Furchtbare Juristen – das Urteil gegen italienische Seismologen

BLOG: Mente et Malleo

Mit Verstand und Hammer die Erde erkunden
Mente et Malleo

Können Wissenschaftler, die das Unvorhersehbare nicht vorhersehen können, dafür verurteilt werden? Die Vorstellung mag auf den ersten Blick absurd sein. Sie ist es für vernünftig denkende Menschen sicher auch beim zweiten Blick und bei jedem weiteren. Für manche Juristen aber, in diesem speziellen Fall einen Staatsanwalt und einen Richter in Italien, scheint diese sich Sichtweise nicht unbedingt zu erschließen. Wie sonst hätte der Staatsanwalt für 6 Seismologen und eine Zivilschützer 4 Jahre Haft fordern können? Und wie sonst hätte der Richter i seinem Urteil sogar noch die Forderung der Staatsanwaltschaft verschärfen können und die 7 angeklagten schließlich auf 6 Jahre wegen Totschlags verurteilen können?

Was haben die sieben nur schreckliches verbrochen, möchte man fragen. Nun, eigentlich nichts. Außer dass sie ihre Arbeit gemacht haben. Möglicherweise waren sie in der Darstellung derselben nicht die Geschicktesten, aber kann das die Härte des Vorgehens gegen sie erklären? Sie hatten auf einer Pressekonferenz zu verstärkter seismischer Aktivitäten in den Abruzzen Stellung genommen. Dass man den exakten Zeitpunkt eines Erdbebens eben nicht vorhersagen könne. Und dass seismische Aktivitäten in der Region Abruzzen an sich nichts ungewöhnliches sei. Sie mögen dabei vielleicht ungeschickt vorgegangen sein (siehe auch Lars Fischers Artikel bei Spektrum.de, dem ich voll zustimme). Manche ihrer Aussagen sind so nicht haltbar gewesen. Andererseits: Die Aussage, dass man aus den vorhergegangenen Erdstößen nicht unbedingt auf ein größeres Erdbeben schließen könne, mag rückblickend vielleicht falsch erscheinen, aber für fünf Tage lagen sie richtig.

Erst dann erfolgte das schwere Erdbeben von L’Aquila, das 309 Menschenleben forderte und mehr als 70 000 Menschen obdachlos zurück ließ.

Fahrlässige Tötung sei dies also nah den Aussagen der beteiligten Staatsanwälte und Richter. Nun, ich bin kein Jurist, aber das klingt in meinen Ohren ein wenig wie; Sie, die angeklagten Wissenschaftler, hätten schon auf der Pressekonferenz aus den vorliegenden seismischen und sonstigen geophysikalischen (oder anderen) Daten zwingend auf ein schweres Erdbeben schlissen müssen und die Menschen warnen sollen. Aus Nachlässigkeit oder Unfähigkeit hätten sie dies unterlassen. Leider war es wohl nicht möglich, diesen Juristen die schlichte Tatsache zu verdeutlichen, dass man den genauen Zeitpunkt eines Erdbebens bisher nicht vorhersagen kann, dass dies schlicht gesprochen unmöglich ist. Jedenfalls nicht mit der nötigen Seriosität, schließlich laufen genügend Scharlatane herum, die von sich behaupten, dieses oder jenes Erdbeben hätten sie vorhergesagt (meist behaupten sie es einige Zeit nach dem Beben, weil das einfacher ist), deren Aussagen haben aber bislang noch keiner Überprüfung stand gehalten.

Dieses Urteil ist (wohl nicht nur) in meinen Augen ein Skandal. Und zwar aus vielfachen Gründen. Hier wird zum Einen einer menschlichen Schwäche nachgegeben. Ein Unglück ist passiert. Menschen sind verletzt worden, ihre Lebensgrundlagen wurden zerstört und viele sind gestorben,. So etwas ist nicht nur für die betroffenen und die Angehörigen eine Tragödie. Es ist sicher nur zu menschlich, hier nach einem Schuldigen suchen zu wollen. Nach jemandem, der das alles hätte verhindern können. Nur: Hätten die Angeklagten das wirklich verhindern können? Und wenn ja, wie?

