Der Schmied, der Stahl und das Feuer

Mente et Malleo

Die These, dass das Feuer im World Trade Center, durch das Kerosin des Flugzeugs angetrieben, nur rund 900°C erreichte, während Stahl erst bei gut 1500°C zu schmelzen beginnt, wird immer wieder gerne hervorgeholt. Folglich könnten die Türme kaum durch das Feuer zu Fall gebracht worden sein. Die Temperaturen mögen stimmen, aber dabei wird eine sehr interessante und nützliche Eigenschaft des Stahl außer Acht gelassen.

Ich habe mit einem Posting zum Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 angefangen, daher ist es irgendwie auch nur logisch, dass ich den 600-ten Blogpost ebenfalls dem World Trade Center widme. Diesmal vielleicht weniger auf die Verschwörungstheorien abzielend, die sich ja nach wie vor um den Anschlag ranken, und die, ebenso wie viele andere pseudowissenschaftliche Thesen, nur schwer auszurotten sind.

Das Feuer

Vermutlich wissen die meisten Menschen noch sehr genau, wo sie sich befanden, als am 11. September die Flugzeuge in die Türme des World Trade Centers krachten. Das Feuer, welches durch das Kerosin der Flugzeuge angefacht in den Türmen wütete, sorgte schließlich dafür, dass die Stahlkonstruktion nachgab und kollabierte. Genau das ist es, was immer noch viele Menschen bezweifeln. Ich verstehe zwar nicht ganz, warum Menschen Probleme damit haben, dass ein Feuer ein Gebäude zum Einsturz bringen kann, zumal wenn es wie die Türme durch ein Skelett aus Stahl gestützt wird, aber sei es drum.

Das Feuer, so wird dann gerne argumentiert, das Feuer durch das Kerosin der Flugzeuge würde nur Temperaturen von rund 900°C erreichen. Stahl, so wir dann gerne weiter ausgeführt, habe eine Schmelztemperatur von gut 1500°C. Folglich kann das Feuer den Stahl nicht zum schmelzen gebracht haben, und ohne schmelzenden Stahl auch keine kollabierenden Türme. Folglich hat also jemand nachgeholfen, beispielsweise durch Sprengladungen.

Der Stahl

Diese Argumentation ignoriert aber eine der vielleicht wichtigsten Eigenschaften von Metallen (und damit auch von Stahl), ohne die wir Menschen es vermutlich nie in die verschiedenen Zeitalter der Metallverarbeitung gebracht hätten. Ohne die die Metalle wohl auch nicht die technische Bedeutung erlangt hätten, welche sie in unserer Zivilisation haben. Ohne die wir vermutlich auch nie eine technische Zivilisation hätten errichten können, in der Flugmaschinen aus Metall in Türme mit Metallskelett fliegen können. Metalle verlieren nämlich bereits deutlich vor dem erreichen der eigentlichen Schmelztemperatur ihre Festigkeit und werden verformbar.

Der Schmied

In dem Video unten wird diese wichtige Eigenschaft sehr anschaulich demonstriert. Trenton Tye ist ein Schmied aus South Georgia. Auch ihm reichte es, dass Verschwörungstheoretiker gerne die Mär von der zu niedrigen Temperatur wiederholen. Er packte kurzfristig die Videokamera aus und heizte die Esse an.

Kalter Stahl ist so fest und stabil, dass man mit einer stählernen Stange problemlos einen Amboss heben kann. Wenn man diese Stange aber erhitzt, beispielsweise auf Temperaturen von gut 900°C, dann ist sie noch lange nicht geschmolzen. Dennoch reicht der kleine Finger, um die Stange zu verbiegen. Das Metall hat seine alte Festigkeit verloren und ist bereits durch geringe Kräfte verformbar. Ein guter Bereich unserer metallverarbeitenden Industrie beruht übrigens auf genau diesem Phänomen.

Gunnar Ries

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

16 Kommentare

  1. Das Video kenne ich auch. Und das Eisen wie Stahl durch Erhitzen weich wird ist mir auch länger bekannt. Man sag ja auch “man soll das Eisen schmieden, solange es heiß ist”.

    Ein VTler behauptete, daß das Video nicht echt sei, weil die Schmiede zu “unordentlich” wäre.

