Tyrannosaurus rex – der König der Dinosaurier

Unter den Dinosauriern gibt es einen, der wohl unumstritten der König ist, zumindest was die Beliebtheit angeht. Den Tyrannosaurus rex. Aber warum ist das so? Was macht ausgerechnet diesen Dinosaurier so faszinierend?

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Nun, da ist zum einen seine Größe. Damals, als man seine Knochen zum ersten Mal fand, war er der größte Raubsaurier, den man je gefunden hatte. Das hat sich allerdings im Laufe der Zeit etwas geändert. Man kennt heute einige Raubsaurier, die eventuell sogar noch größer und vielleicht auch schrecklicher waren, als der T-rex. Wobei die Unterschiede so groß nun auch wieder nicht sind. Vielleicht so ähnlich wie heutzutage bei Löwen und Tigern.
Bleiben wir also einfach beim König der Tyrannenechse, denn genau das bedeutet der Name Tyrannosaurus rex. Er setzt sich aus dem altgriechischen Worten Tyrann für König, Saurus für Echse und dem lateinischen rex für König. Also genau genommen eigentlich König der Königsechsen (und bevor jetzt wieder jemand anmerkt: Ja, die altgriechischen Namensbestandteile sind lateinisiert). Gelebt hat dieser Dinosaurier vor 66 bis 68 Millionen Jahren, zum Ende jener Zeit, welche die Geologen die Kreidezeit nennen. Das war, kurz bevor die Dinosaurier durch den Einschlag eines großen Meteoriten ausstarben.

Feathered Tyrannosaurus model.jpg

Modell eines tyrannosaurus rex in Polen. Foto Marcin Polak from Warszawa / Warsaw, Polska / Poland (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Feathered_Tyrannosaurus_model.jpg), „Feathered Tyrannosaurus model“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/legalcode via Wikimedia Commons.

Aber zurück zu unserem Tyrannosaurus rex. Von der Schwanzspitze bis hin zum zähnestarrenden Maul war er gute 12 Meter lang und an der Hüfte 4 Meter hoch. Warum wird hier ausgerechnet die Hüfte genannt und nicht der Kopf? Oder wie bei vielen anderen Tieren die Schulterhöhe? Das hat seinen Grund in der Haltung des T-rex. Die Hüfte war tatsächlich der höchste Punkt, während der Kopf nach vorne vorgestreckt war und auf der anderen Seite der lange Schwanz. Das Tier hat mit ihm vermutlich das Gewicht seines Kopfes ausbalanciert, so dass es auf seinen 2 Beinen laufen konnte. Besonders wendig war er damit wohl nicht. Man kann es sich ungefähr so vorstellen, als wenn man mit einem langen Balken auf der Schulter herumläuft. Da schafft man auch keine schnellen und engen Kurven.

Und schwer war er auch. Das ganze Tier wog vermutlich 6 bis 7 Tonnen. Damit hatte er das Gewicht der schwersten afrikanischen Elefantenbullen. Er zählte unter den Dinosauriern aber noch lange nicht zu den eindrucksvollsten Gestalten. Zumindest nicht, wenn man nur auf die Größe und das Gewicht schaut. Sein 1,5 Meter langer Kopf allerdings ist schon sehr beeindruckend, auch heute noch als Skelett. Wie ein großes rotes Tor öffnet sich sein gewaltiges Maul vor uns. Zwei kräftige Kiefer mit großen Zähnen besetzt. Wer jetzt nicht vor Schreck umgefallen ist, den dürfte der starke Mundgeruch umhauen.

Moment mal, Mundgeruch?

Doch, ja, Mundgeruch. Immerhin gab es damals für Dinosaurier noch keine Zahnbürsten. Und er fraß ja eine Menge Fleisch. Was immer davon zwischen seinen Zähnen hängen blieb, verrottete dort. Sein Mundgeruch dürfte umwerfend gewesen sein. Ähnlich wie es für den heutigen Komodowaran berichtet wird.

