Expedition zur SoFi – Teil 1

Gastbeitrag des Schülers Alexander Wolters (17)

Unsere Reise begann am 15. August um 19:30 am Hildesheimer Hauptbahnhof. Hier der Link zum Text der lokalen Zeitung bei unserem Verein HiGA e.V.  Von da aus ging es mit unserer Gruppe von 18 Personen mit dem ICE zum Flughafen in Frankfurt. Dort wartete dann schon das erste kleine Abendteuer auf uns: Eine Nacht am Flughafen verbringen. Von 23:00 bis 8:00 mussten wir auf unseren Flug warten. Letztendlich haben wir probiert, auf Bänken in der Ankunftshalle etwas Schlaf zu bekommen, denn am nächsten Morgen ging unser erster Flieger. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir dann in Warschau an, wo der Flieger nach Chicago, unserem Ziel für den ersten Tag, nach drei Stunden Aufenthalt pünktlich seine Reise begann. Auf dem Flug war das große Highlight der Flug über Grönland.

Foto von Teilnehmer Julian

Grönland von oben

In Amerika angekommen am 16. August gegen 20:00 Uhr ging es an die komplizierte Einreiseprozesdur: eine Stunde lang Schlange stehen, die Fragen eines U.S. Officers beantworten… dann Koffer holen. Als um halb zehn alle Gruppenmitglieder die Einreiseprozedur erfolgreich absolviert hatten, wartete die nächste Aufgabe auf uns: Wir mussten die Mietwagen suchen. Was zunächst als Herausforderung erschien, war dann doch einfacher als gedacht: Mit dem Bus ging es zum Verleih und dann nach einiger Wartezeit um 23:30 Ortszeit mit drei Dodge Siebensitzern vom Gelände auf zu unserer ersten Unterkunft in Chicago. Wir haben nun sieben Stunden Zeitverschiebung zu Mitteleuropa.

drei Minivans für 18 Personen (Foto von SMH)

Nach einem reichhaltigen Frühstück mit exzellenten Waffeln ging die Reise dann am 17.08. erst so richtig los: Um 8:30 war die geplante Abfahrt der drei Minivans und achtzehn Leute mussten samt Gepäck auf drei Autos verteilt werden. Das Tagesziel war klar: Owensville. Über Highways ging es also südwärts. Doch wir konnten es uns natürlich nicht nehmen lassen noch einen kleinen Abstecher zum Springfield, in dem (wahrscheinlich) die legendären Simpsons leben, zu machen. Dort wurde dann auch Mittag gegessen. Typisch amerikanisch gab es Burger mit Pommes. Dann ging es weiter und auf dem Weg durch das Land haben wir so einiges Bemerkenswertes gesehen. So auch um nur ein kleines Beispiel zu nennen die Highway-Werbungen: zehn Meter hohe Luftballons in Affengestalt und anderes – es ist eben alles größer in Amerika. 🙂 Nicht zu vergessen die ganzen witzigen Situationen von Toilettenpausen bis zu besonderen Verkehrsteilnehmern: man erlebt schon allerlei auf solchen Reisen.

Nach einer langen, ereignisreichen Fahrt kamen wir dann allesamt am 17.08. um ca. 18:30 wohlbehalten in Owensville an. An diesem Tag haben wir ca. 400 Meilen zurückgelegt und waren mit allen Pausen ca. 10 Stunden auf Straßen unterwegs.

18.8. Am Vormittag haben die kleinen Teile der Gruppe, die zusammen bei einer der vier Gastfamilien wohnen, jeweils ein anderes Frühstück genossen und je nach Jetlag- Level ausgeschlafen. Die Gastfamilien haben den Großteil unserer Aktivitäten, die wir hier machen, organisiert und so auch unser Treffen mit der örtlichen Highschool. Dort wurde uns von der Schulleiterin persönlich und zwei Seniors (Oberstufenschülerinnen Jahrgang 12) die Schule gezeigt. Von Sporthalle bis Werkräume war alles dabei. Besonders interessant war ein 3D Projektor für die Naturwissenschaften, mit dem man mit besonderen Brillen 3D-Objekte visualisieren und so Zusammenhänge besser zeigen kann. Insbesondere den Unterricht und das Verständnis von Schülern für bestimmte, sonst schwerer verständliche Unterrichtsinhalte soll dies vereinfachen.

Allgemein ist die Schule von der Ausstattung und der Art zu unterrichten sehr von deutschen Schulen verschieden. Hier werden sogar Dinge, wie Schweißen oder Holzbearbeitung gelehrt. Auf dem Gelände befinden sich, wie für jede amerikanische Schule typisch, mehrere Sportanlagen für Football oder andere Sportarten. Neben der Schule befindet sich auch das Depot der Schulbusse und wir wurden auf eine kleine Stadtrundfahrt mit einem Schulbus eingeladen.

Einsteigen bitte

Schulbus

Wieder an der Schule angekommen ging es zurück zu der Gastfamilie Niewald, bei der wir uns noch ein bisschen vor dem anstehenden Footballspiel der Dutchmen (die Mannschaft der Owensville High-School) erholen konnten. Vor Beginn des Spiels um 19:00 Uhr hatten die Eltern der Schüler noch einiges vorbereitet: Ab fünf Uhr schenkten sie gratis für alle Gäste Gegrilltes, Eis, Getränke und vieles mehr aus. Es gab auch zwei Stände, an denen man Fotos von sich machen lassen konnte, oder sich von 180 Grad in der Bewegung fotografieren lassen konnte – der Parkplatz vor der Schule hatte sich in einen kleinen Rummel verwandelt. So bot diese Veranstaltung vor dem Spiel eine große Plattform zum Austausch mit den Amerikanern. Diese Tradition gibt es keinesfalls bei allen Schulen und es war somit etwas ganz besonderes mit allen zusammen zu essen und Spaß zu haben.

Volksfest-Stimmung vorm Spiel auf dem Parkplatz

Kurz vor Spielbeginn ging dann das Programm im High-School eigenen Stadion los. Es spielte die Schulband und ein Musikermarsch führte den Einlauf des Footballteams an, während die Cheerleader die ganze Zeit für Stimmung auf der Tribüne sorgten. Da wir der Schule so willkommen waren, wurden wir vor Spielbeginn allen Zuschauern vorgestellt.

Danach begann das Spiel und bis zur Hälfte sah es gut für die Dutchmen aus, doch danach wurde es immer spannender und am Ende haben die Dutchmen knapp mit 34:38 gegen Potosi verloren. In der Halbzeitpause wurde von den Cheerleadern noch eine große Choreographie aufgeführt und es gab ein Konzert vom Schulorchester.

Cheerleader

Schulorchester

Da es am Ende ziemlich spät wurde, wurden wir zu unseren Gastfamilien gebracht und fielen nach einem erlebnisreichen und anstrengenden Tag in unsere Betten.

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"physics was my first love and it will be my last physics of the future and physics of the past" Die Autorin ist seit 1998 als Astronomin tätig (Universitäten, Planetarien, öffentliche Sternwarten, u.a.). Ihr fachlicher Hintergrund besteht in Physik, Wissenschaftsgeschichte und Fachdidaktik (neue Medien). Sie ist aufgewachsen im wiedervereinigten Berlin, zuhause auf dem Planeten Erde.

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