  2. Das habe ich verstanden.
    Allerdings haben ja nicht die beiden Türme als Ganze gebrannt, sondern jeweils nur ein Teil oben, dort wo die Flugzeuge eingeschlagen sind. Das heißt aber dann doch, dass bis auf ein/zwei, vielleicht auch mehr Stockwerke um das Feuer herum der Stahl kalt geblieben und damit – wie vorher ja statisch berechnet – stabil bleiben musste. Dies irritiert mich.
    Wie lässt es sich dann darüber hinaus erklären, dass nach dem Zusammensturz der beiden Türme, die ja aus ca 1 Mio Tonnen Material gebaut waren, so wenige Trümmer auf der Grundfläche zu sehen sind (dies gibt es auf diversen Videos zu sehen). Stahl pulverisiert sich doch nicht, auch wenn er aus hunderten von Metern herunterfällt? Es müsste doch eigentlich ein riesiger Haufen Stahl auf dem Ground Zero gelegen haben und nicht nur die paar Stangen, die gen Himmel ragen?
    Mir ist das und einiges mehr rätselhaft!

  3. @Pflanzenversender 14. Dezember 2018 @ 12:55

    Der Zusammenbruch war dann wohl eine Kettenreaktion, weil die Wucht des Aufpralls der oberen Stockwerke dann die noch intakten unteren überlastete.

  4. Die Türme haben nicht als Ganzes gebrannt, nur die vom Einschlag betroffenen Stockwerke. Dort hat dann der Stahl im Feuer unter der last des Gewichts des Gebäudes darüber nachgegeben. Das WTC war eine Konstruktion, bei der im Prinzip, (wenn ich das richtig durchschaut habe), bei der eingehängte Stahldecken zwei stählerne Skelettröhren stabilisiert haben. dadurch war mit einem Minimum an Material eine gute Festigkeit und Elastizität erreicht. Wenn aber größere Bereiche davon nachgaben, musste es zu einer fatalen Kettenreaktion kommen. Das ganze ähnelt nicht umsonst einer gezielten Sprengung, bei der ja auch nur bestimmte tragende Teile geschwächt werden. Und ja, es war ein hübscher Bergh aus Stahl nach dem Kollaps. Dass man ihn überirdisch nicht so deutlich sah, lag daran, dass das WTC ja nicht nur nach Oben, sondern auch etliche Stockwerke nach unten reichte. Einen guten Teil des Stahlberges konnte man noch längere Zeit auf der Gegenüberliegenden Flußseite bewundern, denn dort wurden die Trümmer zwischengelagert, bis schließlich alles untersucht worden war und abtransportiert werden konnte.

  5. Noch ein paar Bemerkungen:

    1. Die Festigkeit von Stahl nimmt bereits unter 700°C deutlich ab. Das wird für das Halbwarmschmieden genutzt, wenn man möglichst wenig Wärme in das Material einbringen will oder kann.

    2. Die Wärmedehnung von Stahl liegt bei 1,2×10^-5 pro Kelvin, d. h. ein zehn Meter langer Träger, der durchschnittlich auf 500°C erwärmt wird, wird ca. 5 cm länger. Dadurch werden entweder die Befestigungspunkte abgerissen oder der Träger knickt. Auch dadurch wird die gesamte Konstruktion geschwächt.

    3. Zum Thema des niedrigen Schuttberges: Ein Gebäude in Stahlskelettbauweise besteht zu mehr als 95 % aus Hohlraum. Bei der Wucht, mit der das Material abgestürzt ist, passt ein Großteil der 110 Stockwerke in die 6 Kellerstockwerke, wie von dir bereits angesprochen.

  6. Der Vortrag von Trenton Tye, dem Schmied ist herzerfrischend!
    Dank an Gunnar Ries für das Video und Robert Kühn für die ergänzende Info.

  7. Dann können Sie sicherlich auch schlüssig erklären, warum andere Stahlkonstruktionen wie z.B. in Barcelona und einige andere, tagelang über zig-Stockwerke brannten und nicht eingestürzt sind?
    WTC1 und WTC2 sind die einzigen Stahlkonstruktionen, die weltweit jemals angeblich durch Feuer komplett einstürzten.
    Ein plötzlicher Kollaps der gesamten Konstruktion in sich selbst durch den Weg des größten Widerstandes -in praktisch Freifallgeschwindigkeit- ist physikalisch unmöglich.

