Unterschätzte Gesundheitsgefahr durch Holzrauch

Winterzeit ist ja bekanntlich Kaminzeit, besonders wenn es draußen so kalt ist wie im Moment. Und da der Trend nicht nur hierzulande zu Feuerstelle und Holzpellet-Ofen geht, ist es an der Zeit, mal auf die unterschätzen Gefahren von Holzöfen hinzuweisen. Der Rauch von brennendem Holz ist nämlich weitaus gesundheitsschädlicher als die Abgase der meisten anderen Brennstoffe.

Der Mensch wärmt sich seit hunderttausenden von Jahren an offenen Feuern, aber daraus kann man natürlich nicht folgern, dass man den Siff gefahrlos einatmen könnte. Holz neigt dank seiner kompakten Struktur dazu, unvollständig zu verbrennen, besonders in offenen Feuerstellen, und dabei entstehen haufenweise unerfreuliche Substanzen.

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Kaminfeuer – unterschätztes Risiko. Bild: Heike Laqua, pixelio.de

Neben den klassischen Verbrennungsprodukte Kohlendioxid und Wasser, die uns nicht weiter stören, entstehen große Mengen Kohlenmonoxid (einige ppm im Rauchgas), Stickoxide (einige ppb im Rauchgas) und organische Verbindungen. Alkane und Alkene tauchen überwiegend in der Gasphase auf, während die gefährlicheren Polyzyklischen Aromatischen Kohlenwasserstoffe (von denen bis zu mehrere Mikrogramm pro Kilo Holz entstehen können) größtenteils an den festen Rauchpartikeln kleben. Dazu kommen Aldehyde, Alkohole, Carbonsäuren und verschiedene Typen von Aromaten, die sich auf Gase und feste Teilchen verteilen. Die aromatischen Kohlenwasserstoffe stammen überwiegend aus dem Lignin, das etwa ein Drittel der Masse des Holzes ausmacht, deswegen sind auch so viele da drin – Aromaten entstehen laut Literatur in ähnlichen Mengen wie Kohlenmonoxid.

Zwei Millionen Tote pro Jahr

Ein großes Problem ist Holzrauch in weniger entwickelten Ländern, speziell in ländlichen Gegenden. In vielen Regionen ist Holz nach wie vor der wichtigste Energieträger. Insbesondere die technischen und sozialen Gegebenheiten führen außerdem dazu, dass sich die gesundheitlichen Effekte durch Holzrauch dort vervielfältigen. Offene Holzöfen sind weniger effizient als moderne Holzpellet-Heizungen oder auch die geschlossenen Feuerstellen, die hierzulande üblich sind, so dass für den gleichen Effekt mehr Holz verbrannt werden muss. Teilweise ist auch das Brennmaterial selbst von niedriger Qualität. Ein echtes Problem sind auch Feuerstellen ohne Abzug, die den Holzrauch direkt in die Wohnräume entlassen – etwas die Hälfte aller Haushalte weltweit, vermuten Wissenschaftler, kochen noch auf diese Weise mit festen Brennstoffen. Forscher schätzen, dass auch heute noch der größte Teil der weltweiten Partikelbelastung auf Holz in Low-Tech-Feuerstellen zurückgeht, und den Löwenanteil der entstehenden Giftstoffe atmen Frauen ein, denen in großen Teilen der Welt nach wie vor das Kochen obliegt, und ihre kleinen Kinder, die sie beim Kochen normalerweise in der Nähe haben.

Entsprechend stellen immer mehr Studien einen Zusammenhang zwischen festen Brennstoffen und schlechterer Gesundheit her. Nach Schätzungen der WHO sterben Jährlich etwa zwei Millionen Menschen an den Folgen von Holzrauch, die Hälfte davon Kinder unter fünf Jahren. Belegt ist der Zusammenhang zwischen Holzrauch und Atemwegsinfektionen bei Kindern sowie chronischer Bronchitis und Lungenkrebs bei Erwachsenen, besonders bei Frauen. Bei denen verdreifacht Holzrauch das Risiko einer chronischen Bronchitis. Holzrauch begünstigt nach einigen Studien wohl auch Tuberkulose – im Tierversuch behindern schon geringe Konzentrationen den Transport pathogener Bakterien aus den Atemwegen. Insgesamt verursacht Holzrauch in Innenräumen über drei Prozent aller verlorenen gesunden Lebensjahre (DALY) weltweit, etwa vergleichbar mit fehlender Malariaprävention und Übergewicht.

