Die Entwicklung der globalen Temperatur 1880-2012

Auch wenn es zur Zeit gerade wieder empfindlich kalt hier in Deutschland ist: An einer Entwicklung ändert das nichts. Das globale Klima wird stetig wärmer. Nach Angaben der NASA war 2012 mit einer globalen Durchschnittstemperatur von 14,6°C das neunt-wärmste Jahr seit 1880. Und damit nicht genug; die zehn wärmsten Jahre dieser Zeitspanne finden sich alle(!) nach 1998.

In diesem kurzen Video wird die Temperatur der Jahre von 1880 (einem Zeitpunkt, an dem genügend meteorologische Stationen für Temperaturdaten sorgten) an mit der mittleren Temperatur des Intervalls 1951 bis 1980 verglichen. dabei zeigt sich deutlich, dass die mittlere globale Temperatur 2012 rund 0,8 °C höher lag als 1880. Jede Dekade lag die mittlere Temperatur höher als in der vorhergegangenen. Dabei spielt es keine Rolle, ob einzelne Jahre aufgrund besonderer Wetterphänomene oder aufgrund besonderer Ereignisse (man denke nur an Pinatubo und vergleichbare Vulkanausbrüche) kühler als das oder einige vorhergegangene Jahre war. Das letzte Jahr, das kühler war als der Durchschnitt der Jahre 1951 bis 1980 war 1975!

1880, also am Beginn der Darstellung, lag der Gehalt an Kohlendioxid in der Erdatmosphäre bei 285 ppm, 1960 war er bereits laut den Messungen am Mouna Loa Observatorium auf 315 ppm gestiegen. Heute liegt er schon bei 390 ppm. Und er wird weiter steigen. Und damit auch die Temperatur auf der Erde.

Angesichts dieser Tatsachen ist es erstaunlich, dass die selbsternannten Klimaskeptiker es immer wieder schaffen, Zweifel an den doch recht gut belegten und reproduzierbaren Fakten zu legen. Ob das alleine nur daran liegt, dass ein guter Teil von ihnen von „Big Oil“ finanziert wird? Oder ob es an einer weit verbreiteten Wissenschaftsfeindlichkeit liegen mag, ich weiß es nicht.

Immer wieder wird in den Debatten auch die (eigentlich vom obigen Video und den Klimadaten widerlegte) Behauptung aufgestellt, die globale Erwärmung würde seit 16 Jahren 8oder einem beliebigen vergleichbaren Wert) schlicht nur noch in der Phantasie stattfinden. Unten ist ein schönes kleines und gut verständliches Video (via Bad Astronomy) vom Kevin C von Skeptical Science, welches diese Behauptung ziemlich eindeutig widerlegt.

Zum Schluss noch ein Vortrag von Richard Alley, den ich hier auch schon als singenden Geologen vorgestellt hatte, zum Thema Paläoklimatologie, Kohlendioxid und globale Erwärmung.

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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  1. Sie verfehlen den Punkt

    Ich denke, Sie verfehlen, wie viele Ihrer Kollegen, den Punkt. Vielen Klima-Skeptikern geht es nicht um die Frage, ob eine Erwärmung statt findet oder nicht. Ich denke, die Daten sind nicht anders zu interpretieren.

    Aber es gibt zwei besonders störende Dinge in dieser ganzen Sache. Erstens: woher wollen Sie wissen, dass der CO2-Anteil diese Erwärmung verursacht, und nicht die Erwärmung eine Erhöhung des CO2-Anteils?

    Und – vor allem – Zweitens: wieso glauben Klimatologen vorhersagen zu können, welche – natürlich immer schlimmen bis katastrophalen – Folgen diese Erwärmung in 20, 50 oder, noch besser, in 100 Jahren haben wird?

    Haben wir eine Erwärmung? Ja.

    Ist sie durch den Menschen bedingt? Keine Ahnung.

    Welche Folgen wird die Erwärmung alles in allem, haben? Absolut keine Ahnung.

    Übrigens, rufen Sie bitte mal bei BigOil an (ich kenne die Nummer nicht), ich habe noch das Geld für Dezember zu erhalten.

  2. global warming: work in progress

    Die seit den späten 1970er Jahren linear ansteigende Weltdurchschnitts-Temperatur wird gemäss heutigen Klimamodellen ihren linearen Anstieg in den nächsten 3 bis 5 Jahrzehnten fortsetzen und zwar fast unabhängig davon welche Emissionsreduktionen wir in nächster Zeit in die Wege leiten.

    Klima für nächste 50 Jahre vorgespurt
    Dies macht der New Scientist-Artikel Benefits of emissions cuts kick in only next century noch einmal bewusst.
    Grund: Der grösste Teil der in den nächsten 3 bis 5 Jahrzehnten stattfindenden Erwärmung ist bereits in der Pipeline und Veränderungen in den Treibhausgasemissionen werden sich erst Ende dieses/Anfang nächstes Jahrhundert voll auswirken. Was wir jetzt tun bezugsweise unterlassen hat also enormen Einfluss auf das Klima im 22.Jahrhundert, aber nur wenig Einfluss auf das Klima in diesem Jahrhundert.

    sea level rise in next century
    Konkret werden im Artikel zwei Szenarien durchgespielt: Im ersten ist der Peak-CO2 2016 mit anschliessendem Abfall der Emissionen von 2% pro Jahr, während im zweiten Fall die Emissionsreduktion erst 2030 beginnt mit 5% jährlicher Reduktion. In beiden Szenarien ist im Jahr 2100 die Temperatur 2°C höher als präindustriell, aber der Meeresspiegelanstieg im 22.Jahrhundert wird im ersten Fall (mit 2016 als Cut-Datum) viel weniger stark ausfallen als im 2.Szenarium.
    Mit anderen Worten: Was wir jetzt tun in Bezug auf die Treibhausgase hat am meisten Einfluss auf das Leben unserer Kindern nicht etwa auf das Leben unserer Kinder.

