ISON höchstwahrscheinlich zerfallen!

Es sieht ganz danach aus, als habe es Komet ISON nicht einmal bis zu seinem Perihel geschafft: die letzten Raumsondenbilder zeigen einen langen Schweif, aber keinen kompakten Kopf mehr. Damit ist ziemlich wahrscheinlich, dass der vormals als Jahrhundertkomet angekündigte ISON zum Jahrundertflop geworden ist. Noch ist die Hoffnung aber nicht ganz gestorben. Einen ausführlichen Bericht gibt es später!

UPDATE (21:45): Und kam sagt man – „Etwas“ ist wohl doch durchgekommen. Eine Trümmerwolke oder doch ein Rest-Kern? ISON macht es sehr, sehr spannend:

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ISON’s Annäherung an die Sonne – und wohl auch seinen Zerfall – dokumentieren die folgenden Bilder, afgenommen von den verschiedenen Kameras der STEREO- und SOHO-Sonden, Bildrechte NASA (STEREO) und NASA/ESA (SOHO):

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Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

10 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Also Flop, oder gar Jahrhundert-Flop ist wohl übertrieben. OK, wir werden kein Himmels-Spektakel erleben. Aber wir werden sehr viel lernen, so wir es nicht schon haben. Insofern war die Show, die uns ISON (oder doch jetzt ISOFF?) doch garnicht so schlecht, oder?

  2. Das wird wohl nichts mit dem „schönen Kometen“, weder am Morgen- noch am Abendhimmel. Wenn man sich die aktuellen LASCO C3 Aufnahmen von heute anschaut fällt sofort auf, dass die Helligkeit rapide abgenommen hat und die Reste wohl zerfallen… Sicher kein „Jahrhundert-Flop“, aber ganz gewiss kein „Jahrhundert-Komet“ oder gar „Großer Komet“… War aber auch schon immer unsicher, ob er selbiges wird…
    Macht nix: Der nächste schöne Komet kommt bestimmt.

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