Dazu stelle ich mir nur einmal vor, sie hätten damals etwas anderes gesagt. Ja, vielleicht wären die Beben die Vorboten eines großen Erdbebens. Vielleicht hätten die besorgten Einwohner der Region um L’Aquila die nächste Nacht im Zelt verbracht. Nun, vielleicht sogar noch die darauf folgende. Und mit großer Sicherheit wäre das leben in der Region stark behindert worden. Menschen wären abgereist, Geschäfte wären leer geblieben, die Wirtschaft hätte Schaden genommen. Nach zwei Tagen und Nächten (immerhin war es Anfang April) wäre es sicher manchen in den Zelten zu kalt geworden, und wären wieder in ihre Häuser gegangen. Die ersten hätten Druck auf die beteiligten Wissenschaftler ausgeübt wegen ihrem wirtschaftlichen Schaden. Nach drei oder vier Tagen hätte man sie vielleicht ausgelacht, die sieben, die sich zu der Vorhersage eines Erdbebens erdreistet hätten. Unseriöse Scharlatane hätte man sie sicher genannt.

Und so menschlich die Suche nach Schuldigen auch sein mag, hier wurden die falschen und die schwächsten zur Verantwortung gezogen. Dafür dann aber andere, die wesentlich mehr der Folgen des Erdbebens hätten verhindern können, konnten unangefochten davonkommen. denn das Erdbeben war mit seiner Magnitude von 6,3 nicht so sensationell stark, als dass die Folgen hätten so gravierend ausfallen müssen. Moderne, erdbebensichere Bauweise hätte hier viel verhindern können. Natürlich gab es in und um L’Aquila auch viel historische Bausubstanz, deren Aufrüstung problematisch und teuer geworden wäre, aber auch ebenso viel sträfliches Ignorieren jeglicher Bauvorschriften, wie der Fall des Krankenhauses von L’Aquila zeigt. Eine Einhaltung der Vorschriften mag ja teuer sein und den Profit der Bauunternehmen schmälern, aber sie kann Menschenleben retten. Aber möglicherweise ist da in den Augen der beteiligten Juristen auch nur eine lässliche Sünde. Ich werde den Verdacht nicht ganz los, dass sich der italienische Staat mit dem Urteil gegen die Seismologen und den Zivilschützer leise aus der Verantwortung stehlen will, nicht auf die Einhaltung der Vorschriften geachtet zu haben.

Folgen aber wird dieses Urteil sicher haben. Ich teile nicht die Einschätzung mancher, dass hier gleich wieder ein Rückschritt in das finstere Mittelalter droht. Aber es wird für Wissenschaftler bedeutend schwerer, sich ohne juristischen Beistand in Debatten zu begeben oder gar Prognosen abzugeben. Sollte man also immer die schlimmst mögliche Warnung aussprechen, auch wenn die Fakten dies objektiv so nicht hergeben? Wenn nicht, droht dann Gefängnis, wenn die Katastrophe eintritt? Und im umgekehrten Fall, wenn die Katastrophe ausbleibt? Werden dann die Schäden und wirtschaftliche Ausfälle auch zu Lasten der beteiligten Wissenschaftler gehen?

Sollten also Wissenschaftler am Besten überhaupt nichts mehr aussagen? Sollen sie zu allen Problemen keinerlei Aussagen mehr treffen, die zu irgendwelchen Handlungen oder Unterlassungen führen? Oder nur noch mit einer Armada von Anwälten im Schlepptau? Vielleicht, wie Kaffee bei manchem Schnellrestaurant, immer mit dem Hinweis: Das Beachten oder Nichtbeachten dieser wissenschaftlich fundierten Aussage ist mit einem Risiko behaftet, für eventuelle Schäden aus dem daraus folgenden Handeln oder Nichthandeln kann keine Verantwortung übernommen werden. Das kann doch nicht allen Ernstes der weg sein. Nicht in einer Welt, die sich schneller denn je wandelt. Auf eine Welt, die nicht nur von tektonischen Spannungen herausgefordert wird. Italien befindet sich, plattentektonisch gesehen, in einer sehr prekären Lage, als Rammsporn Afrikas in Europas Rumpf. Der Italienische Staat sollte seinen Seismologen und Geophysikern danken und sie mit den nötigen Mitteln ausstatten, um die Mechanismen bei der Entstehung von Erdbeben zu verstehen. Dann (und nur dann!) können sie eventuell eines Tages mit präzisen Vorhersagen auch Menschenleben retten.

Sie für ihr Nichtwissen zu verurteilen, ist der falsche Weg. Definitiv!

Ich fordere daher ein faires und vor allem vernünftiges Verfahren für die Seismologen und den Zivilschützer.

