vom Gravitationspotenzial ab, was die Zeitdilatation verursacht. Richtiger wäre
      sogar, das Potenzial von Masse verursacht die Zeitdilatation, die wir als Gravitation beobachten.

      • @Senf:
        Nun musst du nur noch erklären, warum Atomuhren in GPS-Satelliten verlangsamt werden müssen. Wenn sich die Taktgeber nicht für die Gravitation interessieren, müsste man sich dies doch sparen können, oder? Und was soll dann eigentlich die Aussage, dass die Schwingungen der Atome von der Zeit getaktet werden und das Ganze dann plötzlich doch von der Gravitation abhängt (Kraft oder Potential jetzt mal außen vor)? Das hört sich vermutlich nicht bloß für mich wie wirres Geschwafel an.

        Richtiger wäre sogar, das Potenzial von Masse verursacht die Zeitdilatation, die wir als Gravitation beobachten.

        Viel mehr richtiger wäre, wenn man ganz einfach akzeptiert, dass Bewegung und Gravitation die Periodendauern einer jeden Uhr, in welcher sie Takte zählt, verändert, ein Zählwerk jedoch erst nach einer definierten Anzahl an Takten sein Sekundenzähler inkrementiert. Das ist etwas rein mechanisches und lange nicht so mystisch, wie dein “Richtiger”.

        • @NvB, wenn Du den Unterschied zwischen Gravitationskraft(feld) und
          Gravitationspotenzial gelernt hast, können wir weiter diskutieren 😉

          • @Senf:

            Unterschied zwischen Gravitationskraft(feld) und
            Gravitationspotenzial

            Die Tatsache, dass es da tatsächlich einen Unterschied gibt, ändert ja nichts an deinem Blödsinn. Der Unterschied muss einem nicht mal klar sein, um zu erkennen, dass der Gang einer Uhr mitunter von Gravitation und Bewegung abhängt und nicht etwa von so etwas mystischem wie real existierende Zeit. Aber gut – lass uns weiter diskutieren, wenn auch du das begriffen hast.

      • Atomuhren zeigen tatsächlich die Zeit an, die interessieren sich nicht für die Gravitationskraft.

        Unsinn. Atomuhren sind tatsächlich auch nur Uhren. Zwei Atomuhren gehen auch nicht wechselseitig langsamer.

    • @KRichard:
      Ich muss mir solche Gedanken nicht mehr machen. Steht aber Alles bereits im vorhergehenden Beitrag (sofern er auch publiziert wird).

  55. @ KRichard
    Eine Uhr zeigt also keine ´Zeit´ an, sondern nur die Anzahl der gezählten Schwingungen – in spezieller Form einer ´Uhrzeit´ …

    Mit Ihren Ausführungen beschreiben sie treffend den Kernpunkt der Verwirrungen, die hinsichtlich der „Zeit“ in der Relativitätstheorie zugrunde legen, und die ich auch in der Nachbardiskussion vor kurzen dargelegt habe:

    Die Zeit der Philosophen existiert nicht in der Physik, das ist reine Verwirrung und Nebelkerze über die Zeit der Philosophen in der Physik endlos zu debattieren. In der Physik existiert nämlich die Zeit einzig in ihrer Bedeutung als „Dauer“, einzig als Messgröße, d.h. einzig als Differenz zwischen zwei Uhrzeiten – was verständlich ist, denn die Physik ist eine messende Wissenschaft und man die Zeit einzig als Dauer messen kann – man kann ja eine Differenz nur zwischen zwei Punkten bilden, logisch.

