About the Blog

Willkommen bei MENSCHEN-BILDER. Blicken Sie zusammen mit Stephan Schleim über den Tellerrand der akademischen Wissenschaft hinaus und diskutieren Sie mit, was neue Forschungsergebnisse für Mensch und Gesellschaft bedeuten.

Stephan Schleim ist studierter Philosoph, Psychologe und promovierter Kognitionswissenschaftler. Seit 2009 ist er an der Universität Groningen in den Niederlanden, zurzeit als Assoziierter Professor für Theorie und Geschichte der Psychologie. Im Jahr 2012/2013 war er Universitätsprofessor für Neurophilosophie an der Ludwig-Maximilians Universität München.

MENSCHEN-BILDER war von Anfang an bei den SciLogs dabei, seit inzwischen mehr als zehn Jahren. Der Autor schreibt auch für zahlreiche andere Medien. Besuchen Sie seine Website auf www.schleim.info

Die Diskussionen hier sind frei und werden nicht moderiert. Gehen Sie respektvoll miteinander um, orientieren Sie sich am Thema der Blogbeiträge und vermeiden Sie Wiederholungen. Beim Gedankenaustausch darf es auch mal heiß hergehen, jedoch nicht beleidigend werden, vor allem nie unter die Gürtellinie gehen.

Tragen Sie bitte mit dazu bei, dass wir alle hier auch viele weitere Jahre frei miteinander diskutieren können. Sollte Ihrer Meinung nach doch einmal ein Einschreiten nötig sein, wenden Sie sich bitte an die Verantwortlichen im Impressum (siehe unten) und an den Autor (Kontakt siehe Website).

7 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo, Herr Schleim, habe eben die Zwischentöne im DLF und somit das erste Mal (von) Sie gehört. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich sehr erleichtert bin, dass das kritische und ganzheitliche Denken auch in der jüngeren Generation der Wissenschaftler*innen,
    denen es gelingt, sich einigermaßen zu etablieren, (repräsentiert durch Sie) vorhanden ist. Ich wähnte zuvor schon, dass die aktuellen, durchökonomiesierten Strukturen meine Befürchtungen (dass echte Kritikfähigkeit nicht möglich, und wenn vorhanden, systematisch ausgeblendet – totgeschwiegen – wird) sich durchgesetzt haben. Die Erkenntnisse, die ich aus der Sendung ziehe, retten mich in einer Phase einer zunehmenden Verzweiflung (landläufig Depresssion), die ich einer wahrgenommenen, strukturell bedingten vermeintlichen Ausweglosigkeit zugeschrieben habe. Vielen Dank für Ihren Mut und Ihr Engagement. Margaretha

  2. Sehr geehrter Herr Professor Schleim!

    Ihre Ausführungen in der heutigen DLF-Sendung “Zwischentöne” habe ich mit großem Interesse verfolgt.
    Ich bin schon älter, verwitwet und mit der akademischen Welt hatte ich nie direkt zu tun.
    Gerade deshalb möchte ich Ihnen danken.
    Sie haben mein Bild eines “Professor” etwas zurechtgerückt.
    Zu verschiedenen besorgniserregenden Entwicklungen in unserer Gesellschaft -z.B. erhöhter Medikamentenkonsum, zunehmend psychische Probleme, unaufhörlich wachsender Leistungsdruck u.a.m.- haben Sie sich sehr kritisch geäussert und vieles hinterfragt.
    Ich war bisher der Meinung, dass die meisten Ihrer Kollegen dieses “menschenfressende System” mit seinen oft fragwürdigen “Tugenden” eher unterstützen.
    Danke für die Korrektur!

    Nur eine kleine Kritik habe ich noch:
    Mir fiel auf, dass Sie bei Bezeichnungen stets die männliche und weibliche Form verwendet haben, also z.B. Ärzte und Ärztinnen. Lehrer und Lehrerinnen, Schüler und Schülerinnen usw.
    Wir wissen doch alle, dass stets beide Geschlechter gemeint sind.
    Warum haben diese Formulierungen nur so sehr überhandgenommen?
    Dies wirkt auf mich einerseits erzieherisch, andererseits aber auch irgendwie brav, angepasst und übervorsichtig, weil bloß niemand -Mann oder Frau- vor den Kopf gestoßen bzw. sich ausgeschlossen fühlen soll.

