Ausbruch des Nyamuragira

BLOG: Mente et Malleo

Mit Verstand und Hammer die Erde erkunden
Mente et Malleo

Am 6. November ist der Nyamuragira in der Demokratischen Republik Kongo erneut ausgebrochen. Der Vulkan, der zu den aktivsten Vulkanen Afrikas gehört, ist ein Teil der Virunga Vulkankette und liegt etwa 25 Kilometer nördlich des Kiwusees und der Stadt Goma in der Nähe zur Grenze nach Ruanda. Seine Lava ist aufgrund ihres sehr niedrigen Kieselsäuregehaltes extrem dünnflüssig und kann bei Ausbrüchen rasch sehr große Strecken überwinden. Diese Eigenschaft, die er mit seinen Nachbarn wie beispielsweise dem Nyiragongo teilt, bedeutet für die Anwohner eine stete Gefahr bei den Ausbrüchen.

Der aktuelle Ausbruch am Nyamuragira. Aufnahme vom 12. November 2011, Image: NASA

Am 6 November öffnete sich eine rund 1 km lange Spalte am Fuße des Vulkans. Die Lavafontänen erreichten eine Höhe von bis zu 400 m, ihr rötlicher Schein war bis nach Goma sichtbar. Bisher fließt die Lava von den dichter besiedelten Regionen weg und in den Nationalpark hinein. Auf diesem falschfarbenen Satellitenbild des Advanced Land Imager von Bord des EO-1 Satelliten kann man die Lavaströme erkennen, wie sie sich am 12. November ausgesehen haben. Die Aufnahme setzt sich aus den bereichen der kurzwelligen Infrarot, Infrarot und des grünen Bereichs zusammen. Dabei zeigt sich die frische Lava als leuchtend rotes Band gegen die umgebende Vegetation, von der große Mengen bläulich-grauer Dampf aufsteigen.

Nyamuragira (oben, lila) und Nyiragongo (Mitte, mit Lavasee), aufgenommen. Aufnahme basiert auf Daten der Shuttle Radar Topography Mission, dem Advanced Spaceborne Thermal Emission, Reflection Radiometer sowie Aster und Landsat.  NASA/JPL/NIMA

In Sachen des Vulkans vor El Hierro gibt es nicht viel Neues. Die Autoren von vulkane.net waren selber vor Ort und haben sich ein wenig umgehört. Ihr Bericht findet sich hier.

Auch ein anderer alter Bekannter ist erneut ausgebrochen, in diesem Jahr bereits zum 18 mal. Dr. Boris Behnke hat einige spektakuläre Aufnahmen und Videos der aktuellen Serie ins Netz gestellt.

 

Gunnar Ries studierte in Hamburg Mineralogie und promovierte dort am Geologisch-Paläontologischen Institut und Museum über das Verwitterungsverhalten ostafrikanischer Karbonatite. Er arbeitet bei der CRB Analyse Service GmbH in Hardegsen. Hier geäußerte Meinungen sind meine eigenen

Schreibe einen Kommentar