    Einstein selbst hat zum Beispiel explizit die Messung einer Geschwindigkeit mit der Definition der Zeit korrekterweise als Dauer vorgegeben:

    Lichtgeschwindigkeit = Lichtweg / Zeitdauer

    Diese Definition der „Zeit“ als Dauer genügt völlig, mehr braucht man nicht, sowohl in der theoretischen Physik als auch in der Experimentalphysik und bereitet gar keine Schwierigkeiten, weder vom Verständnis noch von den konkreten Meßvorgängen her. Widersprüchlicherweise hat jedoch Einstein in seiner SRT der Zeit eine zweite Definition verpasst, und zwar eine völlig unsinnige:

    „Es könnte scheinen, daß alle die Definition der “Zeit” betreffenden Schwierigkeiten dadurch überwunden werden könnten, daß ich an Stelle der “Zeit” die “Stellung des kleinen Zeigers meiner Uhr” setze.“

    Welche Schwierigkeiten haben denn die Physiker mit der Definition der Zeit als Meßgröße „Zeitdauer“? Gar keine. Einstein erfindet hier als Physiker selbst Probleme, die er dann versucht hat auf Philosophen zu schieben.

    Und was für eine Stupidität, die Zeit als die Stellung des kleinen Zeigers einer Uhr zu definieren! Wie kindisch. Eine Uhr zeigt keine „Zeit“, eine Uhr zeigt eine „Uhrzeit“ an!!! Konnte Einstein denn keine Unterscheidung zwischen den Begriffen „Zeit“ und „Uhrzeit“ machen? Wie kindisch. Soll vielleicht seine angegebene Formel für die Berechnung einer Geschwindigkeit in seiner SRT lauten:

    Lichtgeschwindigkeit = Lichtweg / Uhrzeit ???

    Was für einen Sinn macht es? Wie abstrus ist es denn? 🙁
    .

    @ KRichard
    Weil eine Uhr eine Maschine ist, für welche die Gesetze der Thermodynamik gelten – hängt die Funktion dieser Maschine von den Bedingungen ab unter denen sie läuft.

    Auch hier treffen Sie den Kern des Problems der Messung der „Zeit“. Es ist nämlich grundsätzlich davon auszugehen, dass alle Uhren zu einem bestimmten Zeitpunkt eine andere Uhrzeit anzeigen, abhängig von den Bedingungen unter denen sie laufen. Das lässt sich nun mal nicht vermeiden. Wie erkennt man also, welche Uhr die „richtige“ Uhrzeit anzeigt?

    Die Menschen haben dieses Problem seit Jahrtausenden mit einer gesellschaftlichen Konvention gelöst, und zwar nach einem denkbar einfachen Prinzip: Durch das willkürliche Auswählen eines Objektes als Maßstab.

    Als ich in Frankreich in der Grundschule das Prinzip des Messens mit Maßstäben beigebracht bekommen habe, galt es:

    1 Meter ist die Länge eines Platinbalkens, die während der französischen Revolution angefertigt wurde und unter strengen umweltmäßigen Schutzvorkehrungen seitdem im Metrologie-Institut in Paris aufbewahrt wird. Dieser Platinbalken ist der Maßstab für 1 Meter, das ist der „mètre étalon“ (der „Urmeter“). Alle industriell angefertigten Maßstäbe müssen diese Länge reproduzieren.

    1 Sekunde ist die Dauer zwischen zwei Ticks einer Uhr, die im britischen Metrologie-Institut in Greenwich unter strengen umweltmäßigen Schutzvorkehrungen aufbewahrt wird. Das ist die „horloge étalon“ (die „Primäruhr“). Einzig diese eine Uhr zeigt per Konvention die richtige Uhrzeit, alle anderen Uhren, die nicht diese Uhrzeit anzeigen, gehen per Konvention falsch und müssen synchronisiert oder repariert werden. Inzwischen gibt es aus Sicherheitsgründen international glaube ich 15 oder 20 Primäruhren in mehreren Metrologie-Instituten, die laufend miteinander synchronisiert werden und die also einzig die richtige Uhrzeit per Konvention anzeigen.

    • @Lopez
      Sie sollten Einstein nicht die Stupidität vorwerfen, dass er Zeit als die Stellung des kleinen Zeigers einer Uhr definiert habe.
      Dieser Unsinn stammt nicht von ihm, sondern von Ihnen,
      weil Sie den betreffenden Text entweder nicht richtig gelesen oder ihn nicht richtig verstanden haben.
      Quelle: ´3. Zur Elektrodynamik bewegter Körper; von A. Einstein. I. Kinematischer Teil, §1. Definition der Gleichzeitigkeit´
      Zitat “Wenn ich z.B. sage: “Jener Zug kommt hier um 7 Uhr an”, so heißt dies etwa:”das Zeigen des kleinen Zeigers meiner Uhr auf 7 und das Ankommen des Zuges sind gleichzeitige Ereignisse.”