Aber der Mundgeruch ist ja noch nicht alles. Wenn wir uns die Nase zuhalten, können wir das Maul mal näher betrachten. Als erstes fallen die Zähne die bis zu 60 Zähne auf. Nun, sie sind sehr groß, länger als eine Hand. Der größte gefundene Zahn war mit Zahnwurzel 30 Zentimeter lang. Aus dem Kiefer dürfte er gut 10 Zentimeter herausgeragt haben.

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Zähne eines Tyrannosaurus rex (B-rex) mit Wurzel. Der Größenmaßstab ist 5 Zentimeter lang. Fundveröffentlichung von John R. Horner, Mark B. Goodwin, Nathan Myhrvold – http://www.plosone.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pone.0016574. John R. Horner, Mark B. Goodwin, Nathan Myhrvold (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:B-rex_teeth.jpg), „B-rex teeth“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/legalcode

Gut, sie waren nicht gerade rasiermesserscharf. Sie ähnelten mehr einem bananenförmigen Meißel als einen Steakmesser. Das hatte aber durchaus seine Gründe. Durch die große Zahnwurzel waren sie im Kiefer gut verankert. Und das mussten sie auch sein, denn die Kiefer des T-rex waren sehr kräftig. Die hinteren Zähne  mussten einem Beißdruck von gut 5 Tonnen aushalten. Nur zum Vergleich, wir Menschen schaffen gerade 70 bis 100 Kilogramm Beißdruck. Heute gibt es kein Landraubtier, das so kräftig zubeißen kann. Nur der Weiße Hai kann da mithalten.

Kaum ein Panzer eines Beutetieres konnte dagegen bestehen. Aber die Zähne mussten das eben auch aushalten. Taten sie es nicht, hatte unser Tyrannosaurus trotzdem kein Pech. Wenn ein Zahn abgenutzt war oder ausfiel, wuchs einfach ein neuer an seiner Stelle nach. Mit ständig wechselnden Zahnlücken dürfte ein Tyrannosaurus ein wirklich verwegenes Grinsen gehabt haben.
Außerdem hatten die Zähne kleine Kerben, an denen eventuell kleine Fleischstücke hängen blieben und schließlich verrotteten. Das ist die Hauptursache für den ekelhaften Mundgeruch, den wir schon bemerkt haben. Möglicherweise haben die in dem verfaulenden Fleisch lebenden Bakterien auch geholfen, die Beute des T-rex durch eine Blutvergiftung zu schwächen. Das jedenfalls wurde lange Zeit für den Komodowaran angenommen. Heute aber weiß man, dass diese große Eidechse über Giftdrüsen verfügt.

Tyrannosaurus tooth marks

Verschiedene Bissmarken an Dinosaurierknochen, die vermutlich ein Tyrannosaurus rex hinterlassen hat. Nicholas R. Longrich, John R. Horner, Gregory M. Erickson, Philip J. Currie Nicholas R. Longrich, John R. Horner, Gregory M. Erickson, Philip J. Currie (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tyrannosaurus_tooth_marks.png), „Tyrannosaurus tooth marks“, https://creativecommons.org/licenses/by/2.5/legalcode , via Wikimedia Commons


Man hat verschiedentlich Bissspuren von großen Raubsauriern wie unserem T-rex an pflanzenfressenden Sauriern gefunden. Sie zeigen uns, dass der T-rex seine Zähne mit großer Kraft in seine Beute schlug, so tief wie es nur ging, um große Fleischstücke herauszureißen. Die dabei entstehende Wunde und der große Blutverlust sollten die Beutetiere schnell töten.

Was uns noch an einem T-rex sofort auffällt, sind seine Arme. Wie winzig sie im Vergleich zum Körper doch sind. Irgendwie sehen sie richtig mickerig aus. Aber wehe, man wäre ihnen zu Lebzeiten zu nahe gekommen. So ein Arm war immerhin gut einen Meter lang und mit drei  zwei (danke an MartinB) Krallen besetzt. Die Knochen deuten auf starke Muskeln hin, die Arme waren also durchaus kräftig. Paläontologen haben herausgefunden, dass ein T-rex mit seinen Armen immerhin gute 200 Kilogramm heben konnte. Kleinere Beutetiere taten also gut daran, den Armen nicht allzu Nahe zu kommen. Nutzlos waren die Arme sicherlich nicht.

