Neues zu 2008 TC3

In seiner aktuellen Ausgabe berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature über den Fall und den Fund des Miniasteroiden 2008 TC3, der am 7. Oktober über dem Sudan abstürzte. Berühmt wurde 2008 TC3, weil sein Absturz erstmalig in der Geschichte der Astronomie vorausberechnet wurde.

Grund genug also, dass er heute das Titelblatt der Nature (Volume 458 Number 7237 pp. 385-542) ziert. Frei abrufbar ist übrigens dieser lesenswerte Artikel, der die kurze Geschichte von 2008 TC3 von seiner Entdeckung bis zum Fund seiner Überbleibsel beschreibt. Leider habe ich keine Zeit für eine Zusammenfassung auf deutsch, so dass ich hier nur den Link angeben kann.

Insgesamt 280 Fragmente des als Ureilit klassifizierten Meteoriten wurden im Sudan bisher gefunden. Sie bringen insgesamt mehrere Kilogramm auf die Waage. Ureiliten sind eine sehr seltene Kategorie der achrondritischen Meteoriten von denen man annimmt, dass sie von Asteroiden stammen, die im Laufe ihrere Existenz im Weltall aufgeschmolzen wurden.  

 

Mit dem Astronomievirus infiziert wurde ich Mitte der achtziger Jahre, als ich als 8-Jähriger die Illustrationen der Planeten auf den ersten Seiten eines Weltatlas stundenlang betrachtete. Spätestens 1986, als ich den Kometen Halley im Teleskop der Sternwarte Aachen sah (nicht mehr als ein diffuses Fleckchen, aber immerhin) war es um mich geschehen. Es folgte der klassische Weg eines Amateurastronomen: immer größere Teleskope, Experimente in der Astrofotografie (zuerst analog, dann digital) und später Reisen in alle Welt zu Sonnenfinsternissen, Meteorschauern oder Kometen. Visuelle Beobachtung, Fotografie, Videoastronomie oder Teleskopselbstbau – das sind Themen die mich beschäftigten und weiter beschäftigen. Aber auch die Vermittlung von astronomischen Inhalten macht mir großen Spaß. Nach meinem Abitur nahm ich ein Physikstudium auf, das ich mit einer Diplomarbeit über ein Weltraumexperiment zur Messung der kosmischen Strahlung abschloss. Trotz aller Theorie und Technik ist es nach wie vor das Erlebnis einer perfekten Nacht unter dem Sternenhimmel, das für mich die Faszination an der Astronomie ausmacht. Die Abgeschiedenheit in der Natur, die Geräusche und Gerüche, die Kälte, die durch Nichts vergleichbare Schönheit des Kosmos, dessen Teil wir sind – eigentlich braucht man für das alles kein Teleskop und keine Kamera. Eines meiner ersten Bücher war „Die Sterne“ von Heinz Haber. Das erste Kapitel hieß „Lichter am Himmel“ – daher angelehnt ist der Name meines Blogs. Hier möchte ich erzählen, was mich astronomisch umtreibt, eigene Projekte und Reisen vorstellen, über Themen schreiben, die ich wichtig finde. Die „Himmelslichter“ sind aber nicht immer extraterrestrischen Ursprungs, auch in unserer Erdatmosphäre entstehen interessante Phänomene. Mein Blog beschäftigt sich auch mit ihnen – eben mit „allem, was am Himmel passiert“. jan [punkt] hattenbach [ät] gmx [Punkt] de Alle eigenen Texte und Bilder, die in diesem Blog veröffentlicht werden, unterliegen der CreativeCommons-Lizenz CC BY-NC-SA 4.0.

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