Kommentare und Regeln

Ein Blog ist kein Forum, hier steht der Artikel oben und gibt das Thema vor, die Kommentare sollten sich auf ihn beziehen. Da es in der Vergangenheit oft Vorwürfe gab, meine Moderation sei willkürlich, möchte ich hier einmal versuchen, meine Moderation zu motivieren:

Kommentarregeln:

  • Seien Sie nett
  • Bleiben Sie beim Thema
  • Fassen Sie sich kurz
  • Lassen Sie auch andere zu Wort kommen
  • Kommentare sind ein Gesprächs-Angebot
  • Nutzen Sie soziale Medien

Nett sein

Nett sein ist eine ganz brauchbare Strategie. Beleidigungen vergiften das Klima und mir ist nicht bekannt dann jemand je den eigenen Standpunkt hinterfragt hat, weil sie oder er einmal kräftig beleidigt wurde. Dabei ist es nicht immer einfach, Grenzen zu setzen. Was die eine als kleine, freundliche Spitze gemeint hat, mag beim anderen als handfeste Beleidigung ankommen.

Bitte weisen Sie mich darauf hin, wenn Sie sich von einem Kommentar beleidigt fühlen. Ich werde dann löschen oder vermitteln. Versuchen Sie nie, es dem Gegner mit gleicher Münze zurückzuzahlen. Meist schaukeln sich Konflikte so auf. Wenn jemand Ihre Kompetenz unterschätzt, ist das in der Regel nicht als Angriff gemeint. Gehen Sie bitte stets davon aus, es handle sich um ein Missverständnis.

Du oder Sie?

Wie Sie mich anreden ist mir eigentlich egal. Ich arbeite im internationalen Forschungsumfeld, in der Fachsprache Englisch ist man immer sehr schnell bei Vorname und “you”. Auch unter Deutschsprachigen Forschern ist duzen recht verbreitet. Weil ich hier niemanden vor dem Kopf stoßen will, sieze ich im Zweifel.

Beim Thema bleiben

Der wesentliche Unterschied zwischen einem persönlichen Blog (das hier) und einem Forum ist, dass hier nur einer die Themen vorgibt. Ich vermute, dass Leserinnen und Leser im Kommentarteil ankommen, weil sie sich von der Überschrift und dem Teaser angesprochen gefühlt haben und es tatsächlich geschafft haben, den ganzen Text zu lesen. Im Kommentarteil erwarten sie dann weitere Aspekte zu demselben Thema.

Was immer gern gesehen wird sind nachfragen zum Text und Korrekturen von inhaltlichen und formalen Fehlern. Aber Vorsicht: Die meisten Konflikte entstehen, wenn Kommentatoren ihr eigenes Lieblingsthema diskutieren wollen. Manche halten auch alle Grundlagen für falsch, die der Blogautor voraussetzt. Das ist im Prinzip okay, muss aber nicht unter jedem Artikel diskutiert werden, der im weitesten Sinne zu Ihrem Thema passt. Suchen Sie sich den richtigen Artikel aus und vermeiden Sie Wiederholungen unter anderen Artikeln.

Kurz ist gut

In Foren ist es verbreitet, Beiträge des Diskussionspartners im ganzen zu zitieren und unter jedem Abschnitt eine Antwort zu geben. Bitte verzichten Sie auf diese Methode. Überlegen Sie, was ihr wesentlicher Widerspruch ist, zitieren Sie dazu einen bis zwei passende Sätze und bringen Sie Ihren Einwand auf den Punkt. Das macht Ihren Beitrag besser lesbar und sorgt dafür, dass die Diskussion nicht zu sehr zerfasert. Auf weitere Aspekte können Sie später noch zurück kommen.

Andere zu Wort kommen lassen

Gespräche und Wortduelle zwischen zwei Teilnehmenden sind oft langweilig für Außenstehende und neigen zu Wiederholungen. Beharren Sie nicht auf Ihr Recht. Wenn Sie ihrem Gegenüber einmal widersprochen haben, müssen Sie es nicht mit demselben Argument erneut tun. Ich werde Kommentare von Vielschreibern und Duelle zwischen zwei Teilnehmern eher löschen als Beiträge von Teilnehmern, die noch nicht viel geschrieben haben.

Gesprächs-Angebot

Bitte beachten Sie, dass es keinen Rechtsanspruch auf die Veröffentlichung Ihres Kommentars gibt. Ihr Kommentar ist ein Angebot zum Gespräch. Der Blogger hat das Recht dieses Angebot auszuschlagen. In der Regel werde ich nicht passende Beiträge wieder löschen. Bitte machen Sie also selbst eine Kopie, wenn Sie Ihren Beitrag gerne als Referenz behalten wollen.

Ein Gespräch funktioniert zwischen identifizierbaren Personen am besten. Geben Sie also immer denselben Namen an. Das kann auch ein Pseudonym sein. Wichtig ist, dass Ihre Gesprächspartner Sie ein wenig kennen lernen können, so dass wir uns gegenseitig einschätzen können.

Soziale Medien

Vielleicht ist der Kommentarbereich meines Blogs nicht das Medium, das Ihnen am besten passt. Nutzen Sie gern andere Angebote. Soziale Medien wie Facebook oder Twitter ermöglichen es, Diskussionen zu führen, die der Blogautor nicht moderieren kann. Wenn sie auf Twitter @quantenwelt erwähnen, gibt es eine gute Chance, dass ich mich an der Diskussion beteiligen werde.

