Planetarium Potsdam sucht Astronom/in

BLOG: Uhura Uraniae

Ko(s)mische Streifzüge durch Zeit und Raum
Uhura Uraniae

die Leiterin der Urania Potsdam, Frau Prof. Flegel, bat mich, die Stellenausschreibung auch über diesen Kanal bekannt zu machen: Hier der Link zur Original-Aussschreibung. Bewerbungen müssen bis 30. September in Potsdam eingegangen sein.

Das Planetarium ist ein Zeiss-Kleinplanetarium (ZKP 2) und ist vor einigen Jahr vom ursprünglichen Standort im Neuen Garten ins Hauptgebäude der Urania Potsdam – im Holländerviertel – umgezogen. Dort thront nun die neue Metallkuppel auf den alten roten Backsteinen.

Der jahrzehntelange Leiter des Planis, der Astronomie-Lehrer R. König, wird dieses Jahr in den Ruhestand verabschiedet. Darum sucht die Urania Potsdam nun einen neuen “Astronomie-König” fürs kommende Jahre. Der Aufgabenbereich betrifft alles, was die öffentliche Astronomie in einer Urania in einer Universitätsstadt mit einem international renommierten Leibniz-Institut (AIP) angeht. Moderne Fulldome-Technik ist gegeben und man baut auf einem großen Schatz an Lehrmaterial – Schul-Sonnenuhren, -Sternkarten usw. auf, denn in Potsdam lebte ja auch der Großmeister der Astronomie-Lehrmittel (als es seinerzeit in der DDR Astro als reguläres Schulfach gegeben hatte), Arnold Zenkert. Urania-Leiterin Flegel ist ja auch nach einem naturwiss. Studium inzwischen zur Honorar-Professorin an der (Kunst-und-Medien-)FH Potsdam avanciert, so dass gute Kontakte zu engagierten Studierenden ausgebaut werden können und folglich technisch und menschlich wunderbare Ressourcen für die zukünftige Arbeit des auszuwählenden Kandidaten bestehen.

Das Astro-didaktische Erbe von Rolf König, Arnold Zenkert, Dierck-Eckehard Liebscher und anderen großen Meistern anzutreten, an dem Ort, an dem einst Albert A Michelson sein Interferometer zum ersten Mal aufgebaut hatte, Albert Einstein, Karl Schwarzschild und andere historische Größen der modernen Astrophysik arbeiteten, wohnten und/oder lehrten … und auch heute noch ein “Mekka” der Astrophysik und Klima- und Erderforschung besteht … das müsste doch ein Traum für jeden Astro-begeisterten Lehrer sein und Wissenschaftler (m/w) mt pädagogischen Interessen sein. Die sachlich korrekten Informationen (man sitzt ja an der Quelle) mit moderner Show-Technologie zu verheiraten, das ist aus meiner Sicht eine ganz wunderbare, großartige Aufgabe, für jeden, dem die Popularisierung unserer wunderbaren Wissenschaft am Herzen liegt!

 


Anm.: Wir hatten es ja bereits über verschiedene Mailinglisten und über verschiedene Facebook-Accounts gepostet, aber nun auch auf diesem Weg. 🙂 Ich wünsche meiner astrophysikalischen “Heimat”stadt Potsdam, dass sie einen sehr engagierten und großartigen neuen Astronomie-Popularisator bekommt!

Gimmick: 

(wiedermal ein Kennedy-Zitat, gesehen gestern an einer Berliner Baustelle)

  • Veröffentlicht in: News
Susanne M. Hoffmann

Veröffentlicht von

"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

3 Kommentare

  1. Bild

    ich nehme an, Sie meinen mein Portrait-Bild: das versuche ich stets so zu wählen, dass es zum Thema des Beitrags passt. Ich weiß nicht, was Sie da hineininterpretieren, wenn Sie sich für den Bild-Wechsel bedanken: In der Wüste – wo dieses Foto aufgenommen wurde und wo ich war, während ich meine Kenntnisse arabischer Sprache und Kultur verbesserte – sind die Verhüllungen des Körpers gegen Wetterunbilden (Sand, Sonne etc.) eine sehr nützliche Sache – das hat überhaupt gar keine religiösen oder politischen Hintergründe.

    Meine mauretanischen Freunde haben es außerdem zwar nett gefunden, wenn ich mich ihrer Mode anpasste – genauso wie man es in Mitteleuropa nett findet, wenn man sich der hiesigen Mode anpasst. Aber diese Kopfbedeckung, die dort im Bild zu sehen war, ist eigentlich ein Bekleidungsstück für Männer: Frauen tragen das nicht (außer Europäerinnen) und das hat also in diesem Fall nicht mal was mit lokaler Mode zu tun. Aufgrund der verschiedenen Klimate und Lebensbedingungen sind aber in Mitteleuropa andere Bekleidungen nützlich und “schön” als in einer Sandwüste. (ich würde ja auch nicht im Bikini durch die Eiswüste laufen, also warum sollte ich unzweckmäßige mitteleuropäische Kleidung in der Wüste tragen?)

    Ich habe im anderen post gerade einen Nachtrag dazu gemacht

  2. So

    Meine mauretanischen Freunde haben es außerdem nett gefunden, wenn ich mich ihrer Mode anpasste – genauso wie man es in Mitteleuropa nett findet, wenn man sich der hiesigen Mode anpasst.

    …wird es gewesen sein und Ihr Kommentatorenfreund weiß auch dies zu goutieren.

    MFG
    Dr. W (der beizeiten noch auf Star Trek zurückkommen wird, sich noch einmal gefittet hat, sogar Star Wars noch einmal zK nahm)

Schreibe einen Kommentar