Erstaunlicherweise scheint es nur eine einzige kontrollierte Expositionsstudie am Menschen zu den Effekten von Holzrauch zu geben, und dazu eine sehr kleine. Demnach scheinen Rauchgase schon nach kurzer Exposition Entzündungsprozesse anzukurbeln. Im Tierversuch finden Forscher konsistent Schäden an den Epithelzellen der Atemwege und der Lunge. Vermutlich entstehen die Schäden durch giftige organische Verbindungen, die mit Rauchteilchen in die Lunge gelangen. Bemerkenswerterweise scheinen niedrige Rauchkonzentrationen, bei denen keine akuten Schäden auftreten, bereits die Immunantwort der Epithelzellen dauerhaft zu verändern, so dass schon geringe Konzentrationen von Rauchteilchen einen negativen Effekt haben könnten. Die ganze Mischpoke ist außerdem potentiell krebserregend – im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.

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Da freuen sich die Nachbarn: Die winzigen Rauchpartikel dringen auch in geschlossene Räume ein und schweben lange in der Luft. Bild: Wolfgang Dirscherl, pixelio.de

Gefährliche Teilchen

Auch wir Westler können uns nicht sicher fühlen. Wir haben zwar bessere Öfen und weniger Rauch in den Wohnungen, aber auch hierzulande sind Holzheizungen wieder im Kommen – sind ja nachhaltig. Das Problem sind allerdings die Rauchpartikel. Die bedeutendste Fraktion dieser Partikel ist kleiner als ein Mikrometer und gelangt tief in die Atemwege. Dass diese Partikel so fein sind hat zwei zusätzliche Effekte, die uns Sorgen machen sollten. Zum einen setzen sich die Teilchen nicht ab, sondern schweben sehr lange in der Luft – entsprechend bleibt der Holzrauch gerade in Innenräumen über längere Zeit stehen, und wabert natürlich, nachdem er das Haus durch den Kamin verlassen hat, durch die Nachbarschaft. Studien zeigen, dass die feinen Rauchteilchen ohne Probleme von außen in Innenräume eindringen, so dass man sehr wohl den Rauch aus Nachbars Kamin in die eigene Bude bekommt, egal ob die Fenster geschlossen sind oder nicht.

Die Rauchpartikel haben es in sich. Sie tragen die gefährlichen Substanzen tief in die Lunge und laden sie dort konzentriert ab. Die Teilchen bestehen zu etwa einem Fünftel aus elementarem Kohlenstoff, der Rest sind anorganische Asche und die verschiedenen Verbrennungsprodukte, die an den Teilchen kondensiert sind. Untersuchungen aus den 90er Jahren in Kanada und den USA deuten auf einen Zusammenhang zwischen Partikeln aus Holzrauch und verschlechterter Lungenfunktion vor allem bei Kindern hin – solche Studien zeigen auch einen Dosis-Wirkungs-Zusammenhang, das heißt je mehr Rauch, desto größer die Schäden. Deutlicher als bei Öfen sind die Effekte bei offenen Feuerstellen, die Rauchpartikel direkt in Wohnräume entlassen. Dort erhöhen vier Stunden Exposition pro Tag die Wahrscheinlichkeit von Atemwegsproblemen wie Husten oder Brustenge um etwa 15 bis 20 Prozent.

All diese Studien haben notwendigerweise methodische Probleme – in den meisten Fällen sind die Daten über tatsächliche Exposition recht lückenhaft und schon gar nicht standardisiert, und man wirft natürlich auch sehr viele unterschiedliche Faktoren zusammen, zum Beispiel verschiedene Arten von Feuerstellen. Allerdings zeigen sich eine ganze Reihe von dosisabhängigen Effekten, die von leichten Reizungen bis hin zu ernsthaften Atemwegsschäden mit Krankenhausaufenthalt reichen. Wie groß das Problem ist, wissen wir nicht, aber wir können davon ausgehen, dass die Gefahren durch Holzrauch sehr real sind.