Auch Internetforen haben oft nichts dagegen, mit einem kurzen Link eine Diskussion zu einem Blogartikel zu beginnen. Fragen Sie gern bei den Moderatoren des Forums nach. Und falls Sie ein eigenes Blog haben, ist eine Replik auf einem Blog auch eine schöne Möglichkeit, die Diskussion zu suchen. Erwarten Sie aber bitte nicht, dass ich mich in jede Diskussion zu Wort melde. Ich habe meinen Standpunkt ja schon im Artikel formuliert.

Technisches

Keine Nutzer-Sperrungen

In diesem Blog können Sie ohne Anmeldung mitdiskutieren. Sie müssen nur einen Namen und eine E-Mail-Adresse angeben. Das setzt die Barriere zum Diskussionsstart niedrig. Allerdings ist es technisch kaum möglich, Teilnehmer, die sich schlecht benommen haben, effektiv auszusperren. Eine leichte Änderung des Namens, eine andere E-Mail-Adresse, eine neue IP-Adresse ist schnell besorgt. Ich halte aber von Sperren ohnehin nichts, weil ich Menschen gerne neue Chancen gebe.

Nachträgliches Löschen

Ich moderiere dieses Forum, indem ich Beiträge lösche. Das bedeutet, dass Ihre Beiträge in der Regel sofort erscheinen, ohne dass ich Sie freigeben muss. Es sei denn, Ihr Kommentar enthält mehr als vier Links. Dann vermutet das System einen möglichen Werbe-Beitrag (Spam) und bittet mich um Freischaltung.

Kommentare, die nicht zum Thema passen, lösche ich sofort wenn ich sie sehe. Es kommt aber auch vor, dass ich einen Kommentarbereich nachträglich aufräume, wenn sich herausstellt, dass eine Diskussion aus dem Ruder gelaufen ist. Verlassen Sie sich also nicht, darauf, dass alle Kommentare langfristig abrufbar bleiben.

Kommentarfunktion deaktivieren

Wenn ich merke, dass eine Diskussion eskaliert, deaktiviere ich die Kommentar-Funktion für eine Weile. Zum Beispiel wenn ein Streit zwischen zwei oder mehr Kontrahenten entbrannt ist. Meistens gebe ich sie nach ein paar Tagen wieder frei, um andere zu Wort kommen zu lassen.

Keine Transparenz

Leider ist es nicht ohne weiteres Möglich, die Löschungen transparent zu machen. Um einen Kommentar durch einen Löschhinweis zu ersetzen, muss ich den Kommentar bearbeiten und eine Nachricht hineinschreiben. Das kostet erstens deutlich mehr Zeit als einfaches Löschen. Zweitens zerstört es den Kommentar unwiederbringlich. Gelöschte Beiträge werden dagegen vom System im “Papierkorb” gespeichert, so dass ich sie bei Bedarf reaktivieren oder dem Kommentator auf Anfrage eine Kopie schicken kann.

Ich werde meine Löschungen nur Ausnahmsweise dem Kommentator per E-Mail erklären. Bitte haben Sie Verständnis, dass ich keine Zeit habe, jede Löschung ausführlich zu begründen. Wenn ich ein Thema diskutieren möchte, lösche ich den Kommentar gar nicht erst.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Tolle Regel. Tolerant, liberal und freundlich.

    “mir ist nicht bekannt dann jemand ”
    Interessanter Tippfehler. Kann wohl nur bei Smartphone oder Tablet passieren.

  2. @Manuel Krüger

    Bezüglich der Längenkontraktion hat Herr Schulz einen Artikel angekündigt, der mich interessiert. Wenig Interesse habe ich an ausufernden Diskussionen, welcher Kommentar hier, warum, wie zu bewerten ist, und die die Diskussionen über den jeweiligen Artikel komplett verdrängen, um den es doch eigentlich gehen sollte. (Und nein, es geht nicht immer um Längenkontraktion, die gesamte SRT oder gar die RT im Ganzen) Ihr impertinentes Auftreten in den Kommentarteilen nervt mich mittlerweile kolossal. Die hier fortgeführte infantile Streiterei mit @Nicht von Bedeutung und der damit verbundene Moderationsaufwand ist vollkommen entbehrlich.

    Als weitgehend stiller Leser bitte ich Sie daher, die von Herrn Schulz gegebenen Erläuterungen zu seinem Vorgehen endlich zu akzeptieren, und die aufgestellten Regeln zu beachten.

  3. Hallo Joachim,
    ich habe eine Frage wie in der Quantenphysik z.B. beim Doppelspaltversuch gemessen wird.

    a) Wird eine Strahlung auf das Elektron gerichtet
    –> Dies würde den evtl. Kollaps des Quantenfeldes erkläfen

    b) Wird passiv gemessen z.B durch eine Fotoplatte? Warum dann aber der Kollaps?

    c) Wurde die Beobachtung der Elektronenschon ohne Apparate versucht?
    –> Beispiel: Ein Mensch steht beim Doppelspaltversuch nahe der beiden Spalten und versucht konzentriert zu erkennen ob Welle oder Teilchen. Wenn das Muster auf der RückWand ein Teilchenmuster wird, dann beweist das, dass menschliche Gedanken das Elektron beeinflusst. Wenn das Ergebnis aber ein Interferenzmuster ist, beweist das, dass der menschliche Geist (wahrscheinlich) keinen Einfluss auf das Elektron hat.

    Freue mich auf Antwort

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