      Einstein hat hiermit eindeutig NICHT die Zeit als Stellung des Zeigers seiner Uhr definiert – sondern ihm ging es nur darum den Begriff ´Gleichzeitigkeit´ zu beschreiben

  56. K Richard,
    Uhren zeigen keine Zeit an……..
    aus Wikipedia:
    “Eine physikalische Größe beschreibt eine messbare physikalische Eigenschaft. Jede physikalische Größe wird in einer bestimmten Maßeinheit angegeben.”

    Die physikalische Größe ist die Zeit. Sie hat eine messbare physikalische Eigenschaft nämlich die die Abfolge von Ereignissen, in unserem Fall die Impulse

    Die Einheit für diese Abfolge ist die Sekunde.
    Was macht jede Uhr, sie realisiert eine monotone Abfolge, die analog in eine Drehbewegung des Zeigers umgesetzt wird. Oder man zählt die Impulse einer elektronischen Uhr mit einem Digititalzähler, der die Anzahl der Umpulse anzeigt und aufaddiert. Die Form dieser Aufaddierung ist nicht dezimal sondern 60 Sekunden ergeben 1 Minute, 60 Minuten ergeben 1 Stunde, 24 Stunden ergeben einen Tag. Die Zählung beginnt von vorn.
    Kann man jetzt sagen, die Uhr zeigt keine Zeit an ?

    Man kann das nicht sagen, die Uhr formt die Zählimpulse in die mathematische Form der “Uhrzeit” um, und wir sagen kurz, das ist die Zeit.
    Und sie ist es auch, weil die physikalische Eigenschaft der Zeit, die Abfolge von Ereignissen (Impulsen) ist, die die Uhr zählt und in eine bestimmte Form bringt, die wir Uhrzeit nennen.

    Die Uhr zeigt die Zeit an !

    • aus Wikipedia:
      “Eine physikalische Größe beschreibt eine messbare physikalische Eigenschaft. Jede physikalische Größe wird in einer bestimmten Maßeinheit angegeben.”

      Zeit ist keine physikalische Eigenschaft. Physikalische Eigenschaften sind Eigenschaften der Materie. Zeit und Raum sind rein mathematische Größen wie zum Beispiel “reelle Zahlen”, “natürliche Zahlen” usw. “Zeit” kann keine Wirkungen erzeugen. Die Uhren können nicht durch “Zeit” beeinflusst werden, wie zum Beispiel ein Thermometer durch Wärme oder ein Voltmeter durch die elektrische Spannung.

    • @H. Wied:

      Kann man jetzt sagen, die Uhr zeigt keine Zeit an ?

      Ja, kann man. Eine Uhr zeigt Eigenzeit an.
      Das liegt daran, dass eine Uhr ihren Sekundenzähler nach einer fest definierten Anzahl an Ereignissen (Pendel-, Unruhschwingungen, Emission oder Reflexion eines Photons usw. usf.) um 1 inkrementiert und das vollkommen unabhängig davon, wievie Zeit zwischen zwei solcher Ereignisse vergeht. Auf diese Zeit, die man auch Periodendauer nennt, hat die Uhr selber auch keinen Einfluß, wohl aber andere physikalische Größen, wie z.B. Druck, Temperatur, umgebendes Medium, Bewegung und Gravitation.

      • MAW.: Die Zeit und Eigenzeit unterscheiden sich, das darf man nie vergessen.
        Eine Uhr zeigt deswegen nicht die Zeit sondern lediglich eine Eigenzeit an.

  57. Herr Senf,
    wenn Atomuhren unabhängig von der Gravitation und Geschwindigkeit sind, dann dürfte es die Zeitdilatation nicht geben. ???