 

(Kurze Anmerkung: Ich hatte irrtümlich geschrieben, dass der Arm dreikrallig gewesen ist. das ist falsch. Ich bin dabei einer sehr lange veralteten Darstellung aufgesessen. Sie stammt aus einer Zeit, als man noch keine so vollständigen Skelette von Tyrannosaurus rex kannte. Zum Beispiel fehlten komplette Arme. Man hatte nur den Oberarmknochen. Wieviele Finger Tyrannosaurus hatte, konnte man an ihnen nicht feststellen. Also schloß man einfach analog zum bereits besser bekannten Allosaurus, dass auch der T.rex über drei Finger verfügen musste. Das war 1915. Man hätte abar auch auf die zwei Finger kommen können, denn bereits ein Jahr vorher waren zweifingerige Arme von einem nahen Verwandten des Tyrannosaurus beschrieben worden, von Gorgosurus. Allosaurus ist nämlich deutlich weniger eng mit unserem Tyrannosaurus verwandt. Erst 1989 wurden komplette Arme von Tyrannosaurus rex gefunden und die Zweikralligkeit erkannt. Nun denn, ich werde wohl langsam alt…)

 

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Darstellung der Anatomie eines Arms vom Tyrannosaurus rex. Man sehr schön erkennen, das er _zwei_ Krallen besaß. Diagramm von Conty (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons.

Seine Beine hingegen waren alles andere als winzig. Mit jedem Schritt konnte sich das Tier gut 4,5 m vorwärts bewegen. Seine Höchstgeschwindigkeit lag vermutlich zwischen 20 bis 40 Stundenkilometern. Die Höchstgeschwindigkeit konnte er sicher aber nur über kurze Strecken durchhalten. Zum Vergleich, die Spitzengeschwindigkeit eines 100 m Sprinters wie Usain Bolt liegt bei gut 44 km/h, die er aber nur über sehr wenige Meter durchhält. Usain Bolt brauchte für 100 m gerade mal 9,58 Sekunden (2009), das entspricht einer Geschwindigkeit von 37,6 km/h. Möglicherweise hätte er einem T-rex also entkommen können.

Dabei ist es nicht gerade einfach, die Höchstgeschwindigkeit eines Tieres wie dem T-rex zu ermitteln. Schließlich kann man ja nicht einfach einen echten Dinosaurier laufen lassen und messen. Wir haben ja nur seine Knochen, und mit etwas Glück Fußspuren. Leider sind aber alle Fußspuren, die von großen Raubsauriern stammen, nicht von laufenden Sauriern, sondern von gehenden. Ob man daraus schließen kann, dass sie niemals gelaufen sind?

Es bleibt also meist nichts anderes übrig, als Modelle der Beine herzustellen und zu testen, wobei heute Computer diese Arbeit sehr erleichtern. Und je nach dem, wie viele Muskeln man dem Bein gibt, kann es unterschiedlich schnell laufen. Das ist einer der Gründe, dass die Schätzungen der Höchstgeschwindigkeit so weit auseinander liegen. Hinzu kommt für ein so großes, schweres und zweibeiniges Tier das Risiko, beim Laufen zu hinzufallen. Schon für uns viel kleinere und leichtere Menschen ist Fallen durchaus gefährlich. Wie viel schwerer würde sich ein tonnenschweres Tier verletzen, das bei vollem Lauf hinfällt?
Auf der anderen Seite kommt es bei einem Raubtier ja nicht so sehr auf die absolute Höchstgeschwindigkeit an, sondern alleine darauf, ob es seine Beute einholen kann. Und das dürfte im Fall des T-rex durchaus funktioniert haben. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass ein erwachsener T-rex auch große Beute bevorzugt hat. Als Beute kommen da die Entenschnabeldinosaurier und natürlich Triceratops in Frage.

