Slammen in Moskau oder der 1. Russisch-Deutsche Science Slam in Russland

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Nachdem das Hinspiel im Oktober 2011 in Hannover so gelungen war, haben sich zahlreiche Nachwuchsforscher auf die Ausschreibung zum ‘Rückslam’ in Moskau beworben. Ein zweiminütiges Video musste ausreichen, um die Jury zu überzeugen. Die kreativsten Beiträge wurden ausgewählt, die Verfasser eingeladen. Am Montag geht es nun mit sechs deutschen Teilnehmern nach Moskau. Sechs weitere Slammer aus ganz Russland freuen sich bereits auf ihre Kollegen, um gemeinsam ein dreitägiges Konferenz- und Sightseeing-Programm mit Workshops und Praesentationstraining zu absolvieren. Am Donnerstag treten alle zwölf zu einem Halbfinale an – die besten sechs stehen am Freitag im Gorki-Park auf der Bühne! Der Slam wird komplett simultan gedolmetscht.

Zwei Vorbereitungsreisen hat es gegeben, einmal waren wir im Februar dort und dann nochmal im August. Im August haben wir dann auch den Gorki Park in Augenschein genommen, in dem am nächsten Wochenende der russisch-deutsche Science Slam stattfinden wird. Etwas überrascht waren wir von der Bühne, so groß hatten wir sie uns nicht vorgestellt. Sie bietet Platz für zwei Orchester oder für eine ordentliche Rockband. Aber in Moskau hat manches eine andere Dimension: der Verkehr ist ein Wahnsinn, der Stau durchgehend, die Gebäude sind riesig. Die gesamte Veranstaltung musste in kürzester Zeit vorbereitet werden, und so reihte sich ein Termin an den anderen: Sponsorenakquise, Besuche bei unseren Partnern in den deutschen Auslandsvertretungen, Technik-Planung und, und, und … Unsere Gastgeber von der Staatlich-Technischen Bauman-Universität, aus deren Reihen der Vorjahressieger Ovik Nagapetian kommt, waren dabei sehr fuersorglich: Sie zeigten uns nicht nur die Sehenswürdigkeiten und die Universität, sondern versorgten uns auch mit zahlreichen Hinweisen, worauf wir achten muessten, wenn wir in Moskau unterwegs sind..

Das deutsche Slammerteam reist mit vielversprechenden Themen im Gepäck an: Da ist Marie Isabel Alvéstegui Müller aus Zürich, eine Ethnobotanikerin, die sich mit Medizinalpflanzen beschäftigt, Joerg Hartmann, ein Karlsruher Medienwissenschaftler, der Raketendarstellungen in deutschen und russischen Science-Fiction-Filmen seit der Entstehung des Tonfilms untersucht, Isabelle Hillebrandt aus Bamberg, eine Wirtschaftswissenschaftlerin, die eine Marketing-Polka aufführt, und Carolin Loebhardt, eine Mathematikerin aus Berlin, die den perfekten Entwurf für das Wochenendhaus modelliert. Ebenso dabei sind die Philosophin Johanna Sprondel (Berlin), die sich Internet-Diskursen widmet und die Neurowissenschaftlerin Nathalie Wrobel (Hamburg), die sich die Untersuchung von Lust und Schmerz zum Thema gemacht hat.

Drei von ihnen werden im Finale auf der Bühne stehen und slammen, ihre Auftritte werden simultan gedolmetscht. Moderiert wird das Finale im Gorki Park von dem bekannten russischen Radiomoderator Lev Chitkov.

Der 1. Russisch-Deutsche Science Slam in Moskau wird vom Deutsch-Russischen Forum in Kooperation mit scienceslam.net veranstaltet. Ohne die finanzielle Unterstützung unserer Partner wäre der Slam allerdings nicht zustande gekommen. Gefördert wird der Science Slam in Moskau vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Goethe-Institut Moskau. Des Weiteren unterstützen uns die Technische Bauman-Universität Moskau, das Deutsche Wissenschafts- und Innovationshaus Moskau (DWIH), Knauf Gruppe GUS, REHAU AG + CO, Evonik Industries AG, Lanxess, Rödl & Partner, AHK Russland, TUI Russia und das LSI Bochum. Medienpartner sind GEO Russia, Russland heute und die Moskauer Deutsche Zeitung.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Seite des Deutsch-Russischen Forums oder auf der Homepage vom Science Slam.

Datum: 14. September 2012
Beginn 20.30 Uhr
Ort: Gorki-Park, Moskau
Eintritt frei

 

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www.policult.de

Gregor Büning ist Inhaber der Veranstaltungsagentur policult und gründete 2010 das Netzwerk ScienceSlam.Net. Seitdem baut er den Science Slam international aus.

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