Unterschätzte Gesundheitsgefahr durch Holzrauch

Winterzeit ist ja bekanntlich Kaminzeit, besonders wenn es draußen so kalt ist wie im Moment. Und da der Trend nicht nur hierzulande zu Feuerstelle und Holzpellet-Ofen geht, ist es an der Zeit, mal auf die unterschätzen Gefahren von Holzöfen hinzuweisen. Der Rauch von brennendem Holz ist nämlich weitaus gesundheitsschädlicher als die Abgase der meisten anderen Brennstoffe.

Der Mensch wärmt sich seit hunderttausenden von Jahren an offenen Feuern, aber daraus kann man natürlich nicht folgern, dass man den Siff gefahrlos einatmen könnte. Holz neigt dank seiner kompakten Struktur dazu, unvollständig zu verbrennen, besonders in offenen Feuerstellen, und dabei entstehen haufenweise unerfreuliche Substanzen.

Neben den klassischen Verbrennungsprodukte Kohlendioxid und Wasser, die uns nicht weiter stören, entstehen große Mengen Kohlenmonoxid (einige ppm im Rauchgas), Stickoxide (einige ppb im Rauchgas) und organische Verbindungen. Alkane und Alkene tauchen überwiegend in der Gasphase auf, während die gefährlicheren Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (von denen bis zu mehrere Mikrogramm pro Kilo Holz entstehen können) größtenteils an den festen Rauchpartikeln kleben. Dazu kommen Aldehyde, Alkohole, Carbonsäuren und verschiedene Typen von Aromaten, die sich auf Gase und feste Teilchen verteilen. Die aromatischen Kohlenwasserstoffe stammen überwiegend aus dem Lignin, das etwa ein Drittel der Masse des Holzes ausmacht, deswegen sind auch so viele da drin – Aromaten entstehen laut Literatur in ähnlichen Mengen wie Kohlenmonoxid.

Zwei Millionen Tote pro Jahr

Ein großes Problem ist Holzrauch in weniger entwickelten Ländern, speziell in ländlichen Gegenden. In vielen Regionen ist Holz nach wie vor der wichtigste Energieträger. Insbesondere die technischen und sozialen Gegebenheiten führen außerdem dazu, dass sich die gesundheitlichen Effekte durch Holzrauch dort vervielfältigen. Offene Holzöfen sind weniger effizient als moderne Holzpellet-Heizungen oder auch die geschlossenen Feuerstellen, die hierzulande üblich sind, so dass für den gleichen Effekt mehr Holz verbrannt werden muss. Teilweise ist auch das Brennmaterial selbst von niedriger Qualität. Ein echtes Problem sind auch Feuerstellen ohne Abzug, die den Holzrauch direkt in die Wohnräume entlassen – etwas die Hälfte aller Haushalte weltweit, vermuten Wissenschaftler, kochen noch auf diese Weise mit festen Brennstoffen. Forscher schätzen, dass auch heute noch der größte Teil der weltweiten Partikelbelastung auf Holz in Low-Tech-Feuerstellen zurückgeht, und den Löwenanteil der entstehenden Giftstoffe atmen Frauen ein, denen in großen Teilen der Welt nach wie vor das Kochen obliegt, und ihre kleinen Kinder, die sie beim Kochen normalerweise in der Nähe haben.

Entsprechend stellen immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen festen Brennstoffen und schlechterer Gesundheit her. Nach Schätzungen der WHO sterben Jährlich etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen von Holzrauch, die Hälfte davon Kinder unter fünf Jahren. Belegt ist der Zusammenhang zwischen Holzrauch und Atemwegsinfektionen bei Kindern sowie chronischer Bronchitis und Lungenkrebs bei Erwachsenen, besonders bei Frauen. Bei denen verdreifacht Holzrauch das Risiko einer chronischen Bronchitis. Holzrauch begünstigt nach einigen Studien wohl auch Tuberkulose – im Tierversuch behindern schon geringe Konzentrationen den Transport pathogener Bakterien aus den Atemwegen. Insgesamt verursacht Holzrauch in Innenräumen über drei Prozent aller verlorenen gesunden Lebensjahre (DALY) weltweit, etwa vergleichbar mit fehlender Malariaprävention und Übergewicht.

Erstaunlicherweise scheint es nur eine einzige kontrollierte Expositionsstudie am Menschen zu den Effekten von Holzrauch zu geben, und dazu eine sehr kleine. Demnach scheinen Rauchgase schon nach kurzer Exposition Entzündungsprozesse anzukurbeln. Im Tierversuch finden Forscher konsistent Schäden an den Epithelzellen der Atemwege und der Lunge. Vermutlich entstehen die Schäden durch giftige organische Verbindungen, die mit Rauchteilchen in die Lunge gelangen. Bemerkenswerterweise scheinen niedrige Rauchkonzentrationen, bei denen keine akuten Schäden auftreten, bereits die Immunantwort der Epithelzellen dauerhaft zu verändern, so dass schon geringe Konzentrationen von Rauchteilchen einen negativen Effekt haben könnten. Die ganze Mischpoke ist außerdem potentiell krebserregend – im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.

Gefährliche Teilchen

Auch wir Westler können uns nicht sicher fühlen. Wir haben zwar bessere Öfen und weniger Rauch in den Wohnungen, aber auch hierzulande sind Holzheizungen wieder im Kommen – sind ja nachhaltig. Das Problem sind allerdings die Rauchpartikel. Die bedeutendste Fraktion dieser Partikel ist kleiner als ein Mikrometer und gelangt tief in die Atemwege. Dass diese Partikel so fein sind hat zwei zusätzliche Effekte, die uns Sorgen machen sollten. Zum einen setzen sich die Teilchen nicht ab, sondern schweben sehr lange in der Luft – entsprechend bleibt der Holzrauch gerade in Innenräumen über längere Zeit stehen, und wabert natürlich, nachdem er das Haus durch den Kamin verlassen hat, durch die Nachbarschaft. Studien zeigen, dass die feinen Rauchteilchen ohne Probleme von außen in Innenräume eindringen, so dass man sehr wohl den Rauch aus Nachbars Kamin in die eigene Bude bekommt, egal ob die Fenster geschlossen sind oder nicht.

