Bilder aus dem Inneren eines Lavastroms

Nahaufnahmen flüssiger Lava oder gar aus dem Inneren eines fließenden Lavastroms sind sicher nicht alltäglich. Welche Kamera würde die dort herrschenden Bedingungen Aushalten? Nun, in diesem Fall hat eine GoPro das Bad in flüssigem Gestein tatsächlich überlebt.

Ursprünglich wollte Erik Storm von den Kilauea EcoGuides den Lavastrom aus der Nähe filmen. Das ist ihm definitiv auch gelungen. Allerdings aus weit größerer Nähe, als eigentlich geplant.

Er stellte die Kamera auf während er gleichzeitig Touristen führte. In einer Spalte kamen sich Kamera und Lava dann etwas näher. Durch die enorme Hitze fing das Gehäuse Feuer, bevor die Lava die Kamera sogar umschloss.

Erik Storm befreite die Kamera aus dem fest gewordenen Gestein und nahm sie mit nach Hause. Er ging wie vermutlich jeder in seiner Situation von einem Totalschaden aus.

Als er die erkaltete Lava von seiner Kamera klopfte, gab die GoPro noch letzte Lebenszeichen von sich. Auf der Speicherkarte war die letzte Szene in voller Pracht gespeichert. Vermutlich sieht man glühende Lava selten aus solcher Nähe.

Auch die Kamera selber war noch funktionsfähig, auch wenn die Aufnahmequalität etwas gelitten hatte. Ziemlich zähes Biest, diese GoPro!

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

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