Long Covid: Wenn die Krankheit bleibt

Ich will dieses Wort nicht mehr hören: Corona. Und vielen von euch wird es sicherlich genauso gehen. Doch ob wir wollen oder nicht: Covid-19 wird bei uns allen Folgen hinterlassen. Sozial, psychisch, wirtschaftlich. Und für Menschen nach überstandener Infektion oft auch körperlich. Diese körperlichen Corona-Spätfolgen, medizinisch Post-Covid-19-Syndrom und umgangssprachlich häufiger Long Covid genannt, wirbeln seit Monaten durch die Medien. Breit gefächert sind die dabei genannten Symptome, noch wilder die teilweise vorgeschlagenen Therapiemöglichkeiten. Umso wichtiger bleibt in diesem informativen Dschungel einmal wieder die Frage: Was wissen wir?

Was ist das Post-Covid-19-Syndrom?

Eine genaue Definition der Begriffe Post-Covid-19 oder Long Covid gibt es bisher nicht. Es fallen darunter also erst einmal alle gesundheitlichen Einschränkungen, die während oder nach einer Covid-19-Erkrankung aufgetreten sind. Das britische National Institute for Health and Care Excellence (NICE) unterscheidet in einer Leitlinie drei Krankheitsphasen:

  • Akute Covid-19-Erkrankung: Symptome bis zu vier Wochen nach Infektion
  • Andauernde Covid-19-Symptomatik: Symptome im Zeitraum von 4-12 Wochen nach Infektion
  • Post-Covid-19-Syndrom: Symptome, die sich während oder nach einer Covid-19-Infektion entwickelt haben, seit mindestens 12 Wochen bestehen und nicht durch andere Diagnosen erklärt werden können.   

Um welche Erkrankungen geht es?

Fallberichte aus verschiedensten Ländern erzählen von diversen Symptomen wie Atembeschwerden, Fatigue und Depressionen bis hin zu einem Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn, Parkinson oder gar einem Guillain-Barré-Syndrom. Oft ist auch von brain fog die Rede, also dem Gefühl, das eigene Gehirn sei vernebelt. Dieses Gefühl kann mit Konzentrations- und Sprachschwierigkeiten oder auch Gedächtnisproblemen wie bei einer Demenz einhergehen.

Welche Risikofaktoren gibt es?

Risikofaktoren für ein Post-Covid-Syndrom scheinen ein hoher BMI, ein weibliches Geschlecht, vorbestehende Erkrankungen, ein schwerer Covid-Verlauf sowie hohe Spiegel von IgG-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 im Blut zu sein. Doch andersherum können genauso Kinder oder etwa junge Erwachsene, die kaum Covid-Symptome hatten, schwere Spätfolgen bekommen. Da noch nicht ganz klar ist, wie es zu diesen Spätfolgen kommt, ist nämlich auch der Zusammenhang zur akuten Erkrankung bisher unklar.

Wie häufig sind diese Post-Covid-Symptome?

Die Covid-19-Pandemie mag einem inzwischen ewig lang vorkommen, doch die Datenlage zu den Langzeitfolgen der Erkrankung ist immer noch eher schwach. Ein Problem ist sicherlich, dass viele der Post-Covid-Symptome schwer objektiv messbar sind. Die Häufigkeiten beruhen deshalb oft auf Selbstangaben von Erkrankten. Dementsprechend schwanken die Angaben sehr stark: Je nach Studie bekommen zwischen 10-80% der Covid-Patientinnen und -Patienten Spätfolgen – die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen. Viele Symptome halten außerdem nur wenige Wochen an und verschwinden dann wieder. Die Häufigkeit der Beschwerden hängt also auch vom Zeitpunkt der Befragung ab.

Die häufigsten Symptome sind aktuellen Studien zufolge Fatigue, Schlafstörungen und Atembeschwerden. Ich möchte für diesen Blog einen genaueren Blick auf neurologische und psychiatrische Symptome legen:

Eine Veröffentlichung im Lancet aus dem April zeigt, wie häufig elf verschiedene neurologische bzw. psychiatrische Erkrankungsgruppen im Zeitraum von 6 Monaten nach der akuten Covid-19-Infektion auftreten. Die Zahlen dafür beruhen auf elektronischen Gesundheitsdaten von Millionen Menschen aus den USA, wodurch insgesamt gut 236.000 Menschen nach einer Covid-Infektion beobachtet werden konnten. Spannend ist außerdem, dass als Kontrollgruppe Personen gewählt wurden, bei denen im gleichen Zeitraum eine andere Atemwegserkrankung wie etwa die Influenza-Grippe diagnostiziert wurde.