  3. Klimawandel+dasLeben unserer Enkel

    Korrektur des letzten Absatzes meines vorhergehenden Kommentars:

    tl;dr
    Mit anderen Worten: Was wir jetzt tun in Bezug auf die Treibhausgase hat am meisten Einfluss auf das Leben unserer Enkel nicht etwa auf das Leben unserer Kinder.

  4. @ Jordanicus Walton

    woher wollen Sie wissen, dass der CO2-Anteil diese Erwärmung verursacht, und nicht die Erwärmung eine Erhöhung des CO2-Anteils?

    Wir wissen, dass ein erhöhter Gehalt an CO2 in der Atmosphäre zu wärmerem Klima führt. Und wir wissen, dass der Hauptanteil des seit 1880 in der Atmosphäre hinzugekommenen CO2 aus menschlichen Quellen stammt, das verrät uns das Isotopenverhältnis.
    Daneben führt auch ein wärmeres Klima zu zusätzlich freigesetztem CO2, was dann zu einem wärmeren Klima führt und so weiter.
    Damit dürfte eines schon deutlich werden: Der Anstieg des Kohlendioxids geht auf menschliche Aktivitäten zurück. Und damit auch der Klimawandel.

  5. Füsik

    Aus welchem Physikbuch sind den diese Weisheiten? Wenn wir in einem System wären, wo sich alle Größen passend zueinander ändern würden, würden wir auch kein Experiment erstellen können, eine passende Änderung einer Größe festzustellen, nur unpassende.
    Die Eigenschaften der Thermometer bleiben uns also erhalten, die globale Temperatur steigt, nicht nur die Anzeige.

  6. @Czwirko

    Schade das eine ernsthafte Frage von so einem Unsinn „Unterstützung“ bekommt.

    Es bleibt weiterhin Punkt Zwei meiner ursprünglichen Frage vollkommen unaddressiert.

  7. standstill

    „Immer wieder wird in den Debatten auch die (eigentlich vom obigen Video und den Klimadaten widerlegte) Behauptung aufgestellt, die globale Erwärmung würde seit 16 Jahren 8oder einem beliebigen vergleichbaren Wert) schlicht nur noch in der Phantasie stattfinden.“

    Das wird nicht nur einfach so behauptet, das sagt ja inzwischen sogar James Hansen von NASA/ GISS:
    „Global Warming Standstill. The 5-year running mean of global temperature has been flat for the past decade.“
    http://www.columbia.edu/…115_Temperature2012.pdf
    Natürlich auf hohem Niveau, aber standstill ist standstill

  8. Hansen: „Global warming continues“

    James Hansen behauptet in dem Report nirgendwo ein Ende der globalen Erwärmung. Bereits bei Mittelung der durch El Niño und La Niña bedingten Variationen zeigt sich ein globaler Temperaturanstieg in Korrelation mit der unausgeglichenen planetaren Energiebilanz.

    Indeed, the current stand-still of the 5-year running mean global temperature may be largely a consequence of the fact that the first half of the past 10 years had predominately El Nino conditions, while the second half had predominately La Nina conditions […] Comparing the global temperature at the time of the most recent three La Ninas (1999-2000, 2008, and 2011-2012), it is apparent that global temperature has continued to rise between recent years of comparable tropical temperature, indeed, at a rate of warming similar to that of the previous three decades. We conclude that background global warming is continuing, consistent with the known planetary energy imbalance, even though it is likely that the slowdown in climate forcing growth rate contributed to the recent apparent standstill in global temperature.

    J. Hansen et al., Global Temperature Update Through 2012, 15 Jan 2013, p.6.

  9. Chrys

    Bitte genauer lesen. Ich habe nirgendwo behauptet, dass Hansen von einem Ende der Erwärmung sprechen würde, sondern nur davon, dass er im Unterschied zu diesem Blogbeitrag ein Plateau in der letzten Dekade anerkennt. Es macht die Sache für einen zugegebenermaßen fachfremden Beobachter nicht unbedingt glaubwürdiger, wenn vielleicht durchaus zutreffende Begründungen für unerwartete Entwicklungen immer nachgeschoben, aber zugleich Prognosen für die nächsten 50 Jahre aufrecht erhalten werden.

  10. @torben hoffmeister,Chrys

    (Zitat)„er [Hansen] im Unterschied zu diesem Blogbeitrag ein Plateau in der letzten Dekade anerkennt. „

    Dieser Blogbeitrag anerkennt dieses Plateau ebenfalls insoweit als es in der gezeigten Kurve vorkommt. Doch es wird dann durch Berücksichtigung von Vulkanismus und El Nino/La Nina und Sonnenaktivität „wegextrapoliert“.

