“Fälschungssicheres” Gestein widerlegt Verschwörungstheorien zur Mondlandung

Edwin „Buzz“ Aldrin auf dem Mond, Neil Armstrong spiegelt sich im Visier.

Vom ersten Tag an gab es Zweifler an der Mondlandung am 20. Juli 1969. Aber erst nach 1976 wurde mit der Veröffentlichung des Buches We never went to the Moondaraus eine der bekanntesten Verschwörungstheorien überhaupt. Verschwörungstheoretiker weisen gerne auf angebliche (und wiederlegte) Anomalien hin, wie ein fehlender Sternenhimmel, eine flatternde Fahne in Vakuum des Weltraums, Schatten von Astronauten die nicht parallel zu Sonne verlaufen, usw. hin. Die Mondlandung wurde von den Amerikanern und Regisseur Stanley Kubrick nur inszeniert, da er aber auf höchsten Realismus beharrte, standesgemäß auf dem Mond.

Tatsächlich reicht ein Blick auf die Gesteinsproben, die die Apollo 11 Astronauten vom Mond zurückgebracht haben, um zu bestätigen, dass der Mensch tatsächlich auf dem Mond war, da es sich praktisch um fälschungssichere Beweise handelt.

Im Laufe von sechs Apollo-Missionen wurden über 380 Kilogramm Mondgestein gesammelt und zur Erde gebracht. Zwar landeten einige russische und amerikanische Robotersonden vor den ersten Astronauten auf dem Mond, allerdings, um die Menge Mondgestein einzusammeln, wäre der Aufwand ungleich größer gewesen als eine bemannte Mission. Das Gestein auf dem Mond unterscheidet sich in seiner Bildung und Geschichte wesentlich von allem was wir auf der Erde finden. Die erste Kruste des Mondes bildete sich vor 4 Milliarden Jahre aus einem glutflüssigen Magma-Ozean, wobei es zur Trennung von leichten, hellen, und schweren, dunklen Mineralien kam. Über Milliarden von Jahren hin war es dem Bombardement von Meteoriten und kosmischer Strahlung ausgesetzt, während auf der Erde die meisten Gesteine nach einigen Jahrmillionen durch Erosion und Metamorphose zersetzt und umgebildet werden. Um die 80 verschiedene Mineralien wurden auf dem Mond gefunden, einige davon waren neu für die Wissenschaft. Einzigartig sind verschiedene natürliche Glas-Varietäten, die durch die große Hitze eines Meteoriteneinschlags und schnelle Abkühlung in der Kälte des Weltraums entstanden sind. Jeder Versuch Mondgestein künstlich auf der Erde herzustellen, wäre technisch und finanziell aufwendiger als eine tatsächliche Mondlandung.

Neil Armstrong und Edwin „Buzz“ Aldrin hatten nur zweieinhalb Stunden um Gesteinsproben zu sammeln. Sie sammelten zumeist Proben von Regolith (Mondstaub und -sand). Armstrong klagte später, dass der Regolith wie Puder an jede Oberfläche haftete und in jede Ritze kroch. Die Apollo Astronauten hatten auch ihre Mühe, die amerikanische Fahne in das zähe, pulvrige Material zu stecken. Spätere Analysen auf der Erde erklärten auch warum.

Auf der Erde entsteht Sand und Ton durch Verwitterung von Gestein. Die einzelnen Gesteinspartikel sind zumeist stark abgerundet von dem Transport durch Wasser und Wind. Auf dem Mond, ohne Atmosphäre und fließendes Wasser, entsteht Regolith zumeist durch große und kleine Meteoriteneinschläge. Über Jahrmilliarden werden Gesteinsbrocken auf dem Mond immer weiter von diesem Bombardement aus dem All zertrümmert, bis der feine, graue Mond-Regolith entsteht. Unter dem Mikroskop erkennt man, dass die einzelnen Bruchstücke des Mond-Regoliths sehr unregelmäßig geformt sind, mit scharfen Ecken und Kanten. Diese unregelmäßige Form führt auch dazu, dass sich die Partikel leicht ineinander verhaken, ein festes und stabiles Netzwerk bilden und an Oberflächen gerne haften bleiben. In keinem Ablagerungsraum der Erde kann ein vergleichbares Material gefunden werden.

Dr. Harrison Hagan “Jack” Schmitt, der einzige Geologe auf dem Mond, neben einen großen Felsbrocken der durch einen Meteoriteneinschlag hier abgelagert wurde.