Bei etwa 13% der Personen wurde nach einer Covid-19-Infektion eine neurologische oder psychiatrische Erkrankung erstmalig diagnostiziert. Alle elf Erkrankungsgruppen, die in der Studie untersucht wurden, traten deutlich häufiger nach einer Covid-19-Erkrankung als nach einer anderen Atemwegserkrankung wie Influenza auf. Am häufigsten kam es zu Stimmungs-/Angst- oder psychotischen Störungen – bei immerhin fast jeder zehnten Person. Um nicht weiter mit Zahlen um mich zu werfen, gibt es das Ganze als Grafik:

Die blaue Linie zeigt die Vergleichsgruppe von Menschen nach anderen Atemwegserkrankungen an. Die rote Linie zeigt alle Covid-19-Erkrankten, die schwarze Linie Covid-19-Fälle mit Krankenhausaufenthalt.

Und wenn ihr euch dafür interessiert, wie es für Demenz, Schlafstörungen, Substanzmissbrauch und neuromuskuläre Erkrankungen aussieht, könnt ihr gern auch noch einen Blick in die nächsten Grafiken werfen – Bilder sagen bekanntlich mehr als tausend Worte:

Zusammenfassend lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt wohl sagen, dass Post-Covid-Symptome durchaus häufig sind. Im Bereich der neurologisch-psychiatrischen Erkrankungen sind Angst- und Stimmungsstörungen am häufigsten. Parkinson- oder Guillain-Bairré-Syndrome treten in der genannten Studie so selten auf, dass ein Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung noch als unsicher gelten muss. Fazit: Corona bleibt spannend.

Glossar

Fatigue: Starke Müdigkeit und Erschöpfung, die unabhängig von körperlicher Anstrengung ist und sich auch nicht durch körperliche Ruhepausen bessert. Tritt zum Beispiel akut im Rahmen von Herz-, Lungen- oder bösartigen Krebserkrankungen auf. Kann aber auch dauerhaft als Chronisches Erschöpfungssyndrom auftreten.  

Parkinson-Syndrom: Erkrankung, bei der es zu typischen Symptomen kommt: Abgeschwächte Bewegungen (Akinese), Muskelzittern (Tremor), Muskelsteifheit (Rigor), Stand-Instabilität (posturale Instabilität). Ursache ist ein Dopaminmangel im Gehirn. Die häufigste Form eines Parkinson-Syndroms ist der Morbus Parkinson.   

Guillain-Barré-Syndrom: Erkrankung der peripheren Nerven, die häufig nach Infekten auftritt. Es kommt zu Muskel-Lähmungen, die typischerweise an beiden Händen oder Füßen beginnen und dann langsam Richtung Körpermitte aufsteigen.  

  • Iqbal FM, Lam K, Sounderajah V, Clarke JM, Ashrafian H, Darzi A. Characteristics and predictors of acute and chronic post-COVID syndrome: A systematic review and meta-analysis. EClinicalMedicine. 2021;36:100899. Published 2021 May 24. doi:10.1016/j.eclinm.2021.100899
  • Nalbandian A, Sehgal K, Gupta A, et al. Post-acute COVID-19 syndrome. Nat Med. 2021;27(4):601-615. doi:10.1038/s41591-021-01283-z
  • National Institute for Health and Care Excellence. COVID-19 rapid guideline: managing the long-term effects of COVID-19. Published December 18, 2020. Abgerufen 16.06.2021, https://www.nice.org.uk/guidance/ng188
  • Taquet M. 6-month neurological and psychiatric outcomes in 236 379 survivors of COVID-19. osf.io/7tzvy. Published April 6, 2021.
  • Selbsthilfeangebote für Betroffene

Veröffentlicht von

Martje Sältz studiert seit 2016 Humanmedizin am UKE in Hamburg und promoviert zum Einfluss der Ernährung auf die Halsgefäße. Medizin auf Italienisch lernte sie in ihrem Auslandssemester in Palermo kennen. Sie möchte wissenschaftliche Themen verständlich und spannend beschreiben und damit mehr Menschen für Gesundheit und ihren Körper begeistern.