    Davon aber abgesehen waren Ihre Beiträge und Gedanken, die Sie uns zukommen ließen, sehr interessant, sie laden zum weiteren Nachdenken ein.
    Vielen Dank!
    Ich wünsche Ihnen viel Gutes auf Ihrem beruflichen und spirituellen Lebensweg!

  3. lieber stephan
    möchte mich dem dank von margaretha anschliessen, denn so eine kritik – noch dazu fundiert – hört man sehr selten in den medien.
    ich selbst (künstler und forscher) erkenne seit einigen jahren dringlich, wie sehr uns durch schule, studium usw. ein menschen- und weltbild vermittelt wird, dass im wesentlichen dem menasch sowie der welt nicht im ansatz gerecht wird, sondern ausschliesslich ein paar ganz wenigen dient, welche mit dieser sehensweise enorm viel geld verdienen usw.
    Dank meiner forschungen sehe ich heute den mensch als ein wunderbares wesen, dass enorm viele möglichkeiten besitzt, die wirklichkeit bewusst zu erschaffen – und ein wenn vielleicht nicht das kernproblem besteht darin, dass eben das allgemeine wissen über mensch und wirklichkeit derartig minderwertig ist, wodurch der mensch nicht zu sich selbst sowie seinen wunderbaren fähigkeiten durchdringen kann.
    uns wird doch tatsächlich von vielen seiten – wie die offizielle wissenschaft – aber auch seitens der religion usw. erzählt, der mensch sei ein zufallsprodukt – und so ganz nebenbei ist er wertlos, machtlos und schuldig obendrein.
    es ist absolut kein wunder, wenn viele menschen durch dieses menschenbild in große krisen und folgende depressionen fallen – und meine bisherigen forschungen zeigen deutlich, dass ist bewusst gewollt.
    aber – es gibt immer lösungen – und es gibt heute ein ausgezeichnetes spirituelles und modernes wissen über den mensch, seine fähigkeiten und das wesen der materie usw. – was uns erlaubt, eine zukunft, die dem leben allumfassend nützt – bewusst zu erschaffen – trotz aller gegenwärtigen systemischen widerstände.
    der mensch ist der direkte schöpfer seiner existenz – und die menschliche persönlichkeit ist wesentlich umfassender, wunderbarer ja großartiger – als das derzeitig uns aufgezeigt bild.
    das wissen, was wir als mensch – als individuum in uns tragen – hat einen extremen einfluss auf unsere existenz und ist daher so massgebend – und dieses wissen kann man guter weise einfach erheblich erweitern, wodurch völlig neue perspektiven und handlungsweisen entstehen und somit de rmensch – bzw. die persönlichkeit sich tatsächlich entfalten kann.
    in diesem sinne ganz herzliche grüße
    mike mischkowski
    http://www.mike-mischkowski.de

  4. Sehr geehrter Herr Schleim,

    vielen Dank für das interessante Interview im DLF heute.
    Zu diesem Thema könnte und sollte man noch viel mehr sagen!
    Dem Primat der sog. Naturwissenschaften (Alles soll zählbar, meßbar, bildlich darstellbar und ökonomisch verwertbar werden…..) kann man wohl nur eins dagegen setzen:
    Holen Sie unabhängige kritische Wissenschaftler aller Disziplinen zu regelmäßigen Symposien zusammen.
    Es wird höchste Zeit für ein anderes lebbares Menschen- und Weltbild!
    (Ohne sich auf Religionen oder klassische Philosophie zu reduzieren).
    Themen wie systemische Verortungen und Brüche, Energie, gesellschaftliche Zwänge, ökonomische Bedingungen und spirituelle Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen des “Mensch-Seins” sind längst überfällig.

    Ich denke, es braucht eine Bewegung, da man als einzelner diesem Zeitgeist-der sich immerhin schon seit 200 Jahren beständig weiter verfestigt- nicht viel entgegensetzen kann.
    Auch und gerade die Psychologie sollte sich neu erfinden. Damit meine ich z.B., die Wechselwirkung zwischen Individuum und gesellschaftspolitischen Vorgaben aufrichtig und unideologisch auf den Prüfstand zu setzen.