Auch das Festgestein auf dem Mond unterscheiden sich von Gestein, dass auf der Erde gefunden werden kann. Die Oberfläche der Erde wird durch Erosion ständig abgetragen und durch die Plattentektonik immer wieder neu geformt. Vor allem entlang der Mittelozeanischen Rücken, wo Lava zur Oberfläche drängt, wird neue Kruste gebildet. Das meiste Lavagestein auf der Erde ist daher relativ jung, mit einem Maximalalter von 200 Millionen Jahre. Plattentektonik führt auch zur Kollision der Kontinente und Gebirgsbildung, wobei Gesteine metamorph umgewandelt werden.

Die ältesten Gesteine auf der Erde können in Kratonen gefunden werden, alte Reste der Erdkruste die zumeist im Inneren der Kontinente liegen. Der Acasta Gneis wurde 1980 in einem solchen Kraton entdeckt, in der Nähe des Acasta River, Nordwest Territorium, Kanada. Altersdaten zeigen ein Kristallisationsalter von 4,03 Milliarden Jahre an, wobei das ursprüngliche Gestein vor 3,75 Milliarden, 3,6 Milliarden und 1,7 Milliarden Jahre noch metamorph umgewandelt wurde.

Die hellen Hochländer auf dem Mond werden zumeist von Anorthosite gebildet, ein Lavagestein mit einem sehr hohen Anteil (80 bis 98 %) an hellen Feldspäten. Als sich die Kruste des Mondes vor 3,9 bis 4,5 Milliarden Jahre bildete, sammelten sich die hellen, leichten Feldspat-Kristalle an der Oberfläche, wo sie noch heute gefunden werden können. Durch seine Kristallstruktur enthält der dortige Anorthosit relativ große Mengen an dem damit kompatiblen schweren Spurenelement Europium. Auf der Erde sind Anorthosite dagegen sehr selten und weisen auch eine andere chemische Signatur auf. Große Becken die durch Meteoriteneinschläge in die primitive Anorthosit-Kruste des Mondes geschlagen wurden, füllten sich vor 3,2 bis 3,9 Milliarden Jahre mit Basalt-Gestein. Der Mond-Regolith bildete sich in den letzten 3 Milliarden Jahre.

Der ursprüngliche Zustand der Mondgesteine und ihr hohes Alter sind ein klarer Beweis, dass sie nicht von dieser Welt stammen.

Veröffentlicht von

David Bressan ist freiberuflicher Geologe hauptsächlich in oder, wenn wieder mal ein Tunnel gegraben wird unter den Alpen unterwegs. Während des Studiums der Erdwissenschaften in Innsbruck, bei dem es auch um Gletscherschwankungen in den vergangen Jahrhunderten ging, kam das Interesse für Geschichte dazu. Hobbymäßig begann er daher über die Geschichte der Geologie zu bloggen.

36 Kommentare

  1. »Neil Armstrong auf dem Mond.«

    Zweifellos. Aber Armstrong ist der mit der Kamera, und der auf dem Photo ist Aldrin.

  2. Tatsächlich reicht ein Blick auf die Gesteinsproben, die die Apollo 11 Astronauten vom Mond zurückgebracht haben, um zu bestätigen, dass der Mensch tatsächlich auf dem Mond war, da es sich praktisch um fälschungssichere Beweise handelt.

    Ist für mich auch der stärkste Beleg dafür, dass die Mondlandungen stattgefunden haben, insbesondere da die NASA mit Mondforschung befassten Geologen im In- und Ausland die Gesteinsproben leihweise überlässt. Was sie sicherlich nicht tun würden, wenn es sich um Gestein von der Erde handeln würde.

    aber das Gestein könnte auch von einem Roboter eingesammelt worden sein.

    Aber keine 380 kg. Die Sowjetunion benötigte drei unbemannte Missionen, um ein halbes Kilogramm Gesteinsproben zur Erde zurückzubringen.

    Die Mondlandungsleugner, die behaupten, Roboter hätten das Apollo-Gestein eingesammelt, sind sowieso dämlich wie zwei Meter Feldweg. Wenn ich in der Lage bin, einen Roboter zum Mond zu befördern, der groß genug ist, um 380 kg Mondgestein einzusammeln, dieses in ein Rückkehrmodul zu laden und das Rückkehrmodul erfolgreich vom Mond abheben und zur Erde zurückfliegen zu lassen, dann bin ich gleich dreimal in der Lage, Menschen zum Mond zu bringen.