25 Kommentare

  1. Die Zahlen dafür beruhen auf elektronischen Gesundheitsdaten von Millionen Menschen aus den USA, wodurch insgesamt gut 236.000 Menschen nach Covid-Infektion beobachtet werden konnten

    Eine Studie, die in Deutschland nicht möglich ist, da die Daten sicher für 10 Jahre beim Hausarzt in Papierform aufbewahrt werden.

  2. Folgt auf Long-Covid Long-Long-Covid?
    Ja, Post-Covid ist wie Covid selbst eine systemische Erkrankung, die sehr viele Organe betreffen kann.

    Es sind aber nicht nur Gewebe mit einem ACE2-Rezeptor betroffen und neben dem Virus selbst könnte auch ein entgleistes Immunsystem bei Long-Covid eine Rolle spielen.

    Ein wichtiger Faktor, der bewirkt, dass Sars-CoV-2 sehr viele Organe oder sogar den ganzen Organismus in Mitleidenschaft zieht, könnte darin begründet liegen, dass der ACE2-Rezeptor im Endothel von Kapillaren, also in der blutseitigen Innenschicht der kleinsten Blutgefässe vorkommt. Globale Kapillarstörungen aber können letztlich den Gesamtorganismus betreffen, von der Begünstigung von Thrombosen bis hin zu einer Schwächung der Blut-Hirnschranke, was dem Virus den Weg ins Hirn ermöglicht. Interessanterweise finden sich ACE2-Rezeptoren auch in den Vorläuferzellen von Oligendrozyten und Astrozyten in der Substantia nigra, dem Hirnkern also, dessen Degeneration für Parkinson verantwortlich ist.

    Als interessante historische Tatsache möchte ich noch darauf hinweisen, dass Parkinson sich gehäuft bei Überlebenden der Spanischen Grippe manifestierte, bei Überlebenden, die im Rahmen der spanischen Grippe auch eine Encephalitis durchmachten. Und das oft viele Jahre nach der Infektion, was sich dadurch erklären lässt, dass die Substantia nigra einen normalen Alterungsprozess durchmacht, die ihre Funktion beeinträchtigt, was dann bei bereits vorgeschädigter Substantia nigra zu Parkinson führt. Parkinson-Erkrankungen könnten also in ein paar Jahren als Folge von Covid, besser gesagt Long-Long-Covid, zunehmen.

  3. @ Omnivor:

    Ein Vergleich anhand von im Versorgungsalltag diagnostizierten Störungen ist auch in Deutschland möglich. Diese Daten sind elektronisch verfügbar, Ärzte rechnen schließlich nicht in Papierform mit der Kassenärztlichen Vereinigung ab. Explorative Analysen dazu gibt es auch schon.

    Allerdings sind solche Analysen auf der Basis von Routinedaten nicht trivial und hochgradig fehleranfällig. Mich irritiert z.B. in der Lancet-Studie, warum die HRs für viele Outcomes gegenüber Influenza größer sind als die gegenüber allen respiratorischen Erkrankungen.

    • @Joseph Kuhn (Zitat): „ Mich irritiert z.B. in der Lancet-Studie, warum die HRs für viele Outcomes gegenüber Influenza größer sind als die gegenüber allen respiratorischen Erkrankungen.“
      Ich spekuliere mal, dass das daran liegt, dass Influenza endemisch ist, was auch mit einem Teilschutz einhergeht. Wenn andere respiratorische Erkrankungen zu Hospitalisationen führen gibt es darunter auch Erkrankungen, gegen die wir wenig, nicht einmal teilweise geschützt sind.

    • @Joseph Kuhn : Ja, das waren ja Patienten ohne Hospitalisation. Dennoch könnte mein Argument stimmen: Patienten , die in Folge/zeitlichem Zusammenhang einer Influenza schwere neurologische/psychiatrische Komplikationen erleiden, haben mit grosser Wahrscheinlichkeit schon mehrere frühere Influenza-Infektionen/Erkrankungen hinter sich und das könnte eine gewissen Schutz darstellen.

      Wenn Sars-CoV-2 endemisch wird: Mehrere COVID-Koryphäen äusserten sich kürzlich zu den langfristigen Erwartungen bezüglich Covid und einige meinten, die Krankheit werde wie Influenza endemisch werden und in dieser endemischen Phase womöglich jährlich weniger Opfer fordern als die Grippe, ja Covid könnte in Zukunft vergleichbar mit anderen Corona-Virenerkrankungen werden.

