Der Wiederholungstäter – Wie man mehrmals am HLF teilnehmen kann

Das HLF findet zum dritten Mal statt und schon gibt es einen Nachwuchswissenschaftler, der Wiederholungstäter ist. Felix Günther nutzt die Chance nach erfolgreichem Aufstieg auf eine weitere akademische Stufe, nochmals am Heidelberg Laureate Forum teilnehmen zu dürfen.

2013 war der Mathematiker beim HLF als Doktorand am Institut für Mathematik der TU Berlin dabei, in 2015 nun als Post-Doc des European Post-Doctoral Institute for Mathematical Sciences (EPDI). Von Sommer 2014 bis 2016 bietet ihm dieses Programm die Möglichkeit, an verschiedenen Standorten zu forschen: Institut des Hautes Études Scientifiques in Bures-sur-Yvette, Isaac Newton Institute for Mathematical Sciences in Cambridge, Max-Planck-Institut für Mathematik in Bonn und das Erwin Schrödinger International Institute for Mathematical Physics in Wien.

„Mir hat das erste HLF extrem gut gefallen“, erzählt Felix. Bis heute tauscht er sich mit einigen der Teilnehmer des Jahres 2013 weiterhin aus. So war es klar, sagt Günther, „dass ich mich bei der ersten Gelegenheit sofort wieder bewerben würde“. Dies ist beim HLF in der Tat möglich. Mathematiker und Informatiker können sich in dreierlei Phasen ihrer wissenschaftlichen Karriere bewerben:

  • undergraduate
  • graduate (in der PhD-Phase)
  • Post-Doc
Felix Günther (2.v.l.) 2013 beim HLF-Ausflug zum Schloss Schwetzingen

Felix (2.v.l.) 2013 beim HLF-Ausflug zum Schloss Schwetzingen, damals noch als Doktorand Bild: Gennady Pekhimenko

Felix Günther im Innenhof der Universität Heidelberg Bild: B.Lugger

Felix Günther im Innenhof der Universität Heidelberg Bild: B.Lugger

 

Das heißt, Felix hat in diesem Jahr die oberste Stufe erreicht und dies dürfte sein letztes Mal beim HLF sein. Es sei denn, er findet einen anderen Weg zu künftigen Heidelberg Laureate Foren. Die Chancen für ihn schätze ich persönlich gar nicht schlecht ein. Denn Günther ist ein umtriebiger Kommunikator und vertritt die Mathematik in vielfältiger Weise gegenüber der Öffentlichkeit.

So ist er neben zahlreichen weiteren einzelnen Engagements beispielsweise seit 2012 Dozent bei Jugend trainiert Mathematik. Auch für den Klaus Tschira Preis für verständliche Wissenschaft hat er in diesem Jahr einen Artikel über seine Doktorarbeit eingereicht. Und nicht zuletzt ist er ein versierter Science Slamer. „In der Sommerakademie Salem gab es 2011 einen Science Slam, da bin ich auf den Geschmack gekommen“, erzählt er.

Seither blickt er auf eine regelrechte Slam-Karriere zurück und war schon mehrfacher Slam Sieger – Gewinner von Science Slams in Hannover (2014), Potsdam (2013), Berlin (2013). Fast selbstverständlich stand Felix auch beim FameLab und beim Falling Walls Lab bereits auf der Bühne.

Ein Wiedersehen mit ihm ist per Video daher immer möglich. Hier ein Mitschnitt vom Science Slam Auftritt von Felix Günther in Karlsruhe vom 6.2.2014 mit dem Titel „Diskreter Umgang mit krummen Sachen“.

Vielleicht gibt es auch ein Wiedersehen in 2016 in Heidelberg. Wer weiß!

P.S. Die Möglichkeit als Laureat wieder zu kommen, gibt es natürlich auch!

….

Dieser Beitrag ist ein Cross-Posting und ursprünglich im offiziellen Blog des Heidelberg Lareate Forums 2015 erschienen.

Veröffentlicht von

Beatrice Lugger ist Diplom-Chemikerin mit Schwerpunkt Ökologische Chemie. Neugierde und die Freude daran, Wissen zu vermitteln, machten aus ihr eine Wissenschaftsjournalistin. Sie absolvierte Praktika bei der ,Süddeutschen Zeitung' und ,Natur', volontierte bei der ,Politischen Ökologie' und blieb dort ein paar Jahre als Redakteurin. Seither ist sie freie Wissenschaftsjournalistin und schreibt für diverse deutsche Medien. Sie war am Aufbau von netdoktor.de beteiligt, hat die deutschen ScienceBlogs.de als Managing Editor gestartet und war viele Jahre Associated Social Media Manager der Lindauer Nobelpreisträgertagung, des Nobel Week Dialogue in 2012/2013 und seit 2013 berät sie das Heidelberg Laureate Forum. Kommunikation über Wissenschaft, deren neue Erkenntnisse, Wert und Rolle in der Gesellschaft, kann aus ihrer Sicht über viele Wege gefördert werden, von Open Access bis hin zu Dialogen von Forschern mit Bürgern auf Augenhöhe. Seit 2012 ist sie am Nationalen Instituts für Wissenschaftskommunikation, NaWik - und seit 2015 dessen Wissenschaftliche Direktorin. Sie twittert als @BLugger.

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