Sue TRex Skull Full Frontal.JPG

Der Schädel eines Tyrannosaurus rex von vorne. Man kann die nach vorne gerichteten Augenhöhlen gut erkennen. Das Tier konnte vermutlich sehr gut räumlich sehen und auch leckere Happen direkt vor seiner Schnauze waren wohl nicht sicher Tyrannosaurus rex “Sue” Field Museum of Natural History in Chicago. Foto ScottRobertAnselmo (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Sue_TRex_Skull_Full_Frontal.JPG), „Sue TRex Skull Full Frontal“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode via Wikimedia Commons.

Aber bevor eine Beute verfolgt oder gar erlegt wird, muss man sie ja erst einmal finden. Und das war sicher auch bei den Dinosauriern nicht so leicht, selbst wenn sich so große Tiere natürlich nicht so einfach verstecken konnten.
Der T-rex war ziemlich gut ausgerüstet, um sein Essen zu finden. Zum einen hatte er eine ziemlich gute Nase. Seine großen Nasenlöcher und ausgedehnte Riechschleimhäute deuten auf einen guten Geruchssinn hin. Dazu kommt noch, dass das Riechzentrum in seinem Gehirn sehr groß war. Man kann seine Geruchsfähigkeit mit der von modernen Geiern vergleichen, die Kadaver schon aus sehr großer Höhe und Entfernung riechen können. Überhaupt war der T-rex mit Sicherheit (für einen Dinosaurier zumindest) nicht dumm. Sein Gehirn war im Verhältnis zur Körpergröße das eines der größten unter den großen Dinosauriern, nur einige Raptoren übertrafen ihn darin noch. Auch sein Gehör dürfte gut gewesen sein, zumindest was sehr tiefe Töne angeht. Möglicherweise spielten diese tiefen Töne auch eine Rolle im Zusammenleben der Tyrannosaurier.

Und was ist mit seinen Augen? Wenn du den Film „Jurassic Park“ von Stephen Spielberg kennst, wo der Dinosaurierforscher anderen Leuten erklärt, dass der T-rex sie nicht sehen kann, wenn sie sich nicht bewegen, selbst wenn sie direkt vor seiner Schnauze stehen? Weil er der Meinung ist, dass ein T-rex nur bewegende Objekte wahrnehmen kann?

Das wäre vermutlich nicht die beste Idee. Rekonstruktionen haben ergeben, dass der Schädel des Tyrannosaurus im hinteren Schädelbereich sehr breit war, während er über die Schnauze schmal auslief. Dadurch waren seine Augen nach Vorne ausgerichtet. Die Sehbereiche beider Augen überschnittenen sich in einem Winkel von 55°, das ist ein besserer Wert als ihn unsere heutigen Falken erreichen. In diesem Bereich lieferten beide Augen zusammen ein dreidimensional Bild. Außerdem war seine Sehschärfe vermutlich extrem gut. Die Augäpfel des T-rex waren ziemlich groß. Untersuchungen zufolge übertraf sie die Sehschärfe des Menschen um das bis zu 13- fache (hier, hier und hier). Wenn das stimmt, hatte er keine Adleraugen, denn ein Adler wäre gegen unseren T-rex blind wie ein Maulwurf (Die Sehschärfe eines Adlers übertrifft die des Menschen nur um das 3,6-fache). Ob seine Sehfähigkeiten wirklich so außergewöhnlich waren, wird man vermutlich nie ganz wissen. Aber seine Augen waren mit sehr großer Sicherheit ziemlich gut und besser als die unseren. Und ein stillstehender Mensch direkt vor der Nase des T-rex, möglicherweise noch vor Angst schwitzend (denk an die Riechfähigkeiten des Sauriers) wäre wohl eine schnelle Mahlzeit. Also ich würde es darauf ankommen lassen und weglaufen. Am Besten Haken schlagend wie ein Hase..(und immer hoffen, das die Begleitung langsamer laufen kann als man selbst).