  4. Es gibt offensichtlich noch viel Schlimmeres als long-Covid:

    “Robert Malone
    RW Malone MD, LLC: Consultancy and Analytics in the Biosector

    Once again I feel it necessary to make a clear and unambiguous statement. The data strongly indicate that the experimental genetic vaccines, including the mRNA and recombinant adenoviral vaccines, have saved lives. Many lives.

    But it is also increasingly clear that there are some risks associated with these vaccines. Various governments have attempted to deny that this is the case. But they are wrong. Vaccination-associated coagulation is a risk. Cardiotoxicity is a risk. Those are proven, and discussed in official USG communications, as well as communications from a variety of other governments.

    Based on what I have seen, I believe that other toxicity risks will become more apparent. These include menstrual irregularities, development of thrombocytopenia, cerebrovascular effects, and reactivation of latent viruses such as clinical shingles.

    But we do not know how prevalent these are, and the spectrum of severity is unknown and possibly unknowable because the V-Safe database is not being shared outside of CDC, the VAERS systems is deeply flawed, and we just do not have the comprehensive safety data necessary to accurately evaluate risk/benefit for the various cohorts – elderly, healthy normal adults, immunocompromised, pregnancy, adolescents, children, and infants. Particularly the long term safety data necessary to evaluate risks such as autoimmune complications that may manifest months or years post-vaccination. That is just a #Sciencefact.”

    https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:6812703149678243841/

    • @Fred Gantenbein: Impfrisiken hängen vom Impfstoff (der Impftechnologie) ab und sie enden bald einmal nach der Impfung. Ich kenne keine Beispiele von negativen Wirkungen/Nebenwirkungen von Impfungen, die erst 6 Monate nach der Impfung einsetzen.

      • Wie viele Beispiele kennen Sie denn, die mRNA geimpft bekommen haben und wo es 6-36 Monate nach der Impfung zu keinen Problemen kam?

  5. Meine Güte. Wundert sich denn ernsthaft wer über den Anstieg an Angst- und anderen psychischen Erkrankungen nach einem Jahr Dramaberichterstattung auf allen Kanälen? Schon mal über einen solchen Zusammenhang nachgedacht?

    • “Dramaberichterstattung”? Es wurde halt appeliert, sich vernünftig und vorsichtig zu verhalten. Wäre das der Hauptgrund, würde es aber nicht nur bzw. überdurchschnittlich oft diejenigen betreffen, die wirklich infiziert waren. Und niemand bestreitet, dass auch die soziale Isolation einen Einfluss auf die Psyche hat und es dadurch mehr Depressionen gibt.

  6. Kurz:
    Das Spike-Protein beschädigt die Mitochondrien. Nachzulesen hier:
    https://www.ahajournals.org/doi/10.1161/CIRCRESAHA.121.318902
    Mitochondrien sind die “Kraftwerke” der Zellen. Viele der unter “Long Covid” angeführten Beschwerden deuten auf eine mitochondriale Dysfunktion. Mitochondrien kann man nicht “reparieren”, aber nachwachsen lassen. Das dauert und erfordert einige Mikronährstoffe, wie PQQ, reduziertes Coenzym Q10 u.a.
    Details in dem Buch “Minding my mitochondria” von Dr. Terry Wahls.
    Ich bin kein Arzt, aber kann lesen.

  7. Zwei kurze Bemerkungen zu solchen “Studien”: Wie groß war wohl die Vergleichsgruppe aus Menschen mit “Atemwegserkrankungen wie Influenza” im gleichen Zeitraum, wenn ja z.B. die Grippe weitgehend ausgefallen ist? Und vor allem: Wie wirkt es sich wohl aus, wenn seit Monaten über das “Post Covid Syndrom” lamentiert und selbiges dramatisiert wird? Sind “neurologische oder psychiatrische Erkrankungen” im Anschluss an eine Covid-Erkrankung da nicht erst Recht vorprogrammiert! Unsere vor allem auch mediale Fokussierung auf dieses eine Problem hat eine völlig verzerrte Wahrnehmung erzeugt, die sich entsprechend in den (oft eingebildeten) Symptomen anschließend noch selbst verstärkt. Im Grunde ist längst klar, dass die möglichen Langzeitwirkungen etwa auf dem Niveau anderer Virus-Krankheiten – wie der Influenza – liegen. Dies hat nur vor Corona niemanden interessiert!