Veröffentlicht von

www.fischblog.com

Ich bin gelernter Chemielaborant und habe ab 1999 in diesem Beruf gearbeitet. Anschliessend habe ich an der Uni Hamburg Chemie studiert. Seit dem Abschluss Ende 2006 veröffentliche ich Beiträge in meinem Fischblog und verkaufe Artikel an andere Publikationen. Seit 2008 wohne ich im Raum Heidelberg und bin bei Spektrum der Wissenschaft für das Blogportal Scilogs verantwortlich. Daneben arbeite ich als freier Journalist und Redakteur unter anderem für die digitalen Angebote von Spektrum, veröffentliche auf verschiedenen Social-Media-Plattformen und experimentiere mit Mobile Reporting. Zu meiner Webseite

44 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. „..und wabert natürlich, nachdem er das Haus durch den Kamin verlassen hat, durch die Nachbarschaft. Studien zeigen, dass die feinen Rauchteilchen ohne Probleme von außen in Innenräume eindringen, so dass man sehr wohl den Rauch aus Nachbars Kamin in die eigene Bude bekommt, egal ob die Fenster geschlossen sind oder nicht.“

    Das kann ich absolut bestätigen!

  2. Spielverderber …

    aber gut, dass darüber mehr zu erfahren ist. Auch sägen von Holz ist gefährlich, gesundheitsschädlich je nach Staubmenge und Feinheit … und trotzdem vermisse ich meinen Schamotteholzofen.

  3. Ötzi

    Bereits die Lunge der Gletschermumie Ötzi war voller Russ.

    Nur wurde der Ötzi nicht so alt, dass sich das Feinstaub-Problem auf seine Lebensdauer ausgewirkt hätte.

    Auch ich habe einen Nachbarn, der grosse Mengen von Holz verheizt.

    Dabei hilft es mir gar nicht, dass ich mit Erdgas heize, und dass ich Nichtraucher bin.

  4. Interessant!

    Untersuchungen aus den 90er Jahren in Kanada und den USA deuten auf einen Zusammenhang zwischen Partikeln aus Holzrauch und verschlechterter Lungenfunktion vor allem bei Kindern hin

    Kannst du die noch verlinken?

  5. Sägespäne …

    sind vom Werkzeug abhängig. Feinstaub, d.h. ich trug eine Atemmaske, weil sinnvoll. So groß müssen Sägespäne nicht sein.
    Ist nicht der hohe Heizwert von Holz ein Vorteil? Weniger oft heizen müssen …

  6. War nicht die Rede davon, daß in Zukunft in Deutschland eine Filterpflicht für Holzöfen kommen soll?

    Ich kann mich vage an einen Bericht darüber erinnern. Der ist aber auch schon wieder länger her und ich habe seither nichts mehr davon gehört.

    Angesichts dieser Risiken wäre das sehr sinnvoll.

    Weiss zufällig jemand, ob man solche Filter nachrüsten kann – die kommen glaube ich in das Ofenrohr – was sie kosten und wie wirksam sie sind?

    Ich heize selber auch mit Holz, will aber weder mich noch andere vergiften.

  7. Vergleich

    Ich bin (auch) durch Sam Harris‘ Blog auf dieses Thema aufmerksam geworden. Beim Verbrennen entstehen wohl immer ungesunde Stoffe. Was mich interessieren würde, wäre eine Studie, die Holz(pellet)heizungen mit Ölheizungen vergleicht. Und zwar sowohl unter gesundheitlichen Gesichtspunkten als auch im Hinblick auf die Umwelt (Klima) als Ganzes. Hat da jemand Daten?

  8. belegt, zeigt, nette überschätzte Wörter, letztendlich ist es nicht vielmehr als eine Hypothese. Letztes Jahr hiess es noch „viele Vitamine = super“ und nun „viele Vitamine = böse“ achja Pommes sind absolut tödlich ^^ erinnert sich noch jemand an Acrylamid und trotzdem wird weiter scharf angebraten.Wenn mein Körper Feuergeruch oder Pommes möchte, geb ichs ihm ^^

  9. @Grummel Griesgram

    Grade das Acrylamidbeispiel zeigt, dass eben nicht so ist. Es wurde ein Zusammenhang und ein Risiko erkannt und man überlegt sich daraufhin eine Lösung. Sprich: Welches Mittel ist mir Wert auf dieses Risiko zu verzichten. Rausgekommen ist, dass Produktionstechniken ändert. Bspw. Kaltzonenfriteusen oder Änderung der Rezeptur in Lebkuchen.
    Es ist zwar so, dass Medien vordergründig Panik machen, aber im Hintergrund in der Regel nicht die Radikallösung gewählt wird.