  3. Nochmal: Ich denke die waren BEMANNT oben, aber bei 6 Missionen hätten 380 kg auch vom Roboter eingesammelt werden können 😏

  4. Danke für den Hinweis auf Aldrins Photo, ausgebessert. Außerdem wurde ergänzt, dass trotz Robotersonden die gesammelte Menge an Gestein vom Aufwand her einer bemannten Mondlandung gleichzusetzen wäre, und es daher letztendlich “günstiger” war, gleich Menschen zum Mond zu senden 😉

    David

  5. Für mich der ultimative Beleg, dass Menschen auf dem Mond waren: Von den großen Teleskopen auf der Erde aus oder mittels Satelliten im Mondorbit kann man beobachten, was die Menschen an Spuren hinterlassen haben: Wissenschaftliche Geräte wie z.B. die platzierten Laser-Reflektoren, um den Distanz zw. Mond-Erde zu messen, das Mondauto, Landestufe des Landers, auch Fahrspuren des Mondautos kann man beobachten, und letztendlich sind da auch die Fußspuren der Astronauten.
    Ein anderer eindeutiger Beleg/Beweis wäre z. B.: Man sieht auf den aufgenommenen Filmen, wie der Mondstaub beim Gehen der Astronauten oder beim Fahren mit dem Mondauto aufgewirbelt wird. Beim Sinken der Staubs kann man beobachten, dass es langsamer auf den Boden sinkt als es in irdischen Verhältnissen möglich wäre, aufgrund der geringeren Gravitation auf dem Mond.

  6. @Mr. Kardinal 21.07.2019, 14:55 Uhr

    Der Laserreflektor wird auch benutzt, um den Abstand Erde-Mond zu bestimmen.Den Unterschied zu einer Reflektion an der Mondoberfläche sollte man schon merken.

  7. @Mr. Kardinal

    Von den großen Teleskopen auf der Erde aus oder mittels Satelliten im Mondorbit kann man beobachten, was die Menschen an Spuren hinterlassen haben

    Das ist nicht ganz richtig. Mit erdgebundenen Teleskopen sind die Hinterlassenschaften der Apollo-Astronauten nicht mehr zu sehen, dafür sind sie zu klein. Ein Teleskop, mit dem man von der Erde aus die Apollo-Landemodule oder die Mondrover ausmachen wollte, müsste ein paar Hundert Meter Spiegeldurchmesser haben.

    Mit dem LRO (Lunar Reconnaissance Orbiter) hat man sie allerdings in der Tat fotografieren können, da hast du recht. Soweit ich weiß, haben auch die Chinesen angegeben, dass sie mit ihren Mondsonden Apollo-Zeugs haben fotografieren können.

  8. Zum Folgenden von M.Kardinal:

    “…. Beim Sinken der Staubs kann man beobachten, dass es langsamer auf den Boden sinkt als es in irdischen Verhältnissen möglich wäre, aufgrund der geringeren Gravitation auf dem Mond….” (Zitatende)

    Gibt es hier jemanden oder kennt hier jemand Jemanden, der einem Physiklaien vernünftig erklären kann,…

    a)
    ……weshalb die “Masse” des Mondes zwar nur 1,25 % der Erdmasse beträgt, die “Schwerkraft” des Mondes aber 16,5% der Schwerkraft der Erde beträgt?
    Hängt das eventuell mit den Zentrifugalkräften der Erde bzw deren Fehlen beim Mond zusammen?

    b)
    Oder ist es “irgendwie” eine Folge der geringeren Dicht des Mondes von
    3,34 g/Kubikzentimeter im Vergleich zu den 5,5 g/ Kubikcm der der Erde?

    c)
    Und ist es für g auf der Oberfläche eines Planeten überhaupt relevant, ob dessen Masse dichter oder weniger dicht gepackt ist?

    Jetzt schon vielen Dank von
    L.L.