    • … wo hab ich das je geschrieben?
      gleich rasche Uhren, wie Atomuhren, nicht Pendeluhren, reagieren nicht auf die Gravitationskraft
      (1/r²Scheinkraft / Relativitätsprinzip), die Zeitdilatation hängt vom Gravitationspotenzial 1/r ab.
      Wie funktionieren geophysikalische Satelliten? Die haben Atomuhren an Bord, die Anomalien
      in der Zeitdilatation (die Erde ist eher eine Kartoffel) lokalisieren Erzlagerstätten und Ölfelder,
      dann nimmt man einen Bohrturm und guckt nach.
      Die Geophysiker würden die Zeitdilatation nicht zum Messen nehmen, wenn es sie nicht gäbe.
      Die *Kritiker* zäumen Pferde von hinten auf, die ZD macht die Gravitation, nicht umgekehrt.

  58. @ H. Wied
    Man kann das nicht sagen, die Uhr formt die Zählimpulse in die mathematische Form der “Uhrzeit” um, und wir sagen kurz, das ist die Zeit. […] Die Uhr zeigt die Zeit an !

    Nein, die Uhr zeigt definitiv keine Zeit an, sondern definitiv eine Uhrzeit, es ist einigermaßen intellektuell unredlich, es bestreiten und mit der Unschärfe der Sprache für Missverständnisse sorgen zu wollen.

    Auch eine Uhrzeit zeigt übrigens keine „Zeit“ an, weil in der Physik die Zeit nur als Zeitdauer existiert und man zwei Uhrzeiten braucht, um eine Zeitdauer zu berechnen. Die Zeitdauer wird also nicht direkt von einer Uhr „mathematisch“ angezeigt, man muss sie vielmehr mathematisch separat berechnen, wobei man dazu eben zwei Uhrzeiten braucht, und nicht nur eine.

    Das kann man meiner Meinung nach alles gut veranschaulichen, wenn man untersucht, wie man den Umgang mit Uhren einem Kleinkind zum Beispiel in der 1. Klasse beibringt. Man fängt erst einmal an ihm beizubringen, eine Uhr abzulesen, also zu benennen, was für eine Uhrzeit auf einer Uhr steht. Wenn das Kind fehlerfrei die Frage beantworten kann: „Was für eine Uhrzeit haben wir?“ ist die erste Stufe des Lernens abgeschlossen. Und zwar für eine längere Zeit abgeschlossen, denn Kleinkinder brauchen für eine Weile nicht Dauer zu berechnen, also eine Uhr richtig zu nutzen, weil ihre Zeitplanung nicht selbständig erfolgt, ihr Leben wird zeitlich von den Erwachsenen geplant. Wenn ein Schüler der 1. Klasse weiß, dass die Schule um 8:00 Uhr anfängt, reicht es erst einmal aus und es ist auch ziemlich irrelevant, man verlangt ja nicht von ihm die Dauer zu berechnen bzw. abzuschätzen, wann er aufstehen muss, um rechtzeitig in der Schule zu sein. Das tun noch die Erwachsenen für ihn.

    Erst später bringt man Kindern bei, eine Uhr für ihren eigentlichen Sinn zu nutzen, sprich um Dauer zu berechnen. Man bringt dem Schüler bei, die Differenz zwischen zwei Uhrzeiten zu berechnen – was schon ein bisschen komplizierter ist wenn man Stunden und Sekunden zusammenaddieren muss. Wenn die Schüler beherrschen, eine Dauer richtig zu berechnen, ist das Lernen des Umgangs mit Uhren abgeschlossen, sie sind theoretisch in der Lage, ihr Leben zeitlich selbstständig zu planen. Wenn ein Schüler seiner Mutter sagt „Mutti, mach schnell, wir kommen sonst in die Schule zu spät!“, dann ist seine Ausbildung beim Umgang mit Uhren erfolgreich abgeschlossen. 😉