  10. man muß schon aufpassen

    Ich glaube, daß die modernen Kaminöfen heute sicher sind und die beschriebenen Probleme nicht auftreten. Natürlich muß man auch aufpassen, daß man kein feuchtes Holz verbrennt und so Russ entsteht.

    • Sorry – das ist Quatsch, gefährlicher Quatsch.
      Man kann kein Holz verbrennen, ohne dass Feinstaub und schädliche Gase entstehen. Russ ungleich Feinstaub. Und dann sind ja auch noch die aromatischen Gase etc..
      Aber der Rauch geht ja auch nach oben, bis man ihn nicht mehr sieht und was ich nicht sehen kann, ist auch nicht da. Dass der Feinstaub wieder runterfällt und sich von den freundlichen Nachbarn wegatmen lässt, ist eine Tatsache, die noch nicht mal der Schornsteinfeger in unserer Gegend einsieht.

  11. Sehr interessanter Artikel. Wir müssen uns leider jeden Tag mit dieser Problematik auseinandersetzen, die zunehmend unsere Existenz zerstört.
    Zu besichtigen auf meinem Youtube Kanal:“ TF2Petra“.

  12. „im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.“
    Soll das heissen dass Holzrauch gesundheitsschädlicher sein soll als Zigarettenrauch?
    Oder handelt es sich um ein konzertriertes Extrakt?

  13. Jein…

    Kommt drauf an wieviel man einatmet. Zigarettenrauch zieht man sich halt volle Kanne in die Lunge, Holzrauch üblicherweise nicht. Deswegen sind Zigaretten trotzdem schädlicher.

  14. Ich meine natürlich bei gleicher Menge, also wenn man im Vergleich genausoviel mg Holzrauch einatmet wie Zigarettenrauch. Ausserdem ist Passivrauchen ja auch ungesund, obwohl man sich da das Zeug nicht volle Kanne reinzieht.

  15. Hmmm…

    Die Frage ist leider so leicht nicht zu beantworten, aber der Hinweis aufs Passivrauchen ist natürlich ein sehr guter Punkt.

    Rein von der chemischen ZUsammensetzung her würde ich tatsächlich vermuten, dass Holzrauch Volumen für Volumen giftiger ist. Nachzuweisen, dass das auch praxisrelevant ist halte ich allerdings für sehr schwer.

  16. Ich kann es kaum fassen, es ist ein Spiel mit der Angst, es sind die Lebensmittel, es sind die Weine, es ist der Zigarettenrauch, Autoabgase.und… und… und… Man könnte seitenwese über die Schädlichkeiten, die uns im Sekundentakt überfallen berichten. nicht zu vergessen, was auf den Tablettenbeipackzettel zu lesen ist, daß man sich fragen muß, darf ich noch atmen, darf ich noch essen oder soll ich mich als Mumie zurückziehen. Erst die Kohle, jetzt das Holz ………..

    • wir schreiten schrittweise. die oberste priorität des lebens liegt im atem, daher gilt es zunächst die luft zu reinigen von all dem schmutz, mit dem man auf erden den wind schon vergewaltigt hat

      es ist zu begreifen, dass es immer etwas zu verbessern geben wird — und das jenes, welches heute hilft, morgen zum feind wird, und also selbst wieder überkommen werden muss

      ihr sollt keine angst haben, ihr sollt anfangen zu schreiten!

  17. Moderne Kaminöfen müssen strenge rechtliche Anforderungen an den Umweltschutz einhalten (siehe Stufe 2 der 1.BImSchV). Aber jeder einzelne kann auch etwas für den Umweltschutz tun: nur trockenes Brennholz einsetzen und den Kaminofen mindestens jählich reinigen um eine optimale Verbrennung zu erreichen.
    Im Übrigen können moderne wasserführende Kaminöfen deutlich den Verbrauch von Heizöl und Erdgas vermindern und fördern den Umweltschutz durch eine Werterhöhung des Waldes.