  9. lL #18:46 das liegt am Radius, der ist nur 27% von der Erde bzw. r=1/3,7 und M=1/81
    Schwerebeschleunigung g=G*M/r² Verhältnis (1/81)/(1/3,7)² = 3,7²/81 = 16,9%

  10. Danke !
    Aber ist nicht die Masse eine “Funktion” des Radius? Und müsste dann , nicht die Masse ich gleichen “Verhältnis” wie der Radius abnehmen? Und müsste dann nicht auch g im selben “Verhältnis” wie die Masse zunehmen oder abnehmen? Wenn das anders sein sollte, dann kann es sich doch nur um unterschiedliche Dichteverhältnisse handeln.
    Es ist ja offenbar so, dass die Dichte der Erde (ca.) 1,65 mal höher als die des Mondes ist. Und beträgt nicht komischerweise (deswegen?) die Schwerkraft des Mondes mit 1,62m/ sek. Quadrat 16,5 % (also ein Sechstel) der Erdschwerkraft?

    Was also zählt jetzt bezüglich des “Zustandekommens” der realen Massenanziehung (Bzw. bezüglich deren Berechnung) eines Planeten?

    — Nur der Radius der Masseansammlung ?
    — oder auch deren Dichtegrad bei gleichem Radius ?
    — oder nur die Durchschnitts- Gesamtdichte bei “beliebigem” Radius?
    — oder zusätzlich auch noch die rotationsbedingte Fliehkraft bei gegebenem radialen Abstand zum Massezentrum?

    — Oder gar auch noch die Verschiebungen des (virtuellen) Massezentrums bei einander umkreisenden Planeten?
    (Oder auch noch , ob es sich dabei um eine “gebundene” Rotation handelt, oder nicht?)

  11. @little Louis 22.07.2019, 00:42 Uhr

    Die Masse ist bei gleichbleibender Dichte eine Funktion des Volumens. Und dieses ist proportional zur der dritten Potenz des Radius. Sie nimmt also schneller ab als der Radius.

  12. Das Volumen nimmt bei gleicher Form mit der dritten Potenz des Radius zu (Kugel V=(4/3)*Pi*r*r*r).
    Die Masse ergibt sich aus dem Produkt von Dichte und Volumen (M=d*V).
    Bei homogenen Kugeln mit gleicher Dichte würde die Oberflächengravitation linear mit dem Radius ansteigen, weil in den Gleichungen (r*r*r)/(r*r) vorkommen würde, weil die Gravitation mit dem Kehrwert des Quadrates des Radius absinkt.
    Bei Erde und Mond hat auf ihren Oberflächen die Zentrifugalkraft nur einen sehr kleinen Einfluss auf die Schwerkraft.
    Bei der Erde am Äquator nur rund minus 0,034 Meter pro Sekundenquadrat, und beim Mond noch weniger, weil dieser viel langsamer rotiert.
    —–
    Wenn man die Masse der Erde in einem Radius von 9 Millimetern unterbringen würde, dann hätte man ein schwarzes Loch.

  13. Es wird nicht behauptet dass dieses Mondgestein nicht echt sei! Die Vermutung ist/war, dass noch nie EIN MENSCH auf dem Mond war! Mondgestein kann man auch vom Mond holen ohne dass dafür ein Mensch sein Fuss auf den Mond setzen müsste, eben mit unbemannten Missionen, die einfacher und auch günstiger sind sls Bemannte. (Tatsache bleibt; die Russen haben damals nie versucht auf den Mond zu gelangen, obwohl sie damals längst die Technologie und damals auch das Geld dafür gehabt hätten (!)… sie werden wohl wissen was die Gründe dafür waren. Ich habe keine Abschliessende Meinung hierfür, doch eines ist Gewiss; gerade bei Weltmächten, muss man immer alles hoffen und kritisch hinterfragen! Die gun ALLES um ihren Status sls Weltmacht aufrecht zu erhalten, und Vertrauen kann man denen nie, wie die Geschichte schon so oft und auch nachweilich mit Gerichtsentscheiden belegt hat. Gruss an Alle

  14. @Julian F. 22.07.2019, 09:45 Uhr

    Aber auch die unbemannten “Roboter” müssen erstmal dahin kommen. War der Laserreflektor dann auch von einem Roboter aufgestellt worden?

  15. little Louis
    Der Mann im Mond, spricht der für eine Verschwörung oder gegen eine Verschwörung?
    Um es mal bildhaft zu machen. Ein dünner Erdenmensch von 2 m Länge wiegt 100 Kg.
    Ein dünner Erdenmensch mit 1m Länge wiegt nur noch 12,5 Kg. (ein Achtel)
    Der Mann im Mond mit 1m Länge wiegt auf dem Mond noch mal den 6. Teil von 12,5 Kg, das sind etwa 2 Kg. Das klingt unglaubwürdig, ist aber mathematisch korrekt.