Tyrannosaurusscale

Größe verschiedener Tyrannosaurus rex Exemplare, die man gefunden hat. Manche bekamen sogar einen Namen, meist nach ihren Findern. Sue ist nach der amerikanischen Paläontologin Susan Hendrickson benannt, die dieses Exemplar fand. Der T-rex Sue ist das größte jemals gefundene Exemplar. Darstellung von Matt Martyniuk (https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Tyrannosaurusscale.png), „Tyrannosaurusscale“, https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/legalcode, via Wikimedia Commons

Hinzu kommt, dass Tyrannosaurus möglicherweise kein Einzelgänger war. Von einigen anderen Raubdinosauriern wissen wir mittlerweile, dass sie in Rudeln lebten. Und von einigen sehr engen Verwandten des Tyrannosaurus wird das aufgrund von Spurenfossilien auch vermutet. Seine Intelligenz dürfte auch für ein gemeinschaftliches Leben durchaus ausreichend gewesen sein. Nun ist Intelligenz sicher nicht alleine Ausschlaggebend. Löwen leben in Rudeln, aber Tiger zum Beispiel sind sicher nicht dümmer als Löwen. Jedoch anders als diese leben sie als Einzelgänger. Dies zeigt sich eine der großen Schwierigkeiten bei der Erforschung ausgestorbener Tiere. Man kann nicht einfach hingehen und sie in ihrem Lebensraum beobachten. Wir haben ja nur ihre Knochen und Spuren sowie einige sehr seltene andere Fundstücke aus ihrem Lebensraum. Und wir müssen das Beste daraus machen. Und alleine aus diesen seltenen Spuren das Verhalten einer fremden Tierart herauszufinden, ist ziemlich schwierig.

Das bringt mich zu der Frage, die beim Tyrannosaurus rex und anderen großen Raubsauriern immer gestellt wird. Es gibt bekannte Dinosaurierforscher, die der Meinung sind, der T-rex wäre kein Raubtier gewesen, sondern hätte sich ähnlich wie die heutigen Geier nur von Aas ernährt. Und sie zählen als Belege dafür auf, dass er ein extrem gutes Geruchsvermögen besaß, um tote Tiere schon über Kilometer hinweg zu wittern. Und da Aas nicht davonläuft, hätte der T-rex auch nicht besonders schnell laufen müssen. Und er sei zu langsam gewesen, um selbst zu jagen.
Auf der anderen Seite konnte er ja sehr gut dreidimensional sehen, also eine Fähigkeit, die bei der Jagd gut zu gebrauchen ist. Und auch ein gutes Geruchsvermögen ist als Jäger nicht hinderlich, im Gegenteil. Und dann ist da noch der eingewachsene Zahn eines T-rex im Schwanz eines Entenschnabeldinosauriers. Hier hat ein T-rex wohl eindeutig ein lebendes Tier attackiert. Und das Tier hat die Attacke überlebt, so dass die Verletzung heilen konnte.
Ich persönlich vermute ja, dass Tyrannosaurus ein aktiv jagendes Raubtier war. Aber genauso wie die meisten heutigen Raubtiere hätte er ein zufällig gefundenes Fressen sicher nicht liegen lassen. Vielleicht werden zukünftige Funde hier noch neues Wissen bringen.

Anmerkung: Manche der eingebetteten Links führen zu den Originalveröffentlichungen oder sind zumindest auf englisch. Mir ist vollkommen klar, dass dies eigentlich in einem Blogbeitrag für Kinder nicht wirklich zielführend ist. Auf der anderen Seite soll der Beitrag ja nicht nur für eine Zielgruppe sein. Und da irgendjemand ja die Quellenarmut von Blogbeiträgen bemängelt hatte…

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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  1. Der T-Rex gilt als vglw. cool, wegen seiner Größe, OK, das stimmt eigentlich gar nicht, er war Fleischfresser und als Fleischfresser oder Karnivore (das Fachwort) sozusagen extra-cool.
    D. h. es gab Größere (nicht Fleischfresser).

    OK, aber wenn er gar nicht so-o groß war, warum war er dann cool?