    Ich wünsche Ihnen hilfreiche Resilienzfaktoren!

    Mit freundlichen Grüßen
    Brigitte Nowak

  5. Hallo Herr Schleim,

    interessiert habe ich Ihnen zugehört auf der Fahrt nach Hamburg.
    Sie haben verschiedene Punkte angesprochen, mit denen ich mich sehr auseinandersetze. Leider drehen wir uns immer wieder im Kreis und behandeln nur die Symptome und nicht die Problematik an sich. Sie haben diesen Punkt für mich wirklich gut dargestellt. Problematisch finde ich, dass wir eine Generation von Kindern heran züchten, die schon in den Grundschulen unter großen Druck geraten. Für uns als Eltern ist es nicht immer einfach, diesem Strom nicht zu folgen.
    Schön finde ich auch, dass Sie meiner Generation angehören und ich freue mich wirklich über diese Worte, die Sie in der Sendung gefunden haben.
    Interessant finde ich auch den Bezug zu Beyonce und Eminem, mit deren Texten Sie sich auseinandersetzen.
    Ich persönlich höre gerne Bosse, ein deutscher Sänger unserer Generation. Aus meiner Sicht sind seine Texte sehr tiefsinnig und sogar eine Spur von philosophisch.
    Danke für Ihre ganzheitlichen Ansätze und auch danke, dass Sie nicht der Masse nach dem Mund reden.

    N.Frank, Gesundheitswissenschaftlerin, Hamburg

  6. Werner Schack
    Die interessanten und originellen Aussagen geben mir Anlass zu der Überlegung, wie weit Ihre Arbeit dazuführen könnte, die irgend vorhandenen Möglichkeiten der universistären Wissenschaft zu mobilisieren, die politischen Spitzen dazu zu zwingen, wesentlich mehr und stärker mehr zu tun für das Land, -und die EU – was Bildung, Ausbildung und deren Förderung angeht,- in einem Sinne der Konzentration und Priorisierung wissenschaftlich fundierter und überzeugender Methoden in allen Lebensbereichen. Im Gegensatz zur erkennbaren Tendenz der ubiquitären ökonomiserten Brummkreisel-Bewegung turbokapitalistischer Provenienz, alles zuzulassen und zu pflegen, was an Produktion im Lande sichtbar ist und zur Verwertung kommen kann, um “Sozial-Produkt” zu stabilisieren und zu erhöhen – e g a l was es kostet und an ( unsichtbarer) Verwüstung und (unsichtbarer) Verwahrlosung anrichtet. Hier muss laut und überzeugt und permanent eine öffentliche Debatte Wissenschaft – Politik endlich stattfinden. Hörbar und sichtbar für jeden kritischen Bürger, der sich anschliessen wird – wo je eine Abstimmung möglich wird in eine
    n e u e Richtung, die wir dringend suchen müssen und brauchen. Die immer “hohler” werdenden Medien müssen diese Chance entdecken und sich zu einer aktiven Mitwirkung bekennen. Sie müssen wieder “wesentlich” werden… gegen den mainstream, in dem a l l e s mitschwimmt in eine Richtung mit erkennbar “unheimlichem” Endpunkt uned immer länger werdender Brems-Spur….-
    Herr Schleim und Kollegen, übernehmen Sie … !!
    Werner Schack, Hamburg

  7. Das war eine kleine Radio-Sternstunde. By the way lobten Sie das Medium Radio.
    Ich bin ein Oldie von 73 Jahren, Rentner, hab in einem semi-künstlerischen Beruf gearbeitet und bin verzweifelt und verängstigt über den Zustand der Welt. Meine Generation hatte große Hoffnungen – auch in die Wissenschaft! Was ist daraus geworden? – Unterordnung unter die Wirtschaft, wie auch in der Politik. Das kann nicht gut gehen? – Aber wie kann leichtfertig abgegebene Macht wieder zurückerobert werden?
    Kämpfen Sie auf ihre Art weiter!
    Michael Füting, München

Schreibe einen Kommentar




Bitte ausrechnen und die Zahl (Ziffern) eingeben