Die Rauchpartikel haben es in sich. Sie tragen die gefährlichen Substanzen tief in die Lunge und laden sie dort konzentriert ab. Die Teilchen bestehen zu etwa einem Fünftel aus elementarem Kohlenstoff, der Rest sind anorganische Asche und die verschiedenen Verbrennungsprodukte, die an den Teilchen kondensiert sind. Untersuchungen aus den 90er Jahren in Kanada und den USA deuten auf einen Zusammenhang zwischen Partikeln aus Holzrauch und verschlechterter Lungenfunktion vor allem bei Kindern hin – solche Studien zeigen auch einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang, das heißt je mehr Rauch, desto größer die Schäden. Deutlicher als bei Öfen sind die Effekte bei offenen Feuerstellen, die Rauchpartikel direkt in Wohnräume entlassen. Dort erhöhen vier Stunden Exposition pro Tag die Wahrscheinlichkeit von Atemwegsproblemen wie Husten oder Brustenge um etwa 15 bis 20 Prozent.

All diese Studien haben notwendigerweise methodische Probleme – in den meisten Fällen sind die Daten über tatsächliche Exposition recht lückenhaft und schon gar nicht standardisiert, und man wirft natürlich auch sehr viele unterschiedliche Faktoren zusammen, zum Beispiel verschiedene Arten von Feuerstellen. Allerdings zeigen sich eine ganze Reihe von dosisabhängigen Effekten, die von leichten Reizungen bis hin zu ernsthaften Atemwegsschäden mit Krankenhausaufenthalt reichen. Wie groß das Problem ist, wissen wir nicht, aber wir können davon ausgehen, dass die Gefahren durch Holzrauch sehr real sind.

Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

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  1. „..und wabert natürlich, nachdem er das Haus durch den Kamin verlassen hat, durch die Nachbarschaft. Studien zeigen, dass die feinen Rauchteilchen ohne Probleme von außen in Innenräume eindringen, so dass man sehr wohl den Rauch aus Nachbars Kamin in die eigene Bude bekommt, egal ob die Fenster geschlossen sind oder nicht.“

    Das kann ich absolut bestätigen!

  2. Spielverderber …

    aber gut, dass darüber mehr zu erfahren ist. Auch sägen von Holz ist gefährlich, gesundheitsschädlich je nach Staubmenge und Feinheit … und trotzdem vermisse ich meinen Schamotteholzofen.

  3. Ötzi

    Bereits die Lunge der Gletschermumie Ötzi war voller Russ.

    Nur wurde der Ötzi nicht so alt, dass sich das Feinstaub-Problem auf seine Lebensdauer ausgewirkt hätte.

    Auch ich habe einen Nachbarn, der grosse Mengen von Holz verheizt.

    Dabei hilft es mir gar nicht, dass ich mit Erdgas heize, und dass ich Nichtraucher bin.

  4. Interessant!

    Untersuchungen aus den 90er Jahren in Kanada und den USA deuten auf einen Zusammenhang zwischen Partikeln aus Holzrauch und verschlechterter Lungenfunktion vor allem bei Kindern hin

    Kannst du die noch verlinken?

  5. Sägespäne …

    sind vom Werkzeug abhängig. Feinstaub, d.h. ich trug eine Atemmaske, weil sinnvoll. So groß müssen Sägespäne nicht sein.
    Ist nicht der hohe Heizwert von Holz ein Vorteil? Weniger oft heizen müssen …

  6. War nicht die Rede davon, daß in Zukunft in Deutschland eine Filterpflicht für Holzöfen kommen soll?

    Ich kann mich vage an einen Bericht darüber erinnern. Der ist aber auch schon wieder länger her und ich habe seither nichts mehr davon gehört.

    Angesichts dieser Risiken wäre das sehr sinnvoll.

    Weiss zufällig jemand, ob man solche Filter nachrüsten kann – die kommen glaube ich in das Ofenrohr – was sie kosten und wie wirksam sie sind?

    Ich heize selber auch mit Holz, will aber weder mich noch andere vergiften.

  7. Vergleich

    Ich bin (auch) durch Sam Harris‘ Blog auf dieses Thema aufmerksam geworden. Beim Verbrennen entstehen wohl immer ungesunde Stoffe. Was mich interessieren würde, wäre eine Studie, die Holz(pellet)heizungen mit Ölheizungen vergleicht. Und zwar sowohl unter gesundheitlichen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf die Umwelt (Klima) als Ganzes. Hat da jemand Daten?

  8. belegt, zeigt, nette überschätzte Wörter, letztendlich ist es nicht vielmehr als eine Hypothese. Letztes Jahr hiess es noch „viele Vitamine = super“ und nun „viele Vitamine = böse“ achja Pommes sind absolut tödlich ^^ erinnert sich noch jemand an Acrylamid und trotzdem wird weiter scharf angebraten.Wenn mein Körper Feuergeruch oder Pommes möchte, geb ichs ihm ^^

  9. @Grummel Griesgram

    Grade das Acrylamidbeispiel zeigt, dass eben nicht so ist. Es wurde ein Zusammenhang und ein Risiko erkannt und man überlegt sich daraufhin eine Lösung. Sprich: Welches Mittel ist mir Wert auf dieses Risiko zu verzichten. Rausgekommen ist, dass Produktionstechniken ändert. Bspw. Kaltzonenfriteusen oder Änderung der Rezeptur in Lebkuchen.
    Es ist zwar so, dass Medien vordergründig Panik machen, aber im Hintergrund in der Regel nicht die Radikallösung gewählt wird.

  10. man muß schon aufpassen

    Ich glaube, daß die modernen Kaminöfen heute sicher sind und die beschriebenen Probleme nicht auftreten. Natürlich muß man auch aufpassen, daß man kein feuchtes Holz verbrennt und so Russ entsteht.

  11. Sehr interessanter Artikel. Wir müssen uns leider jeden Tag mit dieser Problematik auseinandersetzen, die zunehmend unsere Existenz zerstört.
    Zu besichtigen auf meinem Youtube Kanal:“ TF2Petra“.

  12. „im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.“
    Soll das heissen dass Holzrauch gesundheitsschädlicher sein soll als Zigarettenrauch?
    Oder handelt es sich um ein konzertriertes Extrakt?

  13. Jein…

    Kommt drauf an wieviel man einatmet. Zigarettenrauch zieht man sich halt volle Kanne in die Lunge, Holzrauch üblicherweise nicht. Deswegen sind Zigaretten trotzdem schädlicher.