    Julian,
    wenn du das glaubst , kannst du auch an die Mondlandung glauben.
    Wenn du nicht an den Mann im Mond glaubst, dann glaube doch wenigstens an die NASA und an seinen Direktor Wernher von Braun.

  16. Schaut euch vielleicht diesen Beitrag aus dem Youtube an, vielleicht hast du dann eine abschließende Meinung:
    https://www.youtube.com/watch?v=y4WUJGjHFRc

    Mach keine Glaubensfrage daraus. Die Beweise, dass Menschen dort waren, sind nun mal ziemlich eindeutig.

    Was du in deinem Kommentar schreibst, ist auch nicht ganz korrekt. Natürlich hätten die Russen gewollt, dass sie als Erste auf dem Mond mit einem Menschen landen. Es war letztendlich ein Wettkampf zwischen den beiden Großmächten, um dort der Erste zu sein. Und den Russen war bewusst, dass die Amerikaner am Aufholen waren. Versucht haben die Russen schon, doch eben die Technologie war längst nicht ausgereift dafür. Viele technologische Komponenten mussten noch von den Russen entwickelt werden. Und bei den Russen war das Geld noch viel knapper als bei den Amis.

  17. Noch eine Ansicht zum Thema “Wettlauf der Systeme”.

    Das Thema Interkontinentalraketen sollte dabei mit betrachtet werden. Denn diese sollen ja in grosser Höhe fliegen, um schnell ihre tödliche Fracht an das Ziel zu bringen.

  18. @ Rudi Knoth (sehr früh) um 06:30 und zu:
    ….dritten Potenz des Radius. Sie nimmt also schneller ab als der Radius…”
    (Zitatende)

    O.K. Mir ging es aber vor allem auch um “g” (bzw.die “Massenanziehung”)
    Ob diese (hier z. B. beim Mond) im richtigen Verhältnis zu r und vor allem zur “Masse” steht.

  19. @ fliegenklatsche um 11:07 und zu:
    “Der Mann im Mond, spricht der für eine Verschwörung oder gegen eine Verschwörung?..” (Zitatende)

    Wer hat hier (in diesem Zusammenhang) von einer “Verschwörung” gesprochen?
    Sind reine Verständnisfragen eines mathematischen (und physikalischen) Laien jetzt schon “irgendwie verdächtig” ? (-:

  20. little Louis,
    das war nur ein kleiner Spaß zum Montag.
    Das Wort “Verschwörungstheorie” im Zusammenhang mit der Mondlandung, das musste ich auf die Schippe nehmen.

  21. Das Verhältnis der Massenanziehung zum Abstand und zur Masse ist überall konstant.
    Kraft = ( Gravitationskonstante * Masse#1 * Masse#2 ) / ( Abstand * Abstand )
    Ohne diese Gravitationskonstante würde es keine stabilen Umlaufbahnen geben.
    Die Gravitationskonstante ist eine sehr kleine Zahl: 6,6742*10^-11 (m^3)/(kg*s^2).
    Dafür ist die Masse der Erde sehr groß: 5,972*10^24 kg.
    —–
    Im Inneren von homogenen Kugeln sinkt die Gravitation linear mit dem Radius bis auf null ab.
    Im Inneren von Hohlkugeln ist die Gravitation überall null.

  22. Karl Bedarik,
    ein kleiner Zusatz ist hier angebracht.
    “Im Inneren von homogenen Kugeln sinkt die Gravitation linear mit dem Radius bis auf null ab.
    Im Inneren von Hohlkugeln ist die Gravitation überall null.”

    Nach dieser Aussage dürfte sich das Innere der Hohlkugel nicht mehr um die Sonne bewegen. (kleine Anregung zum Dienstag)

  23. fk # 08:09 “… dürfte sich das Innere der Hohlkugel nicht mehr um die Sonne bewegen”
    Eine Kugel oder eine Hohlkugel wirken nach außen / außerhalb wie eine Punktmasse in der Mitte.
    Beim Fußball fliegt ja auch das Innere mit, wenn man außen gegentritt, obwohl die Mitte leer ist.