  11. chrys

    „Dieser Blogbeitrag anerkennt dieses Plateau ebenfalls insoweit als es in der gezeigten Kurve vorkommt. Doch es wird dann durch Berücksichtigung von Vulkanismus und El Nino/La Nina und Sonnenaktivität „wegextrapoliert“.

    Nur noch mal zur Nachfrage, ob ich das auch richtig verstanden habe: Die gemessenen Temperaturen der letzten Dekade zeigen ein Plateau. Da angenommen wird, dass Vulkanismus, EL Nino/ La Nina und Sonnenaktivität dafür verantwortlich sind, werden die Beiträge dieser Einflussfaktoren „rausgerechnet“ bzw. „wegextrapoliert“ ?

  12. @torben hoffmeister

    Das angesprochene Plateau in der Graphik erscheint bei dieser spezifischen Art und Weise der Temperaturmittelung und lässt sich, wie Hansen ja darlegt, durch die genannten geophysikalischen Fluktuationen auch plausibel begründen als climatic „noise“. In Abhängigkeit von der jeweils herangezogenen Methode zur globalen Mittelwertbildung werden solche Effekte dann herausgefiltert – oder auch nicht. Andere Deutungen als klimatisches Rauschen sind für Hansen hier jedenfalls physikalisch nicht plausibel, „because it is known that the planet has been out of energy balance, more energy coming in from the sun than energy being radiated to space.

    Die im Report gezogenen Schlussfolgerungen sehe ich also durchaus in Übereinstimmung mit den Aussagen im Blogbeitrag.

  13. Die Erwärmung

    Immer wieder wird in den Debatten auch die (eigentlich vom obigen Video und den Klimadaten widerlegte) Behauptung aufgestellt, die globale Erwärmung würde seit 16 Jahren 8oder einem beliebigen vergleichbaren Wert) schlicht nur noch in der Phantasie stattfinden. Unten ist ein schönes kleines und gut verständliches Video (via Bad Astronomy) vom Kevin C von Skeptical Science, welches diese Behauptung ziemlich eindeutig widerlegt.

    …bei den terrestrischen Oberflächentemperaturen findet seit ca. 15 Jahren ganz bevorzugt in der Theorie (vs. Phantasie) statt, wie ein Blick auf die Datenlage (GISS-Daten, Hansen) zu erkennen hilft.

    Die in den Artikel eingeflossene Visualisierung aus dem Hause ‚Skeptical Science‘ rechnet theoretische Größen ein, was nicht falsch sein muss, bestätigt aber die „Rohdatenlage“ nicht im Beibehalt des genannten Erwärmungstrends.

    Sofern andere Visualisierungen gewünscht werden, bringt der Schreiber dieser Zeilen diese gerne bei.

    MFG
    Dr. W

  14. Plateau

    Hansen sagt es doch selber. Als Grundfür das Plateau des 5-Jahres Mittelwertes der globalen Temperatur in der letzten Dekade gibt er an, dass die erste Hälfte der El Nino, die zweite hingegen La Nina Bedingungen aufzeigt. Und wenn man die letzten la Nina Perioden mit der aktuellen vergleicht, zeigt sich eine Erhöhung der Temperatur.

    Abgesehen davon. 9 der 10 wärmsten Jahre, global gesehen, seit 1880 finden sich in der letzten Dekade. Und alle 10 wärmsten Jahre finden sich im Zeitraum ab 1998. Ich persönlich halte es für bedenklich, wenn man sich nur die letzten Jahre der Zeitreihe anschaut. Der Trend ist da, die Temperaturen sind auf Rekordniveau (2012 war in den USA, wenn ich die Meldungen richtig sehe, das wärmste Jahr).

  15. @Gunnar

    Ich persönlich halte es für bedenklich, wenn man sich nur die letzten Jahre der Zeitreihe anschaut.

    Korrekt. So etwas ist bedenklich. Und darum kann man auch nicht die selektive Sicht der „Klimaskeptiker“ dadurch kritisieren indem man selbst willkürlich einen Ausschnitt wählt, dabei den Anstieg der Oberflächentemperaturen von ca. 1973 bis ca. 1998 in den Vordergrund stellt, wie hier geschehen.

    Viel besser dagegen: so etwas

    MFG
    Dr. W

  16. @ webbaer

    kommt aber auch darauf an, was man zeigen will. zumindest in deinem Beispiel. Die gwup zum Beispiel verglicht nur zwei Sichtweisen (eine langfristige und eine kurzfristige) miteinander.

  17. @Gunnar

    Dass die „Klimaskeptiker“ falsch liegen könnten oder sollten, wird nicht bestritten.

    Es geht primär um die Prognosehöhe, und hier reibt sich die zeitgenössische Klimaprognostik an einem Trend, der ca. zwischen 1973 und 1998 gegeben war und der eine mögliche Erwärmung der terrestrischen Oberflächentemperaturen bis 2100 um 2K bis 6K möglich erscheinen ließ.