  14. Ich meine natürlich bei gleicher Menge, also wenn man im Vergleich genausoviel mg Holzrauch einatmet wie Zigarettenrauch. Ausserdem ist Passivrauchen ja auch ungesund, obwohl man sich da das Zeug nicht volle Kanne reinzieht.

  15. Hmmm…

    Die Frage ist leider so leicht nicht zu beantworten, aber der Hinweis aufs Passivrauchen ist natürlich ein sehr guter Punkt.

    Rein von der chemischen ZUsammensetzung her würde ich tatsächlich vermuten, dass Holzrauch Volumen für Volumen giftiger ist. Nachzuweisen, dass das auch praxisrelevant ist halte ich allerdings für sehr schwer.

  16. Ich kann es kaum fassen, es ist ein Spiel mit der Angst, es sind die Lebensmittel, es sind die Weine, es ist der Zigarettenrauch, Autoabgase.und… und… und… Man könnte seitenwese über die Schädlichkeiten, die uns im Sekundentakt überfallen berichten. nicht zu vergessen, was auf den Tablettenbeipackzettel zu lesen ist, daß man sich fragen muß, darf ich noch atmen, darf ich noch essen oder soll ich mich als Mumie zurückziehen. Erst die Kohle, jetzt das Holz ………..

    • wir schreiten schrittweise. die oberste priorität des lebens liegt im atem, daher gilt es zunächst die luft zu reinigen von all dem schmutz, mit dem man auf erden den wind schon vergewaltigt hat

      es ist zu begreifen, dass es immer etwas zu verbessern geben wird — und das jenes, welches heute hilft, morgen zum feind wird, und also selbst wieder überkommen werden muss

      ihr sollt keine angst haben, ihr sollt anfangen zu schreiten!

  17. Moderne Kaminöfen müssen strenge rechtliche Anforderungen an den Umweltschutz einhalten (siehe Stufe 2 der 1.BImSchV). Aber jeder einzelne kann auch etwas für den Umweltschutz tun: nur trockenes Brennholz einsetzen und den Kaminofen mindestens jählich reinigen um eine optimale Verbrennung zu erreichen.
    Im Übrigen können moderne wasserführende Kaminöfen deutlich den Verbrauch von Heizöl und Erdgas vermindern und fördern den Umweltschutz durch eine Werterhöhung des Waldes.

    • Leider stellt sich die Realität etwas anders dar.
      Die gesetzlichen Abgasvorschriften werden nicht wirklich kontrolliert. Der Schornsteinfeger prüft nur den technischen Status der Öfen. Und lässt sich bestes Kaminholz zeigen.
      Das ist so, als würde nur der TÜV für die Autos zuständig sein. Wo zu den Verkehrspolizei? Die Autos werden doch vom TÜV abgenommen und halten daher alle Verkehrsvorschriften ein.
      Wer jetzt lacht, so in etwa läuft es mit den Holzöfen und Kaminen.
      Alle noch so strenge Gesetze sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. So lange niemand die Einhaltung kontrolliert.
      Unser Haus ist, dank moderner Kamine, in der Heizperiode nicht mehr bewohnbar!
      Der Rauch der angeblich so modernen Anlagen, dringt durch die geschlossenen Fenster!
      In dicht besiedelten Wohngebieten und Ballungsräumen, gehören derart schmutzige Anlagen verboten!
      Das wäre ein wichtiger Beitrag zum allgemeinen Gesundheitsschutz!

      • deine Rhetorik erinnert mich leider in gewisser Weise an die Rhetorik der „Mobilfuink ist schädlich“-Fraktion.
        Evtl. dies einfach etwas zurückfahren?

        • Was soll das denn bitte heißen? Zurückfahren? Der Rauch ist giftig und macht krank, das ist eine Tatsache!!!
          Elektromagnetische Wellen machen im Normalfall nicht krank! Es sei denn, man wird sehr starker Strahlung, wie bei bestimmten Berufen, ausgesetzt.

  18. wir sind betroffen von mehreren Kaminöfen, es qualmt und in unserem Haus spüre ich ständig die
    Rußpartikel ich werde bald verrückt , was kann ich tun?

    • Sie können den Nachbar bitten, anders zu heizen. Tut er das nicht, können Sie wegziehen. In diesem Land wird Ihnen behördlicherseits niemand helfen. Traurig aber wahr.

  19. Hi,

    ich bin auf den artikel gestoßen, weil ich nach ähnlichkeiten und unterschieden zwischen holzrauch und zigarettenrauch suche. Könnte die Quelle dieser aussage evtl verlinked werden? Das würde mir einige fragen beantworten denke ich.

    „Die ganze Mischpoke ist außerdem potentiell krebserregend – im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.“

    Vielen dank für den artikel. Interesantes thema.
    ED

  20. Wir werden alle sterben.
    Wahrscheinlich reicht schon das Lesen einer Liste aller bekannten Gesundheitsrisiken, um sich sofort schlechte zu fühlen.
    Nicht zu heizen ist auf jeden Fall in unseren Breiten tödlich.
    Alle bekannten Heizungsarten haben Nebenwirkungen.

  21. Hallo.
    Partikel filter kosten 499;
    Muss aber jährlich gewechselt werden kosten 150; .Also lieber einen neuen Kaminoefen kaufen.Die neuen Kaminoefen haben sehr gute Abgaswerte.

    • Neue Öfen sind auch nicht besser. Ich weiß nicht , wie die Hersteller ihre Messwerte bekommen. Sicher nicht unter Realbedingungen. Wir haben so viele neue Anlagen vor die Nase gesetzt bekommen, die stinken und qualmen alle. Es ist leider so, dass die Besitzer, um zu sparen, alles verheizen.
      Je nach Brennstoff, gibt es dann die Abgase. Da kann das noch so ein feiner Ofen sein. Holzschutzmittel behandeltes Holz, ist an der Tagesordnung. Das ist in den letzten Jahren immer schlimmer geworden.
      Wir haben schwarze Fensterbänke, wie zu DDR-Zeiten.