    Zeitmessen ist, die Differenz zwischen zwei Uhrzeiten zu berechnen, Zeitmessen ist, Dauer zu berechnen (oder im voraus abzuschätzen). Als Einstein ausgesagt hat, “Die Zeit ist, was eine Uhr anzeigt” hat er die Hälfte vergessen, und zwar die 2. Uhrzeit. 🙁

    • Frau Lopez – Hören Die doch bitte auf, auch dieserln Blog für ihre substanzlose RT-Kritik zu missbrauchen. An alle: Ich werde von nun an fachfremde Beiträge wie diesen nicht mehr aufschalten. Die RT-Kritik hatte nun wahrlich genug Raum, viele ernsthafte Kommentatoren sagen mir schon weit zu viel…. Beste Grüsse Lars Jaeger

      • @Lars Jaeger

        Die RT-Kritik hatte nun wahrlich genug Raum,…

        Völlig richtig, es wurde eigentlich schon alles gesagt. Wir wollen nicht wieder von Vorne anfangen. 🙂

      • @ Lars Jaeger

        Darf ich um eine Begründung für Ihre folgenden Vorwürfe bitten:

        1. Inwiefern sind meine zwei Replike an die Teilnehmer KRichard und H.Wied über die Definitionen und das Verständnis der “Zeit” in der Physik “fachfremde Beiträge” und “substanzlose RT-Kritik“? Können Sie fairerweise anstatt diese destruktive, pauschale Beurteilung eine konstruktive Begründung vorbringen? Sowohl Krichard als auch H. Wied und ich haben wir uns nämlich die Mühe gegeben, unsere Ansichte ausführlich mit Fachargumenten zu formulieren, nicht mit einem pauschalen destruktiven Urteil wie Sie es mit Ihren Vorwürfen tun.

        2. Welche “viele ernsthafte Kommentatoren” haben sich bei Ihnen beschwert, dass Sie “schon weit zu viel Raum für fachfremde und substanzlose Beiträge” geben? Zwei oder drei anonmymen Kommentatore (“Herr Senf”, “Erik Martin”, Manuel Krüger, womoglich die gleichen unter Mehrfach-Konto)?? Warum sollte übrigens die Meinung von zwei oder drei Kommentatoren mehr als die Meinung von anderen Kommentatoren und als die hohe Zahl der stillen Leser zählen und bevorzugt berücksichtigt werden? Können Sie freundlicherweise näher Ihre eigene Auffassung über die vermeintlichen “fachfremden” und “substanzlosen” Beiträge mit Ihren eigenen Fachargumenten begründen? Das dürfte man wohl von einem fairen Blogger gegenüber seinen Kommentatoren erwarten, oder?

        • Fachfremd heisst einfach, dass das Thema dieses Blogs selbst vorbeigeht. Es geht hier einfach nicht um RT. Sie haben mit Ihrer “Kritik” nun fast alle meine letzten Blogs überhäuft, auch wenn sie nichts mit diesem Thema zu tun haben. Irgendwann muss ich das mal abbrechen. Suchen Sie sich gerne einen anderen Ort für Ihr so unbremsbares wie unbelehrbares Mitteilungsbedürfnis zu diesem Thema. Zu anderen Themen begrüsse ich dann wieder Ihre Beiträge. Das ist keine Zensur (ich weiss, den Vorwurf verwenden Sie in all seiner Pauschalität nur allzu gerne), sondern einfach eine wenig Pflege meines Blog. Beste Grüsse Lars Jaeger

          • @ Lars Jaeger
            Fachfremd heisst einfach, dass das Thema dieses Blogs selbst vorbeigeht. Es geht hier einfach nicht um RT. Sie haben mit Ihrer “Kritik” nun fast alle meine letzten Blogs überhäuft, auch wenn sie nichts mit diesem Thema zu tun haben.

            Wieso ich????!!! Sie haben einen sehr selektiven Blickwinkel über die Diskussionen.. 🙁

            Ich habe nämlich weder als erste noch als einzige das Thema Einstein-Physik in Ihren Blogs angesprochen, weit verfehlt. Zählen Sie doch meine Kommentare in Verhältnis zu anderen Kommentaren und Kommentatoren, das werden Sie eindeutig feststellen.

