Fiese Zecken plagten schon die Dinos…

Eine Gruppe spanischer Wissenschaftler, unter anderem Ricardo Pérez-de la Fuente, der am Oxford University Museum of Natural History forscht, hat in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eine Zecke mit echtem Dinosaurierblut gefunden.

Zecken mit den einverleibten Überbleibseln ihres Hosts zu finden ist eine echte Seltenheit. Bis jetzt wurden nur Zecken aus der Erdneuzeit, also bis etwa 66 Millionen Jahre zureuck, gefunden. Die Daten über Zecken aus der Erdmittelzeit, welche vor 66 bis 252,2 Millionen Jahren war, sind nur sehr begrenzt. Die Forscher um Ricardo Pérez-de la Fuente haben nun in diesem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eine mit Dinosaurierblut gefüllte Zecke gefunden, die in der Konturfeder eines gefiederten Dinosauriers gefangen war.

Fotos von dem Bernstein mit Zecke und Feder. Entnommen aus dem Originalpaper.

Die Ausrichtung der Zecke in der Feder lässt darauf schliessen, dass sie sich gerade bevor sie eingeschlossen wurde von dem gefiederten Dino ernährt hat. Die Zecke ist eine männliche Nymphe von 0.9 mm Länge.

Dieser äusserst seltene und spektakuläre Fund belegt eine parasitäre Zecken-Vogel-Beziehung, die schon 99 Millionen Jahre alt ist!

Penalver, A. Arillo, X. Delclos, D. Peris, D. A. Grimaldi, S. R. Anderson, P. C. Nascimbene and R. Perez-de la Fuente, Ticks parasitised feathered dinosaurs as revealed by Cretaceous amber assemblages Nat Commun, 2017, 8, 1924.

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Dr. Anja Rüther testet an der Monash University in Melbourne spektroskopische Methoden zur Diagnose von Infektionskrankheiten, insbesondere Malaria. Ihre Forschung bringt sie in die entlegensten Ecken Südostasiens, wo sie Proben von Malariapatienten mit Infrarotspektroskopie untersucht. Nach dem Pharmaziestudium in Berlin und Innsbruck hat sie in pharmazeutischer Chemie in Freiburg promoviert. Während ihrer Promotion hat sie chiroptische Spektroskopiemethoden zur Untersuchung dynamischer Systeme verwendet.

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