  24. Herr Senf,
    es ging mehr um die Andeutung , dass es keine gravitationsfreien Räume gibt. Auf die Erde bezogen hat der
    Erdmittelpunkt die Gravitationsfeldstärke 0. Auf die Sonne bezogen aber nicht. Nur das als Anmerkung.

  25. Korrektur, und etwas genauer ausgedrückt:
    Im Inneren einer homogenen Kugel sinkt die Gravitation, die von dieser Kugel verursacht wird, linear mit dem Radius bis auf null ab.
    Im Inneren einer Hohlkugel ist die Gravitation, die von dieser Hohlkugel verursacht wird, überall null.
    Ausserhalb einer Masse sinkt die Gravitation, die von dieser Masse verursacht wird, mit dem Kehrwert des Quadrates des Abstandes ab.

  26. Einmal etwas ganz anderes:
    Bin ich jetzt altmodisch, intolerant, oberlehrerhaft oder besserwisserisch, wenn ich in (auch populär-)wissenschaftlichen Veröffentlichungen neben der sachlichen auch sprachliche Korrektheit erwarte? Ich empfinde die ziemlich vielen Kommafehler (und noch einige andere, insgesamt komme ich auf 17) in diesem Artikel als sehr störend, da sie häufig den Satzbau und damit das Verständnis des Geschriebenen beeinträchtigen.

    Und noch ein thematischer Gedanke:
    Ich verstehe bis heute nicht, wieso die Mondlandungsleugner ernsthaft glauben, dass die Amerikaner die erste Mondlandung 1969 unter ungeheurem finanziellen und organisatorischen Aufwand vorgetäuscht haben. Und weil’s so Spaß gemacht hat, die ganze Welt an der Nase herumzuführen, haben sie diesen Kraftakt noch fünf Mal durchgezogen? Und der einzig echte Mondflug (Apollo 13) scheitert – oder soll das auch nur eine Hollywood-Inszenierung gewesen sein, diesmal aber mit größerem Thrill?
    Man braucht nicht unbedingt nur rational-wissenschaftlichen Argumente, um solchen Quatsch zu widerlegen. Es reicht, mit Gerhard Polt, “a weng praktische Psychologie” – und die gute alte Frage: Wem nützt es?

  27. @Jochen Fuhr:
    Wissenschaftlich betrachtet (und durch das ersatzlose Ende der Apollo-Serie bestätigt), wäre die Fortsetzung und Intensivierung der unbemannten Mondlandungen (“…Zwar landeten einige russische und amerikanische Robotersonden vor den ersten Astronauten auf dem Mond”) erkenntnisreich genug gewesen, dazu billiger und ungefährlicher.

    Warum man dennoch (viel zu frühe?) bemannte Mondfahrten wollte, müssten nicht die “Mondlandungsgegner” beantworten, sondern die damaligen Entscheidungsträger. Um die paar Kilogramm Steinchen und Staub zu holen hätte man jedenfalls mit einem Bruchteil der Kosten die Robotertechnik verfeinern können, statt aufwändig Menschenleben zu riskieren. Versuchen wir daher, uns mal in die Köpfe der Politiker hineinzuversetzen.

    Politiker gieren nach Propaganda-Erfolgen, besonders wenn es innenpolitisch nicht rund läuft (Kennedy-Morde etc.) und wenn der außenpolitische Hauptgegner vorgelegt hat (Gagarin). Das viele Geld hierfür zahlen sie ja nicht selber, sondern das Volk. Die Umleitung riesiger Ressourcen ins Militär (dem die NASA unterstand) blieb zwar nur vorübergehend populär, aber wie wir seit dem Abschied von Kenndys Amtsvorgänger Eisenhower wissen, war der von ihm so bezeichnete “militärisch-industrielle Komplex” schon damals zu einer staatsbeherrschenden Krake geworden, der sich Politiker kaum widersetzen konnten (oder je nach Karrieretrieb oft auch aktiv andienten, Wählerwillen hin oder her).

    So sehr Politiker Propaganda-Erfolge brauchen (und ungerührt dafür ins Steuersäckel greifen), so sehr scheuen sie jedoch die damit verbundenen eventuellen Risiken – ganz besonders das Risiko, statt eines Propaganda-Erfolgs weniger als Nichts, nämlich eine Misserfolgs-Propaganda zu bekommen.