            Und wieso hat es nichts zu tun mit Ihren Themen???!!! 🙁
            In allen Ihren Blogs geht es eben allgemein immer wieder um die Untersuchung von bestimmten Umständen und/oder Missständen in der Wissenschaft (wie intellektuelle Redlichkeit/Unredlichkeit oder Transparenz oder Integrität der Forscher), ausdrücklich auch in der Physik, die ja ohnehin zur Wissenschaft gehört. Sie können sich also nicht nachträglich beklagen, wenn quasi alle Kommentatoren sich über Umständen und/oder Missständen im Fachgebiet Physik unterhalten, das ist ja in Ihren Blogs Artikel als Thema vorgegeben!

            Kein Blogger kann übrigens vorgeben, wofür die Leser sich zu interessieren haben oder auch nicht. Jede Diskussion hat ihre eigene Dynamik, und wenn die Kommentatore sich sehr rege über Umständen in der theoretischen Physik interessieren, darüber haben Sie keinen Einfluß und darüber dürfen Sie sich auch nicht ärgern, im Gegenteil, denn Sie haben ja selbst das Thema Physik zur Diskussion gestellt.

            Wenn Sie keine Diskussion über die theoretische Physik bzw. über die Einstein-Physik wünschen, dann müssen Sie es ausdrücklich in Ihren Blogs mitteilen und dieses Fachgebiet von vornherein unmissverständlich ausgrenzen.

            Das hat zum Beispiel der Physiker Prof. Heinrich Päs getan, indem er mitgeteilt hat, dass er eine Hinterfragung der Einstein-Physik in seinen Blogs nicht duldet und Kommentare oder Links darüber systematisch löschen wird, siehe hier als Einleitung aller seiner Blog-Artikel

            Eine Hinterfragung der theoretischen Physik haben auch zum Beispiel der Physiker Prof. Josef Honerkamp und der Philosoph Stephan Schleim in ihren jeweiligen Sci-Blogs nachträglich als unerwünscht bzw. als Spam erklärt, obwohl sie ausdrücklich die Verhältnisse zwischen Philosophie und Physik (bzw. zur Naturwissenschaft, wozu ja die Physik gehört) zur Diskussion gestellt haben.

            Wenn Sie also die Behandlung der Physik in Ihren Blogs auch als unerwünscht ansehen, müssen Sie es klar kommunizieren. Sie können sich jedoch nicht nachträglich beklagen, dass die Kommentatoren in Ihren Blogs die Physik behandeln, wenn Sie dieses Fachgebiet ausdrücklich zur Diskussion gestellt haben. Der Gesprächbedarf ist nämlich außergewöhnlich hoch und ungebrochen unter allen anderen Fachgebieten in der Wissenschaft und bricht systematisch alle Rekorde der Aufrufe und der Beteiligungen, das ist unbestreitbar.

          • Werte Frau Lopez, es gibt keine *Einstein-Physik*
            Dieser Kampfbegriff ist auf Ihrem Mist gewachsen.
            Ihr einziges Interesse ist, sich interessant machen.
            Peinlich ist die komplette 0-Ahnung von den Themen.

  59. Mayer,
    Zeit ist eine physikalische Größe mit der Eigenschaft Geschehnisse in ihrer Reihenfolge zu ordnen.

    Herr Senf,
    Zeit vergeht zwischen dem Grundzustandes eines Elektrons in der Atomhülle und dem angeregten Zustand und umgekehrt.
    Sie schreiben : ” Atomuhren zeigen tatsächlich die Zeit an, die interessieren sich nicht für die Gravitationskraft.”
    Unterliegt nun der Quantensprung in der Elektronenhülle der Gravitationskraft ?

    • Zeit ist eine physikalische Größe mit der Eigenschaft Geschehnisse in ihrer Reihenfolge zu ordnen.

      Physikalisch? Ich würde eher sagen, “historisch”. Geschichte.

