Mars Express: Echus Chasma und Phobos

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Raumfahrt aus der Froschperspektive
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Am Mars herrscht starker Raumsonden-Andrang, eigentlich gibt es immer Interessantes zu berichten, wie von der Phoenix-Landung vor 2 Monaten. Aktuelle Aktivitäten der ESA-Sonde Mars Express sind aber besonders erwähnenswert.

 

Obwohl wahrscheinlich schon seit sehr langer Zeit das Auftreten von Oberflächenwasser auf dem Mars nur mehr ein sporadisches Ereignis darstellt, ist die Oberfläche des Planeten doch durch das Wirken von Wasser gezeichnet. Besonders dramatisch ist das im Umfeld des Ostrands des Tharsis-Hochlands. Besonders bekannt sind der gewaltige Mariner-Canyon, ein Grabenbruch, der über sein tausende Quadratkilometer großes Einzugsgebiet starke Spuren von Auswaschungen zeigt, und das Kasei Vallis.

Mars Express - Echus Chasma, Quelle: ESA/DLR/FU Berlin

Auch Echus Chasma, “stromaufwärts” vom Kasei Vallis, hat jedoch seinen Reiz und ist allemal beeindruckend, wie eine aktuelle Bilderserie zeigt, die mit der HRSC-Kamera an Bord von Mars Express aufgenommen wurde. Hier geht es zu Seite 1 der Dokumentation auf der ESA-Mars-Webseite, hier zur Fortsetzung.

Mars Express - Phobos im Jahre 2004, Quelle: ESA/DLR/FU BerlinAktuell absolviert Mars Express eine Serie naher Vorbeiflüge am Marsmond Phobos. Aufgrund der exzentrischen Bahn mit hohem Apozentrum kommt die Raumsonde dabei dem kleinen Mond sehr nahe, auf bis auf unter 100 km. Die NASA-Raumsonde MRO hat im April Aufnahmen von Phobos gemacht; da MRO aber auf einer niedrigen, fast kreisförmigen Bahn ist, entstanden die Aufnahmen zwangsläufig aus viel größerer Entfernung.  Dies ist nicht das erste Mal, dass Mars Express den Marsmond Phobos besucht, bereits 2004 entstanden spektakuläre Aufnahmen, teils in 3D.

Es bleibt spannend am roten Planeten, wir können uns auf weitere schöne Aufnahmen und interessante Ergebnisse freuen. Bleiben Sie dran!

Mehr Informationen hier:

Mars-Webseite der ESA

NASA-Webseite zu den aktuellen Mars-Missionen

Ich bin Luft- und Raumfahrtingenieur und arbeite bei einer Raumfahrtagentur als Missionsanalytiker. Alle in meinen Artikeln geäußerten sind aber meine eigenen und geben nicht notwendigerweise die Sichtweise meines Arbeitgebers wieder.

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