Unterwasserausbruch des Fukutoku-Okanoba

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Der rund 5 Kilometer nordöstlich der Insel  Minami Iwojima gelegene Vulkan Fukutoku-Okanoba  ist Anfang Februar erneut ausgebrochen. Angehörige der japanischen Küstenwache, die während des Ausbruches in direkter Nähe waren, konnten von den Aktivitäten ein Video aufnehmen (hier mit holländischem Kommentator). Die darauf erkennbaren Dampf- und Aschenwolken erreichten teilweise eine Höhe von rund 100 m. Das Wasser um den unter der Meeresoberfläche gelegenen Vulkan ist durch Asche bräunlich verfärbt. Diese Verfärbung zeigte noch deutlich am 11. Februar auf den Aufnahmen des Advanced Land Imager (ALI) an Bord des Earth-Observing-1 Satelliten (EO-1) der NASA.

Der Fukutoku-Okanoba ist ein recht aktiver Vulkan und sein letzter Ausbruch war erst 2005. Der Gipfel des Vulkans liegt nur rund 14 m unter der Wasseroberfläche, so dass sich bei zahlreichen Ausbrüchen oft auch kurzlebige Inselchen bildeten, von denen die bekannteste den Namen Shin-Iwo-Jima (Neue Schwefelinsel) trug und 1904 entstand.

Unterwasserausbruch des Fukutoku-Okanoba

Das Wasser ist durch die Aschen des Vulkans deutlich verfärbt. Dies Färbung kann man auf der Aufnahme vom Earth-Observing 1 Satellit der NASA mit dem Advanced Land Imager bei seinem Überflug am 11. Februar gut erkennen. Credit: NASA Earth Observatory.

Gunnar Ries

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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