    • Frank Gausmann,
      „ hat eine …Wahrnehmung erzeugt, die sich entsprechend in den( oft eingebildeten) Symptomen anschließend noch selbst
      verstärkt.“
      Oft eingebildet? Ihre Psyche scheint so stabil zu sein, dass sich die Arroganz entsprechend stabilisiert hat.
      Es scheint immer noch Menschen zugeben, Krankheitszeichen, wie quälendste auch sein mögen, als „ eingebildet“, also nicht vorhanden, auffassen, Migräne z.B.
      So eine Sicht verhöhnt die Kranken.

      • Oh je, jetzt kommen wieder die hochsensiblen Besserwisser und professionellen Kümmerer. Haben Sie schon einmal vom Nocebo-Effekt gehört? Bitte informieren Sie sich, bevor Sie mit dumpfen “Verhöhnungsvorwürfen” kommen!

  8. Wirklich schön das ihr alle lesen und euch mit schlauen Artikeln über Medizin beschäftigen könnt.
    Dann ist das ja alles kein Problem mehr, ihr müsst ja nur noch ein Medikament entwickeln welches die Menschen heilt.
    Ach so Entschuldigung, ich habe vor lauter Euphorie ganz vergessen, dass wir ja nicht mal gegen Krebs, Aids und so viele andere Krankheiten, die wir schon seid vielen Jahrzehnten kennen, kein wirkliches Heilmittel entwickelt haben.
    Leider kann sich der menschliche Körper nur allein heilen. Alles was wir machen können ist unterstützen, mehr geht leider nicht.
    Vielleicht sollte man ja doch eher die alt bekannten Faktoren für Gesundheit fördern, wie z.B.: vermeiden von Stress, guter Schlaf und gute Ernährung, viel Bewegung und Sport.
    Ach so Entschuldigung, jetzt habe ich schon wieder alles verkehrt gemacht, denn ich habe den alles bestimmenden und wichtigsten Faktor vergessen, das Geld und Kapital.
    Ja wenn das so ist sollten wir doch lieber viele Medikamente entwickeln, auch wenn die Hälfte davon nicht wirkt oder sogar noch krank macht, damit kann man wenigsten Geld verdienen.
    Und vielleicht kommen die Mediziner mit der RNA-Forschung tatsächlich noch hinter das Geheimnis des ewigen Lebens und wir sind endlich in der Lage den Fehler in der Existenz zu beseitigen und wir Menschen können dann für immer Leben ohne zu sterben, viele viele Jahre.
    Gott ist nur ein Scharlatan, jetzt endlich kommt die Zeit der Menschheit.

    • Hans…. und wir Menschen können dann für immer Leben ohne zu sterben, viele viele Jahre.
      Um Himmelswillen, nein, tut das unserer noch schönen Erde nicht an!!! Sie ist schon mit uns geplagt genug!!
      Und doch bringt sie wunderbare Heilkräfte hervor. Sind wir nicht auch Natur? Und hilft dann nicht die Natur, wenn wir uns schädigen?
      Bin nicht medizinisch oder wissenschaftlich vorbelastet oder gebildet! Trotzdem gelingt es mir, die notwendigen Schlüsse aus den mehr oder weniger sinnvollen Infos zu ziehen ohne in Panik zu verfallen. Jede Verstimmung, wer hat die im Winter in geschlossenen Räumen nicht, muss ja heute eine Depression sein. In vielen Wortmeldungen kommt mir der Respekt vor den Toten und Kranken zu kurz.
      Nein, es ist nicht nur eine Grippe!!
      Ich hatte vor drei Jahren das RSV Virus und lag in einer Lungenklinik, habe bis heute so etwas wie das brain fog Syndrom. Auch das ist keine Grippe!!
      Erst in den letzten 2 Monaten verspüre ich eine Verbesserung. Ich nehme jedes Virus ernst und denke, es werden noch mehr kommen. So wie wir mit den Wundern der Welt umgehen, kein Wunder!

    • Im Augenblick sind ja keine Anreize da, Menschen zu heilen – eine riesige Industrie verdient sehr gut daran, dass Menschen mit unterschiedlichsten Erkrankungen nicht geheilt werden sondern nur Symptome (halbwegs) kontrolliert. Heilung wäre doch nur ein Umsatzvernichter. Mit den angesprochenen “altbekannten” Faktoren macht man zwar nichts verkehrt, aber ich glaube dennoch dass für schwere Erkrankungen mehr nötig ist. Und was das Lesen und sich mit Artikeln beschäftigen betrifft, glaube ich, dass wir genau deshalb denkende Menschen sind um uns nicht zu stark fremdbestimmen zu lassen. “Risikoträger” ist nie der behandelnde Arzt oder ein Politiker sondern immer der Patient. Und deshalb sollte er (mit)bestimmen, was mit ihm geschieht.

