Wenn es Nacht wird, aber nicht dunkel

Die Zerstörung der Nacht – Das Wissenschaftsspezial – so heißt die neueste Sendung von Do1TV, einem Projekt des Instituts für Journalistik der TU Dortmund. Das Thema: Lichtverschmutzung. Der 16-minütige Film beleuchtet die wesentlichen Aspekte der Lichtverschmutzungsproblematik und besticht durch beeindruckende Bilder – in jederlei Hinsicht. Was bedeutet die immer exzessivere Zerstörung der dunklen Nacht für Menschen, Tiere und Ökosysteme? Können wir bei zu viel Kunstlicht überhaupt noch gesund schlafen? Werden wir in Zukunft noch die Sterne sehen? Kann man überhaupt etwas gegen das "Ergrauen" unseres Nachthimmels unternehmen? Prädikat: Sehenswert!

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Die Zerstörung der Nacht und der Poesie

    Nacht und Sterne

    Die Nacht ist wie die
    Unendlichkeit des Ozeans.
    Jeder leuchtende Stern
    ist wie der Anbeginn
    einer neuen Zeit.
    Die Nacht
    gibt mir Kraft und Hoffnung
    für kommende Tage
    und Zeiten.
    In den Sternen liegt
    die übermenschliche Ruhe,
    die jeder Nacht
    den unendlichen Frieden gibt,
    die jede Seele braucht.
    Schau hinauf in die Nacht
    und in die Sterne
    und Du wirst Ruhe und Frieden finden,
    in der Unendlichkeit des Seins.

    ©Wolfsskin
    Von hier:
    http://www.stairway-to-heaven.de/…html?cat=Natur

  2. Deutschlandradio

    auch im D-Radio ist am 25.01. ein Beitrag zum Thema geendet worden. Er scheint zwar nicht online zu liegen, aber es wird auf eine Broschüre der Leibniz-Gemeinschaft verwiesen.
    http://wissen.dradio.de/…tml?dram:article_id=247

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