  8. @TK

    Dann können Sie sicherlich auch schlüssig erklären, warum andere Stahlkonstruktionen wie z.B. in Barcelona und einige andere, tagelang über zig-Stockwerke brannten und nicht eingestürzt sind?

    Aber ja. Das Gebäude hatte ungleich den WTC-Towers, die nach dem Tube-in-a-tube-Design konstruiert wurden, einen Betonkern. Dieser kann einem Feuer wesentlich besser widerstehen als vertikale Stahlstützen, zumal wenn von diesen rund ein Viertel durch die ins Gebäude geflogenen Flugzeuge durchtrennt wurden.

    Übrigens reichte bei dem Gebäude in Spanien der Betonkern nur bis zu einer bestimmten Höhe. Die Stockwerke darüber waren aus Stahl gebaut und stürzten ein, genauso wie die Gebäudeteile um den Betonkern herum. Das verschweigen die Truther allerdings gern, weil es nicht in ihr Narrativ “brennende Gebäude können nicht einstürzen” passt.

    WTC1 und WTC2 sind die einzigen Stahlkonstruktionen, die weltweit jemals angeblich durch Feuer komplett einstürzten.

    “Angeblich” ist hier das passende Wort.

    Ein plötzlicher Kollaps der gesamten Konstruktion in sich selbst durch den Weg des größten Widerstandes -in praktisch Freifallgeschwindigkeit- ist physikalisch unmöglich.

    Der Einsturz der Tower hat 1 – 2 Sekunden länger gedauert als Freifallgeschwindigkeit. Das ist auch plausibel, wenn man sich mal im NIST-Report die Truss Seats anschaut. Diese sind an den Außenträgern angeschweißte Stahlwinkel, auf denen die Querträger auflagen, die jedes Stockwerk abstützten. Diese Truss Seats können zwar die Last ihres jeweiligen Querträgers plus die der Zwischendecken und der Inneneinrichtung plus eines Sicherheitszuschlages tragen. Aber wenn der obere Teil des Turmes sich auf den Weg nach unten macht, weil die drei oder vier Stockwerke, in die das Flugzeug eingeschlagen ist, aufgrund des Feuers nachgeben, dann halten die darunter liegenden Truss Seats das nicht mehr auf.

    Kannste ja mal nachrechnen. Jedes Stockwerk wog im Durchschnitt roh 4.500 Tonnen. Bei 1WTC schlug das Flugzeug zwischen dem 93. und dem 98. Stock ein. Bei 110 Stockwerken war das ein solides 12stöckiges Hochhaus mit einem Rohgewicht von über 50.000 Tonnen zuzüglich Inneneinrichtung, welches auf den brennenden Stockwerken lastete. Wenn nun drei oder vier Stockwerke nachgeben, dann fällt dieses 12stöckige Hochhaus 15 Meter tief. Wenn so eine Masse von oben angerauscht kommt, dann wird die durch ein paar angeschweißte Stahlwinkel nicht mehr groß beeindruckt. Die Truss Seats scheren dann einfach ab. Und wenn die weg sind, saust das ganze Stockwerk nach unten.

    Beim 2WTC war die Lage noch ungünstiger. Da schlug das Flugzeug tiefer ein und es lasteten nicht 50.000, sondern eher 100.000 Tonnen auf den brennenden Stockwerken. Folglich ist 2WTC auch früher eingestürzt, obwohl der Flugzeugeinschlag später stattfand. Und je tiefer es geht und je mehr Stockwerke sich auf dem Weg nach unten befinden, umso weniger können die darunter liegenden Stockwerke dem widerstehen. Das ist genau das, was man unter einem “progressive collapse” versteht.

    Wird alles im NIST-Report detailliert beschrieben.

  9. @Spritkopf

    Die Truss Seats scheren dann einfach ab. Und wenn die weg sind, saust das ganze Stockwerk nach unten.

    Dann müsste ja der Stahlkern noch stehen… und 1-2 Sek. reichen bei Weitem nicht für einen gebremsten Fall durch die untenliegenden Stockwerke.