    Die „Rohdatenlage“ (siehe oben) lässt derartige Schlüsse nicht zu (jaja, der CO2-Gehalt der Atmosphäre und der atmosphärische Gehalt anderer Gase, der Schreiber dieser Zeilen kennt die Zahlen – man will hier ins Exponentielle, vgl. auch mit der Venusfikation), und darum scheint die aktuelle Klimaprognosis in der Krise.

    Wenn Sie die mediale Lage aufmerksam beobachten, erkennen Sie vielleicht, dass man klimatologistischerseits mit der Stagnation seit ca. 1998, bis 2012, das sind 15 Jahre, echte Probleme bekommt

    … die man entweder sinnvollerweise mit einem Absteifen bei der Prognosehöhe bearbeiten könnte – oder eben mit „Theoretisierung“, wie in der Visualisierung nahegelegt. Man hebt jetzt auch die Extremwetterereignisse hervor, trennt nicht mehr so recht zwischen Wetter und Klima; jedenfalls beim PIK nicht.

    MFG
    Dr. W

  18. Immer so brav

    Sie neigen ja nicht grad zur kritischen Denkweise. Immer nur alles nachbeten, was die Alphatiere sagen? Warum nicht mal einen kritischen Blog? Die offenen Fragen und Unsicherheiten ansprechen! Aber dann müsste man ja Konflikte austragen mit anderen Wissenschaftlern. Das wäre natürlich ungemütlich. Wissenschaftler sind eben leider oft reine Sachbearbeiter, das ist sehr schade! Beste Grüße, Jenny

  19. @ jenny

    kritisch denken ist immer gut. Aber man sollte schon wissen, wann man kritisch sein muss, und wann die Fakten eindeutig sind. In dem falle holt man sich nämlich nur eine blutige Nase an der Realität.

  20. Global-Warming

    Was ich nicht verstehe ist die erwärmung der letzten 16 Jahre?? Ich habe da völlig andere Fakten!
    http://www.kaltesonne.de/?p=6057

    Wie soll man diese Unterschiede dann interpretieren und warum sind Zweifler immer automatisch bezahlte Leute durch ÖLkonzerne? Wie viele unabhängige Institute gibt es denn auf dieser Welt und WER verdient denn am allermeisten am Klimawandel?! AlGore mittlerweile 1Mrd.$ sollte das nicht reichen um diese Art der „Kriegsführung“ zu beenden und „ALLE“ Theorien mit einzubeziehen in diese Diskussionen anstatt Meinungsmache zu etablieren.

  21. Kleiner Kritikpunkt

    Man sollte sich bei der Wahl des Jahres 1880 als Startpunkt bewusst sein, dass man hier immernoch in der letzten kleinen Eiszeit steckt, weshalb die Wahl etwas unglücklich ist. Nicht umsonst setzen IPCC und Co ihre Zeitreihen seit einigen Jahren deutlich später an.

  22. Herr lass Hirn vom Himmel fallen!!!

    …“Und er wird weiter steigen. Und damit auch die Temperatur auf der Erde.“…!!!!
    Herr lass Hirn vom Himmel fallen!!!

    Allein diese Formulierungen: „doch recht gut“ und „ziemlich eindeutig“!
    Zum Totlachen!!! Diese Formulierungen entlarven sich selbst. Ja oder nein?!

    Die C02-Lüge wird nicht die Letzte sein, weil es genug Menschen gibt die süchtig nach Ersatzreligion und Horroszenarien sind und sich zu willfärigen Wasserträgern der Scharlatane machen. Cui bono? Gutmenschen olé!
    Fakten und Realismus Fehlanzeige.

  23. Ich danke Ihnen für den Link zur NASA-Simulation, Herr Ries.
    Als Zweifler an der Theorie erlaube ich mir, Ihnen einen Tipp zu geben da Sie sich fragten, wieso sich selbsternannte Klimaskeptiker so benehmen und ob sie größtenteils bezahlt werden.
    Nun, Herr Ries … selbsternannt haben sie sich nicht, die Klimaskeptiker. Sie werden nur nicht mehr „Leugner“ genannt, sind dabei immer noch nichts als interessierte Hinterfragende.
    Genau dieses Hinterfragen jedoch scheint „der Mehrzahl der Wissenschaftler“ zu viel Mühe zu bereiten. Ich verachte Erdölkonzerne, partizipierte noch nie von der Gegenrede und kann Ihnen im Detail mit Küster-Thiel und Co. vorrechnen, dass es nicht am CO2 liegt. Seltsamerweise wollten sich die, die sich eher Ihrer Ansicht anschlossen, einer sachlichen Debatte entziehen und zogen Beleidigungen vor. Das geht seit gut acht Jahren so.
    Ein Teil des Problems liegt demnach im Menschen selbst, der gar zu selten zu einer Debatte im Detail bereit ist. Weil er sich für einen besseren Menschen hält mit dem Uni-Zertifikat?
    Meine Theorie passt auch gut zum Konsens, der getroffen wurde. Ein Konsens spart Mühe.
    Ein zusammengefasster Bericht für politische Entscheidungsträger spart auch Mühe.
    Er kann unreflektiert übernommen werden.
    Ich will Sie nicht kritisieren, Herr Ries. Wenn sich Menschen unterschiedlicher Ansicht gegenseitig anfeinden – und sei es nur auf Ihre Art – werden sie niemals wirklich wissen.
    DAS muss sich nach meiner Auffassung ändern.