    • Leider stellt sich die Realität etwas anders dar.
      Die gesetzlichen Abgasvorschriften werden nicht wirklich kontrolliert. Der Schornsteinfeger prüft nur den technischen Status der Öfen. Und lässt sich bestes Kaminholz zeigen.
      Das ist so, als würde nur der TÜV für die Autos zuständig sein. Wo zu den Verkehrspolizei? Die Autos werden doch vom TÜV abgenommen und halten daher alle Verkehrsvorschriften ein.
      Wer jetzt lacht, so in etwa läuft es mit den Holzöfen und Kaminen.
      Alle noch so strenge Gesetze sind nicht das Papier wert, auf dem sie gedruckt sind. So lange niemand die Einhaltung kontrolliert.
      Unser Haus ist, dank moderner Kamine, in der Heizperiode nicht mehr bewohnbar!
      Der Rauch der angeblich so modernen Anlagen, dringt durch die geschlossenen Fenster!
      In dicht besiedelten Wohngebieten und Ballungsräumen, gehören derart schmutzige Anlagen verboten!
      Das wäre ein wichtiger Beitrag zum allgemeinen Gesundheitsschutz!

      • deine Rhetorik erinnert mich leider in gewisser Weise an die Rhetorik der „Mobilfuink ist schädlich“-Fraktion.
        Evtl. dies einfach etwas zurückfahren?

        • Was soll das denn bitte heißen? Zurückfahren? Der Rauch ist giftig und macht krank, das ist eine Tatsache!!!
          Elektromagnetische Wellen machen im Normalfall nicht krank! Es sei denn, man wird sehr starker Strahlung, wie bei bestimmten Berufen, ausgesetzt.

  18. wir sind betroffen von mehreren Kaminöfen, es qualmt und in unserem Haus spüre ich ständig die
    Rußpartikel ich werde bald verrückt , was kann ich tun?

    • Sie können den Nachbar bitten, anders zu heizen. Tut er das nicht, können Sie wegziehen. In diesem Land wird Ihnen behördlicherseits niemand helfen. Traurig aber wahr.

  19. Hi,

    ich bin auf den artikel gestoßen, weil ich nach ähnlichkeiten und unterschieden zwischen holzrauch und zigarettenrauch suche. Könnte die Quelle dieser aussage evtl verlinked werden? Das würde mir einige fragen beantworten denke ich.

    „Die ganze Mischpoke ist außerdem potentiell krebserregend – im Tierversuch erzeugt ein Extrakt aus Holzrauch 30 mal so effektiv Tumoren wie Zigarettenrauch.“

    Vielen dank für den artikel. Interesantes thema.
    ED

  20. Wir werden alle sterben.
    Wahrscheinlich reicht schon das Lesen einer Liste aller bekannten Gesundheitsrisiken, um sich sofort schlechte zu fühlen.
    Nicht zu heizen ist auf jeden Fall in unseren Breiten tödlich.
    Alle bekannten Heizungsarten haben Nebenwirkungen.

  21. Hallo.
    Partikel filter kosten 499;
    Muss aber jährlich gewechselt werden kosten 150; .Also lieber einen neuen Kaminoefen kaufen.Die neuen Kaminoefen haben sehr gute Abgaswerte.

    • Neue Öfen sind auch nicht besser. Ich weiß nicht , wie die Hersteller ihre Messwerte bekommen. Sicher nicht unter Realbedingungen. Wir haben so viele neue Anlagen vor die Nase gesetzt bekommen, die stinken und qualmen alle. Es ist leider so, dass die Besitzer, um zu sparen, alles verheizen.
      Je nach Brennstoff, gibt es dann die Abgase. Da kann das noch so ein feiner Ofen sein. Holzschutzmittel behandeltes Holz, ist an der Tagesordnung. Das ist in den letzten Jahren immer schlimmer geworden.
      Wir haben schwarze Fensterbänke, wie zu DDR-Zeiten.