    Konnten bzw. wollten sie das nicht unerhebliche Restrisiko zulassen, dass statt des Revanche-Triumphs über die Russen (erster Mensch auf dem Mond ist ein Amerikaner, Gagarin war nur eine Etappe) die Welt eine Live-Übertragung tödlicher amerikanischer Hybris zu sehen bekommt? Wiederaufstieg der Mondfähre fällt wegen Tank-Lecks leider aus, Sauerstoff haben die Jungs noch für ein paar Stunden und sie lesen schon mal fleißig in der Bord-Bibel?
    Meines Wissens gab es keine propagandistischen Vorkehrungen für diesen Fall, außer vielleicht das Kappen der TV-Leitungen? Und die US-Politikerkaste war trotz allen Propaganda-Bedarfs bestimmt nicht so verzweifelt, alles auf eine Karte setzen zu müssen.

    Mit Fakes aus Eigenproduktion hatte das US-Militär dagegen reichlich Erfahrung:
    Die Schweinebucht-Landung in Kuba 1961 war zwar ein Desaster, aber 1964 lieferte der Tonkin-Zwischenfall einen quasi honorigen Kriegsgrund, denn der von Anfang bestehende Fake-Verdacht bestätigte sich erst 1971 bzw. 1995, als für die breite Öffentlichkeit das Thema längst durch war. Die in Sachen Mond vielbemühten Russen spielten hier als Whistleblower keine Rolle.

    Überhaupt, die Russen als “Kontrollinstanz” der NASA:
    Beide Supermächte hatten Leichen im Keller, gerade in Sachen Raumfahrt, aber nicht nur dort. Beiden war also klar, dass trotz Kaltem Krieg die eigene Propaganda Gefährlichkeit, Fanatismus und Rücksichtslosigkeit des Gegners anprangern, aber nicht die “Basis-Ehrlichkeit” des Gegners an konkreten Beispielen so gründlich widerlegen durfte, dass dessen Volk unruhig würde.

    Denn der Gegner hätte mit gleicher Münze zurückzahlen können, und die Mächtigen beider Supermächte bekamen (spätestens) in den 60er Jahren wachsende Ängste vorm eigenen Volk: im Ostblock vom ungarischen Volksaufstand 1956 bis zum Prager Frühling 1968, in den USA von der McCarthy-Hysterie Anfang der 50er Jahre bis 1968, dem Höhepunkt der Proteste gegen den Vietnamkrieg.

    Im oft erwähnten “Gleichgewicht des Schreckens” standen sich unterhalb der Politik auch die Sicherheits-Apparate beider Supermächte nicht generell feindselig gegenüber, sondern kooperierten im gemeinsamen Interesse, damit die Bedrohungslage nicht zum heißen Krieg ausufert, aber eben auch nicht einschläft und so die eigenen Jobs gefährdet.

    Das sah man am Beispiel der linksradikalen (westdeutschen) RAF: Sie trainierte in arabischen Ländern mit palästinensischen Terroristen – ebenso wie die (ebenfalls westdeutsche) rechtsradikale Wehrsportgruppe Hoffmann. Also dort, wohin der Ostblock und auch die (ostdeutsche) Stasi beste Beziehungen hatten. Ideologien und Blockzugehörigkeit scheinen irgendwie keine Rolle gespielt zu haben. Dass die Mitglieder der selbstaufgelösten RAF dann heimliches Asyl in der DDR fanden, lässt sich auch kaum mit einer allgemeinen Solidarität der Linken begründen. Die DDR schätzte gehorsame Parteisoldaten, nicht unberechenbare Rebellen und Anarchisten. Daher meinen manche, ohne Kooperation zwischen westlichen und östlichen Geheimdiensten wäre es nie zu diesem (westlicherseits vor 1990 wirklich nie durchschauten?) RAF-Asyl gekommen.

    Das Bekanntwerden damaliger Kooperationen ist heutzutage allenfalls noch spektakulär – damals wäre es skandalös gewesen. Denn dann hätte das Gros des Volkes (nicht nur der rebellische Teil der damaligen Jugend) argwöhnen können, dass allen Mächtigen der Machterhalt übers eigene Volk sehr viel wichtiger ist als die Abwehr der zum Popanz aufgebauschten fernen Mächtigen.

  28. Ob es “fälschungssicheres” Mondgestein gibt, vermag ich nicht zu beurteilen.

    Das heißt aber noch lange nicht, dass von “380 Kilogramm Mondgestein gesammelt und zur Erde gebracht” alles echt sein muss.