    • Du gehst schon ein bisschen hart mit der modernen Medizin um, Hans, oder? “Leider kann sich der menschliche Körper nur allein heilen.” – da fallen mir so viele Beispiele ein, wo das nicht klappt und wo ich dankbar bin, im 21. Jahrhundert zu leben… Bakterien, gegen die sich der Körper nicht wehren kann ohne Antibiotika… Blindheit durch grauen Star, wo der Körper sich keine neue Linse einsetzt, auch nach noch so viel Sport und Schlaf nicht… furchtbare Schmerzen am Ende eines Lebens, die sich der Körper ohne Palliativmedizin selbst macht… ich glaube, wir sind uns einig, dass das ewige Wachstumsstreben der Menschheit (getrieben durch unser Wirtschaftssystem) viel Schaden anrichtet – aber die moderne Medizin kann da eigentlich nichts dafür, sondern ist m.E. eines der wenigen Gebiete, wo dieses Streben wirklich mehr nützt als schadet!

      • Lieber Clemens, vielleicht ist es tatsächlich zu drastisch was ich da geschrieben habe aber entspricht es denn nicht der Wahrheit?
        Heilen kann nur der menschliche Körper selbst aber der Mensch kann unterstützen.
        Bei einem operativen Eingriff, wo einem Menschen-Auge eine Linse ausgetauscht wird, reden wir nicht von Heilung. Es ist natürlich ein unglaublicher Eingriff und eine unendliche Hilfe für den Leidenden aber es ist nicht Heilung. Die Heilung selbst vollführt der Körper nach dem Eingriff, in dem er die Wunden die bei der OP entstanden sind heilt.
        Es ist in dem Fall natürchlich eine unglaubliche Errungenschaft der Medizin und jeder Betroffene wird dankbar für diese Unterstüzung sein.

        Aber es gibt auch andere Krankheiten wo man nicht so gut Unterstützen kann.
        Und wenn der Betroffene dann nicht selbst die Veranwortung übernimmt, wer tut es dann?
        Am Ende muss immer der Betroffene selbst Verantwortung übernehmen. Was heißt, wir alle sind selber für unsere Gesundheit veranwortlich.
        Wir alle haben unser eigenes Band mit der Existenz oder mit Gott, im Sterben sind wir alle allein.

  9. hallo in die runde,ich war vorriges jahr schwer an corona erkrankt–hatte Lungenentzundung ,geschmacksverlust und strke atemprobleme .das brachte eine krankenhausauftenthalt mit sich ..ich hatte glück musste nicht künstlich beatmet werden ,habe nur saauerstoff durch die nasenbrille bekommen..ich leide heute noch an den spätfolgen ..meine lunge arbeitet nur noch zu 60 prozent ,,,,kann nicht mehr arbeite also von eine normalen leben weit entfernt.das ist jetzt 10 monate her .ich bin komplett geimpft …und fühle mich besser ohne angsein weiteres mal daranzuerkranken

    • Der QuantaMagazine-Artikel How Long COVID Keeps Us Sick Beschäftigt sich nur indirekt mit Long COVID, im Artikel post-acute sequelae of SARS-CoV-2 infection, abgekürzt “PASC“, genannt.
      Vielmehr geht der Artikel auf die Langzeitfolgen mehrer Infektionen ein wie etwa akute und chronische Entzündungen, schlummernde und bei Stress wieder aufflammende Infektion durch persistierende Erreger, Krebs als Folge des Einbaus eines Virus ins Genom, Organschäden, etc, etc.
      Was bei Long Covid zu erwarten sei, werde erst gerade erforscht. Es seien aber bis zu einem 1/3 derjenigen, die die Erkrankung durchgemacht haben, betroffen.
      Eine Covid-Impfung könnte womöglich die Symptome in einigen Fällen lindern.

  10. Ich arbeite in der Altenpflege und habe mich Anfang Dezember mit Covid 19 infiziert.Jetzt sechs Monate danach geht es mir Bescheiden. Ich leide an Luftnot,Schwindel und bin nicht mehr so belastbar wie vorher. Seit kurzen habe ich Srachprobleme und mein Kurzzeit Gedächtnis lässt mich in Stich. Das macht sich richtig gut in der Pflege.

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