  22. Das Holz nachwachsend und damit CO2 neutral ist sollte außer Frage stehen. Das ein „schlechtes“ Feuer auch Feinstaub erzeugt ist ebenfalls ein alter Hut. Darum und zur Vermeidung / Verminderung von solchen Stoffen im Abgas hat die Bundesregierung doch mit dem 1.1.2015 die entsprechenden Verordnung und die Grenzwerte nochmals verschärft. Für die Einhaltung der Grenzwerte sind die Hersteller von Feuerungsanlagen verantwortlich gemacht worden, damit diese eine moderne sichere Technik entwickeln.
    Aktuell betragen die Grenzwerte für CO Emissionen für deutsche Holzfeuerungsanlagen nur 1 % der Grenzwerte, die in anderen, nicht deutschsprachigen europäischen Feuerungsanlagen zugelassen sind.
    Natürlich kann man eine Null fordern – wie beim Limbo Tanz – how low can you go -damit mag man sich politisch profilieren, aber man verbietet alle Holzfeuerungsanlagen, was wiederum die Existenz der Wälder unwirtschaftlich macht. Nur für Sonntagsspaziergänge bezahlt man keine Waldpflege.
    Es ist also nicht die Frage, ob es möglich ist umweltfreundlich und nachhaltig zu heizen, sondern wie man einzelnen Belästigungen durch unsachgemäße Verbrennung von Holz verhindert.
    Auch hier greift zunächst die neue Verordnung und das darin festgeschriebene Beratungsgebot durch den Schornsteinfeger – und natürlich auch die Vernunft der Besitzer solcher Feuerungsanlagen.
    Ob Pellets als eine Form von Holz, z.B. in Konkurrenz zu naturbelassenem Scheitholz, wirklich wirtschaftlich sind, ob und wieviel Öl oder Gas wirtschaftlich einzusparen ist, ist wiederum natürlich abhängig vom Holz- bzw. Peelltpreis.
    Dies kann sich jeder ausrechnen, wenn er vergleicht wie viel Energie im Rohstoff Holz, Pellet, Öl oder Gas steckt und den aktuellen Preis heranzieht. Zusätzlich erfährt man unter dem nachfolgenden Link auch wie viel CO2 man mit Holz einspart.
    http://www.normatherm.com/kaminofen-app.html

    • Hilfe! Werbung!!!
      Ach der Gesetzgeber hat die Vorschriften nochmals verschärft? Merkwürdig, dass es mit den schmutzigen Öfen und Kaminen immer schlimmer wird! Die allgemeine Gesundheit, wird durch den Missstand gefährdet! Die Dreckschleudern verursachen mehr Luftverschmutzung, als der Autoverkehr!
      Der Schornsteinfeger grinst über jede Gesetzesverschärfung! Der Dreck fliegt weiter jeden Tag über unser Grundstück. Nichts wird besser!
      Wenn ich mir dann auch noch unsere leergeräumten Wälder ansehe. Das ist Raubbau! Da ist nichts mehr klimaneutral!
      Hier auch noch die Werbepropaganda der Holzofenindustrie abzulassen. Ich könnte ko….
      Ich bekomme schon den Eindruck, dass es euch nur ums Geld geht…..

      • Es ist nicht mehr auszuhalten!
        Ich habe die Beiträge gelesen – und tendiere zu Petra
        Was mich masslos stört ist die „sau-dumme“ Argumentation mit: Holz-Verbrennung sei CO2 neutral und umweltfreundlich (so das Bayerische Umweltministerium / und viele andere mehr / insbesondere die Ofenanbieter)
        Einen 40 bis 50 Jahre alten Baum einzuschüren setze fast eine Tonne CO2 frei. Das ist so wie sich in die Garage setzen und den Motor laufen lassen!
        Hier – oberbayerischer Ort – kann man nicht mehr leben. Alle heizen mit Holz / denn Geiz ist geil! Und das nicht nur um ein Mal in die Flammen des Kamins zu blicken, sondern die Pyromanen heizen damit die Warmwasserversorgung und das ganze Haus. Es war noch nie so schlimm. Es ist der Rückfall in die Steinzeit. Letztlich auch ein Mangel an Bildung (Hauptsache den Gaswerken wird eine Lektion erteilt). Der Dreck zieht nachts bei uns ins Haus. Ich habe seit 3 Jahren keine Nacht mehr durchgeschlafen.
        Wenn man morgens oder abends von draussen ins Haus reingeht, dann „stinken“ die Klamotten, als hätte man einen Tag als Heizer auf einer Dampflock gearbeitet.
        Ich suche „Urteile“ – wer kann mir behilflich sein?
        Urteile aus Orten, in denen das Verheizen von Holz und holzähnlichen Produkten verboren worden ist.
        Denn ich frage mich ob wir „alle so blöd“ sind, oder ob es auch Orte gibt, in denen die Intelligenz überwiegt und sich durchsetzt und Verbote ausgesprochen werden.
        Das ist der einzige Weg.
        Und die Wälder sind dazu da, uns über den Photosynthese Sauerstoff zu liefern.
        Doch die Wälder sich nicht dazu da um verheizt zu werden!
        Herzlichen Dank für Eure Unterstützung
        Fernando