    Beim South Tower verpufft das meiste Kerosin aussen in einem riesigen Feuerball,
    da brennt kaum etwas im Inneren, und wenn dann sauerstoffarm (siehe schwarzer Rauch, wie auch North Tower).

    Die seriöseste Untersuchung zum Thema finden Sie unter https://www.ae911truth.org/
    die NIST-VS wird hier mehrfach plausibel widerlegt.

  10. @TK

    Dann müsste ja der Stahlkern noch stehen…

    Vom Einsturz des Nordturms gibt es viele Videos, bei denen man genau das sieht. Da stehen die inneren Stützen noch Sekunden nach dem Zusammensturz und fallen erst anschließend.

    Und selbst beim South Tower, bei dem “mehr Turm” von oben kam und folglich mehr wegräumte, sieht man auf diesem Video, wie ein Stück Kern erst mehrere Sekunden nach dem Fall des eigentlichen Gebäudes einstürzt. Der Einsturz beginnt bei 10:17, wird dann durch die Trümmerwolke verdeckt, aber bei 10:26 beginnend sieht man, dass noch ein Kernfragment steht (welches kurz darauf ebenfalls einstürzt), während der umgebende Teil des Gebäudes schon weg ist.

    und 1-2 Sek. reichen bei Weitem nicht für einen gebremsten Fall durch die untenliegenden Stockwerke.

    Sagt wer? Und womit begründet?

    Selbst bei deinem Link auf AE911Truth schreibt einer der Autoren nur von 6,31 m/s² Fallbeschleunigung, also rund 65% der Erdbeschleunigung. Das ist weitab von freiem Fall. Dazu behauptet er, die untenliegenden Gebäudeteile müssten den Gebäudekollaps gebremst haben. Belege für diese absurde Behauptung? Keine!

    Beim South Tower verpufft das meiste Kerosin aussen in einem riesigen Feuerball,

    Das ist Quatsch. Jet Fuel ist keine hochexplosive Flüssigkeit, sondern in seinem Flammverhalten mit Diesel vergleichbar. Wenn man das anzündet, dann “verpufft” es nicht, sondern brennt vergleichsweise langsam ab. Der Feuerball wird von dem Teil des Kerosins verursacht, der nach dem Einschlag in feinster Tropfenform und als Dampf vorgelegen hat. Das war aber nur ein kleinerer Anteil.

    da brennt kaum etwas im Inneren, und wenn dann sauerstoffarm (siehe schwarzer Rauch, wie auch North Tower).

    Soviel Rauch, wie aus beiden Türmen herauskam, ist die Behauptung “da brennt kaum etwas” schlicht haltloser Unsinn.

    Die seriöseste Untersuchung zum Thema finden Sie unter [Link]
    die NIST-VS wird hier mehrfach plausibel widerlegt.

    Widerlegungen per Behauptung und ohne Beleg finde ich leider wenig akzeptabel und noch weniger seriös.

  11. Sehr nett, vielen Dank für diese Beibringung des Vids, die einiges zu erklären hilft, Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit “9/11” sehr abträglich ist.
    Der besondere Kommentatorenwunsch besteht darin hier noch Messgeräte, Messdaten, das Vid meinend, beizubringen.
    MFG + schöne Festtage schon einmal (oder schönes Weihnachtsfest)!
    Dr. Webbaer (der nicht Verschwörungstheorie im Zusammenhang mit “9/11” anhängt, sich nur noch ein wenig Messdaten wünscht, gute Arbeit bei Ihnen, Herr Dr. Ries, festzustellen hat, vgl. auch mit ‘Die Festigkeit von Stahl nimmt bereits unter 700°C deutlich ab. Das wird für das Halbwarmschmieden genutzt, wenn man möglichst wenig Wärme in das Material einbringen will oder kann.’ [Kommentatorenkollege Robert Kühn])

  12. Der besondere Kommentatorenwunsch besteht darin hier noch Messgeräte, Messdaten, das Vid meinend, beizubringen.

    Das Video meinend? Wurde doch alles im Video genannt: Baustahl A36 (ASTM) von einem halben Zoll Dicke einmal bei Raumtemperatur, einmal bei 1800° Fahrenheit (~1000° C), Amboß von 250 lbs (~115 kg).