  24. Ich möchte mich nicht all zu sehr an eine Debatte beteiligen, da es dann nur böses Blut gibt. Allerdings frage ich mich, wie co2 an einer Erderwärmung beteiligt sein kann, wenn es doch so viel schwerer als Sauerstoff ist? Ausserdem sind 100 Jahre, oder auch 200 Jahre Aufzeichnungen der mittleren Temperatur nichts! Und wenn man bedenkt, daß es im Mittelalter längere Wärmeperioden gab, die für Wohlstand sorgten…

    Na ja. Schauen Sie sich das Video an und berichten Sie bitte, was daran falsch ist. Dort wird auch nicht nur eine kurze Zeitspanne von 100 Jahren berichtet.
    Es interessiert mich wirklich und mein Geist ist frei. Und nein, ein Ölkonzern versorgt mich nicht. Doch Zahle ich regelmäßig beim tanken eine erhebliche ökosteuer. Wie sieht es bei Ihnen aus?

  25. Es ist einfach schade! Macht sich denn keiner Gedanken darum, dass es an sich so sinnlos ist, sich darüber zu streiten, in welchem Maße, anthropogenes CO² alleinige oder nur Mitursache ist? Und wenn es nur ein Bruchteil wäre, der mithilft, die Erde völlig umzuwandeln. Wie werden unsere Nachkommen auf dieser Erde leben, über uns denken, wenn wir nicht wenigstens versuchen, es nicht noch schlimmer werden zu lassen??
    Natürlich könnte eine Erderwärmung mehr CO² freisetzen und die Klimaerwärmung auslösen. Woher stammt das CO²?? Von den abgebrannten Wäldern? Von den ausgebeuteten Feldern? Die Vulkane spucken seit eh und je, jetzt nicht mehr als vor 100 Jahren. Aus den Meeren kann es auch nicht stammen, denn auch die werden saurer, sogar in größeren Tiefen. Wenn man schon nicht glauben mag, dass die Wissenschaft zwischen altem und anthropogenem CO² unterscheiden kann, dann sollte man eine Erklärung finden für das zweifelsohne angestiegene CO².
    Es kommt nicht darauf an, wer Recht hat – es kommt darauf an, dass die Menschen das, was sie an Positivem tun können, endlich tun. Und da bezieht sich beleibe nicht nur auf CO²!
    Eckart John

  26. Ich kann über diesen Klimafanatismus nur noch lachen.
    Mein Gott, schaut euch mal die Klimakapriolen der letzten 2000 Jahre an, dann weht vielleicht mal ein neuer Wind durch euer Gehirn. Vielleicht werden dann die ganzen Lügen die euch eingepflanzt wurden mal weggeblasen und es finden sich Synapsen die sich dann mit Fakten befassen können ohne den Klimafanatiker-Unsinn nachzubeten.
    Ich selbst habe erlebt wie Ende der 60er Anfang der 70er die Sommer so heiss waren dass der Asphalt auf den Straßen schmolz und das Trinkwasser knapp wurde. Auch das kann man nachlesen, wenn man will. Danach gab es viele sehr kalte und Schneereiche Winter. Meine Eltern und Großeltern sagten dass es schon immer wärmere und kältere Perioden gab.
    Und was das abschmelzen der Gletscher angeht. Das sind überbleibsel der kleinen Eiszeit, klar schmelten die ab! Das gleiche gilt für die Eismassen auf Grönland. Als die Wikinger dort ihre ersten Dörfer bauten, gabs da kein Eis, deshalb nannten sie es ja auch Grönland und nicht Eisland.
    Es gibt Klimaveränderungen. Natürlich! Das Klima ist ja kein sich ständig wiederholender, statischer und unveränderlicher Vorgang. Natürlich verändert sich das Klima, das liegt in der NATUR der Sache. Das Klima hat sich schon immer verändert und wird sich auch in Zukunft immer verändern. Wer glaubt er könne den jetzigen Zustand unseres Klimas zementieren und für die Zukunft immer gleich halten, der kann nicht alle Tassen im Regal haben.
    Und wenn ihr was für die Umwelt und gegen zu viel co2 in der Atmosphäre tun wollt, dann planzt Bäume. Unser Planet war zu großen Teilen mit Wald bedeckt. Europa war ein einziger großer Wald. Pflanzen binden Co2 und stoßen Sauerstoff aus. Mehr Sauerstoff regt die Gehirne an und dann glaubt ihr vielleicht nicht mehr jede Klimalüge die man euch über die Medien einpflanzt

    Ausserdem ist bekannt dass führende Institute, auch die Nasa, über Jahre die erfassten Daten verfälschten weil die Originaldaten in ihrem Klimamodel nicht zum gewünschten Ergebnis geführt haben. Für diesen Winter haben diese sogenannten Spezialisten warmes Wetter und Regen vorhergesagt. Schnee und Frost wurde ausgeschlossen. Und welches Wetter haben wir? Richtig! Man kann also sagen dass diese „Spezialisten“nicht mal das Wetter von morgen vorhersagen können und ihre Klimamodelle sind keinen Pfifferling Wert weil die Modelle mit verfälschten Daten gefüttert wurden.
    Wer also diesen ganze Klima-Lügen-Müll glaubt ohne das zu hinterfragen oder auch selbst nachzuprüfen, der kann einem nur Leid tun.
    Ach ja…. wie leicht Statistiken manipuliert werden können und welchen Wert Vorhersagen haben die 40 50 oder 100 Jahre in die Zukunft weisen, muss ich ja hoffentlich keinem erklären, insbesondere vor dem Hintergrund dass die Leute die diese Klimamodelle erstellen nicht einmal das Wetter der nächsten Tage verbindlich vorhersagen können.