  22. Das Holz nachwachsend und damit CO2 neutral ist sollte außer Frage stehen. Das ein „schlechtes“ Feuer auch Feinstaub erzeugt ist ebenfalls ein alter Hut. Darum und zur Vermeidung / Verminderung von solchen Stoffen im Abgas hat die Bundesregierung doch mit dem 1.1.2015 die entsprechenden Verordnung und die Grenzwerte nochmals verschärft. Für die Einhaltung der Grenzwerte sind die Hersteller von Feuerungsanlagen verantwortlich gemacht worden, damit diese eine moderne sichere Technik entwickeln.
    Aktuell betragen die Grenzwerte für CO Emissionen für deutsche Holzfeuerungsanlagen nur 1 % der Grenzwerte, die in anderen, nicht deutschsprachigen europäischen Feuerungsanlagen zugelassen sind.
    Natürlich kann man eine Null fordern – wie beim Limbo Tanz – how low can you go -damit mag man sich politisch profilieren, aber man verbietet alle Holzfeuerungsanlagen, was wiederum die Existenz der Wälder unwirtschaftlich macht. Nur für Sonntagsspaziergänge bezahlt man keine Waldpflege.
    Es ist also nicht die Frage, ob es möglich ist umweltfreundlich und nachhaltig zu heizen, sondern wie man einzelnen Belästigungen durch unsachgemäße Verbrennung von Holz verhindert.
    Auch hier greift zunächst die neue Verordnung und das darin festgeschriebene Beratungsgebot durch den Schornsteinfeger – und natürlich auch die Vernunft der Besitzer solcher Feuerungsanlagen.
    Ob Pellets als eine Form von Holz, z.B. in Konkurrenz zu naturbelassenem Scheitholz, wirklich wirtschaftlich sind, ob und wieviel Öl oder Gas wirtschaftlich einzusparen ist, ist wiederum natürlich abhängig vom Holz- bzw. Peelltpreis.
    Dies kann sich jeder ausrechnen, wenn er vergleicht wie viel Energie im Rohstoff Holz, Pellet, Öl oder Gas steckt und den aktuellen Preis heranzieht. Zusätzlich erfährt man unter dem nachfolgenden Link auch wie viel CO2 man mit Holz einspart.
    http://www.normatherm.com/kaminofen-app.html

    • Hilfe! Werbung!!!
      Ach der Gesetzgeber hat die Vorschriften nochmals verschärft? Merkwürdig, dass es mit den schmutzigen Öfen und Kaminen immer schlimmer wird! Die allgemeine Gesundheit, wird durch den Missstand gefährdet! Die Dreckschleudern verursachen mehr Luftverschmutzung, als der Autoverkehr!
      Der Schornsteinfeger grinst über jede Gesetzesverschärfung! Der Dreck fliegt weiter jeden Tag über unser Grundstück. Nichts wird besser!
      Wenn ich mir dann auch noch unsere leergeräumten Wälder ansehe. Das ist Raubbau! Da ist nichts mehr klimaneutral!
      Hier auch noch die Werbepropaganda der Holzofenindustrie abzulassen. Ich könnte ko….
      Ich bekomme schon den Eindruck, dass es euch nur ums Geld geht…..

      • Es ist nicht mehr auszuhalten!
        Ich habe die Beiträge gelesen – und tendiere zu Petra
        Was mich masslos stört ist die „sau-dumme“ Argumentation mit: Holz-Verbrennung sei CO2 neutral und umweltfreundlich (so das Bayerische Umweltministerium / und viele andere mehr / insbesondere die Ofenanbieter)
        Einen 40 bis 50 Jahre alten Baum einzuschüren setze fast eine Tonne CO2 frei. Das ist so wie sich in die Garage setzen und den Motor laufen lassen!
        Hier – oberbayerischer Ort – kann man nicht mehr leben. Alle heizen mit Holz / denn Geiz ist geil! Und das nicht nur um ein Mal in die Flammen des Kamins zu blicken, sondern die Pyromanen heizen damit die Warmwasserversorgung und das ganze Haus. Es war noch nie so schlimm. Es ist der Rückfall in die Steinzeit. Letztlich auch ein Mangel an Bildung (Hauptsache den Gaswerken wird eine Lektion erteilt). Der Dreck zieht nachts bei uns ins Haus. Ich habe seit 3 Jahren keine Nacht mehr durchgeschlafen.
        Wenn man morgens oder abends von draussen ins Haus reingeht, dann „stinken“ die Klamotten, als hätte man einen Tag als Heizer auf einer Dampflock gearbeitet.
        Ich suche „Urteile“ – wer kann mir behilflich sein?
        Urteile aus Orten, in denen das Verheizen von Holz und holzähnlichen Produkten verboren worden ist.
        Denn ich frage mich ob wir „alle so blöd“ sind, oder ob es auch Orte gibt, in denen die Intelligenz überwiegt und sich durchsetzt und Verbote ausgesprochen werden.
        Das ist der einzige Weg.
        Und die Wälder sind dazu da, uns über den Photosynthese Sauerstoff zu liefern.
        Doch die Wälder sich nicht dazu da um verheizt zu werden!
        Herzlichen Dank für Eure Unterstützung
        Fernando

  23. Bin leider auch betroffen, selbst im Hochsommer heizt mein Nachbar, er brauch es damit sie warmes Wasser zum Duschen haben. Aber nicht nur das ich meine Wäsche nicht raus hängen kann, wenn ich das einatme bekomme ich so einen Husten, das ich mich fast übergeben muss. Sobald ich wieder im Haus bin geht es mir wieder besser. Meinem Mann und den beiden Söhnen, macht es komischer Weise nicht so viel aus.Überlege ob ich mal einen Allergietest machen sollte, oder wegziehen. Und seltsamerweise wir wohnen auf dem Dorf,wenn ich aber bei Verwandtschaft in Bochum bin geht’s mir draußen gut.

  24. Die Menschheit heizt nunmal bereits Jahrtausende mit Holz und ist immer noch nicht ausgestorben. Alle die hier so gegen die „Stinker“ wettern, sollten sich doch zusammenschließen und irgendwo einen Seifenblasenstaat aufmachen, wo Autos mit Apfelsaft fahren und Einhörner die Wohnung im Winter muckelig warm pupsen. Wenn jemand vom Holzrauch der beim Nachbarn aus dem Kamin kommt fast erbrechen muss, dann muss er in einer klinisch-sterilen Seifenblase aufgewachsen sein. Hinzu kommt noch, dass ich kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass es Menschen gibt, die den flackernden Lichtschein und die mollige Wärme vom Kaminfeuer nicht genießen wollen.
    Gruß Der Heizerwilli

    • Leute die derartige unqualifizierte Kommentare geben, sollten nur einmal das Gefühl erleben, wie es ist unter Luftnot zu leiden! Asthma zu haben! Keine Luft zu bekommen! Wie die Angst vorm nächsten Asthmaanfall hochsteigt! Man nach Luft ringt und beißende Holzabgase die Bronchien reizten! Alles passiert im eigenen Haus, man kann nichts dagegen tun. Der Dreck zieht durch jede Ritze! Unsere Holzheizer wollen nur sparen! Auf Kosten unserer Gesundheit! Sie sollten sich was schämen, sich noch über die Opfer dieses Missstandes lustig zu machen!