Aus der Geoblogosphäre zu dem Urteil:

der vielleicht dümmste Richter der Welt – Globales Klima

The Verdict of the l’Aquila Earthquake Trial Sends the Wrong Message – Eruptions

Sent to Jail for not being a Charlatan – Seismo Blog

On the L’Aquila trial verdict: earthquake safety is about door locks, not fire alarms – Highly Allochthonous

Fallout from the L’Aquila Verdict – about geology

Shock and law – Nature Editorial

Lieber keine Erdbebenwarnung als eine ungenaue? GeoGraffitico

Twitter Discussion: Consequences of the L’Aquila verdict on the dialogue between science and society – EGU Geolog

Thema der Woche: Ein Erdbeben der Empörung – Forschungsblog

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

13 Kommentare

  1. Mittelalter

    Ja, dieses Urteil ist mittelalterlich, Und warum?
    Unsere Politik ist mittelalterlich. Da wird ein böser Bube gesucht- für alles- offensichtlich auch für natürliche Prozesse, die auch immer zufallsabhängig sind.
    Hätten die Seismologen gewarnt, hätte man sie vielleicht wegen Panikmache belangt. Und wer sagt, dass Todesppfer durch eine Warnung vermieden worden wären?
    Ich verstehe, warum der Präsident der italienischen Risikokommission Luciano Maiani zurückgetreten ist. Auf diese Weise kann man nicht arbeiten. Auch Meteorologen sollten in Zukunft vorsichtig sein- und ich werde meinen Kindern raten, niemals in solchen Bereichen zu arbeiten.

  2. Furchtbare oder Fruchtbare Juristen

    „Furchtbare Juristen“ ist ein Buch über Juristen zur Nazizeit. Die italienischen Juristen, die hier Erdbebenforscher ins Gefängnis bringen erinnern aber eher an US-Juristen, die jeden Arzt, der womöglich Pfusch geleistet hat, vor Gericht bringen.

    Rundherum wurde das Urteil gegen die Erdbebenforscher verurteilt. Eine Ausnahme ist der New Scientist-Artikel talian earthquake case is no anti-science witch-hunt in dem der Autor den Wissenschaftlern vorwirft, sie hätten die Öffentlichkeit nicht selbst informiert, sondern (Zitat) “left the job of public communication to a civil protection official with no specialist knowledge of seismology. His statement to the press was, to put it mildly, a grossly inaccurate reflection of the situation: “The scientific community tells us there is no danger, because there is an ongoing discharge of energy. The situation looks favourable.”

    Diese Aussage (“there is no danger”) entspricht natürlich nicht dem Stand des Wissens/Nicht-Wissens in der Erdbebenforschung. Vielmehr können Erdbeben nicht vorausgesagt werden, etwas was allgemein bekannt ist, womit es bereits ein Fehler war, die Erdbebenforscher überhaupt um eine Beurteilung der Erdbebengefahr nachzufragen.

    Das immerhin wäre eine nützliche Lehre für Wissenschaftler und die Wissenschaft überhaupt im Verhältnis zur Öffentlichkeit: Auch heute, wo wir in einer von Wissenschaft und Technik bestimmten Welt leben ist sicheres Wissen die Ausnahme und zuzugeben, dass man nichts sicheres weiss ist klüger als den Anschein zu erwecken, man habe die Situation im Griff.

    Das Urteil gegen die Wissenschaft lenkt natürlich auch ab von den wirklich Verantwortlichen, denen nämlich, die die bekannte Erdbebengefahr in weiten Teilen Italiens tagtäglich ignorieren.
    Erdbebensicheres Bauen erhöht die Baukosten nur wenig – nämlich um etwa 1 Prozent – und der bei weitem wichtigste Schritt ist der, Erdbebengefahren überhaupt in die Bauplanung mit einzubeziehen. Wenn schon sollte man diejenigen juristisch belangen, die sich über bestehende Baugesetze hineggesetzt haben.