    Ich erinnere an:
    Das Waldsterben
    Das Ozonloch
    Etc. pp
    Alles Lügen. Auch bei diesen Weltuntergangszenarien war ein großes Maß an Fanatismus festzustellen. Auch diese Weltuntergangsgläubigen waren für Fakten die gegen ihr Weltuntergangsbild sprachen nicht mehr empfänglich.
    So ists heute mit der Klimaerwärmung. Jede Lüge wird geglaubt, selbst wenn sie wie von der Nasa zugegeben auf verfälschte und angepasste Daten fußt.
    Wenn das kein Fanatismus ist!? Man könnte es schon als Ersatzreligion bezeichnen, weil alle die diesen Unsinn nicht einfach so glauben regelrecht verteufelt werden.

    • Nur eine kurze Antwort. Mehr ist mir das nicht wert. Denn wer gleich im ersten Satz den Blogowner schräg von der Seite her anmacht, kann von Glück sagen, wenn der Finger nicht schnell auf die Löschtaste zuckt.

      Der Klimawandel ist, um es mal soi auszudrücken, eine wissenschaftlich nachweisbare tatsache. Da tut es nichts zur Sache, dass sich auch sonst das Klima gewandelt hat. Und noch weniger tut Wetter zur Sache. das nämlich, Klima und Wetter, sind 2 unterschiedliche Dinge.

      Ich wünsch dann mal weiter gutes lachen, denn bekanntlich lacht derjenige, der zuletzt lacht, doch am besten.