  25. bin doch sehr überrascht von den hier geschilderten Problemen die durch die unkontrollierten Verbrennungen in heimischen heimeligen Holzöfen herrühren.
    und seid kurzem durch Umzug in Haus, Dachwohnung mit Dachfenstern auch selbst betroffen.
    Es wundert mich auch sehr dass das Verbrennen von Gas und Oel nicht nur der Kontrolle des Schornsteinfegen überlassen wird ,sondern vor Inbetriebnahme und über die Jahre regelmäßig , durch qualifizierte Fachbetriebe eingestellt und gewartet werden müssen nach DIN und Norm und auch sehr teuer. Doch bei der Holz-, Kohle-,usw.- Verbrennung einfach alles dem Zufall und dem guten Willen der Heizer überlassen wird. Fürs offene Feuer im Garten braucht man auch eine behördliche Genehmigung und diese wird höchstens 1-3 mal im Jahr erteilt. Man könnte vielleicht auch noch das Grillen, mit holz oder Holzkohle näher betrachten.
    Es erschreckt mich sehr zusehen zu müssen, welches Ausmaß das Abholzen in Wäldern und auch auf vielen anderen Grünflächen angenommen hat. Wurde dann im Winter fleißig Holz verbrannt, um es schön muckelig warm zu haben, hat man die Atmosphäre schon mal gut vergiftet, mit den Resten der Bäume die die Atmosphäre hätten retten können. Rettet die Welt, aber nicht vor der eigenen Haustür?

  26. Die meisten bisherigen Fragen drehen sich um die Schädigung der Atemwege durch Kaminrauch.. Sind Fälle bekannt, wo jemand mit Hautreizungen reagiert, die neurodermitische Symptome zeigen.
    Wenn ja, würde mich das interessieren. Spielt vielleicht auch die Holzart eine Rolle, z.B. wie sieht es beim Verbrennen von Platane aus, die zum Befall mit der Platanenfäule neigt?

  27. Wann rückt man diesen Umweltverpestern endlich mal auf den Leib. Wir müssen den ganzen Winter diesen Dreck aus der Nachbarschaft ertragen egal aus welcher Himmelsrichtung der Wind bläst…. Hinzu kommt noch eine Fensterbaufirma (Name entfernt – LF) die ihre Holzabfälle gleich mal verheizt und für übelsten Gestank und Qualm sorgt !!! Das sowas in der heutigen Zeit noch möglich ist!? Kann da nicht mal ein Gesetz her um dieses generell zu verbieten. Ist ja alles wie im Mittelalter. Deutschland will den Atomausstieg? Als erstes sollte man Kamine und Dauerbrandöfen abschaffen. Diese sind, wenn man dem Bericht glauben kann, mindestens genauso gefährlich. Nur eben auf eine andere Art.

  28. Es ist deprimierend, jeder der sich ein Haus kauft, denkt als Erstes daran einen Holzkaminofen dort einzubauen, wenn noch keiner vorhanden ist. Die Warnungen werden nicht ernst genommen oder einfach mal so abgetan. Haben denn diese Menschen keine Nase, keine Bronchien, keine Lungen? Das Schlimme ist, hat man erst einmal einen solchen Schaden, bekommt man ihn nicht mehr weg. Die Politik, der geht es nur darum, dass die Wirtschaft floriert, koste es, was es wolle. Wen interessiert da schon die Gesundheit? Umweltschutz, alles nur bla, bla. Große Aufregung wegen der Braunkohle, doch auch die war mal Holz. Warum soll sie gefährlicher sein als Steinkohle? Wenn ich darüber nachdenke, dann müsste Holz noch viel gefährlicher sein als Braunkohle. Holz verbrennen, das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt, bald sind wir in dieser Hinsicht wieder in der Steinzeit.

    Also, da alles Schimpfen und Jammern nicht nutzt, müssen Fakten her. Hat man hier einen Fachmann/Fachfrau/ jemanden der anhand von Fakten und Tatsachen beweisen kann, wie schädlich das Holz verfeuern ist, dann sollte man sich zusammentun und zumindest schon mal mit einer Petition an die hier zuständigen Minister (Umwelt – Gesundheit EC.) herantreten. Die Frage ist nur, wer unterschreibt diese noch, da sich inzwischen fast jeder einen solchen Ofen anschafft, ist ja schön billig. Sie sehen es ja schon an vielen Komentaren.

    Trotzdem bin ich der Meinung, keine Veränderung, wenn man nichts tut. Leider bin ich nicht die Fachfrau, sondern „nur“ eine Leidtragende. Also sollte jemand hier etwas bewegen können/wollen, ich wäre dabei.

  29. Das Verbrennen von Holz, Kohle, Öl, Gas setzt Luftschadstoffe frei. Weil wir Menschen den Baum, Wald, Holz etwas positives zurechnen, meinen wir, das Verbrennen von Holz wäre umweltfreundlich und Co2 neutral.
    Der Kaminofen ist eine Technologioe des 19. Jahrhundert.Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen 1. BImSchV. ist technisch völlig veraltet. Die Kontrolle der Einhaltung und Umsetzung durch die Schornsteinfeger / Kaminkehrer findet eigentlich nicht statt. Man kann nur hoffen, das der Kaminofen und das Heizen mit Holz in ca. 40-50 Jahren nicht mehr möglich ist und die Gesellschaft, der Staat, die Menschen erkennen, das wir uns da in eine Sackgasse rein bewegt haben. Die Zukunft muss Heizen sein ohne Verbrennung von irgendwelchen Stoffen. Das wird schon deshalb passieren, weil wir in Zukunft nur noch Nullenergie, Passivenergie Häuser bauen und bestehende Gebäude energietechnisch sanieren. Am Ende dieses Jahrhundert sollte der Kaminofen nur noch im Museum zu besichtigen sein.
    Dieter klaucke ein Ofenhändler, der erkannt hat, das was ich mache nicht Zukunfstfähig ist.