  3. Das geht richtig nach hinten los

    Dieser Richter hat vermutlich einen viel größeren Schaden angerichtet, als auf den ersten Blick zu vermuten ist. Selbst wenn in einer Berufung später dieses Urteil abgemildert oder sogar komplett kassiert wird, liegt das Kind jetzt schon im Brunnen. Kein Seismologe oder Vulkanologe wird sich in naher Zukunft Italien exponieren und öffentlich irgendeine Prognose wagen.
    Nun denken wir mal an Neapel. Schlimm genug, daß man nicht mal im Ansatz versucht, diese Stadt zu verlegen oder wenigstens Neuansiedlungen zu unterbinden (ich weiß, was ich da schreibe). Schlimm genug, daß dort Leute mit religiösen Symbolen auf der Straße unterwegs sind, um den Vesuv zu besänftigen.
    Aber nehmen wir mal an, daß in naher Zukunft sich die Umgebung dort noch stärker hebt als jetzt schon (phlegräische Felder), die lokalen Beben zunehmen und auch sonst alles auf einen sich ankündigenden Ausbruch hindeutet – welcher Vulkanologe stellt sich denn jetzt noch in der Öffentlichkeit hin und sagt, daß man besser die Gegend verlassen sollte. Mit all den ökonomischen und sonstigen Kosten, die das nach sich zieht? Es hätte schon in der Vergangenheit Gemecker ohne Ende gegeben, wenn sich die Eruption nicht stundengenau einstellte hätte. Aber nun auch noch Knast bei Irrtum?
    Mir tun die Geologen und anderen Wissenschaftler dort echt leid. Denn der nächste Schritt ist, zu fragen, wozu es die überhaupt braucht, wenn sie keine Prognosen abgeben wollen.
    Wir sind wirklich wieder im Mittelalter angekommen. Unfaßbar.

  4. mittelalterliche Juristen

    Ja das ist wirklich tiefstes Mittelalter und da hat Europa eine ganz große Tradition. Weil man keinen Schuldigen ausmachen konnte für die unerklärlichen Widrigkeiten dieser Welt wie z.B. die Pestseuche, suchte man nach Schuldigen und verbrannte sie auf dem Scheiterhaufen. Das waren in der Regel die die sich am wenigsten wehren konnten, also mehrheitlich Frauen. Hier ist es die Wissenschaft, aber glücklicherweise kein Scheiterhaufen, sondern „nur“ Haft und de facto Berufsverbot. Welcher Richter möchte sich schon an den mafiosen Strukturen der italienischen Bauwirtschaft die Finger verbrennen oder – wie schon gehabt – sein Leben verlieren. Allerdings ist diese Vorgehensweise auch Ausdruck der „modernen“, durchregelten oder besser durchadvokatisierten Gesellschaft, in der es sich einige zum Hobby und zum einträglichen Geschäft gemacht haben, für Schäden oder Fehler immer jemanden vor den Kadi zu zerren (siehe USA). Ganz aktuell gibt es auch ein Beispiel aus Deutschland, wo sofort nach dem Tod eines Frühchens an einem Allerweltskeim an der Charite die Vorverurteilung in die Welt gesetzt wurde, das Krankenhaus nähme es mit der Hygiene nicht so genau. Die Folgen sind, dass viele Berufsgruppen überhöhte Haftpflichtversicherungen abschließen oder ganz aufgeben müssen, wie z.B. hier die Hebammen und in den USA die Gynäkologen. Wer zieht eigentlich Juristen für ihr Fehlverhalten zur Verantwortung ?

  5. @all

    Selbst wenn im Instanzenzug dieses schwachsinnige Urteil kassiert werden sollte, kann das rechtspolitische Signal an die Wissenschaftler nicht zurückgenommen werden und ein Schweigen der Wissenschaftler oder gar die Einstellung wissenschaftlicher Arbeit dürften nur noch schlimmere Folgen haben.

    Meiner Einschätzung nach kommen solche Urteile auch deshalb zustande, weil Juristen eben während ihrer Ausbildung nicht mit Wissenschaft in Kontakt kommen.

  6. Nicht furchtbar

    Herr Ries, Sie sind wahrscheinlich zu jung, um es wissen zu können: Mit “furchtbare Juristen” ist eine andere Sorte von Juristen gemeint. Sie sollten die Überschrift Ihres Artikels ändern.

    Antwort ja, ich mag jünger sein als Sie, Herr Trepl, aber ich kenne sowohl das Buch von Ingo Müller als auch den Ausspruch von Rolf Hochhuth. Und nein, ich werde den Titel nicht ändern. Ich persönlich finde das Urteil furchtbar. Jede weiteren Interpretation stammt nicht von mir. Aber ich finde es nett, dass es leute gibt, die über dieses kleine Stöckchen gesprungen sind. Danke[GR]

  7. Skandal???

    “Furchtbare Juristen”

    Wieso? Das sind doch auch nur funktionale Marionetten / Surfer auf dem Zeitgeist eines heuchlerisch-zynisch entmenschlichenden Systems im nun “freiheitlichen” Wettbewerb um … – Mitglieder / “brave” Bürger des Gemeinwesens in teils brutal-egoisierendem “Individualbewußtsein”.

