Dies ist ein Experiment

Prof. Dr. Dieter JahnIn den kommenden Monaten werden Forscher der BASF an dieser Stelle in den Wissenslogs herausragende Trends des Wissenschaftsjahres 2010 „Zukunft der Energie“ diskutieren, moderiert und unterstützt von Kollegen der Forschungskommunikation. Sich in den neuen Online-Medien und nicht mehr nur auf dem sicheren Terrain der eigenen Webseite der öffentlichen Diskussion zu stellen, ist für uns ein neuer, spannender Weg. Genau das gehört zu unserem Selbstverständnis als forschendes, innovatives Unternehmen. Und wir freuen uns, dass wir als solches unseren Beitrag in der Scilogs-Gemeinschaft leisten werden.

In der „Scientific Community“ wollen wir jenseits kurzlebiger medialer Aufregungszyklen Antworten auf zentrale Fragen der Gegenwart finden: Wie können wir Energie verantwortungsbewusst nutzen und intelligent einsetzen? Welche alternativen Energieformen lassen sich erschließen, und wie können wir sie nutzbar machen?

Das BASF-Wissensnetzwerk, in dem wir solche Fragen zur Debatte stellen, ist schon heute beachtlich – unsere Forscher kooperieren mit rund 1.900 Universitäten, Forschungsinstituten, Start-up-Unternehmen und Industriepartnern und suchen immer wieder neue Anknüpfungspunkte für gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsprojekte. Und doch ist das noch nicht genug.

Die österreichische Sozialwissenschaftlerin Helga Nowotny forderte vor einem Jahr in ihrem gleichnamigen Aufsatz, Wissenschaft neu zu denken: „Vom verlässlichen Wissen zum gesellschaftlich robusten Wissen“. Die Zeit ist vorbei, in der sich der Wissensbegriff auf Kriterien wie Überprüfbarkeit und Widerspruchsfreiheit reduzieren ließe. Wissensproduktion ist heute immer mehr das gemeinsame Ergebnis eines intensiven und kontinuierlichen Dialogs zwischen Gesellschaft und Wissenschaft. Kurz: Es genügt nicht, ein guter Wissenschaftler zu sein, jeder Forscher muss sich mitteilen können, um Wissen in die Welt zu bringen.

Die Industrieforschung stellt sich diesem Aushandeln von Wissen längst täglich – ein Stichwort ist die Bewertung neuer Technologien auf Chancen und Risiken. Die neuen sozialen Medien des Web2.0 werden diesen Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft beschleunigen und transparenter machen und zugleich die klassischen Grenzen der Wissenschaftsgemeinschaft auflösen. Deshalb sind die Wissenslogs eine wichtige Plattform, um die Geschichte hinter der Forschung zu erzählen und vielen Menschen zugänglich zu machen.

Ein faszinierendes Experiment – wir sind gespannt auf den Verlauf.

Professor Dr. Dieter Jahn
Science Relations & Innovation Management
BASF SE

Veröffentlicht von

AutorInnen in diesem Gruppenblog: +++ Dr. Peter Erk +++ Peter Erk studierte Chemie an der Universität Würzburg und promovierte zu metallisch leitfähigen organischen Radikalanionensalzen. Nach einem Forschungsjahr an der Stanford University bei Prof. James P. Collman arbeitete er mehrere Jahre im Bereich Pigmentforschung der BASF mit dem Schwerpunkt auf Polymorphie und Grenzflächeneigenschaften von Lackpigmenten. Seit 2001 gestaltet er die Projekte der BASF zu OLEDs und zu Organischen Solarzellen mit und leitet zurzeit die Gruppe Bauteil-Entwicklung für beide Technologien im Joint Innovation Lab Organic Electronics der BASF. Als technischer Projektleiter und Research Director ist er global für die Forschung an organischen Solarzellen zuständig. +++ Anja Feldmann +++ Anja Feldmann studierte Journalistik in Dortmund und Slawistik an der Ruhr-Universität Bochum. Nach längeren Auslandsaufenthalten in Russland und Japan arbeitete sie zunächst als Wirtschaftsredakteurin bei dpa und Reuters. 2002 wechselte sie nach China und war für den DAAD in einer Hochschulkooperation mit der Tongji Universität in Shanghai tätig. Nach ihrer Rückkehr schloss sie sich 2008 der neu gegründeten Forschungskommunikation der BASF SE an und beschäftigt sich unter anderem mit dem Einsatz von Social Media in Wissenschaft und Forschung. +++ Dr. Judith Schrauf-Papadopoulos +++ Judith Schrauf-Papadopoulos studierte Germanistik und Computerlinguistik in Heidelberg. Nach einer Tätigkeit in der internen Kommunikation bei DHL bekam sie ein DFG Stipendium im Graduiertenkolleg "NeuroAct" und promovierte zur kognitiven Sprachverarbeitung. 2010 fing sie bei BASF Crop Protection in der globalen Kommunikation an. Anschließend wechselte sie in den spannenden Bereich der Forschungskommunikation, wo sie sich unter anderem darum kümmert, die vielseitigen Forschungsfelder der BASF im Web zu präsentieren.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Gute Idee

    Eine gute Idee – wenn sich auch solche Gruppen äußern, welche (wie BASF) in Produktionsbetrieben auch über praktische Erfahrungen verfügen

  2. gespannt

    Ich bin ebenfalls gespannt, was es hier zu lesen geben und wie es von den Lesern aufgenommen werden wird. So eine Art Blog gab es bisher hier noch nicht. Für alle absolutes Neuland.

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