  30. Es ist schon paradox. Unsere Winter werden immer wärmer und trotzdem heizen immer mehr Menschen regelmäßig mit Holz. Es sind mittlerweile mehr als 15 Millionen Haushalte und die Tendenz ist stark steigend. Das Mittelalter lässt grüßen.
    Auch wir haben Nachbarn, welche 8 Monate im Jahr ihren stinkenden Kaminofen täglich! von morgens bis zum späten Abend betreiben. Rücksichtnahme ist für diese Menschen ein Fremdwort. Da wird auch von CO2-Neutralität gefaselt (was ein Witz ist) und davon, dass das Heizen mit Holz die sauberste Art des Heizens ist. Es ist zum totlachen.
    Nach neuesten Zahlen (WDR Aktuelle Stunde) sterben jährlich 2500 Menschen allein an den krebserregenden Abgasen von Kaminen und Kaminöfen. Das ist in zehn Jahren eine Kleinstadt!!!
    Aber man kann sich die Dinge natürlich auch schönreden, so wie einige Leute es hier tun. Von Einsicht keine Spur. Sobald es an die Komfortzone der Menschen geht, ist es vorbei mit Rücksicht, Einsicht und Co. Bloß auf nichts verzichten. Ein Feuerchen im Kamin ist ja soooo schön.
    Ich arbeite in einer Apotheke und habe jeden Tag verzweifelte Mütter vor mir stehen, deren Kinder!!! an chronischen Atemwegserkrankungen leiden. Auch hier ist die Tendenz stark steigend. Woher kommt das wohl, liebe Holzheizer?
    Da spricht die Politik von weiteren Plaketten und Fahrverboten für Autofahrer – und die Holzheizer? Die dürfen weiter ihre krebserregenden Abgase in die Luft blasen.
    Wie wäre es mit einer saftigen Steuer auf Holzöfen? Wer die Luft verpestet, soll zumindest zahlen! Und der Fiskus hätte auch seine Freude daran.
    Auch der wertvolle Rohstoff Holz ist viel zu billig zu haben. Auch hier eine saftige Steuer drauf! Eine Art Luxussteuer! Bei den Autofahrern geht es doch auch!
    Auf der Insel Helgoland wurde, wegen der schlechten Luft, das Heizen mit Holz verboten. Daraufhin gab es ein Bürgerbegehren, weil die Holzheizer sich in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt fühlten. Daraufhin wurde das Verbot leider wieder aufgehoben. Da wären wir wieder beim Thema Komfortzone…
    Ich empfehle allen die Dokumentationen „Die Holzlüge“ und „Auf dem Holzweg“.
    Und das Gerichtsurteil A2. 3029 / 08 LG Dortmund vom 3. April 2009.
    Auch unter „Deutsche Umwelthilfe“ und „Clean heat“ bekommt man sehr gute Informationen.

  31. Ich bin überrascht, wieviele Geschädigte es durch Kaminabgase gibt. Und wie wenig diese Menschen vom Staat geschützt werden. D.h. Menschen dürfen von rücksichtslosen Nachbarn langsam vergast werden, aber Autos dürfen nur mit gültiger Feinstaubplakette in die Städte fahren? Kann es ein, dass hier irgendetwas nicht stimmt? Woran liegt diese Verantwortungslosigkeit der Politiker. Kann es sein, dass gerade die Politiker, mit ihren steuerfinanzierten Einkommen, und Häuslebesitzern, zu den Luftverschmutzern gehören? Und damit natürlich auf gar keinen Fall gegen ihre eigenen Interessen entscheiden werden. Liegt das Problem einfach in der Natur des Menschen? Egoismus und Eigeninteresse pur. Was interessiert schon die Gesundheit des Nächsten. Die Hauptsache meine ureigenen Ansprüche sind befriedigt. Schade eigentlich. Aber auch hochinteressant.

  32. Meine über 70 Jahre alte Schwiegermutter musste sich ein anderes Auto kaufen, weil sie mit der roten Plakette nicht mehr in die sogenannten „Umweltzonen“ fahren durfte. Und der Witz ist, dass genau in diesen Zonen mit Holz geheizt wird wie der Teufel. Da kommt man sich von der Politik wirklich verar… vor.
    Der drastisch angestiegene Bedarf an Brennholz ist allein durch unser heimisches Holz nicht mehr zu decken. Deshalb kommt ein großer Teil Brennholz aus osteuropäischen Ländern. Dort wird es bereits illegal abgeholzt, um unseren Bedarf hier zu decken. Es hat sich dort eine regelrechte „Holzmafia“ gebildet. So kommt es, zusätzlich zu der Luftverschmutzung und den daraus resultierenden Erkrankungen/Todesfällen, noch zu einer ökologischen Katastrophe.
    Aber hauptsache, der Hintern ist schön warm und im Ofen knistert es. Was interessiert da die Menschen der Dominoeffekt ihrer Vorliebe des Heizens mit Holz.
    Übrigens: Laut Umweltbundesamt verursacht das Heizen mit Holz mehr Feinstaub, als der gesamte Straßenverkehr (Autos, Motorräder, Lkw) zusammen.

  33. Und so zeigt der Deutsche wieder seine hässliche Fratze. Zwar herrscht kein Krieg, doch er zeigt es in kompletter Rücksichtslosigkeit gegenüber der Gesundheit und dem Wohlergehen seiner Umwelt. Er denkt nur an sich, wie er seine Bude billig warm bekommt. Dass die Nachbarn dabei Stück für Stück kaputt gehen, interessiert ihn nicht. Dass aus seinem Schornstein braune Dreckwolken fliegen. Stundenlang.
    Wir sind umgeben von solchen Leuten. Überall in unserem Dorf liegen die Holzstapel vor der Tür. Man kommt sich vor, als wäre man einer Zeitmaschine entstiegen. Ist es wirklich 2017? Was geht nur in den Köpfen dieser Leute vor? Haben die kein Gewissen?
    Wir hatten vor sechs Jahren noch so eine gute Luft, wir konnten unsere Fenster öffnen, wann wir wollten. Lüften war einfach. Jetzt ist es der absolute Horror geworden. Ich verstehe nicht, wie so etwas in einem so fortgeschrittenen Land wie Deutschland erlaubt sein kann. Warum tun unsere Politiker nichts dagegen? Es geht ums Geld wie immer, nicht wahr? Da kann man ruhig ein paar tausend Menschen pro Jahr opfern. Ich schäme mich von solchen Leuten regiert zu werden.