  27. Das Massaker von Wounded Knee ereignete sich 1890, ich bezweifle, dass die Nasa irgendeine seriöse Datengrundlage hat, um das globale Weltklima für diesen Zeitpunkt objektiv zu bestimmen, weder in den Prärien, noch in Alaska, in den Wäldern und der Pampa Südamerikas, in Australien, in Afrika oder im tropischen und borealen Asien, geschweige denn auf den Ozeanen. Ich wüsste nicht, dass Nuba und Dogon oder Guāngxù, der damalige Kaiser von China, schon objektive Temperaturmessungen durchgeführt hätten. 1880 erklärte sich Südafrika für unabhängig, vermutlich hat man damals bei den Pygmäen und den Menschenfressern im Kongo auch schon die Fieberkurve der Erde gemessen. Seriöse globale Ermittlungen einer globalen Durchschnittstemperatur gibt es erst, seit es globale Satellitenmessungen gibt und auch hier muss man aufpassen, denn die wenigen gemessenen Temperaturen über Meer und auch die vor allem in Europa und an der Ostküste Amerikas über Land gemessenen, historischen Temperaturen sind mit den Satellitenmessungen methodisch nicht identisch. Erst die fehlende Datengrundlage eröffnet der Nasa das Feld der nachträglichen, sog. Korrekturen der Rohdaten und die Extrapolation und Nachjustierung lokal gemessener, mehrheitlich eurozentristischer Temperaturdaten, die die Wellenbewegung der Temperaturverläufe und den Einfluss der AOS-Oszillation sichtlich und nachträglich im Sinne des zu erwartenden Ergebnisses geglättet haben. Übrigens 1880 waren der Bodensee und der Zürichsee komplett zugefroren, sicherlich das perfekte Ausgangsjahr für die Messung eines menschgemachten Temperaturanstiegs, der nach 1850, dem offiziellen Ende einer sich 400 Jahre hinziehenden Kleinen Eiszeit für die nächsten Jahrhunderte sowieso zu erwarten war. Und dennoch kam der extreme Kälterückfall in den 1920er Jahren, dank dem dieser so furchtbare Temperaturanstieg um knapp 1 °C in 100 Jahren so deutlich hervorgehoben werden kann, insbesondere wenn man die eigentlich mit der AOS oszillierende Rohdatenkurve künstlich und nachträglich glättet und Werte anhebt und absenkt, wie es gerade ins erwartete Schema passt. Würde man 100 oder 200 Jahre weiter zurückgehen hätte man stark oszillierende Kurven und einen ganz anderen Eindruck. Und wenn man die einzigen objektiven Klimadaten, die Isotopendaten von Stalagmiten einbeziehen würde, käme man unweigerlich zum Schluss, dass es im Mittelalter phasenweise deutlich wärmer war, zumindest in Tirol, wie es ja auch die Klimachroniken Bayerns längst anzeigen. Kirschen im März, Vogelbrüten im Januar etc. Auch in Nordchina war es im Mittelalter mindestens so warm wie heute, mit einem ebenfalls katastrophalen Kälteeinbruch zu Beginn der Kleinen Eiszeit Mitte des 15. und 16. Jahrhunderts, aber mit deutlich geringeren Temperaturoszillationen in der Zeit danach. Unter Ostküsten-Monsunklima oszillieren die Daten eben weniger stark als unter dem Einfluss der OAS, die bei positiver AOS unweigerlich milde Winter nach sich zieht, während sich der kontinentale Einfluss bei negativer AOs stärker durchsetzt. Warme Winter hatten wir, aber auch die AOs war positiv und auf ihrem Höhepunkt. Ursache CO2? Grad fällt sie wieder ab und die europäischen Winter sind schon spürbar kälter. Der letzte Super-El nino war sicher auch dem CO2-Anstieg geschuldet oder? Seit etwa 3500 Jahren haben wir einen feststellbaren Wärme-Kältezyklus, der alle 1000 -1100 Jahre seinen Wärmehöhepunkt erreicht hat und in den 500 Jahren dazwischen ins Minimum ging. Römische Warmzeit, die letzte Wärmephase erstreckte sich ziemlich genau im Hochmittelalter mit teils vulkanisch überformten Kälterückschlägen an den Übergängen von Früh- zu Hochmittelalter und Hoch- zu Spätmittelalter. Die Kältetiefpunkte der Kleinen Eiszeit lagen um 1450 und 1550 und schaut man sich die Stalagmiten-Kurven und die damit sehr gut korrespondierenden Klimaberichte aus dem Mittelalter an, geschah der Wandel extrem schnell und widerlegt eine dieser Lügen, dass historischer Klimawandel langsam und allmählich vonstatten ging. Das hat er selten, die Eemwarmzeit endete mit einer 350 jährigen Dürre, das 8200 years event und die damit verbundene 200 jährige Dürre kam von einem Jahr aufs nächste. Der Vansee sank um 120 m. Der Meereshöchststand, vergleichbar mit dem der Eemwarmzeit, wurde nur 1100 Jahre später erreicht. Woher kam das viele Wasser, wenn nicht aus den abgeschmolzenen Eismassen der Arktis und Antarktis, zusammen mit dem Gletscherwasser?
    Am Ende des Hochmittelalters gehen die Temperaturen gemäß Stalagmitendaten sehr schnell und fast senkrecht nach unten und erreichen Mindestwerte wie im Präboreal. Sehr gut zu sehen ist das in den Isoptopendaten von Stalagmiten in Tropfsteinhöhlen Tirols, die die letzten 10.000 Jahre abbilden und die man mit Hilfe physikalischer Formeln direkt in Temperatur umrechnen kann. Tut man dies, liegen die Temperaturdifferenzen deutlich über 1 °C, zwischen 3-6°C , vergleicht man den Tiefststand der Kleinen Eiszeit mit dem Höchststand im Atlantikum und Präatlantikum. Und so wundert es nicht, dass man im Mittelalter Wein auf höheren Terrassen anbaute, die heute oberhalb der heutigen Terrassen liegen und wie an Mosel und Main vom Wald überwuchert sind, aber bis zu 1/3 der terrassierten Gesamtfläche ausmachten. Schmelzende Gletscher setzen Baumstämme aus alpinen Höhenlagen frei, wo heute noch keine Bäume wachsen. Heuschreckenschwärme, Malaria, all das sind Produkte dieser Warmphasenpeaks. Während der älteren Perontransgression lag der Meeresspiegel um Australien um 3-4 m höher. Australien ist ein Kontinent, der sich nicht hebt wie etwa Skandinavien, weil er keine abschmelzenden Eismassen hatte. Somit zeigt die Geomorphologie der australischen Küste objektiv den Meeresspiegelanstieg, der in den überschwemmten Flussdeltas Ostchinas ganze Völkerschaften zur Wanderschaft zwang. Solange die zyklischen Warmzeiten des