Alle Jahre wieder

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Das menschliche Miteinander auf der Couch
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"Das neue Jahr hat so lange eine weiße Weste, bis man sie anzieht." Hans Fallada

Das Jahr 2006 geht langsam zu Ende. In weniger als einem Monat iVorsätze gefasst. Man brauche mehr Schlaf und wär’ immer brav. Was wir dem Weihnachtsmann versprochen, wird noch vor dem neuen Jahr gebrochen. Trotzdem glauben wir fest an unsere neuen Vorsätze für das nächste Jahr: es soll bspw. nicht mehr geraucht und die bessere Hälfte angefaucht werden. Und trotzdem erwischt uns der Partner am Neujahrsmorgen fröstelnd im Bademantel auf dem Balkon und wir fauchen ihn an, er könne froh sein, dass die Zigarette in der Hand verhindert, dass die Krallen ausgefahren werden und er solle sich ja nicht mit einer Katze und einem Kater anlegen.

Vielleicht liegt unsere mangelnde Umsetzung der guten Vorsätze daran, dass wir unsere Ziele nicht richtig gestalten. Deshalb empfehle ich hier die SMART-Methode für die Neujahrsvorsätze.

SMART für das Formulieren von Zielen

S pezifisch: das Ziel leicht, verständlich und möglichst genau beschreiben
M essbar: Kriterien angeben, mit denen der Erfolg des angestrebten Ziels überprüfbar ist
A ktiv beeinflussbar: das Erreichen des Ziels sollte im eigenen Verantwortungsbereich liegen und nicht von externen Einflüssen abhängig sein
R elevant: das Ziel sollte zu erfüllen sein, aber trotzdem eine Herausforderung darstellen
T erminiert: genaues Datum angeben, an dem das Ziel erreicht werden soll

Spätestens wenn die Sektkorken knallen, solltet Ihr Eure guten Vorsätze ausformuliert haben – danach wird es schwer in der Gesellschaft des dicken schwarzen Katers am Neujahrsmorgen.

Quelle: J. Kießling-Sonntag (2002). Zielvereinbarungsgespräche. Cornelsen-Verlag: Berlin.

(kat)

Katja Schwab

Veröffentlicht von

Katja Schwab ist Diplom-Psychologin, Kommunikations- und Verhaltenstrainerin, systemische Körperpsychotherapeutin und zur Zeit in Ausbildung zur tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapeutin.

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