    Die Antwort auf dieser Frage liegt in der Planetologie begründet, in der Lehre sogenannter Wandersterne.

    Diese drehen sich aus nicht ganz klaren Gründen um Sonnen, es könnte etwas mit der Anziehungskraft massereicher Körper, also Sonnen, zu tun haben, aber warum drehen sie sich um diese und wandern nicht anderweitig aus?

    A: Nicht ganz klar, es gibt auch sogenannte Exoplaneten, die sich nicht an Sonnen binden, sondern umherwandern, aber eben kühl bleiben, weil wenig beleuchtet.

    Was hat die Planetengröße mit dem Getier zu tun?
    A:Ist dieses zu groß kann es wegen der oben beschriebenen Gravität (“Schwere”) oder Anziehungskraft nicht laufen, ist es zu klein, könnte es von Größeren vertilgt werden.

    Insofern bestimmt das Planetarium oder konkret: ein bestimmter Planet, wie groß ein Lebewesen werden kann, auch (indirekt) die Gehirnkapazitäten betreffend.
    Es geht hier auch um Überhitzung der Gehirne und so.
    Insofern war dann das kleine Säugetier irgendwann besser als der große und starke Dino.
    Klugheit kann und konnte Stärke und Mobilität kompensieren, gar zum Fressobjekt machen.

    Wobei hier nicht behauptet werden sollte, dass Dinosaurier schlicht vermampft worden sind, für deren Abdanken gab es noch andere Gründe, die aber alles andere als klar sind…

    MFG, liebe Kinder,
    Dr. W

    • PS:
      Das war jetzt als kommentarischer Unterinhalt geplant, auch nicht als in sich geschlossen und so, aber vielleicht anregend, für einige…

      • Das war zum Thema, Herr Ries.
        War jetzt vielleicht ein wenig kindfreundlich vorgetragen und für Kinder, die ein wenig nachdenken wollten, auch in der hiesigen Kommentatorik, aber war ganz eindeutig zum Thema, Herr Dr. Ries,
        MFG
        Dr. W (der sich nicht gerne duzen lässt, aber die Anrede in der dritten Person Plural ist natürlich auch nicht cool)

  2. Tolle sehr detaillierte T.Rex-Darstellung. Wie schnell konnte T.Rex rennen, wie sah er aus (hatte er ein (farrbiges) Flaumfederkleid, oder Schuppen oder beides), wie paarte er sich, wie gross waren seine Eier und wie brütete er sie aus (oder wurden sie vergraben), wie tönte der “Schlachtruf” von T.Rex, wenn er einer Beute nacheilte, für was brauchte er seine kleinen Arme (Beute halten, Funktion bei der Paarung).

    Viele dieser Fragen wären beantwortbar, wenn es noch erhaltene DNA von T.Rex gäbe, denn immer mehr Merkmale können rein durch Ablesen der DNA bestimmt werden (beim Menschen beispielsweise die Gesichtsform). Doch die älteste erhaltene DNA, die wir haben, stammt von Neandertalern, die es vor 40’000 Jahren immerhin noch gab. Der T.Rex dagegen ist vor Jahrmillionen ausgestorben, die DNA von fossilen Überresten ist für immer zerbröselt und Jurassic Parc (also die Wiederauferstehung dieser Viecher) damit nicht mehr realiserbar.

    Trotzdem können bei einigen Fragen biomorphologische Überlegungen und Analogien zu lebenden Tieren weiterhelfen. So ist bekannt, dass Elefanten sehr ungern Hügel hinauflaufen, weil sie das sehr viel Energie kostet und sogar ihre Wärmeregulation überfordert. Bei T.Rex wird es ähnlich gewesen sein. Er konnte wohl kaum viele Kilometer lang schnell unterwegs sein, weil er sonst überhitzt wäre. Allerdings ist sein Gewicht ( 7 Tonnen) angesichts seiner Grösse gar nicht so gross, Elefanten sind bei gleichem Gewicht kleiner da wesentlich kompakter.