historischen Klimas nicht plausibel erklärt werden, sollte man mit vorschnellen Ursachenvermutungen hinsichtlich des Co2-Anstiegs vorsichtig sein, zumal der c02-Gehalt im Tertiär und den vorhergegangenen Erdzeitaltern immer wieder deutlich höher lag als seit dem Beginn der Eiszeitalter, ein Fakt, unter dem die C3-Pflanzen bis heute leiden, denn die haben sich unter höheren C02-Konzentrationen im Tertiär entwickelt und leiden bis heute unter den eiszeitlichen und in den kurzen Warmphasen eiszeitlich nachgeprägt niedrigen Co2-Konzentrationen. Ausgleichen können sie das nur durch stärkere Verdunstung von Wasser, was sie anfälliger gegen Dürreperioden macht. Nilpferde am Rhein, in der Eemwarmzeit muss es deutlich wärmer gewesen sein, zumal auch der Meeresspiegel etwa 4-5 m höher lag, abgeschmolzene Polkappen am Nordpol und in der westlichen Antarktis inklusive, das Wasser muss ja irgendwo herkommen. Auch die Permafrostböden waren getaut, Methangas entwich in Massen. Können Sie mir erklären, warum es im neolithischen Subpluvial rund 4000 Jahre lang in der Sahara grün war, es dort sogar riesige Seen gab, die heute trocken liegen und der Einfluss des Monsuns nach Klimarekonstruktionen bis zum Aralsee und während der Hochphasen bis zum Baikalsee reichte? Kiffian und Tenerian heissen die Kulturen, die in der Teneréwüste Felszeichnungen von Giraffen hinterließen. Die Kiffiankultur war eine archaisch geprägte Großwildjäger- und Fischerkultur in der einstigen Baumsavanne, heute eine Vollwüste. Turan hieß das gelobte Land in den Urmythen der Perser, heute größtenteils die Wüste Gobi und das ausgetrocknete Tarimbecken ganz ohne den Tarimsee. Sarasvati war der heilige Fluss der Harappa-Kultur und der vedischen Inder, heute ausgetrocknet. Die eigentlichen Katastrophen ereigneten sich damals am Übergang zur Buchenzeit, das Klima wurde kälter und trockener, die Aridisierung ganzer Kontinente begann und wie der plötzliche Untergang ganzer Zivilisationen in Nordchina, Zentralasien, Ägypten und Anatolien zeigt, kamen der Klimawandel und die Dürren immer schnell. Wie schnell dauert die Wüstenbildung, wenn der Monsun für 200 Jahre ausbleibt? Basisfakten zum historischen Klima erfährt man im Studium von Geobotanik und Vegetationskunde, das ich jedem historischen Klimaforscher ans Herz lege, ebenso wie ein Grundstudium Geologie und Geomorphologie. Denn die historischen Klimaarchive findet man in Sedimenten, Stalagmiten, Eisbohrkernen, Küstenverläufen, Pollenanalysen, Holzringen, Moorsedimenten, aber leider nicht als globale und durchschnittliche Temperaturkurven, deren Rekonstruktion im 19. und selbst im frühen 20. Jahrhundert historisch überhaupt keine statistisch relevante Datengrundlage hat. Somit bleiben diese konstruierten Temperatur-Kurven konstruiert und ihre Anstiege spekulativ, selbst wenn die Nasa das macht, die von Stalagmitendaten auch nicht mehr Ahnung hat als Heidelberger oder chinesische Geomorphologen und Physiker, die die Urheber dieser Messdaten von Stalagmiten sind. Die Daten sind nach physikalischen Verfahren gemessen, die Temperaturen in den Höhlen stabil, der Salzgehalt des Wassers spielt anders als bei Meeressedimenten keine Rolle und so kann man die Isotopengehalte der Jahresringe direkt in Temperatur umrechnen. Das gibt Temperaturdifferenzen von bis zu 6°C in den letzten 8000 Jahren, das sind ganz andere Dimensionen. Vielleicht war die damalige Waldsavanne in Zentralasien gemessen an heutigen Wüstenlandschaften gar nicht so schlecht für die so weinverliebten Kulturen Baktriens und der Margiana, denn ohne das Klima im Atlantikum hätten sich viele Kulturpflanzen wie die nordchinesischen, sogdischen, ghandarisch-kaschmirischen, baktrischen und margianischen Weinsorten erst gar nicht entwickeln können und auch das gelobte Land, Mesopotamien und Arabien wären nur die Halb- und Vollwüsten gewesen, die sie heute sind. Ob ein Anstieg von 280 auf 400 ppm überhaupt einen Erwärmungs-Effekt hat? Gerade hagelt es draußen und Spätfröste sind angesagt, die vermutlich wie 2012 und in den Südalpen 2016 sowohl die Trauben als auch die Steinfrüchte für dieses Jahr zerstören werden. Aber nach den Hockeschlägerkurven leben wir ja im wärmsten Jahr seit Menschengedenken, Wärmerekord über Wärmerekord, zumindest im globalen Durchschnitt seit 1993, seit es Satellitendaten auch von der Meerestemperatur gibt. Was sind 25 Jahre im historischen Maßstab? In der Eem-Warmzeit war die Nordhalbkugel um 10 Grad wärmer als heute, aber die Tropen in Afrika und Indien waren um 4 °C kühler, wohl weil die Bewölkung und Reflexion bei global höheren Temperaturen und höherem Meeresspiegel stark zugenommen hatte. 130 Gasmoleküle mehr in einem Fassungsvolumen von 1 Million Moleküle? Exponentieller Anstieg des Co2 bei moderat linearem T-Anstieg in den letzten 100 Jahren? Wieviel Co2 hat der Toba ausgestoßen, der Indien vor 70.000 Jahren mit einer dicken Ascheschicht bedeckte und die Welt in den vulkanischen Winter und die ersten 10.000 extrem kalten Jahre der Weichsel-Eiszeit stürzte? Woher kommen all die Kalksedimente, die ja nichts anderes sind als von Algen in Meeren gebundenes und absedimentiertes, der Atmosphäre entzogenes CO2? Ab welcher Konzentration wirkt C02 toxisch? Warum wohl ist dieser Wert so hoch? Fragen über Fragen. Man sollte zumindest nicht ausschließen, dass wir uns nach der Kleinen Eiszeit, die mit dem Ende eines 7000-jährigen Zyklus einhergeht, wieder am Beginn eines dieser 7000-jährigen Zyklen befinden, dessen langsam ansteigender Temperaturverlauf durch kürzere Warm-Kalt-Zyklen überprägt wird, so wie die 1000-jährigen Zyklen, die nach der römischen Warmzeit und dem Hochmittelalter ziemlich genau 1000 Jahre später wieder zu einer Warmzeit führen, deren Wärmeextreme gemessen an historischen Indikatoren noch lange nicht erreicht worden sind.

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