Vorbereitungen auf einen Tag der offenen Tür

BLOG: Promotion mit Interferenzen

Auf dem Weg zum Profi-Astronomen
Promotion mit Interferenzen

Man merkt es dem Institut an, dass etwas Großes bevorsteht: Laut Wissenschaftskoordinator Klaus Jäger werden demnächst bis zu 10 000 Besucher das Max-Planck-Institut für Astronomie in Heidelberg stürmen: Am Sonntag, den 17. Mai findet dort ein Tag der offenen Tür statt. Von 10 bis 17 Uhr gibt es an diesem Tag wohl nirgendwo sonst so "viel Astronomie": In Vorträgen, mit Experimenten und an jeder Menge extra für diesen Tag angefertigten Postern werden so ziemlich alle Facetten der Astronomie beleuchtet: Von Sonnenbeobachtung zu nahen Sternen und extrasolaren Planeten geht es zu Galaxien und zu Quasaren am "anderen Ende des Universums". Selbst bin ich natürlich auch dabei und auch an mehreren Aktionen beteiligt: So baue ich derzeit zusammen mit einigen Kollegen ein Interferometrie-Experiment auf, um am Tag der offenen Tür die Grundlagen der Interferometrie demonstrieren zu können. In Vorträgen werde ich über meine Beobachtungen am Very Large Telescope in Chile berichten und auf einem Poster möchte ich mein Doktorarbeitsthema vorstellen, die Untersuchung der Zentren Aktiver Galaxien.

Es ist faszinierend hier mitten drin zu sein: In Vorbesprechungen wird die Logistik für den Tag minutiös geplant: So werden die Vorträge ca. 20 Minuten dauern, in den fünf Minuten davor und danach müssen alle ca. 150 Leute den Vortragssaal füllen und dann auch wieder verlassen, um für neue Besucher Platz zu machen. Beim letzten Tag der offenen Tür vor einigen Jahren waren wohl aber gerade die Vorträge so begehrt, dass sich stundenlange Schlangen auf den Treppen bildeten. Um das so gut wie möglich zu verhindern, wird derzeit geprüft, ein großes Party-Zelt vor dem Institut aufzustellen, damit noch mehr Leute Platz haben…

Ich freue mich jedenfalls auf den Tag der offenen Tür und möchte Sie ganz herzlich einladen, an diesem Tag nach Heidelberg zu kommen. Es lohnt sich bestimmt!

Leonard Burtscher

Veröffentlicht von

www.ileo.de

Nach dem Studium der Physik in Würzburg und Edinburgh, habe ich mich in meiner Diplomarbeit mit der Theorie von Blazar-Spektren beschäftigt. Zur Doktorarbeit bin ich dann im Herbst 2007 nach Heidelberg ans Max-Planck-Institut für Astronomie gewechselt. Von dort aus bin ich mehrere Male ans VLT nach Chile gefahren, um mithilfe von Interferometrie im thermischen Infrarot die staubigen Zentren von aktiven Galaxien zu untersuchen. In dieser Zeit habe ich auch den Blog begonnen -- daher der Name... Seit Anfang 2012 bin ich als Postdoc am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching im Norden von München. Dort beschäftige ich mich weiterhin mit Aktiven Galaxien und bin außerdem an dem Instrumentenprojekt GRAVITY beteiligt, das ab 2015 jeweils vier der Teleskope am VLT zusammenschalten soll.

4 Kommentare

  1. @Leo: Daumen sind gedrückt!

    Lieber Leo,

    ich finde das alles ganz toll und wünsche Dir und allen Kollegen am MPIA gutes Gelingen und einen schönen Tag!

    Du wirst hier bestimmt berichten, wie der Tag war, oder? 🙂

    Beste Grüße,
    Andreas

  2. Hey Leo,

    das klingt doch mal ungemein interessant. Ich komme nämlich ab dem 14. Mai aus dem hohen Norden herunter um mir vor dem Endspurt zur Abgabe meiner Doktorarbeit noch ein paar Tage Urlaub auf dem Internationalen Teleskoptreffen Vogelsberg zu gönnen. Und vom hessischen Gedern ist’s dann ja gar nicht mehr soo weit bis nach Heidelberg (zumindest für meine Verhältnisse…) Da könnte man wohl auch noch den einen oder anderen Mitfahrer mobilisieren.

    Vielleicht kann man bei euch ja auch noch die eine oder andere Idee in Sachen Tag der offenen Tür klauen. Die Hamburger Sternwarte ist nämlich am 13. Juni dran.

    Viele Grüße,
    Caro

  3. @Andreas und Caro

    Hi Andreas und Caro,
    danke für Eure positiven Rückmeldungen! Ja, ich berichte dann gerne von dem Tag!

    Caro: Schau ruhig vorbei! Bis dahin (danach aber auch…): Viel Erfolg beim Vor-Endspurt für Deine Doktorarbeit!

    Ciao,
    Leo

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