    Dinosaurier haben die Erde für viele Jahrmillionen beherrscht, sie waren sehr viel länger die dominanten Tiere als es die Säuger bis jetzt sind. Das ist zusammen mit der Grösse vieler Dinoarten mit ein Grund dass es soviele gut erhaltene Dinosekelette gibt. Eine systematische Suche nach Dinsoaurieren würde es wohl jeder Stadt mit mehr als 100’000 Einwohnern erlauben ein Dinomuseum mit mindestens einem Prachtsexemplar hinzustellen.

  3. Lieber Herr Dr. Webbaer, Ihre Argumentationskette ist in sich einfach nicht schlüssig. Sie stellen die Frage am Anfang auf, warum der T-Rex so cool war und beantworten sie damit, dass die Planetengröße / Gravitation einen Einfluss auf die Größe eines darauf lebenden Tieres hat. Die Antwort hat überhaupt nichts mit der Coolness eines T-Rex zu tun.

    Am ehesten könnte man darüber psychologisch philosophieren. Er wurde eben in der Zeit, als Dinos eh cool waren, gefunden und als “Leitfigur” von vielen Medien genutzt. Weiterhin gab es noch andere coole Dinosaurier, welche stets stellvertretend für ihre “Gruppe” genannt wurden und bekannt waren: Triceratops, Brontosaurus, Ankylosaurus, Velociraptor. Die Dinosaurierpopulation bestand ja nicht nur aus diesen Arten. Aber die meisten Menschen kennen eben diese “coolen” “herausragenden” und “bekannten” Arten, spätestens nach “Jurassic Park” und “In einem Land vor unserer Zeit”. Dieses “Phänomen” ist auch nicht auf Dinosaurier beschränkt, sondern wird von der menschlichen Psyche ganz allgemein auf die Umgebung angewandt. Sei es, dass man von den Adlern vor allem den Weißkopfseeadler kennt, von den Raubkatzen vor allem den Löwen (und Tiger), von den Schlangen die Python, Klapperschlange und (für Mitteleuropäer) auch die Kreuzotter oder sei es, dass wir bestimmte Menschen abgespeichert haben (diverse Präsidenten, Firmenbosse, Sänger und Schauspieler) oder dass man beim Begriff Smartphone vor allem an ein iPhone denkt.

    Um die Kurve zu bekommen und noch einmal zurück zu schwenken zu Ihren Planeten, werter Herr Dr. Webbaer: Die ganze Planetengeschichte hört sich für mich ehrlich gesagt nach halbwissenschaftlichen esoterischen Halbwahrheiten an. Gewisse physikalische Prinzipien scheinen sie zu beherzigen aber diese hochzuskalieren und Planeten her zu nehmen um die Größe von Dinosauriern zu bewerten schießt weit über eine plausible Argumentation hinaus. Soweit uns bekannt haben Dinosaurier nur hier auf der Erde gelebt. Da die Erde ihre Masse über die Jahrmillionen vermutlich kaum geändert hat und ihre Gravitationskraft damit auch nicht ist es schlicht und ergreifend sinnlos andere Planeten (-größen) heran zu ziehen um Bewertungen an Dinosauriern vorzunehmen.

    Zu Ihrem Satz: “Insofern war dann das kleine Säugetier irgendwann besser als der große und starke Dino.” fällt mir nur ein, dass es allgemein anerkannte Tatsache ist, dass sich die Säugetiere erst durch das Massenaussterben der Dinosaurier am Ende der Kreidezeit so entwickeln konnten, wie sie es getan haben. Weder waren die “kleinen Säuger” irgendwann “besser” als der “große und starke Dino” (schon weil sie zu unterschiedlichen Zeiten ihre Blütezeit hatten / haben) noch haben die kleinen schwachen Säuger zum Untergang der Dinos beigetragen oder sie “vermampft” wie sie es formulieren. Es war einfach nur eine Abfolge von Ereignissen und die Tiere haben sich so entwickelt, wie die Ereignisse eingetreten sind und wie es für sie am effektivsten war.