  34. Wir wohnen ländlich und die Holzräucherer machen uns das Leben zur Hölle. Wir leben nur noch in Rauch und Gestank. Zimmer, Flur, alles stinkt nach Rauch. Der hängt in Möbeln und Tapete, den bekommen wir nie wieder heraus. Selbst die Handttücher im Bad stinken nach Rauch. (Wir selber sind Nichtraucher.) Es ist ein Albtraum, ich hätte nie gedacht, mein Leben einmal in so einem Gestank verbringen zu müssen. Die Räucherer leben hier wie die Könige, die können machen was sie wollen. Aber hört die Freiheit des einen nicht da auf, wo die Freiheit des anderen eingeschränkt ist? Meine Gesundheit ist jetzt nach zwei Jahren Dauerbeschuss in Mitleidenschaft gezogen worden. Atemwege hochempfindlich geworden, das Nervenkostüm stark angegriffen.
    Mir muss gar nicht erst ein Wissenschaftler sagen, dass Holzrauch alles andere als ungefährlich ist – das rieche ich doch schon selber. Was so bestialisch beißt und stinkt, kann nicht gut für ein Lebewesen sein. Das Rabenkrähenpaar, zum Beispiel, das hier lebt, sitzt grundsätzlich nur auf den Schornsteinen der Nicht-Räucherer, oft auch, wenn die Ölheizung läuft. Tiere wissen ja oft instinktiv, was gut für sie ist und was nicht.
    Aber leider wissen viele ja nicht, was eine Ölheizung ist.

  35. Auch bei uns ist es furchtbar, unser Leben wird von den Holzheizern komplett kaputt gemacht. Aus jedem zweiten Schornstein hier kommen Dreckwolken. Wir haben Fenster, aber können sie nicht aufmachen. Sogar im Sommer war es schlimm, da viele mit Holz betriebene Heizkessel haben, die netterweise noch vom Staat gefördert werden. Wollen uns unsere Politiker umbringen?
    Meiner gesamten Familie geht es mittlerweile gesundheitlich schlecht. Atemwegsbeschwerden, brennende Augen, aber auch vor allem die Nerven liegen blank. Das Zimmer unserer Tochter können wir gar nicht mehr lüften, sie muss in einem Mief lernen und schlafen. Am liebsten würde ich unseren Staat verklagen. Ich habe eine Riesenwut! Wie kann so eine mittelalterliche Heizmethode in unser heutigen Zeit erlaubt sein? Eine Familie ist bereits aus unserer Straße wegezogen. Aber wohin, frage ich mich. Die Räucherer sind doch überall.
    Wenn ich jetzt noch lese, dass die baden-württembergische Landesregierung vor der Ofenindustrie eingeknickt ist (Ministerrat-Beschluss vom 31.01.2017), wird mir angst und bange.
    Kein Wunder, dass es immer mehr Wutbürger gibt. Nur kommt der wirkliche Terror nicht von den Flüchtlingen, sondern von den Räucherern. Tag für Tag, Nacht für Nacht.

  36. Wir sind ebenfalls Rauchgeplagte. Das ist wie ein Albtraum. Vorher schöne, frische Luft gehabt und jetzt, da alle meinen mit Holz heizen zu müssen, nur noch Rauch und Gestank und ab und zu Kohlengase. Ist denen die Luftqualität so egal? Ich verstehe diese Leute nicht. Als Begründung hört man oft, was sie so an Öl sparen. Dann dürften sie auch kein Auto mehr fahren und müssten Gras essen – Benzin und Lebensmittel sind ebenfalls teurer geworden.
    Luft ist so ein wichtiges Grund-Lebensmittel, wie kann ich das denn willentlich so verschmutzen, wie die Holzheizer es tun? Wenn ich es in der Hand habe, die Luft sauber zu lassen oder sie aufs schlimmste zu verschmutzen, wie kann ich dann die zweite Variante wählen? Aber die Bude muss ja glühen. Da müssen 30° im Haus herrschen. Sehr ökonomisch. Ich bin neulich durch einen Ort gefahren, der sich doch wirklich „Luftkurort“ nennt und überall lagen Holzstapel vor den Häusern. Wenn es nicht so traurig wäre, wäre es zum Lachen.
    Vielleicht muss es erst noch schlimmer kommen, eine Luftqualität wie in China, dass wir alle mit Atemmasken herumlaufen müssen und es immer mehr Asthma-Erkrankungen gibt, bis die Menschheit endlich aufwacht.

  37. Auch wir haben das Problem mit stinkendem schwarzen Rauch aus dem Kamin von Holzöfen, die offensichtlich nicht richtig befeuert bzw. bedient werden oder mit nicht genug abgetrocknetem Holz befeuert werden. Reden mit den Nachbarn um Abhilfe zu schaffen kein Erfolg. Hilfe durch Ordnungsamt oder Bezirksschornsteinfeger Fehlanzeige- Schreiben an Bürgerbeauftragten – Hinweis auf Emisionsschutzgesetzt- und Rat “ mit dem Nachbar reden “ toll-
    In den 60iger bis 90iger Jahren galt Umweltschutz durch Zentralheizungsanlagen (Gas/ÖL) Die Luft Konnte man atmen- Jetzt bekommt man Hustenanfälle wenn man durch die Staßen geht, wo mehrere mit Holzöffen „falsch“ heizen.

  38. Betreff: Luftreinhaltung ist nichts für Kaminromantiker

    Das Diagramm (www.clean-heat.eu) über die „Innenraumbelastung der Luft durch traditionellen Kaminofen“ (DUH) ist nichts für Kaminromantiker.

    Der steile Anstieg der Luftschadstoffe im Innenraum um den Faktor 15 in nur 3 Stunden, ist in dieser Größe für viele sicher unerwartet. Der starke Abfall im Diagramm beim Lüften setzt jedoch voraus, dass günstige Witterungsverhältnisse vorliegen und große Teile der Nachbarschaft nicht ebenfalls mit Holz heizen.

    Im Hause des Verfassers gibt es keine Feststoffbrennanlage. Geheizt wird mit einer Erdwärmepumpe mit kontrollierter Lüftung (die Lüftung war Forderung der Fachabteilung für Bauen und Immissionen LA-LB). Mit dieser Technik darf ein konstanter Wert auf niedrigem Niveau erwartet werden.

    Doch die schadstoffarme, frische Luft bleibt bei ungünstiger Wetterlage während der Heizperiode pures Wunschdenken.