    Auch in einem Museum kann eine Fälschung locker mal 40 Jahre unerkannt als Schmuckstück gelten – aus einem 10 Jahre alten Zeitungsbericht:
    “Jahrzehntelang glaubte das Rijksmuseum in Amsterdam , einen kleinen Brocken Mondgestein der Apollo-11-Mission zu besitzen. Bei einer Überprüfung stellte sich das Exponat jetzt aber schlicht als versteinertes Holz von der Erde heraus. Das Museum will das Stück dennoch behalten und als Kuriosität ausstellen. (…) Laut Van Gelder wurde es im Oktober 1969 vom damaligen US-Botschafter in den Niederlanden, William Middendorf, an den seinerzeitigen Ministerpräsidenten Willem Dreesman übergeben.”
    https://www.hna.de/welt/vermeintliches-mondgestein-versteinertes-holz-456061.html

  29. “Kein Unterschied zur Erde” – “Rätsel um Mond-Gestein gelöst” … befand 1970 die ZEIT und meinte, dass “der weiche (einem guten Gartenboden in der Konsistenz ähnliche) Untergrund, auf dem die Mondfähren landeten, nicht viel mächtiger als drei bis sechs Meter sein kann”,
    https://www.zeit.de/1970/16/raetsel-um-mond-gestein-geloest

    Da kann man dem guten US-Botschafter nicht verargen, wenn er im Jahr vorher dem Land der Tulpengärtner nicht etwas schenken wollte, was die dort schon überreichlich hatten – Gartenerde. Sondern mit Holz etwas Wertvolles, was sie schon immer importieren mussten.
    Etwas mit dem Hauch von Abenteuer: Zu Zeiten des Holländer Michel mussten die Baumstämme nämlich unter ähnlichen Beschwernissen und Gefahren aus dem Schwarzwald geholt werden wie die Astronauten ihre Steinchen aus dem Weltall. Wilhelm Hauff und Neil Armstrong können das übereinstimmend bezeugen.

    Die vermeintliche lunare Gartenerde wirft dagegen noch ganz andere Fragen auf: Wenn der Regolith (Mondstaub und -sand) laut Artikel “wie Puder an jede Oberfläche haftete und in jede Ritze kroch”, dann kann man seine Haftwirkung durchaus mit dem “feuchten Pulverschnee” vergleichen, der bevorzugt in den Gebirgen in großen Flocken fällt und ganz schnell auch die Steilflächen von z.B. großen Felsbrocken bedeckt, von denen er dann auch nicht mehr “von alleine abrutscht”.

    Auf Bildern wie das oben mit Dr. Harrison Hagan “Jack” Schmitt sieht der Felsbrocken demnach viel zu nackt aus. Aber wer weiß, als “der einzige Geologe auf dem Mond” konnte er evtl. der Versuchung nicht widerstehen, das Steinchen für den Fototermin aufzuhübschen. Eine Art Kehrbesen scheint er ja am ausgestreckten Arm zu haben …

    Für den allgegenwärtigen und ziemlich lästigen Mondstaub brauchen künftige Mondbewohner allerdings weder Wedel noch Staubsauger. (Wer das englische Wort “vacuum cleaner” technisch richtig einordnen kann – mit Vakuum ein Nicht-Vakuum reinigen, wird letzteres auch gar nicht versuchen wollen.)

    Planetenforscher Larry Taylor hatte schon 2005 “eine einfache Möglichkeit entdeckt, wie man dort oben mal so richtig sauber machen kann”:
    “Neben den mit Mikrowellengeneratoren ausgestatten Fahrzeugen schweben ihm auch kleine, eigenständige Roboter vor, die wie ein Rasenmäher über die Hänge von Bergen und Kratern fahren und diese in feste, glatte Glasflächen verwandeln.” Denn “Mondstaub klebt zu festen Klumpen zusammen, wenn er für 30 Sekunden bei 250 Watt in einen Mikrowellenofen gegeben wird.”
    Zuvor wären im zu erschließenden Gebiet “Fahrzeuge mit dem Mikrowellenprinzip auszurüsten”, somit “könnten diese bei Fahrten über den Mond den lästigen, allgegenwärtigen Staub direkt in eine feste Fahrbahndecke umwandeln”.
    https://www.wissenschaft.de/astronomie-physik/lunares-staubwischen/

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