SoFi -2, -1 … Countdown

BLOG: Uhura Uraniae

Ko(s)mische Streifzüge durch Zeit und Raum
Uhura Uraniae

Gastbeitrag von Schüler Alex Wolters (17 J.)

St Louis, the Arch (der Bogen), der symbolisch Amerika in Ost und West teilt. Foto von TN Andreas.

SoFi-Tag -2: Heute begann der Tag sehr früh. Um 8:15 haben sich alle getroffen und sich auf den Weg nach St. Louis gemacht. Dort angekommen ging es auf den Arch, den riesigen Metallbogen am Ufer des Mississippis, der das Tor nach Westen symbolisiert. Besser gesagt, ist es eigentlich eine riesige Metallparabel, an der man, wie wir festgestellt haben, genauso gut Mathematik anwenden konnten, wie wir das in der Theorie an gezeichneten Parabeln im Matheunterricht machen können. Von oben hatte man einen sehr guten Überblick über St. Louis und den Mississippi. Alleine die Auffahrt war ein Erlebnis, da man zu fünft in einer kleinen Kapsel war und langsam auf einem, für eine Art Fahrstuhl besonderen Weg nach oben transportiert wurde. Danach haben wir mit der ganzen Gruppe Mittag gegessen und uns die Skyline mit dem Arch vom anderen Ufer des Mississippis angeguckt.

Skyline St Louis, Foto von Teilnehmer Andreas

Nachdem wir wieder in Owensville angekommen waren, ging es zu einem Musik-Festival. Dort gab es auf einer Bühne Livemusik von verschiedenen Bands. Es war nicht so voll und wir kamen mit verschieden Leuten ins Gespräch. Damit endete unser Tag unter einem wunderschön dunklen, ländlichen Sternhimmel.

Sternhimmel über Owensville 2017: Sogar vor einer Freilichtbühne sieht man trotz Scheinwerfern die Milchstraße; der Polarstern steht etwas tiefer, Skorpion und Schütze sind vollständig überm Horizont.

SoFi-Tag -1:

Auch gestern ging es wieder früh los. Um 8 ging es los zur Onondaga Cave. Dort haben wir eine Führung bekommen und konnten die unglaublichen Stalakmiten, Stalaktiten und andere Gesteinsformationen bewundern.

In der Höhle – Foto von Philip Schneider

Von da aus ging es zurück zum Haus der Niewalds, wo wir einen kleinen Workshop für unsere Gruppe zur Sonnenfinsternis veranstaltet haben. Wir haben den Großteil des Equipments aufgebaut und getestet. Ebenso haben wir einige Durchlaufproben gemacht und Bewegunsabläufe geübt. Danach gab es für unserern Mathe-Astro-Lehrer, Herrn Latußeck, die nächste große Aufgabe. Er musste eine Rede über die Sonnenfinsternis komplett in Englisch halten. In der High School kamen viele Interessierte zusammen, die noch etwas mehr über Sonnenfinsternisse wissen wollten.

die Gruppe in der Turnhalle vor dem Vortrag; Foto von TN Andreas.
Am Tag vor der Finsternis: Beim Probeaufbau der Geräte haben wir dieses Foto freihändig durch selbst gebastelte Filter über einer Kamera mit 300 mm Teleobjektiv aufgenommen (Julian, Viktoria, Susanne).

Am Abend waren wir zum Dinner bei der Gastfamilie Hoffmans eingeladen, zu dem auch der German-American Club kam, der uns Taschen mit Souvenirs gesponsort hat. Diese Gegend ist im 19. Jahrhundert stark von deutschen Einwanderern geprägt/ viele Ortschaften von ihnen gegründet worden, so dass man hier mit Blick auf die Wurzeln vieler Familien um intensive Kontakte nach Deutschland bemüht ist. Bei nettem Beisammenseien wurde auch den ganzen Abend gebannt die Wettervorhersage kontrolliert. Je nach Wettervorhersage hätten wir an einen anderen Ort fahren müssen, um die Sonnenfinsternis besser sehen zu können. Wie sich jedoch am nächsten Tag um 5 Uhr morgens rausstellte war dem nicht so.

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"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Dr. Dr. Susanne M Hoffmann ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik und Wissenschaftsgeschichte (zwei Diplome), Informatik und Fachdidaktik (neue Medien/ Medienwissenschaft) als Weiterqualifikationen. Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde. Jobbedingt hat sie 2001-2006 in Potsdam gelebt, 2005-2008 saisonal in Mauretanien (winters) und Portugal (sommers), 2008-2009 und 2013-'15 in Berlin, 2010 in Hamburg, 2010-2012 in Hildesheim, 2015/6 in Wald/Österreich, 2017 in Semarang (Indonesien), seit 2017 in Jena, mit Gastaufenthalten im Rahmen von Forschungskollaborationen in Kairo+Luxor (Ägypten), Jerusalem+Tel Aviv (Israel), Hefei (China)... . Die einleitenden Verse beschreiben eine Grundstruktur in ihrem Denken und Agieren: Physik ist eine Grundlagenwissenschaft, die datenbasiert und mit dem Erkenntnisapparat der Logik ein Verständnis der Natur zu erlangen bestrebt ist. Es gibt allerdings auch Fragen der Welt, die sich der Physik entziehen (z.B. wie wir Menschen auf diesem Planeten friedlich, synergetisch und benevolent zusammenleben können) - darum ist Physik nicht die einzige Liebe der Bloggerin. Sie liebt die Weisheit und hinterfragt die Welt. Das Wort "Philosophie" ist ihr aber zu groß und das populärwissenschaftliche Verständnis davon zu schwammig, als dass sie sich damit identifizieren würde: hier geht's faktenbasiert zu. Ihr fachliches Spezialgebiet sind Himmelskarten und Himmelsgloben; konkret deren Mathematik, Kartographie, Messverfahren = Astrometrie, ihre historische Entwicklung, Sternbilder als Kulturkalender und Koordinatensystem, Anomalien der Sternkarte - also fehlende und zusätzliche Sterne, Sternnamen... und die Schaustellung von alle dem in Projektionsplanetarien. Sie versteht dieses Blog als "Kommentar an die Welt", als Kolumne, als Informationsdienst, da sie der Gesellschaft, die ihr das viele studieren und forschen ermöglichte, etwas zurückgeben möchte (in der Hoffnung, dass ihr die Gesellschaft auch weiterhin die Forschung finanziert).

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