  23. Bin leider auch betroffen, selbst im Hochsommer heizt mein Nachbar, er brauch es damit sie warmes Wasser zum Duschen haben. Aber nicht nur das ich meine Wäsche nicht raus hängen kann, wenn ich das einatme bekomme ich so einen Husten, das ich mich fast übergeben muss. Sobald ich wieder im Haus bin geht es mir wieder besser. Meinem Mann und den beiden Söhnen, macht es komischer Weise nicht so viel aus.Überlege ob ich mal einen Allergietest machen sollte, oder wegziehen. Und seltsamerweise wir wohnen auf dem Dorf,wenn ich aber bei Verwandtschaft in Bochum bin geht’s mir draußen gut.

  24. Die Menschheit heizt nunmal bereits Jahrtausende mit Holz und ist immer noch nicht ausgestorben. Alle die hier so gegen die „Stinker“ wettern, sollten sich doch zusammenschließen und irgendwo einen Seifenblasenstaat aufmachen, wo Autos mit Apfelsaft fahren und Einhörner die Wohnung im Winter muckelig warm pupsen. Wenn jemand vom Holzrauch der beim Nachbarn aus dem Kamin kommt fast erbrechen muss, dann muss er in einer klinisch-sterilen Seifenblase aufgewachsen sein. Hinzu kommt noch, dass ich kein Verständnis dafür aufbringen kann, dass es Menschen gibt, die den flackernden Lichtschein und die mollige Wärme vom Kaminfeuer nicht genießen wollen.
    Gruß Der Heizerwilli

    • Leute die derartige unqualifizierte Kommentare geben, sollten nur einmal das Gefühl erleben, wie es ist unter Luftnot zu leiden! Asthma zu haben! Keine Luft zu bekommen! Wie die Angst vorm nächsten Asthmaanfall hochsteigt! Man nach Luft ringt und beißende Holzabgase die Bronchien reizten! Alles passiert im eigenen Haus, man kann nichts dagegen tun. Der Dreck zieht durch jede Ritze! Unsere Holzheizer wollen nur sparen! Auf Kosten unserer Gesundheit! Sie sollten sich was schämen, sich noch über die Opfer dieses Missstandes lustig zu machen!

  25. bin doch sehr überrascht von den hier geschilderten Problemen die durch die unkontrollierten Verbrennungen in heimischen heimeligen Holzöfen herrühren.
    und seid kurzem durch Umzug in Haus, Dachwohnung mit Dachfenstern auch selbst betroffen.
    Es wundert mich auch sehr dass das Verbrennen von Gas und Oel nicht nur der Kontrolle des Schornsteinfegen überlassen wird ,sondern vor Inbetriebnahme und über die Jahre regelmäßig , durch qualifizierte Fachbetriebe eingestellt und gewartet werden müssen nach DIN und Norm und auch sehr teuer. Doch bei der Holz-, Kohle-,usw.- Verbrennung einfach alles dem Zufall und dem guten Willen der Heizer überlassen wird. Fürs offene Feuer im Garten braucht man auch eine behördliche Genehmigung und diese wird höchstens 1-3 mal im Jahr erteilt. Man könnte vielleicht auch noch das Grillen, mit holz oder Holzkohle näher betrachten.
    Es erschreckt mich sehr zusehen zu müssen, welches Ausmaß das Abholzen in Wäldern und auch auf vielen anderen Grünflächen angenommen hat. Wurde dann im Winter fleißig Holz verbrannt, um es schön muckelig warm zu haben, hat man die Atmosphäre schon mal gut vergiftet, mit den Resten der Bäume die die Atmosphäre hätten retten können. Rettet die Welt, aber nicht vor der eigenen Haustür?

  26. Die meisten bisherigen Fragen drehen sich um die Schädigung der Atemwege durch Kaminrauch.. Sind Fälle bekannt, wo jemand mit Hautreizungen reagiert, die neurodermitische Symptome zeigen.
    Wenn ja, würde mich das interessieren. Spielt vielleicht auch die Holzart eine Rolle, z.B. wie sieht es beim Verbrennen von Platane aus, die zum Befall mit der Platanenfäule neigt?