    Weiterhin suggerieren sie: Hirn schlägt (Muskel-) Masse, sprich: kleiner schwacher Säuger mit Intellekt mampft großen, starken, dummen Dino auf. Auch wenn hier auch für Kinder geschrieben werden soll, mit Verlaub, Kinder sind nicht dumm. Diese Aussage ist zwar sehr humanistisch-romantisch läuft an der Realität aber grob vorbei. In der Zeit als sich die ersten Säuger mit den letzten Dinos trafen besaßen vermutlich die Raubsaurier auf 2 Beinen (und mit den ersten Federn) einen wesentlich größeren Intellekt als die ersten Säuger. Nun sind sie trotzdem ausgestorben, bzw. leben in den Vögeln weiter. So ist der Lauf der Natur. Ich denke, was Kinder hier lernen sollten ist, dass die Dinos sich nun einmal so entwickelt haben und, dass die Säugetiere sich kurz nach der Blütezeit der Dinos entwickelt haben und die Nachfahren der Dinos nun Vögel sind. Nicht, dass sie miteinander gekämpft haben und der eine den anderen verdängt hat. Sie haben sich einfach entwickelt. Das, was Tiere, Pilze und Pflanzen heutzutage immer noch machen. Sich entwickeln. Und dabei haben sie keinerlei Moral, die man auf sie anwenden müsste. Moral ist von Menschen gemacht und für Menschen gemacht. Weder Dinos noch erste Säuger können etwas mit Moral anfangen.

    Abschließend möchte ich gern noch anmerken, Herr Ries, dass ich zwar verstehe, dass es schöneres gibt als wirre Kommentare zu entwirren und sachlich darauf einzugehen, und oft hat man auch keine Zeit dazu. Aber grundsätzlich kratzen sie mit Ihren Kommentaren an einer gewissen Netiquette-Grenze. Selbst wenn jemand augenscheinlich Stuß schreiben sollte, sollte man als Autor honorieren, dass dieser oder diese Jemand ihren Beitrag gelesen hat und sich mit dessen Inhalt auseinander setzt. Vor allem, wenn man sich eine gewisse Vorbildfunktion für Kinder zuschreibt. Dann gleich mit der Löschkeule zu drohen anstatt freundlich und kritisch auf den Beitrag einzugehen zeugt nicht von Diskussionsbereitschaft. Ihr Kommentar auf Twitter ist einfach nur peinlich vor diesem Hintergrund. Wäre ich an Ihrer Stelle, würde ich mich dafür entschuldigen.

    Und zu guter letzt: Herr Holzherr, Ihr Beitrag ist sehr interessant. Bitte denken Sie aber daran, dass Dinosaurier Kaltblüter waren und eventuell ganz andere Erhitzungsmuster und Hitzetoleranzen aufwiesen sowie ganz andere Kühlungsmechanismen haben könnten als der gewöhnliche afrikanische Elefant. Von der Größe her auf gleiche Verhaltensmuster zu schließen halte ich für zu gewagt. Zumal es heutzutage keine große tonneschwere Echse gibt, welche man einen Berg hinauf jagen könnte um Ihre Theorie zu überprüfen.

  4. Nur ein Detail:

    “Tyrannos” heißt m.W. eher “Alleinherrscher” als “König”, auch “Gewaltherrscher”, “Tyrann”.
    König ist altgriech. “basileus”.

    • Vermutlich wollte der Artbeschreiber auch mehr auf die “Gewaltherrschaft” hinaus. Man erschauerte damals wohl ganz gerne vor der blutrünstigen Vergangenheit.

  5. Sehr schön, aber das hier bitte korrigieren:
    “So ein Arm war immerhin gut einen Meter lang und mit drei Krallen besetzt.”
    Ein T.rex hatte nur zwei Krallen.

  6. Hey Leute mal ehrlich sowas wie Jurassic Park oder world ist heutzutage durchaus möglich wenn ein jemand so ne Bernsteinmücke finden würde.
    Wäre ja cool, so ein T-Rex oder Velociraptor.

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