    Die größte Innenraumbelastung der Luft im Wohngebiet wird hauptsächlich vom Betrieb umliegender Kleinfeuerungsanlagen bestimmt. Die Geruchsbelästigung ist untrügliches Merkmal von Feinstaub und gasförmigen Verbrennungsgiften. Der Betrieb der Lüftungsanlage während der Heizperiode in den frühen Abend- bis in die Morgenstunden ist so nicht möglich. Die größte Außenluftbelastung entspricht zeitlich den über Stunden verteilten „Anheizphasen“. Nach Aussage eines Sachverständigen der Schornsteinfegerinnung geht die Anheizphase bei manchen Betreibern von Holzheizungen über Nacht in noch schädlicheres luftarm betriebenen gluterhaltenden Schwellbrand mit Holzkohlebriketts über. Und dass stinkt dann ziemlich sicher. Das Öffnen von Außentüren führt bei ungünstiger Wetterlage dazu, dass es danach infolge des Ausgleichs thermisch bedingter Druckunterschiede in den Innenräumen auch nach Rauch stinkt.

    Beschwerden an das Rathaus unserer Gemeinde (71729 Erdmannhausen) wurden mit Nichtzuständigkeit und Verweis an das Landratsamt Ludwigsburg (LA-LB) beantwortet. Von dort kam, außer einem Gebührenbescheid in Höhe von 69€ für die Beanstandung der Geruchsbelästigung und unnützem Schriftverkehr, keine Unterstützung. Verwiesen wurde auf das Nichtvorliegen weiterer Klagen (nicht verwunderlich bei solch einem Amtsgebaren) und auf die gleichlautenden Auskünfte der Bezirksschornsteinfeger (was zu erwarten war).

    Die Überwachung und Einhaltung von Immisionschutzgesetzen wird vom LA-LB den Bezirksschornsteinfegern übertragen, die dass bei den meist filterlosen und ungeregelten Einzelöfen nicht im Ansatz nachhaltig leisten können.
    Verheizt wird was brennbar ist.
    Holzfeuchtigkeit? …na und, brennt doch und keinen interessiert es. Türen und Fenster zu und durch.

    Aus wirtschaftlichem Interesse wird sich ein Kaminfeger kaum mit seiner Kundschaft streitet und damit wird sich an der Umweltbelastung auch nichts ändern.
    (siehe dazu auch Kommentare in den Schornsteinfegerportalen).

    Das Resultat des praktizierten Immisionsschutzes geht somit auf Kosten der Gesundheit.

    Die Luftbelastung durch Verkehr (Ausnahme: Durchgangsstrassen) und ortsansässige Industrie ist hier vergleichsweise gering und wird hauptsächlich durch die vielen privaten Kleinfeuerungsanlagen verursacht.

    Hier muß der Gesetzgeber die Voraussetzung schaffen, um den Anachronismus von unterschiedlichen Emmisionsgrenzen und unverständlichen Befreiungen für alle Verursacher zu regeln. Die Feinstaubbelastung kommt zu einem erheblichen Teil von den Kleinfeuerungsanlagen und wird mangels geeigneter Abgasregelung und ungeeigneter Überwachung sehr großzügig toleriert.

    Für die fehlgeleitete Zunahme dieser Heizungen ist der Gesetzgeber schon durch die von ihm getriebenen, exorbitant gestiegenen Stromkosten verantwortlich. In früheren Jahren wurden Elektronachtspeicherheizungungen gefördert. Später gebrandmarkt und heute gibt es für den Kauf von elektrisch betriebene Fahrzeuge 4000 € Förderprämie. Diese Förderprämie wäre als Abwrackprämie für ungeregelte Kleinfeuerungsanlagen die sinnvollere Förderung.
    Das Ziel der CO2 – Reduktion ist ohne Berücksichtigung der Feinstaubbelastung mit den emittierten Verbrennungsgiften ein gesundheitlicher Irrweg.
    Gefahr besteht auch daraus, dass die Betreiber dieser Anlagen und deren Nachbarn die eigene gesundheitliche Gefährdung nicht erahnen und von amtswegen und der Politik auch keine Aufklärung erfolgt.

    Rauchen ist in öffentlichen Räumen verboten. Der Ausstoß von mehrfach giftigeren Rauchgasen bewegt sich nahezu in einem rechtsfreien Raum und wird geduldet. Die Abgasmischung ist potentiell krebserregend – im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumore wie Zigarettenrauch (Zittat). Besonders Kinder, Allergiker und Menschen mit einem schwachen Immunsystem leiden unter den Luftschadstoffen.

    Die Fachabteilung für Immisionsschutz im LA – LB beschäftigt sich meiner Wahrnehmung nach ausschließlich mit Forderungsabwehr. Das ist ein untrügliches Zeichen dafür, dass es etwas zu verbergen gibt. Ludwigsburg liegt aktuell auf einem der vorderen Plätze der Städte mit der höchsten Luftverschmutzung.

    Zum Portal der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und der „Kampagne Clean Heat“:

    Die sehr guten Info’s kommen bei den Betreibern von Kleinfeuerungsanlagen und Betroffenen vermutlich mit zu geringer Breitenwirkung an. Wünschenswert wäre, wenn das Thema verstärkt und wiederholt auch in klassischen Medien zu finden wäre, um hier das Bewusstsein für die gesundheitlichen Gefahren zu wecken.

    Auch eine gedruckte Beilage zur Amtspost kann das Bewusstsein wecken ….die Abwiegler und Kaminromantiker müsste nur aufwachen.

    Interessante Links:
    http://www.clean-heat.eu
    http://www.openPetition-Luftreinhaltung

  39. Grüße an alle Leidensgenossen.

    Also jetzt bin ich wirklich baff, 69 Euro für eine berechtigte Beschwerde? Mir schlackern die Ohren! Wo leben wir denn, dass man nicht mal mehr Missstände bei Behörden anzeigen darf!

    So jetzt mein eigentliches Anliegen. Es wird eine Doku über die zunehmende Verbreitung von Holz- und Pelletöfen und die damit verbundenen Umwelt- und Gesundheitsrisiken vorbereitet. Diese soll im Rahmen der Sendung „Planet E“ im ZDF gesendet werden.

    Hier ist die Internetseite der produzierenden Medienfirma und zuständigen Regisseurin Friederike Lorenz : http://www.medienkombinat-berlin.de/friederike-lorenz

    Liebe Grüße: Petra

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