  27. Wann rückt man diesen Umweltverpestern endlich mal auf den Leib. Wir müssen den ganzen Winter diesen Dreck aus der Nachbarschaft ertragen egal aus welcher Himmelsrichtung der Wind bläst…. Hinzu kommt noch eine Fensterbaufirma (Name entfernt – LF) die ihre Holzabfälle gleich mal verheizt und für übelsten Gestank und Qualm sorgt !!! Das sowas in der heutigen Zeit noch möglich ist!? Kann da nicht mal ein Gesetz her um dieses generell zu verbieten. Ist ja alles wie im Mittelalter. Deutschland will den Atomausstieg? Als erstes sollte man Kamine und Dauerbrandöfen abschaffen. Diese sind, wenn man dem Bericht glauben kann, mindestens genauso gefährlich. Nur eben auf eine andere Art.

  28. Es ist deprimierend, jeder der sich ein Haus kauft, denkt als Erstes daran einen Holzkaminofen dort einzubauen, wenn noch keiner vorhanden ist. Die Warnungen werden nicht ernst genommen oder einfach mal so abgetan. Haben denn diese Menschen keine Nase, keine Bronchien, keine Lungen? Das Schlimme ist, hat man erst einmal einen solchen Schaden, bekommt man ihn nicht mehr weg. Die Politik, der geht es nur darum, dass die Wirtschaft floriert, koste es, was es wolle. Wen interessiert da schon die Gesundheit? Umweltschutz, alles nur bla, bla. Große Aufregung wegen der Braunkohle, doch auch die war mal Holz. Warum soll sie gefährlicher sein als Steinkohle? Wenn ich darüber nachdenke, dann müsste Holz noch viel gefährlicher sein als Braunkohle. Holz verbrennen, das ist kein Fortschritt, sondern ein Rückschritt, bald sind wir in dieser Hinsicht wieder in der Steinzeit.

    Also, da alles Schimpfen und Jammern nicht nutzt, müssen Fakten her. Hat man hier einen Fachmann/Fachfrau/ jemanden der anhand von Fakten und Tatsachen beweisen kann, wie schädlich das Holz verfeuern ist, dann sollte man sich zusammentun und zumindest schon mal mit einer Petition an die hier zuständigen Minister (Umwelt – Gesundheit EC.) herantreten. Die Frage ist nur, wer unterschreibt diese noch, da sich inzwischen fast jeder einen solchen Ofen anschafft, ist ja schön billig. Sie sehen es ja schon an vielen Komentaren.

    Trotzdem bin ich der Meinung, keine Veränderung, wenn man nichts tut. Leider bin ich nicht die Fachfrau, sondern „nur“ eine Leidtragende. Also sollte jemand hier etwas bewegen können/wollen, ich wäre dabei.

  29. Das Verbrennen von Holz, Kohle, Öl, Gas setzt Luftschadstoffe frei. Weil wir Menschen den Baum, Wald, Holz etwas positives zurechnen, meinen wir, das Verbrennen von Holz wäre umweltfreundlich und Co2 neutral.
    Der Kaminofen ist eine Technologioe des 19. Jahrhundert.Die Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen 1. BImSchV. ist technisch völlig veraltet. Die Kontrolle der Einhaltung und Umsetzung durch die Schornsteinfeger / Kaminkehrer findet eigentlich nicht statt. Man kann nur hoffen, das der Kaminofen und das Heizen mit Holz in ca. 40-50 Jahren nicht mehr möglich ist und die Gesellschaft, der Staat, die Menschen erkennen, das wir uns da in eine Sackgasse rein bewegt haben. Die Zukunft muss Heizen sein ohne Verbrennung von irgendwelchen Stoffen. Das wird schon deshalb passieren, weil wir in Zukunft nur noch Nullenergie, Passivenergie Häuser bauen und bestehende Gebäude energietechnisch sanieren. Am Ende dieses Jahrhundert sollte der Kaminofen nur noch im Museum zu besichtigen sein.
    Dieter klaucke ein Ofenhändler, der erkannt hat, das was ich mache nicht Zukunfstfähig ist.

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