  60. Frau Lopez,
    Sie haben ja erkannt, dass man zwischen Zeit in der Physik und Zeit in der Philosophie unterscheidet.
    In der Physik ist die Zeit relativ, in der Philosophie kann sie absolut gesehen werden, man kann aber auch hier die Zeit relativ betrachten, besonders unter Stress, da laufen die körperlichen Vorgänge schneller ab und die Zeit vergeht wie im Fluge.
    Was jetzt den Unterschied von Zeit und Uhrzeit betrifft.
    Zeit ist der Oberbegriff, Uhrzeit ist davon abgeleitet und meint mehr die Anzeige der Uhr, die wird als statisch gesehen im Gegensatz zur Zeit die nie statisch ist, sondern nur in der Dynamik existiert. Genauso wie das Licht. Das gibt es statisch auch nicht. Das ist immer in Bewegung.
    Wenn man es also genau nimmt, dann stimmt ihre Aussage, die Uhr zeigt die Uhrzeit an.

  61. @ „Herr Senf“
    Werte Frau Lopez, es gibt keine *Einstein-Physik*
    Dieser Kampfbegriff ist auf Ihrem Mist gewachsen.
    Ihr einziges Interesse ist, sich interessant machen.
    Peinlich ist die komplette 0-Ahnung von den Themen.

    Doch, es gibt eine Einstein-Physik, sie wurde sogar von dem Gründungsdirektor des Albert Einstein Instituts Prof. Hermann Nicolai anläßlich des Einstein-Jahrs 2005 ausführlich beschrieben und verteidigt. Allerdings scheint das Interesse von Prof. Nicolai dabei nicht gewesen zu sein, sich interessant zu machen, sondern vielmehr die trübe Auffassung mitzuteilen, dass der Kampf um diese Physik bereits verloren ist, siehe:

    Prof. Hermann Nicolai vom Albert Einstein Institut: Die Relativitätstheorie ist vom Aussterben bedroht

  62. @ KRichard

    @Lopez – Sie sollten Einstein nicht die Stupidität vorwerfen, dass er Zeit als die Stellung des kleinen Zeigers einer Uhr definiert habe. Dieser Unsinn stammt nicht von ihm, sondern von Ihnen, weil Sie den betreffenden Text entweder nicht richtig gelesen oder ihn nicht richtig verstanden haben.
    Quelle: ´3. Zur Elektrodynamik bewegter Körper; von A. Einstein. I. Kinematischer Teil, §1. Definition der Gleichzeitigkeit´
    Zitat “Wenn ich z.B. sage: “Jener Zug kommt hier um 7 Uhr an”, so heißt dies etwa:”das Zeigen des kleinen Zeigers meiner Uhr auf 7 und das Ankommen des Zuges sind gleichzeitige Ereignisse.” Einstein hat hiermit eindeutig NICHT die Zeit als Stellung des Zeigers seiner Uhr definiert – sondern ihm ging es nur darum den Begriff ´Gleichzeitigkeit´ zu beschreiben.

    .

    Sorry, aber dieser Unsinn stammt nicht von mir, sondern definitiv von Einstein, was zum Beispiel von Prof. Dr. Gernot Münster, Institut für Theoretische Physik der Uni Münster ausführlicher untersucht wurde, siehe hier:

    […] Zeit in der Physik

    Auf die eingangs gestellte Frage nach dem Wesen der Zeit hat Einstein geantwortet: „Zeit ist, was die Uhr anzeigt.“ Was auf den ersten Blick wie eine flapsige Antwort aussieht, ist in Wahrheit Ausdruck seines jahrelangen Ringens um die Grundlagen von Raum und Zeit. Der operationale Zugang zur Zeit, der sich in dem Zitat widerspiegelt, war der Schlüssel zur Aufstellung der Relativitätstheorie. […]

    • @Lopez
      Ihr Beispiel zeigt ein Problem von seriöser wissenschaftlicher Arbeit.

      Der Text von Einstein ist die Originalquelle.
      Was andere daraus machen – dafür darf man Einstein nicht verantwortlich machen.

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