    “Und so menschlich die Suche nach Schuldigen auch sein mag, …”

    Nein, das ist so armselig wie dieser Satz die leichtfertige Kapitulation vor dem System manifestiert, als wenn es keinen anderen Weg gibt, bzw. nicht geben darf – Symptomatik der leichtfertigen Übertragung von Verantwortung an die “Treuhänder” / “Experten” dieses “demokratischen” Systems, damit man systemrational losgelöst meckern, drohen, mahnen, fordern, protestieren oder ein SCHEINBAR höheres Verständnis von Moral / menschenwürdiger Werte demonstrieren kann, OHNE …

    Es ist weder Wunder noch Phänomen, sondern vielmehr ENTLARVENDER Ausdruck einer Welt- und “Werteordnung” im geistigen Stillstand zum Wohle der Bewußtseinsbetäubung, wo längst geistig-heilendes Selbst- und Massenbewußtsein wirklich-wahrhaftige Vernunft zweifelsfrei / eindeutig menschenwürdig gestalten sollte!?

  8. Furchtbare Juristen

    Wow! Es scheint in gewissen Kreisen ja geradezu eine gänzlich neue Erfahrung zu sein, für den angerichteten Mist auch zur Verantwortung gezogen zu werden! Da stellt man lieber den Richter auf eine Stufe mit Freisler & Co! Unglaublich!

    Antwort Die Erfahrung wäre nicht neu. neu ist aber die Erfahrung, für etwas zur verantwortung gezogen zu werden, das man nicht verschuldet hat. [GR]

  9. @Ludwig Trepl

    Nee nee Herr Trepl, die Überschrift trifft (unbewußt?) den Kern des zeitgeistlichen Kreislaufes gleichermaßen Bewußtseinsschwäche, der / das zum Wohle der Hierarchie von und zu materialistischer “Absicherung” nur verdrängt und / oder reformiert wurde und unser “Zusammenleben” noch immer maßgebend beeinflußt.

    Wenn das Urteil wohl auch nicht bewußt in diesem Sinne gefällt wurde – “der Schoß ist noch fruchtbar”, denn … und zeigt sich oft in multischizophrener Symptomatik!?

    Antwort Dunkel ist deiner Worte Sinn [GR]

  10. “Antwort Dunkel ist deiner Worte Sinn [GR]”

    Ja, das mag sein, aber noch dunkler / fragwürdiger finde ich diesen deinen Satz:

    “Aber ich finde es nett, dass es leute gibt, die über dieses kleine Stöckchen gesprungen sind. Danke[GR]”

    Übrigens hat die Menschheit den Klimawandel auch nicht verschuldet, trotzdem wird der Sündenbock aufgrund und im besonderen profitabel auf dem Rücken der Masse gesucht, gefunden und ausgeschlachtet. Das könnte man jetzt auch über die Menschen der “Dritten Welt” und / oder ganz bestimmte Menschengruppen / Ethnien weiter …!?

  11. “Antwort Die Erfahrung wäre nicht neu. neu ist aber die Erfahrung, für etwas zur verantwortung gezogen zu werden, das man nicht verschuldet hat. [GR]”

    In diesem … hör ich schon wie der Papst sich einschaltet und ruft: Wir sind seit der “Vertreibung aus dem Paradies” ALLE IMMER mitschuldig, deshalb spendet nun alle schön brav, damit wir den Schaden samt Sündenbock schnell wieder unter den Teppich kehren können und zu unserer zynisch-heuchlerischen Realität zurück kommen!?

  12. Die Frage nach den baulichen Gegebenheiten ist leider nur zu berechtigt. Ich habe selber schon ein Erdbeben der Stärke 6,3 recht dicht am Geschehen erlebt und das rumpelt schon ordentlich. Schäden gabs damals (in Island) praktisch keine, wenn man mal von Regalen in den Supermärkten, die wieder eingeräumt werden mussten und ähnlichen Kleinigkeiten absieht. Es sind einige Häuser leicht beschädigt worden, aber das komplette Städte in Schutt lagen, war nicht so. Auch das japanische Beben von 2011 hat in dieser Richtung relativ wenig Schaden angerichtet, obwohl es ja nun erheblich stärker war. In beiden Ländern werden aber die Bauvorschriften entsprechend überwacht und das ist der eigentliche Skandal in Italien.

  13. Urteilsbegründung

    Liegt diese vor? Ist diese mündliche (die Schriftliche folgt innerhalb von 90 Tagen nach der Urteilsverkündung) Verkündung studiert worden? Ist es dem Blog-Autoren klar, dass hier Mängel von Kommissionsmitgliedern konditioniert worden sind, nicht wissenschaftliches Bemühen an sich? War der Terminus ‘furchtbare Juristen’ als NS-Vergleich fein gewählt?

    MFG
    Dr. W

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