    Oder meinten Sie Ihren Kommentar auf den Stahl des WTC bezogen? Bitte sehr: Messdaten im NIST-Report NCSTAR 1-3 Mechanical and Metallurgical Analysis of Structural Steel, siehe Diagramme für E-Modul und Zugfestigkeiten auf den PDF-Seiten 152, 159 und folgende. Ermittlung der Messdaten gemäß ASTM E8-Zugversuch.

  13. @ spritkopf und zu
    “… Dazu behauptet er, die untenliegenden Gebäudeteile müssten den Gebäudekollaps gebremst haben. Belege für diese absurde Behauptung? Keine!….” (Zitatende)

    Die untenliegenden Gebäudeteile sollen also NICHT gebremst haben:
    Sagt wer? Und womit begründet?

    Typisch für die spritköpfe, dass sie einige Zeilen weiter ihre gerade von anderen geforderten Standards NICHT einhalten.
    Ebenso typisch, dass sie es tunlichst vermeiden, auf das Schicksal vo WTC Nr. 7 einzugehen.

  14. @little Louis

    Die untenliegenden Gebäudeteile sollen also NICHT gebremst haben:
    Sagt wer? Und womit begründet?

    Wenn der Autor bei AE911Truth eine Behauptung aufstellt, ist es seine Pflicht, diese zu belegen. Nicht meine, die zu widerlegen.

    Ebenso typisch, dass sie es tunlichst vermeiden, auf das Schicksal vo WTC Nr. 7 einzugehen.

    Ist 7WTC denn schon hier irgendwo erwähnt oder danach gefragt worden? Ich sehe nichts dergleichen.

    Aber ich würde sagen, es ist typisch für die Verschwörungstrottel rund um 9/11, dass sie Antworten auf Fragen erwarten, die noch gar nicht gestellt wurden. Und wenn sie die nicht erhalten, dann ist das natürlich ein zusätzlicher Beweis für die Verschwörung.

  15. Man stelle sich vor :
    1. Ein 300 m langer Gang. Alle 3 Meter eine Tür die jeweils zu ist.
    2. Ein 300 m langer Gang. Alle 3 Meter eine Tür die jeweils offen ist.
    Vor jedem Gang steht eine Person und beide rennen gleichzeitig los.
    Welche ist wohl am ehesten am Gangende ? (die Beschleunigung wird hier sogar noch außer acht gelassen)
    Die Tür entspricht jeweils einer Betondeckenplatte.
    Kracht eine Platte runter wird der Fall gebremst, die Platte bricht in große Stücke, und die bauen dann beim weiteren Fall erst wieder auf 3 m bis zur nächsten Platte Geschwindigkeit, sprich Energie auf. Aber auch hier wird der Fall wieder abgebremst und durch das Zerbrechen wird auch die Wucht pro Stoß verkleinert. Auf alle Fälle findet hier kein freier Fall statt, und die Betondecken bremsen zwangsläufig durch ihre Trägheit die Geschwindigkeit. Dass sie gleichzeitig die Stahlstützen mit einreissen und dann auch noch in kleine Stücke zerlegen ist schon ein wundersamer Vorgang. Die inneren Stahlstützen waren Rechteckquerschitte 90 x 40 cm, ca. alle 3,5 m eine. Wandungsstärke oben 6 mm unten im TG bis 10 cm. Durch Querbleche waren sie verbunden und bildeten insgesamt einen steifen Kasten. Und den sollen die einstürzenden Decken mitgerissen und zerlegt haben ? Die Decken, bzw. die Gitterträger der Decken (ca. 10 cm stark) waren in besseren Haken eingehängt !
    Der wundersamste Vorgang ist aber der, dass, wie man beim Nordturm gut sieht, alle Stützen außen ( ca. 256 Stück) gleichzeitig versagt haben und die inneren Stützen (sollte die etwa die weiche Flugzeugspitze auch noch durchtrennt haben ?) haben eine µsec früher nachgegeben. Man sieht es an dem Sendemasten der noch vor der Fassade absackt.
    An diesem Tag sollen 3 Wolkenkratzer komplett durch Feuer eingestürzt sein, bisher gab und gibt es sowas nicht.

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